klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

|
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
|
Verfasst am: 08.12.2013, 12:32 Titel: Buchtip: "Magic Cleaning" von Marie Kondo |
|
|
Hallo an alle,
heute ein Buchtip zum entrümpeln, ich habe ihn von einer Frau aus meiner Messie SHG und habe mir das Buch letzte Woche aus der Bücherei geholt.
Zunächst war ich ein wenig erschrocken, weil ich es für Messies komplett ungeeignet fand (für Vollmessies ist es auch ungeeignet, ein bisschen "Grund" braucht es für die Methode schon).
Ausserdem empfand ich die Autorin zunächst als ziemlich unangenehm und putzteufelig - aber ich muss sagen, je weiter ich im Buch komme, desto mehr leuchten mir ihre Methoden ein.
Dabei gibt es auch schöne Hinweise, die die Entscheidung darüber was weg kann und was bleiben darf enorm erleichtern kann.
Wichtig finde ich auch, dass man zunächst nur erforschen soll, warum und für wen man aufräumen möchte und sich das Ergebnis so deutlich wie möglich visualisieren soll.
Inzwischen kann ich mir vorstellen mit Hilfe eines Coaches diese Methode für mich umzusetzen.
Ich habe einen Blog gefunden in dem das Buch recht ausführlich besprochen ist (und man kann die Besprechung sogar als Podcast hören)
Vielleicht für die eine oder andere auch eine schöne Anregung.
Ausmisten und Aufräumen als Persönlichkeitsentwicklung
Der Beitrag als Podcast zum Nachhören |
|
| Nach oben |
|
 |
Anzeige
|
Verfasst am: 08.12.2013, 12:32 Titel: Anzeige |
|
|
|
|
| Nach oben |
|
 |
Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
|
Verfasst am: 04.01.2014, 15:11 Titel: |
|
|
Ich wollte gerne noch was zu dieser Methode schreiben und erklären warum ich sie so sympathisch finde.
Nachdem ich meine Messie SHG vor Weihnachten wohl ziemlich verschreckt habe, möchte ich nicht dass die Methode hier auch falsch ankommt.
Zunächst las sich das Buch für mich recht befremdlich, weil immerzu von Perfektition die Rede ist und davon dass man alles gleich und sofort und auf einen Schlag erledigen soll.
Im Unterschied zu 99% aller anderen Ratgeber ist das natürlich das komplette Gegenteil.
Alles gleich und sofort bedeutet aber ca. innerhalb eines halben Jahres (und ich denke für Messies eher noch länger)
Ich glaube, dass die Methode sich sicher nicht für jeden eigenet (ob nun Messie oder nicht) aber ich finde sie hat viele sehr schöne Ansätze.
Was ich an dieser Idee mag
Zunächst soll man sich visualisieren wie man idealerweise leben möchte (also richtig in Bildern) , als ich mir das mal klar gemacht hatte gingen mir plötzlich ziemlich viele Lichter auf was ich dazu konkret verändern muss.
Dann kommt der Entschluss sich nur noch mit Dingen zu umgeben die einen glücklich machen.
Das finde ich eine wundervolle Vorstellung.
Dabei geht es auch darum Dinge in die Freiheit zu entlassen die man nicht braucht, oder die einen nicht glücklich machen.
Irgendwie taten mir Gegenstände immer leid, die ich weggeworfen oder weggeben habe. Magic Cleaning sagt aber: ein Gegenstand der nicht benutzt wird und nur in der Ecke liegt ist in diesem Zustand nicht glücklich. Er ist glücklich wenn man ihn in die Freiheit entlässt oder jemandem gibt der ihn braucht und benutzt.
Beim aussortieren soll man jeden Gegenstand in die Hand nehmen und fühlen ob er einen glücklich macht oder nicht ... das finde ich sehr hilfreich.
