klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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Pearl

Anmeldungsdatum: 12.06.2012 Beiträge: 14487 Wohnort: zuhause
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Verfasst am: 25.04.2013, 19:40 Titel: Anzeige |
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Messina

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.05.2010 Beiträge: 8439 Wohnort: bei Hamburg
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Verfasst am: 29.04.2013, 17:39 Titel: |
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Danke liebes Perlchen, das wär mir fast durch die Lappen gegangen!
Dabei ist es so wichtig für uns alle!
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Wikipedia weiß zu Monsanto (klick) unter anderem:
Am 6. Januar 2005 wurde gegen Monsanto ein Bußgeld in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar verhängt,
da der Konzern von 1997 bis 2002 mindestens 140 Regierungsbeamte in Indonesien bestach
... Weiterhin werde diesen Landwirten vertraglich untersagt, bei Ernte- oder Ertragsausfällen
(z. B. Rückgang der Fruchtbarkeit bei Zuchtschweinen) gegen Monsanto zu klagen
In der Kritik steht darüber hinaus eine Vermischung von Monsantos Aktivitäten und der Politik.
Streit um Fernsehbericht über umstrittene Wachstumshormone in der Milchproduktion
Unter dem Markennamen Posilac vertrieb Monsanto ein Wachstumshormon zur Steigerung der Milchleistung von Milchkühen
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Auch sehr aufschlussreich: Monsanto, mit Gift und Genen
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Bei Youtube gibt es interessante Filme dazu, die einzelnen Teile laufen nacheinander ab:
Monsanto - mit Gift und Genen (1/10)
http://www.youtube.com/watch?v=gDrvFiRwWP8&list=PL47342F2743743226
Schon etwas älter, aber heftig, auch als "Arme Sau" bekannt:
Monsanto: Das Bio-Patent auf Schweine Teil 1-5
http://www.youtube.com/watch?v=Se239f_paxE&list=PL587B52EA5982AF82 _________________ Ja kleine Schnecke, besteige den Fuji,
aber langsam, langsam!
- Kobayashi Issa - |
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Rumpelnöff Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.07.2007 Beiträge: 7054 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 29.04.2013, 20:33 Titel: |
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Danke Pearl!!!
ich hab übrigesn neulich gehört, dass man bei Saatgut auf ein 'F1' (Filialgeneration 1) auf dem Tütchen achten sollte,
denn dann sind auch die Samen, die man daraus gewinnt, im nächsten Jahr befruchtbar,
ansonsten sind es 'unfruchtbare Hybriden'
...auf meinen vorhandenen Tütchen hab ich das aber noch nicht nachgeschaut
und weiß auch nicht, wo genau das dann steht! _________________ LG,
Rumpelnöff |
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Pearl

Anmeldungsdatum: 12.06.2012 Beiträge: 14487 Wohnort: zuhause
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Verfasst am: 30.04.2013, 10:46 Titel: |
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Gute Frage, Rumpeli
Ich bin mal an meine Saattütchensammlung gegangen und habe auch bei den diesjährigen Dingern nirgendwo ein F1 gefunden
Mein Saatgut ist aber auch fast ausschliesslich aus dem Supermarkt und mir liegt vor:
"Gardenline" von "Erfurter Samen Alfons Kober GmbH" aus Wien "geprüfte Qualität"
"Mayer's" vom Penny (Rewegruppe !) "Unser Saatgut ist ungebeizt und aus konventioneller Pflanzenzüchtung ohne Einsatz von Gentechnik"
Noname von "gartenland GmbH Aschersleben" aus Essen "unser Saatgut ist aus konventioneller Zucht und gentechnisch nicht verändert"
"Flora Frey"& "florestin" aus Solingen "Standard-Saatgut EG-Norm"
Nicht aus dem Supermarkt und mir als seriös bekannt:
