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Sylvie macht sich ans Werk


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Trockenfisch





Anmeldungsdatum: 23.04.2008
Beiträge: 4999

BeitragVerfasst am: 22.08.2013, 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß nur nicht so recht, was ich darauf antworten soll

Musst du auch nicht!
(Es reicht hier völlig, unsere gesammelten Gedanken in ein - vorzugsweise - goldenes Buch einzutragen - und irgendwann, wenn du mal Zeit hast, auswendig zu lernen. Alles ohne Druck lachen )

Ich wünsch dir noch einen produktiven, möglichst nervfreien Tag
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BeitragVerfasst am: 22.08.2013, 14:55    Titel: Anzeige

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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 22.08.2013, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Danke schön an alle für diese Klara-infernale-Einlage
Ich hab so dreckig gelacht, dass Söhnke um die Ecke kam und sagte: " erstaunt Wieso lachsten so ?"
Tja zwinkern
Ich wünsche Dir ausgewogene Zeiten mit Sylvie und Miss Perfect an den richtigen Orten zum richtigen Zeitpunkt
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Wenn kleine Leute in kleinen Orten
kleine Dinge tun,
verändern sie die Welt.
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Sylvie
Gast







BeitragVerfasst am: 22.08.2013, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Pearl, Dein letzter Beitrag ist mir zu hoch - verstehe nur Bahnhof.
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 22.08.2013, 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry.

Ich habe ganz oft das Gefühl, dass Dir die innere Perfektionistin ständig hineinfunkt und Du deshalb solche Zielkonflikte hast.
Beruflich ist Mrs Perfect, wie ich sie nenne, prima aufgehoben, grade wenn man selbständig ist und immer noch ein bisschen besser sein muss.
Aber im Privatleben macht sie doch etliches kaputt. Ich komme immer mehr dahinter, dass ich die Wohnung nicht mehr aufgeräumt habe, "weil es doch eh keinen Zweck hat, denn 100 % erreicht man nie" .
Das Geheimnis ist : Perfekt gibt es nicht. Ist in der Natur nicht vorgesehen. Ist m. E. eine technologische Sichtweise.
Da man diesen Charakterzug so leicht nicht ablegen kann ( teilweise will ich das auch nicht für mich, habe ich beschlossen, denn manchmal ist das Streben nach dieser Vollkommenheit auch richtig gut ), habe ich der Perfektionistin in mir Spielplätze zugestanden, an denen sie sich austoben kann:
Beruflich z. B. habe ich für den Laden ein ziemlich hohes Niveau gesetzt und zu hause wienere ich beispielsweise meine Edelstahlteile 'perfekt', bis sie mit der Sonne um die Wette strahlen.
Damit versuche ich (ein wenig gespalten) die Perfektionistin umzulenken und zu kanalisieren.
Natürlich ist das immer dieselbe Pearl, die da tut und macht ; ich versuche bewusst, die perfektionistische Seite wahrzunehmen und mir in vielen Bereichen 20:80 zu gestatten - so quäle ich mich nicht selbst und habe mehr vom Leben


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Sylvie
Gast







BeitragVerfasst am: 24.08.2013, 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Pearl,

das stimmt so aber nicht für mich, jedenfalls nicht aus meiner Sicht.

Meine Berufsarbeit nehme ich mal aus. Im beruflichen Bereich hat die 80/20-Regel nichts verloren, soweit es um die Qualität der gelieferten Arbeit geht - Produkte oder Dienstleistungen, die zu 20% Schrott sind, kann man direkt in die Tonne werfen. (Ne andere Sache ist die Auswahl der Kunden/Aufträge, denn es ist durchaus sinnvoll für mich, 20% der Aufträge/Kunden, die mir einfach nur auf den Keks gehen und mir zu wenig einbringen, zu knicken, das mache ich ja jetzt auch).

Bei allen anderen Dingen ringe ich eigentlich täglich darum, parallel einen Mindeststandard zu erreichen bzw. zu halten. "Mindeststandard" ist sozusagen der "Grenzwert", den ich erreichen muss, damit mich die Situation nicht ständig belastet.

