klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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Schrubbelinchen Gast
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Verfasst am: 17.10.2007, 14:16 Titel: Schrubbelinchen |
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Nachdem ich durch eine stille Leserin auf dieses Forum aufmerksam wurde habe ich ca 4 Wochen lang nur mit Lesen beschäftigt ohne mich zu trauen was zu schreiben.
Im Hinterkopf sitzt bei mir immer der Gedanke das ich ja eigendlich nur aufstehen und anfangen müßte. Aber genau da ist das Problem.
Manchmal stehe ich morgens auf mit dem Vorsatz mal richtig reinzuhauen und schaffe auch einiges. Aber dann ist wieder Ende und am nächsten Tag kriege ich es einfach nicht gebacken mich erneut aufzuraffen.
Abends sitze ich dann auf der Couch und habe ein schlechtes Gewissen und denke darüber nach ob es nicht einfach nur Faulheit ist.
Ein weiteres Problem ist, das wir zu viert sind. Unser Sohn räumt sein Zimmer selber auf und saugt sogar selber. Unsere Tochter hat in ihrem Zimmer schon die Maden gezüchtet und nur mit viel Geduld und Hilfe konnten wir ihr Zimmer in einen akzeptablen Zustand bringen, der auch nur kurze Zeit anhält.
Mein Mann kocht sehr gerne und ab und zu stellt er sich auch in die Küche zum Spülen, läßt seine Sachen aber ansonsten auch gerne überall liegen.
Wenn wir Besuch erwarten wird einen Tag vorher alles was im Wohnzimmer rumliegt schnell zusammengepackt und ins Schlafzimmer gebracht. Die Sachen liegen dann natürlich auf Dauer dort und im Wohnzimmer sammelt sich neues Zeugs an.
Gerne hätte ich eine aufgeräumte, saubere Wohnung, aber nur wie. So langsam fange ich an zu resignieren, denn wenn ich meinen Mann bitte doch seine Sachen wegzuräumen reagiert er ziemlich genervt und nennt es meckern.
Klar möchte er auch gerne eine schöne aufgeräumte Wohnung, aber Unordnung macht ihm anscheinend nichts aus und was für die Ordnung tun liegt ihm auch nicht.
Jeder läßt seine Sachen liegen. Auch in der Küche werden Teller einfach nur abgestellt statt sie mal in die Spülmaschine zu stellen.
Ich komme mir vor eine Putzfrau die für andere den Dreck wegräumt. Dabei habe ich schon genug damit zu tun meine eigenen Sachen in de Griff zu kriegen
Manchmal frage ich mich wofür ich aufräumen soll. Anscheinend bin ich die einzige die das stört. Das macht mich jedesmal so fertig das ich heulend auf der Couch sitze und am liebsten gar nichts mehr machen möchte. Aber noch habe ich die Hoffnung nicht ganz aufgeben und versuche es trotzdem immer wieder. Nur leider nicht mit dem gewünschten Erfolg.
Zumal wir eine große Wohnung haben und ich gar nicht so richtig weiß wo ich angangen soll.
Durch das Lesen hier im Forum habe ich die letzen Tage mich schon viel öfter aufrappeln können. Alleine dadurch das ich sehe das es auch andere gibt die genauso leiden und kämpfen wie ich und das gibt mir doch ein wenig Zuversicht.
lg Schrubbeinchen |
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Verfasst am: 17.10.2007, 14:16 Titel: Anzeige |
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kokopellina Co-Admin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.11.2006 Beiträge: 1254
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Verfasst am: 17.10.2007, 15:45 Titel: |
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lich Willkommen Schrubbelinchen
Schön, daß Du da bist und Dich nun auch getraut hast zu schreiben
Dein Nickname und Deine Geschichte dazu passen einfach klasse... kann das alles so gut nachvollziehen und wie Du schon festgestellt hast: Hier bist Du mit alledem nicht alleine... wir kennen das alle auf die eine oder andere Weise
Schreib schön weiter und laß Dich nicht unterkriegen... Schrittchen für Schrittchen kann es nur besser werden
Lieben Gruß
kokopellina _________________ Kritisiere niemals Deinen Nächsten, bevor Du nicht mindestens eine Meile in seinen Schuhen zurückgelegt hast
(indianische Weisheit) |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 17.10.2007, 16:04 Titel: |
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Liebes Schrubbelinchen,
lass Dich mal ganz -lich !
Willkommen bei uns!
Du hast den ersten Schritt gemacht, indem Du seit Wochen mitliest. Jetzt hast Du den zweiten Schritt gemacht und selbst etwas geschrieben. Du wirst also aktiv und nimmst Dein Leben in die Hand. Das ist doch schonmal toll!
