Berichte vom Einreiten mit Zolero

Gestüt Sonnenschein
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    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 15.07.2007, 13:18

    Berichte vom Einreiten mit Zolero
    Ich freute mich besonders auf diesen Tag und endlich war er da! Heute wollte ich anfangen! Fest entschlossen zog ich mich heute Morgen an und ging hinunter in die Küche. Dort füllte ich Leo noch schnell Futter in sein Schälchen. Manu hatte mich nämlich gebeten, ein wenig nach ihm zu sehen. Sie war gerade auf Föhr und machte eine Fortbildung für Reitlehrer auf einem Isländerhof mit. Ich bin jetzt schon gespannt, was sie mir davon erzählen wird. Ich trank schnell ein Glas Orangensaft und holte dann mein Fahrrad aus der Garage. Ich sprang auf den Sattel und radelte los. Ich müsste mir irgendwann mal ein Auto kaufen! Auf Dauer ging es so nicht weiter! Jedenfalls trat ich kräftig in die Pedale, sodass ich schon nach 10 Minuten auf dem hof war. Mein Fahrrad schloss ich wir üblich neben dem Parkplatz ab. Dann ging ich in die Sattelkammer und zog meine Chaps an. Ich ging dann zur Weide und rief Zoleros Name. Keine Reaktion, aber das hatte ich auch nicht erwartet! Ich lief also auf ihn zu, stand vielleicht noch 2 Meter von ihm entfernt und rief erneut seinen Namen. Er spitzte seine Ohren und schaute mich ein wenig verdattert an, doch als ich ein Leckerlie aus meiner Tasche kramte, kam er bereitwillig auf mich zu. Während er fraß, zog ich ihm das Halfter über, das ich aus der Sattelkammer mitgebracht hatte. Ich führte ihn auf den Hof und band ihn an den Anbindestangen fest, dann holte ich meinen Putzkoffer und begann zu putzen. Er genoss es sichtlich und schloss die Augen, als ich seine bevorzugten Stellen striegelte. Er hob auch brav die Hufe, als ich danach verlangte. „Gute Vorarbeit!“ lobte ich Manu im Stillen. Zolero stand aber wirklich still und ließ alles über sich ergehen. Dann holte ich noch schnell die Longe und führte den kleinen Hengst dann zum Sandplatz. Dieser wurde nämlich gerade nicht gebraucht. Als wir dort ankamen, ließ ich ihn erst eine Weile laufen, damit er sich austobte und später bei der Arbeit ruhiger ist. Der kleine Hengst trabte auch sofort an und schaute neugierig alles an. Ich scheuchte ihn ein bisschen herum, damit er auch mal angaloppierte. Er raste kreuz und quer über den Platz und als er noch einmal trabte, musste ich wieder lachen: Zolero versuchte anscheinend das Pferd, das gerade im Dressurviereck geritten wurde, nachzuahnen, sodass er seinen kleinen Schweif hoch warf und den hals rund machte. „Das wird mal mein kleiner Dressurstar!“ rief Manu, die soeben dazu kam. Ich stimmte ihr zu und fing an ihn zu longieren. „Hast du das mit ihm schon mal gemacht?“ fragte ich Manu. „Ja“ antwortete sie. „aber du musst ihm vorher genau zeigen, was das für ein Ding ist, sonst bekommt er panische Angst!“ Ich ging langsam von vorn/seitlich auf ihn zu und hielt ihm die Longe unter die Nase. Er beschnüffelte sie und schaute danach gleich wieder gelangweilt weg. Dann versuchte ich, die Longe zu befestigen, doch Zolero ging einen Schritt zur Seite. Er hatte wohl keine Lust auf die anstehende Arbeit. „Zolero!