klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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bigmama07 Gast
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Verfasst am: 26.11.2007, 04:21 Titel: Bigmamas Tages-Routine oder eher Rotationen... |
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Ich hab mir auch mal so Gedanken gemacht, was ich den ganzen Tag so mache. Eigentlich viel und doch überhaupt nichts. Am Morgen denke ich immer "wow, heute ist aber viel los" und abends frag ich mich "was hab ich bloss heute gemacht". Komisch irgendwie...
Also ich steh am Morgen zwischen 8.30 und 10 Uhr auf. Je nachdem, wie mein Sohn aufwacht. Selten schaffe ich vor ihm wach zu sein. Ich bin immer soooo müde. Dann mach ich seine Flasche, für mich Kaffee, setzt mich mal ins Wohnzimmer und dann passiert meistens nichts grossartiges bis Mittag. Mit Sohnemann spielen, was mir in der Küche und Bad (beides pingelig sauber) in die Hände läuft wird geputzt und weggeräumt. Ansonsten meist keine grösseren Anstrenungen.
Die kommt noch: Kochen. Oftmals ein Horror für mich. Keine Ahnung weshalb. Ich mag es einfach nicht. Aber Sohnemann will auch essen...
Nach dem Mittag kommt oft der grosse Plan, nun doch endlich Zimmer, Ecken, Schränke oder irgendwas auszuräumen und immer das Gefühl im Nacken ich müsste doch heute so viel erledigen. Aber dann kommen so gute Sendungen im Fernseher, was mich dann alles schön vergessen lässt. Fast das volle Programm auf RTL ab 10.30 Uhr bis ca. 16 Uhr, dann Wege zum Glück auf ZDF. Darf ich auf keinen Fall verpassen. Naja, dann ist ja der Nachmittag auch schon wieder vorbei. Gemacht ist nichts, Abendessen muss auch schon wieder gekocht werden. Abends kommt sowieso immer was Gutes und so geht der Tag vorbei und nichts ist gemacht, obwohl ich soooo viel machen wollte.
Zu meiner Ablenkung gehört vorallem die moderne Technologie: TV, Computer und Telefon.
Grausam schwer fällt mir: mich nur mal aufzuraffen und mit meinem Sohn spazieren gehen oder überhaupt etwas unternehmen, weil ich immer und immer und immer denke, dass ich doch noch soooo viel zu tun habe!!!
Ich weiss nicht, wann ich "keine Messie" sein werde. Vielleicht nie. Aber ich möchte so gerne meinen Kopf frei haben und nicht mehr denken müssen, dass: "ICH SO VIEL ZU TUN HABE!!!"
Liebe Grüsse
Bigmama |
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Verfasst am: 26.11.2007, 04:21 Titel: Anzeige |
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Wortstapler Gast
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Verfasst am: 26.11.2007, 18:12 Titel: Re: Bigmamas Tages-Routine oder eher Rotationen... |
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Hallo Bigmama,
erstmal willkommen hier im Forum.
| bigmama07 hat folgendes geschrieben: | | Ich hab mir auch mal so Gedanken gemacht, was ich den ganzen Tag so mache. Eigentlich viel und doch überhaupt nichts. Am Morgen denke ich immer "wow, heute ist aber viel los" und abends frag ich mich "was hab ich bloss heute gemacht". Komisch irgendwie... |
Würde dir vorschlagen, dir einen Plan zu machen, was du so an kleinen Handgriffen jeden Tag mal nebenbei machst. Denn im Haushalt gibt es ja so viele Dinge, die einfach gemacht werden, ohne groß darüber nachzudenken. Macht man sie ordentlich, sieht man schlicht gar nichts. Macht man es nicht so korrekt stapelt sich alles und wird zu Ballast.
| Zitat: | | Also ich steh am Morgen zwischen 8.30 und 10 Uhr auf. Je nachdem, wie mein Sohn aufwacht. Selten schaffe ich vor ihm wach zu sein. Ich bin immer soooo müde. |
Da würde ich empfehlen, dir paar Sachen auf Video/DVD aufzuzeichnen und anzuschauen, wenn mal gar nichts anderes kommt, das dir Spaß macht. Dann kannst du die Sendung die dir wichtig ist sehen und trotzdem deinen Schwung für andere Dinge nutzen, oder wenn es eine Abendsendung ist, auch mal früher ins Bett zu gehen. Verpassen tust du das dann ja nicht, sondern einfach nur ein andermal anschauen.
