News 16.01.2005

Rudolf Moshammer Forum
Verfügbare Informationen zu "News 16.01.2005"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Rudolf-Moshammer-Forum
  • Forum: Rudolf Moshammer Forum
  • aus dem Unterforum: News
  • Antworten: 1
  • Forum gestartet am: Samstag 08.05.2004
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: News 16.01.2005
  • Letzte Antwort: vor 18 Jahren, 2 Monaten, 4 Tagen, 21 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "News 16.01.2005"

    Re: News 16.01.2005

    Rudolf-Moshammer-Forum - 23.01.2005, 04:25

    News 16.01.2005
    Stand: 16.01.2005, 09.00 Uhr

    Im Fall Moshammer ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Nähere Einzelheiten dazu werden auf einer Pressekonferenz am 16.01.2005, um 11.30 Uhr, im Augustinersaal (Augustinerstr. 2) des Polizeipräsidiums München bekannt gegeben. Zu dieser Konferenz sind alle Medienvertreter eingeladen. Um einen Presseausweis wird gebeten


    Moshammer-Mord: Täter schon gefasst


    - Nur zwei Tage nach dem gewaltsamen Tod des Modemachers Rudolph Moshammer hat die Münchner Polizei den mutmaßlichen Mörder gefasst. Es handelt sich um einen 25-jährigen Iraker, der sich seit 2001 in Deutschland aufhält. Der Mann wurde am Samstagabend festgenommen und legte wenige Stunden später ein umfassendes Geständnis ab.


    Wie die Polizei auf einer Pressekonferenz am Sonntag mitteilte, soll Moshammer den 25-Jährigen am Freitagabend am Münchner Hauptbahnhof aus seinem Auto heraus angesprochen und ihn mit in seine Villa genommen haben.

    Motiv: Streit um Geld

    Nach Aussagen des Verdächtigen, der offenbar in finanziellen Schwierigkeiten steckt, soll ihm Moshammer 2.000 Euro für sexuelle Handlungen angeboten haben. Als Moshammer nicht zahlen wollte, soll es zum Streit gekommen sein, in dessen Verlauf der Iraker Moshammer mit einem Telefonkabel erdrosselt habe. Danach soll er die Wohnung durchsucht haben und kurz darauf mit der Straßenbahn geflüchtet sein.

    DNA-Probe brachte Erfolg

    Die Polizei kam dem Mann durch genetisches Material vom Tatort auf die Spur. Der 25-Jährige hatte im Zusammenhang mit zwei heterosexuellen Sexualdelikten freiwillig DNA-Speichelproben abgegeben, die ihm jetzt zum Verhängnis wurden.

    Bisher 180 Hinweise

    Moshammer war am Freitagmorgen erdrosselt in seinem Haus im Münchner Vorort Grünwald entdeckt worden. Seitdem hatte eine Sonderkommission der Polizei unter Hochdruck nach dem Täter gesucht. Unter anderem hatten die Ermittler nach einem jungen Mann gefahndet, der von einem Zeugen wenige Stunden vor der Tat mit Moshammer gesehen wurde. Insgesamt gingen bis Sonntagmorgen rund 180 Hinweise bei den Ermittlern ein.


    16. Januar 2005

    Protokoll eines Mordes

    Die letzten Stunden des Rudolph Moshammer

    Rudolph Moshammer lebte ein Doppelleben. Der Münchner Modemacher liebte zwar medienwirksame öffentliche Auftritte, doch privat muss er ein einsamer Mensch gewesen sein. Denn der 64- Jährige bekannte sich nicht zu seiner Homosexualität, auch wenn dazu manches gemunkelt wurde. Und so suchte er im Verborgenen und gegen Bezahlung Körperkontakt und Sex mit Männern. Das tat er auch am vergangenen Donnerstag: Er fuhr in der Nacht durch die Stadt und suchte nach einem Freier. Kurz vor Mitternacht sprach er den 25 Jahre alten Iraker an, der nun als mutmaßlicher Mörder von Moshammer festgenommen wurde und die Tat gestand.

