klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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Matilde
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.05.2014 Beiträge: 742
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Verfasst am: 02.09.2018, 14:55 Titel: |
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Hallo, Ihr Lieben. Ein ganz großes Dankeschön dafür, dass mein Account nicht gelöscht wurde, das hat mir den Einstieg leichter gemacht .
Das letzte Jahr hatte es in sich. Ich war auf einem guten Weg, aber dann … .
Es fing damit an, dass Junior im letzten Jahr im Sommer mit seiner Freundin zusammen gezogen ist – was bis dahin ja gut und richtig und eben der Lauf der Dinge ist. Daraus ergab sich, dass meine Wohnung zu groß und auf Dauer für mich nicht bezahlbar sein würde.
Dazu kamen noch 2 andere Dinge die mir so stark zusetzten, dass ich letztendlich für 14 Wochen in der Klinik war. In der Zeit musste ich einige Entscheidungen treffen und die Dinge für mich neu regeln.
Zum ersten traf ich die Entscheidung, dass ich nicht die Gesetzliche Betreuung für meine Mutter, die nun nötig geworden war, übernehme.
Ich habe mich die ganzen Jahre gekümmert/bin ständig an meine Grenzen gekommen/hab gegen Windmühlen gekämpft, weil sie meine Hilfe nicht wollte. Das Ganze hat meinem Selbstwertgefühl so sehr geschadet, dass ich zu meinem eigenen Schutz den Kontakt zu meiner Mutter einschränken musste. Ich musste lernen, zu akzeptieren und loszulassen. Das ist mir weiß Gott nicht leicht gefallen.
Die zweite Entscheidung war, in Bezug auf meine noch vorhandene Ehe, die jetzt im gegenseitigen Einvernehmen geschieden werden sollte, nicht zu allem JA zu sagen, sondern für mich selbst einzustehen. Dazu war es leider nötig, mir einen eigenen Anwalt zu nehmen, weil zu einer einvernehmlichen Scheidung gehört, dass man miteinander redet – und genau das war nun nicht mehr möglich. Leider ist das freundschaftliche Verhältnis (wenn es eins war) nun auch im Eimer. Zum Glück konnten wir uns einigen. Es herrscht kein Streit, jedoch Funkstille.
Seit Anfang des Jahres wohne ich in einer kleinen 2 Zimmerwohnung mit großem Balkon und bin inzwischen auch geschieden.
Das war so eine turbulente Zeit und ich dachte, nun bin ich endlich angekommen und es geht wieder bergauf.
Aber nein, im Mai ist nun meine Mutter gestorben und es geht mir so schlecht, wie schon lange nicht mehr.
Meine schöne Wohnung, die noch nicht mal fertig eingerichtet war (leider hab ich beim Umzug zu viele Möbel und Kram mitgenommen, um später zu entscheiden was ich brauch und was nicht) rümpelt nun zusehends zu, weil ich jetzt den Haushalt meiner Mutter auflösen/entrümpeln musste – noch dabei bin.
Von meiner Wohlfühlordnung bin ich meilenweit entfernt.
Ich muss und will loslassen! _________________
*Der Weg ist das Ziel.*
(Konfuzius) |
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Verfasst am: 02.09.2018, 14:55 Titel: Anzeige |
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Kugelrund

