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Was denken nur meine Kinder von mir?


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Wortstapler
Gast







BeitragVerfasst am: 22.09.2007, 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo WieSo,

erstmal zu deiner Beruhigung. Kinder sehen zwar was schief läuft, lieben ihre Eltern aber über alles. Und wenn sich keine allzu großen Verletzungen gegenseitig ergeben, wird das auch immer so bleiben. Also von der Seite her brauchst du dir nur wenig Sorgen zu machen. Probleme und Streitereien kommen und gehen, das ist normal. Und solange ihr euch immer wieder versöhnen könnt ist das auch ok. Gedanken würde ich mir über den Punkt nur dann machen, wenn die Streitereien und Verletzungen immer tiefer werden und auch nach einer Versöhnung nicht vollständig bereinigt sind.

Eltern sind in gewissem Sinne auch Vorbild, daher kann es durchaus sein, daß eine Grundlage für Messitum vorhanden sein kann. Oder aber ins Gegenteil umschlägt und deine Kinder zu peniblen Ordnungsfanatikern werden läßt. Kommt eben ganz darauf an, wie sie von ihrem Charakter und ihrer Persönlichkeit her sind.

Dem Chaos kann man sicher auch positive Seiten abgewinnen. Und im Lauf der Jahre erinnert man sich oft genug an die positiven Seiten der Ereignisse und vergisst die negativen. Insofern denke ich, daß deine Kinder ihre Kindheit trotzdem als schön ansehen werden. Und perfekt ist es sowieso nirgends. Selbst in Hochglanzhaushalten nicht.

Bei mir (dank ziemlich eingeschränkten Wohnverhältnissen) kann ich zwar keine Sauberimagezimmer schaffen, aber wenn mehrere Räume da sind, könnte man das zumindest mal versuchen. Ich stell mir das grad so vor. Kinder kommen ja vorallem in den Gang, in die Küche und in das Kinderzimmer. Vielleicht noch ins Wohnzimmer und ins Bad, weil sie mal aufs WC müssen.
Also wird im Besuchszeitraum das Chaos dieser Räume in die anderen Räume verlagert. (Vermutlich verläuft das sowieso so bei euch. Zumindest bei mir würde es so laufen.)

Wenn deine Tochter dabei mithilft, geht das alles um einiges schneller und wenn ihr das Chaos bei dieser Umräumaktion dann noch bisschen reduzieren könnt, schafft ihr gleichzeitig noch ein klein wenig neuen Freiraum.
Wobei ich dazu sagen muß, ein klein wenig Unordnung kann übrig bleiben, das ist nichts wofür man sich zu schämen braucht. Also muß die Wohnung um mal Besuch zu empfangen nicht einer Kataloghochglanzwohnung entsprechen. Man darf ruhig sehen, daß ihr in eurer Wohnung nicht nur als zusätzliche Dekoration herumsteht, sondern in eurer Wohnung lebt und euch auch wohlfühlt.

Wohlfühlen ist sowieso das Stichwort. Wenn du und deine Familie das Gefühl habt, daß die Wohnung so ist, wie ihr sie haben wollt, dann ist das auch ok. Könnt ja miteinander verabreden, was sich jeder von euch wünscht. Und wenn möglich auch für einen kleinen Bereich die Verantwortung übernehmen. (Hast du ja mit dem Punktesystem schon klasse gelöst *lob*)

Mir ist als ich deine Befürchtungen las ein Laden aus meiner Kindheit eingefallen. Die Besitzerin dieses Stoffwarenladens hatte schon Jahre zuvor den Überblick total verloren. Es stapelte sich in dem Laden bergeweise Stoff, Utensilien für Bekleidungsherstellung, auch fertige Kleidung und allerlei mehr. Das totale Messiparadies, oder -alptraum. Je nach Sichtweise. In dem Laden konnte man in einem Raum gut verstecken spielen, vorallem als Kind, denn da brauchte man sich nur hinter einem Stoffberg verstecken. Es war auch gemütlich sich einfach mal so in einen dieser Stoffberge zu legen und es sich gemütlich zu machen.

