klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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HaveALook Gast
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Verfasst am: 22.04.2008, 22:18 Titel: HaveALook's Putz- und Aufräumtagebuch |
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Meine Strategie:
- Jeden morgen mindestens eine halbe Stunde irgend etwas aufräumen oder putzen. (Küchentimer stellen und nicht eher aufhören, bevor der klingelt.)
- bei jedem Gang von einem Raum in einen anderen etwas mitnehmen, was dort hingebracht werden soll.
Wie sortiere ich mich?
Ich habe im Flur jeweils eine große Kiste für jeden Raum stehen.
Also eine Kiste für den Bestimmungsort Schlafzimmer, eine für Bestimmungsort Bad usw.
In diese Kisten wird alles das getan, was in den jeweiligen Raum wandern soll.
Außerdem gibt es noch eine paar kleinere Kisten, für bestimmte Themen: z.B. eine Kiste für Arznei, eine für Putzmittel, eine für Lebensmittel etc.
Grundsätzlich hat es im Moment Prio, mal Platz zu schaffen, um überhaupt wieder den Flur betreten zu können. Also werde ich mich cm für cm von der Wohnungstür ausgehend vorarbeiten, um den auf dem Boden liegenden Unrat zu beseitigen.
Ich nehme mir gezielt im Moment nichts festes für den jeweils nächsten Tag vor, sondern einfach nur, eine halbe Stunde irgendetwas zur Chaosbeseitigung zu tun.
Der Grund ist einfach:
Generell, fällt es mir relativ leicht, Entscheidungen zu treffen, was weg kommt und was bleibt (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Was ich in den Griff bekommen möchte, ist:
1. Überhaupt aktiv zu werden
2. Mich entscheiden, wo ich die Dinge hinräume, bis der endgültige Bestimmungsort wieder zugänglich ist.
Auch bei mir gibt es Tage, an denen ich nicht ganz so entschlussfreudig und lösungsorientiert beim Sortieren bin.
Also will ich an diesen lieber irgend etwas tun, selbst wenn es mal was sein sollte, was eigentlich sinnvoller weise nicht die Priorität hätte. Das ist besser als nichts getan zu haben.
Da mein Drang zur Effizienz groß ist, werde ich meist wohl auch was sinnvolles anpacken.
Erste Prio ist für mich: ich will den Hintern hochzubekommen und etwas tun.
So, ich sortiere mich jetzt ein wenig und dokumentiere das für mich mal:
Hier ein paar simple Entscheidungen und Erkenntnisse, bei denen ich voll auf dem Schlauch stand, und mir das Leben unnötig kompliziert gemacht habe:
Papiermüll:
Ich habe die Gewohnheit, Papiermüll am liebsten in den großen Papiertragetaschen vom DM zu sammeln. Die sind handlicher, als Kartons und zum entsorgen benötige ich nur eine Hand.
Die andere Hand ist dann noch frei, um weitere Mülltüten mit nach unten zu nehmen.
Das hat manchmal schon dazu geführt, dass ich den Papiermüll nicht eingesammelt habe, nur weil keine solche Tüte da war:
Schwachsinn! Das nächste Mal bei DM werde ich einfach 10 so Tüten kaufen, die kosten ja nicht die Welt.
Verkauf von Überflüssigem:
Ich hatte vor, vieles bei ebay zu verkaufen.
Das hat dazu geführt, dass ich mich langsam doch zum Sammler entwickle (das war bislang nicht mein Problem) und anfange, Kartons in geeigneten Größen aufbewahren zu wollen. Außerdem weiß ich genau, dass das mit dem Ebay-Verkauf auch so aufwendig ist, dass ich es vor mir herschieben würde.
Neue Strategie: Ich werde die Sachen nicht bei ebay verkaufen (das macht nämlich auch wieder Arbeit), sondern diese einem Ebay-Verkaufsagenten geben. Sobald zwei große Kisten voll sind, fahre ich die bei ihm vorbei. Vorteil: ich habe das Logistik- und Lager-Problem gelöst. Ich benötige immer nur den Platz für 2 Kisten und kann weiter entrümpeln, bis alles weg ist.
Außerdem muss ich dann nicht noch anfangen, Verpackungsmaterial zu sammeln, denn das Verpacken übernimmt der Ebay-Agent.
