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Wir müssen über Depressionen reden...


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Caterina
Gast







BeitragVerfasst am: 04.08.2012, 13:04    Titel: Wir müssen über Depressionen reden... Antworten mit Zitat

... oder: warum sich Caterina von ihrem schwarzen Geist immer wieder einfangen lässt.


Ja, ich habe Depressionen, Essstörungen - ich finde mich doof. Mein Selbstvertrauen ist quasi im Kellerloch geblieben.

Zwei Klinikaufenthalte, unzählige ambulante Therapien und heute mit Mitte 30 bin ich an dem Punkt, an dem ich erkenne, was Auslöser für meine Probleme sind.

Ich weiß, das aktuell mir keine Therapie der Welt etwas bringen würde. Ich weiß, vom Kopf her genau, was ich ändern muss, um mich gar nicht fangen zu lassen.

Mein Verhältnis zu meiner Schwester... Mann, zwei Kinder - die scheinbar perfekte Welt. Aber sie hasst mich und ich glaube, ich hasse sie auch.
aber anstatt das mal wirklich zu thematisieren, versucht sie es hintenrum. Bei meiner Mutter, mich schlecht machen.
Anstatt mich das gleichgültig werden zu lassen und zu denken: die dumme Kuh... gehe ich immer und immer und immer wieder in die Offensive. Kämpfe mit ihr. Um Aufmerksamkeit, um den Gewinn?

Ich bin ein sogenanntes Sandwichkind. Und wenn man das "Störungsbild" sich dieser Kinder ansieht, dann habt ihr so ungefähr mich grinnn
Mein Bruder ist für mich weiter weg, da gehe ich auch nicht so sehr in den Kampf.

Aber sie haben mich unsichtbar werden lassen - damals als Kind. Meine Geschwister bekamen Aufmerksamkeit und ich nicht. Nun ja... doch irgendwann, als ich in die Pubertät kam. Da bekam ich Aufmerksamkeit - nun ja, eher negative, weil ich ja nicht mehr das brave angepasste Mädchen war...

Ich fühle mich heute noch so schnell unsichtbar...

Ach ja... und nach der letzten Auseinandersetzung (in der meine Mutter erstmalig MICH unterstützt hat!!!) bin ich wieder im Loch... Weil ich das Gefühl habe... nicht zu reichen. Hey, du bist meine Schwester, hab mich doch bitte lieb...

Ich will doch nur geliebt werden...
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BeitragVerfasst am: 04.08.2012, 13:04    Titel: Anzeige

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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 04.08.2012, 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ,Mädel,
_________________
Wenn kleine Leute in kleinen Orten
kleine Dinge tun,
verändern sie die Welt.
(Afrika)
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Belinda




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 03.12.2006
Beiträge: 1538
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 04.08.2012, 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Jups sowas kenne ichm so eine Aussprache hätte ich eigentlich auch noch vor mir aber irgendwie packe ich das nicht.

Fühl dich gedrückt
_________________
Manchmal in Erinnerungen schwelgen.
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Caterina
Gast







BeitragVerfasst am: 05.08.2012, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Danke!


das Gespräch macht derzeit wenig Sinn - da die andere Seite es nicht wünscht. Letzendlich würde alles als Missverständnis ausgelegt, bzw. mir werden Vorwürfe gemacht - ohne eigenes Verhalten wenigstens in einem Minimum reflektieren zu wollen/ können.
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Trockenfisch





Anmeldungsdatum: 23.04.2008
Beiträge: 4999

BeitragVerfasst am: 06.08.2012, 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich das lese, wird mir wieder mal klar, wieviel Macht Familie über uns ausübt und wie geprägt man davon ist.
Das kann man wohl nicht ändern.
Vielleicht (in aller Vorsicht) kann man aber ändern, dass man es ZULÄSST.
Als Kind ist man dem ausgeliefert, als Erwachsene kann man aber sagen, ich lasse nicht mehr zu, dass jemand diese Macht über mich hat. Ich räume diese Macht (jetzt) niemandem mehr ein.