Der Laden hätte sehr viel von seinem eigentümlichen Charme verloren, wäre er ordentlich aufgeräumt gewesen. Die Besitzerin selbst machte auch einen gruschtelig gemütlichen Eindruck. Ich als Kind ging da sehr gerne rein, denn es war immer ein Abenteuer, was man denn nun dieses Mal wieder finden würde.

Eine diesem Laden vergleichbare Buchhandlung lernte ich auch mal kennen. Wenn man sich da durch die Schätze wühlte, konnte man so manches Buch finden, das es nirgends sonst mehr zu haben gab. Wer also nicht gerade eine Krempelallergie hat, konnte da drin durchaus abenteuerlich einkaufen gehen.

Wenn es möglich ist, würde ich vorschlagen, Leerzonen zu schaffen, wo möglichst nichts liegen darf. (Würde ich bei mir gerne machen, aber klappt aus Platzgründen noch nicht. Wurde aber im Vergleich zu den letzten paar Jahren schon ein wenig besser.)

Das klappt aber nur, wenn ihr das alle wollt und gemeinsam herstellt. Sozusagen, wenn jemand was hinlegt räumt es derjenige der es als erster sieht gleich weg. (Vielleicht auch mit Punktesystem?)

Was das "nicht erledigen" betrifft, machst du mir von deinen Beiträgen her eigentlich eher den Eindruck, daß du gewissenhaft und ordentlich bist. Und wenn es mal eine Tiefphase gibt, brauchst du eben ein wenig mehr Hilfe von Menschen die du dann reinlassen kannst und deren Hilfe du ohne schlechtes Gewissen anzunehmen bereit bist. (Hab dazu in deinem Vorstellungsthread was geschrieben.)


Zitat:
Wie kann ich ihnen Aufgaben zuteilen, wenn ich meine selbst nicht erledige? Aber wie sollen sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, wenn ich es selbst nicht kann? Wie soll ich ihnen Konsequenz beibringen, wenn ich sie selbst nicht aufbringe?


1. Gerade weil du manchmal Phasen hast in denen du die Hilfe deiner Kinder einfach brauchst. Beispielsweise deine Tochter hat das ja schon mitbekommen. Und wenn sie sieht, daß ihr das auch Nutzen bringt (dadurch daß sie öfter Freundinnen mit nach Hause bringen kann), wird sie auch umso lieber helfen. Kannst ihr dann ja im Gegenzug auch bei etwas helfen, das eigentlich ihre Aufgabe wäre. Denn dann merkt sie, daß es wirklich nur um helfen und nicht ausnutzen geht.

2. Du übernimmst doch Verantwortung! Das sehen deine Kinder auch. Und wenn sie wissen, daß ihre Hilfe erwünscht und gebraucht wird, werden sie auch gern mal bisschen Verantwortung übernehmen.

3. Indem du ihnen zeigst, daß man auch wenn mal was schief geht trotzdem nicht den Mut verlieren sollte und konsequent weiter machen, selbst wenn nicht alles perfekt wird. (Übrigens hab ich den Eindruck, du bemerkst gar nicht, daß du sehr viele Dinge sehr gut hinbekommst. Wenn du dir das mal bewußt machen kannst, wird es für dich auch leichter, weil du dann beispielsweise siehst, daß es bei euch gutes Essen gibt, für das Wohlbefinden der Familie gesorgt wird usw.)


Was deine Schwiegermutter betrifft, würde ich vorschlagen, daß du dir mal intensiv Gedanken machst, wie du mit dieser Frau am sinnvollsten umgehst. (Wenn ich mehr Zeit hab, werde ich vielleicht noch bisschen was dazu schreiben.)