Arbeitest Du oder bist Du "nur" Hausfrau?
Falls ersteres, muss die ganze Familie dringend mit anpacken und Dein Mann muss vor allem die Hälfte der Hausarbeit übernehmen.
Falls letzteres, müssen trotzdem alle ein wenig mitmachen, denn Du bist nicht die Putzfrau, Köchin und Kammerzofe vom Dienst!
Ich hätte übrigens schon eine Erziehungsidee für Deinen Mann: Er hat doch sicher einen eigenen Bereich, sei es ein Hobbyraum, ein Schreibtisch, ein Arbeitszimmer oder eine Garage. Dort würde ich seinen Krempel abladen, den er rumliegen lässt. Soll sich das Zeug doch dort stapeln. Und wenn es ihn stört, dann muss er es eben wegräumen.
Ansonsten, hast Du hier ja sicher schon die üblichen ersten Schritte gelesen. Fang einfach irgendwo an. Und mach Dir klar, dass man den Zustand "sauber und ordentlich" jeden Tag auf's Neue herstellen muss. Von allein entstehen nur Dreck und Chaos. Es ist, als würde man gegen den Strom schwimmen: Wenn man aufhört, treibt man zurück.
Ich wünsche Dir viel Erfolg, Kraft und Ausdauer!
Wir werden Dich unterstützen! |
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Schrubbelinchen Gast
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Verfasst am: 17.10.2007, 16:42 Titel: |
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Danke für die lieben aufmunternden Worte
Ich arbeite drei halbe Tage in der Woche. Ist allso nicht so als das ich keine Zeit hätte.
Die Erziehungsmaßnahme für meinen Mann hatte ich auch schon mal :twisted: Er hat einen Bereich im Keller wo er bastelt und werkelt. Nur haut diese Art von Erziehungsmaßnahme nicht hin, weil er sich seinen Bereich ja schon selber zustellt. Wenn ich ihm was in die Hand drücke was er hat liegen lassen und weggeräumt werden muß, landet das meist im Keller, oder eben an irgendeinem anderem Platz.
Ich nenne das mittlerweile "Verschiebetechnik" Es wird nicht aufgeräumt, sondern einfach nur immer wieder neu woanders abgelegt. Wegschmeißen darf ich von seinen Sachen nichts. Selbst uralte Zeitschriften sind dann auf einmal wertvolle Sammlungen auf die er nicht verzichten möchte
Schon seit Jahren habe ich mir angewöhnt Listen zu erstellen von den Dingen die ich erledigen möchte. Manchmal schaffe ich richtig viel, ein anderes mal bleibts einfach nur beim Listeschreiben
Bei uns haben viele Dinge keinen Platz, bzw wir haben einfach zu viele Dinge die nicht mehr in die Schränke passen. Selbst alte Möbel stehen bei uns noch rum.
Mittlerweile habe ich mir schon die Telefonnummer vom Sperrmüll zurechtgelegt. Alle Sperrmüllteile sammeln wir jetzt an einer Stelle im Keller und sobald wir alle zusammenhaben rufe ich an und lasse mir einen Termin geben. Damit ich das auch wirklich nicht vergesse klebt bei mir ein großer Zettel am Kühlschrank. Knallrot!
Ihr werdet bestimmt noch viel von mir zu lesen bekommen, denn ich hab ja auch noch sehr viel vor mir :-) |
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Lividum Gast
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Verfasst am: 17.10.2007, 18:30 Titel: |
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Schrubbelinchen
Schön das du da bist.
Was du schreibst, errinnert mich an die Zeit, als ich noch mit meinen Eltern und meinem Bruder zusammen gewohnt habe. Mein Vater, mein Bruder und ich, wir haben immer alles liegen lassen, nie aufgeräumt und sind von selbst nie auf die Idee gekommen sauber zu machen. Sie hat uns alles hinterher getragen oder uns bescheid gesagt, sie hat es mitBelohnungen und mit Bestrafung versucht, doch nichts hat funktioniert. Dann war sie es leid. Sie hat sich ein eigenes Zimmer eingerichtet, ganz nach ihrem Geschmack. Es war super schön. Natürlich wollten wir auch so ein schönes Zimmer. Doch ihr Zimmer durften wir nicht betreten. Sie sagt uns, wenn wir so ein schönes Zimmer haben wollten, dann müßten wir nur aufräumen. Sie würde uns ja auch helfen.