Ich weiss - leichter gesagt, als getan.
Denn die Schäden sind ja angerichtet.
Das muss aber nicht bedeuten, dass man sie zukünftig auch noch weiter mit sich rumträgt.
Vielleicht hilft der Gedanke - die Auslöser für meine Probleme liegen nicht in mir. Das ist ne Bürde, die mir übergestülpt würde.
Ob ich die Bürde aber weitertrage, DAS liegt in meiner Hand.

Als ich deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich - du kämpfst und kämpfst und kämpfst und setzt dich auseinander.
Vielleicht lohnt sich die Frage - sind die Menschen, die mir das Gefühl der Wertlosigkeit geben, überhaupt den Kampf wert?

Ich komme darauf, weil ich hautnah mitbekommen habe, wie (bei engen Freunden) die Familie im Grunde eine feindliche Rolle übernommen hatte...egal, was die beiden machten - die family kam und machte (subtil) runter...es wäre völlig egal gewesen, wieviel Gutes meine Freunde (ein Ehepaar) gemacht hätten - es wäre nicht anerkannt worden.
Die Rollen waren verteilt.
Und - wenn das so ist - dann hilft nur Abgrenzung.
Wir können nichts für unsere Familie, wir können nichts dafür, wenn sie uns schadet. Aber ich glaube, dass man sich lösen kann.
Auch wenn das verdammt weh tut - weil man ja verinnerlicht hat, dass die Familie diejenigen sind, von denen man angenommen wird.
Sie können aber auch diejenigen sein, die einen unten halten wollen.

Ich wünsch dir viel Kraft

PS Hier in dieser Rubrik "Körper und Seele" ist ein schöner Beitrag "Sich selber lieben"....vielleicht hast du Zeit und Lust, mal zu lesen, was Tinchen und Pearl da zusammengetragen haben - ich finde, es lohnt sich...
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Caterina
Gast







BeitragVerfasst am: 06.08.2012, 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

Trockenfisch hat folgendes geschrieben:
Wenn ich das lese, wird mir wieder mal klar, wieviel Macht Familie über uns ausübt und wie geprägt man davon ist.
Das kann man wohl nicht ändern.
Vielleicht (in aller Vorsicht) kann man aber ändern, dass man es ZULÄSST.
Als Kind ist man dem ausgeliefert, als Erwachsene kann man aber sagen, ich lasse nicht mehr zu, dass jemand diese Macht über mich hat. Ich räume diese Macht (jetzt) niemandem mehr ein.

Ich bin dabei mich emotional Schritt für Schritt zu lösen. Geschafft habe ich es bei meinen Eltern. Gefühlt haben wir da eine Beziehung auf Augenhöhe, die neben Liebe auch viel Wertschätzung mitbringt.
Die Schwierigkeit habe ich da noch vor allen Dingen bei meiner Schwester, hier ist einfach ein wahnsinnig hoher "Konkurrenzkampf". Sie tickt noch eine Menge an... da bin ich noch nicht so ganz hinter gestiegen.

Zitat:
...Vielleicht hilft der Gedanke - die Auslöser für meine Probleme liegen nicht in mir. Das ist ne Bürde, die mir übergestülpt würde.
Ob ich die Bürde aber weitertrage, DAS liegt in meiner Hand.

Ich bin verantwortlich für mein Leben - ja, das bin ich. Ich entscheide über mich! Ich entscheide, welche Bürde ich trage - und ob ich sie überhaupt trage.

Zitat:
Als ich deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich - du kämpfst und kämpfst und kämpfst und setzt dich auseinander.
Vielleicht lohnt sich die Frage - sind die Menschen, die mir das Gefühl der Wertlosigkeit geben, überhaupt den Kampf wert?

Ich weiß, das sie diesen Kampf nicht wert sind. Bzw. meine Schwester nicht. Aber das System Familie prägt mich immer noch dermaßen, dass ich nicht loslassen kann.
Wobei ich dort auch schon etliche Schritte weiter bin... aber eben lange noch nicht am Ziel.
Ich werde nie genügen, gut genug sein. Ich werde immer das "schwarze Schaf" sein - in den Augen mancher. Weil ich eben "krank" war (und eben zum Teil auch noch bin).


Zitat:
Ich wünsch dir viel Kraft

Danke!

Zitat:
PS Hier in dieser Rubrik "Körper und Seele" ist ein schöner Beitrag "Sich selber lieben"....vielleicht hast du Zeit und Lust, mal zu lesen, was Tinchen und Pearl da zusammengetragen haben - ich finde, es lohnt sich...