“ schimpfte ich. Daraufhin blieb er stehen und beim 2. Versuch klappte es auch. Ich nahm die Longe ganz kurz und führte ihn erst einmal ein paar Runden. Schließlich war das für Fohlen gar nicht so selbstverständlich, aber Zolero war ja schon 3 Jahre alt. Also drehten wir zusammen ein paar Runden, bis ich die Longe immer länger ließ und ihn um mich herum laufen ließ. Manu holte daraufhin die Longiergerte und gab sie mir. Zolero ging immer etwas schneller, sobald ich die Gerte auch nur ein Stückchen höher hielt. Das erleichterte mir die Sache natürlich unheimlich, denn ich war kein großer Freund von Hieben mit der Gerte, auch, wenn es hin und wieder sein muss. Der Hengst lief sehr fleißig und es machte Spaß mit ihm zu arbeiten. Als er warm genug war, ließ ich ihn dann antraben. Leider machte er das nicht freiwillig, sodass ich etwas mit der Grete ausholen musste. Doch dann klappte wieder alles wie am Schnürchen. Zwischendurch parierte ich ihn immer wieder zum schritt durch und ließ ihn dann wieder traben, damit er die Übergänge sicher bewältigen konnte. Nach zwanzig Minuten ließ ich ihn dann auch galoppieren. Nur ein paar Runden, schließlich wollte ich ihn auch nicht überfordern. Ich band die Longe wieder ab und ließ ihn erneut frei laufen. Ein kleiner Bocksprung war auch drin. Als ich wieder zu ihm kam und ihn führen wollte wurde er total hibbelig. Vermutlich dachte er, es geht wieder auf die Weide. Fehlanzeige! Ich band ihn an den Stangen vom Sandplatz an und rief Manu herbei. Wir lehnten uns abwechselnd auf seinen Rücken, aber das Pferd schien wohl keine Lust zu haben. Er versuchte so gut es ging auszuweichen, aber damit kam er natürlich nicht durch. Manu war ja schon einmal todesmutig gewesen und hat sich auf ihn draufgesetzt, aber er hat gebuckelt wie verrückt. Heute gingen wir die Sache mal ganz anders an. Immer wieder Gewicht auf den Rücken, anschließend wieder frei laufen lassen, dass er sich entladen konnte. Das brachte auch einiges ein. Anschließend konnte sich manu sogar komplett drüber lehnen, sodass die Füße in der Luft hingen. Zolero zuckte dabei nicht mal mit der Wimper. Dann holte ich den Sattel und legte ihn auf seinen Rücken. Da war wieder kein Problem für ihn. Nur den Sattelgurt mochte er überhaupt nicht. Er machte einen Hopser, als er mit seinem bauch in Berührung kam. Ich ließ ihn los, beruhigte den Hengst und versuchte es erneut. Wieder kein Erfolg! Zolero kam mit dem Sattelgurt überhaupt nicht klar! Ich nahm den Sattel wieder runter und machte den Gurt vor seinen Augen ab. „Na komm schon, das ist doch nur ein Sattelgurt!“ redete ich auf in ein, während ich ihm den Gurt unter die Nase hielt. Er schaute mich an, als hätte er so was noch nie gesehen. Nach dem Motto: Was ist das denn? Es war zum Brüllen :D . Manu und ich lachten im Chor. Manu schnappte sich daraufhin Sattel und Sattelgurt und versuchte selbst ihr Glück. Zolero tänzelte zwar wieder auf der stelle rum, aber er machte keine Anstalten zu bocken. Er bekam gleich ein Leckerlie und wir lobten ihn viel mit Stimme, während er mampfte. Dann lehnten wir uns von 2 Seiten gegen ihn. Keine Rektion. Manu legte sich dann noch mal auf ihn. Wieder keine Reaktion. Ein gutes Zeichen. Manu war wieder einmal mutig und setzte sich ganz drauf. Ich hielt die Luft an. Noch immer hatte ich die Bilder vom Sturz im Kopf und ging ein paar Meter weg. Sicherheitsabstand war in solchen Fällen immer gut. Doch zu meiner Verwunderung blieb er brav dort stehen. Manu lobte ihn erneut. Ich kam und umarmte ihn erst mal und gab ihm dann wieder ein Leckerlie. An sich lief es ganz gut, und damit konnten wir den Sattel auch wieder abnehmen und den Hengst auf die Weide entlassen. An sich war es ein sehr gelungener Tag! Fröhlich pfeifend hüpften wir Richtung Stall zu unseren Pferden. Die warteten schon sehnsüchtig auf uns.