Wir hatten ein paar Wochen Streß deshalb. Manchmal, wenn sie nach Hause kam, ist sie schnurstrags in ihr Zimmer, hat die Tür zugeschmissen und gebrüllt, was wir denn für ein Sauhaufen sind. Einmal hat sie mich erwischt, wie ich mit einer Freundin in ihrem Zimmer saß. Da war es schließlich viel gemühtlicher als in meinem Zimmer. Sie hat mich vor meiner Freundin bloßgestellt und uns rausgeschissen. Ja ja, das Zimmer meiner Mutter. Ich könnt noch nen Haufen Stories darüber erzählen...
Vielleicht hast du ja auch die Möglichkeit, dir ein eigenes Reich zu erobern, nur für dich allein.
Bei uns hat es irgendwann gefruchtet. Sie sagte uns, wenn wir später mal allein wohnen, können wir in unserer Wohnung tun und lassen was wir wollen. Doch solange wir zusammen leben, müssen wir alle ein bißchen aufeinander achten.
Wie alt sind denn deine Kinder? Kannst du mit den Beiden schon ein bißchen "rauher" umgehen?
Bleib Stark
Lividum |
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Schrubbelinchen Gast
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Verfasst am: 17.10.2007, 19:17 Titel: |
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Die Kinder sind von meinem Mann aus erster Ehe und beide sind eigendlich schon erwachsen.
Der Sohn studiert und hat das mit der Ordnung richtig gut im Griff. Das wäre ein Zimmer wo ich mich wohl fühlen könnte:-)
Die Tochter ist auch schon volljährig, hat aber ein sehr dickes Fell wenn es darum geht was zu tun. Flaschen, Essensreste, Anziehsachen alles liegt auf dem Boden oder dem Bett verteilt und entlockt ihr höchstens ein Nicken wenn man sie auffordert mal was zu tun. Da ist das Internet viel wichtiger. Jede freie Minute verbringt sie dort und quatscht mit Freunden.
Ich halte das nicht für normal, aber mein Mann ist alles andere als konsequent was Erziehung angeht. Ab und zu gibts dann von seiner Seite aus mal ein paar ernste Worte an sie aber wenn sie Termine nicht einhält folgen keine Konsequenzen. Sie findet Ausreden warum sie nicht aufräumen kann, sitzt aber dann nur vorm PC.
Konsequenzen hat das aber keine, obwohl ich meinem Mann das schon öfter vorgeschlagen habe. Er vermeidet jede Art von Streß mit seiner Tochter, will einfach nur Ruhe.
Den Streß mit mir nimmt er aber anscheinend in Kauf. Auch das ich mich durch das ganze Chaos schlecht fühle.
Nicht das mich einer falsch versteht. Mein Mann ist ein ganz lieber und er versucht mir auch zu helfen. Aber das er selber auch ein Problem hat mag er nicht so recht einsehen. Er stapelt dann von einem Zimmer ins nächste frei nach dem Motto ...aus den Augen aus dem Sinn. |
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emily.erdbeer Gast
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Verfasst am: 17.10.2007, 23:32 Titel: |
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Uiuiui... würde Samson jetzt sagen. Hört sich alles ganz schön kompliziert an!
Erstmal ein liches Hallo auch von mir. SCHÖN, DAS DU DA BIST !!!
Entschuldige, das ich so mit der Tür ins Haus falle und auf Anhieb >Tacheles< rede aber was anderes wird Dir ja nicht helfen!?!
Es hört sich nach einer völlig überfordernden Frau an, die nicht mehr weiß wo Ihr der Kopf steht, nicht weiß wo sie anfangen soll und völlig verzweifelt ist.
Und ich sage Dir eins: Ich kann das gut verstehen !!!
Das Dumme ist nur, das aber auch keiner, echt keiner mit Dir etwas an diesem Problem ändern will !!!
Und das ist schade! Jammer schade und traurig !!! Ich finde das äußerst gemein, das die ganze Arbeit auf Dich abwälzt wird und völlig erschreckend fand ich, das Du auf dem Sofa gesessen hast und geweint hast
Nein, das ist nicht gut! So geht das nicht weiter !!! Die anderen müssen auch was tun... Du kannst nicht allen Ihren Dreck und Unrat hinterher tragen !!!
(Boah ey, da werd ich ja richtig böse !!!) Die Frage ist nur: WAS MACHT MAN DA ??? Und ich stelle mir die
Frage: Wer hat da eigentlich ein Messie - Problem? Du oder Dein Mann ??? Oder Ihr beide? Es ist schwer einen Messie "umzuerziehen" wenn er nicht will... WENN ER SICH NICHT VON DEN DINGEN TRENNEN WILL !!! Ziemlich aussichtsloser und harter Kampf!
