Kopierschutz die Achthundertsiebenundvierzigste

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    Re: Kopierschutz die Achthundertsiebenundvierzigste

    goch - 08.11.2005, 21:43

    Kopierschutz die Achthundertsiebenundvierzigste
    ich zitier mal laut.de

    laut.de hat folgendes geschrieben: Kopierschutz: Label installiert Spy-Software

    Ein neuer Kopierschutz des Majorlabels Sonymusic installiert auf dem Rechner des Anwenders ein so genanntes 'Rootkit' und öffnet damit Hackern Tür und Tor.


    Ein vom Majorlabel Sonymusic verwendeter Kopierschutz spioniert laut einer am Montag veröffentlichten Studie des Software-Experten Mark Russinovich unbemerkt die Rechner von CD-Käufern aus. Der ahnungslose Musikfreund bekommt davon gar nichts mit, denn mit dem Einlegen der CD in seinen Rechner installiert sich die Spionage-Software XCP unbemerkt. Fortan beansprucht sie dauerhaft einen Teil der Prozessor-Leistung, in dem sie etwa im Sekundentakt alle Prozesse auf "verdächtige Tätigkeiten" hin überprüft. Zudem tarnt sich die Spionage-Software perfekt und öffnet somit auch weiteren Hackern und weiterem Missbrauch Tür und Tor.

    Mark Russinovich ist Chief Software Architect und Mitbegründer von Winternals Software und veröffentlicht regelmäßig Kolumnen zu sicherheitsrelevanten Themen. Doch selbst diesem versierten Profi gelang es nicht ohne weiteres, die zufällig entdeckte Spionage-Software von dem infizierten Rechner wieder zu entfernen. Zudem sei die von First 4 Internet entwickelte Software derart unsauber programmiert, dass es zu Systemabstürzen und massiven Datenverlusten kommen könne.

    Sollte dies in größerem Umfang passieren, drohen Sony nach Ansicht von Russinovich massive Schadensersatzforderungen. Denn in den Lizenzbestimmungen der beanstandeten CD befinde sich keinerlei Hinweis auf die Kopierschutzinstallation und die mit ihr verbundenen Risiken. Auf wie vielen Rechnern das Kopierschutz-System bereits im Einsatz ist, lässt sich derzeit nur vermuten. Russinovich verwendete für seine Tests das Album "Get Right With The Man" der amerikanischen Countryrocker Van Zant. Ob auch weitere Sony-CDs mit XCP ausgestattet sind, ist nicht bekannt.

    laut.de hat folgendes geschrieben:
    Nach wie vor verweigert Sony BMG jede Auskunft darüber, auf welchen ihrer CDs eine gefährliche Spionage-Software enthalten ist.


    Berlin (joga) - Ein umstrittener Kopierschutz vom Majorlabel Sony BMG, der die Computer ahnungsloser CD-Käufer ausspioniert und mittels eines sogenannten 'Rootkits' auch Hackern den widerrechtlichen Zugriff erleichtert, hat offenbar bereits einigen Schaden angerichtet. Medienberichten zufolge sollen bereits mehrere Rechner irreparable Abstürze erlitten haben. Auch zu unberechtigten Eingriffen in fremde Rechner soll es bereits gekommen sein.

    Dass Sony BMG seit gestern einen Uninstaller zum Download anbietet, der angeblich die beanstandeten Teile der Spyware vom befallenen Rechner entfernt, kommt einem Schuldeingeständnis gleich. Das Label versicherte zwar auf Anfrage gegenüber laut.de, dass der Kopierschutz nur auf US-Produkten zum Einsatz gekommen sei. Das bedeutet allerdings auch, dass US-Importe von Sony BMG derzeit eher mit Vorsicht behandeln zu sind. Außerdem stimmt misstrauisch, dass auf dem Kontaktformular für den Uninstaller neben den USA noch weitere Länder als Einkaufsort der befallenen CDs angegeben werden können.

    Ohnehin sind die Voraussetzungen zum Erhalt des Uninstallers eine einzige Zumutung. Sie fordern nämlich unter anderem genaue Angaben darüber, auf welcher CD welches Interpreten man die beanstandete Spyware gefunden haben will. Da ist es natürlich hilfreich, dass das Label sich vorher die größte Mühe gab, die Software gut zu verstecken, und außerdem jede Auskunft über Namen und Zahl der betroffenen Interpeten verweigert.

    Auf diese Weise werden wohl nicht viele Deinstallationen zustande kommen. Allerdings ist ja auch der Uninstaller eine Software. Und möglicherweise haben die meisten Musikfans von Software aus dem Hause Sony ohnehin die Nase voll ...