Die individuell empfundenen Grenzwerte hängen m. E. von dem Zustand ab, in dem man eine lange Zeit gelebt hat. Der Zustand, in dem ich die meiste Zeit meines erwachsenen Lebens gelebt habe, war:

a) Haushalt: aufgeräumt und passabel sauber. Als Angestellte hatte ich so einen Rhythmus, dass ich wochentags so gut wie nix gemacht habe (da von 7 Uhr bis mindestens 19 Uhr, oft länger, außer Haus = in der Wohnung ist wochentags auch nix passiert, zumal mein Mann mehr aufgeräumt als dreckig gemacht hat), samstags vormittags einkaufen, samstags nachmittags einen Rundputz durch die Wohnung (ca. 4 Stunden bei damals 75m²) und zwischendurch waschen, Sonntag 1 Stunde bügeln, an langen Wochenenden/im Urlaub mal "Großputz". Damit habe ich mich wohl gefühlt und sowas ähnliches möchte ich auch wiederhaben - nur: heute ist Samstag und heute und am morgigen Sonntag und bis einschließlich nächsten Donnerstag habe ich einen supervollen Schreibtisch, was ich gestern früh noch gar nicht wusste (= unplanbar). Und die Wohnung liegt auch wochentags nicht verlassen da, sondern wird 24 Stunden am Tag genutzt = dreckig gemacht.

b) Geld: wenn ich im Kopf die Forderungen der nächsten 3 Monate überschlage, möchte ich sicher sein, dass ich die auch bezahlen kann. Ich turne finanziell ohne Netz. Darüber nachgrübeln, ob mir wohl erst die Telekom oder mein Stromanbieter bei Nichtzahlung den Saft abdreht, macht mich nervös und stört meinen Schlaf. Ohne finanzielle Rücklagen dastehen auch. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass jedes meiner Haushalts- bzw. Arbeitsgeräte URPLÖTZLICH und ohne Vorwarnung einfach den Geist aufgeben kann, dass langjährige Kunden, die immer pünktlich bezahlt haben, in Insolvenz gehen können...

c) (was war noch mal C? - Gewicht?) - vernunftmäßig nicht meine oberste Priorität, meine Mindestgrenze ist: wenigstens normalgewichtig bleiben. Da ich bis vor wenigen Jahren immer sehr schlank war, grätzt mich mein relativ neuer Bauch aber schon. Nix passt mehr, neue Klamotten sind entweder am Bauch zu eng oder überall sonst zu weit/zu lang *grummel* - vielleicht muss ich mich damit abfinden, aber man kann sich ja auch mal (jenseits aller Relativierungen) was WÜNSCHEN, und ich wünsche mir eben, diesen ollen Bauch wieder quitt zu werden. Punkt.

Was die Freizeitaktivitäten anbelangt, stimme ich zu, dass Freizeit nur in "Belohnungsform" wirklich rundum gut tut - wenn keine Pflichten mehr im Kopf rumschwirren (jedenfalls, was das tägliche Pensum anbelangt).
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Mademoiselle Bagatelle




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.04.2013
Beiträge: 1621

BeitragVerfasst am: 24.08.2013, 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

Sylvie hat folgendes geschrieben:
Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich alles auf die Reihe bekommen soll, ohne wie ein Maschinchen zu funktionieren.


Eine wichtige Frage, die ich mir auch gerade stelle. Danke für diese Anregung Sylvie. Ich kenne das Gefühl so gut.

Im Herbst nehme ich an einem Gruppen-Coaching für berufstätige Erwachsene, die Probleme mit Ordnung und Struktur haben (Leute mit und Leute ohne ADS) ... davon erhoffe ich mir viele Antworten und Anregungen.

Vielleicht gibt es so etwas oder ähnliches auch bei Dir in der Stadt?
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Sylvie
Gast







BeitragVerfasst am: 24.08.2013, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Liebes Mademoisellchen,

ich hoffe, das Coaching bringt Dir was - ich für meinen Teil brauche keinen Erkenntnisgewinn, sondern muss einfach nur täglich meinen ollen Hintern hochkriegen und häppchenweise tun, was anliegt, das nimmt einem kein Therapeut oder Trainer ab.
Die kommen nicht vorbei und halten einem die Pfote, wenn man was Angstbesetztes durchziehen muss, die helfen auch nicht beim Entrümpeln, beim Aufhängen von Gardinenstangen oder Lampen oder Küchenschränken oder sonst etwas, was einem TATSÄCHLICH von Nutzen sein könnte. Nö.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass die Lebensrealität weitestgehend dadurch bestimmt wird, wie man sich sein Leben praktisch eingerichtet hat. Und eventueller Korrekturbedarf muss ebenfalls ganz praktisch erfolgen.
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tranquilla trampeltreu




