klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 20.06.2010, 01:02 Titel: Geld sparen, Wasser sparen, Strom sparen, Energie sparen,... |
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Dieses Thema liegt mir schon lange am Herzen.
Wir kennen alle die Tipps, dass man Energiesparlampen benutzen und keine Geräte auf Stand-By betreiben soll. Wenn ich solche Tipps in Zeitungen oder Büchern lese, dann fehlen mir dort ehrlich gesagt Mini-Maßnahmen, die langfristig auch viel bringen. Deshalb schreibe ich sie jetzt hier mal auf. Ihr könnt gern die Tipps ergänzen oder darüber diskutieren.
1. Wir trinken hauptsächlich Leitungswasser. Es ist billig, schmeckt gut und man muss es nicht schleppen. Man muss es aber vor dem Zapfen immer eine Weile ablaufen lassen, damit es nicht nach Rohr schmeckt. Anstatt das Wasser einfach ungenutzt im Abfluss weggluckern zu lassen, fülle ich z.B. meine Gießkanne damit. Oder ich fülle Töpfe und Pfannen, die ich vor dem Spülen einweichen will. Oder ich zapfe das Trinkwasser, nachdem die SpüMa oder Wama vollgelaufen ist. Oder nachdem ich meine Hände gewaschen habe.
2. Der Durchlauferhitzer im Bad ist bei uns im Normalfall ausgeschaltet. Die Hände kann man auch mit kaltem Wasser waschen. Wenn wir warmes Wasser brauchen, z.B. zum Duschen oder wenn die Hände sehr schmutzig sind, schalten wir ihn ein. Und zwar auf die Temperatur, die wir benötigen, z.B. 39 °C. Es ist nämlich Energieverschwendung, wenn man das Wasser erst auf 60°C aufheizt und es dann mit kaltem Wasser per Mischbatterie wieder auf die benötigte Temperatur abkühlt. Um eventuelle Keime abzutöten, genügt es, einmal pro Woche die maximale Temperatur einzustellen und dieses heiße Wasser z.B. zum Wischen der Fußböden zu benutzen.
3. Wer einen Gasherd hat, sollte Wasser für Tee u.ä. lieber mit einem Wasserkessel auf dem Herd kochen als im elektrischen Wasserkocher. Denn für elektrischen Strom wird ein fossiler Brennstoff verbrannt, also in Wärme umgewandelt, dann in mechanische Energie (Turbine), dann in elektrische Energie (Generator). Bei jeder Umwandlung geht Energie verloren, weil der Wirkungsgrad immer schlechter als 100 % ist. Und dann wird die elektrische Energie durch lange Leitungen in die Wohnung befördert, dabei geht auch wieder eine Menge verloren. Nur damit sie dann wieder in Wärme umgewandelt werden kann. Dann lieber Gas verbrennen und direkt damit Wasser erhitzen.
4. Immer nur so viel Wasser kochen, wie man wirklich braucht. Wasserkocher haben üblicherweise an der Seite eine Skala. Und für den Wasserkessel auf dem Herd kann man einen Messbecher benutzen.
5. Die Herdplatte muss genauso groß sein wie der Topfboden.
6. Immer einen Deckel auf den Topf setzen!
Bei Glasdeckeln kann man sehen, was im Topf los ist, ohne dass man den Deckel anheben muss. Wenn man den Deckel öffnet, geht viel Energie verloren, die als Dampfwolke nach oben aus dem Topf entweicht.
7. Energiesparend Reis kochen auf einem Elektroherd geht so:
Eine Tasse Reis, etwas Salz und zwei Tassen kaltes Wasser in den Topf geben. Deckel drauf und auf die passende Herdplatte stellen. Herdplatte auf höchste Stufe schalten. Sobald das Wasser zu kochen beginnt, wird die Platte ausgeschaltet. Jetzt einfach so stehen lassen mit dem Deckel drauf. Nicht rühren, nicht nachgucken! Nach 15 bis 20 Minuten ist der Reis fertig.