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 28.07.2007, 19:55


    Neuer Tag, neues Glück! Und das mit Zolero. Wir, also Manu und Ich, hatten in letzter Zeit wieder viel trainiert und geübt und der kleine (inzwischen sogar große) Kerl macht riesige Fortschritte. Manu wollte sich heute auch wieder richtig draufsetzten, während ich sie führe. Aber fangen wir mal ganz von vorne an: *riiiiiing* Das war mein Wecker. Der Weckton nervt mich schon seit langem. Ich stand auf und ging ins Bad. In Windeseile machte ich mich fertig und ging dann in die Küche. Manu saß schon da und mampfte ein Nutellabrötchen. Das sah aus wie ein Pferd wie sie so da saß und ich musste mir einen kleinen Lachanfall verkneifen. Als sie mich dann fragte warum ich so gut drauf bin sagte ich einfach: „Nichts, nichts“. Wir aßen gemütlich weiter, bis wir uns zusammen fertig machten für den Stall. Dann holten wir unsere Fahrräder aus der Garage und radelten los. Wir schwatzten ein bisschen über das letzte Turnier und kamen in Rekordzeit am Stall an. Die Fahrräder schlossen wir an den Fahrradständern an den Parkplätzen ab und gingen in die Sattelkammer. Manu nahm sich das Halfter von ihrem Hengst und ich nahm mir meine Putzbox. Ich stellte sie an die Anbindestangen, während Manu ihren Zolero holte. Sie band ihn geschickt an und wir begannen zusammen zu putzen. Er war sehr schmutzig, vermutlich hatte er sich mehrmals gewälzt! Nach einigen Verzögerungen schafften wir es aber trotzdem, sein Fell halbwegs sauber zu bekommen und so konnte die Arbeit losgehen. Manu sattelte und trenste ihn rasch; das war er schon gewohnt. Ich führte ihn dann auf den Sandplatz, auf dem wir immer übten, und führte ihn erst ein paar Mal so um den platz. Das war unser alltägliches Ritual. Dann gab mir Manu die Longe und ich befestigte sie an seiner Ausrüstung. Erst ein paar Runden im Schritt, dann ließ ich ihn angaloppieren. Er zögerte, gehorchte aber und zog willig seine Runden. Nach 3 runden im Galopp kaute er auch auf seinem Gebiss. Ich nahm ihn wieder an den Rand und machte ihn dort fest. Manu hatte inzwischen ein paar Säcke geholt, mit denen wir noch einmal arbeiten wollten. Wir legten vorsichtig einen nach dem anderen auf seinen Sattel. Zolero rührte sich nicht, aber anscheinend schlief er gerade: seine Augen waren zu und der Kopf gesenkt, auf seinem Rücken waren Säcke. Das war ein bild für Götter! Aber wir nahmen die Säcke wieder runter und Manu lehnte sich so auf seinen Sattel. Wieder keine Reaktion. Ich machte ihn wieder los und führte ihn in die Mitte des Platzes, wo Manu langsam aufsaß. Ungewohnt, dass Manus Beine seinen Bauch berührten machte er einen Schritt zurück. Von allen Seiten wurde auf ihn ruhig eingeredet. Er beruhigte sich auch sehr schnell wieder und ich nahm seine Zügel lang und ging einen Schritt voraus. Zolero machte aber überhaupt keine Anstalten mir zu folgen, sondern blieb reglos stehen. Alles ziehen brachte nichts, er bewegte nicht mal ein Bein. Manu klopfte auf seinen Hintern und ich zog und plötzlich: Zolero lief. Wir lobten ganz viel und dann ging es ein paar Schritte weiter, ehe er wieder stehen blieb. Das gleiche Spielchen von vorne: Ziehen, auf Hintern klopfen und loben. Nach weiteren 2 malen, lief er brav mit. Manu sagte mir, was für Hilfen sie gab und ich führte ihn dementsprechend, damit er lernte, was er bei einer Hilfe zu tun hatte. Anschließend trabten wir auch einmal an und ich lief eine ganze Menge an Bahnfiguren. Dann versuchte manu anzuhalten und er machte es sogar ohne meine Hilfe. Anscheinend war er sehr müde. Aber wer konnte es ihm übel nehmen? Manu stieg ab und lobte ihn noch einmal, dann führten wir ihn in seine Box, wo es windstill war. Wir sattelten ihn ab und manu rubbelte ihn trocken, auch wenn er nicht viel geschwitzt hatte. Ich kämmte inzwischen Mähne und Schweif und gab ihm noch ein Stückchen Apfel. Manu kratzte danach seine Hufe aus und wir brachten ihn auf die Weide. Er galoppierte froh zu seiner Herde und graste dann ein bisschen. Wir beide setzten uns ins Gras und beobachteten die Pferde. Ein paar liefen herum, andere wälzten sich. Schade, dass ich meine Digitalkamera vergessen hatte, sonst könnte ich den ach so schönen Moment festhalten. Wir saßen so da und redeten, dass wir gar nicht bemerkten, dass die Zeit so schnell rumgegangen war. Wir saßen seit sage und schreibe zweieinhalb Stunden im Gras!!! Kaum zu glauben! Heute Nacht solle es regnen, also führten wir unsere Pferde wieder in die Box und schmusten noch mit ihnen. Morgen wollte ich unbedingt mit Choco ein wenig ins Gelände. Da ja jetzt endlich Ferien waren, hatte ich dafür auch genügend Zeit!

