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Immer Arbeit, immer im Stress - Ausweg?



 
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vergissmeinicht




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.01.2016
Beiträge: 506
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 16.06.2016, 16:08    Titel: Immer Arbeit, immer im Stress - Ausweg? Antworten mit Zitat

Ich bin immer am Arbeiten, Kind, Haushalt, Teilzeitjob, bin das Taxi und die Nachhilfelehrerin meines Kindes.

Nie habe ich mal einen Tag für mich. Immer ist es stressig, habe auch schon Rosacea davon bekommen. Hat jemand Tipps für mich, wie ich meinen Alltag entstressen kann? Wie macht ihr das?

Tausend Dank. herz
_________________
Wo ein Wille ist, ist ein Weg!
Welchen Vorteil hat ein aufgeräumtes Zuhause für dich? Und deine Familie?


Liebe Grüße
vergissmeinicht Musik hören
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BeitragVerfasst am: 16.06.2016, 16:08    Titel: Anzeige

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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 19.06.2016, 00:43    Titel: Re: Immer Arbeit, immer im Stress - Ausweg? Antworten mit Zitat

Hallo,Vergissmeinnicht!

Vergissmeinnicht hat folgendes geschrieben:
Ich bin immer am Arbeiten, Kind, Haushalt, Teilzeitjob, bin das Taxi und die Nachhilfelehrerin meines Kindes.

Die Stellenbeschreibung einer Mutter, der ganz normale Wahnsinn zwinkern
Solange Kinder klein sind, ist man als Mutter gefordert.
Je flügger sie werden, desto mehr Spielraum für Eltern.

Vergissmeinnicht hat folgendes geschrieben:
Nie habe ich mal einen Tag für mich. Immer ist es stressig, habe auch schon Rosacea davon bekommen.

Das ist keine psychosomatische Erkrankung, Auslöser sind Entzündungsabläufe im Körper. Mag sein, dass Stress Schübe begünstigt...
Code:

http://rosaceahilfe.de

Vergissmeinnicht hat folgendes geschrieben:
Hat jemand Tipps für mich, wie ich meinen Alltag entstressen kann?


a. die Todo-Liste mit Pufferzeiten für unvorhergesehene Störungen
b. Fahrgemeinschaften mit anderen Eltern, wochenweise abwechselnd
& Zeiten, in denen die Kinder mal unterwegs sind, für die eigene Entspannung benutzen
d. Mit anderen Müttern in Kontakt treten, damit jede mal reihum wochenweise einen Tag die Rasselbande hütet - das macht die Kinder zufriedener, weil sie mit Gleichaltrigen sind und die Eltern können, wenn sie schlau sind, mal eine Stunde für sich haben.
e. Meistens macht man sich selbst zusätzlich unnötigen Stress, wo kann ich da entschleunigen ?
f. Viele Spielideen, die Kinder haben, sind garnicht so abwegig und erfüllbar.
Manchmal habe ich z.B. eine Viertelstunde eine Hängerkupplung mit Blumendraht wieder funktionsfähig gemacht und zum Dank hat mein Kind vergnügt zwei Stunden mit dem Trecker gespielt.
Oder ich habe kein Theater gemacht, wenn die Kids das Zimmer zur Zeltstadt gemacht haben - ihnen hat es Spass gemacht, man kann alles wieder aufräumen und ich hatte ein bisschen Zeit zum Füsse hochlegen ( mit einem Ohr im Kinderzimmer).

Spielideen, die Kinder haben, sind meistens erfüllbar und jede erfüllte Spielidee freut das Kind und dadurch dann auch die Mutter.
irgendwo habe ich noch das Foto, wie meine Jungs mit der alten kaputten Persenning vom Auto draussen über dem Sandkasten eine Hütte gebaut haben - wochenlang hatten sie Freude damit.
Klar, dass sie dann tagsüber nicht aussahen wie frischgewaschen aus der Werbung - egal, abends in die Wanne löst den Dreck und Spielkleider sind gut , ansonsten haben wir unsere Freundin, die Wama.

Und Sonntags durften sie sobald sie wach waren , ausgewählte Filme gucken und ich hab ausgeschlafen.
Dafür habe ich Samstags abends Getränke und einen kleinen Snack vorbereitet, das Sofa kuschelig eingerichtet und alle hatten dann Sonntagmorgens ein Highlight der Woche. Und bis die Maus kam war ich längst wach, die haben wir dann zusammen geschaut .