| Zitat: | | Dann mach ich seine Flasche, für mich Kaffee, setzt mich mal ins Wohnzimmer und dann passiert meistens nichts grossartiges bis Mittag. Mit Sohnemann spielen, was mir in der Küche und Bad (beides pingelig sauber) in die Hände läuft wird geputzt und weggeräumt. Ansonsten meist keine grösseren Anstrenungen. |
Hört sich doch schon prima an. Küche und Bad sind ja für einige ebenfalls ein Problem, während bei dir das klasse läuft. Kompliment.
Und dein Sohn hat auch ne gute Mama, die für ihn da ist und sich um ihn kümmert. Sollte zwar selbverständlich sein, aber wenn man sich mal so anhört, wie es in vielen Familien zugeht ist das auf alle Fälle ein Lob wert.
| Zitat: | | Die kommt noch: Kochen. Oftmals ein Horror für mich. Keine Ahnung weshalb. Ich mag es einfach nicht. Aber Sohnemann will auch essen... |
Kochen liegt einfach nicht allen Leuten. Umso schöner, wenn es trotzdem was gutes zu Essen gibt.
| Zitat: | | Nach dem Mittag kommt oft der grosse Plan, nun doch endlich Zimmer, Ecken, Schränke oder irgendwas auszuräumen und immer das Gefühl im Nacken ich müsste doch heute so viel erledigen. |
Würde vorschlagen morgens ein wenig zu planen, denn es gibt ja sicher auch Dinge, die sich nachmittags während dem fernsehen her erledigen lassen. Dann hast du beides. Bisschen was aufgeräumt, und deine Sendungen gesehen.
Jeden Tag ein klein wenig etwas, dann siehst du nach paar Wochen auch schon sehr brauchbare Ergebnisse.
| Zitat: | | Aber dann kommen so gute Sendungen im Fernseher, was mich dann alles schön vergessen lässt. |
Kann ich nachfühlen. Da hilft wirklich nur, entweder das irgendwie zu kombinieren, oder notfalls auf etwas zu verzichten. (Durch Aufzeichnungsmöglichkeiten kannst du dann beispielsweise mal vier Folgen deiner Lieblingssendung hintereinander anschauen, während du zur Orginalausstrahlungszeit gerade andere dir wichtige Dinge erledigt hast.)
| Zitat: | | Zu meiner Ablenkung gehört vorallem die moderne Technologie: TV, Computer und Telefon. |
Wir leben inzwischen im Zeitalter der mobilen Kommunikation. Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten das zu kombinieren, dann kannst du beispielsweise einkaufen gehen und nebenher bisschen telefonieren.
| Zitat: | | Grausam schwer fällt mir: mich nur mal aufzuraffen und mit meinem Sohn spazieren gehen oder überhaupt etwas unternehmen, weil ich immer und immer und immer denke, dass ich doch noch soooo viel zu tun habe!!! |
Die Zeit mit deinem Sohn ist sehr wichtig. Das würde ich sagen hat meist Vorrang. Vielleicht fallen dir ja Kombinationsmöglichkeiten ein, die es dir ermöglichen mit deiner Zeit so zurecht zu kommen, daß du vieles von dem was dir wichtig ist machen kannst, ohne auf zu viel davon verzichten zu müssen. Wünsche dir dabei viel Erfolg.
| Zitat: | Ich weiss nicht, wann ich "keine Messie" sein werde. Vielleicht nie. Aber ich möchte so gerne meinen Kopf frei haben und nicht mehr denken müssen, dass: "ICH SO VIEL ZU TUN HABE!!!"
Liebe Grüsse
Bigmama |
Das läßt sich nur erfolgreich verwirklichen, wenn du dir mal darüber klar wirst, was bei dir dieses "Ich hab so viel zu tun"-Gefühl auslöst. Dann kannst du ja gezielt diese Dinge erledigen und bekommst den Kopf ein wenig freier.