Alles, was auf ebay nicht so gut geht, weil man die Leute es kaum nach geeigneten Stichworten suchen und somit auch nicht finden (z.B. Deko-Artikel), gebe ich einer Dame, die die Sachen für Flohmarktverkäufe ankauft.
Entscheidung, was wegkommt und was bleibt:
Habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich zwei bis drei große Kisten mit Dingen für den Flohmarkt bis zuletzt stehen lassen werde. Eine Davon wir die berühmte “Unentschieden” -Kiste.
Grundsätzlich kann ich mich ganz gut von Dingen trennen.
Nur einige wenige Sachen, die man selten benötigt, fallen mir schwer. Beispiel: ich habe mir letztes Jahr einen kleinen Kühlrucksack gekauft, der neu und original-verpackt da liegt.
War für Picknick-Sessions gedacht. Benötigt man natürlich nicht so häufig.
Sobald ich etwas in die Hände bekomme, woran ich zwar hänge, was ich aber 1. noch nie benutzt habe, und wofür ich 2. keinen Platz finde, werde ich rigoros in die Flohmarktkiste “Unentschieden” tun.
Sollte ich beim Gang zum Flohmarkt dann immer noch hin- und her gerissen sein, ob ich es nicht behalte, bleibt es nur da, wenn ich einen guten Platz dafür finde.
Einige Einkaufsstrategien, die ich weiterhin noch konsequenter beherzigen möchte (um Geld und vor allem Platz zu sparen):
Wenn ich etwas schönes im Angebot sehe, was ich gerne haben würde, dann frage ich mich:
1. Wolltest Du das schon jemals besitzen, bevor Du es jetzt im Angebot gesehen hast? (Oft wusste ich vorher noch nicht mal, dass es das überhaupt gibt)
2. Wenn ich die erste Frage mit Ja beantwortet habe: Wo wirst Du es aufbewahren? (spätestens bei dieser Frage, ist das Thema passe, da ich eine recht kleine Wohnung habe).
Außerdem versuche ich Spontankäufe zu vermeiden:
- bei Lebensmitteln konsequent einen Einkaufszettel schreiben und nicht mehr Geld mitnehmen, als dafür beim groben Überschlagen notwendig ist.
- wenn ich etwas Schönes entdecke, was mir super gut gefällt, dann kaufe ich es nicht direkt, sondern lasse es erst mal liegen. Wenn ich ein bis zwei Tage später immer noch an das Teil denken muss, dann gehe ich noch mal hin und kaufe es. Aber meist scheint es aus der Distanz dann doch nicht mehr so wichtig.
Zuletzt bearbeitet von HaveALook am 24.08.2008, 15:03, insgesamt 4-mal bearbeitet |
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Verfasst am: 22.04.2008, 22:18 Titel: Anzeige |
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HaveALook Gast
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Verfasst am: 22.04.2008, 22:29 Titel: |
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So, und nun zum Bericht, wie ich den ersten Tag meiner Vorsätze angegangen bin:
Die halbe Stunde morgens habe ich eingehalten und heute abend noch mal 1,5 Stunden was gemacht.
Folgendes ist erledigt:
im Flur ist ca. ein qm Platz freigeräumt, die Wohnungstür läßt sich jetzt wieder fast vollständig öffnen.
Müll runter gebracht
Waschbecken im Bad freigeräumt und geputzt.
Pfandflaschen im Schlafzimmer zusammengeräumt und für den nächsten Supermarktbesuch im Auto bereit gelegt.
Geschirr gespült
einen eingebrannten Lieblingstopf wieder blank gescheuert
Spüle geputzt und poliert
Herd abgeräumt und gereinigt
Und jetzt werde ich mich meiner neuen Literatur widmen ("endlich aufgeräumt") und mich inspirieren lassen.
Zuletzt bearbeitet von HaveALook am 08.05.2008, 09:22, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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Nele Gast
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Verfasst am: 23.04.2008, 09:14 Titel: |
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Hey, das hat ja prima geklappt.
Weiter so!
Liebe Grüße
Nele |
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HaveALook Gast
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Verfasst am: 23.04.2008, 10:07 Titel: |
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So, Tag zwei, und auch heute war ich brav.
