klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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tiger Gast
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Verfasst am: 18.05.2010, 21:08 Titel: Re: Das 3er Prinzip |
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Liebe Gemeinde
unten stehender Thread hängt vom Thema her manchen von Euch schon zum Hals raus. Ich hoffe trotzdem, dass Ihr mir helfen könnt.
Womit ich überhaupt nicht klar komme, ist von diesem 3er Prinzip der Schritt 2.
Der Schritt 2 ist für die Unentschlossenen gedacht. Das andere ist klar: Die Sachen bleiben im Schrank/Regal oder wandern in den Müllsack/werden verschenkt.
Zum Schritt 2 habe ich auch hier im Forum mehrere Ideen gelesen. Nur graut es mir davor, sie umzusetzen, weil ich Angst habe, die "Ich-weiß-noch-nicht-Schachteln und Dosen" tragen zur Vermüllung eher bei.
Darum praktiziere ich nur Schritt 1 + 3. Das bedeutet, dass viel unsortiertes Papier (Post, Unterrichtsmaterial u.ä.) bei mir herum liegt, weil ich mich nicht entschließen kann, das wegzuwerfen. Die Sachen nur für 2 Monate aufzuheben, ist für mich zu kurz. Die Sachen für ca. 9 Monate aufzuheben, passt schon eher, weil sich dann eine ganze Menge bis dahin von selber erledigt hat und weggeworfen werden kann.
Dieses alles in Kisten, Schachteln, Dosen, Tüten zu verpacken fällt mir schwer, weil ich Sorge habe, dass wenn diese Sachen herum stehen, sie Trigger sind für erneute Unordnungen.
Vielleicht habt Ihr doch noch eine andere Idee.
Danke.
Viele Grüße
Tiger
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| Sonnenweg hat folgendes geschrieben: | Soll das weg?
Oder behalt ich das lieber???
Das 3er Prinzip ist ganz einfach.
Einen Haufen der zu bearbeiten ist auserwählen.
3 verschiedene Behälter/ Tüten zur Hand
ggf. beschriften, z.B. mit:
Nr. 1 -> BEHALTEN
---------> alles was noch WIRKLICH gut ist, intakt und brauchbar
Nr. 2 -> ENTSORGEN
---------> alles was definitiv kaputt, alt, dreckig und unbrauchbar ist
Nr. 3 -> ABWARTEN
---------> gehen oder bleiben, das ist hier die Frage!
...............es ist noch nicht kaputt, aber benutze ich das?
...............Zeitraum setzen! Wenn ich das innerhalb der nächsten 1-12
...............Monate nicht brauche/ benutze, kommts in Nr. 2
Wer sich von heilen Sachen schlecht trennen kann,
weil sie "zu schade für den Müll" sind,
denke mal ans verschenken!
Es gibt vom Recyclinghof Kaufhäuser für diese Schätzchen.
Häufig von Langzeitarbeitslosen geführt.
Da können Leute mit geringem, bis gar keinem Einkommen
für ganz ganz wenig Geld dann Tassen, Taschen, tolle Teile
erstehen.
Macht ein gutes gefühl, statt schlechtem Gewissen!!! |
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Verfasst am: 18.05.2010, 21:08 Titel: Anzeige |
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Trümmerjette Gast
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Verfasst am: 19.05.2010, 16:30 Titel: |
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| Zitat: | | weil ich Angst habe, die "Ich-weiß-noch-nicht-Schachteln und Dosen" tragen zur Vermüllung eher bei. |
Mmh. Vielleicht versteh ich es ja falsch, aber für mich kommt es nun so an, als hättest du wirklich für zig Dinge zig Behälter. Wenns so ist, fass doch mal in logische Gruppen zusammen. Ein grosser Karton mit Dingen nach Räumen (z.B. nur Dinge, die ins Wohnzimmer gehören würden) und nicht 1 Schachtel mit Frühjahrsdeko, eine Dose mit alten Hosenknöpfen, ein Beutel mit Kerzen, eine Tüte Zeitschriften ...