Alles Gute
Wortstapler |
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bigmama07 Gast
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Verfasst am: 07.01.2008, 14:03 Titel: |
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Ab jetzt führe ich neue Tagesroutinen ein. Plan mache ich noch dafür und hänge ihn auf, dass ich wenigstens die grundsätzlichen Dinge immer zur selben Zeit erledige.
9.00 Uhr aufstehen mit Sohnemann - Flasche für mein Sohn machen und geben, in der Zwischenzeit Kaffee trinken.
10.00 Uhr Haushaltsrundgang, Wohnzimmer staubsaugen, einfach den Wohnbereich schön machen, Betten machen, Kinderzimmer ordentlich halten.
11.00 Uhr: Sohnemann ins Bett
13.00 Uhr: Mittagessen
Nachmittags: Zeit mit Sohn oder geschäftliches erledigen. Nachmittags schläft mein Sohn nochmals 2-3 Stunden.
18.00 Uhr: Abendessen
20.00 Uhr: Sohnemann ins Bett und danach mind. 1 Stunde noch was erledigen.
Ich habe bewusst viele Zeiten frei gelassen, weil ich mich nicht zu sehr unter Druck setzen will. |
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bigmama07 Gast
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Verfasst am: 13.03.2008, 04:14 Titel: |
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Liebe Mitleser,
ich muss hier wieder mal schreiben. Obwohl meine Wohnung mehr oder weniger ordentlich ist, hab ich doch mit meiner Routine ein riesen grosses Problem. Ich spühre auch, dass die unregelmässigen Abläufe meinem Sohn nicht gut tun.
Ich bin keine Frühaufsteherin. Mein Sohn aber schon. Ich hasse es am Morgen aufzustehen und wie ihr an der Zeit ablesen könnt, kann ich locker bis nachts um 3 Uhr irgendwelche Sachen erledigen. Das hat meistens Folgen für den nächsten Tag.
Ich hab fast nichts mehr was regelmässig abläuft. Mal stehen wir morgens um 8 Uhr auf, mal kann es 10.30 Uhr werden. Mal schläft mein Sohn 2x am Tag, mal lang mal kurz, mal nur 1x.
Grundsätzlich darf ich den Computer morgens nicht anschalten, sonst ists vorbei. Ich merke auch, dass wenn Unverhofftes kommt, ich komplett aus dem Konzept falle. Ich brauche 24h "Vorlaufzeit". Nicht für den Haushalt, aber für Dinge ausserhalb, Besuche und Dinge, die erledigt werden müssen.
Mich macht die Situation im Moment ein wenig fertig. Haushalten geht so lange gut, wie nichts dazwischen kommt. Aber mein Sohn muss auch mitspielen. Nur kann ich ja schon gar nicht mehr planen, wenn ich nicht mal richtig weiss, wenn er eigentlich schlafen muss. Ich sehe schon, wann er müde ist, aber kommt es blöd, wie heute ist er auch wieder um 22Uhr oder noch später wach. Auch die Essenszeiten rutschen ständig hin und her. Nichts ist mehr regelmässig.
Dazu beigetragen hat das ganze Durcheinander im Januar mit der Zimmerrennovierung, den Unfällen und Dingen die da waren und auch die Arbeitslosigkeit meines Mannes (arbeitet ja wieder).
Brauche ein paar Ratschläge von euch...
Liebe Grüsse
Bigmama  |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 13.03.2008, 11:49 Titel: |
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Ich habe zwar selbst noch keine Kinder, aber ich war ja selbst mal Kind. Außerdem sehe ich, wie es bei meinen Freundinnen läuft, was gut funktioniert und was nicht.
Als erstes ist natürlich wichtig, dass Du selbst disziplinierter wirst. Denn solange Du selbst keinen Rhythmus hast, kann auch Dein Sohn keinen lernen.
Was unheimlich hilft sind Rituale. Wenn Du ihm abends immer um dieselbe Zeit den Pyjama anziehst, das letzte Fläschchen gibst, ihn dann ins Bett legst und das Licht ausmachst, dann wird er das nach einer Weile so gut abspeichern, dass er im Normalfall bald einschläft.
