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Bedürfnisse hinter den Vorwürfen entdecken


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Messina




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.05.2010
Beiträge: 8439
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 26.05.2013, 10:50    Titel: Bedürfnisse hinter den Vorwürfen entdecken Antworten mit Zitat

edit: Gewaltfreier Umgang mit Wut und Ärger:
http://www.iphpbb.com/board/ftopic-94135567nx64153-2684.html


*************************************************************************
Hab grad den Titel geändert, weil ich mir vorstelle, dass auch andere Klarissen mehr Vorwürfe machen,
und es spannend finden, die eigenen unerfüllten Bedürfnisse dahinter zu entdecken.
Vielleicht wird ja ein gemeinsames Projekt daraus?
Ick könnte gut noch paar Anregungen für mein nächstes GfK-Kurzreferat brauchen. Smilie

*************************************************************************


Ich möchte hier mal ein paar Gedanken zu unseren Bedürfnissen loswerden und eine Diskussion anregen.

Spontan fällt mir der Spruch ein, wenn jemand zum Klo muss:
"Er hat ein menschliches Bedürfnis"

Und der abwertend klingende Ausdruck "Bedürftigkeit".
Das klingt so arm. Traurig

Ich hab mich früher nie getraut, ein Bedürfnis zu äußern,
eben weil ich mich schämte, so bedürftig zu sein.

Je mehr ich mich mit dem Werk von M. B. Rosenberg beschäftige, desto mehr erkenne ich,
dass es sich bei allen Konflikten immer wieder "nur" um unerfüllte Bedürfnisse handelt.
Aber leider haben wir gelernt, Bedürfnisse zu ignorieren, zu verstecken, oder sonst wie zu leugnen.

Im Faden Wut und Ärger in der GfK habe ich es schon mal angesprochen:
Zitat:
Es kann furchterregend sein, weil man seine eigene Verwundbarkeit zeigt,
wenn man seine Gefühle und seine Bedürfnisse und Wünsche äußert.


Rosenberg regt immer wieder an, sich eine eigene Liste zu schreiben,
um unsern unterentwickelten Bedürfnis-Wortschatz zu erweitern.

Dagegen sind wir sehr geschult, andere zu beurteilen und abzuwerten. erstaunt

Man könnte sagen, dass es 3 große Bedürfnisgruppen gibt:
Existenzbedürfnisse, Beziehungsbedürfnisse und Wachstumsbedürfnisse.

Der Mediator Al Weckert hat eine “ultimative” Bedürfnisliste zusammengestellt:
http://www.empathie.com/al-weckert-texte/beduerfnisse/
    AUTONOMIE
    Freiheit, Selbstbestimmung

    KÖRPERLICHE BEDÜRFNISSE
    Luft, Wasser, Bewegung, Nahrung, Schlaf, Distanz, Unterkunft, Wärme, Gesundheit, Heilung, Kraft, Lebenserhaltung

    INTEGRITÄT / STIMMIGKEIT MIT SICH SELBST
    Authentizität, Einklang, Eindeutigkeit, Übereinstimmung mit eigenen Werten, Identität, Individualität

    SICHERHEIT
    Schutz, Übersicht, Klarheit, Abgrenzung, Privatsphäre, Struktur

    EINFÜHLUNG
    Empathie, Verständnis (i. S. von verstanden = “gesehen“ werden), Gleichbehandlung, Gerechtigkeit

    VERBINDUNG
    Wertschätzung, Nähe, Zugehörigkeit, Liebe, Intimität/Sexualität, Unterstützung, Ehrlichkeit, Gemeinschaft, Geborgenheit, Respekt, Kontakt, Akzeptanz, Austausch, Offenheit, Vertrauen, Anerkennung, Freundschaft, Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Toleranz, Zusammenarbeit

    ENTSPANNUNG
    Erholung, Ausruhen, Spiel, Leichtigkeit, Ruhe

    GEISTIGE BEDÜRFNISSE
    Harmonie, Inspiration, „Ordnung“, (innerer) Friede, Freude, Humor, Abwechslungsreichtum, Ausgewogenheit, Glück, Ästhetik

    ENTWICKLUNG
    Beitrag, Wachstum, Anerkennung, Feedback, Rückmeldung, Erfolg im Sinne von Gelingen, Kreativität, Sinn, Bedeutung, Effektivität, Kompetenz, Lernen, Feiern, Trauern, Bildung, Engagement

Al Weckert hat folgendes geschrieben:
Die Psychologen Maslow (geb. 1908) und Alderfer (geb. 1940) haben den Bedürfnisbegriff
in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts aus der „Schmuddelecke“ geholt.
Die Friedensaktivisten Max-Neef (geb. 1932) und Rosenberg (geb. 1943) formulierten wegweisende Ideen,
wie wir das Bedürfnisvokabular in der Mediation nutzen können.
Meiner Einschätzung nach werden die nächsten prägenden Impulse von Neurobiologen und Gehirnforschen ausgehen,
die den menschlichen Motivationssystemen immer genauer auf die Spur kommen.