    @Manu: Den von davor hast du ja auch noch nicht gelesen, na dann hast du ja einiges zu tun!!



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 29.07.2007, 14:15


    Hey das sind wirklich tolle Berris ach ja wie wärs mit einer gemeinsamen Geländestunde?



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 30.07.2007, 11:39


    Jaaa gerne =)
    Du wollen wir vllt. so Prozente machen? also dass bei 100% eingeritten ist un es für jeden berri vllt %-te gibt??



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 31.10.2007, 14:23


    ja des is gut aber des sollte auch realistisch sein also am anfang so 10% und dann immer mehr net gleich 50 %



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 31.10.2007, 14:23


    schreib unter den bericht bei zolero dann auch grad noch % ok?



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 31.10.2007, 14:26


    also: ich geb dir für den ersten berri 8% und plus 12% beim zweiten sind das schon 20%. Gut gemacht Caro ;).



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 04.11.2007, 19:07


    danke =)
    So und hier gleich der nächste Bericht:

    Choco setzte zum Sprung an und – riss das Hindernis. Ich versuchte es gleich noch einmal. Im Schritt ritt ich bis zum Start und galoppierte dort am. Choco hatte in der letzten Zeit sehr schöne und fließende Bewegungen bekommen, und es machte riesig auf ihr zu reiten. Klar, es hat schon immer Spaß gemacht, aber so sehr wie heute noch nie.
    Und da kam auch schon das erste Hindernis. Choco flog und schaffte es locker. Dann eine scharfe Kurve nach links und dann stand da das 2. Hindernis. Es war ein kleiner Oxer. Kein Problem für mein Pferd, sowie auch die nächsten 2 Sprünge. Und dann die kleine Mauer, dass war, wo sie vorhin gerissen hatte. Ich verlangsamte etwas, damit sie sich voll und ganz auf den Sprung konzentrieren konnte. Vor dem Sprung gab ich ihr noch einen kleinen Klaps mit der Gerte und Choco ließ die Mauer heil hinter sich. Nini, die gerade von der Bande zuschaute, klatschte. Ich war total kaputt und scherzte „ Sag mal Nini, warum bin ich eigentlich so kaputt? Choco hat sich doch bestimmt mehr bewegt“. Dann ging ich aus den Steigbügeln raus und überschlug sie vor dem Sattel. Ich ritt noch ein paar Runden trocken. Anschließend führte ich sie in ihre Box, kratzte ihr die Hufe aus und wickelte sie zusätzlich in ihre schöne beige Abschwitzdecke. Sie schaute mich zufrieden an und ich gab ihr noch ein Stückchen von meinem Apfel. Dann ging ich rüber zu Zolero. Heute wollte ich mit ihm ein wenig weiterarbeiten. Ich begrüßte ihn und zog ihm gleich sein schickes Halfter an, harkte den Führstrick daran ein und band ihn an den Boxenstäben auf der Stallgasse fest. Dort fing ich erst mal an ihn zu putzen. Zuerst das Fell (es war zwar sehr schmutzig, aber es ging auch sehr schnell wieder sauber) und dann die Hufe. Ich verpasste ihm noch ein paar schnelle Streicheleinheiten und holte dann den Sattel aus der Sattelkammer. Ich hievte ihn auf Zoleros Rücken, da es für mich immer sehr schwer war, den Sattel so hoch zu heben, aber Zolero war ja mittlerweile einiges gewöhnt ;) doch mit Zufriedenheit stellte ich fest, dass ich etwas gewachsen sein musste. Der Sattel glitt ungewöhnlich leicht auf seinen Rücken. Dann trenste ich ihn noch schnell und führte ihn dann in die Halle. Heute wollte ich dort mit ihm ein wenig üben. Ich ließ die Zügel ganz lang rumschlenkern und lief los. Der Hengst folgte mir brav. Er hatte es wohl endlich eingesehen, dass er sich mit dem Stehen bleiben keine Freunde machte. Ich konnte ein Grinsen nicht unterdrücken. O liefen wir ein paar Runden, bis er etwas warm war. Ich knotete die Zügel trotzdem noch mal zusammen und machte die Longe an Zolero fest. Ich schnalzte mit der Zunge, doch er blieb wie festgewachsen stehen. Ich schnalzte erneut und zuckte mit der Longiergerte und er lief los. Kurz darauf ließ ich ihn auch antraben. Dazu musste