Eines steht fest: IHR HABT ZU VIEL KRAM !!!
Um Dein Problem bekämpfen zu können muss eindeutig vieles hierhin Das mit dem Sperrmüll ist doch schon mal eine gute Idee und Du wirst sehen wie schön befreiend das ist! Behalte es im Auge und schiebe es nicht unnötig auf die lange Bank.
Wenn Du das geschafft hast, solltest Du Dich auf EINEN RAUM konzentrieren sonst verlierst Du den Kopf!
Schlimm ist nur, das von den anderen alles einfach irgendwo hingestellt wird... "Mama" wird es schon wegräumen !!! Tolle Wurst
Das kann nicht alles an Dir hängen bleiben! Das Du da verzweifelt auf dem Sofa sitzt und weinst kann ich verstehen weil ja
NIE EIN ENDE ABZUSEHEN ist !!! Du machst und machst und tust und tust und wieder ist alles voll..... Grausig!
Wichtig wäre auch eine offene Aussprache mit Deinem Mann: Sag ihm, das Du völlig überfordert und todunglücklich bist !!! Sag ihm das!
Finde heraus inwieweit er bereit ist, an der Situation etwas zu ändern. Kann er sich von Dingen trennen ??? Auch er muss für eine gewisse Ordnung sorgen! Versuche es doch erstmal mit einem klärenden Gespräch !? (Weine ruhig - Damit er sieht wie sehr es Dich belastet!)
Wir werden sehen wie es weiter geht, aber wir werden Dir so gut wie es geht helfen
LG von Emely |
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emily.erdbeer Gast
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Verfasst am: 17.10.2007, 23:47 Titel: |
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Schrubbelinchen ... Was für ein Süßer Name !!!
Und das >SCHRUBBER - HAUS< Absolut der Knaller !!! Gute Einfälle !!!
Das räumen wir schon auf - Das Schrubberhaus
Und ich hoffe, das Du eines Tages so auf Deiner Couch sitzt  |
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Schrubbelinchen Gast
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Verfasst am: 18.10.2007, 02:44 Titel: |
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Danke emily.erdbeer für deine offenen und verständnisvollen Worte.
In meinem ganzen Leben bin ich noch nie auf so viel Verständnis gestoßen wie hier. Eher auf Unverständnis bis hin zu Vorwürfen, sodaß man dann immer schnell nach Entschuldigungen und Rechtfertigungen sucht warum nicht aufgeräumt ist. Nur irgendwann kann man nicht mehr erzählen das man grad umgezogen ist oder renoviert hat. Dann hatte man halt ne Grippe und kam nicht dazu oder hatte viele Termine
Auf Verständnis zu stoßen ist wie Balsam für die Seele und haut mich im Moment emotional echt aus den Socken. Bins halt nicht gewohnt
Auch wenn es mein Mann nicht so sehen mag, in meinen Augen ist er ein Messi und zwar ein noch größerer als ich.
Würde er Schmerzen verspüren wenn er sich von etwas trennen soll, würde er wohl den ganzen Tag nur noch schreien
Wenn etwas weggeräumt werden soll fragt er mich immer wohin damit. Nenne ich ihm keinen Platz, weil mir grad selber keiner einfällt, so landet alles irgendwo in einem anderem Zimmer. Meist irgendwo auf dem Boden.
Es ist auch nicht so das er nicht mithelfen will. Das Problem ist das er Dinge einfach nur woanders hinlegt und nicht wirklich wegräumt. Ich habe versucht ihm zu erklären das alles seinen Platz haben muß und auch warum. Auch das Unordnung gar nicht erst entsteht wenn man abends alle Sachen die man benutzt hat wieder wegräumt. Aber irgendwie klappt das nicht so recht. Bei mir ja auch nicht immer
Ja, ich fühle mich total überfordert und bin verzweifelt. Theoretisch weiß ich wie man aufräumt und bei anderen könnte ich in kürzester Zeit die gesamte Wohnung aufräumen. Nur bei mir selber kann ich es nicht umsetzen, bzw. krieg es einfach nicht auf die Reihe
Ich glaube ich nehme mir ständig zuviel vor und bin dann enttäuscht wenn ich nicht alles schaffe. Vielleicht doch erst mal oberflächlich aufräumen und später ins Detail?
Was für meinen Mann aufgeräumt ist, das sieht für mich immer noch wie Chaos aus. Für ihn ist z.B. die Küche aufgeräumt wenn keine schmutziges Geschirr mehr rumsteht. Für mich ist sie es erst wenn die Arbeitsflächen frei und sauber sind, keine Flecken mehr auf den Schränken sind und der Boden sauber ist.
