ARD-Buffet alternativ

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tosa34

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.06.2006 Beiträge: 1106 Wohnort: Milwaukee WI USA
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Verfasst am: 24.11.2006, 00:35 Titel: Sitten und Gebräuche |
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Die heutige (Thanksgiving) Zeitung wog 2 1/2 kg.Davon bestanden wohl vier Fünftel aus Reklamebroschüren. Denn morgen ist Black Friday. Heisst so, weil die Kaufleute damit rechnen können, dass morgen die Bilanz von rot auf schwarz wechselt.
Viele Geschäfte und Warenhäuser machen um 5 Uhr früh auf, normalerweise erst um 9 oder 10 Uhr. Geboten werden tolle Schnäppchen wie ein Computer mit Monitor, Drucker, DVD-Brenner für 199$. Liest man das Kleingedruckte, dann sieht man dass sie drei davon haben.
Und die Käufer kommen in Scharen! Die grossen Einkaufszentren richten Sender ein, damit man über das Autoradio hören kann, in welchem Sektor des Parkplatzes noch Plätze frei sind, welche Ausfahrten hoffnungslos verstopft sind, welche Strassen in der Umgebung man am besten vermeidet. Es ist der grösste Einkaufstag des Jahres. Natürlich dudelt überall Weihnachtsmusik. Die Läden sind seit Ende Oktober weihnachtlich geschmückt, und die alljährliche Santa Claus Parade fand auch vor ein paar Wochen statt.
Ich glaube, wir werden ein paar letzte Arbeiten im Garten erledigen.
Tosa.  _________________ Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben.
____________________________________________
Abraham Lincoln |
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Verfasst am: 24.11.2006, 00:35 Titel: Anzeige |
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Luca

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 677 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 24.11.2006, 14:08 Titel: Re: Sitten und Gebräuche |
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Und - wie war es im Garten? Ich hoffe, Ihr habt kräftig umgegraben, geerntet und Euch entspannt, als Euch auf den Einkaufswahnsinn einzulassen...
Ich finde es irre, wenn schon etwa im September (hier ist das so) mit Weihnachtsbeschmückung, Stollen und Spekulatius angefangen wird. Es geht nur um den schnöden Mammon und nicht mehr um das Wesentliche...
Luca |
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tosa34

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.06.2006 Beiträge: 1106 Wohnort: Milwaukee WI USA
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Verfasst am: 25.11.2006, 18:40 Titel: |
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Ach, lieber Luca, da hast Du mir doch meine letzten Illusionen geraubt: dass bei Euch die Vorweihnachtszeit noch eine besinnliche, nach innen gekehrte, im wahrsten Sinne "Adventszeit" sei. Jaja, mein Intellekt wusste, dass das nicht stimmte, aber meine Seele wollte es nicht wahr haben.
Die Gartenarbeit bestand darin, die Gartenmöbel wegzustellen, die letzten Blätter vom Rasenrestchen vor dem Haus über die Wildblumen hinter dem Haus zu häufen (sie brauchen viel Säure und Eichenlaub hat sie) usw. Zu Ernten gibt's bei uns wegen Sonnenmangel leider nichts.
Lieben Gruss, Tosa. _________________ Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben.
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Abraham Lincoln |
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Luca

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 677 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 26.11.2006, 07:38 Titel: |
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@ Tosa
Tut mir leid, wenn ich Dir alle Illusionen geraubt habe...
Besinnlich und nach innen gekehrte Vorweihnachtszeit gibt es nicht. Schon gar nicht in einer Großstadt. Dadurch, daß der 4. Advent auch gleichzeitig Hl. Abend ist, fällt eine Woche Konsumrausch weg, was die Geschäfte natürlich bedauern und die Weihnachtsmärkte z. T. jetzt schon eröffnet wurden.
Wenn man es besinnlich haben will, muß man es sich wohl selber machen...
Luca |
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la-piccola

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2006 Beiträge: 1102 Wohnort: am Kaiserstuhl
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Verfasst am: 03.02.2007, 22:53 Titel: französischer Brauch... |
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Gestern war ja Lichtmess,ich glaube,das wird sicher nur noch im tiefsten Bayern gefeiert,oder ?(verbessert mich bitte,ich wußte nämlich gar nicht,dass es diesen Tag überhaupt gibt )
Jedenfalls ist meine Arbeitskollegin Französin und hat mir erzählt,dass sie bei Freunden eingeladen ist zu "chanteleur"
Also immer am 2. Februar gibt es bei den Franzosen Crepes ,und zwar nach folgendem Muster:
Jeder muss einen(eine? eines?)Crepes backen,mit der rechten Hand den Crepes in der Pfanne hochwerfen und wenden und dabei muss er in der linken Hand ein Geldstück halten.Angeblich soll dann in diesem Jahr der Geldbeutel immer gefüllt sein.
Früher machte das nur der Hausherr mit dem ersten Crepes und hielt ein Goldstück in der Hand.Dieses wurde in den Crepes gewickelt und dann zog die ganze Familie mit Kerzen ,die in der Kirche angezündet worden waren,durch die ganze Wohnung bis ins Schlafzimmer.Dort wurde das (oder der) Crepes auf den Schrank gestellt und blieb das ganze Jahr über dort stehen.
Am 1.Februar des folgenden Jahres wurde der Teller mit den Überresten (oder auch keinen-je nachdem,welche Tiere sich eingestellt hatten,oder ob alles eingetrocknet war )wieder heruntergeholt und das Goldstück dem ersten Bettler gegeben,der klopfte.
So erhoffte man sich eine gute Ernte und ein gutes Jahr. _________________ Grüßles la-piccola |
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tosa34

