klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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Casuco Gast
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Verfasst am: 16.05.2010, 01:34 Titel: Besuch beim Nachbarn... |
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Irgendwie eine irre Geschichte...
Ich war heute bei meinen Nachbarn, um ein Paket abzuholen. Da die Katze direkt versuchte auszubüchsen, wurde ich dann in die Wohnung gebeten und auch ein bisschen herumgeführt.
Und das war definitiv eine der schönsten und ordentlichsten Wohnungen, in der ich je gewesen bin.
Hinterher war ich echt neidisch und auch ein bisschen traurig...
Und dann ist mir eingefallen: Mensch, das ist doch Quatsch! Deine Wohnung ist ähnlich aufgebaut, wenn auch kleiner, aber du wohnst ja auch alleine und nicht mit noch drei anderen Leuten.
Das hat mich dann so motiviert, dass ich bis eben (1:30 Uhr nachts) gewerkelt und geräumt habe wie eine Blöde.
Und was soll ich sagen, so schlimm ist der Zustand meiner Wohnung gar nicht.
Klar, wenn man sich ein paar Eckchen anguckt, ist es nicht gerade ordentlich. Aber inzwischen sind die meisten Räume betretbar und die Böden frei. Das "Messietum" beschränkt sich auf bestimmte Baustellen und selbst die sind halbwegs organisiert. (Zum Beispiel in Kisten, damit ich mir nach und nach eine ausräumen kann.)
Wenn ich jetzt noch meine Scheu vor Fremden abbauen kann und nach und nach noch ein wenig in die Einrichtung investiere, habe ich auch eine tolle Wohnung!
Natürlich auch dank euch!
Viele Grüße. |
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Verfasst am: 16.05.2010, 01:34 Titel: Anzeige |
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Cheshirecat Gast
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Verfasst am: 16.05.2010, 09:04 Titel: |
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Hallo Casuco,
oh ja, das Gefühl kenne ich nur zu gut! Ich habe ein paar Freunde, die gerne spontan zu sich einladen - zum Kochen, zum Spieleabend oder einfach nur zum Klönen, und dann bin ich echt neidisch. Denn ehrlich gesagt gibt es doch nicht viele wertvollere Zeitvertreibe, als Zeit mit guten Freunden zu verbringen.
Ich finde es toll, dass Du aus dem Wohnungsbesuch Inspiration gezogen hast. Andere hätten sich vielleicht dadurch vielleicht auch angesichts ihres eigenen Chaos total deprimieren lassen. Aber Du bist doch auf einem wirklich guten Weg. Mach' einfach weiter so, und bald bist Du der Vorbild-Wohnung des Nachbarn ein gehöriges Stück näher.
Ich frage mich allerdings auch immer, wieso es mir so schwer fällt, Ordnung zu halten. Und seitdem ich meinen Kampf gegen das Chaos begonnen habe, habe ich drei zentral Gründe dafür erkannt:
1. Habe ich einfach viel zu viel Zeug. Ich muss mich von dem unnützen Zeug trennen, bis das Volumen meiner Sachen zur Größe meiner Wohnung passt.
(Hätte ich eine 10-Zimmer-Villa, könnte ich mir eine Riesenbibliothek, einen Archivraum und einen Raum für "Dinge, die eigentlich keinen Zweck mehr erfüllen, die mich aber an etwas Schönes erinnern" einrichten).
2. Habe ich nicht genug Platz zum Verstauen.
Seitdem "Verlust" meines Riesenschranks im Schlafzimmer (sie mein Vorstllungsbeitrag) sind einfach viel zu viele Dinge ohne festen Ort.
Und dadurch liegen sie stets rum, und werden ständig hin- und hergeräumt.
Sobald sobald das Chaos im gleichnamigen Zimmer reduziert ist, brauche ich definitv einen neuen Schrank.
3. Sind meine Schränke von innen viel zu wenig strukturiert, was das Chaos fördert.
Die "Erleuchtung" hatte ich gestern, als ich zum ersten Mal seit der Neuordnung meines Kleiderschranks Wäsche eingeräumt habe. Kaum ist der Schrank ordentlich und strukturiert gefüllt, lege ich auch ganz anders die Wäsche zusammen.
Dazu trägt auch bei, dass ich dank des jetzt leeren Wohnzimmertisches AM TISCH die Wäsche falten kann, und nicht mehr bloß auf den Knien.
Ordnung schafft Ordnung.
Chaos zieht größeres Chaos nach sich.
(Ein bisschen wie mein Lieblingszitat einer Romanfigur von Martin Amis:
"You can't get organised, until you get organised.")
Casuco, ich fand Deinen Beitrag sehr inspirierend - selbst wenn ich die Wohnung Deines Nachbarn nicht selbst gesehen habe.
Alles andere als Gedankenmüll...