Zwar fiel es mir echt schwer, mich aus dem kuscheligen Bett zu bewegen und die Mülltüten zu schwingen, aber ich war standhaft.
Heute morgen bereits über eine Stunde gewerkelt:
2 Tüten Rest-Müll eingesammelt und entsorgt.
zwei Tüten Plastikmüll für gelbe Tonne entsorgt.
dabei direkt 3 alte Pfannen entsorgt und diverse Lebensmittel, die zwar verschlossen waren, aber an die ich so eingestaubt wie die sind ja doch nicht mehr mit Appetit dran gehen würde.
Geschirr gespült.
Die Dinge, die ich auf der Spülmaschine gelagert habe gespült und verstaut
Die Teile des Kaffevollautomaten in der Spüle in Corega-Tabs eingeweicht, damit sie heute abend leicht zu reinigen sind.
Einen verkrusteten Topf eingeweicht, so dass ich den heut abend ganz leicht spülen und wegräumen kann.
So, nun der Stand heute abend:
Die Teile vom Kaffee-Vollautomaten sind gereinigt und die Gelenke neu mit Vaseline gefettet.
Der Topf, der heute morgen eingeweicht wurde ist blitzblank geschrubbt und wieder an seinen Platz im Schrank verfrachtet worden.
Außerdem noch eine große Tüte Restmüll und die Kiste mit den Apfelmus-Gläsern aus dem Wohnzimmer entsorgt (morgen ist Müllabfuhr, und es war mein Ehrgeiz, die Tonne voll zubekommen, um ja keine Abfuhrkapazitäten zu verschwenden). Achja, eine Tüte voll Papiermüll war auch dabei.
Ferner habe ich noch den Inhalt einer alte Handtasche, die entsorgt werden musste entleert, sortiert und das Teil entsorgt.
In der Küche noch die Aufschnittmaschine, die die ganze Zeit auf der Fensterbank zwischengelagert war auseinander genommen, gereinigt und verstaut.
Jetzt ist die Küchenzeile mit Herd, Spüle und Spülmaschine wieder frei und erstrahlt in neuem Glanz.
Als nächstes kommt der Rest des Krempels auf der Fenterbank und das Zeug auf dem Kühlschrank dran.
Habe mir heute überlegt, wie ich, wenn alles erst mal wieder aufgeräumt und sauber sein wird, mehr Stauraum schaffen kann:
Habe mir von den Regalen, die ich im Moment nicht besonders effektiv nutze einen Plan gezeichnet und mir eingemalt, was dort nachher seinen ständigen Platz finden soll und wie viel Platz das auf dem jeweiligen Regalboden benötigen wird.
Außerdem direkt rein gemalt, was in Kisten zusammengefasst sein soll.
Das selbe mit einer Schubladen-Kommode.
Außerdem einen Plan gezeichnet, wie ich im Bad mit einem selbst gebauten Regal noch Stauraum für Putzmittel und Handtücher schaffen werde.
Auch im Schlafzimmer soll es noch ein paar Regale geben.
Die ganze Bastel-Arbeit und Suche nach schönen Kisten wird aber erst als Belohnung umgesetzt, wenn ich den jeweiligen Raum pikobello habe. Da freue ich mich schon drauf!
Zuletzt bearbeitet von HaveALook am 08.05.2008, 09:23, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 23.04.2008, 11:59 Titel: |
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Super! Ich sehe schon: Beim Wegwerfen hast Du keine Probleme und wir können von Dir auch eine ganze Menge lernen!
Weiter so! Tag für Tag und Schritt für Schritt wird bald Deine ganze Wohnung so schön sauber und ordentlich sein wie Deine Küchenzeile. |
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Wortstapler Gast
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Verfasst am: 23.04.2008, 20:32 Titel: |
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Hallo HaveALook,
wünsche dir viel Erfolg. Freue mich für dich, wie gut es gerade läuft. *daumendrück* daß diese Energie längere Zeit anhält und du so deine Probleme gut in Griff bekommst.
Alles Gute
Wortstapler |
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emily.erdbeer Gast
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Verfasst am: 23.04.2008, 20:43 Titel: |
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Gefällt mir hier alles was Du schreibst
SUPER - DU BIST AUF DEM RICHTIGEN WEG
auch wenn es manchmal etwas länger dauern sollte.... Nicht verzagen! Stück für Stück geht´s voran
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HaveALook Gast
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Verfasst am: 25.04.2008, 01:08 Titel: |
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So, heute hatte ich echt Probleme aus den Federn zu kommen.
