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Messies: Keine Sozialphobie sondern hochsensibel ???


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wollmaus




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 01.04.2012
Beiträge: 2326

BeitragVerfasst am: 19.08.2013, 09:00    Titel: Antworten mit Zitat



Ich habe die Sendung leider auch verpasst, aber ich habe auch gesehen, dass ich die Sendung nachhören kann.

Das mache ich aber auch eher heute abend.

Tolle Tipps habt Ihr hier!

vor Freude hüpfen
_________________
Wer viele Schätze anhäuft, hat viel zu verlieren.
[Laotse]
~~~~~~~~~~~~~~

LG
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BeitragVerfasst am: 19.08.2013, 09:00    Titel: Anzeige

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Messina




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.05.2010
Beiträge: 8439
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 19.08.2013, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Mademoiselle Bagatelle hat folgendes geschrieben:

Man kann es aber hier nachhören:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/08/18/dlf_20130818_2005_ee06047e.mp3

Vielen Dank für den Link, liebe Mlle!
_________________
Ja kleine Schnecke, besteige den Fuji,
aber langsam, langsam!
- Kobayashi Issa -
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Kugelrund




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Anmeldungsdatum: 10.09.2013
Beiträge: 1915
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 03.10.2013, 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eine interessante Seite, ich bin bei dem Test bei 210 Punkten gelandet.
(Öh... ja, ich hab mir nicht alle Kommentare hier durchgelesen. Sehr glücklich)
_________________
Kaffee Liebe Grüße, Kuru
Kugelrunde Routinen
Haushaltszustand
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kleinesach




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Anmeldungsdatum: 06.04.2013
Beiträge: 604
Wohnort: im schönen Land Brandenburg

BeitragVerfasst am: 30.12.2013, 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

auf wundersame Weise habe mich mal wieder ablenken lassen und folgendes Video gefunden:

http://www.youtube.com/watch?v=WlobEVusUT0

ein klitzekleiner Vortrag / Buchvorstellung über hochsensible Menschen oder Hochsensibilität von Ulrike Hensel

herz
_________________
Beste Grüße von kleines Ach ? ja ... kleine Sach ... ja Wohl Verlegen
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 08:09    Titel: Antworten mit Zitat

Extrablatt zum Sonntag:
Hochsensibilität verbreitet sich infektiös:
Sensation: In Deutschland mittlerweile 95% der Bevölkerung hochsensibel


*ironiemodus aus*


Mit Freude stelle ich fest, dass das Merkmal der Hochsensibilität neuerdings unter den so genannten ernstzunehmenden Wissenschaftlern mehr Beachtung findet.
Sie wissen zwar noch nicht so genau, wie sie damit in der Praxis umgehen sollen, aber ein Anfang ist gemacht.

    Gleichzeitig ist plötzlich jeder hochsensibel ;
    durch die einseitige Positivbeleuchtung der empathischen Seiten der Sache möchte natürlich keiner hintanstehen.
    meine Chefin, die immer möchte, dass ich mindestens 3 Aufgaben zur selben Zeit erledigen soll
    und die ständig schrill durch die Gegend kreischt, keine Massenveranstaltung auslässt, und dort den Mittelpunkt für sich sucht,
    hat mich dummen Tropf auf die Seite genommen und sich als hochsensibel geoutet erstaunt
    Hört, hört, das Thema wäre mir glatt entgangen, hätte ich nicht mit einem so extrem feinfühligen Menschen,
    wie sie es ist, zu tun erstaunt



Einen guten konstruktiven Beitrag - Auslassungen und Markierungen von mir :
(Alex Bertrams, Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie .....................
Teile dieses Textes sind abgedruckt bei Blach, C., Egger, J. W. (2011). "Hochsensible Persönlichkeit" - Bericht zum Forschungsprojekt Hochsensibilität. Psychologische Medizin, 2011/22 (2), 59-63.) hat folgendes geschrieben:
Hochsensibilität in der empirischen Psychologie

.... von Aron und Aron (1997) veröffentlicht. ... Sie beziehen sich u.a. auf eine Arbeit, nach der 15-25% der Individuen einer Population auf die Konfrontation mit Reizen anders reagieren als die übrigen Populationsmitglieder (Kagan, 1994) und argumentieren, dass dies an einer vergleichsweise offeneren und subtileren Wahrnehmung sowie einer intensiveren zentralnervösen Verarbeitung von inneren und äußeren Reizen liege. Diese Reizoffenheit gehe außerdem mit einer stärkeren Erregbarkeit einher, die in reizintensiven Situationen leicht zu Übererregung führe......

