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Hospes

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1856 Wohnort: ohne Zorn nahe München
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Verfasst am: 19.11.2006, 19:47 Titel: Jungs, aus Bayern |
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Hallo Ihr Sprachforscher und Sprachfreunde,
habe gerade in Ö2 (ich gehöre zu den Auserwählten, welche draußen (also in Deutschland) noch Österreich 2 sehen können) einen ganz tollen Satz gehört. Es war (und das ist als Hilfe gedacht) das Trinkverhalten beim Sturm angesprochen.
Nun der Satz:
"Wie züchte ich mir kultiviert einen Fetzen?"
Dass auch in Österreich manches möglich ist, soll das Ortsschild zeigen.
Liebe Grüße
Hospes
PS.: Ich habe schon gewisse Affinitäten zu Österreich.
Mein Urgroßonkel war am Ende seines Lebens "Kaiserlicher Rat". Er hat in einer österreichischen Kleinstadt sogar die beiden Kirchenfenster links und rechts vom Hochaltar gestiftet. Dabei wurde ein Portrait von ihm eingearbeitet.
Und - das zählt halt: Meine Teuerste ist aus Velden am Wörthersee. _________________ Dum spiro, spero. (Solange ich atme, habe ich Hoffnung.) |
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Verfasst am: 19.11.2006, 19:47 Titel: Anzeige |
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la-piccola

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2006 Beiträge: 1102 Wohnort: am Kaiserstuhl
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Verfasst am: 20.11.2006, 12:53 Titel: Fetzn ? |
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Hallo Hospes,
bei uns verwendet man das Wort" Fetzen" auch als Begriff für Rausch oder massiver Schwips,aber wie sollte man den denn züchten ?
Und einen Putzlappen oder ein Gewand kann man ja auch nicht züchten...
Keine Ahnung,was das sein sollte,was man in Österreich kultiviert züchten kann  _________________ Grüßles la-piccola |
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Hospes

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1856 Wohnort: ohne Zorn nahe München
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Verfasst am: 20.11.2006, 14:16 Titel: Fetzen |
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Liebe la-piccola,
Du bist ganz nahe dran. In Bayern spricht man ja auch von einem Fetzen-Rausch.
Gemeint ist, dass man in angenehmem Ambiente schön zivilisiert und kultiviert so lange dem Weine zuspricht, bis man eben einen richtigen Fetzen hat. Man hat ihn sich also quasi "gezüchtet".
Diesen trägt man dann mit Würde nach Hause.
Wenn ich die Bilder vom Markt ansehe: Das bedeutet ja eine ungeheuer fleißige Vorbereitung das ganze Jahr über. Oder? Sieht aber absolut professionell und überzeugend aus. Alle Achtung!
Hospes _________________ Dum spiro, spero. (Solange ich atme, habe ich Hoffnung.) |
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Hospes

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1856 Wohnort: ohne Zorn nahe München
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Verfasst am: 20.11.2006, 18:13 Titel: Dabei gewesen? |
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Hallo la-piccola,
ist das Gebiet, in dem Du lebst, früher einmal die Bayerische Pfalz gewesen und gab es vielleicht vorderösterreichischen Einfluss?
Manche Deiner Wörter kommen mir trotz der großen Entfernung und einer leicht anderen Aussprache recht vertraut vor.
Die Nonnenfürzchen kannte ich bislang anders:
1 Prise Salz
250 ml Wasser
25 g Puderzucker
50 g Butter oder Margarine
25 g Stärke
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
125 g Mehl
4 Eier
2 kg Pflanzenfett zum Ausbacken
50 g grober Zucker zum Bestreuen
Wasser zusammen mit dem Salz, dem Puderzucker und dem Fett aufkochen.
Den Topf von der Kochstelle nehmen und das mit Stärke und Zitronenschale vermische Mehl auf einmal hineinrühren.
Den Topf erneut auf den Herd stellen und die Masse so lange rühren, bis sich ein Kloß gebildet hat und am Topfboden eine weiße Haut absetzt.
Den Teig in eine Schüssel geben und sofort 1 Ei hineinrühren.
Den Teig etwas abkühlen lassen und anschließend nacheinander die restlichen Eier unterrühren.
Das Fett in einer Friteuse auf 180°C erhitzen.
Mit Hilfe von 2 Teelöffeln (zwischendrin immer wieder in heißes Wasser tauchen) vom Teig kleine Kugeln abstechen (ergibt etwa 28 Stück) und etwa 4 Kugeln gleichzeitig ins heiße Fett geben.
Die Nonnenfürzchen etwa 3 Minuten goldbraun ausbacken. Das Gebäck mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Noch heiß mit Zucker bestreuen und servieren.
http://www.lecker-backen.de/fasching/nonnenfuerzchen.htm
Deine Version klingt aber ebenfalls sehr gut!
Hospes _________________ Dum spiro, spero. (Solange ich atme, habe ich Hoffnung.)
Zuletzt bearbeitet von Hospes am 24.11.2006, 18:41, insgesamt einmal bearbeitet |
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Hospes

