Luna
Administrator

Geschlecht: 
Anmeldungsdatum: 12.04.2007
Beiträge: 1880
Wohnort: Vaterstetten |
| Rees Celia Das Hexenkind |
|
|
Über die Autorin:
Celia Rees wurde 1949 in Solihull, England geboren. Nach einem Studium in Geschichte und Politk unterrichtete die britische Autorin Celia Rees 10 Jahre lang Englisch an der Schule, bis sie mehr oder weniger über die Aufsätze ihrer Schüler selbst zum Schreiben kam. Seitdem veröffentlicht sie Jugendbücher - oft Thriller mit phantastischen Elementen - und hatte mit Witch Child, das in 15 Ländern erschienen ist, ihren bisher größten Erfolg.
Inhalt:
Das Buch ist eine Art Sachbuch zum Thema Hexenverfolgung aus der Sicht eines Mädchens im 17. Jahrhundert, die selbst als Hexe bezichtigt wird. Es ist wie ein Tagebuch aufgebaut. Das Buch selbst ist in fünf große Teile gegliedert, die jeweils die betreffenden Einträge umfassen.
Das Mädchen Mary flieht aus dem puritanischen und prüden England des 17. Jahrhunderts mit einem Schiff nach Amerika. Dort erhofft sie sich einen Neuanfang, denn ihre Großmutter wurde als Hexe "überführt" und bestraft. Bereits auf der Reise erkennt sie, dass sie besondere Fähigkeiten hat, die es gilt vor den anderen geheim zu halten. Sie schließt mit Martha, einer älternen Frau, Freundschaft. Der blinde Hass auf Mary wird durch den Dorfprediger angetrieben, der streng nach dem vermeintlichen Wort Gottes lebt und handelt, als Mary mit einem Indianischen Jungen Freundschaft schließt. Als dann ein paar Mädchen an einer rätselhaften Krankheit leiden, wird ein Arzt aus Salem herangezogen, der Marys schlimmste Erwartungen bedingungslos erfüllt.
Die Autorin hat ein Vor- und Nachwort eingepflegt, in dem es heißt, dass dieses Tagebuch tatsächlich aus der besagten Zeit stammt.
Rezension:
Das Buch habe ich schon vor einiger Zeit einmal geschenkt bekommen, und es dann in meinem Regal verstauben lassen. Ein fataler Fehler!
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der ein bisschen Hang zu historischen Romanen, Jugendbüchern und Hexenwahnliteratur hegt. Es liest sich wunderbar schnell durch, da die Tagebucheinträge - wie im richtigen Leben auch - meist kurz und knapp sind. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Als ich die letzte Seite gelesen hatte, breitete sich nur ein einziges Wort in meinem Kopf aus: Wow! Der Spannungsbogen wird kontinuierlich über das gesamte Buch hin aufgebaut und flacht auch zum Ende hin nicht ab. Es ist ein gutes Buch für Kinder und Erwachsene.
Oft fragt man sich- aus heutiger Sicht gesehen- ob damals alle ein bisschen verrückt waren?!Wie Juggalette oben schon sagte, brauchte man damals für alles was geschehen ist gleich einen Schuldigen. Für mich ist das, heute, unvorstellbar was Leute in ihrem Wahn alles herdichten und hineindeuten können. Nach ein bisschen Bedenkzeit muss ich sagen, dass es mir nicht ganz so gut gefallen hat, dass das Ende so offen war...
Aber ansonsten ein wirklich schönes Buch, und werde mich in unserer Bücherei gleich mal nach dem zweiten Band umsehen.
SO und hiermit wäre das zweite SUB-Buch weg.
 _________________ Hoffnung
ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.
SAH: 2/10
SUB:24 |