Dies war mein "Wort zum Sonntag" Smilie
_________________
Ja kleine Schnecke, besteige den Fuji,
aber langsam, langsam!
- Kobayashi Issa -


Zuletzt bearbeitet von Messina am 16.10.2013, 18:31, insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 26.05.2013, 10:50    Titel: Anzeige

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kleinesach




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2013
Beiträge: 604
Wohnort: im schönen Land Brandenburg

BeitragVerfasst am: 26.05.2013, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Amen

so soll es sein

Danke für den Nachdenkanstoß
_________________
Beste Grüße von kleines Ach ? ja ... kleine Sach ... ja Wohl Verlegen
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 26.05.2013, 15:34    Titel: Re: Bedürfnisse Antworten mit Zitat

Messina hat folgendes geschrieben:
Spontan fällt mir der Spruch ein, wenn jemand zum Klo muss: "Er hat ein menschliches Bedürfnis"
Und der abwertend klingende Ausdruck "Bedürftigkeit".
Das klingt so arm. Traurig

Messina hat innere Widerstände gegen das Wort "Bedürfnis " lachen Und sogar der Duden hat die "Notdurft" mit dabei zwinkern aber auch
http://www.duden.de/rechtschreibung/Beduerfnis am 26.5.13 um 14:41 hat folgendes geschrieben:
1.Wunsch, Verlangen nach etwas; Gefühl, jemandes, einer Sache zu bedürfen, jemanden, etwas nötig zu haben
2.[materielle] Lebensnotwendigkeit; etwas, was jemand [unbedingt] zum Leben braucht

Messina hat folgendes geschrieben:
Ich hab mich früher nie getraut, ein Bedürfnis zu äußern, eben weil ich mich schämte, so bedürftig zu sein.

Bedürftig ist bei uns gleichbedeutend mit Schwäche...Und "der Industriemensch ist nicht schwach" ...Funktionieren ist wichtig in unserer Gesellschaft.
Durch diese Leistungsorientiertheit werden auch soviele Menschen krank.
Durch das Leistungsdenken werden viele grundlegende Bedürfnisse unterdrückt - ein Erwachsener ist immer stark, er spielt, malt, bastelt nicht, er turnt nicht rum - sowas machen höchstens Kinder und auch die bekommen das abtrainiert... Traurig
Was würden den "die Leute " denken, wenn ich mit 50 auf der Mauer da vorne balanciere? Was würden sie denken, wenn ich sage, ich möchte mal in den Arm genommen werden?
Sowas emotionales und unsachliches ! :
Messina hat folgendes geschrieben:
Im Faden Wut und Ärger in der GfK habe ich es schon mal angesprochen:
Zitat:
Es kann furchterregend sein, weil man seine eigene Verwundbarkeit zeigt,
wenn man seine Gefühle und seine Bedürfnisse und Wünsche äußert.
Aber ja ! Wenn jemand das schafft, muss er wirklich offen sein, da wird es sehr privat - das erfordert eine Umgebung von Vertrauen, die ist leider nicht immer gegeben - in einer Umgebung, die nicht abgestimmt ist auf soviel Offenheit, wird man Spott und Häme für ein "so schwächliches Verhalten" ernten....
Das darin eine ungeheure Stärke steckt, kann nicht jeder sehen Traurig
Zitat:

Man könnte sagen, dass es 3 große Bedürfnisgruppen gibt:
Existenzbedürfnisse, Beziehungsbedürfnisse und Wachstumsbedürfnisse.