An früheren Forschungsarbeiten kritisieren Aron und Aron (1997) die Konfundierung von Merkmalen der Hochsensibilität mit anderen psychologischen Merkmalen wie sozialer Introversion, negativer Emotionalität, Schüchternheit oder Gehemmtheit. Aron und Aron (1997) bringen selber erste empirische Evidenz dafür, dass Hochsensibilität konzeptuell von sozialer Introversion und negativer Emotionalität zu trennen ist.
Des Weiteren zeigen Aron, Aron und Davies (2005), dass mit Hochsensibilität korrelierende Schüchternheit und negative Emotionalität in erster Linie bei den hochsensiblen Personen zu finden sind, die von einer ungünstigen elterlichen Umwelt während ihrer Kindheit berichten. Man kann diesen Befund dahingehend interpretieren, dass Hochsensibilität eine sensible Grunddisposition darstellt, auf der negative Einflüsse der Entwicklungsumwelt leichter ihre Wirkung entfalten können (siehe aber auch Liss, Timmel, Baxley & Killingsworth, 2005).
Der Befund spricht für die konzeptuelle Trennung von Hochsensibilität auf der einen Seite und Schüchternheit und negativer Emotionalität auf der anderen Seite.

Die Messung .. wird mit ... entwickelten Highly Sensitiv Person Scale (HSPS) - einer aus 27 Fragen bestehenden psychometrischen Skala - vorgenommen.
Während Aron und Aron (1997) eine eindimensionale Struktur der Skala und damit des Konstrukts Hochsensibilität feststellen, finden Smolewska, McCabe und Woody (2006) die drei schwach korrelierenden Faktoren Ästhetische Sensibilität, Niedrige Reizschwelle und Erregbarkeit. Die Frage, ob Hochsensibilität ein homogenes Konstrukt ist oder sich aus Komponenten zusammensetzt, die nicht gemeinsam auftreten müssen, ist m.E. noch nicht abschließend behandelt.
Was die Messung von Hochsensibilität anbelangt, wäre zukünftig auch der Einsatz zusätzlicher Methoden (z.B. physiologischer Messungen) wünschenswert.

Die Anzahl der Studien, die bislang auf der grundlegenden Arbeit von Aron und Aron (1997) aufgebaut haben, hält sich in Grenzen.
Das spiegelt allerdings nicht die wissenschaftliche Qualität von Aron und Arons (1997) Arbeit wieder, die immerhin in einer der angesehensten und im Auswahlprozess kritischsten Fachzeitschriften der wissenschaftlichen Psychologie veröffentlicht wurde. Die Studien, die sich bislang dem Thema direkt - das heißt unter Bezugnahme auf Aron und Aron (1997) - gewidmet haben, haben in erster Linie die negativen Aspekte der Hochsensibilität thematisiert, wie z.B. Zusammenhänge mit Ängsten und Depressionen (siehe die Liste empirischer Literatur unter "Bibliographie"). Dies wird dem Thema m.E. nicht gerecht. Es ist beispielsweise zu fragen, ob nicht auch positive Reize von hochsensiblen Menschen intensiver verarbeitet werden (einen ersten kleinen Schritt in diese Richtung machten Aron und Aron, 1997, in Studie 5).

So bleibt festzuhalten, dass es zum Thema Hochsensibilität noch viele offene Forschungsfragen gibt. Auch so manche Behauptung über hochsensible Personen in der populär-wissenschaftlichen Literatur bedarf erst noch einer empirischen Belegung.


Noch eine Seite mit vielseitigeren Ansätzen:
Code:
http://www.philognosie.net/heilpraxis/hypersensibilitaet-was-hochsensible-menschen-wissen-sollten



Interessanter Podcast im Gesundheitsmagazin
Code:
http://www.podcast.de/episode/243393807/Leben%2Bintensiv%2B-%2BHochsensibilit%25C3%25A4t%2B-%2B29.06.2014/

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Wenn kleine Leute in kleinen Orten
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Mary




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Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ha ha Perle,

deine Chefin ist doch sicherlich auch hochbegabt, oder? Das geht ja gerne mal einher Böse

Ich weiß genau was du meinst.

Ich finde es auch erstaunlich, dass wir in in einer Zeit Leben, in der die völlig banale Tatsache untschiedlicher individueller Konstitutionen und Eigenschaften entweder in eine Diagnose gepresst wird und als Krankheitsbild problematisiert (zB ADS) - oder aber als besondere Talente gefeiert wird.

Es ist doch klar, dass man unterschiedlich sensibel etc ist, warum ist das so schwierig heutzutage? Manchmal denke ich, es werden nur Ausflüchte und Diagnosen gesucht um an den überfordernden Bedingungen (vor allem in der Arbeitswelt) an sich nichts ändern zu müssen.
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Pearl