8. Ich heize meinen Backofen nicht vor, wenn ich Fischstäbchen, Pizza und ähnliches backe. Ich stelle die angegebene Temperatur ein und gebe das Essen sofort hinein. Die Garzeit verlängert sich zwar etwas, aber die Betriebsdauer des Ofens insgesamt ist kürzer. Vor allem, weil man beim klassischen Vorheizen ja nicht daneben steht und sofort bei erreichter Temperatur das Essen reintut, sondern oft erst viele Minuten später.
9. Wenn ich lese, während es draußen langsam dunkel wird, setze ich mich nah ans Fenster, um das letzte Tageslicht zu nutzen. Erst wenn auch dies zu dunkel wird, schalte ich eine Lampe an. Das ist mindestens eine halbe Stunde später, als wenn ich beim Lesen am anderen Ende des Zimmers auf dem Sofa sitzen würde.
10. Ich lese viele Bücher aus der Bücherei. Die Jahresgebühr für den Leihausweis ist geringer als der Anschaffungspreis eines durchschnittlichen Taschenbuchs. Da ich meine Bücher auch online verlängern kann, musste ich noch nie Säumnisgebühren zahlen. Ich frage auch bei Freunden und Verwandten gnadenlos, ob ich mir ein bestimmtes Buch ausleihen kann, wenn ich bei denen etwas interessantes im Regal sehe. Oder wenn sie mir von einem tollen Buch erzählen, das sie kürzlich gelesen haben. Manchmal kaufe ich gebrauchte Bücher bei ebay und Amazon. Dort verkaufe ich auch oft meine eigenen Bücher, die ich nicht aufheben möchte. Oder ich gebe sie im Familien- oder Freundeskreis weiter.
11. Ich persönlich esse und trinke nicht so gern Sachen, die richtig heiß sind. Wenn ich etwas in der Mikrowelle erwärme, dann meist nur auf die Temperatur, die mir angenehm ist. Es muss nicht dringend dampfen.
So, bei Gelegenheit schreibe ich mehr.
Kennt Ihr auch so kleine Tricks?
Dann her damit! |
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Verfasst am: 20.06.2010, 01:02 Titel: Anzeige |
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tiger Gast
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Verfasst am: 20.06.2010, 06:55 Titel: Re: Geld sparen, Wasser sparen, Strom sparen, Energie sparen |
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| Raubtigger hat folgendes geschrieben: | | Dieses Thema liegt mir schon lange am Herzen. ... |
Hey Tigger, super! Heißen Dank!
Neulich habe ich als Benzinspartipp vom besten Autofahrer Deutschlands gelesen (Name nicht gemerkt), man könne das viele Bremsen und Wiederanfahren reduzieren, indem man z.B. schon weiter weg vor der der roten Ampel stärker bremst, das Auto rollen lässt und dann bei Grün im 2. Gang wieder weiterfährt und so nur kurz Gas zu geben braucht. Dies könne man auch im Stadtverkehr so machen, wenn man vorausschauend fährt. (Anmerkung von mir: ich habe das ausprobiert, es gelingt mir nur manchmal)
Als nächstes brachte er den Tipp, den kürzesten Weg eines Straßenverlaufs bei Kurven zu nehmen.
Dann schreibt er, dass er mit hohen Gängen fährt. Wenn er über der Kreuzung sei, hätte er schon den 3. Gang eingelegt. In der Stadt fährt er bei 50km/h mit dem 4. Gang und bei 60km/h schon im 5. Gang.
Ungünstig für den Benzinverbrauch findet er es auch, wenn man beim Berghochfahren zu viel Gas gibt, man soll lieber den Schwung der geraden Strecke vorher ausnutzen und einbeziehen.
Vielleicht finde ich diese Webseite wieder, dann poste ich sie Euch zu. Mir gelingen diese Benzinspartipps nur ab und zu.
Viele Grüße
Tiger |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 20.06.2010, 13:27 Titel: |
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Beim Autofahren ist es grundsätzlich gut, vorausschauend zu fahren, denn es erhöht ja auch die Sicherheit.
Man merkt, ob das gelingt, wenn der Beifahrer gemütlich sitzen kann, ohne beim Bremsen nach vorn geschleudert zu werden. Das wird besonders deutlich beim Ein- und Ausparken. Da gibt es Leute, die wie irre auf's Gas treten, nur um einen Meter nach vorn zu fahren und dann gleich wieder volle Kanne auf die Bremse treten. Ich fahre beim Parken sanft und langsam vorwärts und rückwärts. Das dauert vielleicht eine Minute länger, ist aber für alle Beteiligten viel angenehmer und spart Sprit.