Aussortiert wird nach Gruppen: also ... alle Kleider des gesamten Hauses auf einen Haufen und dann im Ganzen aussortiern. Das finde ich genial, denn wie oft habe ich schon aussortiert nur um dann in einer Kommode nochmal 10 T-Shirts zu finden
Das sind mal die ersten vier Punkte ... weitere folgen bald. |
|
| Nach oben |
|
 |
kleinesach
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.04.2013 Beiträge: 604 Wohnort: im schönen Land Brandenburg
|
Verfasst am: 04.01.2014, 16:47 Titel: |
|
|
Hallo
ich glaub ich hab den kasus knaktus gefunden:
Marie Kondo geht mit den Sachen "wertschätzend" um,
Ich stör mich ja schon länger an den Worten wie: Gerümpel und Müll, Sachen für die ich viel Geld gezahlt habe und nur weil ich sie nicht nutzen kann, sind kein Müll, Krempel oder Gerümpel.
mein
 _________________ Beste Grüße von kleines Ach ? ja ... kleine Sach ... ja Wohl  |
|
| Nach oben |
|
 |
Amaryllis Gast
|
Verfasst am: 05.01.2014, 21:33 Titel: |
|
|
| Mademoiselle Bagatelle hat folgendes geschrieben: | | Irgendwie taten mir Gegenstände immer leid, die ich weggeworfen oder weggeben habe. Magic Cleaning sagt aber: ein Gegenstand der nicht benutzt wird und nur in der Ecke liegt ist in diesem Zustand nicht glücklich. Er ist glücklich wenn man ihn in die Freiheit entlässt oder jemandem gibt der ihn braucht und benutzt. |
Oh Mademoiselle, Du glaubst gar nicht, wie erleichtert ich bin, dass ich nicht als Einzige so denke! Ich komme mir immer richtig gemein vor, wenn ich Sachen einfach so weggebe oder gar wegwerfe, und ich habe regelrecht Angst, dass sie sich dann ungeliebt und abgelehnt fühlen. Verrückt, oder? Ich möchte lieber nicht wissen, was das einem Psychologen über mich erzählen würde...
Deswegen fällt es mir auch besonders schwer, mich von Sachen (auch Klamotten) zu trennen. Wenn ich mir aber jetzt vorstelle, dass es die Sachen "glücklich macht", wenn sie wieder unters Volk kommen, hilft mir das enorm! Ich glaube, ich muss mir das Buch auch mal zulegen.
Das mit der Wertschätzung, wie Goselma sagt, käme mir auch sehr entgegen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Kellervoll

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.04.2012 Beiträge: 3501
|
Verfasst am: 05.01.2014, 23:24 Titel: |
|
|
Ich habe das Buch auch gerade gelesen ... der Ansatz "nur was mich glücklich macht darf bleiben" fasziniert mich schon mal.
Momentan habe ich sowieso eine relativ "universelle" Phase - also ich stelle immer wieder fest, das ich sehr auf mein Bauchgefühl achte und damit im Moment gut umgehen kann. Das Universum wird schon wissen was richtig ist!
Im Ernst, warum sollte ich mich zu Hause, in meinem friedlichen Platz, mit Sachen umgeben die mich nicht glücklich machen. Eigentlich stressen mich die Sachen ja regelrecht: Jedes Teil das ich besitze braucht meine Aufmerksamkeit!
Das ist ein bischen wie bei der eigenen Hochzeit. Man freut sich, dass so viele liebe Menschen da sind, aber eigentlich hat man für niemanden richtig Zeit. Die Aufmerksamkeit muss so viel verteilt werden, dass niemand wirklich etwas davon hat (der schönste Teil unserer Hochzeit, außer dem Jawort, war der Abend vorher, als wir den Raum geschmückt hatten und dann mit unseren besten Freunden abends zusammen saßen).
Zu Hause möchte ich mich auch lieber mit meinen Büchern beschäftigen, meine Fotoalben ansehen und in 5 Minuten entscheiden was ich am nächsten Tag anziehe als mich ständig damit zu beschäftigen was ich jetzt mit dem Teil mache. So lange es sich in meiner Umgebung befindet habe ich es im Unterbewußtsein, dass irgendeine Entscheidung getroffen werden muss - Werfe ich es weg? Behalte ich es? Wo stelle ich es dann hin? Wenn ich es wegwerfe, werde ich es dann wieder brauchen? Ist es mir wichtig? Reicht auch ein Foto? ...
