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Wut und Ärger in der GfK (Gewaltfreie Kommunikation)


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karinja
Gast







BeitragVerfasst am: 28.01.2013, 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Guck nur mal, wie wenig ich erst von der GfK verinnerlicht habe:
Da hab ich Pearl Respektlosigkeit unterstellt, weil sie sich über den Tee geärgert hat!


Das hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun, dass du die GfK nicht verinnerlicht hast, sondern, dass du den Gesamtzusammenhang der Situation nicht kennst, sondern nur einen Ausschnitt. Es ist mir bei meinen Kommentaren im Forum auch schon passiert, dass ich Kommentare schrieb, die den Kern nicht trafen, aus genau diesem Grund - und das ist manchmal auch bei Kommentaren so, die ich zu meinem TP lese. Das stört mich aber gar nicht, denn für mich ist es eine Gelegenheit, die Sache genauer zu beschreiben und oft wird sie mir dabei klarer, das hat also auch einen Wert für mich. Wir können hier immer nur Hypothesen schreiben, keiner kann wirklich wissen, wie die Lage der anderen ist und was ihnen in ihrer Situation helfen kann, aber diese Hypothesen helfen trotzdem weiter, wichtig ist nur, dass wir wissen, dass es Hypothesen sind und nicht auf ihnen beharren, wenn der andere schreibt, dass es anders ist.
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BeitragVerfasst am: 28.01.2013, 11:13    Titel: Anzeige

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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 29.01.2013, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

*senf*
Danke, karinja, da muss ich zustimmen In einem Forum bewegt man sich oft im Bereich von Interpretation und Projektion, zum einen...und zum anderen sind das wirklich Denkanstösse - und ja, diese eine Situation ist ein gutes Stückchen vielschichtiger noch, aber das spielt für Klara Putzich keine Geige zwinkern Ich muss bei vielem oft an eine Bemerkung des Dalai Lama denken - in einem Interview mit europäischen Menschen, die vom Buddhismus inspiriert waren und sich grämten, dass sie zwar schon 2 mal meditiert hatten zwinkern aber immer noch nicht so gelassen sind wie seine Heiligkeit, fing er auf die für ihn typische glucksende Art an zu lachen und seufzte hinterher sinngemäss: "Aaaah, ihr Europäer, immer wollt ihr , daß alles in 10 Minuten gemacht ist..." lachen Eine Sache mit dem Verstand erfasst zu haben, ist das eine und wichtig . Zu Begreifen, dass man das immer und immer wieder üben muss und Fehler machen wird, bis man das verinnerlicht hat, das nächste. Und sich die Gewissheit zu erlauben, dass das alles eine Lebensaufgabe ist *glaube* , ist das wichtigste. "Das ist ein langer Weg!"
Da steckt eine Menge Humor drin, da steckt Freundlichkeit sich selbst gegenüber drin und Mitgefühl für sich und andere. Try and Error ! Und aufstehen und weitermachen !
Smilie Wir haben hier genau die richtige Basis für solche Sachen - das Putzen und Räumen und Klarheit schaffen, ist im übertragenen Sinn genau das lachen lachen lachen
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bibi blocksberg




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 28.09.2012
Beiträge: 766
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 29.01.2013, 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

Messina hat folgendes geschrieben:



    Jeder Mensch, der es genießt, andere zu verletzen,
    war selbst in irgendeiner Weise selbst Gewalt ausgesetzt.

    Diese Menschen brauchen Einfühlung
    für die unglaublichen Schmerzen, die sie empfinden.
[/color]


Das kann ich mir zwar vorstellen, aber man darf sich trotzdem nicht alles leisten, es entschuldigt nicht alles. (s. mein TP heute, Streit mit Kollegin, paßt sehr gut dazu)

Ich tu mich manchmal sehr schwer, wenn ich hier bei Euch mitlese, Ihr denkt manchmal so kompliziert. Ich muß immer mehrmals lesen, bis ich einigermaßen kapiere, was Ihr meint.

