klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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Caterina Gast
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Verfasst am: 20.08.2012, 22:05 Titel: |
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Der PC ist ganz klar mein größter Zeiträuber. Aber was ich nicht machen würde: einen Tag ganz ohne.
Denn der PC ist auch eine Möglichkeit für mich, Kontakte zu weit entfernten Freunden und Bekannten aufrecht zu erhalten. Ich bin ein großer Mailschreiber - viel mehr als eine große Telefoniererin
Allerdings sollte ich da mal ein wenig Struktur reinbringen, weil dieses ich schau mal eben da und ich schau noch mal eben dort - das ist das, was mich aufhält.
Der Link zum magicworkcycle ist da ganz gut - jetzt heißt es "nur noch" konsequent und diszipliniert zu sein ;-) |
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Verfasst am: 20.08.2012, 22:05 Titel: Anzeige |
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schlumpfig Gast
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Verfasst am: 21.08.2012, 15:05 Titel: |
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Ich verstehe. Gut, dann mach es so. Ich dachte nur, wenn du mal einen Tag pro Woche ohne auskommen musst, dann wirst du in Sachen Freizeitgestaltung kreativer.
Alles Gute dir. |
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Messina

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.05.2010 Beiträge: 8439 Wohnort: bei Hamburg
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Verfasst am: 21.08.2012, 21:21 Titel: |
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Wem genau unterstellst du mangelnde Kreativität liebe schlumpig?
Bei Pearl sieht man an den Beiträgen doch sehr deutlich, dass sie ne kreative Ader hat.
Und auch Caterina hat genug Interessen, sie trifft sich mit Freunden, geht zum Sport...
Glaubst du wirklich, mit deiner Liste irgend jemanden hier zu motivieren?
Diese Ratschläge hören wir doch schon von unseren Freunden und Verwandten bis zum Überdruss.
Vielleicht bist du selbst gar kein echter Messie?
Ich frag mich nämlich immer öfter, ob du uns überhauptt richtig verstehst.
Tut mir leid wenn ich dir unrecht tu, aber das ist so mein Eindruck. _________________ Ja kleine Schnecke, besteige den Fuji,
aber langsam, langsam!
- Kobayashi Issa - |
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Caterina Gast
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Verfasst am: 21.08.2012, 22:01 Titel: |
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Durch deinen nächsten Beitrag habe ich mich ein stückweit angegriffen gefühlt - ob ich gemeint war, das weiß ich nicht...
Messina hat es schon gut beschrieben. Ich mag für mich noch ergänzen - ich kann mich nicht kurz halten (vielleicht sollte ich mal einen Roman schreiben).
An vielen Tagen habe ich keinen TV an, an etlichen Tagen nutze ich das Telefon nicht. All das sind für andere auch Dinge, die für sie zeitfressen.
An wie vielen Tagen ist dein TV komplett aus?
An wie vielen Tagen lässt du dein Telefon bewusst abgeschaltet?
Ich bin kreativ in der Freizeitgestaltung, ich weiß sehr wohl mit meiner Zeit etwas anzufangen, wenn der PC nciht da/ aus ist.
Ich hangel mich mal gerade an deinen Beispielen:
| schlumpfig hat folgendes geschrieben: |
Lesen
ich lese monatlich durchschnittlich 5 Bücher
spazieren gehen
nicht täglich - aber 2 - 3 Mal wöchentlich gehe ich meine "Runde"
Freunde treffe
n einmal wöchentlich "Stammtisch", in der Regel eine "Verabredung am Wochenende
Gartenarbeit -
ich habe gar keinen Garten
joggen -
ich jogge nicht - aber ich gehe 2 - 3 mal die Woche ins Fitnessstudio
einen kleinen Behälter ausmisten
okay - aber dafür brauche ich keinen Tag
ein Spiel spielen
da ich alleine lebe, ist das so spontan nicht möglich - oder aber ich mache ein PC - Spiel, bin ich aber nicht der Typ für. Es kommt aber zu Spieleabenden
Wände anstreichen
meine Wohnung ist frisch renoviert
Bilder aufhängen
Wohnung dekorieren
beide Punkte - dafür brauche ich hier eine Grundordnung. Das geht gerade noch nicht. Wobei die ersten Bilder schon hängen
stricken
sticken
Handarbeit - da scheitere ich am Perfektionismus
basteln
Ah, das mache ich regelmäßig - in kleinen Dingen für zwischendurch und in größeren.