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 2025
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 24.08.2013, 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Sylvie,

an die Arbeit eine Art Perfektionsanspruch zu erheben, finde ich sinnvoll, wenn man freiberuflich arbeitet. Wenn ich mich richtig erinnere, war aber schon in Deiner Vorstellung auch ganz allgemein das Thema "Perfektionismus" ein Thema mit Leidensdruck. (Müsste ich nochmal im Detail nachlesen...) Insofern kommen mir die Ideen dazu gar nicht so abwegig vor.

Wenn ich meinen Eindruck von Deinen Schilderungen in einem Satz zusammenfassen müsste, dann wäre das folgender:
Du willst etwas, was so völlig unmöglich ist.

Sylvie hat folgendes geschrieben:

Damit habe ich mich wohl gefühlt und sowas ähnliches möchte ich auch wiederhaben


Mit "damit" beschreibst Du ein Leben als Angestellte, mit regelmäßigem Rhythmus, in einer Partnerschaft, in der Dein Mann mitgeholfen hat.

Und ein ähnliches Lebensgefühl willst Du erreichen/erhalten als alleinlebende Freiberuflerin? Geht meiner Erfahrung nach einfach nicht.

Ich verstehe, dass man sich nach der Art zu leben sehnt, in der man sich viele Jahre wohl gefühlt hat. Aber wenn die äußeren Bedingungen sich dermaßen krass verändert haben, dann ist es reine Selbstquälerei, diesen Lebensrhythmus als "Mindeststandard" anzusetzen.

Damit meine ich nicht, dass Du rundum nur Abstriche machen sollst, oder dass es nicht möglich ist, so glücklich zu werden/bleiben. Aber der erste Schritt wäre meiner Meinung nach, gnadenlos zu akzeptieren, dass ich etwas völlig unmögliches von mir erwarte, was ich so nie erreichen kann.

Ähnliche innere "Gefühls-Bankrott-Erklärungen" habe ich schon einige Male hinter mir, und sie stehen auch aktuell bei mir wieder an. Was sich daraus dann positiv entwickelt, weiß ich nie vorher. Auf alle Fälle kommt immer wieder etwas in Bewegung und es verändert sich etwas.

Herzliche Grüße

trampilla
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 24.08.2013, 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Sylvie hat folgendes geschrieben:
das stimmt so aber nicht für mich, jedenfalls nicht aus meiner Sicht.
Sieh es nicht als Schimpfe und denk nochmal drüber nach. Ich habe jahrelang das Statement von Do von mir gewiesen, dass ich Perfektionistin bin -das war für mich sowas wie ein Schimpfwort.
Zitat:
Meine Berufsarbeit nehme ich mal aus. Im beruflichen Bereich hat die 80/20-Regel nichts verloren,
Sic - im Berufsleben kann man perfektionistisches Streben gut einbauen. 20/80 zu schaffen geht nicht.
( Der Umsatz im Laden ist signifikant gestiegen und das hat er meiner inneren Miss Perfect zu verdanken grinnn sobald ich gehe, wird er wieder ins Loch sinken, dass weiss ich so sicher wie das Amen in der Kirche.)
Zitat:
Bei allen anderen Dingen ringe ich eigentlich täglich darum, parallel einen Mindeststandard zu erreichen bzw. zu halten. "Mindeststandard" ist sozusagen der "Grenzwert", den ich erreichen muss, damit mich die Situation nicht ständig belastet.


Eben - ein Mindeststandard.
Das ist das Ding , um den wir alle hier ringen.
ich habe mich von der Utopie getrennt, dass ich in der Küche sitze und sage . "Alles ist getan und jetzt kann ich pausen und Füsse hochlegen."
Das wird so nie sein können - seit ich begriffen habe, dass das nicht an meiner Person liegt, sondern einfach so ist - es gibt keinen Haushalt, in dem alles erledigt ist - geht es mir besser.