"Blauetikett Bornträger GmbH" aus Offstein "Unsere Produkte werden größtenteils auf eigenen Flächen kontrolliert biologisch erzeugt. "
Mehr noch :
| http://www.autark-werden.at/97.0.html hat folgendes geschrieben: |
Früher haben die Bauern ihr eigenes Saatgut, die alten widerstandsfähigen Getreidesorten, selber vermehrt und hatten damit einen autarken nachhaltigen Weg der Saatgutgewinnung, der ihr eigenes Auskommen sicherte und die Bevölkerung ernährte. Heute darf eigenes reinsaatiges (vermehrungsfähiges) Saatgut vom Gesetz her nur noch in kleinen Mengen für den eigenen Verzehr angebaut werden. Über 80 % der ehemaligen Sortenvielfalt sind somit für immer verschwunden. Für die Versorgung der Bevölkerung muss hybridisiertes Samengut der Großkonzerne verwendet werden und nur dieses darf verkauft werden. ...(...Auslassung...)...Und es war früher ein politisches Prinzip, für die Bevölkerung in Notzeiten ausreichend Getreide und Lebensmittel einzulagern. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen (Kosten?) werden diese Vorratslager, die die Bevölkerung früher über mehrere Jahre ernähren konnten, aufgelöst oder zumindest stark reduziert. So ist eine Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung in Krisenzeiten nur noch für wenige Wochen gewährleistet. Und der Bauernstand, der in Notzeiten immer eine Stütze der notleidenden Bevölkerung war, ist heute nicht mehr in der Lage, sein Saatgut für das nächste Jahr zu vermehren, geschweige denn, andere mit zu versorgen. |
Ich finde das alles, ohne übertreiben zu müssen, hochdramatisch.
In unserem Dorf gibt es nur noch einen Vollerwerbsbauern und der ist bitter am Kämpfen
Ich empfehle wirklich allen, sich den Mut zu nehmen und "We feed the world" anzuschauen ! |
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wollmaus
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.04.2012 Beiträge: 2326
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Verfasst am: 30.04.2013, 11:03 Titel: |
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Das bewegt mich schon längere Zeit sehr.
Ich habe gerade nur keine Zeit zu schreiben. Später mehr.  _________________ Wer viele Schätze anhäuft, hat viel zu verlieren.
[Laotse]
~~~~~~~~~~~~~~
LG  |
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kleinesach
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.04.2013 Beiträge: 604 Wohnort: im schönen Land Brandenburg
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Verfasst am: 30.04.2013, 11:08 Titel: bessser keine F1 Hybriden kaufen |
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Hallo, ich hatte in Erinnerung, daß F1 Hybriden für die Verwendung von eigenem Saatgut ungeeignet sei ... also habe ich gegoogelt und folgendes gefunden:
Quelle:
http://www.lwg.bayern.de/gartentipps/2006/15201/ | Code: | | Es lohnt sich nicht, selbst Samen aus den F1-Pflanzen zu gewinnen. Die Nachkommen werden nicht zwangsläufig alle guten Merkmale der „Rassepflanzen“ besitzen. Zur Samenentstehung hat ja wieder eine Bestäubung stattgefunden, das Erbgut ist wieder neu kombiniert. Dies kann zu völlig neuen und ungewollten Eigenschaften führen. Pflanzen aus selbstgewonnenen Samen von F1-Hybriden lassen keine erfolgreiche Ernte erwarten. Kaufen Sie also Ihr Saatgut jedes Jahr wieder neu. |
Mal sehen, was unsere Tomatensamen aus gekauften Tomaten dieses Jahr für Freude bereiten  _________________ Beste Grüße von kleines Ach ? ja ... kleine Sach ... ja Wohl  |
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Pearl

Anmeldungsdatum: 12.06.2012 Beiträge: 14487 Wohnort: zuhause
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Verfasst am: 30.04.2013, 12:31 Titel: |
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Kannst ja berichten!
Ich schätze, sie werden keimen und ansonsten geht es Dir wie den rumänischen Bauern.