Und natürlich das eigene Perfektionslevel erkennen und runterfahren - der Perfektionismus ist im Privatleben selten hilfreich.
Wenn man mit Kindern lebt, dann liegt halt immer was rum : lässt sich nicht vermeiden

Grüße !
_________________
Wenn kleine Leute in kleinen Orten
kleine Dinge tun,
verändern sie die Welt.
(Afrika)
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 24.02.2017, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mach zum Thema jetzt keinen Extrafaden auf.

Die Seiten von Herrn Stangl sind richtig prima !

Hervorhebungen von mir.

Stress ist also in unseren Industrienationen ein Vorgang,
der die Person nicht von hinten anfällt,
sondern
der von einer Person (unbewusst ?!) als Strategie selbst gewählt wurde / wird
und
der durch ständige gleiche Reaktion der Person in bestimmten Situationen
(also Übung in die falsche Richtung)
verselbständigt abläuft:

http://psychologie.stangl.eu/definition/Stress.shtml hat folgendes geschrieben:
Stress ist ein biochemischer Vorgang der nur im Kopf stattfindet, wird hervorgerufen durch die Angst etwas nicht schaffen zu können. Stress wird nicht von jemand anderen hervorgerufen sondern immer nur von der gestressten Person selbst. (vgl. Becker, 1990, S.23)



http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/STRESS/ hat folgendes geschrieben:

Das Gefühl, gestresst zu sein, entsteht immer dann, wenn Menschen den Eindruck haben, etwas wachse ihnen über den Kopf, d.h. man den Eindruck hat, eine Situaton nicht kontrollieren zu können. Ob Menschen ein Ereignis als unkontrollierbar, d.h. als "stressig" erleben, bestimmen sie durch die ganz persönliche Bewertung des Ereignisses. Es gibt viele Ereignisse, die von den meisten Menschen als bedrohlich erlebt werden, oberster Stelle steht beispielsweise der Tod des Ehepartners, dicht gefolgt von Trennungserlebnissen.

Menschen, deren Stressreaktion durch innere Faktoren hervorgerufen wird, haben sich viele Denkgewohnheiten zugelegt, die ihnen auch dann Stress erzeugen, wo es gar nicht notwendig wäre, d.h., sie sehen Gefahren, wo keine Gefahren sind, überbewerten diese und unterschätzen die eigenen Fähigkeiten, damit zu Rande zu kommen. Stressbearbeitung ist daher fast immer das Verändern und Erlernen neuer Denkgewohnheiten und neue Denkmuster. Typische Denkgewohnheiten von Menschen, die sich inneren Stress erzeugen

Sie haben Angst vor Ablehnung. Als Folge davon stellen sie keine Forderungen, äußern ihre Bedürfnisse nicht, sagen ihre Meinung nicht.
Sie haben Angst, anderen weh zu tun. Als Folge davon scheuen sie sich, Nein zu sagen.
Sie fordern von sich, alles perfekt zu machen. Als Folge davon überfordern sie sich.
Sie haben Angst vor Fehlern. Als Folge davon trauen sie sich nicht an neue Aufgaben, verkrampfen sich bei der Arbeit.
Sie sehen sich als minderwertig an. Als Folge davon äußern sie ihre Bedürfnisse nicht, versuchen nach außen, perfekt zu sein.
Sie haben Angst vor Konflikten. Als Folge davon gönnen sie sich keine Zeit für sich alleine, äußern ihre Meinung nicht, wehren sich nicht.



...(...)...


Eine pragmatische Klassifikation von Stressoren unterscheidet

Objektive Stressoren: Schlafentzug, Verletzungen, Krankheiten, schwere Operationen, Verbrennungen, Unterkühlung, Hitze, Kälte, Luftdruckveränderungen, Hunger, Durst, Lärm, intensives Licht, Isolation, Dichte (wie Bevölkerungsdichte), monotone Arbeit, Unterforderung und Überforderung, schlechte Lebens- und Arbeitsbedingungen, Nichterfüllung wesentlicher Bedürfnisse.
Pfeil Subjektive Stressoren:
    negative Denkmuster
    die Neigung zu Ungeduld
    Ärger
    Wut
    Angst
    Feindseligkeit
    Dominanzstreben oder Konkurrenzdenken
    falsche Situationsbewertungen
    Schwarzsehen
    Hineinsteigern
    selbst gemachter Zeit- und Leistungsdruck
    zu hohe Erwartungen
    Enttäuschungen
    eingebildete Bedrohung
    Hilflosigkeit.


Und da kommt dann nach der Selbstbeobachtung und anschliessenden Erkenntnis
die so genannte "Entschleunigung" ins Spiel.
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