Oder Kartons, die grössere Sachbereiche abdecken. Also nicht die Dose Hosenknöpfe, sondern nen Karton mit Stoffen, Wolle, Knöpfen, Flicken ...
Es sind immerhin "nur" Dinge, bei denen du dir noch nicht sicher bist, ob du sie wegschmeisst oder doch behälst- da muss nicht alles sortiert und katalogisiert sein.
Habs mir bei meiner Grossentrümmerung übrigens aufgrund meiner "was ich nicht sehe, hab ich nicht Macke" bei den Unsicher-Dingen so geholfen, dass ich sie in offene Transportkisten packte, die auf einem Tisch in meinem Schrankzimmer stehen. Und eines weiss ich jetzt schon - beim nächsten Container ist nicht ein Ding davon noch hier.
Ausnahme bildeten dort Kleidungsstücke, die ich im Unsicher-Fall in Koffer verpackte und auf den Schrank wuchtete.
Was den speziellen Punkt "unsortiertes Papier" angeht: bei
| Zitat: | | weil sich dann eine ganze Menge bis dahin von selber erledigt hat und weggeworfen werden kann |
schrillen die Alarmglocken
Ich bin ja nu auch eine von denen, die Papierkram möglichst lange wegschiebt und verdrängt - aber wenns da wirklich um Dinge geht, die gemacht werden müssen, damit du keine Nachteile erfährst, dann ist es wichtig nen Weg zu finden, dass du es auch tust.
Ansonsten trenn doch den Papierwust erstmal in z.B. Unterrichtsmaterial, Zeitschriften, Kataloge und Werbung, Post.
Dann kannst dich schon entspannter an die einzelnen Teilbereiche machen. |
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tiger Gast
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Verfasst am: 20.05.2010, 07:17 Titel: |
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[quote="Trümmerjette"]
Hi,
danke für die vielen Anregungen.
Bis jetzt habe ich noch nichts in Dosen, Kartons etc. verpackt, weil ich mir den Schritt 2 bis jetzt erspart habe. Kleidung, Bücher und Nippes hatte ich im Laufe der vergangenen 2 Wochen fast alles Überflüssige entsorgt. Wenn ich da einmal jährlich dran bleibe, dann passt das. Es fehlt eigentlich nur noch, dass ich den Keller ausmiste und aufräume.
Jetzt kommt der Papierkram dran. Das ist bei mir das schwierigste Problem überhaupt. Da habe ich ein paar ziemlich unordentliche Ecken. Nun habe ich Platz in den Schränken und Regalen, so dass ich alles auch mal nach innen verstauen könnte.
Aber jetzt kommt mein widersprüchlicher Perfektionismus durch: alles, was noch nicht aufgeräumt ist, bleibt draußen, weil es in den Schränken ordentlich ist.
Weitere Kisten passen noch nicht in den Keller, weil der erst ausgeräumt werden müsste. In der Wohnung mag ich sie nicht aufstellen, weil ich endlich den Boden frei habe. Obwohl, ein Eck habe ich wieder mit Papierkram begonnen zu belegen, was in Ordnern einsortiert gehört.
Jetzt habe ich mir mal einen "Schlamperordner" angelegt und den Esstisch sortiert. So habe ich in eine Ablage ganz dringende Sachen gelegt wie Rechnungen begleichen. In den Schlamperordner habe ich Sachen in Folien gesteckt, die ich mal machen kann oder auch nicht und in einem Jahr einfach wegschmeißen kann oder auch nicht (z.B. bestimmte Hefte lesen, Briefe beantworten, Zusatzversicherung abschließen oder nicht etc.). Auf dem Esstisch und auf der Couch liegen jetzt nur noch die ganzen sortierten Sachen von der Einkommensteuer, die ich für 2009 heuer mal früher machen möchte als sonst.
Unterrichtsmaterial ist teilweise sortiert und liegt wieder auf dem Boden. Die anderen Ecken sind noch unsortiert. Das ist ein Stoß, der in Ordner gehört für erledigte und abgebuchte Rechnungen (z.B. Autoversicherung, etc.) und ein riesengroßer Stoß alles Unterrichtsmaterial, das nach Fächern sortiert, in Ordnern abgeheftet und diese Ordner eigentlich auch ausgemistet und die Inhalte zum Teil verschreddert gehören. Da fällt laufend was an, und da habe ich ein chronisches Problem damit. Hilfe!