backen
Ich kann super Kuchen kaufen - backen ist nicht meine Stärke - und auch nicht mein Interesse
kochen
brauche ich nicht - da ich essen bekomme. Gelegentlich koche ich allerdings ganz gerne
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Zudem arbeite ich Vollzeit, mein Job ist fordernd, anstrengend. Habe eine Fahrtzeit (bewusst gewählt) von ca. 45 Minuten ein Weg. Darüber jammere ich auch nicht - aber es frisst natürlich auch Zeit.
Und der PC ist ein Symptom und nicht die Ursache. Würde ich den PC einen Tag ausmachen - dann würde ich höchstwahrscheinlich lesen, oder basteln oder... ich würde etwas finden, warum ich den Haushalt nicht machen kann - viel wichtiger aber ist doch die Frage: Warum bin ich so blockiert, dass ich es nicht schaffe, die notwendigen Haushaltsschritte zu gehen.
Bei vielen von uns ist es der PC, bei anderen sind es Haustiere, der Fernseher, eine Freundin von mir bastelt dir die tollsten Dinge.
Es hat nichts mit fehlender Kreativität zu tun - sondern (bei mir) eine Blockade...
Es macht mich nicht glücklich - ehrlich gesagt, macht es mich todunglücklich und ich versuche es zu ändern.
Nur die Vorschläge, die du hier gegeben hast, finde ich nicht schlimm. Anmaßend empfand ich diesen Beitrag danach.
| schlumpfig hat folgendes geschrieben: |
Ich verstehe. Gut, dann mach es so. Ich dachte nur, wenn du mal einen Tag pro Woche ohne auskommen musst, dann wirst du in Sachen Freizeitgestaltung kreativer. Idee
Alles Gute dir. |
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Pearl

Anmeldungsdatum: 12.06.2012 Beiträge: 14487 Wohnort: zuhause
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Verfasst am: 22.08.2012, 07:55 Titel: |
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Oh, Lord, das klingt wie meine Mum, als sie begriffen hat, dass es mein Leben ist und nicht ihrs...
Im Ernst, keine Ahnung, wen Schlumpfine da gemeint hat.
Danke ,Messina, aber diese Schuhe zieh ich eh nicht an.
Kreativität ist für mich viel mehr als Zeit totschlagen mit Serviettentechnik. ich habe aber jetzt garkeine Lust, das Credo meines Lebens und meiner Kreativität abzusondern. (Wayne intressiert's?)
Nur soviel: Alles schreibe ich nicht ins Forum  _________________
Wenn kleine Leute in kleinen Orten
kleine Dinge tun,
verändern sie die Welt.
(Afrika) |
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Messina

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.05.2010 Beiträge: 8439 Wohnort: bei Hamburg
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Verfasst am: 22.08.2012, 08:55 Titel: |
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| Pearl hat folgendes geschrieben: | Nur soviel: Alles schreibe ich nicht ins Forum  |
Wie? Du schreibst nicht alles hier rein?
Also das enttäuscht michzutiefst, kannst du in Zukunft bitte jede gejagte Mücke
und jeden aufgehobenen Krümel hier dokumentieren?  _________________ Ja kleine Schnecke, besteige den Fuji,
aber langsam, langsam!
- Kobayashi Issa - |
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Pearl

Anmeldungsdatum: 12.06.2012 Beiträge: 14487 Wohnort: zuhause
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Verfasst am: 22.08.2012, 09:54 Titel: |
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Messinchen, das hat mir Wolli gepostet und ich finde, das kann man in ganz vielen Situationen für sich selbst zitieren...
Das Gestalt-Gebet von Fritz Perls
Ich lebe mein Leben und du lebst dein Leben.
Ich bin nicht auf dieser Welt, um deinen Erwartungen zu entsprechen -
und du bist nicht auf dieser Welt, um meinen Erwartungen zu entsprechen.
ICH BIN ich und DU BIST du -
und wenn wir uns zufällig treffen und finden, dann ist das schön,
wenn nicht, dann ist auch das gut so.
Enttäuschung kommt von Erwartungen.