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1856 Wohnort: ohne Zorn nahe München
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Verfasst am: 22.11.2006, 19:54 Titel: Schmarrn |
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Hallo Ihr Lieben,
seit wenigen Tagen gibt es eine bayerische Wikipedia:
http://bar.wikipedia.org/wiki/Hauptsaitn
Zitat daraus: "Momendtán is da Ratzinger Sepp ois Baapst füa die Katholikn da hoichsde Stoillvadreder vom Good aaf der Erdn."
Was dann noch dazu schlichtweg falsch ist. Der Papst ist der einzige Stellvertreter.
Was haltet Ihr davon? Ich möchte mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg halten. Das ist für mich "a soichana Schmaarn und a fuachbara Kaas".
Trotzdem einen vergnüglichen Abend!
Hospes _________________ Dum spiro, spero. (Solange ich atme, habe ich Hoffnung.) |
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karin

Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 755
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Verfasst am: 22.11.2006, 20:29 Titel: Wikipedia |
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Hallo Hospes,
des is a a fuachbara Kaas.
LG Karin  |
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la-piccola

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2006 Beiträge: 1102 Wohnort: am Kaiserstuhl
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Verfasst am: 23.11.2006, 00:02 Titel: test |
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Jetzt habe ich schon zum 3.mal eine lange Antwort geschrieben,und jedesmal haut`s mich raus,also morgen probier ich s nochmol... _________________ Grüßles la-piccola |
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Rheinperle
Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 1079
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Verfasst am: 24.11.2006, 09:51 Titel: Stellvertreter von Gott |
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Hallo Hospes!
ich denke mal, da hat einer in seiner Euphorie wohl über das Ziel hinausgeschossen.
Gruß Rheinperle |
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la-piccola

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2006 Beiträge: 1102 Wohnort: am Kaiserstuhl
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Verfasst am: 24.11.2006, 13:12 Titel: Neuer Versuch |
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So Hospes,nun probiere ich zum 4.Mal dir zu antworten,irgendwie hat es mir jedes Mal den Text wieder rausgeschmissen...ich weiß auch nicht...
Ich bin dabei,zu recherchieren,ob wir mal was mit Österreich zu tun hatten,bis jetzt hab ich noch nichts rausgefunden.Durch die Grenznähe zu Frankreich hatten wir sehr viele franz.Ausdrücke im Sprachgebrauch,das hat sich aber wieder verloren.Meine Oma gebrauchte immer Wörter wie:
Plaffoo,Lavoor,Trottwar,Portmonee,Paraplü,Schesslong,Kassroll, anstatt:"hier,nimm" sagte man:"sè" (Ich schreibs auf,wie man es spricht,französich müßte ich erst wieder nachschauen,Schule ist lang her ) Löwenzahnsalat heißt hier noch immer Bissangeli von "pisse en lit"-ins Bett pinkeln.
Zu eurem BajuwarenHäuptling kann ich nicht viel sagen,bin evang und kenne das ganze System nicht so,außerdem zieht es mich eher zu den Agnostikern und kann halt mit diesem "Kaas-Schmarren" so gar nichts anfangen,du verstehst ?
Also,schöner Wochenausklang _________________ Grüßles la-piccola |
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Luca