Deshalb habe ich heute morgen nur eine viertel Stunde geschafft.
Dafür habe ich heute abend aber brav noch mal eine viertel Stunde gemacht, um das Pensum von einer halben Stunde, die ich mir vorgenommen habe, auch durchzuziehen. Jetzt fall ich allerdings echt ins Bett.
Was habe ich heute gemacht:
einige Dinge ausgemistet, die in die Flohmarktkiste kamen
Eine Tüte Müll entsorgt.
Ein paar Sachen in die Aufräumkisten sortiert
die Einkäufe sofort weggeräumt
Klingt nicht spektakulär, hat aber schon was gebracht.
Zusätzlich habe ich mir heute während einer Pause im Job eine lange Liste der Dinge geschrieben, von denen ich mich trennen möchte (Flohmarkt, Sperrmüll, verschenken).
So habe ich mich quasi schriftlich auf meine Entscheidung festgelegt, dass diese Gegenstände rausfliegen.
Es handelt sich allesamt um Dinge, die zwar super schön und praktisch sind (größtenteils auch neuwertig), die ich aber nie oder so gut wie nie benutzt habe. Deshalb werden sie aus Platzgründen endgültig entorgt, sobald sie mir in die Hände fallen. (damit ich zur Motivation grüne Haken sammeln kann, habe ich diese Listen auch in meinen Haushaltszustand eingefügt, so ist kein Selbstbetrug möglich - Ihr seid alle Zeugen!!!) ' '
Habe in meiner Excelliste gleich den Preis dahintergeschrieben, von dem ich glaube, dass er erzielt werden könnte. Ist eine motivierende Summe von mehreren 100 Euro.
Werde diese Sachen an eine Ebay-Agentur geben.
So habe ich keinen Stress mit Fotografieren, in ebay einstellen und Auktion, Geldeingang usw. verfolgen.
Die Agentur bekommt dann 20% des Verkaufswertes.
Und der größte Vorteil ist:
Ich benötige weder Verpackungsmaterial, dass ich erst mal anschaffen und deponieren müsste, und kann sobald ich zwei große Kisten voll habe, mal kurz bei dem Shop vorbeifahren, und dies sofort loswerden!!!
Das löst das Logistikproblem, dass ich hätte, wenn ich die Sachen für einen Flohmarkt sammel müsste, und solange ja schon wieder Kubikmeterweise hier Kisten herumstehen hätte.
Ich bin begeistert von der Idee!
' ' ' ' ' ' ' '
Zuletzt bearbeitet von HaveALook am 08.05.2008, 09:23, insgesamt einmal bearbeitet |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 25.04.2008, 13:24 Titel: |
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Flohmarkt macht zwar auch Spaß und man kann viel verdienen, aber man muss den Kram ja auch im Morgengrauen hinfahren, aufbauen, den ganzen Tag am Stand stehen, über Preise verhandeln und am Ende alles wieder einpacken, was man nicht losgeworden ist. Ich habe das im Studium öfter gemacht, da hatte ich entsprechend Zeit und brauchte das Geld, später habe ich dann nur noch ebay gemacht. Und wenn demnächst das Baby da ist, würde ich vielleicht auch einen Agenten nutzen.
Hast Du mit dem Ebay-Agenten schon Erfahrung? Oder ist er Dir empfohlen worden? Oder hast Du schonmal Auktionen von ihm gesehen? Meine Schwester ist nämlich mal leider an einen schlechten Ebay-Agenten geraten, der hat unscharfe, unterbelichtete Fotos gemacht und die Sachen teilweise in falsche Kategorien eingestellt. Dadurch hat sie leider auch nur wenig Geld für ihre Sachen bekommen. Der Typ war hoffentlich eine Ausnahme. Aber schau lieber mal vorher, wie gut Deiner ist.
Viel Erfolg!