    ------------------------------------------------------
    Also langsam dürfen sie sich ned wundern wenn man nur noch lieder runterlädt weil da weiß man wenigstens das nix solches dabei ist. i hab grad bei mir nachgeschaut aber gottseidank sind meine neuesten investitionen ned bei sony unter vertrag.



    Re: Kopierschutz die Achthundertsiebenundvierzigste

    [insert_name_here] - 09.11.2005, 00:02


    ohu was glaubst du kann man beim runterladen alles verpacken ;)

    aber über ne firewall sollte das doch bemerkt werden?



    Re: Kopierschutz die Achthundertsiebenundvierzigste

    KePKeZKeM - 10.11.2005, 09:05


    da muss es einem ja vergehen, sich original cds zu kaufen :evil:



    Re: Kopierschutz die Achthundertsiebenundvierzigste

    [insert_name_here] - 10.11.2005, 09:23


    oh, sag das nicht, gestern habe ich endlich meine Limdt Ed. von der The Weight is a gift bekommen, von Barsuk, herrlich.



    Re: Kopierschutz die Achthundertsiebenundvierzigste

    goch - 10.11.2005, 14:14


    ja schon i kauf mir auch lieber orginal cds
    aber da werd ich mir zweimal überlegen ob ich mir das system of a down album orginal kauf oder doch lieber irgendwo runterlad



    Re: Kopierschutz die Achthundertsiebenundvierzigste

    goch - 11.11.2005, 13:16


    laut.de hat folgendes geschrieben: In den USA droht Sonymusic eine regelrechte Klage-Welle. Unterdessen wurde erstmals bekannt, welche Alben mit dem umstrittenen Kopierschutz XCP ausgestattet sind.

    Los Angeles/New York (joga) - Nachdem immer mehr Computer-Experten einen von Sonymusic verwendeten Kopierschutz als Spyware einstufen, wird deutlich, dass das Label sich in den USA auf eine massive Klagewelle einstellen muss. Nach einem Bericht der Washington Post bereitet Anwalt Scott Kamber in New York eine Sammelklage gegen Sony vor, der kalifornische Staatsanwalt Alan Himmelfarb hat seine Klage beim Superior Court for the County of Los Angeles bereits eingereicht. Ihm zufolge verstößt der XCP-Kopierschutz allein gegen drei verschiedene kalifornische Gesetze; Himmelfarb fordert, den Verkauf der betroffenen CDs zu verbieten, und verlangt Schadensersatz für die Betroffenen.
    Auch die renommierte Electronic Fontier Foundation EFF bereitet rechtliche Schritte gegen das Majorlabel vor. Außerdem scheint es der Bürgerrechts-Organisation gelungen zu sein, herauszufinden, welche Bands bzw. Alben mit der beanstandeten Software ausgestattet sind. Die von der EFF veröffentlichte Liste umfasst insgesamt 19 CDs, darunter Scheiben von Celine Dion, Natasha Bedingfield, Amerie, The Coral, The Dead 60s und anderer bekannter Musiker. Sonymusic selbst hatte sich bislang geweigert, die Namen der betroffenen Alben bekannt zu geben.

    Überhaupt scheint man bei dem Majorlabel den Ernst der Lage noch nicht erkannt zu haben. Die meisten Leute wüssten ohnehin nicht, was ein Rootkit sei, spielte Thomas Hesse, Chef der Digital Divison bei Sony den Vorfall herunter: "Warum sollten sie sich dann dafür interessieren?" In Europa bemüht man sich unterdessen um Schadensbegrenzung. Europa-Chef Maarten Steinkamp sagte gestern zur Deutschen Presseagentur, so wie in den USA "werden wir es in Europa nicht machen". Überhaupt sei die Weiterentwicklung von technisch anspruchsvollen Kopierschutzsystemen, die Missbrauch verhindern, aber Privatkopien erlauben könnten, vor allem im Interesse des Verbrauchers.

    Unterdessen haben nach einem Bericht von Heise Online Antivirenexperten von Bitdefender den ersten Trojaner gesichtet, der die Rootkit-Technologie des Digital-Rights-Management-Systems nutzt, um sich zu verbergen. Der Schädling Backdoor.IRC.Snyd.A öffnet nach der Systeminfektion eine Hintertür ins IRC und versucht, die Firewall zu deaktivieren. Die von XCP verursachten Sicherheitslücken stoßen mittlerweile selbst Windows-Hersteller Microsoft sauer auf. Es heißt, der Software-Gigant sei über derartige Eingriffe in sein Betriebssystem sehr besorgt und prüfe weitere Schritte. Die Sicherheit der Windows-Nutzer habe höchste Priorität.