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 677 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 24.11.2006, 13:58 Titel: Re: Schmarrn |
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Grundsätzlich finde ich es ja nicht schlecht, wenn es ein mundartliches Wikipedia gibt. Ein Kölsches oder wenigstens Rheinländisches käme mir ja entgegen, denn das Bayerische ist doch sehr schwer zu verstehen...
Die Passage zum Papst, finde ich, wie Ihr, auch nicht gerade klasse. Ich bin eh schon vor langer Zeit aus dem Verein ausgetreten.
Luca |
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Hospes

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1856 Wohnort: ohne Zorn nahe München
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Verfasst am: 24.11.2006, 18:41 Titel: DER HERR |
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Hallo Luca,
noch kleine Anmerkungen dazu:
MEPHISTOPHELES allein. Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern,
Und hüte mich, mit ihm zu brechen.
Es ist gar hübsch von einem großen Herrn,
So menschlich mit dem Teufel selbst zu sprechen.
(Goethe, Faust I - Prolog im Himmel)
Andererseits: "... hier strebt ... die sterbliche Natur, soweit möglich ewig zu sein und unsterblich." (Platon: Das Gastmahl)
und: "Denn wer das Rechte tut, der tut es zu seinem Besten, und wer Böses tut, ihm zuwieder;" (Sure 41 Erklärt/46)
Ich denke, Du hast ein sehr wichtiges Kapitel des menschlichen Lebens angesprochen.
Auch österreichische Kaiser sind nicht unsterblich (Kaisergruft, Wien).
Hospes _________________ Dum spiro, spero. (Solange ich atme, habe ich Hoffnung.) |
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Hospes

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1856 Wohnort: ohne Zorn nahe München
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Verfasst am: 24.11.2006, 18:52 Titel: Französisch |
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Liebe la-piccola,
Du wirst es fast nicht glauben, aber genau diese Wörter sind auch hier um München geläufig. Oder vielleicht. waren geläufig. Hier scheint es eine dreigleisige sprachliche Entwicklung zu geben.
Immer mehr können kein Bayrisch oder nur noch einige Wörter.
Manche, gerade Jugendliche auf dem Land meinen, dass Bayrisch gleichbedeutend ist mit gscheert (sehr grob bis unflätig).
Und eine kleine Gruppe Sprachenthusiasten hat sich der reinen sprachlichen Form verschrieben.
Das Bayrische ist a priori eher eine Sprache, welche den zwischenmenschlichen Umgang erleichtern hilft. Das macht wohl jede gewachsene Sprache. Nur wenn der aktive Wortschatz 200 Wörter beträgt, wird eine differenzierte Ausdrucksweise schwer.
Um ein Beispiel zu bringen. So kann Mobbing auch erklärt werden: "Die im Betrieb langweilen dich voll."
Ich hoffe, ich habe Dich jetzt auch nicht voll krass gelangweilt und zugelabert.
Hospes _________________ Dum spiro, spero. (Solange ich atme, habe ich Hoffnung.) |
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Hospes

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1856 Wohnort: ohne Zorn nahe München
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Verfasst am: 26.11.2006, 15:58 Titel: Kanarimilch |
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Hallo,
bin eben auf das Wort "Kanarimilch" gestoßen.
Schummeln und im Internet nachsehen gilt nicht!
Hospes _________________ Dum spiro, spero. (Solange ich atme, habe ich Hoffnung.) |
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Luca

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 677 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 26.11.2006, 17:10 Titel: Re: Kanarimilch |
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Ich hätte da ja was im Internet gefunden... , aber das darf ich ja nicht!
Schummeln wäre das aber nicht, sondern nur sich die Medien zunütze machen!
Luca |
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Rheinperle
Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 1079
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Verfasst am: 26.11.2006, 17:42 Titel: Kanarimilch |
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Dass Kanarimilch etwas mit Milch von oder für Kanarienvögel zu tun hat glaub ich nicht (jetzt muss ich selber lachen, aber ich lass den Satz jetzt einfach mal so stehen.)
Ich dachte auch schon eventuell an den Kosmetikbereich. Aber da fällt mir auch nichts passables ein.
Da die Frage von Hospes kommt, geht meine Spur eher in den Lebensmittelbereich. Wahrscheinlich steckt ein Rezept für irgendwas dahinter, da bin ich mir jetzt ziemlich sicher. Wahrscheinlich hat Hospes gerade in einem seiner zahlreichen Kochbücher gelesen. Stimmts
Gruß Rheinperle |
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