ich nur kurz schnalzen, denn er schien jetzt richtig wach und aufmerksam zu sein. Als ich das Gefühl hatte, dass er genug gelöst war, parierte ich ihn wieder zum Schritt durch. Die Longe inklusive Gerte schmiss ich über die Abgrenzung und machte die Steigbügel vom Sattel auf beiden Seiten runter. Ich stellte meinen linken Fuß in den linken Steigbügel und schwang mich ganz langsam hoch. Eigentlich sollte er das jetzt gut genug kennen, aber ich ging trotzdem noch etwas vorsichtig an die Sache heran. Ich sortierte mich erst einmal und drückte meine Beine etwas zusammen. Zolero fing an zu laufen. Im Schritt trottete er ganze Bahn. Die Hilfen nahm er zwar noch nicht alle so gut an, aber Schenkeldruck verstand er schon sehr gut. Ich ritt auf den Zirkel und trabte dort noch einmal an. Dieses Mal war aber ein kleiner Klaps mit der Gerte notwendig um ihm klarzumachen, was er machen sollte. Im Leichttraben wechselte ich aus dem Zirkel und ging danach wieder ganze Bahn. Gleich danach wechselte ich durch die ganze Bahn. Es war zwar sehr anstrengend, da er ein paar Bahnfiguren gar nicht kannte, aber genau das wollte ich ändern. Als ich auf der anderen Seite ankam, saß ich aus und machte mich schwer, nahm noch etwas die Zügel an und Zolero verfiel zurück in den Schritt. Jetzt lobte ich ihn erst mal ausgiebig und lenkte ihn dann kreuz und quer im Schritt über den Platz. Hier und da ein bisschen Zickzack und dort ein paar eierförmige Volten. Damit wollte erreichen, dass er für die Hilfen ein bisschen feinfühliger wird und dem Reiter vertrauen kann, egal wo er ihn hinführt. Ich musste meine Schenkel zwar wie ein Ochse randrücken, sodass ich morgen bestimmt Muskelkater haben werde, aber sonst hat das ganz gut geklappt. Bei der nächsten Ecke versuchte ich aus dem Schritt anzugaloppieren. Es klappte nicht, aber es war vorauszusehen. Also trabte ich an und versuchte es aus dem Trab noch einmal. Jetzt hatte es geklappt und ich versuchte nun im Galopp die Bahnfiguren abzureiten, die ich vorhin auch geritten bin. Als ich gerade durch die ganze Bahn wechselte verfiel Zolero ungewollt wieder in den Trab, doch ich galoppierte darauf gleich wieder an. Als ich wieder ganze Bahn ritt parierte ich zum Schritt durch.
    „Hi“ rief Manu, die gerade in die Halle kam. Sie setzte sich auf den kleinen Stuhl in der Ecke. „Hi“ begrüßte ich sie. „Willst du noch ein wenig drauf, bevor ich ihn absattel?“ fragte ich. Manu sprang schon auf und kam herüber. Ich saß ab und Manu saß auf. Und jetzt setzte ich mich auf den Stuhl. Manu ritt nur kurz im Schritt und trabte dann schon recht bald an. Nach einer Runde gab sie auch die Galopphilfe. Sehr langsam und stark versammelt, versuchte sie ihr Pferd in aller Ruhe ein wenig zu galoppieren. Einmal waren sie so langsam, dass Zolero noch einmal in den Trab verfiel. Dann versuchte sie sich in schnellen Übergängen. Sie parierte bis zum Stehen durch, trabte nach einem Schritt an, trabte eine halbe Bahn und galoppierte an. Beim nächsten Punkte wieder durchparieren und das ganze wieder von vorne. Anschließend marschierte sie auf und saß ab. Ich kam zu den beiden hin und zusammen knuddelten wir den süßen ein wenig, dann führten wir ihn zusammen in den Stall und machten ihn dann fertig. Wir nahmen und sehr viel Zeit dafür und versuchten alles sehr sorgfältig zu machen. Dann wickelten wir ihn noch in eine Abschwitzdecke und riegelten die Boxtür zu, damit er auch ja nicht ausbüchsen konnte. Plötzlich fing Manu an, „Komm Mädchen lach doch mal“ zu summen. Nach den ersten Versen setzte ich ein du so summten wir im Kanon, während wir den Stall verließen. Draußen stand Nini, die gerade aus dem Haupthaus kam. Wir gingen zu ihr hinüber und fingen an zu quatschen. Wir redeten ein wenig über unsere Pferde und überlegten, ob wir nicht vielleicht ein Weihnachtsturnier veranstalten wollten. Wir beschlossen, das Ganze bei einer Tasse Kaffe in einem kleinen Lokal in der Stadt zu diskutieren.