Und was Deine Arbeiten im Haushalt betrifft: Alles, was Du schaffst, ist erledigt. Du musst Dich nicht rechtfertigen, wieviel das nun ist. Wir alle hier stellen unser Licht viel zu oft unter den Scheffel. Du tust soviel, wie Du schaffen kannst und kommst voran! Das ist doch super! Weiter so! |
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kokopellina Co-Admin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.11.2006 Beiträge: 1254
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Verfasst am: 25.04.2008, 18:39 Titel: |
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Hallo HaveALook
Klasse, wie Du hier vorgehst. Das wird richtig was schaffen, wenn Du Deine Pläne weiter so umsetzt, Dein System gefällt mir.
Setz Dich selbst bitte nicht zu sehr unter Druck, genieß jeden Schritt, den Du schon geschafft hast. und vergiß nicht, Dich auch zu belohnen.
koko _________________ Kritisiere niemals Deinen Nächsten, bevor Du nicht mindestens eine Meile in seinen Schuhen zurückgelegt hast
(indianische Weisheit) |
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HaveALook Gast
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Verfasst am: 25.04.2008, 22:26 Titel: |
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Dank Euch, für die mentale Unterstützung.
Ja, im Moment macht es sogar richtig Spaß!
Was den Ebay-Agenten angeht, so kann man hier schauen, wo es einen in der Nähe gibt:
http://tradingassistant.ebay.de/ws1/eBayISAPI.dll?TradingAssistant&page=main
Ich habe mir gerade die Bewertungen des Shops meiner Wahl angeschaut. 100% positiv.
Er hat zwar im Moment nur 6 Produkte eingestellt, also das dürfte keinesfalls sein Hauptjob sein, aber die sind gut fotografiert und ordentlich beschrieben, bis auf ein paar Flüchtigkeitsfehler, die allerdings inhaltlich nicht störten.
Habe heute morgen mit ihm telefoniert, das klang sehr kompetent.
Und wenn er nur so wenig produkte hat, soll es mir recht sein, dann kann er sich ausgiebig Gedanken um die Formulierung meiner Auktionen machen.
Ich werde einfach zunächst mal eine Kiste mit Dingen hinbringen, deren Wert nicht so hoch ist, und mal schauen, wie ich dann mit dem Ergebnis zufrieden bin.
Vorteil ist, das diese Agenten als Shop laufen und einige Leute dort lieber kaufen, weil sie auch nach dem Fernabsatzgesetzt ein Rücktrittsrecht einräumen müssen.
So, und nun zu meinem Tagespensum:
einen Korb voll Altglas entsorgt
zwei Tüten voll Pfandflaschen weggebracht
einen Behördengang erledigt
ein Lebensmittelschrankfach um eine Mülltüte voller abgelaufener Lebensmittel erleichtert
den Korb mit der Hausapotheke nach abgelaufenen Medikamenten ausgemistet
die Kiste mit Medikamenten und Verbandszeug aus dem Flur aufgeräumt
in der Mittagspause die Excelliste mit den Sachen für den Ebay-Agenten und was zum Sperrmüll muss erweitert
Ergänzung um 01:20: (nachts) gerade noch eine Runde Geschirr gespült
Das reicht für heute.
Jetzt lese ich noch ein wenig im “Messi-Handbuch” von Eva s. Roth - ist ganz amüsant geschrieben.
Man bekommt den Spiegel vorgehalten und das so verpackt, dass man nicht schockiert und entmutigt ist, sondern darüber schmunzeln muss. Zumindest habe ich das so empfunden.
Das Buch beginnt mit einem Test, wie man sich in unterschiedlichen Situationen verhält.
Das geht dann in der Auswertung von A - D
A: Sie haben Ihr Leben im Griff….
B. Sie lassen sich schon mal ablenken und fünfe grade sein, bewältigen den Alltag aber insgesamt ganz gut…
C: Sie schlittern so recht und schlecht durch den Alltag und geraten schon mal auf Abwege….
D: willkommen im Club!
Ich scheine wohl zwischen B und C zu rangieren.
Es gibt also noch Hoffnung…
Zuletzt bearbeitet von HaveALook am 08.05.2008, 09:24, insgesamt einmal bearbeitet |
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HaveALook Gast
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Verfasst am: 26.04.2008, 21:43 Titel: |
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Heute war irgendwie nicht mein Tag.
Mir ging heute nichts von der Hand und ich musste mich tierisch zwingen, wenigsten ein klein wenig zu tun.
