klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

|
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Sylvie Gast
|
Verfasst am: 05.11.2013, 15:51 Titel: |
|
|
Heute
Frühstück: klein geschnittenes Obst (Birne/Kiwi/1/2 Banane), gehackte Nusskernmischung, Leinsamen
zu Mittag: Junk Food: Knusprige Kartoffelwedges (aus Pellkartoffeln, mit wenig Öl und Extra-Umluft) mit Weißkohl/Möhrensalat sowie weißen Bohnen in Curryketchup extrahot (Grundketchup zuckerreduziert, aber ohne Süßstoff, von Heinz, von mir persönlich angeschärft und orientalisiert - ok, der ist nicht bio, aber dafür noch im Kühlschrank)
Abend: restliche Kartoffelsuppe von gestern, diesmal ohne Zwiebeln/Rucola, dafür mit ganz feinen bunten Paprikastreifen, Broccolistilen und geröstetem Brot.
Heute ist mein Experiment übrigens einen Monat alt. Insofern war ich auch mal auf der Waage: 59,6! Schön, schön Ich nehme auch da ab, wo ich es gerne hätte und in den letzten 10 Jahren zugelegt habe (Bauch/Taille).
LG Sylvie |
|
| Nach oben |
|
 |
Anzeige
|
Verfasst am: 05.11.2013, 15:51 Titel: Anzeige |
|
|
|
|
| Nach oben |
|
 |
ostermaus
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.03.2013 Beiträge: 1407 Wohnort: NRW
|
Verfasst am: 05.11.2013, 18:16 Titel: veganes bio-Projekt! |
|
|
Toll Sylvie!
Deine vegane Ernährung scheint Dir gut zu tun. Und Du hast schon dabei abgenommen!
Weiterhin viel Erfolg damit!
Ostermaus _________________ "Veränderungen brauchen Zeit. Aber ich werde es schaffen!" |
|
| Nach oben |
|
 |
Miss Molly
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2013 Beiträge: 393
|
Verfasst am: 06.11.2013, 09:45 Titel: |
|
|
Hallo Sylvie,
bei meiner Bohnenmischung steht: 8-12 Std. einweichen und dann 60 - 90 Min. kochen.
Weicht man in warmes oder kaltes Wasser ein?
In den Kühlschrank stellen?
Im Topf oder Schüssel einweichen. Abdecken?
Klares Wasser aus dem Hahn oder irgendwie vorher abkochen oder ähnliches? Du hast geschrieben klares Wasser? Wann kann man die Bohnenmischung dann etwas würzen? Ich stelle mir zum Beispiel Gemüsebrühe vor. Wie viel Backpulver pro 100 g?
Kann man die Bohnenmischung gekocht dann auch etwas aufheben z. B. im Kühlschrank?
Danke im voraus für die Antwort. _________________ Liebe Grüße Miss Molly
Glück ist Liebe, nichts anderes.
Wer lieben kann, ist glücklich.
Hermann Hesse
Ein Kompliment ist die charmante
Vergrößerung einer kleinen Wahrheit.
Johannes Heesters |
|
| Nach oben |
|
 |
Sylvie Gast
|
Verfasst am: 06.11.2013, 14:25 Titel: |
|
|
Hallo Miss Molly,
also zum Einweichen/Kochen:
1. Du kannst die Hülsenfrüchte wie auf der Packung angegeben in kaltem Wasser einweichen (müssen nicht in den Kühlschrank), dann abspülen, mit neuem Wasser aufsetzen, 10 Minuten bei starker Hitze kochen und dann garköcheln lassen (wie lange das dauert hängt auch von der Frische ab und von der gewünschten Konsistenz). Das anfängliche Kochen bei starker Hitze ist notwendig, um Toxine zu vernichten.
2. Du kannst die Hülsenfrüchte aber auch direkt mit Wasser in einem Topf 10 Minuten kochen, Topf vom Herd nehmen und zugedeckt 3 Stunden stehen lassen. Abseihen, neuen Topf nehmen, neues Wasser nehmen und nochmal 10 Minuten stark kochen und dann gar köcheln lassen. (Der Vorteil ist, dass sich die Einweichzeit dadurch verkürzt, mir ist das zu umständlich).
