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Mama lebt anders...



 
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Sonnenweg
Gast







BeitragVerfasst am: 13.01.2010, 04:37    Titel: Mama lebt anders... Antworten mit Zitat

...als andere.

Aber ich weiss, dass sie damit nicht allein ist.
Ich weiss, bzw ahne aber erst jetzt,
dass es nicht so einfach "weggeschrubbt"
werden kann, wie ich mir das dachte...

Aber das ist so, wenn man "aussen" steht.
Im wahrsten Sinne.
Denn, reingelassen hat sie mich zu Haus
seit einem Jahr nicht mehr..

Ich will ersteinmal "Hallo" zu euch sagen.

Bei der Suche nach Antworten
fand ich euch und ich hoffe,
ich finde hier Menschen die mir sagen können,
ob meine Gedanken hilfreich für meine Ma sind,
oder ich es mit meinem
"Nichtwisser-Verhalten" nur noch schlimmer mache.

Erst war ich aufgebracht,
mir war schlecht und ich war schlicht entsetzt,
>SO kann man nicht LEBEN.. so HAUST man doch nur!!! <
dachte ich, als ich meine Ma am 12.01.10
aus dem Krankenhaus abholte.
Sie hatte sich letzte Woche (vor ihrer Whg.)
vom RTW abholen lassen, weil sie angeblich
(ich komme auf das "angeblich" noch zurück)
seit dem 09.12.09 kein Essen mehr
bei sich behalten konnte.
Sie wurde aufgenommen und eine leichte Entzündung
am unteren Magenbereich wurde festgestellt.

Ich ahnte bereits,
dass es bei ihr zu Hause nicht gut aussehen mochte.
Sie zog in die Whg. vor nun 2 Jahren ein,
das Schlafzimmer ist voll mit Umzugskartons
- keine weiteren Möbel.

Sie verkaufte vorher ihr Haus,
den gesamten Inhalt quetschte ein Möbelunternehmen
zu der Zeit in ihre neue (renovierungsbedürftige) Whg.
nach dem sie ihren Mann nach langem Krebsleiden
ein halbes Jahr zuvor verstorben im Keller auffand.

Nochmal 2 Jahre zuvor brannte das Geschäft
meiner Eltern bis auf die Grundmauern ab.
Auf dem Dachboden unsere materielle Vergangenheit.

Sie sagt mir, sie träume noch immer häufig von Feuer.

Ich sage ihr, Besitz ist Ballast
und dass ich froh sei, dass keiner verletzt wurde.
Wie sehr Besitz zum Ballast werden würde,
ahnte ich damals nicht.

Unser Kontakt belief sich nun lange Zeit
hauptsächlich auf telefonischen Kontakt
und Treffen an neutralen Orten.

Sie ist Anfang 60,
lebt seitdem im Wohnzimmer, schläft seit 4(?) Jahren
auf der Couch. Sie kann sich kaum bewegen,
läuft ein paar Schritte, muss pausieren.
Sie "jammert" dann, man merkt aber auch deutlich,
dass sie damit auch Streicheleinheiten sucht.
Wobei ich mir gut (!) vorstellen kann, dass alles weh tut,
wenn man in Regungslosigkeit sein Leben fristet.
Das nur am Rande, weil ich hier lese,
dass ihr so viel Müll rausschleppt.
Sie wird das rein körperlich nicht packen!
WAS NUN? Soll ich? Wenn sie es erlaubt?

Zu Beginn hatte sie eine Verletzung am Fuß,
da war die Whg. den Umständen entsprechend ok.
Müll aber auf dem Balkon veranlassten Nachbarn
die Verwaltung zu informieren.
Sie rief mich an, schimpfte..
ich kam, räumte den Balkon leer.
Für mich schon viele Säcke,
aber NICHTS im Vergleich zu heute Geschockt

Vom KH zurück, trug ich ihre Sachen nach oben.
Ich ging vor, sie musste noch ihre Rechnung bezahlen,
weil der Lotto-Mann sie mit Getränken
(PFAAAAAANDFLAAASCHEN) versorgt.
Auf dem Weg sagte sie zu mir:
"Hass mich nicht, wenn du das siehst!"
OH MEIN GOTT!!! Meine eigene Mutter.. hassen,
weil sie Unordnung der hohen Kategorie hält?
Was denkt sie denn?