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.09.2013 Beiträge: 1915 Wohnort: RLP
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Verfasst am: 02.09.2018, 15:46 Titel: |
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Willkommen zurück liebe Matilde,
das klingt wirklich nach einer Achterbahnfahrt. Trotzdem schön, dass Du wieder zurück bist.
Einen Umzug habe ich auch gerade hinter mir und in meinem Familienkreis findet derzeit auch eine Wohnungsauflösung statt, weil meine Oma gestorben und mein Opa dadurch in Langzeitpflege gekommen ist.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es in Deiner Situation nochmal viel schwieriger ist, die Möbel und Gegenstände von der Haushaltsauflösung nicht in den eigenen Haushalt zu integrieren.
Jetzt erstmal tief Luft holen und durchatmen. Hier hast Du wieder alle Experten um Dich, die Dich dabei unterstützen die Wohnung und den Haushalt Deiner Mutter aufzulösen.
 _________________
Liebe Grüße, Kuru
Kugelrunde Routinen
Haushaltszustand |
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Matilde
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.05.2014 Beiträge: 742
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Mayla
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.05.2015 Beiträge: 4576
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Verfasst am: 02.09.2018, 21:47 Titel: |
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Willkommen zurück liebe Matilde
das ist alles sehr schwierig Schön, dass Du wieder hier bist !
Bei Wohlfühlordnung denk ich oft, was du wohl so machst und wie`s Dir geht.
Aus Nachlässen hab`auch noch etliches ... Loslassen ist schwerer als behalten, finde ich.
Das ist ein langsamer Prozess. Ich heb immer noch zuviel auf, ich mach das schon seit mehreren Jahren.
Es ist schon viel weg, aber es muss noch mehr gehen.
Alles Liebe und extra Kraftpäckchen für dich  _________________ Viele kleine Schritte führen auch zum Ziel.
Liebe Grüße Mayla  |
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Matilde
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.05.2014 Beiträge: 742
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Verfasst am: 03.09.2018, 17:10 Titel: |
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Danke liebe Mayla ,
ja loslassen ist schwerer als behalten. Da hast du so recht.
Meine Heilpraktikerin hat mir einen Spruch für den Kühlschrank auf einen Zettel geschrieben:
" Die größte Leistung,die ein Mensch in seinem Leben erbringen kann, ist das LOSLASSEN" Verfasser unbekannt
Zum Glück sind es nicht viele große Dinge, die ich mitgenommen habe, aber viele, viele kleine Dinge. wie Geschirr, Deko, Haushaltswäsche, Kleidung, Bücher, Fotos und Papierkram der letzten 3 Generationen usw..
Ich konnte es einfach noch nicht loslassen. Es fühlt sich so an, als würde ich des Leben meiner Mom wegwerfen.
Es ist schon schlimm genug das Elternhaus ausräumen zu müssen. So viele Erinnerungen … gute und nicht so gute.
Aber es hülft ja nüx , da muss ich jetzt durch.
Dabei war ich in meiner alten Wohnung schon so weit, dass beim Umzug kaum Gedöns im Keller war. Aber die Wohnung war fast doppelt so groß - und nun sind Keller und Bodenkammer wohl gefüllt
Liebe Grüße Matilde _________________
*Der Weg ist das Ziel.*
(Konfuzius) |
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Pearl

Anmeldungsdatum: 12.06.2012 Beiträge: 14487 Wohnort: zuhause
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Kellervoll