Mein Weg ist sicherlich nicht so drastisch wie der Magic Cleaning Weg, aber ich habe mir auch meinen Traum ausgemalt, z.B. den leeren Keller und stelle fest, dass ich mich deutlich in diese Richtung bewege ...
Auf jeden Fall ist unser Kasperltheater glücklicher wenn wieder Kinder damit spielen, als wenn es noch 10 Jahre im Keller rumsteht und dann weggeworfen wird!  _________________ Jedes Ding das ich besitze braucht meine Aufmerksamkeit!
Liebe Grüße
Kellervoll |
|
| Nach oben |
|
 |
Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
|
Verfasst am: 06.01.2014, 00:52 Titel: |
|
|
| Amaryllis hat folgendes geschrieben: | | Mademoiselle Bagatelle hat folgendes geschrieben: | | Irgendwie taten mir Gegenstände immer leid, die ich weggeworfen oder weggeben habe. Magic Cleaning sagt aber: ein Gegenstand der nicht benutzt wird und nur in der Ecke liegt ist in diesem Zustand nicht glücklich. Er ist glücklich wenn man ihn in die Freiheit entlässt oder jemandem gibt der ihn braucht und benutzt. |
Oh Mademoiselle, Du glaubst gar nicht, wie erleichtert ich bin, dass ich nicht als Einzige so denke! Ich komme mir immer richtig gemein vor, wenn ich Sachen einfach so weggebe oder gar wegwerfe, und ich habe regelrecht Angst, dass sie sich dann ungeliebt und abgelehnt fühlen. |
Hihi, ja ... so geht es mir auch, bei Gegenständen mit "Gesicht" (also entweder wirklich Plüschtiere oder so, oder auch Dinge in denen man mit Phantasie ein Gesicht sehen kann*) wird es noch schwieriger.
Das darf man gar niemand (ausser den Klaras erzählen).
*
 |
|
| Nach oben |
|
 |
Amaryllis Gast
|
Verfasst am: 06.01.2014, 20:00 Titel: |
|
|
Ha, die haben aber auch wirklich tolle Gesichter! Wahnsinn - wenn die einen so anschauen... also echt...
Ganz schlimm ist es bei mir auch mit Pflanzen. Ich entschuldige mich jedesmal bei einem verblühten Blumenstrauß (und ich meine wirklich verblüht, ich lasse sie immer so lange stehen, bis sie fast kompostiert sind!) wenn ich ihn in die grüne Tonne entsorge
Puh, wirklich, das darf man nur hier bei den Klarissen erzählen... |
|
| Nach oben |
|
 |
Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
|
Verfasst am: 08.01.2014, 19:28 Titel: |
|
|
Was auch an dem Konzept besticht, ist dass es eben nicht darum geht die vielen, vielen Dinge möglichst effizient zu verstauen (mit tollen Kisten und Systemen und Ordnern und Dingen) sondern eben so weit zu entrümpeln, dass man gar nicht mehr so viel Krempel hat der durcheinander kommen könnte.
Habe mir die Tage das System von Alejandra Costello (extrem teures komerzielles Aufräumprogramm) und schaute mir eines ihrer kostenlosen Videos bei youtube an.
Darin ging es um die Organisation des Nachttisches.
Die gute Frau hat auf/in ihrem Nachttisch folgende Dinge:
Lampe
Duftkerze
Ladekabel fürs Handy
Wecker
Telefon
Fußcreme
Wick Vaporub
Handcreme
Lipbalm
Vaseline
Tabletten
Taschenlampe
Textmarker
Buchzeichen
2 Kugelschreiber
3 Post-it Blöcke
3 Haarbänder
1 Packung Taschentücher
1 Schlafmaske
1 Entspannugsmaske (für die Mikrowelle)
1 Nackenwärmer (für die Mikrowelle)
1 Heizkissen
3 Paar Kuschelsocken
1 Staubtuch in einer gesonderten Tasche (zum täglichen wienern des Nachttisches)
7 (!!) Flaschen Wasser
Kabelbox
Genau das finde ich irgendwie den falschen Ansatz.