Ich war vorahnend an der Tür,
irritiert im Flur,
geschockt im Wohnzimmer,
angewidert in der Küche
und erstaunt im halben Zimmer...
und erfreut im Bad!
Das muss ich mal sagen, das war frei und
sowas in der Art wie sauber
(ich bin Pingelchen im Bad, da zählt mein Maßstab also nicht)

Die Küche!!! Wie hier schon gelesen,
Essen von Pizza-China-nicht-mehr-erkennbar-Lieferservices..
die gestapelten Behälter
kamen mir nur nicht entgegen,
weil sie (in dem Moment war ich froh)
Insektenspray großzügig verteilt haben muss.
Die Dose stand noch da..

Und das Wohnzimmer war so schlimm für mich,
weil es dunkel war.
Licht ging nicht, die Verdunklungsrollos
waren runter gezogen (wahrscheinlich auch wegen der Nachbarn!?)
und überall.. Müll...!
Soviele Kippenschachteln hab ich
überhaupt noch nicht gesehen..
aber das schlimmste waren die Glasflaschen..
Wodka Gorbatschow wohin ich sah,
ich überflog nur. Hier und da einen Beutel (!)
erst 24 Flaschen,
nachher waren es über 50 Weinen
Sie sagt mir, sie trinkt jetzt nicht mehr
(seit Dez.) ich frage (ruhig und sanft wir mögl.),
wie oft sie das schon gesagt hat..
(Vorwurf, ich weiss, aber mach das mal seit der Kindheit mit,
da muss man sich auch mal abgrenzen,
sonst geh ich kaputt)
und sie sagt:
"bisher habe ich das aber nie ernst gemeint."

Sie begann zu weinen, sagte, sie schäme sich so.
Wir stehen im Hausflur,
nicht der richtige Ort.
Ich nehme sie in den Arm und
nach kurzem Gespräch muss ich
wieder los zur Arbeit.

Auf dem Heimweg denke ich nur,
sie muss da raus, wir müssen das räumen.
Der Dreck.. der ganze DRECK! Ich bin verzweifelt..
Mein Räumungsplan, den sehe ich schwinden.
Ich lese jetzt seit 6 Stunden in Foren,
eine lange Weile davon bei euch und nun
bin ich erstmal richtig ratlos, weil ich ahne,
dass es nicht so schnell geht, wie ich dachte,
dass es sein "muss"...

Ein langer Text, aber eben auch sehr
komplex in der Situation.
Ich hoffe, ich habe alles so umrissen,
dass ihr euch nicht abmüht mit:
"Sie kann sich da und da Säcke besorgen"
usw. sie kann nicht, sagt sie immer.
Ich denke, sie kann! Aber anders als ihr
und vielleicht kann sie sagen,
ich möchte - aber du kannst.

Ich bin traurig...

Ich hatte so gehofft,
dass es ihr nach dem Tod meines Stiefpapas
langsam wieder besser gehen würde.
Ich ließ ihr schon viel Zeit, viel Platz..
aber es half nichts. Sie leidet unter Depressionen.
Meidet ihre Ärztin und ich kann nichts tun.

Ich hab geholfen, wie ich konnte,
aber es reichte nicht..
Und es nimmt kein Ende.

Ich habe das Gefühl, jetzt wo ich "es" gesehen habe,
könnte ich Glück haben
und sie lässt mich in ihre Welt. Aber was dann?

Die "wie verhalte ich mich" Tipss
hab ich in dem Link gelesen.
Wie lang soll das gehen?
Ich kann nicht jeden Tag hinfahren
und Säcke rausschleppen..
ich brauche Hilfe..

Ja, das ist wohl so, ich brauche Hilfe.
Nicht sie..
jetzt erstmal ich, um dann Hilfe für sie zu sein...

Ich danke euch, es hat mir schon sehr geholfen, nur hier zu lesen..
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BeitragVerfasst am: 13.01.2010, 04:37    Titel: Anzeige

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Trümmerjette
Gast







BeitragVerfasst am: 13.01.2010, 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Fühl dich erstmal angekommen Smilie

Ich kann nun nur von meinen eigenen Erfahrungen ausgehen, die ganz einfach besagen: tu nichts, was sie nicht will, zulässt oder erbittet.
Sie würde sich höchstwahrscheinlich - zu ihrer Scham- noch entmündigt fühlen.

Was du für sie und für dich im Moment tun kannst, ist reden und da sein.

Das Lesen in Foren oder anderen Quellen hat bei dir schon dazu geführt, dass du eine leise Ahnung hast, wie ein Messie seine Welt sieht.
Wie die deiner Mutter genau ausschaut, weiss jedoch nur sie.