    Die EFF fand den Kopierschutz XCP auf folgenden Alben:

    Trey Anastasio, "Shine" (Columbia)
    Celine Dion, "On ne Change Pas" (Epic)
    Neil Diamond, "12 Songs" (Columbia)
    Our Lady Peace, "Healthy in Paranoid Times" (Columbia)
    Chris Botti, "To Love Again" (Columbia)
    Van Zant, "Get Right with the Man" (Columbia)
    Switchfoot, "Nothing is Sound" (Columbia)
    The Coral, "The Invisible Invasion" (Columbia)
    Acceptance, "Phantoms" (Columbia)
    Susie Suh, "Susie Suh" (Epic)
    Amerie, "Touch" (Columbia)
    Life of Agony, "Broken Valley" (Epic)
    Horace Silver Quintet, "Silver's Blue" (Epic Legacy)
    Gerry Mulligan, "Jeru" (Columbia Legacy)
    Dexter Gordon, "Manhattan Symphonie" (Columbia Legacy)
    The Bad Plus, "Suspicious Activity" (Columbia)
    The Dead 60s, "The Dead 60s" (Epic)
    Celine Dion, "The Essential Dion" (Columbia Legacy)
    Natasha Bedingfield, "Unwritten" (Epic)



    Re: Kopierschutz die Achthundertsiebenundvierzigste

    [insert_name_here] - 11.11.2005, 13:26


    tjo, Sony BMG gehts in den US jetzt ziemlich an den Kragen. Aber GsD sind außer Our Lady Peace hier keine CDs dabei, die ich mir kaufen würde.



    Re: Kopierschutz die Achthundertsiebenundvierzigste

    goch - 16.11.2005, 23:21


    laut.de hat folgendes geschrieben: New York (joga) - Sonymusic will seinen umstrittenen Kopierschutz XCP "vorläufig" nicht mehr einsetzen. Nach einer Reihe von Katastrophenmeldungen gab das Majorlabel gestern bekannt, dass vorerst keine CDs mit dem umstrittenen Programm mehr ausgeliefert werden sollen. Nachdem die erst vereinzelte Kritik in der vergangenen Woche zum Sturm der Entrüstung angewachsen war, zog man bei dem Musikgiganten nun offenbar die Notbremse.

    Vermutlich waren mehrere Gründe für den späten Sinneswandel ausschlaggebend. Nachdem zunächst vor allem Technik-Freaks und Bürgerrechtsorganisationen gegen den spionierenden Kopierschutz zu Felde gezogen waren, kritisierten in der vergangenen Woche auch renommierte Unternehmen und sogar staatliche Stellen die Software, die zu Rechnerabstürzen führen kann und fremden Viren Tür und Tor öffnet.

    Am Donnerstag ermahnte die Policy-Abteilung des US-Heimatschutzministeriums das Label. Außerdem kündigte der Software-Gigant Microsoft an, in seinem nächsten Security-Update Maßnahmen gegen XCP zu ergreifen und klassifizierte die Software damit offiziell als Spyware.

    Die massive Kritik soll vor allem in den USA bereits zu einem deutlichen Einbruch der Verkaufszahlen von Produkten aus dem Hause Sonymusic geführt haben. Den publizistischen Super-GAU erlebte das Label aber erst am Wochenende. Da berichteten mehrere Medien unter Berufung auf einen finnischen Software-Spezialisten, dass der Code des Kopierschutzprogrammes teilweise abgeschrieben sei, dass Sonymusic also mit dem Einsatz von XCP selbst das Urheberrecht verletze.

    Unter diesen Umständen verwundert also kaum, dass Sonymusic seinen Kopierschutz nun zurückzieht, sondern allenfalls, dass dies erst so spät geschieht. Aus der Welt ist das Thema damit nicht, die bereits erfolgten Klagen gegen das Label werden weiter verhandelt, Schadensersatz-Zahlungen sind nicht auszuschließen.

    Für das Label ein Debakel, hat die Geschichte für den Verbraucher durchaus ihre guten Seiten. Schließlich zeigte sie nicht nur aufs Neue die Macht des Kunden auf, sondern löste auch eine Diskussion darüber aus, wie weit eine Firma gehen darf, um ihre eigenen Rechte zu schützen. Diese Diskussion steht erst am Anfang.

    Sollte etwa eine der mit XCP ausgestatteten CDs nach Deutschland gelangen, was früher oder später zweifellos passieren wird, ergäben sich ganz neue juristische Probleme. Denn seit der letzten Reform des Urheberrechtsgesetzes ist es dank massiver Lobbyarbeit seitens der Labels verboten, einen Kopierschutz zu umgehen oder außer Betrieb zu setzen - wie schadhaft oder gefährlich dieser auch sein mag.

    na da haben sie sich mal ein feines eigentor geschossen :P



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