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Überlegungen über die Wurzel des Problems



 
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Jinx
Gast







BeitragVerfasst am: 19.10.2008, 10:49    Titel: Überlegungen über die Wurzel des Problems Antworten mit Zitat

Bei Youtube gibt es nicht nur schöne alte Musikvideos, sondern auch Mitschnitte von Sendungen über Leute mit Sammelproblemen.
Gibt man z.B. den Begriff „hoarding“ ein, findet man einige interessante Dokumentationen.
Zum Beispiel über die Frau, die Lebensmittel hortet. Oder diejenige, die Mülltonnen durchstöbert, um heile Gegenstände zu „retten“, die weggeworfen und zerstört werden sollen.
Eine andere Frau sagt, dass sie keinerlei Probleme hat, neue Strumpfhosen in die Kommode zu räumen – aber getragene und gewaschene könne sie einfach nicht mehr „perfekt“ zusammenlegen... Das kam mir auch sehr bekannt vor zwinkern

Dabei wurde auch die Nähe zu OCD angesprochen – also Zwangshandlungen.
Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich als Kind zum Beispiel genau dreimal prüfen musste, ob die Tür auch wirklich abgeschlossen ist – sonst könnte etwas Schlimmes passieren, schlechte Schulnoten etc. Die Zahlen 3, 5 und 7 waren irgendwie „magisch“.
Irgendwann war diese Phase vorbei – oder ist meine Sammelleidenschaft nur eine weitere Form der „Ablenkungshandlung“, um dem Chaos im Leben Stabilität zu geben?

Neulich war ich in einem dieser superperfekten Haushalte zu Gast und fühlte mich gar nicht wohl, nicht einmal eine Tageszeitung lag da rum. So etwas will ich auch nicht haben, sieht wie aus dem Möbelprospekt aus, richtig steril. Später erfuhr ich, dass die Hausfrau am Putzzwang leidet, worunter die anderen Familienmitglieder extrem leiden... Zumal sie deren Sachen auch schon mal bei extremen Anfällen einfach ohne Rücksprache wegwirft, wenn sie in ihren Augen nutzlos sind...
Das Putzen ist wohl ein Ventil für eine innere Anspannung und verdrängte Gefühle.
Ein Fachmann möge mir diese These verzeihen, doch sind Messietum / Sammelwut und Putzzwang vielleicht zwei unterschiedliche Reaktion auf dieselben Gefühle der Hilflosigkeit?

Menschen tun einem weh und verlassen einen, Gegenstände bleiben. Oftmals wurde ich enttäuscht. Liegt darin die Wurzel des Übels?

Wie seht Ihr das???
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BeitragVerfasst am: 19.10.2008, 10:49    Titel: Anzeige

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MamaZulu
Gast







BeitragVerfasst am: 18.11.2008, 21:16    Titel: Die Wurzel des Übels... Antworten mit Zitat

Liebe Jinx,

darüber habe ich mir auch schon einige Male den Kopf zerbrochen.

Ich glaube schon, dass Kränkungen, Verletzungen und Verlassenwerden mit Sicherheit einspielen. Den einen trifft es mehr, den anderen weniger. Bei dem einen äußert es sich vielleicht in irgendwelchen Zwängen oder Süchten, bei dem anderen im Messietum.

ABER: Man muss doch irgendwann einmal den Zustand der absoluten Erkenntnis erreichen! Es kann doch nicht angehen, dass man sich bis an sein Lebensende mit dem Müll rumschlagen muss!

Wie du siehst - ich verstehe es einfach nicht!!!

Nichtsdestotrotz werden wir die Hoffnung auf keinen Fall aufgeben, irgendwann in diesem Leben den Traumzustand zu erreichen...

In diesem Sinne

liebe Grüße

von der MamaZulu
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emily.erdbeer
Gast







BeitragVerfasst am: 22.03.2009, 03:11    Titel: Re: Überlegungen über die Wurzel des Problems Antworten mit Zitat

Jinx hat folgendes geschrieben:
Ein Fachmann möge mir diese These verzeihen, doch sind Messietum / Sammelwut und Putzzwang vielleicht zwei unterschiedliche Reaktion auf dieselben Gefühle der Hilflosigkeit?


