klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
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Verfasst am: 26.01.2014, 03:07 Titel: Leihgabe - in welchem Zustand zurück |
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Hallo Ihr Lieben,
bin momentan ein bisschen unsicher und habe eine Frage an Euch.
Freunde haben mir, weil ich ja lange keine Küche hatte (und habe) einen süßen Mini-Ofen ungefragt vorbeigebracht (ein sehr chices, tolles Gerät).
Die Beiden handeln halb professionell mit solchen Dingen bei E-bay und auf dem Flohmarkt.
Zunächst habe ich mich unheimlich gefreut, weil ich endlich mal wieder etwas hätte überbacken können oder Pizza machen. Dann aber, als sie ihn beim vorbeibringen näher ansahen beschlossen sie das eigentliche Heizteil auszubauen und zum Reinigen wieder mitzunehmen.
Den Rest des Ofens sollte ich quasi als Dank für die Leihgabe reinigen. So war es ausgemacht, sie sagten sie würden das Heizteil in der nächsten Woche vorbeibringen.
Das ist jetzt viele Monate her und die Hälfte des Ofens steht seitdem ungenutzt bei mir rum und verstaubt. *seufz*
Da ja nun doch bald eine Küche kommt, habe ich beschlossen ihnen das Teil das bei mir steht zurückzubringen, da ich es eh nicht nutzen kann und es bei mir nur einstaubt ... muss es nun aber ja noch reinigen.
Das stellte sich nun doch als schwieriger raus als gedacht.
Insgesamt habe ich heute schon 30 Minuten daran herumgeschrubbt (+ jeweils 3 x 20 Minuten Einwirkzeit der diversen Mittelchen) und bin noch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen.
Dazu muss man sagen, dass die Beiden mir auch versprochen hatten Lampen und diverse Dinge hier in der Wohnung aufzuhängen, dann Werkzeug (u.a. Bohrer für ihre Bohrmaschine) vergessen hatten. Für die spontane Neuanschaffung habe ich bezahlt ... aufgehängt haben wir dann eine Lampe und einen Vorhang, danach ward nichts mehr von ihnen gehört, bis ich Ihnen irgendwann ihren Werkzeugkasten zurückbrachte und einen Handwerker engagierte.
Dafür bin ich ihnen nicht böse, ich will nur erklären, dass sie sich eben nicht (immer) ganz genau an Versprechen halten.
Nun überlege ich, ob ich die Zeit investieren "muss" um den Ofen lupenrein zu säubern (ich schätze mind. noch 1 Std. reine Putzzeit) damit er dann verkauft werden kann. Versprochen hatte ich es ja.
Allerdings habe ich ihn ja gar nicht benutzen können ... bzw. auch gar nicht darum gebeten ihn geliehen zu bekommen und damit jetzt eigentlich nur Aufwand gehabt. (Ofenreiniger besorgen, putzen, Ofen zurückbringen)
Andererseits war es ja schon lieb dass sie ihn vorbeigebracht und an mich gedacht haben.
Was würdet ihr tun? Reicht eine grobe Reinigung oder ist das kleinlich und blöd? |
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Verfasst am: 26.01.2014, 03:07 Titel: Anzeige |
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Waldtroll
Anmeldungsdatum: 13.05.2013 Beiträge: 227
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Verfasst am: 26.01.2014, 10:07 Titel: Re: Leihgabe - in welchem Zustand zurück |
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hej Mademoiselle,
spontan war mein erster Gedanke: Warum um Himmels Willen willst du das Ding jetzt reinigen statt es einfach so zurückzugeben, wie es ist?
Da würde sich bei mir der Gerechtigkeitssinn stark melden - die haben dich ungefragt mit etwas beglückt (schön, aber auch bisschen übergriffig), die Hälfte ausgebaut, so dass es bei dir nur Staub und Platz fängt und dir keinerlei Nutzen bringt.
Kommt jetzt auch auf dein Verhältnis zu den beiden an und wie du das zukünftig gestalten möchtest.