Es sei denn sie wären aus dem Bioladen gewesen - dann könnte nicht nur Hoffnung keimen  |
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Rumpelnöff Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.07.2007 Beiträge: 7054 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 30.04.2013, 16:57 Titel: |
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tja, da habe ich mich wohl geirrt
und es sollte GERADE NICHT F1 drauf stehen
auf meinen Tütchen (Baumarkt) hab ich nämlich auch nichts gefunden!
und aus einigen Pflanzen vom letzten Jahr hab ich auch Samen gewonnen und keimen tun sie zumindest
...sind aber größtenteils Blumensamen gewesen  _________________ LG,
Rumpelnöff |
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wollmaus
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.04.2012 Beiträge: 2326
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Verfasst am: 30.04.2013, 23:42 Titel: |
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In meinem aid-Newsletter 18/13 vom 30.04.2013 habe ich gefunden:
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Einheits-Saatgut versus Vielfalt
Widerstand gegen EU-Verordnungsentwurf zum Saatgutmarkt
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(aid) - Einen Sturm der Entrüstung haben Pläne der EU-Kommission zur Neuregulierung des europäischen Saatgutmarkts ausgelöst. Ein entsprechender Verordnungsentwurf soll am 6. Mai 2013 von der Kommission vorgelegt werden. Grundlage dafür ist eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. Danach dürfen Landwirte nur noch amtlich zugelassenes Saatgut verkaufen.
Alte und seltene Saatgut-Sorten waren davon bisher ausgenommen. Sie durften in althergebrachter Weise angebaut, getauscht und gehandelt werden. Der Verordnungsentwurf und Medienberichte darüber lösten Widerstand gegen die EU-Pläne aus. Denn danach sollten künftig Kleinbauern oder Privatleute solches Saatgut nicht einmal mehr verschenken dürfen. Etliche Gemüse- und Getreidesorten würden aus dem Anbau verschwinden und eine kleinstrukturierte Landwirtschaft würde von der Saatgut-Weitergabe ausgeschlossen, hieß es in Reaktionen von Umweltorganisationen und Privatgärtnern. Betroffen von dieser Neuregelung wären auch Hobbygärtner, die ihr eigenes Saatgut tauschen oder verschenken. Große Unternehmen hingegen könnten ihre beherrschende Marktstellung vergrößern, so die Befürchtung.
Kritisch äußerte sich auch das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin. Deutschland setze sich dafür ein, den Marktzugang alter Sorten landwirtschaftlicher Arten und von Obst und Gemüse weiter zu entbürokratisieren. "Wir müssen alte Sorten erhalten und die biologische Vielfalt schützen. Gärtner und Züchter, die das Artenreichtum und die Sortenvielfalt erhalten, müssen auch künftig ohne Einschränkungen anbauen können", wird Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zitiert.
In einer Klarstellung hat die EU-Kommission darauf hingewiesen, dass es nicht beabsichtigt sei, die Regelungen für Privatgärtner anzuwenden. Diese könnten auch in Zukunft ihr Saatgut wie bisher verwenden. Die neuen Regelungen seien ausschließlich für professionelle Akteure, wie Landwirte oder Gartenbaubetriebe vorgesehen, die pflanzliches Saatgut erzeugen. Für Kleinstunternehmen gäbe es Ausnahmen und die Anforderungen an Kennzeichnung und Verpackung würden gering sein. Auch für alte Sorten sollen schwächere Regeln gelten, so die Kommission. Das Saatgut müsse aber aus Transparenzgründen dennoch registriert werden.
Es fragt sich nur, wo die Grenze zwischen professionellen Akteuren und Kleinstunternehmen verläuft und wie diese neuen Regeln mit gleichzeitigen Anstrengungen zum Erhalt von alten und vom Aussterben bedrohten Arten und Sorten zur Erhaltung der Biodiversität zusammenpassen. Auf der einen Seite wird Sortenvielfalt durch EU-Regulierungen in der Saatgutproduktion eingeschränkt, auf der anderen die Erhaltung von genetischer Vielfalt gefördert.
Der Verordnungsentwurf wird am 6. Mai 2013 von der EU-Kommission vorgelegt und dann in den zuständigen Ratsgremien der EU und im EU-Parlament beraten.
Renate Kessen, www.aid.de
Weitere Informationen:
www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Landwirtschaft/Pflanze/Acker-Pflanzenbau/EU-Saatgutrecht.html
http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/11327_de.htm
http://saatgutpolitik.arche-noah.at/
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/25/eu-verordnung-zum-saatgut-langsam-stirbt-die-artenvielfalt/
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Interessant ist auch der Link auf die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten. _________________ Wer viele Schätze anhäuft, hat viel zu verlieren.
[Laotse]
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LG  |
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