Man fühlt sich getäuscht, weil man auf ein bestimmtes Verhalten des anderen ge-wartet hat.
Erwarte nichts und du wirst beschenkt.
Erwarte viel und du wirst enttäuscht.
Schwere Kost und ich glaube, da kann man das ganze Leben lang dran üben und wird nicht fertig. |
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Absy Gast
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Verfasst am: 07.03.2013, 23:06 Titel: |
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Ich verliere auch viel zu viel Zeit durch das Internet und inzwischen glaube ich fast, mir eingestehen zu müssen, dass ich süchtig bin ich weiß, dass ich dadurch evtl. mein Leben kaputtmache und muss mal dringend was dran ändern. Ich weiß nur noch nicht wie, da ich schon seit fast 10 Jahren mal mehr und mal weniger schlimm betroffen bin.
Das Problem ist, dass ich den PC bzw. das Internet auch für Lernzwecke benötige. Und da schweift man dann gerne mal ab.
Was ich mal in einem anderen Forum gefunden habe und was mir eine Zeit lang geholfen hat, mich zu fokussieren, ist Leechblock. https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/leechblock/
Man kann dort bestimmte Seiten ganz oder zeitweilig sperren oder ein Zeitlimit für eine bestimmte Seite einstellen. Das kann helfen, wenn man weiß, wo man die meiste Zeit verliert.
Den leichteren Fällen als mir kann das sicher etwas helfen  |
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Pearl

Anmeldungsdatum: 12.06.2012 Beiträge: 14487 Wohnort: zuhause
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Verfasst am: 08.03.2013, 07:50 Titel: |
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Hihi, mein Shock war "Final Fantasy" oder war's "Crystal Chronicles" das Gerät zeichnet auf, wie lange man sich damit beschäftigt und es sagte mir: "Hallo, liebe Pearl, danke, dass du 78 Stunden mit mir verbracht hast und sinnvolle Sachen getan hast, wie Monster erschlagen und Schätze zu finden -und welches Spiel spielen wir jetzt ? Dein Stromversorger lässt auch grüssen !"
Drei Tage meines Lebens für so einen funny Mist ?
Da fing das Überlegen an, dennoch habe ich mich wieder einfangen lassen und bin zurück ins ich-nenn-das-mal-Komazocken gefallen
So von eben auf jetzt abstellen ist schwierig, aber über eigenes Verhalten nachdenken , ist eine gute Massnahme und hilft weiter.
Was genau tu ich und aus welchem Anlass ?
Was bezwecke ich damit (ich habe versucht, mich aus dem Schlamassel zu beamen )?
Was ist der Nutzen meines Tuns?
Im Moment falle ich dauernd auf meinen E-Mail -account rein - bevor ich runterfahre, schaue ich nochmal in meine Mails und dann will ich wieder die Welt retten und schreibe stundenlang Antworten
Aber es wird von Tag zu Tag besser  |
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kleinesach
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.04.2013 Beiträge: 604 Wohnort: im schönen Land Brandenburg
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Verfasst am: 24.08.2013, 17:59 Titel: |
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Hi allerseits
jetzt bin ich in der Zwickmühle
Ich wollte auf das Buch von Manfred Spitzer -- digitale Demenz -- aufmerksam machen http://www.socialnet.de/rezensionen/13832.php
bzw. den Lösungsansatz vorstellen ... und beim Fazit als letzten Punkt schreibt der gute Herr:
Und last, but not least: Meiden Sie die digitalen Medien. Sie machen, wie vielfach hier gezeigt wurde, tatsächlich dick, dumm, aggressiv, einsam, krank und unglücklich. Beschränken Sie bei Kindern die Dosis, denn dies ist das Einzige, was erwiesenermaßen einen positiven Effekt hat. Jeder Tag, den Kind ohne digitale Medien zugebracht hat, ist gewonnene Zeit.
Für unsere gesamte Gesellschaft gilt: Wir haben nichts außer die Köpfe der nächsten Generation, wenn es um unserenn Wohlstand und den Erhalt unserer Kultur geht. Hören wir auf, sie systematisch zu vermüllen !