Ich würde aber die Ofensache erstmal losgelöst davon betrachten und da haben sie dich nicht unterstützt sondern dich angefüttert und mit zusätzlicher Ballast hängen lassen.
ich glaube, bei mir hätte sich darüber so viel Ärger angesammelt, dass ich ihnen das Teil komplett so wie es die ganze Zeit ungenutzt rumstand zurückgegeben hätte mit dem Hinweis, gereinigt ist es nicht, da du es nicht nutzen konntest und sie sich nicht an eure Vereinbarung hielten.
Ist das zu hart? Nö, so würde sich ein Nichtmessie verhalten (hab gerade Besuch hier von Kumpel mit Freundin und sie mal nach ihrer Meinung gefragt).
Ich meine, die beiden kennen doch deine Situation. Ich erwarte jetzt von Nichtmessies nicht das Einfühlungsvermögen wie wir das haben aber dass ein halber Ofen dir nix nutzt sondern dir nur die Küche zustellt, sollte ihnen schon klar sein.
Ich kenne das auch mit dieser vermeintlichen Hilfe. Eine Freundin war mal bei mir um mir bei ein paar Kleinigkeiten zu helfen, eigentlich eher wegen der Farbauswahl beraten, danach wollte sie mir zeigen, wie man eine Halblanghaarkatze richtig bürstet.
Zu der Zeit hatte mir mein Vater gearde eine wunderschöne mehrfach matt lackierte Tischplatte für meinen Wohnzimmertisch zum Geburtstag geschenkt, weil die ehemalige Glasplatte beim Umzug von der Vermieterin einfach behalten wurde.
Wir besprechen noch, dass man fremde Katzen erstmal mit Abstand und Vorsicht behandelt und sich nicht auf sie stürzt. War sie ganz meiner Meinung.
Was tut sie? Als mein Muskelpaket von Kater sich erwartungsgemäß wehrt (hatte ich ihr angekündigt), hält sie ihn fest und steigert sich dann so richtig rein.
Statt ihn loszulassen, kämpft sie mit ihm einen Machtkampf, was mich schon total sauer machte, und das Ende vom Lied war ein saurer Kater und eine völlig zerkratzte Tischplatte.
Als ich es ihr zeigte, redetete sie sich heraus, das könne man ja abschleifen und neu lackieren. Ja klar, nach nur einer Woche Benutzung!
Weder hat sie das reflektiert noch ihren Anteil gesehen und sich entschuldigt schon gar nicht. Seitdem ist Funkstille zwischen und ich finde das nicht schlimm.
Was ich damit sagen will.... horche in dich rein, welche Erwartungen du an diese Freundschaft hast. Freundschaften sind nun mal nicht komplett selbstlos, es sind immer Erwartungen dran geknüpft und damit meine ich jetzt kein Ausnutzen des anderen.
Aber Dinge wie Zuverlässigkeit, sich an Absprachen halten oder wenn nicht, zumindest eine Erklärung - das scheinst du ja zu erwarten und das ist auch eine ganz normale Erwartungshaltung.
Sie blockieren dich ja eher in deiner Entwicklung, so wie es mit den Dingen, bei denen sie dich unterstützen wollten lief.
Deine Konsequenz war ein teurer Handwerker.
so hätte ich wahrscheinlich auch gehandelt.
Ich weiß aber auch nicht, ob ich jetzt für dich der richtige Ratgeber bin. Die meisten handwerklichen Sachen, eigentlich bisher nahezu alles bis auf Installationen Wasser habe ich von meinem Vater erledigen lassen, der zwar ne cholerische Ader hat und erstmal austickt, wenn er mal wieder was machen soll, aber man kann sich dann hundertprozent drauf verlassen, dass es perfekt und genau so wie ich mir das vorstelle erledigt wird.
Das ist aber auch eine Abhängigkeit, aus der ich unbedingt raus möchte. Wenigstens ein Stück weit. Fliesen verlegen werd ich nicht lernen, aber Regale anbringen, mit der Bohrmaschine hantieren usw, damit man wenigstens nicht wegen jeder Kleinigkeit fragen muss.