Und auch Du selbst brauchst Rituale. Auch wenn Du nicht gern früh aufstehst, stell Dir einen Wecker, geh kurz kalt duschen, zieht dich an und dann mach Frühstück. Wenn das jeden Morgen dieselben Handgriffe sind, geht das auch bald wie von selbst. Vor allem versuche jeden Morgen etwas zu essen, selbst wenn es nur eine Scheibe Toast mit Butter ist.
Wenn Du Dir angewöhnst, früh aufzustehen, dann wirst Du auch abends müde sein und früher ins Bett gehen. Oder Ihr legt Euch mittags gemeinsam hin.
Und Dein ungeborenes Kind wird von einem konstanten Rhythmus ebenfalls profitieren. Denn es passt seine Schlaf- und Wachphasen ja auch an, je nachdem was Du gerade tust.
Verlange nicht zuviel auf einmal, führe Schritt für Schritt die Rituale ein und so wird sich nach und nach ein konstanter Rhythmus ergeben. Und sage immer laut, was jetzt dran ist, damit sowohl Dein Sohn als auch Dein Mann wissen, was jetzt kommt (und Dir nicht unabsichtlich einen Strich durch die Rechnung machen): "Jetzt ist es 20 Uhr, jetzt machen wir die letzte Flasche und danach wird geschlafen." |
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Nele Gast
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Verfasst am: 13.03.2008, 11:53 Titel: |
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Hallo Bigmama,
wie ich das kenne. Als mein Sohn so klein war, ging es mir ähnlich. Ich war froh um die Stunden, an denen er abends im Bett lag und ich, zu mindestens dem Gefühl nach, endlich für mich war und das dann auch wie du ausgedehnt hab bis tief in die Nacht. Natürlich kam ich dann morgens nur schwer aus dem Bett.
Hilfe bringt nur eine Umstellung des Tagesrhythmus. Und das bedeutet 3-4 Wochen harte Arbeit, bis sich der Rhythmus umgestellt hat.
Du hast ja schon mal einen schönen Tagesablauf aufgeschrieben. Nur würde ich versuchen, das Sohnemann nachmittags nicht so lange schläft. Ich weiß, das ist schwer, vor allem, weil sie dann am Anfang so unausstehlich sind. Aber dadurch kommt er abends früher ins Bett und auch deine Schlafenszeit kann sich nach vorne verschieben. Wo schläft dein Sohn eigentlich tagsüber? Auch in eurem Bett oder seinem? Kinder brauchen Regelmäßigkeiten, da sie sich dadurch sicherer fühlen. Und uns Müttern erleichtert es den Alltag. Kinder groß zu ziehen ist harte Arbeit, auch wenn sie viel Spaß macht. Wenn du außerhalb zur Arbeit gehen müsstest, kannst du deine Arbeitszeiten auch nicht festlegen wie du willst.
Für das Umgewöhnen in sein Bett hab ich auch ein paar Ideen, die schrieb ich in den anderen Thread.
Liebe Grüße und ich drück dir die Daumen, dass du einen Rhythmus findest, der euch beiden gerecht wird.
Nele |
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bigmama07 Gast
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Verfasst am: 13.03.2008, 12:32 Titel: |
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Oh ihr seid Schätze...
Fühle mich gut, wenn ich weiss, dass auch andere diese Probleme hatten oder vielleicht noch haben. Manchmal hab ich das Gefühl dabei, ich bin die schlechteste Mutter der Welt. Bis vor zwei drei Monaten ging alles so gut, dann hat alles angefangen.
| Raubtigger hat folgendes geschrieben: | | Als erstes ist natürlich wichtig, dass Du selbst disziplinierter wirst. Denn solange Du selbst keinen Rhythmus hast, kann auch Dein Sohn keinen lernen. |
Ja du hast Recht und ich sage von mir selber: Ich bin total undiszipliniert was das betrifft. Seit ich denken kann hatte meine Mutter grosse Mühe mich abends ins Bett zu bekommen. Ich war schon immer Nachtaktiv. So um 20h, 21h dreh ich richtig auf, als ob der Tag grad anfangen würde. Weiss nicht, weshalb das so ist. Ich kenne es eigentlich kaum müde ins Bett zu fallen. Ich trage die Müdigkeit durch den Tag oder schlafe eben Nachmittags mit meinem Sohn. So auch gestern. Aber dann kann ich erst recht noch länger aufbleiben.