Der Mediator Al Weckert hat eine “ultimative” Bedürfnisliste zusammengestellt:
http://www.empathie.com/al-weckert-texte/beduerfnisse/

Allerdings ultimativ lachen Eigentlich wären "wir" in den reichen Ländern in der Lage, alle diese Bedürfnisse erfüllen zu können lachen
Im Zusammenhang mit GFK fällt mir immer wieder der Dr. Edward Bach https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bach ein,der die sogenannten Bachblüten entwickelt hat.
Irgendwie gehört das hierzu, ich bekomme es nur noch nicht ganz aufgedröselt...
Vor der Entwicklung der Bachblüten stand seine Erkenntnis: "Der Mensch leidet an sich selbst !" Von dort aus weitergehend, kam ihm die Erkenntnis, dass die Menschen sich ihre eigenen Bedürfnisse nicht gestatten und deshalb erkranken.
Die Bachhblüten sollten ursprünglich nur ein Krücke sein, die den Menschen unterstützt im Heilwerden und danach zu begreifen, dass viele Erkrankungen nicht notwendig wären, wenn man gemäss seiner Bedürfnisse lebt -soweit diese niemanden verletzen.
In seiner Vision waren die Bachblüten eine Stufe auf der Entwicklung zu Menschen überall auf der Welt , die ihre Bedürfnisse achten und somit ausbalanciert und harmonisch miteinander leben können:
Dr Edward Bach in dem Vortrag in Southport im Februar 1931 hat folgendes geschrieben:

Wieviele Leute unter ihren Freunden oder Verwandten könnten sie aufzählen, die wirklich frei sind ? Wie viele sind es, die nicht durch ein anderes menschenwesen gebunden, beeinflusst oder kontrolliert werden? Wie viele gibt es, die jederzeit, Tag für Tag, Monat um Monat, jahrein, jahraus sagen können: "Ich folge den Geboten meiner Seele unbehindert durch den Einfluss anderer Menschen " ?...(.)...Möglicherweise ist die gewaltigste Lektion des lebens , Freiheit zu lernen, Freiheit von Umständen, Umgebung, anderen Persönlichkeiten und vor allem von uns selbst, denn solange wir nicht frei sind, sind wir unfähig unseren Mitmenschen ganz zu geben und zu dienen."
Der Mensch, der seine Lebensnotwendigkeiten erkennt und sich gestattet, erkennt seine Grenzen und und auch die Lebensnotwendigkeiten anderer besser und ist so in der Lage andere aufrichtig zu unterstützen - oder es auch zu lassen...
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Messina




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.05.2010
Beiträge: 8439
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 27.05.2013, 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Pearl hat folgendes geschrieben:
Wenn jemand das schafft, muss er wirklich offen sein, da wird es sehr privat - das erfordert eine Umgebung von Vertrauen, die ist leider nicht immer gegeben

Ja genau, deswegen will ich es ja üben! Mein Ziel ist es:

    1. von meiner Vorwurfs-Jammerhaltung wegzukommen,
    2, meine Bedürfnisse zu erkennen
    3. sie selbstbewusst kundzutun
    4. und mit einer (erfüllbaren) Bitte zu verbinden.

Grade eben hatte ich so ein Beispiel.

Ich putze das Waschbecken jeden Morgen nach dem Waschen einmal kurz durch.
Mein göga holt sich Wasser, und spritzt wieder alles voll.
Ich ärgere mich. Spontan fühle ich mich wie die Putzfrau. Kann er es nicht mal kurz trockenwischen?

Welche Bedürfnisse stecken dahinter?
Ich möchte, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird.
Ich wünsche mir Unterstützung, dass ich nciht allein für Ordnung sorge.

(Bei genauer Überlegung merke ich, dass ich etwas ungerecht bin.
Er unterstützt mich wirklich, würde mir sogar den Kaffee ans Bett bringen...
Er sieht auch viel und packt unaufgefordert mit an.)
Ist mein Ärger nun unberechtigt? Gibt es vielleicht noch andere unerkannte Bedürfnisse?
Manchmal hab ich den Verdacht, dass ich das Ärgern und Jammern einfach von meiner Mutter übernommen habe...
_________________
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chaotin
Gast







BeitragVerfasst am: 27.05.2013, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Oh das Thema spricht mich echt an erstaunt
hab so vieles erkannt nur beim durchlesen
ich durfte nie sagen was ich möchte weder im Kind /jugendalter noch jetzt
und jetzt bricht es immer wider aus uns führt bei anderen zu irritationen
oder ich trau mich dann auch wider nicht was zu sagen man könnte ja darüber lachen Verlegen
es ist ein Kreislauf aus dem ich bis heute nicht herausgefunden habe Verlegen
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
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BeitragVerfasst am: 28.05.2013, 07:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Messina,
Messina hat folgendes geschrieben:

Ist mein Ärger nun unberechtigt? Gibt es vielleicht noch andere unerkannte Bedürfnisse?

Seit ich meinen Haushalt einigermassen in den Griff bekomme und Fortschritte sehe, bin ich etwas kleinlich geworden und ständig wieder liegengebliebene Barthaare im Waschbecken zu finden, bringen mich mittags um 4 zur Raserei...