Vielleicht hat die, mit dem Putzzwang eine innere Leere!?
Sie fühlt sich nicht ausgeglichen! Nicht gebraucht! Sie will etwas tun! Etwas verändern! Evtl. leidet sie unter emotionaler Leere und sie verändert was --> Nämlich; sie produziert noch mehr Leere! Indem sie Ihre Wohnung ausräumt und alles systematisch in den Müll schmeißt.
Aber sie macht was! Sie agiert! Vielleicht ist ihr wirkliches Problem aber ihre Ehe ??? Wer weiß das schon?
Da gibt es ja viele Möglichkeiten.

Keine Ahnung! Vielleicht ist da was dran
Mit dem Putzzwang kenne ich mich nicht so aus!
Komisch! Woher das wohl kommt zwinkern zwinkern zwinkern

Jinx hat folgendes geschrieben:
Menschen tun einem weh und verlassen einen, Gegenstände bleiben. Oftmals wurde ich enttäuscht. Liegt darin die Wurzel des Übels?

Wie seht Ihr das???


Dazu sage ich nur eins: JA !!!
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 14.06.2012, 09:02    Titel: Re: Die Wurzel des Übels... Antworten mit Zitat

[quote="MamaZulu"] Man muss doch irgendwann einmal den Zustand der absoluten Erkenntnis erreichen! Es kann doch nicht angehen, dass man sich bis an sein Lebensende mit dem Müll rumschlagen muss!]


Ich behaupte, die Erkenntnis hatte ich schon...
Aber das Verinnerlichen, wie geht das? Eine Gewohnheit schaffen...Und dann immer wieder diese LmaA-Tage...Steh auf und könnte heulen, drücke mich am Rechner rum; weiss, das es Menschen gibt, denen es wirklich dreckig geht- die machen doch auch nicht so ein Gewese...alles wäre einfacher, gediegener mit Struktur...
Mir fehlt die Liebe für mein Umfeld und wo soll ich dann die Liebe für Mitmenschen hernehmen, wenn sie mir bei den kleinen Dingen schon fehlt...
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Kellervoll




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Beiträge: 3501

BeitragVerfasst am: 14.06.2012, 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Schwierig, schwierig ... ich weiß dass man meinen Gemütszustand immer gut am Zustand der Wohnung ablesen kann.

Im Moment trainiere ich am Perfektionismus, also daran ihn nicht mehr zu haben. Früher habe ich alles angefangen, nichts zu Ende gebracht und habe dann frustriert aufgehört. Heute sage ich mir selbst: Das ist jetzt nicht dran, auch wenn es mich gerade stört und mache erst eins fertig ...

Das Grübeln habe ich mir größtenteils abgewöhnt ... Mit den Augen rollen
_________________
Jedes Ding das ich besitze braucht meine Aufmerksamkeit!

Liebe Grüße
Kellervoll
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 14.06.2012, 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Kellervoll,

ich weiß dass man meinen Gemütszustand immer gut am Zustand der Wohnung ablesen kann.



Perfektionismus...Ich habe mal eine Freundin gehabt, die war Perfektionistin,eine von der ekligen Sorte die bei anderen ständig meckert und verbessert, daran ist es zerbrochen.
Ich seh mich nicht als Perfektionistin - obwohl Do steif und fest darauf beharrt, dass ich eine wäre( Klar, jeder Suchti dementiert...) Ich möchte, dass die notwendigen Sachen, mit denen ich umgehe, auch funktionieren und homogen in sich sind. Sind z.B. Elektrogeräte malade, wie z. B. mein mit Blumendraht getaptes Bügeleisen (Skala fällt sonst ab ), dann macht mich das echt wuschig.Geht von zwei Dingen eines kaputt, wird repariert und man sieht, dass es repariert wurde, weil die Optik nicht mehr passt, bin ich schwer betrübt und überlege, wie das wieder hinzubiegen ist...