Dabei ist Wochenende und ich hatte gehofft, wenigsten 2 - 4 Stunden effektiv was zu tun.
Woran lag’s? Nun ganz einfach:
Ich bin gestern Nacht erst um drei ins Bett.
Dann bin ich heute morgen wieder erwarten um kurz nach sechs aufgewacht und war putzmunter.
Sehe (wie morgens immer) tausend Dinge, die ich gerne sofort und auf der Stelle an ihren Platz räumen oder wegwerfen möchte und was mach ich doofe Kuh?
Ich lass mich von meinem inneren Schweinehund bereden, dass ja Wochenende ist, ich die ganze Woche spät ins Bett bin und mich tierisch aufs Ausschlafen gefreut habe.
Beschließe, dass es völlig bescheuert wäre, am Wochenende um 6:00 morgens nach 3 Stunden Schlaf aufzustehen und los zu putzen, um dann um 11:00 völlig groggy wieder ins Bett zu fallen.
Also bin ich wieder ins Bett, mit dem Effekt, dass ich den ganzen Tag im Bett mit Schlafen, Lesen und Internetsurfen verbracht habe und der ganze Tag dahin war.
Dabei wäre es viel sinnvoller gewesen, den morgendlichen Elan zu nutzen und loszulegen.
Und selbst wenn ich dann um 11:00 wieder müde gewesen wäre, was soll’s???
Bis dahin wäre ich immer hin mindestens 3 Stunden produktiv gewesen.
Kennt Ihr das? Warum redet man sich selbst ein, irgendeiner Konvention entsprechen zu müssen, wie der Tagesablauf zu sein hat?
Wie kommt es zu einer derart absurden Form der fehlgeleiteten Selbstdisziplinierung?
Ich meine die innere Stimme, die einem sagt, dass, wenn schon Ausschlafen, das nur am Samstag oder Sonntag , und zwar bitte in den frühen Morgenstunden statthaft ist.
In dem Buch, dass ich gerade lese (“das Messi-Handbuch”) beschreibt die Autorin, dass Messis oft früh in ihrer Kindheit gelernt haben, fremdbestimmt zu sein, bzw. dass ihr eigener Wille nicht erwünscht ist und man diese eigenen Wünsche eben hinten anzustellen hat.
Der Zugang zu seinen Gefühlen und seiner Intuition sei ihm schon früh abtrainiert worden, weil permanent jemand anderes bestimmt, wann er was zu tun hat, wann er Hunger zu haben hat und wann er mit wem Umgang hat.
Dazu kommt noch die Tatsache, dass es in meinem Elternhaus üblich war, vor Problemen ins Bett zu flüchten und erst mal sehr ausgiebig einen z.B. einen Mittagschlaf zu halten.
Diesem Muster folge ich leider auch.
Das im Buch Beschriebene gab mir zu denken.
Denn es ist genau dieses irrationale “das macht man nicht” bzw.”das macht man so oder so“, dass mich auf irrationale Weise selbst noch daran hindert, zu einer ungewöhnlichen Zeit aufzuräumen, wenn ich dazu Lust habe.
Um ein Beispiel meiner Erfahrungen in der Kindheit zu nennen: “Du darfst erst mit Deinen Freunden spielen gehen (=tun, was Du möchtest), wenn die Hausarbeit gemacht ist.”
Und die wurde bei uns nun mal klassisch am Samstag erledigt, wenn meine Freunde mich einluden, sie zu tollen Unternehmungen mit Ihren Eltern (die meine Eltern natürlich nie mit mir gemacht haben) zu begleiten.
Ich habe das Gefühl, dass mich eine unbewusste verhaltens-technische Schablone im Kopf hindert, das zu tun, wozu ich gerade aufgelegt wäre, selbst wenn es eine konstruktive Tätigkeit, die ich tun möchte.
Sobald dieser Konflikt, zwischen meinem inneren intuitiven Bedürfnis und der erlernten Schablone auftritt, schalte ich quasi auf “Fehler” und reagiere mit dem erlernten Muster - in eine mentale Auszeit im Bett auszuweichen.
So, genug der Vergangenheitsbewältigung.