Ich war heute zwar nicht untätig was das aufräumen anbelangt, aber irgendwie hatte ich heute einen richtigen Grüblertag
Mein Gehirn qualmt zwar aber ich habe mir neben dem Sperrmülltermin auch schon einige Dinge vorgenommen.
1. In jedes Zimmer kommt ein Mülleimer (So bleibt der Müll nicht liegen sondern landet direkt dort wo er hingehört)
2. Alle Sachen die liegen gelassen wurden und nicht mir gehören werden ab sofort an eine bestimmte Stelle gelegt. Werden die nicht weggepackt wandern die in einen blauen Sack und werden erst mal irgendwo "versteckt".
(Der Gedanke gefällt mir)
3. Das Thema Ordnung öfter ansprechen und nicht immer nur schweigen und versuchen das Chaos alleine zu bewältigen.
Mit meinem Mann habe ich schon vor ein paar Wochen darüber gesprochen wie sehr mich diese Unordnung bedrückt. Auch das ich es alleine nicht schaffe!
Das er gewillt ist zu helfen merke ich daran das er auf einmal manche Dinge von sich aus macht. Müll rausbringen, leere Flaschen wegbringen oder auch mal ein Zimmer durchsaugen.
Ich denke er merkt schon das ich wirklich darunter leide.
Morgen werde ich mir erst mal Gedanken darüber machen was ich mir zur täglichen routine machen möchte. Aber erst mal nur kleine Dinge und nicht zu viele auf einmal und werde mir mein Tages-bzw. Wochenpensum planen. |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 18.10.2007, 14:17 Titel: |
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| Zitat: |
In meinem ganzen Leben bin ich noch nie auf so viel Verständnis gestoßen wie hier. Eher auf Unverständnis bis hin zu Vorwürfen, sodaß man dann immer schnell nach Entschuldigungen und Rechtfertigungen sucht warum nicht aufgeräumt ist. Nur irgendwann kann man nicht mehr erzählen das man grad umgezogen ist oder renoviert hat. Dann hatte man halt ne Grippe und kam nicht dazu oder hatte viele Termine |
Was würde denn passieren, wenn Du anstelle von Ausreden die Wahrheit sagen würdest? "Ich bin mit dem Haushalt überfordert, weil ich von Mann und Kindern nicht unterstützt, sondern sogar noch behindert werde."
Was würde dann passieren?
Überlege mal, wieviel Kraft es Dich kostet, Dir immer neue Ausreden auszudenken und Dich dann auch noch für's Lügen zu schämen. Vielleicht solltest Du einfach mal die Wahrheit sagen. Vielleicht passiert sogar etwas positives, z.B. dass Mann und Kinder sich schämen und ihr Verhalten ändern. Oder dass Dir jemand von außen Hilfe anbietet.
Wirklich schlimme Folgen kann es nicht geben. Du wirst nicht verhaftet oder an den Pranger gestellt und ausgepeitscht.
| Zitat: | Auch wenn es mein Mann nicht so sehen mag, in meinen Augen ist er ein Messi und zwar ein noch größerer als ich.
Würde er Schmerzen verspüren wenn er sich von etwas trennen soll, würde er wohl den ganzen Tag nur noch schreien |
Mach Deinem Mann klar, dass es mit Platz und Besitztümern genauso ist wie beim Geld mit Einnahmen und Ausgaben. Ihr habt jeden Monat eine bestimmte Summe zur Verfügung. Wenn Ihr auf Dauer mehr Geld ausgebt, als Ihr verdient, habt Ihr bald ein riesiges, finanzielles Problem.
Ihr habt eine Wohnung von X Quadratmetern. Wenn Ihr da täglich mehr Dinge hineinbringt, als Ihr hinaustragt, dann ist die Wohnung irgendwann voll.
Normalerweise sollte für jedes neue Teil ein altes gehen (Kleidung, Zeitungen,...).
Momentan habt Ihr zuviel Kram. Also müssen für jedes neue Teil vielleicht zwei alte gehen.
Diese einfache Rechnung sollte sogar ein Mann verstehen.