Aber anfangen und liegenlassen habe ich für mich persönlich nicht als Zeichen von Perfektionismus gesehen, sondern eher noch unschmeichelhafter. Da kann ich bei Phase zwei meines heutigen Praxistags mal dranrumkauen.

Danke für den Knochen Sehr glücklich
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Messina




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BeitragVerfasst am: 14.06.2012, 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Pearl hat folgendes geschrieben:
Ich seh mich nicht als Perfektionistin - obwohl Do steif und fest darauf beharrt, dass ich eine wäre( Klar, jeder Suchti dementiert...)

Wo hat Kellervoll dich denn als Perfektionistin bezeichnet?
Sie hat doch eigentlich nur von sich geschrieben.

Ich selbst hab mir mit meinem Perfektionismus das Leben früher sehr schwer gemacht. Traurig
Die Küche sah aus, als hätt ne Bombe eingeschlagen Geschockt Mit den Augen rollen Böse
und ich hab wie verrückt an einem winzigen Fleck rumgeputzt.

Darum hat mir hier ja auch die 80/20-Regel so gut gefallen:
http://www.iphpbb.com/board/viewtopic.php?nxu=94135567nx64153&t=1157&highlight=20regel

Damit kann ich meinen Perfektionismus ganz gut in Schach halten.

Das Anfangen und Legenlassen kommt bei mir übrigens eher von meiner Schusseligkeit
Ich lass mich leider immer noch zu leicht ablenken.
Und da vergess ich halt immer mal, die gebrauchten Dinge auch wieder wegzuräumen.
Und wenn ich nicht aufpasse, wird es schnell mehr...
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Pearl





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BeitragVerfasst am: 14.06.2012, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hai, Messina,

Nein, Kellervoll hat sich beschrieben und ich hab es auf mich gezogen.

Das war kein Angriff oder in den falschen Hals bekommen. Verlegen
Im Gegenteil, ich wollte durch die Markierung deutlich machen, was meine Wahrnehmung von mir ist. durcheinander

Im geschriebenen Wort ist manchmal auch der Wurm drin.
Im Alltag schaff ich mit Mimik und Modulation in der Stimme...Beim Schreiben vergesse ich manchmal, dass ich mich ganz klar ausdrücken muss... Verlegen
Den trockenen Sarkasmus habe ich mir vor ein paar Jahren weitgehend abgewöhnt, weil die meisten Leute mich falsch verstanden haben. Und Ironie mache ich meistens kenntlich...an der allgemeinen Ausdrucksweise muss ich wohl noch feilen.

Sorry.
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Messina




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Beiträge: 8439
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 14.06.2012, 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

O je, da hab ich mal wieder die Brille nicht geputzt, ich hab mich geirrt...
Weißt du was ich gelesen hab?

obwohl Du steif und fest darauf beharrst
dabei steht da:
obwohl Do steif und fest darauf beharrt

Sorry... und
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 14.06.2012, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Messina, Gute,

gröl, ich schmeiss mich weg lachen

So ist mir das viel lieber,
aber ich nehme meins dann doch nicht zurück grinnn

Weil : sowas kann mir wirklich passieren, dass ich mich so unglücklich ausdrücke, dass mich das ganze Forum verbal teert und federt,
obwohl ich es so eigentlich nicht gemeint hatte.




So, Nu ist die Nacht gerettet und ich hab nochmal gelacht.

Aber scheint ne Menge Nachtschwärmer zu geben hier?!
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Kellervoll




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Anmeldungsdatum: 25.04.2012
Beiträge: 3501

BeitragVerfasst am: 15.06.2012, 07:16    Titel: Antworten mit Zitat

Jo, sind ein paar Nachtschwärmer dabei, weil eben doch viele arbeiten ... ich hatte es übrigens richtig gelesen und mich nicht geärgert! .... aber Danke Messina, dass Du gleich für mich eingesprungen bist! grinnn
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Liebe Grüße
Kellervoll
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