Genau, die Assoziation, man wäre selbstverständlich die Putzfrau, macht so wütend.
Aber damit kommt man wenig weiter...
Ein Bedürfnis hinter dieser Raserei, weil die Jungs wohl sehen, was ich den ganzen Tag so tue (ich hab das auch erklärt und eine zeitlang haben wir Kommissar gespielt und anhand der Beweise geforscht, wer heute wahrscheinlich was getan hat lachen) es aber nicht würdigen,
ist die Tatsache, dass mir für meine Tätigkeiten, die ich dringend brauche durch doppelte Arbeit Zeit verloren geht.
Das heisst, mir wird absolut gedankenlos Zeit für meinen Selbstausdruck, für meine eigene Entwicklung gestohlen Mit den Augen rollen Und ich hab nicht mehr das ganze Leben vor mir. Ist das Panik
Mich ärgert also zum einen die Gedankenlosigkeit und Unachtsamkeit , mit der sie den Müll produzieren und die Rücksichtslosigkeit anderen im allgemeinen gegenüber, denn so verhalten sie sich ja dann nicht nur mir gegenüber, und auch nicht nur im Punkt Haushalt - ich möchte in einer ziemlich sozialen Familie leben.
Und ich möchte, dass sie sich mit gewissen Dingen beteiligen (eigene Beweise beseitigen würde mich schon dicke entlasten !) - dabei können sie prima das einhalten von Routinen üben Idee die sie ja "im späteren Leben auch brauchen, um sich Arbeitsabläufe zu erleichtern.

Meine Jungs haben inzwischen begriffen, dass wir einen stabileren Zustand haben als noch vor jahren *Holzbohle beklopfe und behämmere*
und finden das klasse, kommen nachhause und gehen davon aus, das der Küchentisch selbstverständlich leer ist, der Müll rausgebracht wurde etc.

(Jetzt bin ich auch ein bisschen ungerecht, SJ hilft viel und sieht viel - am Wochenende hat er gekocht und gespült !)
__________________________________________________
Zitat:
Manchmal hab ich den Verdacht, dass ich das Ärgern und Jammern einfach von meiner Mutter übernommen habe...

Du meinst, Du hast Dir die Prägung des Ärgerns von Deiner Mutter rübergeholt?
Meine Mutter war tatsächlich den ganzen Tag am Putzen und meckern.
So ein meckernder mensch ist etwas ausgesprochen nerviges, es fällt einem auch schwer , da noch zuzuhören, der wird ja dann auch unsachlich und wirkt irgendwann ziemlich lächerlich.
So will ich nicht durch meinen Tag gehen und ich übe täglich , aber wenn mein Geduldsfaden dann nach Dauerfalschbelastung reisst, dann falle ich doch immer mal wieder wieder in die Meckerschleife .....

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Messina




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.05.2010
Beiträge: 8439
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 28.05.2013, 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
aber wenn mein Geduldsfaden dann nach Dauerfalschbelastung reisst,
dann falle ich doch immer mal wieder wieder in die Meckerschleife .....

Mal meckern ist ja nicht so tragisch, ich fürchte bei mir, wenn ich es für unwichtig halte,
sammelt sich was an, und dann explodier ich bei einer Kleinigkeit, was keiner versteht.

Deswegen hab ich es gestern abend doch noch angesprochen
und zwar brav nach den 4 Schritten:

    Beobachtung - Gefühl - Bedürfnis - Bitte

    "Als ich gesehen habe, dass du das Waschbecken vollgespritzt hast,
    war ich ärgerlich und enttäuscht, weil ich dachte, du könntest das doch mal eben abwischen.
    Denn ich hatte es grade schön geputzt und möchte, dass meine Arbeit geschätzt und unterstützt wird.
    Kannst du mir bitte sagen, was dich gehindert hat, mitzuhelfen, dass es schön aussieht?"


Mein Mann war etwas verwundert, dass ich so eine Kleinigkeit "so aufbausche",
erklärte aber, dass er nicht daran gedacht hatte, und fragte, ob ich das wirklich so schlimm fand.
Darauf sagte ich nein, ich wolle nur nicht ne "Vorwurfs-Sammlung" anlegen,
deswegen würde ich es lieber gleich ansprechen.

Danach ging es uns beiden richtig gut.
_________________
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 29.05.2013, 07:17    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,Moin,

Das heisst, sobald du was entdeckst, was dir quergeht, überprüfst Du Dich und sprichst alles gleich über GFK an?