Den werde ich mal suchen gehen - danke für den Tip!
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Caterina
Gast







BeitragVerfasst am: 19.08.2012, 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wir müssen über Depressionen reden - schrieb ich.

Aber das ist falsch. Wir müssen nicht über Depressionen reden - ich muss über mich reden.

Meine Depressionen sind ein Symptom. Für was sie stehen habe ich in jahrelanger Therapie herausgefunden.

Es ist nicht die Ursache - aber wenn ich immer wieder (erfolglos) ein Symptom bekämpfe - wie kann ich dann die Ursachen besiegen. Gar nicht...

Also heißt es richtig: Wir müssen über mich reden zwinkern
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Locki




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 13.01.2011
Beiträge: 8003

BeitragVerfasst am: 21.10.2012, 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

Moderne Defination ( unbekannt )

" Gesundheit ist nicht ein Leben ohne psychische Probleme und Krankheiten,
sondern vielmehr, dass Menschen
damit möglichst gut umgehen und
leben können. "
_________________
Müde macht uns die Arbeit,
die wir liegen lassen ,
nicht die, die wir tun.
(Marie v.Ebner-Eschenbach )

Das Glück hängt nicht davon ab,
wie viel wir haben,
sondern wie viel Freude wir daran haben.
( Otto von Frohnau )
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 02.03.2013, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Was macht unser Cathrinchen wohl jetzt ? Einen schönen Gruß, wo immer du bist oder dramatischer : Liebe, Licht und Segen für Dich herz

Mann, Leutz, ich glaub, das ist wirklich ein Thema...
ich habe zehn jahre lang einen geistig-behinderten Mann betreut, der dazu noch Depressionen hatte Traurig das war schon arg heftig...Am Anfang dachte ich noch, es würde genügen, wenn er nur bewegt wird, etwas zu tun und dann ist gut...Irrtum.
Diese Depression war so deftig, dass er sich nichtmal an einem dreifachen Regenbogen freuen konnte - vorausgesetzt, ich war in der Lage, ihn zu motivieren, die Augen zum Himmel zu wenden Traurig
irgendwann habe ich es akzeptiert, das war aber auch recht leicht, weil wir nur alle 2 Wochen Kontakt hatten...
Und jetzt habe ich die Depression im Hause...sie sitzt bei meinem Sohn, scheint sein ständiger begleiter zu sein...Und komme nicht damit zurecht Traurig
ich versuche goldene Brücken zu bauen, "Mach doch jeden Tag eine Viertelstunde!" - "versuch täglich um neun aufzustehen..." "Einfach nur täglich das gebrauchte Geschirr in die Wanne tun...oder besser garnichts in Dein Zimmer schleppen..."

Das ist garnicht witzig - als ob es ohne Reaktion abperlt Traurig Ist denn wirklich jeder Handgriff so schwer, teilt sich das so dem Körper mit
Wir haben doch viel lachen hier bei uns und auch Leichtigkeit - oder träume ich das ?
Ich überlege, was ich tun kann - ich täte alles, was mir möglich ist -aber im Moment sitze ich einfach nur an den eigenen Grenzen und wage nicht zu sagen, wie leer mich das macht.
Ja, ich bin ein Jammervogel, klar doch - andere wuppen Ärgeres und stehen noch aufrecht.
Ich will nicht, dass er 20000 Medikamente nehmen musss Weinen
Ich möchte, dass er in die Lage versetzt wird, die Qualität des Lebens an sich selbst zu finden und zu erkennen.
Ich renne grade gegen Wände.
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Mamaju
Gast







BeitragVerfasst am: 02.03.2013, 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Pearl,

lass dich erst mal fest drücken. Ich verstehe, wie es dir da geht.
Mein Bruder ist ja auch seit 3 Jahren ( boah, wie die Zeit vergeht), psychisch krank u.a. depressiv. Ich könnte ihm manchmal, wenn wir telefonieren, am liebsten durch den Höhrer an den Ohren ziehen und sagen: Mensch, mach doch die Augen auf, freu dich doch an dem, was du kannst ( er ist hochintelligent, supermusikalisch) freu dich über deine Frau,
dass du so schön wohnst usw. Aber ich weiss, das hilft nix.