Backpulver oder Natron: 1 TL ans Kochwasser geben.
Das ganze Theater ist übrigens nur bei ganzen, ungeschälten Bohnen erforderlich. Es gibt auch geschälte Erbsen (Spliterbsen) oder Channa Dal (halbierte geschälte Kichererbsen).
Würzen: Wenn Du Salz bzw. Gemüsebrühe (die ja auch Salz enthält) dran gibst, werden die Hülsenfrüchte in der Regel hart. Also erst salzen/würzen, wenn die Dinger gar sind.
Aufbewahrung: in luftdicht verschlossenem Behälter, nicht einfach in der Tüte lassen.
2 oder 3 Tage kann man die Bohnen in einer Tupperbox o. ä. im Kühlschrank aufbewahren.
ABER: man kann Hülsenfrüchte auch problemlos einfrieren - nach dem Kochen gut abseihen und dann am besten portionsweise in Gefrierbeuteln oder evt. kleinen Gefrierdosen ins TK geben. Auf die Weise kannst Du immer ganz fix auf eine Portion zurückgreifen, sofern Du genug TK-Platz hast (ich hab leider zuwenig....)
LG Sylvie |
|
| Nach oben |
|
 |
Miss Molly
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2013 Beiträge: 393
|
Verfasst am: 06.11.2013, 17:48 Titel: |
|
|
Danke, für deine geduldige, ausführliche Antwort. Finde den "Umarmsmiley" nicht.
2 Fragen hätte ich spontan noch:
Gibt es unterschiedliche Backpulver - habe ich noch nie benutzt - wenn ja, welches soll ich nehmen und den Teel. auf wieviel Bohnen ? Gramm mein ich.
Soll ich die Bohnenmischung schon jetzt aus der Tüte nehmen oder erst, wenn ich die Packung angebrochen habe?
Danke _________________ Liebe Grüße Miss Molly
Glück ist Liebe, nichts anderes.
Wer lieben kann, ist glücklich.
Hermann Hesse
Ein Kompliment ist die charmante
Vergrößerung einer kleinen Wahrheit.
Johannes Heesters |
|
| Nach oben |
|
 |
Sylvie Gast
|
Verfasst am: 06.11.2013, 19:26 Titel: |
|
|
Baby, ich erzähl Dir gerne alles, was ich über Hülsenfrüchte weiß (und Du wahrscheinlich gar nicht wissen willst )
Also erst mal zum Backpulver/Natron - welchen Sinn hat das Zeug eigentlich beim Garkochen von Hülsenfrüchten:
"Die Zellwände der Hülsenfrüchte bestehen aus Pektinabkömmlingen, die den Zusammenhalt des Gewebes bewirken. In saurer Umgebung sind ihre Bindungen fester als in einer basischen Umgebung. Natron (bzw. Backpulver - Anmerkung von mir) ist basisch und hilft die Pektine zu spalten und die Hülsenfrüchte weicher zu machen"
Muss man nicht im Einzelnen kapieren - Hauptsache funktioniert. Du schaffst durch das Hinzufügen des Backpulvers einfach ein "alkalisches Kochmilieu", das die Bohnen beim Weichwerden unterstützt.
Du kannst "Kaisernatron" nehmen (gibts im Supermarkt) oder eben stinknormales Backpulver von Aldi oder wo auch immer Du einkaufst (ist immer das Gleiche drin). Zu der Menge: - setz einfach Deine Bohnen mit entsprechender Menge Wasser auf und gib einen gestrichenen TL Backpulver mit rein.
Ich würde die Bohnen unverzüglich gut verpacken. Ein luftdicht verschlossener Behälter kann eine entsprechende Plastikdose oder auch einfach ein leeres, ganz sauberes Glas mit Deckel sein (z. B. ein leeres Rotkohlglas o. ä.) Ich habe heute mal nachgelesen - mein indisches Expertenkochbuch empfiehlt sogar nur 6 Monate Aufbewahrungszeit insgesamt (von Einkauf bis Verzehr).