Verwirrung zurückbleibt  _________________ Beste Grüße von kleines Ach ? ja ... kleine Sach ... ja Wohl  |
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Pearl

Anmeldungsdatum: 12.06.2012 Beiträge: 14487 Wohnort: zuhause
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Verfasst am: 25.08.2013, 08:37 Titel: |
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Aber, aber, wer wird denn da verwirrt werden
Der Herr Spitzer hat bei Dir erreicht, was er bezweckt hat - Du denkst nach
Es gibt so einige Paradoxa - was mir grade einfällt:
*Ich bin auch ein Paradox im Netz auch wenn unsere Rechner alle auf Energiespareinstellungen laufen und Juniors Hauptaugenmerk der stromsparend gebaute Rechner ist
*ein rauchender Bioköstler (will um jeden Preis gesund bleiben)
*sogenannte"friedliche" Nutzung von Atomenergie
*Windkrafträder aufbauen um die Umwelt zu schützen, aber im selben Atemzug hektarweise Land zerstören, um die dazugehörigen Stromleitungen verlegen zu können
*Anhänger irgendeiner friedlichen Glaubensrichtung, die Krieg führen
*beklagen, dass unsere Kinder schon ab der ersten Klasse an den Anforderungen zerbrechen, aber immer brav weiter an der Leistungsgesellschaft stricken
*Wahlplakate
usw. usf.
In unserem ganzen Gesellschafts-Kultursystem ist so einiges mehr als schräg Wir schützen uns vor der Erkenntnis durch die Gewohnheit nicht drüber nachzudenken.
Auch den Herrn Spitzer haben wir in drei Wochen erfolgreich verdrängt  _________________
Wenn kleine Leute in kleinen Orten
kleine Dinge tun,
verändern sie die Welt.
(Afrika) |
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Nina Gast
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Verfasst am: 25.08.2013, 15:42 Titel: |
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Hallo all,
... und das ist gerade mein Grund, weshalb ich meinem PC für eine längere Zeit ganz den Schuh geb!
Ich schaff es im Moment auch nicht davon los zu kommen, wenn ich am Abend ins Netz oder ins Forum gehe.
Mache dann so lange bis ich nicht mehr kann! Und erst dann schaltet sich die "Vernunft" ein!
Das will ich mir und meiner Gesundheit nicht mehr länger zumuten!
Es gibt ja noch Telefon und die Post!
Jedenfalls merke ich schon jetzt, wie sich in mir eine Erleichterung breit macht!
Wollte und hätte z.B. noch Briefchen, etc. zu erledigen, aber dann bin ich immer schneller im Computer und alles andere bleibt liegen!
Scheint irgendwie interessanter zu sein!
Irgendwo haben diese elektronischen Medien wirklich Sucht-Potenzial!
Und das stinkt mir so langsam!
Ich sehe bei mir zwar auch Zusammenhänge, die vom Perfektionismus (man muss sich doch im Forum informieren, bevor man seinen Senf dazu geben kann, etc.) oder von der Wiss- und Neugier (vielleicht kann man ja mal was davon gebrauchen!? - Ah! Da seh ich gleich einen Messie-Zusammenhang. Das ist wohl der elektronische Sammeltrieb! )
Aber auch falsches Verantwortungsgefühl!
Alles so Charaktereigenheiten, die sich im Internet um so fataler auswirken!
Und so lange diese in mir noch ihr Unwesen treiben, werde ich hier erst recht herumschlittern!
Ich muss mir auch eingestehen, dass dieses Medium so etwas wie ein Baum der Erkenntnis für mich geworden ist.
Diesen hat bekanntlich schon Eva im Garten Eden verführt, da er ja so vielversprechend viel zu bieten hatte!
Und deshalb habe ich langsam die Nase voll!
Habe davor bereits ein paar Mal versucht, nur alle 2 oder 3 Tage beim Computer vorbeizuschauen.
Hat eine Weile geklappt, aber dann bricht man plötzlich wieder ins alte Fahrwasser!
Beim TV gab`s auch mal ne Zeit, wo ich abends schlecht abstellen konnte!
Habe dann herausgefunden, dass meine Seele irgendwas suchte, dass sie auferbaut oder ihr gut tut!
Aber da kam meistens nichts in der Art und so schaute ich weiter und weiter!
Das besserte sich erst, als wir eine Satelliten-Schüssel montierten und wir Zugang zu Programmen hatten, die für mich erbaulicher waren!