Kannst du vielleicht für dich mal nach einer Beratung suchen?
Mehr weiss ich leider auch nicht.

LG Mamaju
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Messina




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.05.2010
Beiträge: 8439
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 02.03.2013, 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ach liebe Perle, je mehr du ihn aufmuntern willst,
desto unverstandener fühlt er sich wahrscheinlich!

Nein, du bist kein Jammervogel, so was ist sehr schwer mit anzusehen...


_________________
Ja kleine Schnecke, besteige den Fuji,
aber langsam, langsam!
- Kobayashi Issa -
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Kellervoll




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 25.04.2012
Beiträge: 3501

BeitragVerfasst am: 02.03.2013, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Du kannst nichts machen Pearlsche. Man kommt aus dem Tal Depression nicht raus. Und ja, es ist so schwierig. Weil man alles was man tut ganz bewußt tun muss und dazu muss man erst einmal daran denken es zu tun.

Und denken ist auch schwer, weil der Kopf ganz voll ist mit verwirrenden Gefühlen und allen Sachen die man wieder nicht geschafft hat ...

Moderne Medikamente haben viel weniger Nebenwirkungen und können wirklich helfen. Sie wirken stimmungsausgleichend und nicht mehr dämpfend. Aber den Weg zur richtigen Behandlung muss der Patient selbst gehen, Du kannst ihn nicht tragen!
_________________
Jedes Ding das ich besitze braucht meine Aufmerksamkeit!

Liebe Grüße
Kellervoll
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karinja
Gast







BeitragVerfasst am: 02.03.2013, 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ach liebe Perle, je mehr du ihn aufmuntern willst,
desto unverstandener fühlt er sich wahrscheinlich


Diese Worte von Messina sind sehr wahr. Auch Tipps und Ratschläge können von ihm so interpretiert werden, dass du ihn nicht verstehst. Es gibt Depressionen, die so schlimm sind, dass man absolut handlungsunfähig ist, nicht die kleinste Handlung machen kann und sich auch nicht zwingen kann, sich aufzuraffen. Wichtig denke ich, ist zu akzeptieren, dass es eine Krankheit ist, und dass kein anderer daran schuld hat, auch du nicht.

Zitat:
Wir haben doch viel lachen hier bei uns und auch Leichtigkeit - oder träume ich das ?

Das kann sein, dass das stimmt, dass es viel zu lachen gibt, dass alles schön sein könnte und die Depression ist dennoch da, hat damit gar nichts zu tun.

Der einzige meiner Meinung nach bei Depression ist professionelle Hilfe, am besten eine Therapie - und häufig ist die Kombination mit Medikamenten sinnvoll, wenn jemand sonst gar nicht in der Lage ist, eine Therapie erfolgreich zu beginnen.

Ich wünsche Dir, dass du einen Weg findest, damit umzugehen.

Liebe Grüße Karinja
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 11.08.2015, 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Code:
http://www.noz.de/lokales/bramsche/artikel/604560/bramscher-arzte-geben-auskunft-zu-depressionen#gallery&0&0&604560


Weiss nicht, ob man in der kurzen Zeit überhaupt Chancen hat, da durchzukommen, aber...
Zitat:
eb Osnabrück.
Depressionen stehen an der Spitze der psychischen Erkrankungen. In der NOZ-

Telefonaktion am Dienstag, 11. August, 15 bis 16 Uhr,

beantworten die Experten Fragen rund um diese Erkrankung. Rede und Antwort stehen Prof. Dr. Wolfgang Weig (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt der Magdalenen-Klinik und Direktor des Zentrums für
seelische Gesundheit der Niels-Stensen-Kliniken), Prof. Dr. Bernhard Croissant (Ärztlicher Direktor Ameos Klinikum Osnabrück) sowie Dr. Yvonne Walonka (Leitende Ärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Me-
dizin der Niels-Stensen-
Kliniken in Bramsche). Erreichbar sind die Mediziner unter den Telefonnummern 0541/310-470, 310-471 und 310-472.
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Pearl





Anmeldungsdatum: 12.06.2012
Beiträge: 14487
Wohnort: zuhause

BeitragVerfasst am: 02.03.2016, 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Höre grade einen Podcast von
DRadiowissen Einhundert: "Am Ende Allein..." wie man Einsam werden kann, über Leiden aber auch Freuden von Einsamkeit (kommt halt immer drauf an, ob es eine Wahlmöglichkeit gibt !) und wie Menschen damit umgehen.

