Monoton (nichts Besonderes)

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    Re: Monoton (nichts Besonderes)

    Caitlin - 14.07.2007, 12:37

    Monoton (nichts Besonderes)
    Jeden Tag die gleiche Prozedur.
    Ich stehe auf, ich esse etwas, ich ziehe mich an.
    Irgendwann, im Laufe des Tages, gehe ich arbeiten.
    Telefonieren- immer wieder. Nur Telefonieren, nett sein.

    Jeden Tag das gleiche Ritual.
    Ich schminke mich, bevor ich aus dem Haus gehe.
    Ein wenig Gesichtscreme, ein wenig Puder, dann der Mascara.
    Die freundliche und gut gelaunte Maske wird wieder aufgesetzt.

    Jeden Tag die gleichen Gefühle.
    Eine Mischung aus Trauer, Hoffnung und Liebe.
    Immer wieder die Sehnsucht, verborgen hinter dem Make-up.

    Jeden Abend die Tränen.
    Ungeahnt und lautlos huschen sie über mein Gesicht.
    Ich warte auf das nächste Wiedersehen.

    Jedes Mal geht die Sonne auf, wenn dein warmes Lächeln mich wieder trifft.
    Ich hülle mich in Geborgenheit und vergesse das Geschehene.
    Nur um danach wieder in die kalte Realität zurückgeworfen zu werden.

    Das ist mein Leben. Monoton.



    Re: Monoton (nichts Besonderes)

    Ayu - 15.07.2007, 15:25


    Mir gefällt es iegrndwie sehr gut, es beschreibt einen Tagesablauf, aber halt auch die Schattenseite davon. In meinen Augen eine gute Aussagekraft. Und es zeigt halt auch, dass jeder mensch eine Maske trägt und hinter dieser Maske die wahren Gefühle verborgen sind. Gut gelungen ^^



    Re: Monoton (nichts Besonderes)

    Graidheag - 16.07.2007, 15:12


    och, schönes gedicht. ich vermiss dich ja auch, kleine :D lol

    scherz beiseite. ich stimme ayu vollkommen zu- außerdem ist es auch mal wieder ein werk, wo ich auch den sinn drin verstehe.. subba! :D



    Re: Monoton (nichts Besonderes)

    Caitlin - 17.07.2007, 21:57


    duuuuuu scherzkeks!

    finds schön, dass euch beiden das gedicht gefällt :)



    Re: Monoton (nichts Besonderes)

    Lord_Kaiaphas - 17.07.2007, 22:37


    Ich weiss nich, ob dat hier rein darf...Dat is ein Lied von einer Lieblingsband von mir. Der Text is quasi ein Lebensablauf, aber lest selber.
    Mußte an daran denken als ich deins gelesen hab, Cari.


    Denke zurück an die Zeit vor 70 Jahren
    Als die Jugend deinen Geist bestimmte
    Und jeder neue Tag voller Farben war
    Deine Kraft war ungebrochen
    Das ganze Leben lag vor dir...

    Der Tod soweit entfernt im Niemandsland
    Denke zurück an die Zeit vor 50 Jahren
    Als dein Sohn im Kriege fiel
    Leblos lag sein Leib gebettet
    Gefallen für das Vaterland
    Und ein Teil von dir ging mit ihm fort
    Und kehrte nie zurück...

    Denke zurück an die Zeit vor 7 Jahren
    Als dein Weib dem Krebs verfiel
    Sie starb in deinen Armen
    in der letzen Stunde warst du bei ihr
    Und ein weitrer Teil starb von dir...

    Nun hat das Alter dich gebrochen
    Rasselnd geht der Atem
    Die Gicht hat dir verkrümmt die Glieder
    Und wenig nützt dir noch das Augenlicht

    Den Rücken hat der Schmerz geformt
    Und welk ist deine Haut geworden
    Den letzten Rest von Würde
    Nahm man dir im Altersheim

    Es ist erreicht, das Ende deines Lebens
    Der Tod steht lächelnd neben dir
    und nimmt dich leise bei der Hand
    Du legst dich nieder auf den Boden
    Ein letzter Atemzug noch bleibt
    Dann erlischt die Flamme in den Augen
    Und nur der Leib bleibt starr zurück...

    Sie verbrennen deinen Körper
    Bis nichts mehr von ihm bleibt
    Im schwarzen Rauch des Schornsteins
    Trägt dich der Nachtwind fort

    Und nieder sinkt die kalte Asche
    Auf nahen Wiesenboden
    Eine Rose wächst daraus
    So schwarz wie nur die Nacht

    Ein Kind pflückt diese Rose
    Und nimmt sie mit nach Hause
    Sie steht dort auf der Fensterbank
    In hellstem Sonnenglanz

    Doch welken bald schon ihre Blätter
    Und fallen sacht zu Boden
    Die Mutter kehrt sie still zusammen
    Und wirft sie lächelnd auf den Müll...

    Die schwarze Rose ist verblüht...



    Re: Monoton (nichts Besonderes)

    Missbeltran - 18.07.2007, 19:57


    @reena
    der text ist schön. trifft die situation auf den punkt. doch ich glaub nicht das dein leben unter einer maske abläuft, oder? du hast doch uns... und wenn wa dann den rasensprenger anschalten, dann verläuft die maske aus make up und es erscheint eine lachende, lebensfrohe cari, so wir wir dich kennen und lieben! =D

    @hasi
    joa, wenn man bei deiner musik den text verstehen könnte, dann hät ich den bestimmt schon mal gehört. *g* der hat auf jeden fall was! gefällt mir. sehr tiefgründig! das leben dieses armen mannes war von schmerzen gebeutelt und von trauer übersäht. nach seinem tode hat er quasi neuem leben die grundlage geboten, welches dann im mittelpunkt einer familie stand. (nämlich auf der fensterbank, wo alle die rose sehen konnten) einzigartig, den schwarze rosen gibt es nicht. schwarz spiegelt da glaub ich auch das leid des mannes wieder... ja und eh man sich versah ist das kurze leben der rose nun auch dahin und wird achtlos auf dem müll geschmissen, wo kein neues leben mehr daraus hervorgehen kann! sehr traurig!

    *g* hab ich gut interpretiert oder?



    Re: Monoton (nichts Besonderes)

    Lord_Kaiaphas - 18.07.2007, 21:57


    Ja das kann man so unterschreiben :wink:

    Allerdings würde ich mich nicht unbedingt auf den alten Mann versteifen...das kann man glaub ich auf jeden Mensch zurück führen.



    Falls ihr das mal anhören wollt...
    http://www.youtube.com/watch?v=89bzHW_tYJg



    Re: Monoton (nichts Besonderes)

    Caitlin - 18.07.2007, 22:21


    unter euch vielleicht nicht, aber was den rest der zeit angeht ... du kennst meinen jahrgang nich -_- (und bitte sei froh drum...) zum glück ist die schulzeit ja jetzt vorbei... is aber eben nicht einfach von soner fassade loszukommen, auch wenn ich das grade nun nicht als leid bezeichnen würde. das ermöglicht mir einfach mit einer vielfalt an menschen zurecht zu kommen, obwohl sie mir rein von der sympathie her nicht zu sagen. es sei denn, sie stoßen mir sofort übel auf, dann ist das natürlich was anderes...



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