Grundsätzlich verschiebt es mir den Tag nur, weil ich die Nacht versaue! Schlimm!!
| Nele hat folgendes geschrieben: | | Hilfe bringt nur eine Umstellung des Tagesrhythmus. Und das bedeutet 3-4 Wochen harte Arbeit, bis sich der Rhythmus umgestellt hat. |
Ich tu das. Egal, wie hart es wird. Ich muss aus diesem Teufelskreis ausbrechen, bevor das zweite Kind da ist. Mag mich nur zu gut erinnern, wie kaputt ich die ersten drei Monate nach der Geburt war. Davor hab ich richtig Angst. Und wenn ich dann nicht mal einen regelmässigen Tagesablauf habe, ich werde druchdrehen. Ich weiss das jetzt schon.
Für heute hab ich mir auch schon einiges versaut. Mein Mann ist zu hause, hat dem Kleinen geschaut und ich bin seit 10.30h wach. Völlig durcheinander und komme nicht in die Gänge. Was tu ich? Internet... Aber es motiviert mich wenigstens, wenn ich eure Beiträge lese. Ich werde es ab heute ändern. Egal was war!!!
| Nele hat folgendes geschrieben: | | Du hast ja schon mal einen schönen Tagesablauf aufgeschrieben. Nur würde ich versuchen, das Sohnemann nachmittags nicht so lange schläft. Ich weiß, das ist schwer, vor allem, weil sie dann am Anfang so unausstehlich sind. Aber dadurch kommt er abends früher ins Bett und auch deine Schlafenszeit kann sich nach vorne verschieben. |
Er schläft mitlerweile nicht mehr 2-3 Stunden. Aber so richtig weiss ich es eben auch nicht. Mal 2 mal am Tag, mal nur einmal. Die letzten Tage war er zwischen 20h und 21.30h im Bett. Muss sich ändern!
| Nele hat folgendes geschrieben: | | Wo schläft dein Sohn eigentlich tagsüber? Auch in eurem Bett oder seinem? Kinder brauchen Regelmäßigkeiten, da sie sich dadurch sicherer fühlen. Und uns Müttern erleichtert es den Alltag. Kinder groß zu ziehen ist harte Arbeit, auch wenn sie viel Spaß macht. |
Ja auch in unserem Bett. Leider. Und ich reg mich jedes Mal auf, dass wenn ich was vorhätte noch 20 min. neben ihm liegen muss bis er enschläft. Gerade eben ist er auf meinem Arm auf dem Sofa eingeschlafen. Es macht mich wahnsinnig. Aber ich sag ganz alleine: MEINE SCHULD!!! Es gibt ein paar Rituale wie Pijama anziehen, Lied singen, Flasche trinken und dann schlafen. Das geht recht gut. Spiele auch nicht mehr, wenn er im Bett ist und schließe die Augen, damit er auch sieht, dass es ernst ist.
Mutter zu sein ist nicht schwer, eine gute jedoch sehr!!!
Danke für eure Tipps. Ich will das auch in den Griff bekommen.
Liebe Grüsse
Bigmama  |
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Nele Gast
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Verfasst am: 13.03.2008, 13:32 Titel: |
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Hallo Bigmama,
ich hab von mir auch immer gedacht, ich sei eine Eule. Bin morgens schlecht aus dem Bett gekommen und abends nicht ins Bett. Dann hatte ich eine Arbeit wo ich um 7 Uhr aus dem Haus musste. Was bedeutete um 6 Uhr aufstehen, da ich auf jeden Fall noch in Ruhe einen Kaffee trinken und eine Zigarette rauchen wollte. Dann merkte ich, das ich abends viel zu müde bin um noch zu meditieren(was ich schon seit 20 Jahren mache) und es fehlte mir sehr. Also bin ich eine Stunde früher aufgestanden, um 5 Uhr. Wenn mir das mal jemand gesagt hätte, ich hätte sofort die Männer mit der hübschen weißen Jacke angerufen. Natürlich bedeutet das auch, das ich spätestens um 22 Uhr ins Bett fiel, vielleicht mal ne halbe Stunde später, aber um 5 wurde aufgestanden. Nach ein paar Wochen war es dann so, das ich auch am Wochenende spätestens um 6 ohne Wecker aus dem Bett gefallen bin, auch wenn ich am Abend zuvor lange in der Kneipe war.