Was mir noch einfällt: vielleicht wollten die beiden das Ding ja auch loswerden und haben es deshalb ungebeten zu dir gebracht? Sicher, in dem Glauben, es wird dir helfen. Das ist ja auch nett, aber es ist ganz klar eine eigennützige Handlung.
ich weiß, wovon ich rede. Nachdem meiner Motte jetzt ein Zypergras eine Woche in der Nase steckte (und der TA sie auf Erklätung behandelte, bis sie nach mehrmaligen Inhalieren mit Salbei einen heftigen Niesanfall hatte und der Grashalm aus der Nase schaute) hab ich mein wunderschönes großes Zyperngras einer Freundin geschenkt. Ich hätte es kaum übers Herz gebracht, eine Pflanze wegzuwerfen.
ich hab sie natürlich gefragt und sie wollte vorbeikommen es sich anzuschauen. Es gefiel ihr und sie nahms mit. Ich hatte dennoch ein super schlechtes GEwissen, weil sie auch ein Messieproblem hat und ich nicht dabei helfen möchte, ihr Haus noch voller zu machen und Pflanzen sind ja auch eine zusätzliche Verantwortung. War also meinerseits keine uneigennützige Handlung.... so könnte ich mir das bei deinen beiden auch vorstellen. Der Mensch ist nun mal auch durch und durch ein eigennütziges Wesen und wenn er vermeintlich etwas aus Altruismus tut, ist das auch nur verschleierter Egoismus.
jeder trägt aber auch eine Eigenverantwortung. Meine Freundin für ihr Haus, du für deine Küche und auch die Entscheidung, dass dir das Ofengeschenk eher schadet als nutzt.
Ich finde, das dürfen die ruhig auch wissen!
Es klingt für mich auch so, als ob sie einfach sehr viel um die Ohren haben mit ihrem Tauschhandel... (Werkzeug bei dir vergessen, du trägst es ihnen nach). Das ist aber nicht dein Problem. Es wird aber zu deinem Problem, sobald sie dich unterstützen. Dann sind sie unzuverlässig und du sitzt wochenlang auf Kohlen deshalb. Das ist echt blöd und könnte dich auch zurückwerfen.
Ich find das überhaupt ne super Idee, diesen nichtsnutzigen Ofen noch vor deiner neuen Küche am Schlawittchen zu packen....
damit du den Kopf frei hast für deine neue Küche und dich nicht über solchen Ballast ärgerst.
Schön, dass du das Ding nicht einfach im nächsten Schlund (in deinem Bereich) versenkt hast sondern es offensiv angehst und lösen möchtest.
Das ist eine ganz tolle Entwicklung, auf die du auch sehr stolz sein kannst.
Verständlich, dass du deine Bekannten für ihre Hilfe nun nicht vor den Kopf stoßen möchtest. Aber es kann auch befreiend sein, unter die Ofensache nun einen Schlussstrich zu ziehen und ihnen dabei zu zeigen, dass du auf Geschenke, die nicht wirklich welche sind, weil nicht zu gebrauchen, zukünftig verzichten kannst. ein Pferd lässt man ja auch nicht an der Karotte riechen und nimmt sie dann wieder mit. Das ist sogar ziemlich gemein  |
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kleinesach
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.04.2013 Beiträge: 604 Wohnort: im schönen Land Brandenburg
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Verfasst am: 26.01.2014, 11:24 Titel: |
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Hallo Ihr Beiden
so viel Worte (und Zeitaufwand) für einen defekten Miniofen
Ich finde, Mademoiselle Bagatelle, Du hast jetzt genug Zeit und Aufwand betrieben und der Miniofen braucht keine weitere Aufmerksamkeit ...
Was hälst Du von der Version, daß die Leihgabe abgeholt wird ?
Die Helfer haben sie gebracht und jetzt steht sie zum Abholen bereit ...
(ich glaub die Helfer waren nicht freundlich)
Liebe Grüße und die Puschelinen tanzen für uns alle:
 _________________ Beste Grüße von kleines Ach ? ja ... kleine Sach ... ja Wohl  |
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Staubflocke
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.11.2012 Beiträge: 291
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Verfasst am: 26.01.2014, 11:30 Titel: |
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Ich würde ebenfalls das Gerät so wie es ist, zurück geben mit dem Hinweis, das du es wegen dem fehlenden Teil nicht nutzen konntest und deshalb keinen Anlaß gesehen hast, es zu reinigen.
Keine weitere Erklärung abgeben,keine Entschuldigung,nichts.