Ansonsten musst Du vielleicht auch mal ein bisschen selber rumexperimentieren und ggf. auch mal eine kleine Panne akzeptieren - trockene Hülsenfrüchte sind ja was Neues für Dich. Wenn ich an meine ersten Fischversuche denke - (zum Glück kosten Hülsenfrüchte deutlich weniger als frisches Zanderfilet.... was da nach schweißtreibender Arbeit rauskam war so ne Art Hack mit Gräten, dabei habe ich mich EXAKT an sämtliche Vorgaben gehalten )
Also, nur Mut! Milliooooonen Inder kriegen das routinemäßig hin........
Sylvie
PS: hatte noch einige Fragen überlesen - ich weiche die Dinger einfach in einer Müslischale mit unabgekochtem Wasser aus der Leitung ein. Ob man abdeckt, würde ich einfach mal vom Zustand der Küche abhängig machen - wenn's passabel sauber ist, halte ich das für unnötig, wenn die Küche grade ein "hygienischer Krisenherd" mit Kleingetierbefall ist, würde ich Lebensmittel sowieso generell schützen, also abdecken. |
|
| Nach oben |
|
 |
Miss Molly
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2013 Beiträge: 393
|
Verfasst am: 06.11.2013, 20:50 Titel: |
|
|
Jetzt muss ich aber lachen - du bist süß.
Wenn man von diesem Forum ausgeht, in dem wir uns befinden, ist es chaotisch nur in meinem Zimmer und dem angrenzenden Badezimmer.
Da ich zwei Mitarbeiter habe, die beide im Haus wohnen, ist es dort auf jedenfall sehr ordentlich. Unhygienisch sind vielleicht lediglich die vielen Tiere, denn sie verursachen sehr viel Staub und haben eine Menge Haare.
Deswegen wäre glaube ich abdecken schon ordentlicher. Für mich war die Frage nur, ob sie eventuell abgedeckt sein müssen, damit sie gut quellen.
Aber wirklich - vielen Dank, dass du dir diese Zeit nimmst, mir alles zu erklären.
Damit du weißt, von welcher Bohnenmischung ich die ganze Zeit rede | Code: | | https://www.blauer-planet.de/p_d,Wuerzige-und-pikante-Kueche,Reis-Huelsenfruechte-Pilze,.html&open=171&list=202&ArtID=2601&aktsite=2&search=&outlook= |
_________________ Liebe Grüße Miss Molly
Glück ist Liebe, nichts anderes.
Wer lieben kann, ist glücklich.
Hermann Hesse
Ein Kompliment ist die charmante
Vergrößerung einer kleinen Wahrheit.
Johannes Heesters
Zuletzt bearbeitet von Miss Molly am 06.11.2013, 21:35, insgesamt einmal bearbeitet |
|
| Nach oben |
|
 |
Sylvie Gast
|
Verfasst am: 06.11.2013, 21:21 Titel: |
|
|
| Interessante Mischung - ich hab mich schon immer gefragt, wie solche Mischungen aufgrund der extrem unterschiedlichen Garzeiten "funktionieren". Die Linsen werden völlig einköcheln - wahrscheinlich hast Du nachher was Bissfest-Cremiges. Bitte erzählen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Miss Molly
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2013 Beiträge: 393
|
Verfasst am: 06.11.2013, 21:38 Titel: |
|
|
Das steht genauso in der Beschreibung:
"Diese Mischung eignet sich für Eintöpfe und Suppen. Da die Linsen und Bohnen unterschiedlich schnell weich kochen, ergibt sich eine köstliche cremige bis bissfeste Konsistenz." _________________ Liebe Grüße Miss Molly
Glück ist Liebe, nichts anderes.
Wer lieben kann, ist glücklich.
Hermann Hesse
Ein Kompliment ist die charmante
Vergrößerung einer kleinen Wahrheit.