Ich kenne sie nicht, aber ich glaube, ihr Messietum ist derzeit ihr kleinstes "Problem". Das Leiden am Brand und am Verlust des Mannes sitzen noch tief. Ob ihr Alkoholproblem daraus resultiert oder schon früher bestand, ist letztendlich auch sekundär. Evt. betäubt sie auch nur ihre Depressionen, die sie auch schon vor den beiden Einschnitten gehabt haben kann.
Das kann ein Laie kaum beurteilen und vorallem, sie können auch nicht durch Laien beseitigt oder gemildert werden.

Vielleicht solltest du überlegen, da anzusetzen. Durch Gespräche vermitteln, dass es wichtig ist das abchecken zu lassen. Nicht nur der Körper braucht ab und an einen Arzt zwinkern
Sei aber anfangs sehr behutsam. Viele Depressive leiden zusätzlich unter der Angst, dass diese Art Krankheit eine Geisteskrankheit sei.

Letztendlich muss dir aber immer klar sein, dass es ihr Leben ist, dass sie - solange es geht- selbstbestimmt führen darf. Auch, wenn es nicht deinen oder der Normen der Gesellschaft entspricht.
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emily.erdbeer
Gast







BeitragVerfasst am: 13.01.2010, 23:00    Titel: Titel: Alkohol & Messie = Keine gute Kombination Antworten mit Zitat

Hallo Jette!

Ich fand Deine Beitrag sehr gut!
Nun will ich mein Geschriebenes mal hierhin verschieben (Wir brauchen wirklich bald mal einen NEUEN ADMIN damit unser Forum hier nich auch noch in ein Chaos ausartet) Mit den Augen rollen durcheinander



Hallo Sonnenweg!

Das war ein sehr bewegender Bericht, den Du uns offenbart hast.
Vielen Dank für Deine Offenheit!

Leider bin ich jetzt irgendwie ziemlich sprachlos.
Fakt ist: Deine Mutter ist Alkoholikerin (entschuldige das ich es so offen anspreche aber was bringt es um den heißen Brei herum zu reden).

A. Sie braucht eine Therapie (Entziehungskur)
Dazu müsste SIE bereit sein.

B. Ist sie ein Messie.
Die Unordnung wird gefördert durch ihre Alkoholsucht

Soll ich ehrlich sein?
Das sind meistens hoffnungslose Fälle weil sie selber nicht mehr die Kraft und den Mut aufbringen an ihrer Situation etwas zu ändern. (Das ist jetzt bestimmt nicht das, was Du hören wolltest aber....)

Im Prinzip bleibt dann nur noch die "Wunden zu lecken und so gut wie es geht zu verarzten". Die Wunde würde nur heilen wenn Sie aufhört zu trinken und selber etwas an ihrer Messie - Situation verändern will. Es ist ein Fass ohne Boden. Für Dich würde das einen imensen Kraftaufwand bedeuten! Körperlich als auch psychisch. Das wirst Du nicht alleine schaffen!

Ich würde Dir raten, Dir bzw. IHR HILFE zu besorgen.
Im Prinzip hast Du das ja schon erkannt. Mach das! Suche Dir Anlaufstellen, die Deiner Mutter hilfreich unter die Arme greifen können. Vielleicht kann dann jede Woche 1 x jemand nach dem Rechten schauen und zuvor die Wohnung wenigstens bewohnbar machen.

Ich denke Du liebst Deine Mama und es fällt Dir schwer sie so, in einem solchen Zustand, zu sehen.

Also, hol Dir (Euch) Hilfe!



Ps: Sei mir nicht böse über meine Offenheit aber dass ist das was ich daraus lese (auch wenn ich die Situation nicht wahrhaftig gesehen habe).
Glaub mir, ich will nur helfen

Viel Glück & Kraft Glück
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Gipsy
Gast







BeitragVerfasst am: 13.01.2010, 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonnenweg,

leider muß ich Emily leider Recht geben. Traurig
Spreche aus Erfahrung. Meine Mutter ist auch Alkoholikerin und Messie. Alkoholikern kannst du nicht helfen wenn sie es nicht selber wollen. Denn bevor man ihnen helfen kann, müßen sie erst mal einsehen das sie abhängig sind und das ist das Problem!!!!!!!!!
Die Anonymen Alkoholiker bieten auch Treffen und Beratung für s.g. Co-Abhängige an. Kommt auf die Stadt drauf an, Blaues Kreuz bietet auch Beratung an. Ansprechpartner wäre auch der Hausarzt deiner Mutter. Vor allem mußt du sehen, daß du und deine Familie dabei nicht auf der Strecke bleibst.

