klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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Ach_herrje Gast
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Verfasst am: 04.01.2012, 22:23 Titel: Fünf Freunde |
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Als er ging kam der Schmerz zu ihr. Nicht langsam, nein, er polterte zur Türe herein wie ein alter Bekannter. Seine Freunde hatte er gleich mitgebracht: die Verzweiflung, die Fasssungslosigkeit, die Demütigung und die Angst. Die fünf Gesellen stellten ihr gesamtes Leben auf den Kopf, waren immer da, wo sie auch war, folgten ihr auf Schritt und Tritt. Immer waren sie bei ihr, um sie aus der Bahn zu werfen, sie niederzureissen, sie unten zu halten.
Doch sie hatte Verantwortung, Verantwortung für ihr Kind, ihre Familie, für ihr Unternehmen. Sie konnte es sich nicht leisten, sie wurde gebraucht. Sie nahm sich keine Zeit, um sich um die fünf Freunde zu kümmern, sich mit ihnen auseinander zu setzen. Es kostete sie all ihre Kraft sich nicht von ihnen mitreissen zu lassen.
Die fünf Freunde waren beleidigt, weil man ihnen nicht genügend Aufmerksamkeit schenkte. Wochen, Monate, Jahre vergingen ... manchmal gelang es ihr wenigstens einem der fünf Freunde den Zugang zu ihr und ihrem Leben zu verwehren, aber dafür brachten sie das nächste Mal noch die Wut und die beißende Zynik mit.
Während sie weiter versuchte ihren Lebensplan zu verfolgen, zu funktionieren, machten sich die fünf nicht nur in ihrem Inneren, sondern auch in ihrem Zuhause breit. Der Schmerz lag als dicke Staubschicht überall rum .... die Fassungslosigkeit knüllte sich in achtlos liegengelassenen Kleidungsstücken überall auf dem Boden ... die Demütigung war in die Küche und das Bad eingezogen und sorgte dort für "Behaglichkeit" ... während die Verzweiflung und die Angst wie Kobolde durch die Wohnung tobten und das Chaos immer größer werden ließen ....
Sie fühlte sich wie Don Quichote ... es war ein aussichtsloser Kampf. Immer weiter lies sie sich einlullen, bis sich dann auch noch die Lethargie und die Resignation zu Dauergästen wurden.
Es war ein Tag kurz vor Weihnachten. Was genau passiert ist, kann sie heute nicht mehr sagen, aber sie hatte endlich Gleichgesinnte gefunden. Endlich waren da Menschen, denen es ging wie ihr ... auch diese Menschen hatten ungebetene Gäste im Haus und im Leben. Auch diese Menschen kannten die fünf Freunde, auch wenn sie dort andere Gesichter und Namen hatten. Und auf einmal wurde vieles leichter ... der Schmerz war zwar noch da, aber er konnte sich nicht mehr ohne Weiters im Staub suhlen ... auch die Fassungslosigkeit klammert sich noch dann und wann an schmutzige Wäsche, aber ihre Kraft lässt nach ... die Demütigung ist nur noch selten zu Besuch ...nur die Verzweiflung und die Angst verbergen sich noch hin und wieder in dunklen Ecken ... die Lethargie und die Resignation sind nicht mehr oft zu sehen ... sie sind von sich aus gegangen, als sie die Anderen gefunden hatte, die den beiden ebenfalls die Tür gewiesen haben ...
Langsam erobert sie sich ihr Leben und ihr Sein zurück ... Stück für Stück ... Zimmer für Zimmer wirft sie die ungebetenen Gäste aus dem Haus ... sicher ... ganz sicher! |
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Verfasst am: 04.01.2012, 22:23 Titel: Anzeige |
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kokopellina Co-Admin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.11.2006 Beiträge: 1254
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Ach_herrje Gast
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Verfasst am: 05.01.2012, 00:18 Titel: |
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Danke Koko ...
Ja, schön, dass es DICH gibt
Schön, dass EUCH gibt  |
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