Johannes Heesters |
|
| Nach oben |
|
 |
Messina

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.05.2010 Beiträge: 8439 Wohnort: bei Hamburg
|
Verfasst am: 07.11.2013, 16:22 Titel: |
|
|
| Haderlump hat folgendes geschrieben: | | Danke für die Lagertipps zu Hülsenfrüchten! Ich greife nämlich meistens auf die in der Dose oder im Glas (wg. Preis nicht bio) zurück, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass die selbst eingeweichten auch nach gefühlten 48 Std. kochen noch steinhart waren. Wahrscheinlich waren sie also einfach bereits überlagert. |
Oder du hast vielleicht Salz bzw. Säure dazu gegeben?
Das ist mir nämlich anfangs öfter passiert, konnte ich leider alle wegtun, sogar die roten Linsen!
Hülsenfrüchte sollten erst nach dem Kochen gesalzen werden, ansonsten werden sie nicht weich.
Auch die Zugabe von säurehaltigen Zutaten wie beispielsweise Essig zu sauren Linsen, verlängert den Garprozess beachtlich.
Sie sollten also ebenfalls erst nach dem Garen zugegeben werden
http://www.gemuesekorb.info/huelsenfruechte/ _________________ Ja kleine Schnecke, besteige den Fuji,
aber langsam, langsam!
- Kobayashi Issa - |
|
| Nach oben |
|
 |
ostermaus
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.03.2013 Beiträge: 1407 Wohnort: NRW
|
Verfasst am: 07.11.2013, 22:22 Titel: Kichererbsen |
|
|
Ich habe das Problem mit dem Weichwerden nur bei Kichererbsen, obwohl ich während des Kochens weder Salz noch Essig dazu gebe.
Deshalb gibts bei mir in Zukunft wieder Linseneintopf! Da bekomme ich glatt Appetit darauf! Paßt ja auch zur Jahreszeit.
Ostermaus _________________ "Veränderungen brauchen Zeit. Aber ich werde es schaffen!" |
|
| Nach oben |
|
 |
Haderlump
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.08.2012 Beiträge: 2052
|
Verfasst am: 07.11.2013, 22:33 Titel: |
|
|
| Messina hat folgendes geschrieben: | Oder du hast vielleicht Salz bzw. Säure dazu gegeben?
Das ist mir nämlich anfangs öfter passiert, konnte ich leider alle wegtun, sogar die roten Linsen! |
Nö, Salz war höchstwahrscheinlich keins dran, ich glaube, das wusste ich bereits. Ich hatte mich glaub ich an einem Eintopf mit so dicken, weißen Bohnen versucht, weiß aber nicht mehr genau, ist lange her. Möglich, dass da Tomate drin war, und die Fruchtsäure der Übeltäter war.
Mal sehen, vielleicht starte ich demnächst mal wieder einen Versuch, es ist ja wieder die Jahreszeit für Eintöpfe und Suppen. Oder aber ich bleibe einstweilen bei der stressfreien Dosenware, weil ich eigentlich nie genau weiß, wie viel Zeit ich an einem bestimmten Tag zum Kochen habe, rechtzeitig dran denken muss, Trockenware einzuweichen, und diese dann auch verbrauchen muss.
Frage an die Hülsenfruchtexpertin Sylvie: Gibt es eigentlich eine Höchstgrenze für das Einweichen von Bohnen und Co. (außer dem offensichtlichen vergammeln )? Sprich, ich weiche heute Bohnen ein, um sie morgen zu kochen, schaffe das dann aber zeitlich nicht. Kann ich das tags drauf noch einfach verwenden, sollte evtl. nochmal zwischendrin das Wasser gewechselt werden? _________________ Lumpige Grüße!
-------------------------
Life is what happens to you while you're busy making other plans. (John Lennon) |
|
| Nach oben |
|
 |
Sylvie Gast
|
Verfasst am: 08.11.2013, 12:44 Titel: |
|
|
| Klar kann man Bohnen auch 48 Stunden einweichen... die dicken weißen sind übrigens die schwierigsten Kandidaten.... |
|
| Nach oben |
|
 |
Sylvie Gast
|
Verfasst am: 09.11.2013, 20:08 Titel: |
|
|
In den letzten 2 Tagen hatte ich hier die reinste "Butter"brotwirtschaft (also kalte Küche). Erstens Stress, zweitens erkältungsbedingt kaum Appetit und insofern auch keinen Plan, was ich mal vorbereiten/kochen/essen sollte.