Ist die Ampel rot, nehme ich den Fuß vom Gas. Bin ich noch weit genug weg, rolle ich so auf die Ampel zu, bis sie wieder grün wird, dann beschleunige ich wieder.
Was auch gut hilft: Nicht nur auf den Vordermann schauen, sondern auch auf das, was vor diesem los ist. Denn wenn ich vorhersehen kann, was dort gleich passieren wird, weiß ich, wann mein Vordermann bremst und kann auch rechtzeitig den Fuß vom Gas nehmen.
Mit dem Schalten ist das so eine Sache. Schaltet man zu spät, fährt also hochtourig, verbraucht man zu viel Benzin. Schaltet man zu früh hoch, fährt also untertourig, können die Zündkerzen verrußen. Ich schalte zügig hoch, fahre in der Stadt im 4. Gang bei Tempo 50.
Noch ein wichtiger Tipp zum Benzinverbrauch: Unnötige Lasten verbrauchen zusätzliches Benzin. Dazu zählen: Dachgepäckträger, Krempel im Kofferraum, Getränkekisten,...
Zum Thema Wasser ist mir noch etwas eingefallen: Man muss den Wasserhahn nicht immer volle Kanne aufdrehen, wenn man sich die Hände wäscht oder duscht. Die halbe Durchflussmenge genügt meist auch. Das spart auch eine Menge.
Zuletzt bearbeitet von Raubtigger am 17.03.2011, 15:27, insgesamt einmal bearbeitet |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 04.07.2010, 15:06 Titel: |
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"Das Energiesparbuch" von Monika Götze und Gudrun Pinn.
Dieses Buch ist wirklich empfehlenswert. Es ist in die verschiedenen Bereiche aufgeteilt, in denen man Energie verbraucht bzw. sparen kann: Haushaltsgeräte, Heizung, Licht, Verkehr, Konsum,...
Es ist so geschrieben, dass es jeder verstehen kann.
Die praktischen Tipps sind kurz und knapp formuliert.
Es kostet 12,90 Euro, ist bei uns aber auch in der Bücherei erhältlich. |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 04.07.2010, 15:10 Titel: |
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Da fallen mir gleich noch zwei Tipps ein, die leider nicht im Buch stehen:
1. Ich heize meinen Backofen fast nie vor. Denn wenn man das Essen in den kalten Ofen stellt und ihn dann anschaltet, wird es gleich beim Aufheizen mit erwärmt, d.h. die Energie wird auch genutzt. Außerdem stellt man beim Vorhezen das Essen ja nicht sofort in den Ofen, wenn die Temperatur erreicht wurde, sondern oft erst einige Minuten später. Und dabei geht wieder viel Wärme beim Öffnen der Backofentür verloren. Das Essen ist ohne Vorheizen zwar länger im Ofen, wird aber insgesamt schneller fertig, sodass man Energie spart. (Upps, ich sehe gerade, dass ich dazu oben schon einmal etwas geschrieben habe.)
2. Pellkartoffeln mache ich nur aus kleinen Kartoffeln. Große Kartoffeln schäle ich immer und schneide sie klein. Denn so brauchen sie nur halb so lange, bis sie gar sind und das spart eine Menge Energie. Und ob man sie nun vorher oder nachher schält, macht auch kaum einen Unterschied. |
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Trockenfisch
Anmeldungsdatum: 23.04.2008 Beiträge: 4999
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Verfasst am: 22.07.2010, 23:04 Titel: |
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| Aus gegebenem Anlass - man sollte darauf achten, dass die Gefrierfächer nicht vergletschern...abgesehen davon, dass es dann ätzend ist, sie abzutauen...frisst das auch viel Energie! |
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Sabine Gast
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Verfasst am: 11.08.2010, 09:34 Titel: |
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@raubtigger danke für die Tipps zum Wassersparen, die funktionieren super.  |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 17.03.2011, 15:51 Titel: |
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Aus aktuellem Anlass schubse ich das hier mal wieder hoch.