Um keinen falschen Eindruck zu hinterlassen: es ist keineswegs so, dass ich eine schlechte Kindheit hatte. Die war durchaus ganz o.k.. Meine Eltern haben getan, was sie konnten, ich bekam Liebe und es fehlte mir an nichts. Nur waren sei manchmal mit ihren Sorgen überfordert und das waren dann die Situationen, in denen meine Bedürfnisse hinten anstanden.
Ich sollte lernen, auf das zu hören, was ich im jeweiligen Moment benötige oder möchte.
Mir nichts verbieten, worauf ich Lust habe. Ob das nun mit Freunden ausgehen ist, obwohl ich eigentlich vorhatte, die Wohnung aufzuräumen, oder sei es eben morgens um 6:00 zu putzen.
Und wenn schon mal so ein System-Fehler auftritt (Bedürfnis passt nicht in Schablone), der mich lähmt, sollte ich mir angewöhnen, eine Ersatzhandlung vorzunehmen.
Eine, die nicht die Aktivität nimmt, sonder fördert: z.B. ein Spaziergang oder Sport.
Man sagt, die Unentschlossenheit, die Messis an den Tag legen, kommt oft von einem unausgeglichenen Dopamin bzw. Serotonin-Haushalt.
Der müsste sich mit Sport und Bewegung eigentlich ankurbeln lassen.
Aber nun zum eigentlichen Thema dieses Treads, was war mein Tagespensum:
Auch wenn es geringer ausgefallen ist, als ich mir das gewünscht hätte:
Ich habe mich zumindest zu der ein oder anderen Aufräumhandlung aufgerafft.
Zwar war ich dabei nicht gerade allzu effektiv und vor allem, fiel es mir heute echt schwer, mich zu entscheiden, was ich mit Gegenständen tun möchte.
Aber, zumindest die halbe Stunde, die ich mir täglich vorgenommen habe, dürfte in Summe (wenn auch in kurzen Einzeletappen) zustande gekommen sein:
ich habe eine Einkaufstüte ausgeräumt (eine der heiß geliebten Papiertüten, weil ich die auch für den Papiermüll benötigte)
habe eine Spaghetti-Aufbewahrungsdose geleert und gespült
habe die zwei schönen alten Blumentöpfe von der Fensterbank gereinigt und geschrubbt, um sie in die Flohmarktkiste verstauen zu können.
Habe die Kiste mit Dekoartikeln aus dem Flur weggeräumt und mich vor allem, und auf diese Leistung bin ich besonders stolz, durchgerungen, alles in die Flohmarktkiste zu tun, bis auf eine tolle Glaskugel. Und selbst für diese habe ich mich erst enschieden, als ich mir einen sinnvollen Platzausgedacht hatte, wo ich sie wenn aufgeräum ist wirklich hinstellen möchte. Erst als ich einen guten Platz für sie gefunden habe, habe ich mich entschieden, sie zu behalten.
Habe einige Gegenstände aus dem Schrank in die Kiste für die Ebay-Verkauf geräumt
Darüber hinaus hatte ich zumindest viele gute Einfälle, was noch alles auf den Sperrmüll oder zu Flohmarkt muss und mir das sofort notiert.
Achja, apropos Flohmarkt:
Ich führe unter der Rubrik “mein aktueller Haushaltszustand “ ja eine Liste, der Dinge, die auf den Sperrmüll sollen oder die ich an einen Ebay-Verkaufs-Agenten weitergeben möchte.
Der Grund warum ich gestern Nacht so lange auf war, war folgender:
Habe einige Dinge, die ich in ebay verkaufen lassen möchte, mal in ebay recherchiert, wie man so was wohl Absatz-fördernd beschreiben könnte und ob diese Gegenstände überhaupt auf ebay einen sinnvollen Preis ergeben.
Ich bin dabei zu dem Entschluss gekommen, meine Strategie zu ändern:
Alle Gebrauchsgegenstände, insbesondere die neuen und originalverpackten werde ich über ebay verkaufen. Das sind die Dinge, nach denen Menschen gezielt suchen, weil sie eben etwas davon benötigen und gezielt anschaffen wollen.
Dahingegen kaufen die meisten Menschen wohl Dekokram eher, weil sie ihn gerade sehen und schön finden.
Wer sucht schon in ebay nach einem “Vogel aus Blech”?
Alle Dekoartikel lassen sich also nur schwer mit einem sinnvollen Schlagwort versehen, nachdem auch wirklich jemand gezielt sucht.