Ich merke, wie gut es mir tut, den Tag früh anzufangen. Heute hab ich für meine Begriffe verschlafen, da ich erst um 9 wach geworden bin und damit kommt mein Rhythmus total durcheinander. Mir fehlen 2 Stunden. Mittlerweile finde ich früh aufstehen toll. Der ganze Tag liegt vor mir und oft bin ich mit den Dingen, die ich erledigen will am späten Vormittag fertig und ich hab dann Zeit für die Dinge, die ich gerne mache.
Wie ich in den 20igern war, war lange schlafen für mich ein Ausdruck für Freiheit und ein Stück Rebellion gegen die "Alten", die immer sagten: Nur der frühe Vogel fängt den Wurm.
Und noch was, Du bist ein gute Mutter
Du machst dir Gedanken, was für dein Kind gut ist und versucht es umzusetzen. Was du vielleicht in deinem Hinterkopf hast, ist die Idee einer "perfekten Mutter" und die gibt es nicht. Auch Mütter sind fehlbar und können nicht alles. Du liebst dein Kind und das vor allem ist wichtig.
Du schaffst das!
Liebe Grüße
Nele |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 13.03.2008, 17:47 Titel: |
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Nele hat vollkommen Recht: Du bist eine gute Mutter!
Schau nach vorn, nicht zurück!
Mach Dir einen Plan, wie Du es anpacken willst, anstatt Dir Vorwürfe zu machen und zu überlegen, was Du alles falsch gemacht hast.
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bigmama07 Gast
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Verfasst am: 14.03.2008, 01:23 Titel: |
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Danke ihr Lieben
Hab heute auch noch mit meiner Mutter darüber gesprochen und sie meinte nur "dieser Junge braucht ne stärkere Hand". Das hat mir so weh getan. Ich will ihn nicht schlagen. Wurde selber oft genug. Und ich tu das nicht auch mit meinen Kindern. Lieber heule ich, wenn es zu viel wird, als dass ich ihn schlage. Auch sagte sie, ich "bemutter ihn zu sehr, sei wie eine Henne". Das tut mir so weh. Muss ich ihn den vernachlässsigen, wie ich vernachlässigt wurde??? Wie es meine jüngeren Geschwister noch werden? Niemals!
Heute ist mir aber auch ein Missgeschick passiert. Hab den Küchenboden gründlich geschrubbt. Sind so doofe graue Bodenplatten mit Fugen. Und alle 6 Monate oder so schrubbe ich mal gründlich. Sohnemann wollte natürlich ständig reinpantschen und sagte ihm, er soll sitzenbleiben und zuschauen. Erst ganz lieb, bis er mich richtig provozierte. Dann schob ich ihn zurück und weil es nass war, viel er aus dem Sitzen direkt auf den Mund. er hatte den Schnuller im Mund und zwischen Nase und Mund jetzt eine schöne Beule mit Abdruck. Das tat mir so weh. Wollte ich ihn doch gar nicht verletzen. Wäre ja auch nicht passiert, wäre der Boden nicht nass gewesen.
So, ich muss heute früher in die Federn. Ab morgen gilts ernst. Werde euch auch diesbezüglich die Fortschritte mitteilen...
Danke nochmals für euren lieben Ratschläge.