Auch wenn ich nicht selbständig bin - glaubst Du, bei mir gäbe es keine Existenzängste ? Eine feste soziale Hängematte - schön wäre es Traurig
Warum war es mir denn so wichtig jetzt mit der Ausbildung anzufangen, obwohl das eine weitere Härte wird ? Eben weil Entwicklungen nicht vollkommen planbar sind und unvorhergesehenes einen aus den Puschen haut wie nix. Ich möchte soviel Unabhängigkeit wie möglich ist. Im Moment bin ich der Sklave des Jobcenters am Gängelband.
Der Job jetzt bringt mich nicht wirklich weiter und klaut mir auch noch 9 1/2 Stunden des Tages, 8 brauche ich zum Schlafen, gibt 17 1/2 Stunden, bleiben für "Privatleben" 5 1/2 Stunden und die sind vom Haus belegt Mit den Augen rollen
Da muss ich, wenn ich nicht komplett auf dem Zahnfleisch laufen will, Abstriche im Haus machen - Minimum: Der Boden muss leer/sauber sein, der Stinkemüll muss draussen sein und Beweise beseitigen ist Notwendigkeit, damit nicht alles zusammenbricht - das geht ja so schnell.
Aber wenn die Bügelwäsche liegt und liegt, dann macht mich das nicht mehr verrückt - sie ist ja sauber, zur Not mache ich halt Einzelbügeln Mit den Augen rollen
Das darf mich nicht belasten, dann hemme ich mich ja wieder ...

Meine liebe Marina (leitende Position, viel Arbeit zum zuhause machen Traurig ) hatte jahrelang am Wochenende den fast perfekten Haushalt, weisste warum?
Weil sie jedes hilfsbereite Gerät besass, ihr Mann alles gebügelt hat und Freitags kam Pearl drei Stunden und hat mit Hochdruck alles wochenendfein gemacht - wenn es sein musste bin ich servicemässig länger geblieben - sonst wäre das nie so proper gewesen - und glaub mir - als Putze bin ich jeden Cent doppelt wert.

Ohne gute Putzfrau ist das nicht möglich - Wenn wir alleine rumhossern unter erschwerten Bedingungen kommen wir einfach nicht an eine hochgesteckte Optimalmarge - so leid mir das tut .


Ich wünsche Dir ein so angenehmes Wochenende wie möglich und genug Energie für Dein unvorhergesehenes Dingen
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Sylvie
Gast







BeitragVerfasst am: 24.08.2013, 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Also, langsam ärgere ich mich.

Wo ist denn jetzt die Quintessenz?

(Vorab nebenbei: Perfektionismus und Arbeit: möchte hier irgendjemand Kontaktlinsen, Kaffeemaschinen, Autos, Haarschnitte, künstliche Hüftgelenke, Rechtsanwaltsleistungen, Medikamente, Fernsehgeräte oder andere Produkte oder Leistungen, die nach dem 80:20 Prinzip - in angestellter oder selbständiger Funktion - gefertigt oder erbracht werden, für 100 % Entgelt?)

Zum eigentlichen Thema:

Ich weiß, dass ich grundsätzlich zum Perfektionismus neige, aber diese Perfektionismusdiskussion nützt mir momentan nicht das Geringste. Mir ist auch schleierhaft, worauf Ihr hinaus wollt.

Ich habe einen Haushalt an der Backe, den ich einigermaßen in Ordnung halten muss und will (da ich mich sonst nicht wohl fühle), und dazu sind einfach OBJEKTIV mehrere Stunden intensive Putzarbeit pro Woche (abgesehen von Beweise beseitigen und Spülmaschine befüllen und einkaufen und Bett machen etc.) erforderlich. Das ist von "Perfektionismus" meilenweit entfernt.

