Protokoll vom 8.November

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    Re: Protokoll vom 8.November

    Stefanie - 08.11.2010, 22:23

    Protokoll vom 8.November
    Mit einer kleinen philosophischen Ausführung, was man alles aushalten können muss beim Schreiben begann der heutige erste Tag der dritten Woche.
    Erwähnt sei hier nur noch mal das "Anerkennen" unfertiger oder unklarer Prämissen, sowie das Erreichen eines anderen Ergebnisses als geplant.
    So ist das eben beim Bauen von Luftschlössern, es handelt sich halt um ein flüchtiges Element, welches manchmal schwer zu greifen ist.....

    Zurück zu den Fakten.
    Das Wichtigste an der Plotskizze (dem Plan) ist die KLARHEIT.
    Lieber überdeutlich als unverständlich formulieren, es handelt sich um ein Arbeitspapier.

    Hillfreich ist, für jeden Punkt erst allgemein und dann konkret zu definieren, was wirkungstechnisch passieren muß.

    Bei der Plotentscheidung leitet uns dabei die Frage:
    Wofür soll sich der Zuschauer interessieren?
    Dieses Interesse soll so brennend sein, daß der Zuschauer eben nicht mehr nur objektiv gelassen "zuschaut", sondern das Geschehen so subjektiv wie möglich miterlebt. Alles andere hört idealerweise in diesem Moment auf zu existieren...!

    Dies gelingt nur durch Dramatisches Schreiben.

    Da es also nur auf die INNERE HANDLUNG beim Zuschauer ankommt kann ich im Prinzip auch auf Handlung ( im Sinne eines Plots) verzichten. Bsp. Psycho

    Da Handlung aber ein ganz starkes Mittel ist um Spannung zu erzeugen, findet diese in der Regel auch statt

    Aber die Handlungslinie ist trotzdem immer nur Mittel zum Zweck. die äußere Struktur dient nur dazu, die Erlebensstruktur zu initiieren.
    Auch die 3 Akt Struktur dient der Strukturierung des Erlebens.

    In diesem Sinne ist auch die LINEARITÄT des Erlebens wichtig, nicht die Liniearität der Handlung. Deshalb können Filme von hinten nach vorne erzählt werden (Memento)

    Wichtig ist eine lineare Erlebniskette zu schaffen, die sich in der Zeit nach vorne bewegt.

    Wir tun also immer das Gleiche!
    Wir schaffen einen dreiteiligen Erlebensprozeß.

    Frei nach Toni Seiler (?):

    "Das was man sieht ist immer anders, aber das was man erlebt ist immer gleich!"

    In diesem Sinne

    Gute nacht und bis morgen

    Stefanie



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