Bibi
_________________
Ordnung ist das halbe Leben - woraus mag die andere Hälfte bestehen? H. Böll
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Messina




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Anmeldungsdatum: 20.05.2010
Beiträge: 8439
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 29.01.2013, 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das kann ich mir zwar vorstellen, aber man darf sich trotzdem nicht alles leisten,
es entschuldigt nicht alles. (s. mein TP heute, Streit mit Kollegin, paßt sehr gut dazu)


Das sehe ich genau so, und ich finde es prima, dass du dich wehrst!

Trotzdem glaube ich, dass man weiter kommen kann, wenn man sich in den anderen einfühlen kann.
Aber das geht natürlich nur, wenn man selbst nicht allzusehr verletzt ist.

________________________________

Ich hab hier noch was Interessantes gefunden:

Kreisgespräche – Restorative Circles nach Dominic Barter
http://www.kreisgespraeche.org/einleitung/

Dominic Barter arbeitet auch mit der GfK (Nonviolent Communication)

Da gibt es ein Video-Interview, englisch mit deutschen Untertiteln:
http://vimeo.com/7938621
_________________
Ja kleine Schnecke, besteige den Fuji,
aber langsam, langsam!
- Kobayashi Issa -
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karinja
Gast







BeitragVerfasst am: 29.01.2013, 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Trotzdem glaube ich, dass man weiter kommen kann, wenn man sich in den anderen einfühlen kann.
Aber das geht natürlich nur, wenn man selbst nicht allzusehr verletzt ist.


Das sehe ich genau so. Sich in den anderen einzufühlen, heißt nicht das Verhalten des anderen zu akzeptieren. Und auch in der GfK geht es ja darum, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche ausudrücken, und zwar klar und deutlich. Andererseits habe ich den Verdacht, dass es Menschen gibt, die einem erst richtig zuhören, wenn man nicht lieb, nett und höflich, sondern laut und energisch spricht.


Zuletzt bearbeitet von karinja am 30.01.2013, 00:14, insgesamt einmal bearbeitet
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Messina




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BeitragVerfasst am: 29.01.2013, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Wer weiß? erstaunt Ich hab das natürlich noch nicht probiert,
so sattelfest fühl ich mich denn doch noch nicht.

Und auch Rosenberg hatte immer wieder Zeiten, wo seine Angst ihn hinderte,
sich einfühlend zu verhalten. Besonders wenn es um Rassismus ging.
Aber er scheint meistens sehr geduldig und sehr sehr hartnäckig zu sein. Smilie

Ich kämpfe mich grade durch seinen englischen Kurs:
http://www.youtube.com/watch?v=EfaKIhtR3ro&list=PL0F3C8F059FFB4E58
Das ist eine fortlaufende 9-teilige Playlist, und ich hab sie schon paar mal gehört,
aber bisher nur die Hälfte verstanden.
_________________
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Pearl





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Beiträge: 14487
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BeitragVerfasst am: 30.01.2013, 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Sorry, Messina, habe wegen meinem/unserem Traffic schon auf die Pfoten bekommen Verlegen Von daher youtuben wir light ...

Wir denken zu kompliziert, Bibi? -owei, die GFK sollte für jeden verständlich sein - eigentlich geht es ja nur um das Grüne grinnn

Ich denke so vor mich hin:
Bei der GFK kommt es nicht drauf an, das man säuselt - mir haben viele Leute schon hilfreiche , freundliche Dinge in einem sehr bestimmten Tonfall gesagt.
Wenn ich anfange zu säuseln, dann wird es gefährlich, je leiser und süßlicher mein Ton wird, desto mehr bin ich am Kochen grinnn
Wenn ich richtig verstanden habe :

Wer GFK anwendet, ist bereit zu zeigen, welche Bedürfnisse er/sie hat und die sind ja sehr persönlich -also ist man bereit, verletzbar zu sein, in der Annahme, das der andere das nicht ausnutzt. Also hat das was mit (Ur-?)Vertrauen zu tun...

???
*grusel*
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Messina




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Anmeldungsdatum: 20.05.2010
Beiträge: 8439
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 31.01.2013, 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

karinja hat folgendes geschrieben:
Andererseits habe ich den Verdacht, dass es Menschen gibt, die einem erst richtig zuhören,
wenn man nicht lieb, nett und höflich, sondern laut und energisch spricht.