Mehr als eine Lampe einen Wecker und ein Buch brauche ich nicht ständig neben dem Bett.
Die Liste würde ja für eine halbe Himalaja Besteigung reichen.
Egal wie perfekt organisiert... der ganze Krempel da oben würde bei mir nach einer Weile immer zu Chaos führen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Amaryllis Gast
|
Verfasst am: 08.01.2014, 22:32 Titel: |
|
|
Ach du liebes Lottchen! Welche Ausmaße hat denn das Nachtkästchen von der Dame? Bei mir ist zwar auch mal wieder Überfüllung angesagt, aber ich hab da auch nur Lampe, Wecker, Taschentuchbox und jede Menge Bücher liegen.
Genau, ich möchte eben auch mal an den Punkt kommen, an dem ich eben nicht mehr zuviele Sachen habe als gut für mich sind, sondern genau so viele wie ich brauche und deshalb auch gut verstauen kann. Wenn ich wieder nur "Stauraum" auftue, in dem ich Dinge verschwinden lassen kann, ist mir wohl auch nicht wirklich geholfen.  |
|
| Nach oben |
|
 |
tranquilla trampeltreu
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.05.2013 Beiträge: 2025 Wohnort: Bayern
|
Verfasst am: 08.01.2014, 22:39 Titel: |
|
|
| Amaryllis hat folgendes geschrieben: | Wenn ich wieder nur "Stauraum" auftue, in dem ich Dinge verschwinden lassen kann, ist mir wohl auch nicht wirklich geholfen.  |
Das trifft es auch für mich ziemlich gut.
Mir ist beim Lesen der Nachtischkästchen-Bestückung auch ganz schwindelig geworden.
Ich habe auch oft in meiner Arbeitstasche so viel für alle Eventualitäten dabei und finde dann im Ersntfall nix. Oder ich hab z.B. auch erst daheim zufällig festgestellt, dass ich eigentlich sinnvolle Dinge dabeigehabt hätte, die mir unterwegs gefehlt haben, an deren Existenz in meiner überfüllten Tasche ich mich aber einfach nicht erinnert habe...
Also ganz eindeutig: Weniger ist (bzw. wird) mehr für mich.
LG
trampilla _________________ Don't ask yourself what the world needs.
Ask yourself what makes you come alive.
And then go and do that.
Because what the world needs is people who have come alive.
 |
|
| Nach oben |
|
 |
Amaryllis Gast
|
Verfasst am: 08.01.2014, 22:59 Titel: |
|
|
Oh - uh... die Tasche! Also da fühl ich mich ja auch gleich mit ertappt! Meine Tasche ist gar nicht sooo riesig groß, aber was da alles reingeht! Und vor allem drinnen ist und nix drin verloren hat! Ich wundere mich andauernd, warum das verflixte Ding immer schwerer wird, aber kein Wunder!
Neulich hab ich mal reingeschaut, weil's mir echt zu schwer geworden ist. Die Hälfte Zeugs hab ich gleich mal rausgenommen und dann gestaunt, was immer noch so alles an nützlichen Sachen drin war. Da geht's mir wie Dir, Tranquilla, ich hätte auch öfter mal was davon brauchen können, hatte aber keine Ahnung mehr, dass ich's dauernd mit mir rumgeschleppt hab. |
|
| Nach oben |
|
 |
Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
|
Verfasst am: 09.01.2014, 01:16 Titel: |
|
|
| Amaryllis hat folgendes geschrieben: | Ach du liebes Lottchen! Welche Ausmaße hat denn das Nachtkästchen von der Dame? |
Gar nicht sooo groß wie man denken könnte, alles eben sehr raffiniert verstaut ... genau dagegen spricht sich Magic Cleaning aber aus.
Da geht es nicht darum immer mehr auf immer weniger Platz unterzubringen, sondern darum Balast abzuwerfen, weil man sich die Sorge ums Verstauen dann im Zweifelsfall gar nicht mehr machen muss.
Das mit der Tasche ist ein super Beispiel ... was habe ich früher nicht alles mitgeschleppt.