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 05.11.2007, 15:15


    wow der war toll und schön lang! ich würd sagen 15% dazu das ergibt also 35%. Für das Training mit Choco kann ich dir nur nen halben Balken geben, merk dir des einfach und i-wann kriegst du dann nen ganzen.



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 20.11.2007, 21:45


    Wir haben den Entschluss gefasst, dass wir doch gerne ein Weihnachtsturnier veranstalten wollten und diskutierten heute über das Programm. „Wie wäre es, wenn wir das so ähnlich wie das letzte Turnier machen? Springreiten, Gelände und Galopprennen? Oder wollen wir vielleicht Springen, Dressur und eine Fuchsjagd machen?“ fragte ich. Nini antwortete „Eine Fuchsjagd hatten wir noch nicht, wir könnten aber auch Weihnachtsspiele machen. Zum Beispiel ein Geschicklichkeits-Parcours!“ Doch Manu hatte darauf etwas einzuwenden. „Ein Geschicklichkeitsparcours?“ fragte sie. „Ich weiß nicht, das soll doch ein Turnier werden!“ Und so saßen wir noch lange da und diskutierten über mögliche Abläufe. Plötzlich schreckte ich aber hoch und meinte, dass ich unbedingt noch mit zolero arbeiten wollte, bevor es dunkel wird. Ich verabschiedete mich, nahm meine Jacke von der Garderobe und trat ins Freie. Schnell holte ich mein Fahrrad aus den Fahrradständern und radelte los. Das Gestüt lag nicht weit von der Innenstadt entfernt und so schaffte ich es auch, innerhalb von zehn Minuten dort anzukommen. Ich schloss mein Fahrrad an den Parkplätzen ab und plötzlich begann es zu regnen. „Auch das noch!“ fluchte ich, zog mir die Kapuze über und rannte zum Stall, kurz davor verlangsamte ich mein Tempo und trat in den Stall. Hier war es zwar nicht viel wärmer, aber immerhin windstill. Ich begrüßte kurz Choco und entschuldigte mich bei ihr, dass ich sie heute leider nicht reiten konnte und ging dann weiter zu Zolero. Dieser streckte mir schon seine Schnauze entgegen, die durch das kleine „Rausschaufenster“ in den Boxenstangen kuckte. Ich streichelte einmal drüber und holte gleich das Halfter und zog es ihm an. Ich führte ihn auf die Stallgasse und band ihn dort fest. Ich bemerkte, was für eine stattliche Figur er schon bekommen hatte. „Du bist halt schon ein richtiger Hengst“ lachte ich, dann nahm ich einen Gummistriegel aus seinem Putzkoffer und begann damit, sein Fell zu bearbeiten. Mit kreisenden Bewegungen strich ich über sein Fell und Zolero schloss die Augen. Nun nahm ich noch eine weiche Fellbürste und bürstete ein wenig drauf los. Zum Schluss noch die hufe, aber das war schnell gemacht, da Zolero fast nichts in den Hufen hatte. Noch schnell gesattelt du schnell getrenst und schon war er zum Reiten bereit. Ich linste kurz in die Reithalle um zu schauen, ob sie auch ganz sicher frei war und stellte fest, dass das Glück zumindest ein einziges Mal auf meiner Seite war. Ich schlenderte wieder zurück zu Zolero, band ihn los und führte ihn in die Reithalle. Rasch stieg ich auf und presste meine Beine zusammen. Zolero lief los. Im Schritt ein paar Runden ganze Bahn und dann auf den Zirkel. Daran arbeitete ich gerade mit Choco, möglichst große Zirkel zu Reiten. Im Schritt war das noch ganz einfach, dann trabte ich an. Mit Erfolg, aber auch mit Mühe, lief Zolero einen schönen, großen Zirkel. Ich wechselte aus dem Zirkel und trabte auf dem anderen Zirkel weiter. Auf dieser Seite klappte das „herausschieben“ auf den Hufschlag nicht ganz so gut. Ich versuchte es zwar, aber so schön wie vorher klappte es leider nicht. Das merkte ich mir und nahm mir vor, in der nächsten Stunde daran weiterzuarbeiten. Ich parierte zum Schritt durch und ritt dann wieder ganze Bahn. Zolero war inzwischen gut gebogen und lief sehr geschmeidig. Zum Ausruhen ließ ihn zwei Runden ganze Bahn im Schritt gehen. Ich wechselte noch einmal durch die Bahn und trabte in der nächsten Ecke noch einmal an. Naja, was heißt antraben… Zuerst war es eine Mischung zwischen Schritt und Trab und nach einem leichten Klaps mit der Gerte, sprang er sofort in den Galopp. „Das kannst du aber besser!“ sagte ich zu ihm, parierte noch einmal in den Schritt durch und trabte noch einmal an – dieses Mal ohne Probleme. „Na also, geht doch.“ lobte ich ihn und tätschelte ihm den Hals. Im Trab ging es bis zur nächsten Ecke, an der ich die Galopphilfe gab. Zolero sprang auch gleich an, wich aber sofort vom Hufschlag. Indem ich ihn mit meinem inneren Schenkel wieder nach außen schob, galoppierte er wieder zurück auf den Hufschlag. Ich ritt erneut auf den Zirkel und galoppierte wieder einmal möglichst groß. Es war so ´lala´. Aber das war für seine Verhältnisse schon recht gut, immerhin war er noch nicht einmal fertig eingeritten. Ich ließ ihn noch einmal ganze Bahn gehen, ehe ich ihn wieder zum Trab durchparierte. Zolero war schon etwas verschwitzt. Dann parierte ich wieder zum Schritt. Nun überlegte ich, was ich jetzt mit ihm machen könnte und da kam mir eine Idee. Ich marschierte auf und saß ab, machte die Steigbügel hoch und verknotete die Zügel. Schnell holte ich die Longe, die in der Ecke lag und harkte sie an seiner Trense ein. Ich schnalzte mit der Zunge und er lief brav los. Sofort ließ ich ihn auch antraben und schließlich galoppieren. Nach einigen Runden war er kaputt und ich ließ ihn lange Schritt laufen, zum Ausschnaufen. Ich band ihn schnell an der Stange neben dem Hallentor fest und holte zwei Cavaletti. Ich stellte sie erst einmal hintereinander und begann wieder ihn zu longieren. Mit Leichtigkeit übertrabte er das Hindernis und im Galopp war es ihm auch ein Leichtes. Dann stellte ich die Cavalettis übereinander und versuchte dasselbe erneut. Das erste Mal wich er auf der Seite aus, aber dann wedelte ich etwas mit der Gerte herum und Zolero sprang. Jedoch linste er dabei immer misstrauisch zu mir hinüber. Ich lobte ihn erst einmal ausgiebig und brachte die Longe + Gerte wieder weg. Ich saß noch einmal auf und ritt im Schritt weiter. Ich trabte an und parierte gleich darauf wieder durch. Dann trabte ich an, galoppierte und parierte dann wieder zum Trab, dann wieder zum Schritt. Zolero musste sich sehr konzentrieren, um alle meine Hilfen so schnell hintereinander zu verstehen und sie auch gleich umzusetzen, aber er machte seine Sache sehr gut. Noch ein Tätscheln am Hals und weiter ging es. Ich machte ihn durch Zügel, Schenkeldruck und Gewicht etwas aufmerksam, dass gleich etwas kommt und gab dann aus dem Schritt die Galopphilfe und nach zwei Trabsprüngen galoppierte er auch an. Das rechtete ich ihm hoch an, denn letzte Woche ist dieser Versuch ja erst kläglich gescheitert. Glücklich stieg ich dann endgültig ab und führte Zolero zurück in den Stall. Er war sehr verschwitzt, also sattelte ich schnell ab und wickelte ihn in seine schöne Abschwitzdecke. Ich kratzte ihm noch die Hufe aus und entließ ihn dann in seine Box, wo er sich eifrig über sein Futter hermachte. Ich beobachtete ihn noch kurz und radelte schließlich nach Hause. Insgesamt war es doch ein sehr erfolgreicher Tag gewesen.