Vielleicht ist die beste Variante klar und energisch und trotzdem höflich zu sein?
Oder so stur wie Rosenberg, über den ich mich immer wieder amüsieren kann,
wenn er scheinbar geduldig die selbe Frage das 3. oder 4. Mal stellt:

"Entschuldigung, ich hatte gefragt, was der andere getan hat,
und du erklärst mir, dass er ein Idiot sei."


"Na ja, er denkt, dass es immer nach ihm gehen muss."

"Entschuldigung, aber du hast mir noch immer nicht gesagt, was der andere getan hat,
sonder was er deiner Meinung nach gedacht hat."


"Also ich finde dass er ruhig rücksichtsvoller sein kann."


"Vielleicht habe ich nicht klar gemacht, dass ich nach deiner Beobachtung gefragt habe,
und nicht nach deiner Meinung über ihn.
Würdest du mir also bitte sagen, was du ihn tun gesehen hast?"


Also das bewundere ich sehr, das muss man erst mal schaffen!
Da wär ich schon lang ausgerastet oder hätte resigniert. Traurig

_____________________________

Pearl hat folgendes geschrieben:
Sorry, Messina, habe wegen meinem/unserem Traffic schon auf die Pfoten bekommen

Echt? erstaunt Das tut mir leid. Hoffentlich nimmst du es dir nicht allzusehr zu herz


Zitat:
Wenn ich richtig verstanden habe :

Wer GFK anwendet, ist bereit zu zeigen, welche Bedürfnisse er/sie hat und die sind ja sehr persönlich -also ist man bereit, verletzbar zu sein, in der Annahme, das der andere das nicht ausnutzt. Also hat das was mit (Ur-?)Vertrauen zu tun...


Ich glaube, das hat weniger mit Urvertrauen zu tun,
als mit der Fähigkeit, die GfK in der richtigen Weise anzuwenden.
Ich hör grad Rosenbergs Beitrag über Empathie,
da sagt er, dass er sich früher oft nicht getraut hat, seine verletzbare Seite zu zeigen,
weil er besorgt war, was die anderen über ihn denken würden.

Inzwischen kümmert er sich nicht mehr darum, was die anderen sagen oder denken,
sondern darum, was dahinter steckt und wie er darauf antwortet.

Er sagt so nett, dass er lieber nicht hört, was die anderen über ihn sagen,
sondern versucht empatisch zu verstehen, was in ihnen lebendig ist.
Denn wenn andere Menschen eigentlich Empathie bräuchten,
würden sie das auf eine sehr gewaltsame Art äußern.
Sie zeigen nicht, was in ihnen vorgeht, was in ihnen lebendig ist, wenn sie etwas wollen,
sonder beklagen sich darüber was mit dem anderen nicht in Ordnung ist.

Wenn wir nicht hören, was die Menschen sagen, sondern erspüren, was sie brauchen,
sind wir glücklicher und leben länger.

Aber das ist nicht einfach, weil Menschen oft sehr aggressiv sind,
wenn sie eigentlich Empathie brauchen.


Rosenberg vergleicht Empathie mit Wellenreiten
Wenn man nicht die ganze Zeit sehr wach und aufmerksam ist,
verliert man den Kontakt und gluckert ab. schwimmen
Aber wenn es gelingt, sei es ein echter Energie-Flow.
_________________
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karinja
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BeitragVerfasst am: 01.02.2013, 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Vielleicht ist die beste Variante klar und energisch und trotzdem höflich zu sein?


Ja, ich glaube, das ist eine gute Idee, das mit dem energisch sein, fällt mir schwer, ich glaube, ich neige dazu die Sachen zu nett zu sagen, so dass derjenige meint, na ja so schlimm kann es ja für sie nicht gewesen sein. Und ein bisschen mehr Sturheit wäre wahrscheinlich auch gut, ich gebe bei Meinungsverschiedenheiten immer sehr schnell nach.

Zitat:
Er sagt so nett, dass er lieber nicht hört, was die anderen über ihn sagen,
sondern versucht empatisch zu verstehen, was in ihnen lebendig ist.