Und manchmal hilft nur noch Fernseh-Fasten für eine Weile, um aus dem magischen Trott rauszukommen!
Es tröstet mich einerseits, wenn ich höre und sehe, dass es andern auch so geht in Sachen Computer und TV!
So bin ich wenigstens nicht alleine die "Dumme"!
Wiewohl ich euch natürlich auch etwas Besseres wünschte!
Was ich Euch auch wünsche!
Erhaltet Euch gut, und lasst Euch von diesen Medien nicht unnötig eure schöne Zeit wegfressen!
Wünsche, dass jeder für sich eine gute Lösung findet!
Komm dann wahrscheinlich schon mal wieder, aber im Moment ist aus die Leitung!
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Darrina Gast
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Verfasst am: 28.08.2013, 13:35 Titel: |
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Zeiträuber zu entlarven finde ich nicht immer einfach. Einen Fernseher haben wir zum Beispiel nicht, verbringen aber beide irre viel Zeit vor dem PC
Zur Zeit kommen wir nur schlecht und Tageweise so gut wie gar nicht ins Netz, da merkt man schon wie abhängig man ist und sich gemacht hat. Mal eine Recherche, kurz mal nachsehen wie ein Wort geschrieben wird oder wo liegt eigentlich die Stadt so und so macht man alles nur noch über den PC, statt wie früher zum Duden oder Lexikon zu greifen.
Wir wollen das jetzt reduzieren, mal sehen wie gut uns das gelingt. |
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Chaota Gast
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Verfasst am: 29.01.2014, 11:45 Titel: |
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In der letzten Phase meiner starken Depression sass ich morgens ungewaschen am PC und konnte mich oft tagelang nicht wirklich trennen davon, ich spielte und surfte und chattete, es vertrieb meine Trauer, meine Verzweiflung, ich sah nicht, wie um mich alles verkam. Und irgendwann hatte ich die Vermutung, dass geraade das, was ich als Rettung empfand auch mit zu meiner Handlungsblockade beigetragen hat. Ich saß also da und blendete meine Umgebung aus, je unordentlicher und dreckiger diese wurde, desto größer wurde die Notwendigkeit das zu tun. Es hat voruebergehend meine Trauer und Verzweiflung ueberdeckt, ich habe wertvolle Informationen bekommen und doch hat sich gleichzeitig durch mein immer größer werdendes Chaos und Schmutz und immer weiter vor mir hergeschobener Aktivitäten auch meine Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit gemehrt. Ich traute mir nicht zu, wieder anzupacken und zuviel sitzen am PC macht auch körperlich schlapp.
Ich bin sehr froh, dass ich hier gelandet bin und so immer wieder den PC positiv nutze, eben handlungsanregend, spielen tue ich nur noch selten, die Sogwirkung ist nicht mehr so stark, vielleicht ist es auch nicht mehr so interressant, weil ich nun andere Erfolgserlebnisse habe und mir vieles andere Freude macht. Aber ich muß immer noch aufpassen, dass ich nicht zu frueh beginne, den Rechner anzuschalten. Ein paar Tage hatte ich mir vorgenommen, erst nachmittags damit zu beginnen und das war ganz gut. Zuviel meiner neuen Ideen will ich aber auch nicht als fuer mich verpflichtend einfuehren, weil ich sonst womöglich wieder frustriert bin. Ich kann nur hoffen, dass ich nicht mehr so exzessiv und alles andere ausblendend meinen PC nutze, denn das tut mir nicht gut. Die positiven Seiten möchte ich ja nicht misssen, Informationen (ich bin begeistert, was alles man jetzt einfach so lesen kann), Menschen, mit denen man sich austauschen kann einfach so, Anregungen .... ohne möchte ich nicht sein und mein Entschluss, die Reha letztes Jahr ohne eigenen Laptop zu verbringen, war eine harte Herausforderung. Die ersten Tage kam ich mir richtig beklopppt vor, ohne meine Suchmaschine war ich wissensmäßig ziemlich aufgeschmissen, gleichzeitig bekam ich so nach und nach ein Gefuehl fuer das Leben ohne virtuelle Welten und es tat mir gut. Einmal in der Woche war ich fuer zwei Stunden im Internetcafe zum Mails lesen und schreiben und was zu goggeln. Das war wenig und ich habe Wochen ueberlegt, ob ich mir nicht vielleicht doch eine Flatrate fuer die Klinik leiste oder das sueße Netbook mir schenke oder vielleicht doch ein Smartphone mir kaufe, aber ich hielt durch und es war eine wirklich gute Erfahrung, dass es auch mit sehr wenig geht. Eine irgendwie geartete Einschränkung wäre aber schon gut und der hier schon geäußerte Medienfreie Tag in der Woche vielleicht auch ganz nuetzlich, um immer mal wieder auch voll und ganz im realen Leben zu sein, denn ich fand es in der Reha, finde es unterwegs mit Bahn etc. schon sehr erschreckend, wie viele Menschen so stark fixiert sind auf Ihr Smartphone, ihr Tablet .... Und ich finds manchmal ganz schön schwierig zu entscheiden, wieviel und was ich eigentlich mit elektronischen Medien anfangen will, manchmal komme ich mir ja auch ein wenig aussen vor, weil ich z.B. nicht bei Facebook bin, andrerseits ist mir die Community zu groß und ich könnte nicht wirklich ehrlich schreiben, sondern nur so blabla und das mag ich virtuell und direkt nicht so sehr.