Wi hatten gestern auch eine interessante Situation - die hat den Abend verhagelt..
Vorausschicken möchte ich, dass meine Küche, was Geschirr betrifft und Besteck, ein Puzzle ist, ich habe nichts komplett - bis auf ein Besteck, nichts rares, Plastikgriffe und sehr weiches Metall, aber für 6 Personen
Gestern war ein Deckenfluterfuss zu reparieren und Junior kann sowas gut Man musste die Stange innerlich schienen.
Und Junior hatte auch gleich ein Plastikteil mit dem das relativ gut ging.
Bis ich merkte, dass das Gelb des Schienstiftes die selbe Farbe hat wie meine Besteckgriffe Traurig .
Und so war es auch Böse
Es geht nicht um das Besteck selbst.
Es ist kein gutes Besteck, das ist zu verschmerzen.
Aber ich war stolz, dass alle Teile da waren...Ich mag es, wenn sich wenigstens ein Element beim Tischdecken wiederholt.

ich habe gedacht, ich müsste jetzt wie das Revalmännchen in die Luft gehen.
Er macht was Gutes und ich freu mich drüber (Lampenfuss reparieren...)
und gleichzeitig macht er das wieder kaputt Traurig

ich mag schöne Sachen und ich bin auch ein Ästhet.
Ich war so glücklich, als ich endlich eine Holzplatte für meinen Küchentisch hatte - neu, kein Kratzer , makellos freuen Hab sie sofort geölt und mich an der Platte beeumelt. War 'bloß' Kiefer, aber wunderschön.
24 Stunden später hatte die Platte eine tiefe Riefe,weil Junior das Brot direkt auf der Platte geschnitten hatte Traurig

Bei solchen Situationen kann ich nur noch jaulen und 'schreien' (Ich schreie nicht, aber ich werde lauter und mein Tonfall verändert sich unangenehm.)

Ich habe alles versucht, aber ich kann ihm das nicht begreiflich machen. Klar ist alles Material und klar, *füllosofier* was heute noch nützlich und schön ist, wird morgen irgendwann verändert / kaputt sein.
Jaa, klar.
Aber das heisst doch auch ,im Umkehrschluss, dass man die Dinge ,mit denen man zu tun hat, ein bisschen pfleglich behandeln kann, damit sie zu einem viel späteren Zeitpunkt unbrauchbar werden zwinkern

Ich bekomme das nicht in seinen Kopf...
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Messina




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.05.2010
Beiträge: 8439
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 29.05.2013, 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das heisst, sobald du was entdeckst, was dir quergeht, überprüfst Du Dich und sprichst alles gleich über GFK an?

Das wär mein Ideal.
Tatsache ist, dass ich mich oft von meinem Ärger leiten lasse, und erst mal lospoltere,
oder leise schneidende Bemerkungen mache, die viel gefährlicher und heimtückischer sind.
Diese langjährige Gewohnheit ist harnäckig, und ich bin froh, wenn es mir manchmal gelingt.

_____________________________________________________


Ich versuch mal, dich empathisch zu verstehen, ist ne gute Übung für mich.

Einerseits freust du dich, weil dein Sohn es so gut hingekriegt hat,
andererseits bist du ärgerlich und auch traurig, weil das Besteck nun nicht mehr vollständig ist.
Das Bedürfnis scheint mir Wertschätzung für dein Eigentum (oder gemeinsame Dinge)
Dir fehlt scheinbar Respekt, dir selbst und den Dingen gegenüber.

Und du bist traurig, entmutigt, verzweifelt... weil du nicht weißt, wie du es ihm begreiflich machen kannst.

Hab ich das richtig verstanden, oder gibt es noch andere Gefühle und Bedürfnisse, die ich übersehen habe?
______________________________


Wenn er sich nicht für deine Argumente öffnen kann,
oder wenn er sie zwar wohlwollend zur Kenntnis nimmt, und doch immer wieder ignoriert,
was könnte sein Grund sein?
Welche Gefühle und Bedürfnisse könnten bei ihm vorherrschen?

Also versuch ich jetzt mal, mich empathisch in ihn einzufühlen.
Dabei nutze ich die Erfahrungen, die ich mit meinen Kids gemacht habe,
deswegen muss es nicht auf ihn zutreffen. Aber ich probiers einfach:

______________________________

Vielleicht hat er einfach nicht überlegt, und das nächstbeste Teil genommen,
was ihm vor die Finger gekommen ist.
(Wie beim Brotschneiden, das hat er wohl auch eher aus Gedankenlosigkeit getan,
ich würde das nicht als Rebellion verstehen, könnte aber dennoch sein.)