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 25.11.2007, 13:55


    Sehr gut Caro. Ich gebe dir 14% für diesen Bericht. Du hast sehr gut und ausführlich beschrieben und deine Arbeit trägt schon Früchte. An der Longe geht Zolero fast perfekt und am Springen gewinnt er immer mehr Freude. Schon bald wirst du mit ihm die ersten Sprünge in der Bahn anreiten können. Sehr gut mach weiter so! :elch:



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 25.11.2007, 16:22


    Dankeschön!
    Dann sind das jetzt gesamt: 49 % :)



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 25.11.2007, 19:22


    S'il te plaît. =)



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 25.11.2007, 21:58


    merci beaucoup =)
    (again)



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 06.02.2008, 15:25


    „Zolero, mein kleiner“ rief ich schon, als ich die Stalltür öffnete. „Na? Wollen wir heute wieder ein bisschen arbeiten?“ Zolero schnaubte, ich interpretierte es als „Ja“. Ich nahm sein Halfter vom Haken und kam in seine Box, doch Zolero drehte mir den Rücken, naja, eher seinen Hintern zu. „Zolero?“ fragte ich und verschränkte die Arme. Ich nahm den Führstrick in die linke Hand und warf es wie ein Lasso auf seinen Rücken und kam dann von der Seite an ihn ran. Jetzt lief er nicht mehr weg, er war ja auch soweit gut erzogen. Ich legte ihm das Halfter an und führte ihn dann raus auf die Stallgasse. Dort band ich ihn an den Gitterstäben fest und holte seinen Putzkoffer aus der Sattelkammer. Ich griff nach einem Gummistriegel und bearbeitete damit sein Fell. Viel musste ich nicht machen, Manu hatte bereits ganze Arbeit geleistet! So beschränkte ich mich auf die Sattelfläche und kratzte anschließend noch die Hufe aus. Als ich gerade mit dem linken Hinterhuf beschäftigt war, kam Manu herein. „Du, Manu, ich wollte mit Zolero ein wenig im Gelände reiten, aber ganz alleine mit einem noch nicht ganz eingerittenen Pferd finde ich noch etwas zu gefährlich. Hast du Lust mitzukommen?“ „Jap, ich reite aber nicht Choco, nachdem, was letztes Mal passiert ist. Ich nehm mir einfach mal Fairy Cute. Zoey ist die Woche eh nicht da und ihr Pferd braucht etwas Bewegung.“ Dann verschwand sie in die Sattelkammer und kam mit einem Halfter um die Schulter wieder raus, nun lief sie rüber zu Fairy Cute.
    Ich kratzte noch ein wenig an den Hufen rum, denn dort hatte sich ein kleines Steinchen verharkt, was nur schwer wieder zu lösen war. Als ich es dann doch geschafft hatte, holte ich den Sattel und legte ihn weit vorne auf seinen Rücken und ließ ihn zurückrutschen, bis er richtig saß. Den Sattelgurt verschnallte ich im ersten Loch. Rasch trenste ich noch auf und schaute dann, wie weit Manu war. Sie musste noch Satteln, als setzte ich mich zu Zolero auf einen Strohballen vor seiner Box. Er senkte seinen Kopf und beschnupperte mich von oben bis unten, dann erkannte er die Leckerlies, die ich eingepackt hatte. “Wenn du lieb bist, bekommst du nachher eins, ok?“ Zur Sicherheit rutschte ich lieber noch ein Stückchen weg.
    „Ich bin soweit!“ rief Manu. Ich nahm das Halfter von Zoleros Kopf und führte ihn aus dem Stall. Draußen saß ich auch schon auf und sortierte mich. Manu machte dasselbe und so konnte es auch schon losgehen. Wir lenkten unsere Pferde auf den Weg vor der Hofmauer und ritten im Schritt erst mal warm. Sowohl unsere Pferde, als auch uns. Plötzlich humpelte ein kleiner Fuchs aus einem Gebüsch. Fairy Cute scheute, Zolero tänzelte unruhig auf der Stelle. Wir beruhigten Beide wieder sehr schnell, aber dem Fuchs ging es wahrscheinlich wirklich nicht gut. Da sah ich, dass seine Pfote blutete. Ich stieg langsam vom Pferd um den kleinen Kerl nicht zu erschrecken und nahm ihn vorsichtig hoch. Ich legte ihn in meinen linken Arm und stieg dann so gut es geht wieder aufs Pferd. „Der ist verletzt, wir müssen wieder zurück!“ sagte ich und lenkte Zolero schon wieder in Richtung Heimat. Manu folgte mir und wir kamen doch sehr zügig wieder am Hof an. Das Glück war auf unserer Seite. Unsere Tierärztin Jea lief gerade über den Hof. Manu rief sie und wir drückten ihr unseren Verletzten in die Hand. Sie versprach sich darum zu kümmern und unser Ausritt ging weiter / find gerade an. Da die Pferd schon recht warmgeritten waren, wollten wir zum lösen etwas antraben. Gesittet ritten wir in den Wald hinein und umgingen alle Gefahrquellen. Springen wollten wir nicht, dazu war Zolero zu unerfahren. Doch heute klappte es irgendwie nicht richtig mit Zolero. Ich weiß auch nicht genau, aber lief er endlich mal schön, an alle Hilfen gebunden, fiel er gleich wieder auseinander, als hätte er Konzentrationsschwierigkeiten. Ich ritt einfach so gut es ging, in der Hoffnung es würde auch so klappen. Als wir wieder zu dieser berühmten großen Wiese mitten im Wald kamen, galoppierten wir gleich an. Das musste nicht vereinbart werden, das war schon selbstverständlich, hier zu galoppieren, da es sich hier einfach zu gut anbot. Im Galopp war Zolero wieder der Alte. Das war eben sein Element. Er raste voraus und hatte sichtlich Spaß dabei. Außer puste parierte ich ihn wieder durch und lobte ihn. „Hast du geübt?“ fragte ich stolz. Da parierte auch manu neben mir durch. Wir trabten aus dem Schritt gleich wieder an und ritten aus Spaß ein wenig Slalom um die Bäume. So eine gestört Idee konnten auch nur wir haben^^.
    Es lief alles sehr harmonisch. Auch, als wir wieder aus dem Wald raus kamen und ein ganzer Vogelschwarm unmittelbar über uns hinweg flog. Später ratterte auch noch ein Traktor an uns vorbei, aber Zolero störte es überhaupt nicht. Das zeigte mal wieder, was für ein tapferer kleiner Kerl er war! „Wollen wir noch kurz an den Strand? Ich glaube die Pferde könnten eine Abkühlung gebrauchen!“ fragte Manu. Ich beugte mich vor und fühlte unter dem Sattelgurt ob Zolero geschwitzt hatte. Nur ein bisschen. „Okay!“ sagte ich und dann ritten wir im Schritt zum Strand. Wir parierten vorher noch mal durch. Dann machten wir die Steigbügel hoch du zogen unsere Chaps und Stallschuhe aus und krempelten die Reithosen etwas hoch, dann ritten wir langsam ins Wasser. Nicht zu weit, wir wollten nicht nass werden, aber es war auch für uns eine angenehme Erfrischung.
    Nach dem kurzen Badespaß ritten wir wieder „an Land“ und klemmten unsere Chaps unter den Arm und ritten so wieder nach Hause. Es war richtig schön gewesen und ich freute mich schon wieder auf das nächste Mal. Wieder auf dem Hof sprangen wir von den Pferden und zogen uns die Schuhe wieder an. Dann machten wir die Pferde fertig und entließen sie auf die Weide, wo sie buckelnd das Weite suchten.