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.06.2006 Beiträge: 1106 Wohnort: Milwaukee WI USA
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Verfasst am: 04.02.2007, 03:40 Titel: |
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Was für ein interessanter Brauch! Jetzt bin ich gespannt ob jemand von Lichtmess in Bayern erzählt. Hier ist der 2.2. Groundhog Day. Im Zoo wird ein Murmeltier möglichst sanft aus dem Winterschlaf geweckt und ins Freie gebracht. Wenn es seinen Schatten sieht (sprich: die Sonne scheint) dann dauert der Winter noch 6 Wochen.
Hier in Wisconsin würden wir das freudig begrüssen, denn meistens dauert der Winter wesentlich länger. Woanders freut man sich nicht so. Unser Murmeltier hat tatsächlich in die Sonne blinzeln müssen.
Es ist bitter kalt, 20° unter null, mit dem Windfaktor -31°. Und so bleibt es für die nächsten Tage.
Dennoch ein warmes Grüssle - Tosa. _________________ Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben.
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Abraham Lincoln |
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la-piccola

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2006 Beiträge: 1102 Wohnort: am Kaiserstuhl
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Verfasst am: 04.02.2007, 20:33 Titel: |
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Liebe Tosa,
soooo kalt bei dir-das kann ich mir ja gar nicht vorstellen.
da ist es doch bestimmt schön,sich in die Decke einzukuscheln und einen heißen Tee zu schlürfen.
Hier ist schon Frühling angesagt,der Klimawandel macht sich bemerkbar,obwohl wir ja schon immer sehr früh sind ,nur ist es diesjahr
natürlich schon extrem.Hab dir ein paar Frühlingsgrüßle eingefangen auf unserer Wanderung heute mittag,sie sollen dir ein bischen Wärme von mir bringen...
schöner Sonntagabend noch
 _________________ Grüßles la-piccola |
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Rheinperle
Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 1079
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Verfasst am: 04.02.2007, 21:06 Titel: |
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Maria Lichtmess ist mir bekannt. Es ist ein katholischer Feiertag Die Geschichte aus dem Elsaß kannte ich allerdings nicht. Ist aber wirklich interessant. Auf den Schwarzwälder Bauernhöfen bleiben auch heute noch hie und da die Christbäume und die Krippen bis Maria Lichtmess stehen. ( Zum Teil wunderschöne, alte Krippenfiguren) Im Bayerischen ist das sicher auch noch Brauch da und dort. Das war halt zu alter Zeit noch mehr möglich, weil die Stuben nicht so eingeheizt waren wie heute. Da hat der Weihnachtsbaum länger gehalten. Mit Maria Lichtmess ist die Weihnachtszeit dann zu Ende.
Liebe Sonntagabendgrüße
Rheinperle |
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tosa34

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.06.2006 Beiträge: 1106 Wohnort: Milwaukee WI USA
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Verfasst am: 25.02.2007, 00:02 Titel: Friday Night Fish Fry |
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Ich will Euch von einem Brauch erzählen, den es hierzulande nur in Wisconsin gibt. Das ist der Friday Night Fish Fry.
Es gibt ihn in fast jedem Restaurant, von der Kneipe an der Ecke bis zum hochfeinen Feinschmeckerlokal. Jeden Freitag Abend gibt es entweder Kabeljau- oder Barschfilets, entweder in einer hauchdünnen Hülle aus mit Bier hergestelltem Teig, oder paniert. So oder so wird es in der Fritteuse gebacken. Dazu gehört Tartarsauce (Remoulade mit Kapern), Kartoffelpuffer oder Pommes, Cole Slaw (Salat aus Weisskohl und Mohrrüben) und Apfelmus. Dazu Schwarzbrot oder Roggenbrötchen. Meist wird kostenlos mehr geboten, wenn man's verkraftet. Teuer ist es nie, wohl so von 7$ im einfachen Lokal bis zu 13$ in den feineren. Wobei oft die kleinen Kneipen den schmackhaftesten Fisch liefern. Auch viele, vor allem katholische, Kirchen füttern jeden Freitag Hunderte und verdienen ganz schön dabei. Aber das ist meist weniger gut, von den Kirchen gefroren gekauft und dann aufgewärmt.
In manchen Gegenden kann man Fisch und Pommes den ganzen Freitag Abend riechen. Das ist dann weniger angenehm.
 _________________ Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben.
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Abraham Lincoln |
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tobias Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 1593 Wohnort: ein Rheinländer in Bayern
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Verfasst am: 25.02.2007, 06:10 Titel: |
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@ Tosa
Mmh lecker, genau mein Geschmack! Das würde ich auch gerne essen, obwohl mir hinterher sicher schlecht werden würde! Schon als Kind konnte ich Bratfisch nur schwer vertragen (wahrscheinlich wegen des vielen Fettes in der Fritöse). Aber lecker war es trotzdem!
Ich finde es einen schönen Brauch, wenngleich es natürlich nicht so schön ist, wenn man dann egal, wo man lang geht, nur noch Fett und Fisch riecht!
Macht Ihr bei dem Brauch auch ab und zu mit (so einmal im Monat), geht Ihr aus oder macht Euch selber die Arbeit (und den Gestank!) zu Hause?
Tobias _________________ "Meglio sdrucciolare con i piedi che con la lingua."
("Lieber mit den Füßen ausrutschen als mit der Zunge.") |
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tosa34