Wünsche dir/euch alles Gute und viel Kraft. Würde mich interessieren wie es weitergeht.
LG Gipsy
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Sonnenweg
Gast







BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 00:25    Titel: Danke! Antworten mit Zitat

Hallo ihr 3 Smilie

Erst einmal Danke für eure schnelle Reaktion!

Es war ja wirklich viel Text
von mir und ich
freue mich, dass ihr
davor nicht zurück schreckt

Ich fühl mich schon ganz angenommen!

Was ihr sagt, finde ich einleuchtend
und es ist GUT, dass ihr ehrlich seid!

Wenn ich mit Wattebällchen hätte
beworfen werden wollen,
wäre ich woanders hingegangen.

Mein Gedanke war "wer kann es besser verstehen,
als die, denen es genau so geht?"
Da kann man noch so lange studiert haben..
es fühlt sich einfach
anders an!

Meine Mutter ist Alkoholikerin, dass weiss ich ja auch.
Mit über 50 Flaschen Wodka
könnte ich persönlich mehr als ein
ganzes Leben auskommen und
hätte immernoch 45 Flaschen über.. Mit den Augen rollen
Und wer weiss, was sich da noch
alles in den Säcken befindet!

Das fand ich erstaunlich,
es sah nicht aus wie im TV,
der Müll in Bergen durcheinander.
Das meiste ist in Müllsäcken!
Was das rausschleppen erleichtern wird ;-)

Ich werde noch mal ansprechen,
wie das jetzt weiter gehen soll,
und was SIE will.

Ich stehe dahinter, dass jeder selbstbestimmt leben
soll, deswegen muss ich es für mich und mein
Gewissen schon schaffen, nicht
nur davon zu reden, sondern
(auch wenns sicher manchmal schwer fällt)
auch leben zu lassen.

Wir haben ja alle schon in der Schule gelernt,
nicht von sich auf andere zu schließen.
Und da kann man nicht erwarten, dass sie so rational denkt
wie ich, was das angeht.

Ich werde berichten, was sie zum (erneuten) Versuch des
Psychotherapie Vorschlags sagt.
Ein kleiner teilerfolg war heute,
sie war bei ihrer Hausärztin Auf den Arm nehmen
*olé olé*
Die ist ganz auf ihrer Seite,
hat sie vor 3 Jahren auch nach dem Tod
ihres Mannes betreut und
wenn ich bei ihr bin (auch meine Ärztin)
fragt sie immer zuerst:
"wie gehts Mutti?"

Meint ihr, es ist i.O.,
wenn ich nochmal mit ihr rede?
Oder wird meine Ma das als "hintergehen" verstehen?
Ich bin mir da grad unsicher.
Mein Impuls wär, die Ärztin anzurufen


Eure smileys sind klasse!
Die putzen alle! Großartig Sehr glücklich

So, heute gehts mir besser!!!!!

DANKE!
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Trümmerjette
Gast







BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 00:42    Titel: Antworten mit Zitat

Nunja, die Ärztin steht unter Schweigepflicht. Sie wird dir also nichts sagen, sofern deine Mutter ihr es nicht ausdrücklich erlaubt. Aber darum gings gar nicht zwinkern

Wenn sie die behandelnde Ärztin ist, kannst du durchaus mal schildern, wie um deine Mutter steht. Zum einen wirst du einen Teil deiner Frustration los, wenn du mal richtig drüber reden kannst und zum anderen hat die Ärztin evt. auch für dich Tipps, wo du für dich Hilfe findest. UND sie kann viel besser auf deine Mutter eingehen, wenn sie weiss was los ist.

Aber machs nicht per Telefon. Wenn sie auch deine Ärztin ist, sieht sie dir auch an, wie es um dich damit bestellt ist, wenn du ihr beim Erzählen gegenübersitzt.
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Billy
Gast







BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 03:48    Titel: Antworten mit Zitat

hey!
ich glaube auch, daß es OK ist mit eurer Hausärztin zu sprechen wenn du ihr vertraust.
und ich glaube ebenfalls, daß Hilfe wichtig wäre.
Es ist sicher ziemlich schwierig, einen Ansatz zu finden, wenn das alles so etwas verwurschtelt ist. Aber jeder gute Anfang an einer Stelle wird die restlichen Probleme etwas mitkleinermachen, denke ich. Wenn deine Mutter sich etwas wohler fühlt, wird alles etwas besser und so könnte es dann weitergehen. Versuch doch nochmal, sie sanft zu einem Anfang zu bewegen und Hilfe zu suchen.
Seht ihr euch denn oft? wer könnte denn noch mithelfen, daß du das nicht alles alleine stemmen mußt?
Billy
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Stubenentchen
Gast







BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 04:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte Dir in dem anderen Thread noch was geschrieben.
Ehrlich, wenn ich von mir selbst ausgehe - ich mach innerlich schon dicht, wenn ich diesen Satz höre:
"Wie soll das jetzt weitergehen?"
Das ist so bääh....
Kannst Du nicht eine andere Formulierung wählen? Nicht dieses versteckt vorwurfsvolle. Ich schalte da gleich auf Durchzug. Schließlich ist es der Satz, den Deine Mutter sich wahrscheinlich selbst hundert mal am Tag fragt. Und dann fängst Du an und sagst genau das: Wie soll das weitergehen? Sie wird irgendwas rumstammeln, Dir zu liebe. Sie weiß nicht, wie es weitergehen soll. Diese Frage beschämt sie blos wieder.
Wenn sie darauf eine Antwort hätte, würde sie sich selbst helfen.
Diese Vergleiche, mit wieviel Flaschen DU auskommen würdest sind doch sinnlos. DU bist nicht Wodka-Süchtig! DU kannst das nicht nachvollziehen. Must DU auch gar nicht.
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Stubenentchen
Gast







BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 04:17    Titel: Antworten mit Zitat

Noch was vergessen.
Entschuldige, ich will auch mal ganz offen sein. Das wird Dir am meisten helfen.
Dieses ewige: Mach doch eine Psychotherapie!
Das ist so genauso wie, Wie soll das jetzt hier weiter gehen?
Denkst Du denn wirklich eine Psychotherapie ist das Allheilmittel für Alles?
Abgesehen davon, WELCHE Psychotherapie? Es gibt x-verschiedene.
Mit einer Psychotherapie kann Deine Mutter jetzt überhaupt nichts anfangen! Eine Psychotherapie ist ein längerer Prozess, für den man einigermaßen fit sein muß, dafür braucht man sehr viel Kraft!
Was Deine Mutter JETZT bräuchte, ist eine Entgiftung mit anschließender Langzeittherapie. Außerdem müssen die Depressionen behandelt werden, gewiß medikamintös, es hört sich schon danach an.
Dafür muß sie in eine Klinik. Die Hausärzin mag das auch nicht richten. Warum weist sie sie eigentlich nicht ein? Oder sagt ihr das zumindest, daß das der Weg sein müsste?
Entschuldige, aber das sind so die üblichen Sätze, die auch ich oft gehört habe und die mir nie geholfen haben, darum regt mich das vielleicht auf, ist aber nicht bös gemeint.
Ich finde es ja grundsätzlich erstaunlich, daß Du Deiner Mutter trotz allem so viel Liebe entgegenbringst. Das ist nicht so selbstverständlich.
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Gwen
Gast







BeitragVerfasst am: 22.02.2010, 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde toll, dass du hier so offen geschrieben hast. Ich bin selber ganz neu, will aber vom Bauchgefühl was sagen.
Ich denke, wenn du die Kraft dazu hast, für deine Ma einfach da zu sein ist es toll. Wenn deine Ma dich weiterhin in die Wohnung lassen würde, ist vielleicht schon ein Steinchen auf dem Weg gelegt.

Was hattet ihr früher für ein Verhältnis? Ein aufrichtiges? Oder eher sporadischen Kontakt?

Wenn sie weiterhin trinkt, ist das natürlich eine zusätzliche Baustelle.
Und du solltest auch auf dich Acht geben. Es ist schwer auch für dich, überforder dich nicht gleich mit dem Anspruchsdenken, dass du ihr helfen MUSST, weil es deine Mutter ist.
Nach oben
Casuco
Gast







BeitragVerfasst am: 22.02.2010, 23:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonnenweg,

gibt es denn schon Neuigkeiten von dir und deiner Mom?

Dass ihre Wohnung "nicht normal" ist, scheint sie ja begriffen zu haben. (Sonst hätte sie dich nicht "vorgewarnt": Hass mich nicht...)

Wie sieht es denn mit dem Alkoholproblem aus? Erkennt sie es als solches?

Wünsche euch viel Kraft. vor Freude hüpfen
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