Danke dafür und LG,
Cat. |
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Rumpelnöff Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.07.2007 Beiträge: 7054 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 16.05.2010, 12:22 Titel: |
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ich kann bei solchen "Besuchen" manchmal auch einfach mal meine Ansprüche relativieren:
Was ist für mich denn ordentlich?! oder was ist für mich denn gemütlich??!!
darf ich mich mit "Schöner Wohnen" messen,
NEIN, das wäre mir viel zu steril!
aber ich merke, dass ich in meiner Wohnung oft viel zu weit denke und dann natürlich total versacke,
dabei fühle ich mich bei anderen wohl, wenn eine gewisse Grundordnung und -sauberkeit da ist,
aber da dürfen auch ein paar benutzte Tassen auf der Spüle stehen oder ein paar Wasserflecken am Hahn sein... und ich habe nicht das Gefühl - oh, da wird aber nicht geputzt,
mir fällt es so oft so schwer, das alles mal zu relativieren:
wo hab ich wirklich das Problem und was wäre viel zu viel des Guten und bin ich oberkritisch mit mir (denn diese Ziele werde ich NIE erreichen)
ich finde auch, dass das schöne Gedanken sind, Casuco,
um so schöner, wenn so etwas einen beflügeln kann, es sich selber (und nur darum geht es!!) ein wenig schöner zu machen!  _________________ LG,
Rumpelnöff |
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Casuco Gast
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Verfasst am: 16.05.2010, 13:30 Titel: |
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Danke, ihr Lieben.
Ja, das ist wohl die Frage: Was ist ordentlich eigentlich und was zu ordentlich?
Im Wohnzimmer liegen bei mir neuerdings kreuz und quer die Katzenspielzeuge. Das finde ich aber nicht unordentlich. Und es wäre mir auch egal, wenn das einer so sieht.
Das kenne ich gut, dass Sachen keinen festen Platz haben.
Zudem ist mein Hauptkleiderschrank viel zu klein. Der stammt noch aus der Zeit, in der ich noch Wochenendheimfahrer war. Alterschwach ist er nach den Überschwemmungen auch.
Wenn ich noch ein wenig mehr Ordnung geschafft und noch ein bisschen gespart habe, gönne ich mir einen ganz tollen großen Kleiderschrank mit viel Platz für Kleinkram wie Socken, genug Platz für Sachen auf Bügeln und und und.
Am wichtigsten ist wohl, dass wir uns wohlfühlen in unseren Wohnungen. Und das tun wir ja momentan noch nicht, deswegen sind wir hier.
Wünsche euch noch einen schönen Sonntag!  |
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Trümmerjette Gast
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Verfasst am: 16.05.2010, 16:31 Titel: |
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| Casuco hat folgendes geschrieben: | | Ja, das ist wohl die Frage: Was ist ordentlich eigentlich und was zu ordentlich? |
Das ist einfach.
Das ist der Zustand, in dem du dich wohlfühlst.
Ist es zu unordentlich, gefällts dir nicht - ist es zu steril, gehst auch ein wie ne Priemel im Hochsommer
Würd übrigens auch denken, es ist irgendwas nicht richtig, wenn nicht irgendwo nen Katzentennisball oder ne Packung Taschentücher rumliegen würden.  |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 17.05.2010, 14:49 Titel: |
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Wohnst Du noch oder lebst Du schon?
So hieß es doch lange bei Idioten Kaufen Einfach Alles - kurz IKEA.
In einer sterilen Umgebung ist Leben gar nicht möglich, um mal ganz genau zu sein.
Bei uns liegt auch überall Kinderspielzeug herum. Es gibt Zimmer, aus denen räume ich es einmal am Tag wieder heraus: Küche, Bad, Flur, Schlafzimmer. Aber im WoZi und KiZi liegen immer Spielsachen und das dürfen sie auch. Das muss sogar so sein, damit es Tiggerkind zum spontanen Spielen inspirieren kann. Wäre alles immer in Schränken versteckt, würde das zu großer Langeweile führen und ich müsste dauernd als Kletterbaum etc. herhalten.
Mein Problem ist, dass ich zwar prima optimieren kann, also die vorhandenen Möbel in den vorhandenen Räumen unterbringen. Aber so richtig malerisch gemütlich ist es bei mir nicht. Das liegt aber bestimmt auch daran, dass wir keine Blumen oder Topfpflanzen haben (wegen meiner Allergien) und auch auf Staubfänger weitestgehend verzichten. Ich mag es, wenn funktionale Dinge dekorativ sind, also z.B. in der Küche die Espressokanne, der Mörser und die Vorratsgläser für Mehl, Zucker etc. Aber es sieht doch leider immer etwas zu nüchtern aus.
Wenn ich die Wohnungen anderer Leute bewundere, versuche ich immer zu analysieren, wodurch die Gemütlichkeit entsteht. Und oft sind es leider Staubfänger und Blumen.
Wenn man andere Leute besucht, hat man ja immer den Eindruck, bei denen wäre die Ordnung selbstverständlich. Aber wer sagt denn schon: "Ich habe den ganzen Vormittag geputzt, hoffentlich ist es dir sauber genug?" Nein, man stapelt eher tief und entschuldigt sich für die Unordnung, obwohl man vorher ganz viel geputzt hat!
Liebe Casuco,
ich finde es auch toll, dass Du den Frust in positive Energie umwandeln konntest. Und irgendwann wirst auch Du jemanden einladen, wenn Du so weit bist. |
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Krawallschachtel Gast
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Verfasst am: 17.05.2010, 20:59 Titel: |
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| mir gibts immer einen richtigen motivationskick wenn ich tolle wohnungen seh, leider hält der auch nie so lange an... |
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