Ab Minute 52:15 erzählt eine Frau Kati Krause, die sich aufgrund von ihrer Depressionserkrankung zu einer teilweisen "Socialmedia Einsamkeit"
(und schon wieder Denglisch Mit den Augen rollen )
entschieden hat.

Sie hat festgestellt, dass sie während der depressiven Episoden auf dem Sofa lag und dann mithilfe ihrer Apps auf dem Smartphone immer noch auf die Üblichen riesengrossen Netzwerke gegangen ist:

"Das gab mir ein warmes Gefühl,
aber so schnell wie das warme Gefühl kam., so schnell war das auch wieder weg...Traurig"


Sie hat dann in einer "starken Zeit" alle Apps dieser Netzwerke vom Smartphone gelöscht und das hätte ihr gut geholfen aus der Krankheits-Phase rauszukommen.
Als es ihr wieder gut ging, kamen die Apps zurück und in der nächsten depressiven Phase hat sich das Spiel wiederholt.
Sie hat aber früh schon einen Aha-Effekt gehabt.
Das hat ihr keine Ruhe gelassen und sie hat sich mit anderen betroffenen zusammengesetzt und mit Fachleuten geforscht.
Diese Apps spielen mit unserem Dopamin, also dem Glückshormon. Wir kommen damit in eine virtuelle Umgebung wo alle menschen posten, wie toll es ihnen geht, was sie wieder weltbewegendes erlebt , getan haben usw. - und ich in der aktuellen Phase fühle mich dann schnell als Verlierer; ich habe dann - um zu diesem Happykosmos gehören zu dürfen - nur die Wahl, traurig zu schweigen oder über mich rumzulügen...Was mich noch trauriger macht.
Deshalb rät Frau krause, während der Depression, diese riesigen Netzwerke zu meiden , den Kontakt zu greifbaren Menschen zu suchen und zukünftig nur zu ausgewählten Zeiten mit ausgewählten Kontakten zu tun zu haben.

Die ganze Sendung ist durch das Thema sehr oft sehr traurig, aber sehr interessant !

Eben sehe ich, es gibt auch einen Bericht , in dem sie das selbst beschreibt:

http://www.zeit.de/entdecken/2015-12/social-media-depression-facebook-twitter die Zeit abgerufen am ärz um 15:15 hat folgendes geschrieben:
Es gibt zwar keine wissenschaftlichen Arbeiten über die Auswirkungen sozialer Medien auf eine bereits bestehende Depression. Aber Experten halten einen negativen Zusammenhang für so selbstverständlich, dass er keiner besonderen Erwähnung mehr bedarf. "Sicher, das kommt sehr häufig vor", antwortete meine Psychiaterin an der Berliner Charité...... Soziale Netzwerke und ständige Erreichbarkeit erzeugten eben Stress, sagte sie. "Außerdem möchte man nicht sehen, wie schön das Leben anderer Leute ist, wenn man eine Depression hat."
.....Isabella Heuser, der Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie .. bestätigte ...Depressionen und Social Media inkompatibel......
Also legte ich ihr die Ergebnisse meiner Selbstbeobachtung dar:

1. Ich war nicht mehr in der Lage, mich selbst in den sozialen Medien darzustellen. Bisher war ich durchs Leben gegangen und hatte es im Geiste zu Tweets formatiert und nach Bildmotiven für Instagram Ausschau gehalten. Das war jetzt unvorstellbar. Allein der Gedanke daran setzte mich unter so großen Druck, dass sich meine Kiefermuskulatur verkrampfte.

2. Der ständige bewusste Vergleich mit anderen war zum akuten Problem geworden.

3. Ich spürte ein starkes Verlangen nach sofortiger Genugtuung, das sich gleichsam sehr schädlich anfühlte und meine ohnehin geringe Aufmerksamkeitsspanne noch mehr beeinträchtigte.

_________________
Wenn kleine Leute in kleinen Orten
kleine Dinge tun,
verändern sie die Welt.
(Afrika)
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