Dass ich diesen gleichmäßigen "Samstagsputzrhythmus" nicht beibehalten kann, ist mir in den letzten 17 Jahren Freiberuflertum auch schon aufgefallen, deshalb experimentiere ich ja mit flexibleren Modellen, die meinem unregelmäßigen und unvorhersehbaren Arbeitstag eher entsprechen, gleichzeitig aber mal von diesem "blockweisen" Leben (Arbeit - Putzen - Nix machen - Arbeit - Putzen - Nix machen....) wegführen.
(Und der Seitenhinweis auf meinen Ex-Mann ist nur so zu verstehen, wie es da steht: Als ich noch angestellt gearbeitet habe und verheiratet war, ist in unserer Wohnung wochentags kaum was passiert, weil wir beide praktisch nur zum Schlafen nach Hause kamen und mein Ex-Mann zu der Sorte gehört, die ihren Krempel ordentlich wegräumt und schmutzige Kaffeetassen sofort in den Spülomat stellt. Das hat nichts mit Unterstützung zu tun - den Haushalt und sämtlichen Aufgaben und Erledigungen unseres privaten Lebens hatte ich für 2 an der Backe. Er hat lediglich darauf geachtet, mir nicht noch zusätzlich Arbeit zu machen).

Mein Ziel ist, meine Organisation in den Punkten zu verbessern, in denen selbige mangelhaft ist.
Alles, was in meinem Haushalt gut organisiert ist, läuft nämlich völlig stressfrei und fast von selbst, während es an anderen Dingen immer wieder hakt. Um das zu ändern brauche ich: Geld. SO einfach ist das.

Beispiel: jahrelang habe ich mich mit sehr hübschen, aber völlig unpraktischen weißen Baumwoll-/Leinenvorhängen im Wohnzimmer abgequält (12m² Stoff, die ich alle 2 Monate 3 x waschen (Nikotin) und in feuchtem Zustand beidseitig plätten musste. Mit den Augen rollen ) Vor ein paar Monaten war ich es leid, habe recht tief in die Tasche gegriffen und die Teile durch ebenso schöne Vorhänge ersetzt, die man nicht mal bügeln DARF. Auf den Arm nehmen Die werden einfach nass aus der Maschine gezerrt und aufgehängt.

Und mir fallen x Probleme ein, die ich mir kraft Euro ebenso vom Hals schaffen könnte.

Nun kann man natürlich wieder sagen: siehste, Du strebst eine perfekte Organisation an....
Ich strebe eine Organisation an, die so weit wie möglich von selbst läuft, weil einfach. (Und dazu gehören auch bestimmte Prinzipien, die sich als gut erwiesen haben). Die Dinge, die in meinem Haushalt gut organisiert sind, machen mir Vergnügen. Es ist schön, in der Sockenschublade kein Sammelsurium aus ausgeleierten BHs, Gürteln oder sonstwas vorzufinden, sondern zusammenpassende Sockenpaare ohne Löcher, und sonst nix. Es ist schön, in der Postschublade im Arbeitszimmer einen geordneten Vorrat an passenden Briefmarken, Umschlägen etc. vorzufinden und sonst nix. Es ist schön, den "Utensilien"-Auszug in der Küche zu öffnen und mit einem Handgriff den richtigen Gemüseschneider in der Hand zu haben. Es ist NICHT schön, die ganze Bude auf der Suche nach Teil XYZ umzugraben....

Man könnte also sagen: ich will möglichst alles, was im Grunde nicht wert ist, sich damit übermäßig zu befassen, in einen Selbstläufer verwandeln.
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Sylvie
Gast







BeitragVerfasst am: 24.08.2013, 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Pearl, mein letzter Beitrag bezog sich nicht auf Dich - hat sich überschnitten.

Mir ist übrigens völlig klar, dass ich mich in einer privilegierten Lage befinde und meine Aufgaben - im Vergleich zu dem, was ich bei Euch so lese - sehr überschaubar sind. Bei vielen Berichten hier denke ich mir: Himmel hilf, wie kann man das aushalten!
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tranquilla trampeltreu




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BeitragVerfasst am: 24.08.2013, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sylvie,

für meine Beteiligung an dieser Diskussion hier war Deine eigene Frage der Aufhänger:

Sylvie hat folgendes geschrieben:
Warum ist das, was man grade will, oft so weit entfernt von dem, was einem wirklich gut täte bzw. längerfristig zielführend wäre?

Hat jemand ne Idee, warum das so ist, was ich falsch mache und ändern könnte?


Meine Ideen dazu waren als erstes (mögliche) dahintersteckende Muster und innere Haltungen. (Weil das meine positive Erfahrung mit dem Thema ist. Ob das was mit Dir zu tun hat und ob Du eine Quintessenz daraus ziehen willst, diese Einschätzung steht mir überhaupt nicht zu)

Für Dich lag anscheinend der Fokus Deiner Frage auf der Optimierung organisatorischer Abläufe.