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BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hy, Mary,
Mary hat folgendes geschrieben:

deine Chefin ist doch sicherlich auch hochbegabt, oder? Das geht ja gerne mal einher
Ich werde mal nachhorchen, aber ich bin mir ziemlich sicher grinnn

Zitat:
Ich finde es auch erstaunlich, dass wir in in einer Zeit Leben, in der die völlig banale Tatsache untschiedlicher individueller Konstitutionen und Eigenschaften entweder in eine Diagnose gepresst wird und als Krankheitsbild problematisiert (zB ADS) - oder aber als besondere Talente gefeiert wird.

Es ist doch klar, dass man unterschiedlich sensibel etc ist, warum ist das so schwierig heutzutage? Manchmal denke ich, es werden nur Ausflüchte und Diagnosen gesucht um an den überfordernden Bedingungen (vor allem in der Arbeitswelt) an sich nichts ändern zu müssen.


ich glaube nicht, dass die Forscher das im Sinn hatten;
aber es ist was an Deiner These.

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Mary




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Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, ganz sicher hatten sie das nicht im Sinn, und ich gehöre ja auch zu dem Personenkreis, der von Diagnosen profitiert, sonst würde ich keine Medis und Theras bezahlt kriegen. MIr kommt das manchmal nur so verselbstständigt vor zwinkern
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Ich bin auf meiner Seite.
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Mika
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BeitragVerfasst am: 25.11.2014, 00:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich finde es auch erstaunlich, dass wir in in einer Zeit Leben, in der die völlig banale Tatsache untschiedlicher individueller Konstitutionen und Eigenschaften entweder in eine Diagnose gepresst wird und als Krankheitsbild problematisiert (zB ADS) - oder aber als besondere Talente gefeiert wird.

Es ist doch klar, dass man unterschiedlich sensibel etc ist, warum ist das so schwierig heutzutage? Manchmal denke ich, es werden nur Ausflüchte und Diagnosen gesucht um an den überfordernden Bedingungen (vor allem in der Arbeitswelt) an sich nichts ändern zu müssen.


Zitat:

ich glaube nicht, dass die Forscher das im Sinn hatten;
aber es ist was an Deiner These.


Edit, hab mal meinen langen Post gekürzt zwinkern

Hochsensibel ist eigentlich eine Wahrnehmungsfilterschwäche. Geht in die Richtung Autismus, allerdings funktionieren da meißtens die Wahrnehmungsfilter gar nicht richtig. Wichtig: Hochsensibel ist wesentlich geringer als Autismus und hat keine krankhaften Ausmaße. Und es hat im Grundsinn erstmal nichts mit emotionaler Sensibilität zu tun. Kann Emotionales beinhalten, aber auch einen oder mehrere Sinne betreffen. Sehr emotionale Menschen sind Hochsensitiv, das ist was ganz anderes. Leider werden die beiden Begriffe, verständlicher Weise zwinkern immer verwechselt.
Bei mir z.B reagiert der Tastsinn/ die Haut zu "sensibel", d.h. es kommen mehr Signale durch als beim Durchschnitt. Ich hab als Kind gelacht, wenn man mir den Rücken eincremen wollte und schon auf kleinste Reize auf der Haut extrem reagiert. Ich merk auch ganz kleine Temperaturschwankungen ziemlich doll. Ich bin auch eine Memme, was Schmerzen angeht ect Verlegen Verlegen Verlegen Ist eben so. Da kann man nichts machen. Das kann man auch nicht wegtherapieren, das ist was Körperliches, hat aber mit Krankheit nix zu tun. Ich fühl mich auch kein bisschen krank. Hatte einen EEG und ein MRT als ich jünger war, Arzt meinte auch: das ist eben so, aber wenn man sich drauf einstellt, lebt man völlig normal Wenn ich nichts sage, dann weis das ja auch keiner.

Btw: Ich werd gern angefasst. Massieren ist das tollste was es gibt auf der Welt lachen

Edit: Der Test hat bei mir 232 Punkte gebracht. Vieles ist auch logisch, z.B. wird niemand gerne überfordert ect. Zudem ärgert mich das auch einfach, dass alles immer gleich "krank" ist. Manches ist auch einfach nur eine Besonderheit und muss gar nicht geheilt/therapiert werden. Ich wurde mal gefragt ob ich eine Therapie deswegen mache und das nicht nur einmal. ( Bei mir wissens ja alle, schon allein durch Family ect ) Da musste ich erstmal erklären, dass das nicht therpierbar ist. Ob ich denn Medikamente nehme? Äääh,....nein. 1. gibt es dafür gar keine Medikamente und 2. ist das keine Krankheit. Aber alles was von der Norm abweicht ist "immer" erstmal krank Schade.
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