Klingt logisch, stell ich mir aber in der Realität sehr schwer vor, gerade weil es so ist, dass Menschen wirklcih oft nicht sagen, was sie eigentlich wirklich wollen. Ich bin auch so erzogen worden, sehr indirekt Wünsche zu äußern und von mir wurde von einigen Personen erwartet, dass ich die nicht von ihnen geäußerten Wünsche erahne und danach handel - und es ist mir nicht gelungen, diese Wünsche zu erahnen, was dann hinterher kritisiert wurde. Ich glaube, wir Menschen könnten wirklich besser miteinander umgehen, wenn es jeder schaffen würde, zu sagen, was er wirklich will - aber das ist echt nicht einfach.
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Messina




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BeitragVerfasst am: 02.02.2013, 00:19    Titel: Antworten mit Zitat

O ja, Gefühle werden von vielen Menschen dazu missbraucht, andere zu manipulieren.
Wir können uns aber wehren, so wie sich Gandhi gewehrt hat.

Wir dürfen andere enttäuschen, wenn sie unrealistische Erwartungen an uns haben.
Wir dürfen sie verletzen, indem wir NEIN sagen.
Everybody's Darling, Everbody's Depp!

Friedemann Schulz von Thun sagt in seinem Buch "Miteinander reden"
"Manche Menschen sind so friedlich und so höflich,
die sind schon fast friedhöflich,"

Rosenberg sagt so ähnlich:
"Wenn ihr vermeiden wollt, andere Menschen zu verletzen,
ist der einzige Weg, den ich abieten kann, eine nette, tote Person zu sein."
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=UEqmZ2E1o64#t=3400s

Seine Vorgehensweise ist immer ähnlich:

1. Beobachtung

"Wenn ich sehe, wie viel Sachen von dir hier im Wohnzimmer verteilt sind,
2. Gefühl
Fühl ich mich unruhig
3. Bedürfnis
Denn ich brauche mehr Ordnung
4. Unmittelbare Bitte
Deshalb bitte ich dich, nimm sie gleich mit in dein Zimmer."
______________________________________


1. Beobachtung

"Wenn ich höre, dass Sie sagen, dass Sie lieber mit weißen Menschen reden,
2. Gefühl
bin ich traurig und verwirrt
3. Bedürfnis
weil ich mich gern an dem Gespräch beteiligen möchte.
4. Unmittelbare Bitte
Würden Sie mir bitte sagen, ob es für Sie OK ist, dass wir uns gemeinsam weiter unterhalten?"
______________________________________


1. Beobachtung

"Als ich eben hörte was Sie über Juden sagten,
2. Gefühl
wurde ich sehr traurig,
3. Bedürfnis
Denn ich kenne sie von einer anderen Seite und wünschte, Sie könnten sie auch so sehen.
4. Unmittelbare Bitte
Würden Sie mir bitte sagen. was Sie mich sagen hörten?"
______________________________________


Ich finde es ja ziemlich umständlich, immer diese 4 Schritte zu machen.
Aber vielleicht ist das nur anfangs zu Übungszwecken so wichtig.


Ich hatte gestern wieder ein schönes Erlebnis.
Mein Mann und ich sind aneinandergerasselt und ich war wütend,
weil er wieder mal einfach ohne Absprache gehandelt hat.

Erst hab ich mich schmollend zurückgezogen.
Dann bin ich hingegangen und sagte: "Ich bin sehr verärgert, weil du..."

Ok ist nicht direkt GfK, aber immerhin ein Anfang.

Heut früh hab ich ihm brav nach den 4 Schritten gesagt:
1. "Als du gestern .... bestellt hast, ohne mich um meine Meinung zu fragen,
2. war ich erst sehr ärgerlich und dann traurig,
3. weil ich mich ignoriert gefühlt habe und ich mir mehr Partnerschaft wünsche.
4. Sag, kannst du das verstehen?"