Liebe Grüsse
Bigmama  |
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Nele Gast
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Verfasst am: 14.03.2008, 09:27 Titel: |
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Liebe Bigmama,
lass dich als erstes mal ganz fest drücken
Und dann tu die Ratschläge deiner Mutter dorthin, wo sie hingehören, nämlich in die . Ich kann gar nicht aufzählen, was ich an "guten" Ratschägen bekommen hab, als mein Sohn klein war und auch noch als er größer wurde.
Kinder brauchen keine "harte Hand" und Schläge schon mal gar nicht. Hör auf dein Herz, das sagt dir schon das richtige. Und mir wurde auch oft vorgeworfen, ich würde meinen Sohn zu sehr bemuttern und ihn verhätscheln. Nur weil ich liebevoll und aufmerksam auf ihn umging und ihn nicht mit Gewalt zu dem Verhalten gezwungen habe, die andere für richtig hielten.
Kinder brauchen Konsequenzen, d. h. ein Nein muss ein Nein bleiben. Deshalb so wenig Verbote wie möglich, damit man sie auch liebevoll und konsequent durchsetzen kann. Mit Ausnahmen können vor allem kleine Kinder noch nicht umgehen.
Und zu dem Ausrutschen am Küchenfußboden, Missgeschicke passieren und mein Kleiner sah mal aus, als hätte ich ihn durch ne Mangel gejagt, weil er mir beim Spielen vom Arm gerutscht ist. Das ist das Leben und deswegen musst du dir keine Vorwürfe machen.
Du machst das gut. Lass dich nicht verwirren.
Liebe Grüße
Bigmama |
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bigmama07 Gast
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Verfasst am: 14.03.2008, 21:08 Titel: |
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Liebe Nele
Danke.
| Nele hat folgendes geschrieben: | | Kinder brauchen Konsequenzen, d. h. ein Nein muss ein Nein bleiben. Deshalb so wenig Verbote wie möglich, damit man sie auch liebevoll und konsequent durchsetzen kann. Mit Ausnahmen können vor allem kleine Kinder noch nicht umgehen. |
Ja, ich kann die meisten Dinge durchziehen und meistens auch beim "Nein" bleiben. Aber ich hab wirklich viele Dinge weggeräumt, damit er so wenig wie möglich in Versuchung kommt. Provozieren muss man ja nicht. Aber wenn wir mal Kaffee trinken, darf er die Tassen einfach nicht berühren. Das ist so und das muss er lernen. Für das haben wir ja den Salontisch. Spucken am Tisch, etc. lass ich auch nicht zu. Mit gewissen Dingen kann ich relativ streng und konsequent sein. Aber das ist irgendwie nicht das gleiche, wie mit dem "ins-Bett-gehen".
Hab das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" auf Ricardo (wie Ebay) ersteigert für umgerechnet 3 Euro. Also fast kostenlos. Freue mich schon, wenn ich es bekomme.
Liebe Grüsse
Bigmama  |
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HaveALook Gast
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Verfasst am: 23.04.2008, 21:59 Titel: |
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Hallo Bigmama,
Menschenskinder, Du machst dir so viele Gedanken um Deinen Sohn und machst Dir solche Vorwürfe.
Ich denke, Du bist eine großartige Mama!
Tja, das Problem mit dem Fernsehschauen kenne ich.
Es ist mir irgendwann so auf den Zeiger gegangen, was für eine Zeitsenke die Kiste ist, dass ich mir das Fernsehschauen fast komplett abgewöhnt habe.
Habe seit mindestens 3 Wochen nicht mehr Fernsehen geschaut und vermisse es gar nicht.
Es ist unglaublich, wie viel Zeit man auf einmal hat!
Außerdem bin ich auch eine völlige Nachteule. Werde abends einfach nicht müde, dafür bin ich es am nächsten morgen dann sehr.
Allerdings kann ich durchaus einschlafen, wenn ich früher zu Bett gehe.
Kenne also nur zu gut, was Du beschreibst.
Der Mensch benötigt ca. 3 Wochen, bis er eine geänderte Verhaltensweise als Gewohnheit übernimmt.
Also, nur Mut: was sind Deine Ziele???