Kannst du ja überprüfen z. B.:

"Warum hast du das Besteck genommen?"



Warum-Fragen werden oft als Vorwurf verstanden, und der andere denkt, er muss sich verteidigen.


"Du hast gestern die Schiene für den Deckenfluterfuss aus dem Besteckkasten genommen.
Hast du dabei gedacht, dass das Besteck nicht so kostbar ist,
oder dass wir sowieso nicht immer alle Teile brauchen?"

Schon besser.
Aber meine Kids hätten da auch Vorwürfe gehört, einfach weil sie es so gewöhnt waren.
Mir fällt aber grad nichts Besseres ein...

__________________________________________

Nun könntest du sagen, dass du enttäuscht und etwas traurig und auch ärgerlich warst, (Gefühle)
weil du sicher sein möchtest, dass die Dinge wertgeschätzt werden. (Bedürfnis: Sicherheit, Respekt)
Abschließend könntest du ihn fragen, ob er dir sagt, was er verstanden hat. (Bitte)

Was mir wichtig erscheint: Äußere die Bitte nicht so allgemein,
dass er nächstes Mal vorher fragen soll, oder ob er verstanden hat, was du meinst.
Nein, lass ihn direkt wiederholen, nicht wörtlich sondern paraphrasieren,
was er verstanden hat.
Ich hab mich da so manches Mal gewundert, wenn ich (meist viel später) erfahren habe,
wie seltsam meine Worte aufgefasst wurden.

__________________________________________


Oder vielleicht solltest du deinen Sohn lieber fragen, ob er sich vorstellen kann,
was in dir vorgegangen ist, als du gemerkt hast, dass er das Besteck benutzt hat.
Möglicherweise kommt er dadurch mehr in innere Beweglichkeit,
als wenn du es ihm "vorsagst".
Vielleicht fällt er dann ja aus allen Wolken...
Vielleicht täuschen wir uns auch, und er hat sich selbst schon Vorwürfe gemacht, wer weiß?

__________________________________________

Die anderen Ärgernisse wie die Tischplatte würde ich nicht in dem selben Gespräch klären,
das hab ich früher oft gemacht, und dadurch ist so eine Vorwurfs-Lawine entstanden, die viel zu mächtig war.

Genau so, wie wir unsern Haushalt nicht an einem Tag in Ordnung bekommen,
gehen solche Dinge auch besser Tatzenabdruck für Tatzenabdruck

Zum Üben finde ich eigentlich sogenannte „Bagatellen“ besser geeignet,
weil ich dann etwas gelassener bin, als wenn es mir „unter die Haut geht“.

Ich wünsch dir viel Erfolg!
_________________
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 29.05.2013, 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

hallo, Messina,

Messina hat folgendes geschrieben:

Tatsache ist, dass ich mich oft von meinem Ärger leiten lasse, und erst mal lospoltere, oder leise schneidende Bemerkungen mache, die viel gefährlicher und heimtückischer sind.Diese langjährige Gewohnheit ist hartnäckig, und ich bin froh, wenn es mir manchmal gelingt.
Ja, so wie alle schlechten Gewohnheiten

_____________________________________________________

Zitat:

Ich versuch mal, dich empathisch zu verstehen, ist ne gute Übung für mich.Einerseits freust du dich, weil dein Sohn es so gut hingekriegt hat,
andererseits bist du ärgerlich und auch traurig, weil das Besteck nun nicht mehr vollständig ist.
Das Bedürfnis scheint mir Wertschätzung für dein Eigentum (oder gemeinsame Dinge) Dir fehlt scheinbar Respekt, dir selbst und den Dingen gegenüber.
Und du bist traurig, entmutigt, verzweifelt... weil du nicht weißt, wie du es ihm begreiflich machen kannst
Hab ich das richtig verstanden, oder gibt es noch andere Gefühle und Bedürfnisse, die ich übersehen habe?

Gut erkannt, sowas stürzt mich ins schlingern.
ich freue mich, ihn motivieren zu können und dass er mir einen Gefallen tut. es ging ja nicht darum, jetzt sofort und gleich ...
______________________________


Zitat:
Wenn er sich nicht für deine Argumente öffnen kann,
oder wenn er sie zwar wohlwollend zur Kenntnis nimmt, und doch immer wieder ignoriert,
was könnte sein Grund sein?
Welche Gefühle und Bedürfnisse könnten bei ihm vorherrschen?