Ich glaube, dass "ignoriert gefühlt" auch schon wieder ein Urteil ist,
aber ich übe ja noch.
Es war jedenfalls sehr schön, weil ich mich total befreit fühlte
und mein Mann war erleichtert, dass ich nicht maulend in der Ecke saß. Puh

Wieder ein Erfolg!
_________________
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Pearl





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BeitragVerfasst am: 02.02.2013, 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Mönsch, Messina, Du steigst ja sooo ein, daß du in Kürze GfK unterrichten kannst

"Ich fühle mich ignoriert" - ist sowohl Gefühl ,wie auch subjektive Beobachtung und nicht Verurteilung.
Mich beschäftigt das mittlerweile auch sehr und ich habe verschiedene Bekannte, die in "sozialen Bereichen" in der Ausbildung sind, mal nach GfK gefragt.
Tatsächlich wird das immer mal wieder angeschnitten - bei der Erzieherausbildung und in der Altenpflege sind 15 Stunden dafür vorgesehen und bei der Polizei wird immerhin ein ganzes Modul zum Thema Kommunikation unterrichtet, GfK nimmt davon etwa drei Tage ein....
Aber im Grunde sind das Bereiche , die gerne anderen "wichtigeren" Themen zum Opfer fallen, wenn die Zeit drängt Mit den Augen rollen

Das kommt ja als Thema hoffentlich auch auf mich zu und so ist das hier eine prima Vorbereitung - Danke Bussi
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Messina




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Anmeldungsdatum: 20.05.2010
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BeitragVerfasst am: 02.02.2013, 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Danke liebe Pearl, aber so weit bin ich noch lange nicht!
Heut vormittag hats mal wieder tüchtig gescheppert,
und ich bin überhaupt nicht bereit, es mit Gfk zu versuchen,
ich bin einfach viel zu sauer!

Dabei ist der Anlass wie so oft ein banaler,
und zu anderer Zeit hab ich über Ähnliches auch schon Witzchen machen können.
Na ja, ich erhol mich auch wieder von dem Kleinkrieg...


Zitat:
Ich glaube, dass "ignoriert gefühlt" auch schon wieder ein Urteil ist,

Ich meinte Urteil nicht im Sinne von Verurteilung, sondern als Bewertung
Nach landläufigen Einschätzung hast du Recht, wir drücken usere Gefühle oft mit Bewertungen aus.
Aber die GfK legt da sehr strenge Maßstäbe an.

Guck mal selbst, hier werden die Unterschiede etwas deutlicher:
http://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/paed-fundst/2011/AGL_6_11.pdf

Grad hab ich diese interessante Seite gefunden, die find ich auch sehr erhellend:
http://www.inspiriert-sein.de/eine-einfuehrung-in-die-gfk und
http://www.inspiriert-sein.de/vom-verurteilen-zum-werte-mitteilen
_________________
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karinja
Gast







BeitragVerfasst am: 02.02.2013, 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es war jedenfalls sehr schön, weil ich mich total befreit fühlte
und mein Mann war erleichtert, dass ich nicht maulend in der Ecke saß.


Das ist wirklich super, dass du es tatsächlich in so einer Situation schaffst, daran zu denken und das auch umzusetzen - und dass es dann auch noch ein positives Erlebnis ist. Das es nicht gleich immer klappt, ist logisch, du hast andere Verhaltensweisen schließlich ein Leben lang angewandt, die sind automatisiert, das ist normal, dass man das nicht so einfach, vollkommen ablegen kann.

Zitat:
Sag, kannst du das verstehen?"

Ich glaube, es ist ganz typisch und ich kenne es von mir auch aus Beziehungen, dass man immer will, dass der andere einen versteht - was ein nicht ganz leichtes Unterfangen ist, wenn der Partner andere Bedürfnisse hat. So als Anregung, könntest du ein anderes Mal die Bitte vielleicht konkreter daran orientieren, was du dir als Handlungsweise von anderen wüschst? So evtl. Bitte sprich erst mit mir, bevor du eine Bestellung aufgibst? Ich habe mir die Links jetzt nicht angesehen, bin gerade zu müde, ich denke, dass Problem mit dem "ignoriert fühlen", ist, dass es etwas ist, was der andere deiner Meinung nach, Messina, getan hat und nicht, was du gefühlt hast - du warst vielleicht, verletzt oder enttäuscht - aber ich stelle es mir sehr schwer vor, in so einem Moment überhaupt wahrzunehmen, was man wirklich fühlt und das dann auch noch zu sagen. Und ich finde "ignoriert gefühlt" ist jedenfalls eine klare und verständliche Aussage, mit der man etwas anfangen kann.
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 12:30    Titel: Wie Sprache ein partnerschaftliches Miteinander bewirkt Antworten mit Zitat