    Moshammer gehörte zu einer Generation, die meist noch große Schwierigkeiten mit Bekenntnissen zur Homosexualität hat. Ganz anders als der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (51), der sich offensiv geoutet hatte: "Ich bin schwul, und das ist auch gut so." Aber auch viele Jüngere hatten erst spät den Mut zu einem öffentlichen Coming-Out, wie FDP-Chef Guido Westerwelle (43) oder Schlagerstar Patrick Lindner (44).

    Weil Moshammer nicht zu seiner Homosexualität öffentlich stehen wollte, mied er auch die einschlägigen Schwulen-Lokale. Stattdessen zog es ihn nachts im Verborgenen auf anonyme Suche nach jungen Männern.


    Fatale Begegnung am Hauptbahnhof


    So geschah es auch in der Mordnacht. Die letzten Stunden im Leben des exzentrischen Modemachers Moshammer liefen nach bisherigen Ermittlungen so ab: Am späten Donnerstagabend fuhr der 64-Jährige mit seinem schwarzen Rolls Royce von seiner Villa im Nobel-Vorort Grünwald in die Münchner Innenstadt - offenbar auf der Suche nach einem jungen Mann.Kurz vor Mitternacht entdeckte Moshammer am Hauptbahnhof seinen späteren Mörder: 1,80 Meter groß, kräftig gebaut, schwarze Haare. Ein Stricher ist Herisch A. nach eigenen Angaben nicht, im Verhör behauptete er, nicht homosexuell zu sein. In Iraker-Kreisen sei bekannt, dass der vermögende Modemacher mit der ausladenden schwarzen Perücke öfter im Bahnhofsviertel junge Männer anspreche. Nach den Worten des Soko-Chefs Harald Pickert haben die bisherigen Ermittlungen ergeben, dass Moshammer sich mehrmals in der Woche auf solche nächtlichen Touren durch die Stadt begab und Männer aus dem Auto heraus ansprach. Er fuhr immer erst spät los, wenn sein Fahrer schon gegangen war, und kehrte im Schutze der Dunkelheit zurück.Der 25-jährige Aushilfskoch steckte eigenen Aussagen zufolge in großen finanziellen Schwierigkeiten. Er sei Spieler, habe Schulden und Geldsorgen. Darin scheint das Tatmotiv zu liegen, wie Oberstaatsanwalt Peter Boie sagte. Herisch A. gab weiter zu Protokoll, Moshammer habe ihm 2.000 Euro für Sex versprochen - eine Summe, die die Polizei allerdings für ungewöhnlich hoch hält. Der Iraker sei in den Rolls Royce gestiegen und mit nach Grünwald gefahren.


    Ohne Beute geflüchtet

    In der Wohnung kam es der Polizei zufolge zu den vereinbarten sexuellen Handlungen. Moshammer habe dazu seine Kleidung anbehalten, wie es seine Gewohnheit gewesen sei. Anschließend weigerte sich der 64-Jährige zu bezahlen, schilderte der 25-Jährige im Verhör. Die beiden Männer gerieten in Streit. Moshammer habe ihn hinauswerfen wollen und zudem gedroht, die Polizei zu rufen. Er habe ein Stromkabel vom Tisch gepackt, es seinem Opfer um den Hals geschlungen und zugezogen, beschrieb der Täter.

    Herisch A. habe den Modemacher offenbar blitzschnell erdrosselt, sagte der Leiter der Sonderkommission Harald Pickert. "Herr Moshammer hatte keine Chance." Eine körperliche Auseinandersetzung habe es nicht gegeben. Als Moshammer am Boden lag, durchsuchte der Täter noch die Taschen seines Opfers nach Bargeld. Ob er etwas gestohlen hat, ist noch unklar. Nach eigenen Angaben flüchtete Herisch A. ohne Beute panikartig aus dem Haus und fuhr mit der Straßenbahn weg.