Denn im Verhältnis gesehen haben sie ja auch wenig von dem gehalten(aus welchen gründen auch immer und wenn ich Freunden wirklich helfen will,dann finde ich auch Zeit dafür!!), was sie dir versprochen haben-warum also solltest du dir jetzt,überspitzt ausgedrückt, für sie ein Bein ausreißen?? Würde ich nicht einsehen....... |
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Waldtroll
Anmeldungsdatum: 13.05.2013 Beiträge: 227
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Verfasst am: 26.01.2014, 11:56 Titel: |
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jaaa, stimmt, soviel gebündelte Energie wegen so eines unnützen Ofens...
hab mich da jetzt mit reinziehen lassen
Ein Sozialarbeiter in unserer Verwandtschaft sagte mal, Familie ist und bleibt immer ein Aushandlungsprozess. Genauso gilt das für Freundschaften und alle zwischenmenschlichen Beziehungen.
Da würd ich jetzt möglichst energiesparend und schadensbegrenzend genauso handeln wie von goselma und Staubflocke vorgeschlagen.
Keine Entschuldigungen, Erklärungen, Diskussionen.
Schnelle Lösung deines Problems und gleich einen Termin für Abholung setzen.
das ist ne gute Konsequenzübung  |
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Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
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Verfasst am: 26.01.2014, 12:33 Titel: |
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Hm, also abholen lassen ist zwar eine super Idee, ich fürchte dann steht der Ofen aber nächstes Jahr um diese Zeit noch immer hier .
Im Zuge der Neuverlegung von Leitungen ist meine Wohnung ja unter einem Meer von Staub verschwunden (und der Mini-Ofen auch, der war nämlich im Epizentrum der Bohrarbeiten).
Vom Staub befreit würde ich ihn jetzt einfach gerne loswerden, deswegen werde ich in diesem Fall in den sauren Apfel beissen und ihn den Beiden vorbeibringen.
Putzen werde ich ihn nach Euren Beiträgen wirklich nicht mehr viel. Ich habe ihn über Nacht mit Backofenspray einweichen lassen, was damit noch abgeht gut, alles andere bleibt.
Dass sie ihn nur loswerden wollen halte ich für unwahrscheinlich, weil es wirklich ein sehr besonderes Teil ist (es war auch kein Geschenk sondern ausdrücklich eine Leihgabe).
Im Grunde ist es fast schon ein Designobjekt und dazu ein funktionierender Umluftherd (also kein Sperrmüll, will ich damit sagen).
Die Beiden haben mir nach der Trennung zur Seite gestanden und mir viel geholfen, deshalb und weil ich auch immer das Gefühl habe, dass man wenn man selbst der größte Schluri auf Erden ist, man bei anderen nicht anfangen kann kleinlich zu werden, war ich da etwas zögerlich.
Nun gebe ich den Herd aber ja nicht komplett verdreckt, sondern in besserem Zustand als vorher zurück - ich denke (inzwischen) auch das sollte wohl reichen.
Danke Euch! für die viele Zeit und Mühe und die Gedanken. |
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kleinesach
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.04.2013 Beiträge: 604 Wohnort: im schönen Land Brandenburg
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Verfasst am: 26.01.2014, 12:45 Titel: gern geschehen :-) |
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Hallo allerseits
Danke Waldtroll,
da hab ich doch wieder neue Anregungen aufgenommen ...
Familie ist ein Aushandlungsprozess ...
ich find das so spannend, mitzubekommen, wie wir uns verändern und trotzdem in den alten Mustern hängenbleiben ...
Ganz ganz liebe Grüße  _________________ Beste Grüße von kleines Ach ? ja ... kleine Sach ... ja Wohl  |
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Kugelrund

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.09.2013 Beiträge: 1915 Wohnort: RLP
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Verfasst am: 26.01.2014, 13:24 Titel: |
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die einfachste Lösung wäre doch: Anrufen und fragen, ob sie ihn noch brauchen. Wenn nicht, dann ab auf den Sperrmüll (oder wenn es Geld kostet, zurückbringen, sodass sie sich darum kümmern).
Wahrscheinlich haben sie das Teil eh schon vergessen und können selber nichts mehr damit anfangen. _________________
Liebe Grüße, Kuru
Kugelrunde Routinen
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Pearl

Anmeldungsdatum: 12.06.2012 Beiträge: 14487 Wohnort: zuhause
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