(bitte positiv und konkret formulieren)
Liebe Grüße von Nachteule zu Nachteule
HaveALook |
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bigmama07 Gast
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Verfasst am: 25.04.2008, 05:51 Titel: |
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Hallo HaveALook
Ja, in der letzten Zeit hat sich einiges geändert. Ich hab wieder mehr oder weniger in eine Routine gefunden. Nicht immer einfach, aber doch schon viel besser. Ich gehe nachts nicht mehr so spät (oder eben früh) ins Bett und mag dementsprechend morgens früher raus. Diese Nacht bin ich gleich mit Sohnemann um 21h eingeschlafen. Naja, dann bin ich halt eben schon um 6h morgens wach.
Mein Sohn schläft nun auch regelmässig nur noch 1x nachmittags ca. 2 Stunden. Und abends bringe ich ihn locker zwischen 20-21h ins Bett. Darauf bin ich mächtig stolz. Aber ich muss mich knallhart daran halten, auch wenn grad ne super Sendung läuft. Er braucht Zeit bevor ich ihn ins Bett bringe. Ich singe mit ihm, kuschle, manchmal schauen wir noch ein Buch an zusammen und dann schläft er innerhalb weniger Minuten ein.
Zur Zeit ärgert es mich bloss, dass er macht was er will und meine Nerven ziemlich strapaziert. Er geht oft extra an die Dinge ran, die er nicht darf, wie Abfalleimer, holt sich Sachen raus, oder schmeisst alles in die Toilette. Wie gestern meine teure Digitalkamera. Hoffe mal, dass sie wieder funktioniert. In diesen Situationen, könne ich manchmal echt ausrasten. Aber dann nehm ich mich meistens raus, schließ mich ins Zimmer, beruhige mich und dann ist wieder ok. War ja auch mein Fehler, dass er sie erwischte.
Auch die Essenszeiten sind wieder regelmässiger geworden und so hab ich damit auch wieder weniger Stress. Ich weiss wieder genau, wann mein Sohn hunger hat oder eben müde ist. Muss einfach dran bleiben und es nicht wieder schleifen lassen...
Liebe Grüsse
Bigmama  |
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HaveALook Gast
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Verfasst am: 25.04.2008, 08:39 Titel: |
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Hallo Bigmama,
super, wie Du das machst!!!
Und dass Du den positiven Einfluß auf Deinen Sohn auch direkt als Feedback bekommst, ist doch sicher motivierend, oder? ' '
Ich denke, es ist wirklich einen Leistung hier konsequent zu bleiben.
Deine Strategie, Dich einzuschliessen, bevor Du ausrastest, kann ich nachvollziehen. Ist sicherlich ab und an mal hilfreich.
Allerdings bin ich persönlich der Meinung, dass ein Ausraster bei einer extremen Grenzüberschreitung der Kinder durchaus auch mal sein darf. Schliesslich bist Du auch nur ein Mensch.
Natürlich NICHT mit Schlagen oder dergleichen und auch nicht bei Kleinigkeiten, aber so, dass er merkt, dass auch Du ein Mensch mit Emotionen bist, und er eben jetzt deutlich zu weit gegangen ist.
So könnte das, was er lernt, wenn Du Dich zurückziehst eventuell sein, dass man einem Konflikt aus dem Weg geht, statt sich ihm zu stellen.
Ich denke, die Kinder müssen auch lernen, dass andere Menschen, wie eben auch die Eltern, Gefühle haben.
Wichtig finde ich nur, dass das Verhalten dem Kind gegenüber konsequent und nachvollziehbar ist.
Also Du ihn beispielsweise mit dem Ausraster wirklich erst dann konfrontierst, wenn ein gewisses Maß überschritten ist (und nicht manchmal schon bei Kleinigkeiten.)
Vielleicht wäre eine Auszeit für ihn, statt für Dich, die Alternative, denn er ist derjenige, der was angestellt hat, wovon er mittlerweile offensichtlich deutlich wissen kann, dass er das nicht darf.
Nur so als Anregung, meine persönliche Meinung.
Aber von Außen hat man auch immer leicht reden...
Grundsätzlich finde ich es absolut klasse, wie bewusst und einfühlsam Du mit Deinem Kind und Deinen Emotionen umgehst!
Weiter so! ' ' ' ' ' ' |
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