    Am Freitagmorgen entdeckte Moshammers Chauffeur seinen toten Chef. Der mit einem schwarzen Anzug bekleidete Modemacher lag im Flur im ersten Stock, vor der offenen Schlafzimmertür. Das Kabel hatte er noch um den Hals geschlungen. Neben der Leiche winselte Moshammers Yorshire-Terrier Daisy.

    Nur einen Tag nach dem grausigen Fund wurde am Samstag der Täter festgenommen. Gegen 22.00 Uhr stürmte ein Sondereinsatzkommando die Wohnung im Münchner Süden. Herisch A., der sich mittlerweile die Haare abrasiert hatte, ließ sich widerstandslos festnehmen.

    Bei der Polizei leugnete er zunächst die Tat, nach stundenlangem Verhör gestand er schließlich. Bedauern oder Reue zeigte der 25-Jährige nicht, wie Ermittler Pickert berichtete. Seine Aussagen seien eher von Selbstmitleid geprägt gewesen: Der Mann habe geklagt, "dass er sich im Leben nichts hat leisten können und andere viel", etwa teure Autos und teure Wohnungen. Heimtückischen Mord aus Habgier wirft die Staatsanwaltschaft Herisch A. vor.


    Genetischer Fingerabdruck am Kabel

    Auf die Spur von Herisch A. war die 25-köpfige Sonderkommission mit Hilfe von Genmaterial am Tatort gestoßen. Ausschlaggabend sei eine DNA-Spur am Kabel gewesen. Ein Abgleich mit der DNA-Datei des Bundeskriminalamtes wies eindeutig auf den Iraker hin, der 2001 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen war und seit 2002 in München lebte. Laut Oberstaatsanwalt Boie ist der 25-Jährige zwar nicht vorbestraft, doch im Rahmen von zwei Verfahren wegen Körperverletzung und Vergewaltigung habe er 2004 freiwillig DNA-Proben abgegeben.





    Noch kein Testament gefunden Übereinstimmende Hinweise auf den 25-Jährigen kamen zudem aus der Bevölkerung. Mehrere Zeugen hatten den jungen Mann, der eine auffällige Jacke mit weißer Kapuze trug, in der Tatnacht in Moshammers Auto gesehen. Bisher gingen mehr als 500 Anrufe bei der Polizei ein, rund 200 Spuren wurden verfolgt. Die Sonderkommission setzt auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung: Wer kennt den Beschuldigten? In welchen Kreisen verkehrte er? Wer hat ihn in der Tatnacht gesehen, fragen die Ermittler.

    Moshammers Leiche wurde nach der Obduktion zur Beisetzung freigegeben. Wer aus dem Umfeld des kinderlosen Modemachers sich um das Begräbnis kümmert, ist noch unklar. Auch wem er sein mit Luxusanzügen und -krawatten gemachtes Vermögen hinterlässt, steht noch offen. Ein Testament fanden die Ermittler bisher nicht



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Rudolf Moshammer Forum



    Ähnliche Beiträge wie "News 16.01.2005"

    2.12 Inihaus Soliparty (12.02.2005) - marcel (Mittwoch 02.02.2005)
    Höingen 2005 - Daniel (Montag 25.04.2005)
    NEWS: Rockstarz ab 11. August - LennaK (Mittwoch 28.06.2006)
    News - disaster (Montag 13.03.2006)
    *Erledigt* Brushless-Regler 33A Pulso - Dragonfly (Freitag 16.05.2008)
    Lieblingsserie - anja1994 (Donnerstag 18.09.2008)
    eRose 05.10.2005 - dunnoy (Mittwoch 05.10.2005)
    Hanghühner Cup 12.06.2005 - Teamchef (Samstag 26.02.2005)
    Fotos Skifreizeit 2005 - Sarah-Mond (Dienstag 15.02.2005)
    Die Dünen 2005 - Death (Samstag 03.03.2007)