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.06.2006 Beiträge: 1106 Wohnort: Milwaukee WI USA
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Verfasst am: 25.02.2007, 19:25 Titel: |
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Wir sind da auch eher vorsichtig, und machen vielleicht ein- oder zweimal im Jahr mit. Und dann meistens, wenn wir Besuch haben, der das mal erleben will. Ein grosser Anziehungspunkt ist auch die Atmosphäre, ganz wie Familie. Das ist hier ungewöhnlich. Hier würde man nie Fremde an den gleichen Restauranttisch setzen.
Der Geruch ist wirklich nur in den Gegenden bemerkbar, wo es mehrere Restaurants in naher Umgebung gibt.
Wir haben gerade mal wieder 25 cm schweren, nassen Schnee geschippt.
Gruss, Tosa. _________________ Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben.
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Abraham Lincoln |
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tobias Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 1593 Wohnort: ein Rheinländer in Bayern
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Verfasst am: 25.02.2007, 19:35 Titel: |
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Meine Güte, Tosa, immer noch mitten im Winter...! Ich habe vorhin bei "Earth TV", immer kurz vor den Nachrichten bei N 24, Livebilder von Washington gesehen, wo es auch kräftig schneite...
Hier geht es wirklich ziemlich frühlingshaft zu, auch wenn es heute eher windig und regnerisch ist...
Daß sich Fremde an den gleichen Tisch setzen, ist hier in Deutschland meines Wissens auch nicht üblich. Bei Mc. Donald`s schon mal (aber als Restaurant sollte ich es wohl nicht bezeichnen... ) oder bei Stadtfesten oder so. In einer Pizzeria z. B. nur möglich, wenn der Tisch Platz für 12 Leute hat und jeweils Zwei und Zwei dort sitzen, die einen am rechten, die anderen am linken Tischende...
Tobias _________________ "Meglio sdrucciolare con i piedi che con la lingua."
("Lieber mit den Füßen ausrutschen als mit der Zunge.") |
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tosa34

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.06.2006 Beiträge: 1106 Wohnort: Milwaukee WI USA
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Verfasst am: 27.02.2007, 05:20 Titel: |
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Danke, Tobias, schon wieder was gelernt. 'Zu meiner Zeit" (ca. 18. Jhdt.?) wurde man ohne weiteres, auch in beseren Restaurants, mit Fremden zusammen gesetzt. Was meist recht gesprächshemmend wirkte.
Gruss, Tosa. _________________ Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben.
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Abraham Lincoln |
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Luca

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 677 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 27.02.2007, 13:52 Titel: |
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| tosa34 hat folgendes geschrieben: | | 'Zu meiner Zeit" (ca. 18. Jhdt.?) |
*grins* , nicht übertreiben!
Einfach nur so!
Luca |
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la-piccola

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2006 Beiträge: 1102 Wohnort: am Kaiserstuhl
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Verfasst am: 21.10.2007, 16:43 Titel: Brauchtum |
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Heute war bei uns Herbstausklang,der letzte Erntewagen wurde in Begleitung von Fanfarenzug,Trachtengruppe,Landjugend,Landfrauen und so manchen anderen Helfern durch das Dorf in die Winzergenossenschaft gefahren.Das ist hier so Sitte und wird seit einigen Jahren wieder groß gefeiert.Viele Bürger haben vor ihren Häusern kleine Stände, wo sie so alles verkaufen, was Küche und Garten hergeben, die Geschäfte haben geöffnet und in der WG kann man essen und trinken, was das Herz begehrt, verschiedene Restaurants wirten dort abwechselnd und es gibt feine Kuchen von den Landfrauen die Erntekrone
so wurden früher die Trauben geerntet und zum Wagen in die Bottiche getragen der letzte Erntewagen _________________ Grüßles la-piccola |
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