Übrigens, irgendwo zu Besuch sein ist was völlig anderes, als dort zu wohnen und den Alltag zu erleben. Also brauchst du meiner Meinung nach auch nur wenig Angst zu haben, daß deine Kinder ihre Oma lieber mögen könnten als dich. Zwie Wochen bei Oma und sie sehnen sich nach Hause. lachen

Einen Teil deiner Probleme sehe ich wie du bei deiner Schwiegermutter. Nur hast du es geschafft eine Lösung dieses Problems zu finden, das dir selbst leider schadet. Unordnung als Schutz vor der Schwiegermutter.


Zitat:
Ich bin nicht depressiv, ich werde so gemacht....


Na dann gucken wir mal, wie wir dich wieder aufmuntern können. :-D


Zitat:
Zwischen Deinem inneren Zustand und Deinem Haushalt gibt es einen direkten Zusammenhang.


Seh ich auch so. Zumindest bei mir ist das teilweise so (zwar aus anderen Gründen aber mit vermutlich vergleichbaren Ergebnis. (Wobei ich immer noch davon überzeugt bin, daß du viel ordentlicher bist als ich. ;-)))


Wie sieht es eigentlich mit einer Beschäftigung außer Haus aus? Beispielsweise in der Nachbarschaft Haare schneiden? Dann hättest du ein wenig Abwechslung, nette Unterhaltung, vielleicht mal jemand wo dir auch einen Gefallen tun kann, das Gefühl wirklich etwas hinzubekommen (denn einer Frisur sieht man an, ob sie gekonnt gemacht wurde und das würde auch deinem Selbstbewußtsein gut tun), könntest deinem Chaos zeitweise entfliehen und vielleicht durch die weniger verbleibende Zeit bisschen mehr Schwung in die Sache bringen. Denn unter Termindruck kriegt man oft mehr hin, als wenn man endlos vor sich hintrödeln kann. Seh ich zumindest bei mir. lachen

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende
Wortstapler

PS: Hoffe es gelang mir dich bisschen aufzumuntern. Denn das war mein Ziel. ... Denk daran, du bist ok, so wie du bist. Und wenn du dich weiter verbessern möchtest, tue das weil du selbst dich damit wohler fühlen kannst. Kommt dann dir und deiner Familie zugute.
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BeitragVerfasst am: 22.09.2007, 14:21    Titel: Anzeige

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emily.erdbeer
Gast







BeitragVerfasst am: 22.09.2007, 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Finde Deinen Beitrag hier sehr gut, WORT - Stapler zwinkern
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Wortstapler
Gast







BeitragVerfasst am: 27.09.2007, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

emily.erdbeer hat folgendes geschrieben:
Finde Deinen Beitrag hier sehr gut, WORT - Stapler zwinkern


Danke Post

Der Sätze- und Papierstapler Musik hören

PS: Ich hoff jetzt nur, daß WieSo meine Zeilen auch gerne liest und daraus was nützliches für sich gewinnen kann. *hoff*
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LauseJunge
Gast







BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Butterblume hat folgendes geschrieben:
ich gehöre ja selber eher zur fraktion kind und aus meiner sicht würde ich dir raten, die kinder auch regelmäßig hausarbeiten machen zu lassen.
bei mir war es immer so, das mir alles hinterhergeräumt wurde (ausser in meinem zimmer) und dass ich nie etwas im haushalt machen musste.
und heute kann ich es entweder nicht, oder bin zu faul, weil ich es ja früher auch nicht machen musste.
und jetzt schmeißt meine mutter immernoch alleine den haushalt.

ich glaub es ist ziemlich wichtig für die kinder, regelmäßig was im haushalt machen zu müssen, und wenns nur geschirrspüler ausräumen ist, muss halt dem alter entsprechend sein und später werden sie es dir danken...


Diese Einstellung, von einem noch so jungen Menschen, finde ich sehr gut.
Was man als Kind, oder Teenager nicht gelernt hat, dies fällt einem später im Leben sehr schwer.

Gruß, LauseJunge
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