Dazu habe ich auch einen interessanten Blogeintrag gelesen:
http://www.myriam-kemper.de/wordpress/2011/03/10/10-dinge-marz-2011/
Und ein ganz toller Tipp:
Wer nicht bügelt, spart Strom!
Bügelstreik ist also aktiver Umweltschutz!
Und ich kann nur immer wieder empfehlen, auf Weichspüler zu verzichten. Er kostet Geld, muss transportiert werden, kommt in Plastikflaschen daher, die aus Erdöl hergestellt werden, belastet das Abwasser,...
Was leider bei uns nicht funktioniert: Wir haben zwar einen Aufkleber "Bitte keine Werbung" am Briefkasten, aber er wird absolut nicht beachtet. Fast täglich haben wir Prospekte, Flyer etc. in der Post. Dabei kann ich mir doch die Prospekte, die mich interessieren, in den entsprechenden Läden mitnehmen oder online anschauen.
Einseitig bedruckte Papierflyer gehen ja noch, da benutze ich die Rückseite für Einkaufszettel oder meine Tagesliste. Aber diesen Hochglanzmist von Bau- und Supermärkten kann ich nur in die Tonne kloppen. Das nervt.
Wir heizen übrigens auch nur sparsam und ziehen uns lieber dicker an. Die Thermostatventile sind auf 18°C eingestellt, nachts und bei Abwesenheit auf 16°C. Ich selber schlafe schon seit einer Woche mit ausgeschalteter Heizung und bei offenem Fenster, das bekommt meinen Atemwegen viel besser, ich bekomme so besser Luft.
Obst und Gemüse kaufe ich nach Möglichkeit lose, also ohne Plastikverpackung. Man kann sie auch so abwiegen und den Aufkleber direkt auf die Ware kleben. Und natürlich benutze ich Einkaufstaschen oder Klappkisten, um den Einkauf nach Hause zu transportieren, keine Plastiktüten.
In der neuen Wohnung haben wir keine Glühbirnen mehr, nur noch Energiesparlampen, LEDs und Halogen. Wir schalten das Licht aus, wenn wir ein Zimmer verlassen. Wir machen auch nur so viel Licht an, wie nötig ist. Ich finde es schon seit Jahren unverantwortlich, dass "Einrichtungsexperten" immer erklären, man müssen mindestens drei verschiedene Lichtquellen im Raum anschalten, um die richtige Atmosphäre zu schaffen. So ein Blödsinn!
Hilfreich ist übrigens auch, wenn mehrere Personen in einem Raum sind, denn dann muss nur dieser geheizt und beleuchtet werden, nicht mehrere Zimmer gleichzeitig. Dabei sind Kopfhörer eine feine Sache, wenn z.B. einer Radio hören oder fernsehen will, der andere aber nicht. |
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Locki

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.01.2011 Beiträge: 8003
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Verfasst am: 17.03.2011, 16:46 Titel: |
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Hallo Ihr Lieben.
Vielen herzlichen Dank für Eure Tipps. Vieles mache ich schon .
Aber der Tipp mit dem Reiskochen ist mir neu.
Früher habe ich sehr oft den Reis angekocht und dann den Kochtopf ins Bett gesteckt. Das funktioniert auch wunderbar.
So habe ich auch die Pellkartoffeln warm gehalten.
Ich kannte mal eine Frau, die hat die T`shirts gefaltet und anschließend unter ihr Sitzkissen auf den Stuhl gelegt.
Habe das selbst gesehen, die T`shirts waren topp und brauchten nicht gebügelt werden.
In der letzten Zeit habe ich meinen PC sehr oft den ganzen Vormittag laufen lassen.
Das werde ich auch wieder ändern.
Leitungswasser trinke ich schon sehr lange, weil ich zu faul bin die vielen Flaschen nach Hause zu schleppen. _________________ Müde macht uns die Arbeit,
die wir liegen lassen ,
nicht die, die wir tun.
(Marie v.Ebner-Eschenbach )
Das Glück hängt nicht davon ab,
wie viel wir haben,
sondern wie viel Freude wir daran haben.
( Otto von Frohnau ) |
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