Sehr interessanter und fundierter Blogbeitrag über die Kommunikation bei einem indigenen Volk :
http://rette-sich-wer-kann.com/sprache/wie-sprache-ein-partnerschaftliches-miteinander-bewirkt/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+matriarchat+%28Rette+sich+wer+kann!Blog%29

Zitat:
Aufzeichnungen der Linguistin Martha James Hardman :

Gespräch und Sprache ...()... bei den Jaqi – ein Volk in den Anden – etwas, das als Anerkennung von angemessenem menschlichen Verhalten gegeben wird; Sprachverweigerung ist eine Sanktion für die, die sich wie Tiere verhalten.
Und so sprechen Frauen und Männer viel, obwohl Europäer sie für schweigsam halten. Diese Schweigsamkeit sagt etwas darüber aus, wie sich die Europäer verhielten und verhalten!
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 02.03.2013, 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Habe heute eine Einladung zu einem Seminar im Mai bekommen (an dem ich leider nicht teilnehmen kann) und poste Euch ein paar Auszüge, sozusagen zur Inspiration - falls einer Interesse und Penunse hat, ich gebe die ganze Mail gerne per PN weiter:

Zitat:
Gewaltlosigkeit in der Kommunikation
„Noch nie hat Hass den Hass besiegt…“
von Freitag, den 3. Mai bis Sonntag, den 5. Mai 2013
(Modul Gewalt - Krieg - Frieden)

Wir alle wünschen uns Frieden in der Welt, wir sind entsetzt darüber, wenn Menschen in anderen Teilen der Welt zu den Waffen greifen und sich als Feinde gnadenlos gegenseitig abschlachten. Gleichzeitig ertappen wir uns selbst immer wieder dabei, dass wir selber in Streit- und Konfliktsituationen unsere guten Manieren über Bord werfen und andere anschreien, abwerten und mit Worten verletzen.

Im Zorn wird die andere Person, auch die oder der Liebste, zu unserem schlimmsten Feind, den wir meinen bekämpfen zu müssen, um uns selbst zu schützen. Wir tun und sagen Dinge, die uns hinterher leid tun und wir wünschen uns, wir hätten uns besser beherrschen können und andere Möglichkeiten der Auseinandersetzung und Klärung zur Verfügung gehabt.

Wir wollen uns an diesem Wochenende der Frage widmen, wie wir grundsätzlich, aber auch gerade in schwierigen und angespannten Situationen behutsam und doch klar miteinander sprechen können. An eigenen praktischen Beispielen aus dem Alltag üben und erfahren wir, wie wir so zuhören können, dass wir den anderen wirklich verstehen. Und wir lernen, uns selbst so auszudrücken, dass wir gehört und verstanden werden. Auf diese Weise tragen wir alle ein wenig dazu bei, dass unsere Umgebung friedlicher und harmonischer wird.

(...) Motivation: Warum bin ich hier, was möchte ich lernen, mitnehmen, wo in meinem Leben ist die Kommunikation schwierig? Austausch in 2-er-Gruppen, Auswertung im Plenum
(...) Einfühlsames Zuhören vorstellen, in 3er Gruppen üben und anschließend im Plenum auswerten. Quellen: Thich Nhat Hanh, Carl Rogers, Marshall Rosenberg, Danaan Parry
(...) 4 Schritte der Gewaltfreien Kommunikation vorstellen und an eigenen Beispielen die einzelnen Elemente üben und verstehen
(...) Umgang mit Zorn und Ärger, was drückt meine Knöpfe? Ärger schadet mir selbst am meisten, was kann ich tun, um herunterzukommen und dann mit klarem Kopf in die Klärung zu gehen?
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