Übrigens zählen Lebensmittelverpackungen und ähnliches, das man sowieso wegwirft, nicht!
| Zitat: |
Wenn etwas weggeräumt werden soll fragt er mich immer wohin damit. Nenne ich ihm keinen Platz, weil mir grad selber keiner einfällt, so landet alles irgendwo in einem anderem Zimmer. Meist irgendwo auf dem Boden. |
Das klingt, als wärst Du dafür zuständig, Dir die Ordnung zu überlegen. Aber selbst wenn Du ihm sagst, was er tun soll, dann tut er es nicht. Das ist nicht fair. Entweder er übernimmt seinen Teil der Verantwortung und überlegt sich selbst ein Ordnungssystem für seine Sachen oder er akzeptiert Dein System. Selbst wenn der gewählte Ort die Mülltonne ist.
Selbst keine Ideen zu haben, aber die Ideen des anderen immer nur zu kritisieren, ist nicht partnerschaftlich. Und Ihr seid PARTNER!
| Zitat: | Es ist auch nicht so das er nicht mithelfen will. Das Problem ist das er Dinge einfach nur woanders hinlegt und nicht wirklich wegräumt. Ich habe versucht ihm zu erklären das alles seinen Platz haben muß und auch warum. Auch das Unordnung gar nicht erst entsteht wenn man abends alle Sachen die man benutzt hat wieder wegräumt. Aber irgendwie klappt das nicht so recht. Bei mir ja auch nicht immer |
Keiner erwartet, dass Du perfekt bist.
Es muss ja auch nicht immer klappen.
Du hast immerhin schon begriffen, dass man weniger Unordnung produziert, wenn man die "Beweise beseitigt".
Statt ihm immer hinterher zu räumen, würde ich es ihm einerseits vorleben, indem ich es selbst so mache und vor allem dabei laut ausspreche, z.B. "Jetzt bin ich fertig mit bügeln, da räume ich gleich das Bügelbrett weg. Das dauert eine Minute und es steht nicht die ganze Woche im Weg." Das ist jetzt nur ein Beispiel.
Andererseits würde ich ihm immer an der richtigen Stelle den Vorschlag machen bzw. die Anweisung geben: "Wenn Du jetzt fertig mit dem Rasieren bist, dann spüle doch bitte sofort Deine Bartstoppeln weg, bevor sie ankleben."
Wichtig ist auch, Wege sinnvoll zu nutzen. Wenn er morgens aus dem Haus geht, dann drück ihm die Mülltüte in die Hand. Er geht doch wahrscheinlich eh an der Tonne vorbei.
Oder wenn er vom Schlafzimmer ins Bad geht, kann er gleich seine schmutzwäsche mitnehmen und in den Korb werfen, anstatt dass Du das für ihn tun musst. (Wenn Ihr die Wäsche vielleicht ganz woanders lagert, Du verstehst das Prinzip sicher.)
| Zitat: | Ich glaube ich nehme mir ständig zuviel vor und bin dann enttäuscht wenn ich nicht alles schaffe. Vielleicht doch erst mal oberflächlich aufräumen und später ins Detail? |
Perfektionismus und die daraus folgende Überforderung kennen wir alle hier. Versuche, Dich von dieser Idealvorstellung zu verabschieden, eine Sache immer gleich richtig und perfekt und abschließend zu erledigen.
Bestelle lieber sofort den Sperrmüll. Auch auf die Gefahr hin, dass Ihr, nachdem er alles abgeholt hat, noch drei weitere Möbelstücke findet, die Ihr hättet mit entsorgen können. Zur Not bestellt Ihr ihn eben noch ein zweites Mal. Selbst wenn das mehr Geld kostet. Das sollte es Euch wert sein, dass Ihr den Ballast möglichst schnell loswerden könnt und dann mehr Platz habt!
| Zitat: | | Was für meinen Mann aufgeräumt ist, das sieht für mich immer noch wie Chaos aus. Für ihn ist z.B. die Küche aufgeräumt wenn keine schmutziges Geschirr mehr rumsteht. Für mich ist sie es erst wenn die Arbeitsflächen frei und sauber sind, keine Flecken mehr auf den Schränken sind und der Boden sauber ist. |
Ein typisches Problem, wenn Menschen mit verschiedener "Dreckgrenze" zusammen leben. Da kann man nichts gegen tun. Wenn er sich um das schmutzige Geschirr kümmert und Du dann Tische, Boden und Schränke abwischst, wäre das doch schon eine sinnvolle Arbeitsteilung. Ihr müsst Euch nicht einigen, wessen Empfindung hier die richtige ist. Es gibt an diesem Punkt keine objektive Wahrheit.
| Zitat: | | 1. In jedes Zimmer kommt ein Mülleimer (So bleibt der Müll nicht liegen sondern landet direkt dort wo er hingehört) |
Prima Ansatz!