Also gab es mal ne Gemüsebrühe mit TK-Suppengemüse, mal kleingeschnittenes Obst mit Nüssen und ansonsten ein schnelles geröstetes Vollkornbrot mit Avocado und Gurken/Tomaten. Das einzige, was ich in rauen Mengen vertilgt habe, waren Orangen.
Morgen will ich aber mal wieder "richtig", aber unkompliziert kochen.
Mittag: Vollkornspaghetti mit halben, in Olivenöl gebratenen Zucchinischeibchen, Zitronensaft, Knoblauch, glatter Petersilie
Abends: Kartoffel-Salat (Kartoffelsalat mit fein geschnittenen Salatherzen), gelben Paprikawürfelchen, Kürbiskernöl und Kürbiskernen.
In meinem Frühstücksmüsli sollen außerdem erstmalig Hanfsamen landen (ich mein' - wenn man schon nicht mehr raucht... ) Danach sollte ich mich fühlen wie Popey, der Seemann (mindestens, wenn man den Berichten über die vielseitig-heiltätige Wirkung von Hanf auch nur annähernd Glauben schenken darf. Interessant: Bis 1897 oder so ähnlich wurden in den USA Bauern bestraft, die KEINEN Hanf anbauten (weil man daraus so ziemlich alles herstellen kann, von Futter über Kleidung bis Dope) - und ein paar Jahre später: Aus die Maus. Knast - fürs selbe Programm. Soooo wetterwendisch ist die Welt)
Sylvie |
|
| Nach oben |
|
 |
Sylvie Gast
|
Verfasst am: 01.03.2014, 16:19 Titel: |
|
|
Liebe Leute,
dieser Thread liegt ja seit geraumer Zeit brach - und irgendwie finde ich, dass es mal Zeit für ein Resümee ist.
Nein, ich esse nicht mehr vegan, auch nicht vegetarisch.
Die Gründe:
1. Ich konnte mich letztlich nicht mit Sojaprodukten anfreunden, weder geschmacklich, noch mental. Sojanudeln/-geschnetzeltes esse ich durchaus gerne - von nicht fermentiertem Soja sollte man aber nicht allzuviel verzehren.
Alles, was in Richtung Milchprodukt geht, habe ich nicht WIRKLICH gern gegessen. Sojacuisine und Tofu sind für mich - unter geschmacksintensiven anderen Zutaten versteckt - essbar, aber kein Genuss.
Sojajoghurt finde ich widerlich. Und irgendwie habe ich einen unterschwelligen Ekel vor Soja - warum, weiß ich nicht. Vielleicht ist mein Körper schlauer als ich und signalisiert mir, dass es mir persönlich nicht gut tut? Keine Ahnung.
Jedenfalls habe ich Probleme damit, ein Stück Tofu anzufassen.
2. Ich hatte ständig irgendwie Sorge, nicht alle Nährstoffe (insbesondere Vitamin B12, Calcium, Vitamin D) zu bekommen. Es war eine endlose Grübelei, Bastelei, Nachrechnerei. Ich habe meine Essenspläne teilweise nach Nährstoffgehalt gestrickt bzw. umgestrickt, häufig aber kapituliert und supplementiert, was wiederum mit Punkt 1 (Sojavermeidung) zusammenhängt. Irgendwann hat mir der Zwang zur Supplementierung aber nicht mehr gepasst.
3. Ich habe mich sehr bemüht, phantasievoll und abwechslungsreich zu kochen, was mir sicher auch gelungen ist. ABER: auf Kosten einer anderen Ernährungsüberzeugung: ich bin fest davon überzeugt, dass man Kohlenhydrate auf ein kleines Maß beschränken sollte und dass dieses kleine Maß vornehmlich aus Gemüse/Salat stammen sollte. Ohne Soja ist das in der veganen Variante aber kaum zu bewerkstelligen.