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 06.02.2008, 18:07


    hm... du kriegst 13% macht also jetzt schon 62% gut gemacht

    war nur unlogisch, dass wir gar nicht nachgurten mussten ;)



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 06.02.2008, 18:15


    Schon, ist mir im Nachhinein auch aufgefallen^^



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 17.01.2009, 16:35


    Mit den 3 % von der "Stangenbekanntschaft" ist Zolero jetzt 65 % eingeritten.
    Und der nächste Bericht flgt hoffentlich auch nochheute abend, oder morgen. =)



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 01.02.2009, 14:37


    Plus 13 % von der Reitstunde sind wir nun bei 78 %
    Jippi :)



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 13.02.2009, 13:16


    Mit den 15% von der Springstunde hätten wir nun schon 93%.
    Zusammen haben wir es nun fast geschafft :)



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 13.02.2009, 14:45


    Und hier kommen noch die 2% Springerfahrung: 95%



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 13.02.2009, 14:50


    So jetzt ist Zolero wohl langsam überfällig ;) Du solltest jetzt mal nene Bericht für Joy und Zolero schreiben. Muss ja net lang sein :)



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 13.02.2009, 14:57


    Joy hab ich schon fertig eingeritten :)
    Zolero kommt auch bald.



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 14.02.2009, 11:11


    echt hab ich vergessen ;)



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 14.02.2009, 19:24


    Und hier kommt noch ein Bericht:

    Ich schlurfte mit Morgenmantel und Hausschuhen in die Küche. Es war niemand da, vermutlich schliefen alle noch. Es war ja aber auch erst halb 7. Auf dem Land musste man eben so früh aufstehen, das war einer der Nachteile. Ich nahm mir eine Brötchenhälfte und schmierte sie mir mit Butter und Marmelade. Während ich aß, ging ich im Kopf meine Liste durch, was ich heute alles erledigen wollte. Fegen, Ausmisten, Füttern, mit Choco ein bisschen springen… aber dann fiel mir ein, dass ich Manu doch versprochen hatte, heute nochmal mit ihrem Zolero zu arbeiten. Das war im Moment eigentlich auch wichtiger als Stallarbeit, also beschloss ich, damit anzufangen. Nachdem ich gegessen hatte, ging ich hoch auf mein Zimmer und zog mich schnell an. Unten an der Treppe schlüpfte ich in meine verschmutzten Stiefeletten und ging auf den Hof. Ich ging rüber zum Stall und begrüßte Zolero mit einem Apfel. Er ließ es sich sichtlich schmecken. Ich putzte rasch über sein Fell und kratzte ihm die Hufe aus, dann holte ich Sattel und Trense und machte ihn fürs Reiten fertig. Ich überlegte, ob ich mit Dreieckszügeln reiten wollte, ließ es aber dann doch bleiben. Als Zolero fertig war, führte ich ihn in die Halle, aber dort ritt gerade eines unserer neuen Probemitgliedern. „Na dann gehen wir heute mal ins Gelände, da brauchst du eh noch ein bisschen Erfahrung.“ Sagte ich zu Zolero und führte ihn vom Hof.
    Draußen saß ich auf und ritt los. Zolero schien mir etwas faul, also trieb ich ihn fleißig, damit er jetzt schon seine Schritte verlängerte. Wir kamen an dem riesigen Sonnenblumenfeld vorbei, doch um diese Jahreszeit blühte keine einzige Blume. Deshalb erlaubte ich mir einen Abstecher und lenkte Zolero mitten auf das Feld. Dort trabte ich schließlich an. Doch anstatt zu traben machte der Hengst ein paar Galoppsprünge. Ich parierte ihn sofort wieder durch. Warum war er plötzlich so bewegungsfreudig? Da sah ich einen Baumstamm etwas weiter hinten liegen. War es deswegen gewesen? Ich gab sofort die Galopphilfe und preschte auf den Baumstamm zu. Zolero sprang im richtigen Zeitpunkt ab und wir „folgen“ über das Hindernis. „Na das scheint dir ja zu gefallen.“ Sagte ich. Ich trabte weiter, weg vom Feld, in den Wald hinein. Immer wenn wir uns etwas näherten, über das Zolero springen konnte, wurde er etwas hibbelig, aber nach und nach konnte ich das ganz gut regulieren. Auf der Wiese im Wald galoppierte ich wieder an, doch anstatt das nächste Hindernis zu nehmen, galoppierte ich auf einem imaginären Zirkel ;) Zur Belohnung durfte Zolero dann über einen kleinen Busch springen. Ich merkte schon noch, dass Zolero etwas unsicherer sprang als Choco, aber die hatte ja schon mehrere Jahre Springerfahrung.
    Zum Meer wollte ich dann nicht mehr reiten, es war einfach zu kalt. Also schlug ich den Heimweg ein und sauste noch über ein paar Baumstämme und Büsche. Als wir wieder beim Feld ankamen, parierte ich durch zum Trab. Ich gab Zolero mehr Zügel. Er streckte seinen Hals, bis ich schließlich zum Schritt durchparierte. Bis zum Hof schlenderten wir langsam zurück. Ich ritt mit ihm sogar noch vor bis zum Stalltor, saß dort ab und führte ihn rein. Dann band ihn an, sattelte ihn ab und legte ihm seine Abschwitzdecke über. Er hatte doch ziemlich geschwitzt. Zum Schluss kratzte ich noch seine Hufe aus und entließ ihn nun endlich in seine Box. Ich war sehr zufrieden mit ihm.



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Manu - 21.02.2009, 14:37


    Ok also ich würd sagen damit hat mein Kleiner vorerst genug gelernt und seine 100% erreicht ;)



    Re: Berichte vom Einreiten mit Zolero

    Caro - 21.02.2009, 14:39


    juhu, und noch ein Pferd ausgebildet ;)



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