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.04.2012 Beiträge: 3501
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Verfasst am: 03.09.2018, 19:55 Titel: |
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Liebe Matilde,
ich war vor gar nicht so langer Zeit in einer ähnlichen Situation. Loslassen ist echt schwer, aber ich habe irgendwann eine "echte" Schatzkiste gepackt und da sind die Dinge drin, die ich unbedingt behalten wollte.
2 Figuren und ein Tuch von meiner Mutti sind bei mir im Regal, ein paar Kleinteile noch in der Truhe. Von meinem Vater sind auch ein paar kleine Sachen in der Truhe. Alltägliches. Dinge, die sie kurz vor ihrem Tod noch in Gebrauch hatten. Der Brief mit der handgeschriebenen Adresse, der nicht mehr zur Post ging. Der Wohnungsschlüssel. Ein Zettel mit meiner Telefonnummer, die Mutti aufgeschrieben hatte. Eben solche Dinge.
Aus meiner Kindheit habe ich nur 3 Teile aufgehoben, alles andere habe ich weg gegeben.
Meine Frage an mich selbst war immer: "Würden sie wollen, dass Deine Wohnung die alte Zeit festhält, oder sollst Du Dein Leben leben und nur die Erinnerung fest im Herzen haben?"
Ich habe den Ballast irgendwann abgegeben und nur noch "meine" Erinnerungen aufbewahrt.
Mir hat geholfen jedes Stück bewußt in die Hand zu nehmen und mich davon zu verabschieden ...
Ich bin mir sicher, Du findest Deinen Weg im Umgang mit den Sachen!
Drück Dich ganz fest!  _________________ Jedes Ding das ich besitze braucht meine Aufmerksamkeit!
Liebe Grüße
Kellervoll |
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Matilde
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.05.2014 Beiträge: 742
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Verfasst am: 04.09.2018, 11:22 Titel: |
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Hallo liebe Pearl und liebe Kellervoll,
Dankeschön für die lieben Worte und die Aufmunterungen. Ich fühl mich hier bei euch soo richtig
@Kellervoll Als ich gestern Abend deine Zeilen gelesen hab, musste ich ganz dolle weinen. Das mit der "echten" Schatzkiste ist eine sehr schöne Idee. Leider weiß ich noch nicht, was in meine reinkommen würde. Im Moment fühle ich mich von all den Dingen "überschwemmt". Es wird nicht leicht werden, die richtigen Dinge auszuwählen. Die letzten Jahre mit meiner Mutter waren nicht so einfach.
Ich habe aber gute Erinnerungen, an den Tag als wir uns das letzte Mal sahen (bewusst sahen). Das war 5 Tage bevor sie starb. Dafür bin ich sehr dankbar.
| Kellervoll hat folgendes geschrieben: | Meine Frage an mich selbst war immer: "Würden sie wollen, dass Deine Wohnung die alte Zeit festhält, oder sollst Du Dein Leben leben und nur die Erinnerung fest im Herzen haben?"
Ich habe den Ballast irgendwann abgegeben und nur noch "meine" Erinnerungen aufbewahrt.
Mir hat geholfen jedes Stück bewußt in die Hand zu nehmen und mich davon zu verabschieden ...
Ich bin mir sicher, Du findest Deinen Weg im Umgang mit den Sachen!
Drück Dich ganz fest!  |
Danke für den Gedankenanstoß.
Meine Gedanken waren jetzt immer: " Nein Mutti, ich schmeiss dein Leben nicht weg. Ich sorge dafür, dass so viele Dinge wie möglich weiterleben (auch bei mir??)."
Ich hab nur nicht gleich gemerkt, wie mich das langsam erdrückt
Das was du geschrieben hast, wird mir helfen die Sachen loszulassen, auch wenn ich sie mehrmals in die Hand nehmen muss. … .
Drück euch beide ganz fest
Liebe Grüße Matilde _________________
*Der Weg ist das Ziel.*
(Konfuzius) |
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Locki

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.01.2011 Beiträge: 8003
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Verfasst am: 04.09.2018, 12:08 Titel: |
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Liebe Matilde,
obwohl wir beide von 2011 bis 2017 zusammen hier im Forum waren,
kann ich mich leider nicht mehr an Dich erinnern.
Trotzdem schreibe ich " willkommen zurück " und ich schicke Dir ganz viele
_________________ Müde macht uns die Arbeit,
die wir liegen lassen ,
nicht die, die wir tun.
(Marie v.Ebner-Eschenbach )
Das Glück hängt nicht davon ab,
wie viel wir haben,
sondern wie viel Freude wir daran haben.
( Otto von Frohnau ) |
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Matilde
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.05.2014 Beiträge: 742
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Locki

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.01.2011 Beiträge: 8003
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Verfasst am: 04.09.2018, 18:31 Titel: |
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Liebe Matilde,
in diesem Jahr habe ich leider sehr wenige Fahrradtouren gemacht.
Wir hatten einen turbulenten Sommer.
Unsere Tochter hat geheiratet, unser Sohn war mit der Familie hier.
Und ganz blöd, der Sommer war mir zu heiß.
Wenn es mir gut geht, stehe ich im Sommer sehr früh auf und fahre mit dem Fahrrad los. Aber in diesem Sommer kam ich morgens leider sehr schwer aus dem Bett. _________________ Müde macht uns die Arbeit,
die wir liegen lassen ,
nicht die, die wir tun.
(Marie v.Ebner-Eschenbach )
Das Glück hängt nicht davon ab,
wie viel wir haben,
sondern wie viel Freude wir daran haben.
( Otto von Frohnau ) |
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