Eine Zeit lang habe ich versucht, dass ganze Problem (kh-arm vegan) à la Attila Hildmann unter einen Hut zu bringen - aber irgendwann konnte ich auch kein Mandelmus mehr sehen.
Irgendwann wollte ich nur noch eins: richtigen Joghurt - pur, einfach so aus der Packung. Mein erster "Tabubruch" war insofern ein 500-Gramm-Pack Andechser Biojoghurt auf einen Schmatz - göttlich.
Konsequenzen:
Das vegane Experiment und die damit einhergehenden Überlegungen haben deutliche Spuren hinterlassen.
1. Ich esse immer noch viele vegane Gerichte, ich schätze mal: zu 2/3. Und die 2/3 entfallen im wesentlichen auf Gemüse/Salat mit Öl und Nüssen, Kernen, Oliven, Avocado, auch Hülsenfrüchte (aber in kleineren Mengen)
2. Das restliche Drittel teilen sich Fisch, Mipros und Fleisch.
Für Fleisch habe ich inzwischen folgende Lösung gefunden: ich kaufe Fleisch per Internet von einem Freilandhof, auf dem Rinder, Schweine und langsam wachsende Gockel das ganze Jahr auf dem Freiland nach "Neuland"standards gehalten werden. Die flößen mir mehr Vertrauen ein als EU-Bio aus dem Supermarkt. Der Tierschutz geht weit darüber hinaus, bestimmte Vorgaben sind ähnlich wie bei Demeter/Naturland (z. B. gentechnikfreies, aus der Region stammendes Futter (ohne Tiermehl), keine Antibiotika im Futter, Grünflächen - von denen die Tiere im wesentlichen leben - ohne Pestizide, kurze Wege zur Schlachtung). Anders als bei EU-Bio vorgeschrieben, können die Schweinchen aber über die Wiese toben und die Kühe ihre Kälber säugen. Außerdem muss das Konzept auf dem gesamten Hof Anwendung finden, für alle Tiere.
Der Erzeuger, bei dem ich bestelle, füttert außerdem kein Soja zu. Das Fleisch ist deshalb nicht "Bio", weil das zusätzlich zur Freilandhaltung angebotene Futter (Weizen, Mais und Gerste oder so) zwar den o. g. Kriterien (regional, gentechnikfrei) entspricht, aber nicht Bio ist. Deshalb ist das Fleisch, da direkt vom Erzeuger, auch bezahlbar, zumal, wenn man den Konsum beschränkt. Ein Kompromiss, mit dem ich weitaus besser leben kann als mit Bio-Supermarktfleisch.
Das Fleisch kommt professionell vakuumiert an und lässt sich super tiefkühlen (Hackfleisch z. B. flach wie ein Brett), aber auch - je nach Fleischsorte - bis zu 10 Tage einfach so im Kühlschrank lagern, außerdem in sinnvollen Portionsgrößen, z. B. 500g Hack oder 500g Schnitzel (4 Stück). Die Fleischqualität ist super - gar nicht zu vergleichen mit Supermarkt. Da schrumpft nix, da "kocht" nix, weil die Hälfte aus Wasser besteht - das Schweineschnitzel ist nach dem Braten genauso groß wie zuvor und macht m. E. auch viel satter. 1 Kilo Schweineschnitzel kostet übrigens 12,50, 1 Kilo Rinderhack 10 Euro oder so. Finde ich akzeptabel, zumal ich von 2 Frikos mit insgesamt 100g Fleisch oder einem 125g-Schnitzel plus Salat plus Öl als Hauptmahlzeit pappsatt bin. (www.freilandhof.de)
Gibt es aber nicht jeden Tag.
Ich mach hier jetzt mal eine Zäsur - erste Mahlzeit des Tages fassen....
Es gibt gekochten Staudensellerie mit einem Sößchen aus 2 EL Sahne, Kräutern, 1 TL Weißweinessig (eingeköchelt), in einer mit etwas Butter ausgepinselten Auflaufform mit Butterkäse knusprig überbacken.
Sylvie |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB 2.0.23 © 2001, 2002 phpBB Group

|