liebe Grueße
Chaota |
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Waldtroll
Anmeldungsdatum: 13.05.2013 Beiträge: 227
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Verfasst am: 31.01.2014, 12:10 Titel: |
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dein erster Absatz könnte von mir sein, nur dass ich niemals pc-Spiele machte sondern eher Chatten und anderes Zeug.
keine Ahnung, wie ich aus dieser Endlosschleife raus bin... kam von selbst mit den Veränderungen.
Bewusst angeangen bin ich das nie.
Heute nutz ich den pc hauptsächlich als Infoquelle und einen online tv recorder für meinen Fernsehbardarf (komplett werbefrei).
Ein bisschen Austausch mit ein paar alten Kontakten und neuen (realen) Freunden, aber das ist der geringste part inzwischen. Chatten tu ich zB derzeit gar nicht mehr, ich hab nicht mal mehr messenger installiert.
facebook und co ist uninteressant, obwohl ich mich ja theoretisch noch im entsprechenden Alter befinde... meine Altersgenossen sind da zum größten Teil komplett süchtig - pc nicht so sehr, eher smartphone, tablet und netbook.
kann ich nicht nachvollziehen. smartphone nutz ich nur gelgentlich zu Hause über w-lan, im Sommer mal auf dem Balkon oder wenn ich mal schnell eine Info brauche unterwegs.
ansonsten ist das bei mir ein ganz normales handy. ok, einige Funktionen sind ganz nützlich, wie Memos, Radio, gelegentlich mal bestimmte apps, aber ich könnte auch ohne das.
Allerdings hat mich das schon einige frisch aufkeimende Bekanntschaften gekostet. Wenn ich merke, da ist jemand abhängig von dem Krams und schafft es nicht mal ein Stunde lang ohne smartphonechecken, dann wird der für mich schon wieder uninteressant. Ich finde das respektlos und unhöflich, Gespräche oder Spaziergänge u.ä. zu unterbrechen, um seiner Sucht nachzugehen.
Das würde ich ja bei einem Alkoholiker auch nicht dulden, dass der sich im Kino oder bei einem Spaziergang oder beim Chillen mit mir immer mal einen Schluck Hochprozentiges gönnt.
Ganz allgemein gibt es in meinem engeren Bekanntenkreis (so richtig gute Freunde hab ich nicht, wie ich es von früher kenne, das muss erst noch wachsen) keine Suchtmenschen.
Egal ob Alkohol, Rauchen, smartphone oder Zocksucht.... bei jedem Süchtigen steht immer die Suchtbefriedigung an erster Stelle (was ja auch zum Krankheitsbild gehört) und das möchte ich in meinem Leben nicht mehr haben. Weder bei mir noch bei Leuten, mit denen ich gerne Zeit verbringe.
Bin da viel mehr sensibilisiert als früher und Dinge, die ich früher als normal hinnahm, nerven mich inzwischen und werden zum Ausschlusskriterium, ohne dass ich das bewusst plane. Viel Zeit verschwendet in meinem Leben, das Ergebnis ist nun Konsequenz mit mir und mit anderen. Fühlt sich gut an  |
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