Mini-Locher, Mini-Hefter, Mini-Tesarolle, Mini- was weiß ich ... und im Zweifelsfall dann nicht mal einen Kuli gefunden.  |
|
| Nach oben |
|
 |
Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
|
Verfasst am: 19.01.2014, 23:54 Titel: |
|
|
Zum Thema Tasche:
Marie Kondo schlägt vor, dass man jedes Mal wenn man heimkommt die Tasche komplett leer macht und alle Dinge an ihren Platz legt.
Damit sich die Tasche von ihrer Aufgabe ausruhen kann.
Seit ca. 2 Wochen mache ich das so. Das hat den riesigen Vorteil, dass ich sofort merke wenn etwas fehlt, dass sich kein Müll in der Tasche ansammelt und ich allgemein nur noch ganz wenig mit mir herumschleppe! Ich finde es super! |
|
| Nach oben |
|
 |
Kellervoll

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.04.2012 Beiträge: 3501
|
Verfasst am: 20.01.2014, 14:19 Titel: |
|
|
Ja, das Problem mit dem immer mehr Stauraum kenne ich auch, als wir von der Wohnung ins Haus gezogen sind hätte es ja weniger Krempel werden können, weil doch alles perfekt verstaut werden konnte. Statt dessen wurde es immer mehr, weil man vor lauter Stauräumen nichts mehr findet und ständig vergisst was man schon hat!
Ich arbeite daran alle Stauräume regelmäßig durchzugehen, dazu gehören auch Schulranzen und Taschen und Rucksäcke (ganz böse Falle!)
Nun, was in Magic Cleaning beschrieben wird ist so etwas ähnliches wie die Begrenzungsmethode mit der viele Psychologen arbeiten. Für jede Art von Gegenständen gibt es eine bestimmte Menge Platz z.B. ein Regal im Schrank für T-Shirts. Wenn das voll ist kann nichts mehr gekauft werden oder etwas anderes muss dafür gehen. Funktioniert bei mir eigentlich ganz gut. Ich lerne so langsam mich zu beherrschen!  _________________ Jedes Ding das ich besitze braucht meine Aufmerksamkeit!
Liebe Grüße
Kellervoll |
|
| Nach oben |
|
 |
Waldtroll
Anmeldungsdatum: 13.05.2013 Beiträge: 227
|
Verfasst am: 20.01.2014, 20:43 Titel: |
|
|
| Mademoiselle Bagatelle hat folgendes geschrieben: | | Was auch an dem Konzept besticht, ist dass es eben nicht darum geht die vielen, vielen Dinge möglichst effizient zu verstauen (mit tollen Kisten und Systemen und Ordnern und Dingen) sondern eben so weit zu entrümpeln, dass man gar nicht mehr so viel Krempel hat der durcheinander kommen könnte. |
.....oder erst gar nicht so viel überflüssiges Gekrempel ranzuschaffen
Nein, ist gar nicht zum Lachen; bei mir zumindest steckt hinter dieser Erkenntnis eine ganze jahrelange Tragik.
So ein Buch hätte mir sicher einiges erleichtert und mir die Augen geöffnet.
Ich befürchte nur, dass ich in meinen Chaoszeiten gar nicht aufnahmebereit dafür gewesen wäre. Ich hätte es gelesen und im nächsten Moment schon wieder verdrängt.
wie jemand sagte, scheint es eher was für leichtere Ausprägungen zu sein oder aber eine Hilfe zur Selbsthilfe, wenn man sich schon auf den Weg gemacht hat und ein gewisses ständiges Problembewusstsein geschaffen hat und auch das Aushalten und Reflektieren schon trainiert hat.
Sonst erschlägt einen das Buch.....
Ich habs erst in die Finger bekommen, als ich mir etliche ebenso einfache wie geniale Erkenntnisse auf die harte Tour selbst erarbeitet hatte.
"Wenig" besitzen und nur das, was ich wirklich brauche und mir gut tut.
Dabei hat mir eine Phase sehr geholfen, in der ich wirtschaftlich ganz unten war.
Theoretisch zu hören, Vielkram macht nicht glücklich, ist die eine Sache, ich denke aber, man braucht für die Erkenntnis auch den Praxistest im eigenen Leben, um das wirklich für sich voll und ganz bejahen zu können.