Danke
Tiger  |
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Trockenfisch
Anmeldungsdatum: 23.04.2008 Beiträge: 4999
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Verfasst am: 20.05.2010, 11:40 Titel: |
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"und ein riesengroßer Stoß alles Unterrichtsmaterial, das nach Fächern sortiert, in Ordnern abgeheftet und diese Ordner eigentlich auch ausgemistet und die Inhalte zum Teil verschreddert gehören. Da fällt laufend was an, und da habe ich ein chronisches Problem damit. Hilfe! "
Kenn ich....besonders das "laufend was anfallen"....da habe ich die Neigung, alles wirr in eine Mappe zu tun im Glauben, ich würde es eines Tages zwecks Nutzung genauestens durchsehen...
Weiss nicht ob du damit was anfangen kannst, aber mir hilft zur Zeit, das "laufend was anfallen" zu unterbinden....auch wenn es schade ist um die Extrakopien, die eingescannten Seiten z.B....was ich brauche, kann ich mir jederzeit wieder ausdrucken bei Bedarf...das fällt dann unter "Vorbereitung", wo ich mir Gedanken mache, was will ich machen, was brauch ich dafür...
aber ich packe es nicht mehr in stetig dicker werdende Ordner und Mappen...die ich nie mehr durchsehe...andererseits habe ich aber Ringbücher für jeden Kursus, wo ich nachlesen kann, was wir gemacht haben...die bewahre ich auch auf...vielleicht ein bißchen umständlich, aber ich komm damit klar...
Alles andere, was nix mit Unterricht zu tun hat aber auch nicht auf den ersten Blick "Ablage P" ist, bewahre ich in einer Afrikatasche auf, die richtig schön ist (kann also rumstehen ohne Leidensdruck) - dann muss aber konsequent sortiert werden, wenn Tasche voll ist oder fast voll....ist für mich ne ästhetische Lösung...
"Aber jetzt kommt mein widersprüchlicher Perfektionismus durch: alles, was noch nicht aufgeräumt ist, bleibt draußen, weil es in den Schränken ordentlich ist. "
Also, das finde ich gar nicht widersprüchlich - so mach ich das auch, bis sich ne Ordnungslösung gefunden hat...die ordentlichen Schränke durcheinanderbringen, kann es ja auch nicht sein...
(bei mir hat es übrigens lange Monate gedauert, bis ich nirgends mehr Papierstapel hatte...solange es die Papierstapel gab, war noch was im Umbruch...)
Viel Erfolg wünsch ich dir! |
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jbb

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.12.2008 Beiträge: 2101
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Verfasst am: 20.05.2010, 12:59 Titel: |
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Auch ich hab ein riesen Problem mit Papier. Lange hatte ich einfach nur einen riesen Stapel mit wirklich allem drin, zumindest war alles auf einem Platz.
Schritt zwei war dann für mich mir zwei Ablagefächer anzulegen, eines für den Posteingang und eines für aktuelle Sachen die zu erledigen sind. Die werden mehr oder weniger regelmäßig geleert. Im Moment eher weniger.
Alles andere wanderte wieder auf eine Stapel. Den habe ich zumindest ab und an durchgesehen und wenigstens den Müll also alte Zeitungen Werbung etc. aus zu sortieren. Mittlerweile habe ich Schritt drei geschafft und den Stapel nach Themen sortiert und in eine Aktentasche verfrachtet. Jetzt muss ich das ganze nur noch sinnvoll in Ordnern anlegen und ab heften, ich hoffe ich schaffe diesen Schritt auch bald.
Ich wünsche dir viel Erfolg. Im Moment versuche ich auch alle anderen Dinge zumindest in das Zimmer zu verfrachten in das sie gehören und den Müll aus zu sortieren.
Dem ganzen dann noch wirkliche Ordnung ein zu hauchen ist dann der letzte Schritt.