Das ist eine gute Frage.
Ich glaube, in solchen Situationen hat er nur einen Blick auf die Sache und das erstbeste wird genommen - auch das Zepter von Queen Elizabeth wäre da nicht sicher...
Zitat:
Vielleicht hat er einfach nicht überlegt, und das nächstbeste Teil genommen,
was ihm vor die Finger gekommen ist.
(Wie beim Brotschneiden, das hat er wohl auch eher aus Gedankenlosigkeit getan,
ich würde das nicht als Rebellion verstehen, könnte aber dennoch sein.)
Das ist immer eine gewisse Gedankenlosigkeit...kein böser Wille; das ist ja, was mich so fertig macht: Da ist kein Bös dabei.
Zitat:

Warum-Fragen werden oft als Vorwurf verstanden, und der andere denkt, er muss sich verteidigen.
Warum ist bei uns als Fragewort weitgehend gestrichen, mit den Warumfragen kommt man meist nicht weiter.

Zitat:
Vielleicht täuschen wir uns auch, und er hat sich selbst schon Vorwürfe gemacht, wer weiß?

das hat er sicher.
ich möchte ihm ja eigentlich das "Du bist okay" vermitteln und nicht das Negative, das bekommt er alle Nase lang... Seine gedanken entschleunigen

__________________________________________
Zitat:

Die anderen Ärgernisse wie die Tischplatte würde ich nicht in dem selben Gespräch klären,
das hab ich früher oft gemacht, und dadurch ist so eine Vorwurfs-Lawine entstanden, die viel zu mächtig war.

Schon zu spät Traurig

Ich habe ihm gesagt, dass ich es mag, wenn die Dinge mit denen ich arbeite eine gewisse "Schönheit" haben.
Es macht viel mehr Freude, schöne, saubere Dinge zu pflegen - das ist mir Motivation.
Dass ich gerne dies und jenes anschaffen würde, aber dann immer wieder davon zurücktrete, weil es mir /uns sicher kaputtgemacht wird , durch solche Aktionen.
Und dass ich mir wohl erst solche Möbel und Sachen anschaffe, wenn er nicht mehr hier wohnt ,damit ich mich nicht wieder ärgere...Ja, natürlich habe ich die Tischplatte aufgeführt und unsere Wachstischdecken, die auch nie länger als 48 Stunden schön sind... Traurig


Zitat:
Ich wünsch dir viel Erfolg!

Ich dir auch
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kleinesach




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Anmeldungsdatum: 06.04.2013
Beiträge: 604
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BeitragVerfasst am: 07.06.2013, 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo allerseits dumdidum
das Thema beschäftigt mich doch Zwille

irgendwie finde ich jedoch keinen Zugang ...

Bedürftigkeit = Abhängigkeit, Opferrolle, passiv

Bedürfniss = haben (aktiv) hat irgendwie mit Täter zu tun

Eventuell hilft ja auch das Thema: "Du bist, was Du sagst" eine Rolle, jedenfalls überprüfe ich damit meine Gefühle ...


_________________
Beste Grüße von kleines Ach ? ja ... kleine Sach ... ja Wohl Verlegen
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 07.06.2013, 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

hallo, goselma,
goselma hat folgendes geschrieben:
irgendwie finde ich jedoch keinen Zugang ...

Bedürftigkeit = Abhängigkeit, Opferrolle, passiv

Bedürfniss = haben (aktiv) hat irgendwie mit Täter zu tun
das Dramadreieck grinnn Ersetze "Bedürfnis" für Dich doch mit "Lebensnotwendigkeit" - dann verschwinden Täter , Opfer und Retter und zurück bleiben Menschen zwinkern
Zitat:
Eventuell hilft ja auch das Thema: "Du bist, was Du sagst" eine Rolle, jedenfalls überprüfe ich damit meine Gefühle ...

das glaube ich nich zu kennen Magst Du, wenn Du irgendwann Zeit hast, was dazu schreiben ?
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kleinesach




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2013
Beiträge: 604
Wohnort: im schönen Land Brandenburg

BeitragVerfasst am: 07.06.2013, 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Code:
das Dramadreieck :mrgreen: Ersetze "Bedürfnis" für Dich doch mit "Lebensnotwendigkeit" - dann verschwinden Täter , Opfer und Retter und zurück bleiben Menschen ;)


das ja witzig,
mit Bedürfnis habe ich ja so gar nicht das Problem ... ähm, Täter und Aktivität ist bei mir positiv besetzt ...