Sonst macht man sich leicht vor und aus der Not eine Tugend.
Ich möchte ja keinesfalls asketisch und bescheiden leben, sondern mir einen gewissen Ehrgeiz bewahren, um meine Träume oder einige davon verwirklichen zu können. Das klappt nur, wenn ich mir auch die Möglichkeiten dafür schaffe.
Jedenfalls habe ich seit mindestesn einem Jahr, eher etwas länger, nahezu nichts mehr angeschafft, das ich nicht wirklich brauchte und wollte und an dem ich mich auch länger als die Sekunde des Inbesitznehmens erfreue.
Bei diesen Dingen achte ich dann auch auf gute Qualität und lege sie mir erst zu, wenn ich sie mir leisten kann. Egal ob Gebrauchtsgüter oder auch mal ein Luxus. Ich gehe auch sehr sehr sehr viel sorgfältiger und pfleglicher mit ihnen um, bin mir ständig ihres Wertes bewusst (egal wieviel sie kosteten). Früher hab ich schon mal eine Microwelle in der Dusche abgespült, weil ich sie monatelang nicht geputzt hatte... ich kann die elektrischen und elektronischen Geräte nicht zählen, die bei mir dem Wasser zum Opfer fielen. Unglaublich dumm...
Seither muss ich auch gar nicht mehr entrümpeln und effizienzieren. Alles hat seinen Platz und fühlt sich dort pudelwohl
was mir noch im Nacken sitzt, sind die verdammten Altlasten. Der ganze Keller ist voll damit und auch meine Büroecke in der Wohnung.
Komischerweise kann ich bei Fehlkäufer der "neuen Waldtroll-Ära" auch viel leichter loslassen. Hab da irgendwie keine so engen emotionalen Bindungen mehr wie früher.
Hab neulich mal Bettwäsche gekauft, blöderweise auch noch zweifach, weil sie so toll war in Farbe und Qualität, die sich katzentechnisch als völlig unbrauchbar erwies. Sehr feingewobene extraweiche Baumwolle, an der Katzenhaare einfach kleben blieben und sogar nach der Waschmaschine noch bombenfest hielten und sich auch nicht zusammenflusten.
Hab ich ohne großes Bedauern verschenkt.
Wäre früher nie möglich gewesen, ich hätte den Kram jahrelang von einer Ecke in die andere verschoben.
Einziger Schwachpunkt sind die Klamotten. Da funktioniert weder die Begrenzungsmethode so richtig gut, noch das sinnvolle Anschaffungsprinzip. Kaufe da immer noch zu viel nach Augenschmaus.
Andererseits bin ich auch nicht zu hart mit mir. Schlimmer waren die Zeiten, als Mode mich absolut nicht mehr interessierte und mir mein Äußeres total schnuppe war. Vernünftig in Mode- und Kleidungsfragen kann ich ja immer noch ab 50 werden... oder ab 80
ps. das Nachtschränkchen (eher ein Tisch) sah bei mir mal ganz ähnlich aus wie bei der der guten Frau (ich meine jetzt die Zeit als ich schon in Richtung Ordnung marschierte), bis ich es freiwillig und fast unbewusst immer mehr reduzierte. Einfach weil ich es satt hatte, so viel Arbeit mit einer an sich gut sortierten Ansammlung von Dingen zu haben.
Hab dann nach und nach immer mal umgesiedelt und jetzt sind dort nur noch Dinge, die ich täglich brauche und die dann auch offen rumstehen, weils mir zu viel Arbeit wäre, sie täglich in eine Schublade zu räumen (Handcreme, Kniesalbe, Ladekabel, Feuerzeug und ein Teelichthalter).
Stifte und Zettel haben für mein Wohlbefinden nix im Schlafzimmer zu suchen. Verirren sich dahin aber immer noch ab und an... sehr hartnäckig, die Biester.
Du findest schon noch deine Wohlfühlaura... wenn sie eben aus drei Dingen besteht, ist das so und da würde ich mich letztlich auch nicht an anderen oder Buchautoren orientieren. |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB 2.0.23 © 2001, 2002 phpBB Group

|