Gruß
jbb  |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 20.05.2010, 14:03 Titel: |
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Ich versuche, den Papierkram so zu trennen:
- wichtig und dringend (z. B. Rechnungen, die bezahlt werden müssen)
- abheften (Steuerbelege, bezahlte Rechnungen, Rentenbescheid)
- lesen (Flyer, Zeitungen, Broschüren)
- schön oder interessant
Die wichtigen, dringenden Sachen liegen auf dem Schreibtisch neben dem Computer.
Die abzuheftenden Sachen liegen auf einem Stapel auf dem Sideboard, bis sie abgeheftet werden.
Die zu lesenden Sachen liegen im Bad und werden nach und nach abgearbeitet, wenn ich auf dem Klo sitze. Selbst wenn es nur eine Minute ist, kann man da doch einen Absatz oder eine Seite lesen. Die gelesenen Sachen werfe ich fast alle in den Müll. Es ist sooo viel, dass ich das alles nicht aufheben kann und will. Außerdem sind die Informationen schnell veraltet. Wenn ich was nachlesen will, mache ich das im Internet, denn da ist es aktuell und ich finde es auch viel schneller als in irgendwelchen Ordnern.
Schön und interessant, das ist so der Bodensatz, von dem ich mich nicht trennen kann, weil es einfach lustige Flyer oder Heftchen sind, die aber nicht wichtig sind oder irgendwie erledigt werden müssen. Sie liegen in einem Fach in meinem Sekretär. Aber hier kommt nur wirklich sehr selten etwas neues hinzu.
Das wichtigste ist für mich, den Papiereingang so schnell wie möglich an den richtigen Platz zu bringen, anstatt unsortierte Stapel zu machen. |
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tiger Gast
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Verfasst am: 22.05.2010, 16:15 Titel: |
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| Trümmerjette hat folgendes geschrieben: |
<Was den speziellen Punkt "unsortiertes Papier" angeht: bei
< | Zitat: | | weil sich dann eine ganze Menge bis dahin von selber erledigt hat <und weggeworfen werden kann |
<schrillen die Alarmglocken  |
Da haste schon Recht. Ich war immer wieder mal auch bei manchen Zahlungen rückständig.
| Zitat: | Ansonsten trenn doch den Papierwust erstmal in z.B. <Unterrichtsmaterial, <Zeitschriften, Kataloge und Werbung, Post.
<Dann kannst dich schon entspannter an die einzelnen Teilbereiche machen.< |
Das Sortieren ist eine gute Idee. Ich könnte ja wenigstens meine "schiefen Türme von Pisa" sortiert anlegen.
Gruß vom Tiger |
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tiger Gast
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Verfasst am: 22.05.2010, 16:34 Titel: |
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Liebe "Trockenfisch" und liebe "Raubtiger",
vielen Dank für Eure wertvollen Hinweise. Ich habe sie (und die anderen Antworten) mir ein paar mal durchgelesen und auf meinem Festnetz unter "Klara" abgespeichert.
Heute habe ich den "Schlamperordner" mit einem ABC-Register ausgestattet. Tiki's K. Tipp "Nur Neues reingeben, wenn vorher Altes rauskommt", lässt sich dabei auch teilweise umsetzen. Spätestens wenn er voll ist, muss ich ihn ausmisten.
4 Kursordner habe ich ausgemistet und einen Stapel "Beweise" von meinem Arbeitsplatz mitgenommen und "beseitigt".
Freundlicher Gruß
Tiger |
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tiger Gast
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Verfasst am: 22.05.2010, 16:41 Titel: |
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| jbb hat folgendes geschrieben: | Mittlerweile habe ich Schritt drei geschafft und den Stapel nach Themen sortiert und in eine Aktentasche verfrachtet. jbb  |
Hallo "jbb",
bei Dir klingen die Zwischenschritte sehr vernünftig, überhaupt nicht nach weiterer Zumüllung, was meine eigentliche Sorge ist.
Ich wünsche Dir auch viel Kraft beim letzten Schritt!
Tiger |
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