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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: ladyofpain - Kaarn uth Duuk - Sonara Forum: Die Gilde der Abenteurer aus dem Unterforum: Das Daltilon-System Antworten: 4 Forum gestartet am: Sonntag 02.05.2004 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Ich bin okay, du bist'n Ork Letzte Antwort: vor 18 Jahren, 9 Monaten, 12 Tagen, 19 Stunden, 21 Minuten
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Re: Ich bin okay, du bist'n Ork
ladyofpain - 12.06.2004, 14:49Ich bin okay, du bist'n Ork
Zur Frage der Gesinnungen und Stereotypen im Rollenspiel
Helden brauchen Heldentaten, um ihre Heldenhaftigkeit unter Beweis zu stellen. Eine sehr gute Gelegenheit dazu bieten Feinde. Man kann sagen, jeder Held hat Feinde und braucht Feinde, um Held zu sein und zu bleiben.
Diese Feinde sind üblicherweise "böse", wenigstens aber nicht "gut" (was für viele sowieso keinen Unterschied macht). Die Eigenschaft "böse" erhalten sie eigentlich schon allein daher, dass die Helden üblicherweise "gut" sind und ihre Feinde demnach nicht "gut" sein können, eine symbiotische Beziehung also.
Ich meine: Mir ist bewusst, dass es verschiedene Spiele mit unterschiedlichem Abstraktionsgrad und Anspruch auf Nachvollziehbarkeit gibt, die Frage ist: Wo sehen wir das Daltilon-System? Sollen wir es so halten, wie im D&D-System, welches die Gut/Böse-Stereotypen sogar in Form von "Gesinnungen" in den Regeln verankert hat, oder wollen wir diese Dinge lieber dem Rollenspiel überlassen? Sollen wir überhaupt eine klare Linie zwischen Gut und Böse ziehen, oder das Augenmerk eher auf die Intention der einzelnen Wesen legen, welche zum Konflikt führen kann?
l/o/p
Re: Ich bin okay, du bist'n Ork
Kaarn uth Duuk - 12.06.2004, 22:49Böse ist, wer böses tut.
Klassifizierungen in gut/rechtschaffen/chaotisch/..., wie in D&D machen Sinn - für Spiele wie D&D und das immer wieder gernzitierte DSA. Für ein Spiel, dessen Hauptanspruch an den Spieler die Kreativität ist, hat sich die Gesinnung im Spiel, bzw. Spielverlauf zu ergeben und Konsequenzen zu tragen.
Aus dem Kodex der ehrenvollen Ritter der freien Sturmlande:
'Meyn Schwert für die Armen, ... Meyn Schwert für die Schwachen, ...'. Es mag arm an Geist und schwach an Weizen sein der Bauer der sich nach dem letzten Durchreiten einer hungrigen Armee nicht anders zu helfen weiss, als zu rauben um seiner sieben Kinder Mägen zu füllen. Es sei die Aufgabe des wahren Helden dieser Begenung mit dem Übel der Welt mit kühlem Kopf, denn mit dem Schwerte zu begegnen, um sie vom Angesicht dieser Welt zu tilgen. Offenbart sich dieses Übel allerdings in Form eines schändenden Knechtes, zweifelsfrei seiner verderblichen Vergehen überführt - lasset ruhen den Geist und sprechen das Schwert der Gerechtigkeit ihr Helden der freien Ländereien!
Re: Ich bin okay, du bist'n Ork
Sonara - 12.06.2004, 23:18
Werter Kaarn uth Duuk
Versteht Ihr also, unter der `Begegnung des Übels mit kühlem Kopf` das Verstehen des Weshalb und des `Handelns`mit dem Kopf?!
Grüße
Sonara
Re: Ich bin okay, du bist'n Ork
ladyofpain - 13.06.2004, 09:59Rollenspiel
Auch wenn die Gesinnungen an sich eher eine Krücke waren, so gaben sie den Spielern doch eine gewisse Orientierung im Spiel. Sie halfen dabei, Freund von Feind zu unterscheiden. Wenn wir sie wegfallen lassen, so sollte man sie jedoch durch etwas anderes ersetzen.
Die Sache mit der Intention bedeutet nämlich, dass ein Held seine eigene zuerst einmal kennen muss, um seinen Charakter rollengerecht zu spielen. Ich wäre demnach dafür, dass man bei den Beschreibungen der Heldenklassen auch noch einige Worte zu Intention, Antrieb und Ziel derselben verliert, so dass der Spieler einige Anhaltspunkte dazu hat, wie die Rolle eigentlich aussieht, die er übernehmen will.
Außerdem sollte das System auch einen Mechanismus bereithalten, der gutes Rollenspiel belohnt, etwa in Form von Erfahrungspunkten (wobei es mir noch nicht ganz einleuchtet, weshalb man an Erfahrung gewinnt, wenn man sich seinem Temperament gemäß verhält).
Natürlich kann man es auch dem Rollenspiel an sich überlassen, die Intention eines Helden herauszubilden. Ich glaube jedoch, damit überfordert man nicht nur Helden und Erzähler, sondern auch das Spiel selbst, denn die Helden leben ja nicht in einem luftleeren Raum, sondern haben einen Hintergrund und einen spezifischen Charakter.
l/o/p
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