Was für ein Spiel?

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    Re: Was für ein Spiel?

    ladyofpain - 15.05.2004, 13:12

    Was für ein Spiel?
    Was wollen wir für ein Rollenspiel?

    Nun, da die erste Auflage des Daltilon-Systems erschienen ist, haben Helden und Erzähler zum ersten Mal Gelegenheit, sich mit Daltilon auseinanderzusetzen. Im Kern eines jeden Rollenspiels liegt die Frage: „Wie wollen wir eingentlich spielen?“ Was soll das Rollenspiel können, bzw. was soll man mit ihm anstellen können? Was ist das überhaupt für mich, ein Rollenspiel? Spielt für mich das Erzählen oder das Sammeln von Punkten und Schätzen eine Rolle? Wie würde ich gerne Spielen, was möchte ich mit dem Spiel gerne machen können?

    Hier ist nun die Gelegenheit, all diese Überlegungen, Wünsche und Anregungen zum Rollenspiel im Allgemeinen einmal loszuwerden, und wir werden dann sehen, wie man das Daltilon-System dazu verwenden kann, bzw. wie man es verändern kann, damit es den Ansprüchen der Spieler gerecht wird.

    l/o/p



    Re: Was für ein Spiel?

    ladyofpain - 12.06.2004, 19:16

    Meine Vorstellung eines guten Rollenspiels
    Um einen Einstieg zu geben, will ich kurz darstellen, was ich von einem Rollenspielsystem erwarte:

    Ein Rollenspiel ist für mich zunächst einmal ein Spiel, in dem es darum geht, eine andere Rolle spielen zu können, als man dies alltäglich tut. Es geht m.E. nicht so sehr um das, was der Held alles kann oder nicht kann, welche Werte oder Spezialfähigkeiten er hat und was für großartige Zaubergegenstände er alles mit sich herumschleppt. Diese Dinge sind eigentlich sekundär, auch wenn sie von bestimmten Systemen mehr oder weniger in den Vordergrund gerückt werden.

    Eigentlich geht es darum, wie authentisch man die gewählte Rolle spielt, wie gut man sich in die Welt und Situation hineinversetzen kann und wie viel Freude man daran hat. Für mich stehen die Erzählung, der Handlungsverlauf, die Dramatik und nicht zuletzt auch Schauspielerei im Vordergrund. Unwägbarkeiten also.

    Ein Rollenspiel ist keine Ansammlung von Helden, Monstern und Schätzen in einem Dungeon, sondern eine lebendige Erzählung. Ich finde es bemerkenswert, dass der größte Teil der Fantasyliteratur (oder überhaupt der allgemeinen Prosa) nicht in das Standard-Rollenspiel-Schema Held-Monster-Schatz (HMS) passt. Ein System, das sich also an der Fantasy-Literatur orientiert, kann sich nicht auf dieses Schema beschränken, sondern muss auch anderen Elementen rechnung tragen.

    Dies soll - wohlgemerkt - keine grundsätzliche Abwertung des Dungeon-Systems sein. Der größte Teil der Mythologie nämlich lässt sich durchaus in diesem HMS-Schema erfassen, was man nicht vergessen sollte. Deshalb geht es mir darum, ein System zu erstellen, mit dem sich sowohl diese, als auch jene Form des Rollenspiels verwirklichen lässt, ohne eines der beiden zu sehr in den Vordergrund zu rücken.

    Die beiden Arten schließen sich auch nicht notwendigerweise aus, da man auch in "mythologischen" Spielen ein Augenmerk auf die Erzählung und Charakterdarstellung haben kann. Ich möchte also das bisherige Rollenspiel-Schema nicht ersetzen, sondern vielmehr ergänzen, indem ich weitere Elemente in dieses hineinfließen lasse, die bislang zu sehr vernachlässigt wurden.

    l/o/p



    Re: Was für ein Spiel?

    Sonara - 12.06.2004, 22:25


    Werte Lady of Pain

    Für mich macht eher eine gute Hintergrundgeschichte, bzw. die Erzählung ein Rollenspiel aus.

    Wir Helden sollten weniger darauf aussein, Schlangenwesen zu metzeln, als uns vielmehr fragen, weshalb diese Schlangenwesen da sind, was sie wirklich wollen, was sie sind.

    Wenn ich mir vorstelle, eine Rollenspielsitzung nach der anderen nur Monster zu metzeln, würde mir das keine wirkliche Befriedigung/Genugtuung geben. Ich gebe zu, ich bin nicht besonders aktiv während der Rollenspielabende. Ich bin eher jemand, der zuhört, sich Gedanken über die Geschehnisse macht.


    Grüße

    Sonara



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