Bedürftigkeit ... oder Lebensnotwendigkeit ... gefällt mir auch nicht ... da ist NOT im Spiel ... also weiterhin Opfer und Abhängikeit


Hier der Link zu dem Buch von Joachim Schaffer-Suchomel
http://www.amazon.de/sagst-unsere-Sprache-Lebenseinstellungen-verr%C3%A4t/dp/3636062646

Hab mich in dem vorigen Beitrag ein wenig mistverständlich ausgedrückt, ich hole mir aus dem Buch oder aus dem "was ich sage" Hinweise zu meiner Lebenseinstellung
"Überprüfung meiner Gefühle" ist doch ein wenig unpassend.
_________________
Beste Grüße von kleines Ach ? ja ... kleine Sach ... ja Wohl Verlegen
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Pearl





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Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 07.06.2013, 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

goselma hat folgendes geschrieben:
Code:
das Dramadreieck :mrgreen: Ersetze "Bedürfnis" für Dich doch mit "Lebensnotwendigkeit" - dann verschwinden Täter , Opfer und Retter und zurück bleiben Menschen ;)


das ja witzig,
mit Bedürfnis habe ich ja so gar nicht das Problem ... ähm, Täter und Aktivität ist bei mir positiv besetzt ...

Bedürftigkeit ... oder Lebensnotwendigkeit ... gefällt mir auch nicht ... da ist NOT im Spiel ... also weiterhin Opfer und Abhängikeit

Wie unterscheidlich doch Blickwinkel sein können erstaunt
Ich sehe da "Not wendend" , also hin zu etwas Positivem.
Und wenn ich es buchstäblich wende, dann habe ich Ton -aus dem ich etwas töpfern oder mit dem ich Musik machen kann zwinkern

Zitat:
Hier der Link zu dem Buch von Joachim Schaffer-Suchomel
http://www.amazon.de/sagst-unsere-Sprache-Lebenseinstellungen-verr%C3%A4t/dp/3636062646

Danke .
Joachim Schaffer, ja der sagt mir was, der ist seit vielen Jahrzehnten ein Suchender in Sachen Spiritualität und Entwicklung.
Zitat:

Hab mich in dem vorigen Beitrag ein wenig mistverständlich ausgedrückt, ich hole mir aus dem Buch oder aus dem "was ich sage" Hinweise zu meiner Lebenseinstellung
"Überprüfung meiner Gefühle" ist doch ein wenig unpassend.

Aber ja doch!
Gefühle entstehen aus unseren Gedanken - meistens.
Und Gedanken , diese kleinen Flitzedinger, die kann man sehr wohl überprüfen.
Wie oft sass man schon im Gedankenkarussell und hat sich ganz mies gefühlt !
ich bin mir sicher, unsere Gedanken regeln unsere Gefühle !
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Messina




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.05.2010
Beiträge: 8439
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 10.06.2013, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

goselma hat folgendes geschrieben:
irgendwie finde ich jedoch keinen Zugang ...

Bedürftigkeit = Abhängigkeit, Opferrolle, passiv

Bedürfniss = haben (aktiv) hat irgendwie mit Täter zu tun


Mit dem Wort Bedürfnis hatte ich es anfangs so schwer, weil ich es mit Bedürftigkeit = Armut übersetzte.
Aber das ist ja gar nicht gemeint!

Alle Menschen haben Bedürfnisse, und im Grunde sind sie alle gleich:
Wir brauchen Sicherheit, Zugehörigkeit, Schutz, Liebe, Autonomie....

Und es ist völlig legitim, sich für seine Bedürfnisse einzusetzen,
nur nicht grad auf Kosten anderer.

Das Buch "Du bist, was Du sagst" kenne ich nicht.
Vielleicht kannst du gelegentlich mal was bei Ich lese... (2) dazu schreiben?


~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*


Ich hab mir noch mal Gedanken dazu gemacht,
warum ich so allergisch auf Waldtrolls "missionieren" reagiert habe.

Es war schlich Angst. Geschockt

Ich musste alles perfekt machen und hatte meist das Gefühl, 100% reichen nicht.
Es gab immer den Anspruch noch mehr schaffen, noch bessere Leistungen bringen.

Davon hab ich mich mit mehreren Therapien im Laufe der Jahre mühsam befreit. Puh
Naja, ganz befreit wohl nicht, sonst wär mir das Wort ja nicht so unter die Haut gegangen.


Wenn das Gefühl Angst ist, dann steckt sicher das Bedürfnis Sicherheit dahinter.
Und vielleicht auch Schutz. Und Angenommen sein.

Ich möchte sicher sein dürfen, dass ich hier nicht mehr den erhobenen Zeigefinger sehe.

Kann das jemand nachvollziehen?
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Ja kleine Schnecke, besteige den Fuji,
aber langsam, langsam!
- Kobayashi Issa -
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