Ich habe gleich noch einen Vorschlag dazu: Mache Deiner Familie klar, wer für welchen Mülleimer verantwortlich ist. Vielleicht könnt Ihr vereinbaren, dass z.B. jeden Samstag alle Mülleimer geleert werden, egal ob sie voll sind oder nicht. Wenn sie schneller voll sind, müssen sie natürlich auch zwischendurch geleert werden. Dann legst Du eben zwei Tage fest.
Stelle die Mülleimer möglichst in die Nähe der Zimmertüren, dann kann man bei einem Rundgang mit einem großen Müllsack schnell alle Eimer leeren und dann den großen Sack zur Tonne tragen. Ihr könnt es ja z.B. so machen, dass jeder reihum einmal den "Weihnachtsmann" (mit dem Sack auf der Schulter) spielt. Bei zwei Mülltagen pro Woche wäre dann jeder an einem festen Tag alle zwei Wochen einmal dran. Das ist doch wohl nicht zuviel verlangt.
| Zitat: | 2. Alle Sachen die liegen gelassen wurden und nicht mir gehören werden ab sofort an eine bestimmte Stelle gelegt. Werden die nicht weggepackt wandern die in einen blauen Sack und werden erst mal irgendwo "versteckt".
(Der Gedanke gefällt mir) |
Eine Superidee!
Ich habe schon von einigen Müttern gehört, dass diese Erziehungsmaßnahme gut funktioniert. Du musst aber dann auch hart bleiben und darfst die Sachen nicht vor Ablauf einer Woche herausgeben. Und nach der Woche kann sich jeder sein Zeug heraussuchen. Was übrigbleibt, wirfst Du gnadenlos in den Müll!
| Zitat: | | 3. Das Thema Ordnung öfter ansprechen und nicht immer nur schweigen und versuchen das Chaos alleine zu bewältigen. |
Ja, tu das immer wieder!
Vor allem auch mal so, dass Dir Deine Familie zuhört. Verabrede einen Termin z.B. "Sonntag nach dem Frühstück". Und dann setzt Ihr Euch alle zusammen an einen Tisch mit Papier und Stift und vereinbart ein paar wichtige Punkte. Lass auch alle unterschreiben, damit später keiner behaupten kann, er hätte es nicht gewusst oder gewollt.
| Zitat: | Mit meinem Mann habe ich schon vor ein paar Wochen darüber gesprochen wie sehr mich diese Unordnung bedrückt. Auch das ich es alleine nicht schaffe!
Das er gewillt ist zu helfen merke ich daran das er auf einmal manche Dinge von sich aus macht. Müll rausbringen, leere Flaschen wegbringen oder auch mal ein Zimmer durchsaugen.
Ich denke er merkt schon das ich wirklich darunter leide. |
Klingt doch schon gut. Steter Tropfen höhlt den Stein. Vielleicht hat ihm früher seine Mama auch alles hinterher getragen und er hat nie gelernt, Ordnung zu halten.
Wir haben übrigens im "Klönschnack" zurzeit eine interessante Diskussion über Männer und Frauen und darüber, warum eigentlich immer die Frau für alles verantwortlich ist.
| Zitat: | | Morgen werde ich mir erst mal Gedanken darüber machen was ich mir zur täglichen routine machen möchte. Aber erst mal nur kleine Dinge und nicht zu viele auf einmal und werde mir mein Tages-bzw. Wochenpensum planen. |
Prima! Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei.
Nimm Dir wie gesagt nicht zuviel vor. Wenn am Ende des Plans noch etwas Tag übrig ist, dann kannst Du Dir ja noch weitere Aufgaben überlegen.
Vergiss aber bitte nicht, regelmäßige Pausen zu machen und Dich zu belohnen.
Ich bin gespannt auf Deinen Bericht!
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emily.erdbeer Gast
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Verfasst am: 18.10.2007, 14:17 Titel: |
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SUPER- Das hört sich doch schon alles ganz prima an
Zwei Messies auf einmal, ich glaube das hatten wir hier im Forum auch noch nicht Weiß Dein Mann, das er ein >Messie< ist ???
Wenn er es einsieht bestehen gute Chancen, das er daran etwas ändert!
Wenn er es WILL !!! Ein Alkoholiker, der einsieht und zugibt das er damit ein Problem hat, hat den ersten Schritt getan, das sich etwas ändert!