Ich werde also die Dekoartikel an die Dame, die sich für Flohmarktbesuche eindeckt abgeben.
So, das war jetzt wirklich ein langer Beitrag. Keine Ahnung, ob sich jemand antut, das zu lesen. Müsst Ihr auch nicht.
Ich sehe es, wie eine Art Tagebuch und ich musste meine Gedanken und Analysen, warum der Tag heute so unbefriedigend verlief einfach niederschreiben, um mich zu sortieren.
Falls es doch jemand gelesen hat:
Danke für Eure Geduld!
Ergänzung um 00:20:
So, habe mich jetzt doch noch aufgerafft und ein wenig geschafft:
noch ein paar Sachen ausgemistet, gereinigt und in die Flohmarktkiste verbannt
Geschirr gespült
einen Küchenhängeschrank ausgeputzt bzw. Inhalt gespült und neu sortiert wieder eingeräumt
Jetzt bin ich wieder mit mir versöhnt.
Vielleicht bin ich ja doch noch lernfähig ' '
Zuletzt bearbeitet von HaveALook am 08.05.2008, 09:25, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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Klementine Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2006 Beiträge: 1330 Wohnort: BaWü
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Verfasst am: 26.04.2008, 23:06 Titel: |
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Klar hab ich das gelesen - und zwar alles
Vielleicht möchtest Du auch unter "Gedankenmüll" mal Deine Gedanken zu Deinem Messietum niederschreiben? Kannst Du auch gerne hier tun, allerdings könnte die eine oder andere Bemerkung zu angeregten Diskussionen führen, die hier im Tagespensum ein wenig fehl am Platz sind.
Ich bin übrigens ein wenig wie Du, kann mir auch passieren, dass ich nach wenigen Stunden Schlaf topfit wach werde und anfange zu rödeln. Ich tu's dann allerdings auch, ich habe da keine Hemmungen, jahrelange Übung durch die Arbeitslosigkeit. Da habe ich öfter mal die Nacht zum Tage gemacht. Nachts um 3 Kühlschrank auswaschen und so, war normal.
Heute zum Beispiel hab ich mich nach dem Wischen für ein kurzes Nickerchen hingelegt, das waren dann gleich mehrere Stunden, weil ich letzte Nacht mehrfach hoch war. Dafür bin ich jetzt hellwach und werde jetzt noch ein wenig weitermachen. Das Wochenende ist für mich auch die einzige Zeit, in der ich etwas im Haushalt schaffen kann. Komme zu spät von der Arbeit, muss zu früh wieder ins Bett, dazwischen ist wirklich nicht viel Zeit.
Falls Du das jetzt liest und Lust bekommst noch etwas zu tun - tu es
Mal schauen, wer zuerst seinen Erfolg heute Nacht hier reinschreibt. Ich fang jetzt an mit meiner Sitzecke, was tust Du? _________________ Liebe Grüße
Klementine
Befreiung erhält man nicht von außen.
Man erlangt sie selbst.
Dalai Lama |
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HaveALook Gast
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Verfasst am: 27.04.2008, 00:26 Titel: |
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| Klementine hat folgendes geschrieben: |
Falls Du das jetzt liest und Lust bekommst noch etwas zu tun - tu es
Mal schauen, wer zuerst seinen Erfolg heute Nacht hier reinschreibt. Ich fang jetzt an mit meiner Sitzecke, was tust Du? |
Hallo Klementine,
danke für's Aufmuntern und den Tipp mit der Gedankenmüll-Ecke.
Die kannte ich noch gar nicht.
Ich war dann doch noch mal ein Stündchen fleissig (siehe Ergänzung im ursprünglichen Beitrag).
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
HaveALook |
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Klementine Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2006 Beiträge: 1330 Wohnort: BaWü
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Verfasst am: 27.04.2008, 00:37 Titel: |
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Hier ist der Mitternachtsputz- und Aufräumpokal
So'n Schiet, ich war noch als Klara unterwegs und hab ein wenig im Forum aufgeräumt. Dabei wollte ich doch als erste Erfolgsmeldung abgeben
Dir auch ein schönes Wochenende! _________________ Liebe Grüße
Klementine
Befreiung erhält man nicht von außen.
Man erlangt sie selbst.
Dalai Lama |
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