Für mich hat erst das innere Umsortieren die großen Fortschritte in der äußeren Organisation gebracht.

Aber das kann ja bei Dir anders sein. Dich zu ärgern war dabei ganz sicher nicht meine Absicht.

Wenn Dir z.B die Perfektionismusdiskussion nichts nützt, dann schmeiß sie raus aus Deinem TP. Hier sollst ja Du Dich wohlfühlen.

Mir hat genau diese Diskussion in Schränken und Schubladen erst das richtige Durchstarten gebracht und sie begleitet mich oft im Alltag.

Nachdem Du Dir wohl eher praktische Tips wünscht, kommt vielleicht noch von anderen Usern hier einiges zum Thema. Wäre ich auch gespannt darauf.

Wenn Du das Ziel hier gut erreicht hast:

Zitat:
Man könnte also sagen: ich will möglichst alles, was im Grunde nicht wert ist, sich damit übermäßig zu befassen, in einen Selbstläufer verwandeln.


dann kannst Du vermutlich als Haushalts- und Messie-Coach für den Rest Deines Lebens gutes Geld verdienen. grinnn

LG

trampilla
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 25.08.2013, 08:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Sylvie,

Dich zu ärgern war nicht unser Ziel im Gegenteil - das war gutgemeinte Zuwendung.

Vielleicht habe ich auch in der Menge Text was überlesen
Also verstehe ich Dein TP als Blog und alle Fragen rhetorisch ???
Guten Sonntag
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Mademoiselle Bagatelle




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.04.2013
Beiträge: 1621

BeitragVerfasst am: 25.08.2013, 08:47    Titel: Antworten mit Zitat

Sylvie hat folgendes geschrieben:
ich für meinen Teil brauche keinen Erkenntnisgewinn, sondern muss einfach nur täglich meinen ollen Hintern hochkriegen und häppchenweise tun, was anliegt, das nimmt einem kein Therapeut oder Trainer ab.


Ja das muss ich auch - leider lachen mir geht es dabei eher darum zu lernen

Zitat:
wie ich alles auf die Reihe bekommen soll, ohne wie ein Maschinchen zu funktionieren.


Den Ausdruck fand ich so passend, deshalb hatte ich mich darauf bezogen Smilie und bei mir würde ich noch einfügen: ohne mich immer wieder so zu überfordern, dass im Anschluss gar nichts mehr geht. Smilie
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Sylvie
Gast







BeitragVerfasst am: 25.08.2013, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Dass Ihr mich nicht ärgern wollt, ist klar wie Kloßbrühe. herz Dass ich mich trotzdem fast geärgert habe, kann eben vorkommen.

Ich bin nun mal eine prosaische Natur, die sich von einem neuen Staubsauger, der nicht nach 10-minütigem Einsatz Schäden an Bandscheibe und Trommelfell verursacht, mehr Zugewinn an Lebensqualität verspricht, als von Mantras, Yoga-Entspannungsübungen, Therapien oder Reflexionen zum Thema "woher kommt Staub, wohin geht Staub".....

Pearl, nein, meine Fragen sind nicht rhetorischer Art, und Du hast darauf ja auch ganz "praktisch" geantwortet: "Deine Marina" hat ihr "Haushalts- und Überlastungsproblem" nicht therapeutisch/gedanklich "aufgearbeitet" oder versucht, das Ganze mithilfe positiver Sinnsprüche in den Griff zu kriegen, sondern das Naheliegende und Praktische getan: Aufgaben, für die die Zeit/Kraft nicht reicht, an Haushaltsgeräte, Ehemann und Dich, die Haushaltsperle, delegiert.

Ich möchte keine Beziehung mehr und auch keine Haushaltshilfe (die meinen Syff wegputzen muss), aber einen technisch/ausstattungsmäßig optimierten Haushalt und genug Geld für Handwerker, Entrümpeler (Keller!) oder einen Fensterputzer (das fände ich ok, weil schmutzige Fenster nicht eklig sind).

Und weil man dazu jede Menge Kohle braucht, gehe ich mal wieder an die Arbeit.

Sylvie
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