Das heißt noch lange nicht, das sich etwas ändern wird... ER MUSS ES WOLLEN !!! Genau so ist es mit einem Messie! Das > Messie - Syndrom < zu bekämpfen ist hart weil man täglich daran arbeiten muss und meiner Erachtens zeitlebens darauf achten muss, das man nicht wieder in seine alten Geflogenheiten zurückfällt! Ich stimme da mit Raubtiggers Meinung überein! Wobei den >Messie< in Dir zu bekämpfen sicherlich noch einfacher ist als mit einem krassen Alkoholproblem durch die Gegend zu laufen!?
Also, es ist machbar! Aber Ihr solltet BEIDE daran arbeiten - UND DAS WICHTIGE IST SICH VON DINGEN ZU TRENNEN !!!
Ich weiß, keine einfache Aufgabe - ABER EURE EINZIGE CHANCE !!!
Viel Kraft und Power wünscht Dir Emely |
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WieSo Gast
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Verfasst am: 19.10.2007, 16:13 Titel: |
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Auch von mir herzlich Willkommen in der Runde....
Hab grad wenig Zeit und les mich die nächsten Tage mal durch alles durch, dann gibts mehr von mir.... |
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Wortstapler Gast
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Verfasst am: 19.10.2007, 22:15 Titel: |
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Auch von mir herzlich willkommen hier im Forum.
Du und deine Familie werdet es schaffen! Wenn ihr bisschen zusammen helft, vielleicht erstmal feststellt, wo die persönliche Stärke von jedem von euch ist, dann läuft auch alles viel besser.
Finde, wenn ihr gemeinsam zusammen helft, geht auch alles viel besser und schneller, weil es dann weniger für jeden einzelnen ist.
Was ich auch toll fände, wenn du für dich einen Raum, oder auch nur eine Ecke eines Raumes für dich allein hast, den du so gestaltest, daß du dich da wohlfühlst. Denn wenn du erstmal eine wohlfühlecke hast, in die du dich auch mal zurückziehen kannst, läuft auch gleich alles ein Stück besser.
Deine Ideen die du beschrieben hast, finde ich auch ganz gut. Da ist durchaus auch für mich was dabei, das ich brauchen kann. Denn ein Problem ist oft genug, daß man viele Momente hat, in denen man sich selbst im Weg steht. Damit klar zu kommen ist auch ganz wichtig.
Schönen Grüß
Wortstapler |
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Schrubbelinchen Gast
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Verfasst am: 20.10.2007, 12:01 Titel: |
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| Zitat: | Was würde denn passieren, wenn Du anstelle von Ausreden die Wahrheit sagen würdest? "Ich bin mit dem Haushalt überfordert, weil ich von Mann und Kindern nicht unterstützt, sondern sogar noch behindert werde."
Was würde dann passieren? |
Habe ich schon versucht. Da kommt entweder ein ungläubiger Blick, oder aber so Sprüche wie:"Dann mußt du mal anfangen und nicht faul rumsitzen"
Auf solche Sprüche kann ich verzichten. Auch die bemerkungen das ich ja schließlich die Frau wäre. Tztz als wenn ich geboren worden wäre um anderen den Dreck hinterherzuräumen.
| Zitat: | | Wir haben übrigens im "Klönschnack" zurzeit eine interessante Diskussion über Männer und Frauen und darüber, warum eigentlich immer die Frau für alles verantwortlich ist. |
Ja ich hatte es gelesen und auch direkt nachgeschaut. Aber im Chat konnte ich niemanden entdecken. War wohl zu spät.
| Zitat: | Nimm Dir wie gesagt nicht zuviel vor. Wenn am Ende des Plans noch etwas Tag übrig ist, dann kannst Du Dir ja noch weitere Aufgaben überlegen.
Vergiss aber bitte nicht, regelmäßige Pausen zu machen und Dich zu belohnen. |
Nein, diesen Fehler versuche ich grad zu vermeiden. Normalerweise versuche ich immer so viel wie möglich zu schaffen wenn ich grad in Putzstimmung bin *lol*
Aber ich glaube viel wichtiger ist darauf zu achten das der Zustand so bleibt und nicht wieder alles einfach nur so hingestellt wird.
Seit ich die Küche aufgeräumt habe kann ich da stündlich irgendwas finden was mein Mann oder seine Tochter dort haben liegen lassen.
Aber ich werds nicht selber wegräumen sondern überlaß das dem Verursacher
Ich habe jetzt schon eine Menge Tipps für mich von euch erfahren und so einige werde ich versuchen umzusetzten, bzw bin schon dabei 
Zuletzt bearbeitet von Schrubbelinchen am 26.10.2007, 17:12, insgesamt einmal bearbeitet |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 20.10.2007, 18:43 Titel: |
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| Nicht im Chat, sondern im Forum "Klönschnack"... |
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