klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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Cowgirl Gast
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Verfasst am: 30.08.2009, 13:28 Titel: Und Hinterher??? |
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Als ich ein wenig hier in der Rubrik gestöbert hab, hab ich verschiedene Fragen und Denkansätze gefunden, die ich für mich vielleicht auch mal beantworten / klären sollte.
Warum bin ich so geworden?
Wo liegen meine Sammelleidenschaften?
Wie wünsche ich mir meine Zukunft?
Was macht mir an der Vorstellung der Zukunft Angst?
Ich fange einfach mal mit der Beantwortung der letzten beiden Fragen an.
Also wie meine Wohnung aussehen soll hab ich eigentlich relativ klar vor Augen, zumindest die groben Züge. Wie manche Dinge in Feinarbeit aussehen werden - darüber bin ich mir nicht immer im Klaren, aber ich arbeite dran. (Habe z.B. noch keine zufriedenstellende Idee für meine umfangreiche Notensammlung. Bin leidenschaftlicher Musiker und habe viele Notenblätter, aber noch kein Ordnungssystem, das ich wirklich zu schätzen wusste. Deswegen lagern die Notenblätter fast alle in Kartons und ich finde leider nix. )
Aber ansonsten weiß ich relativ genau, wie meine Möbel stehen sollen (tun sie eigentlich auch schon fast alle, sind halt nur nicht sauber und aufgerämt), was in etwa wo eingeräumt sein soll etc.
Da ich im Grunde genommen ein ordnungsliebender Mensch bin, sehne ich mich danach, diese Ordnung zu erreichen und dann auch zu erhalten.
Nun zur zweiten Zukunftsfrage: was macht mir Angst?
Was kommt nach dem Ordnung schaffen?
Natürlich einerseits, die Ordnung zu erhalten. Das ist Arbeit.
Natürlich werde ich auch weiter meiner Arbeit nachgehen, was mir mit der Ordnung sehr wahrscheinlich auch viel leichter fallen wird, weil ich nicht immer die ganzen Sachen suchen muss, sondern griffbereit habe.
Was mir Angst macht, liegt im Bereich Freizeit, persönliche Beziehungen etc. Ich fühle mich im Moment meist ziemlich einsam. Ich habe keine Familie hier in der Nähe, ich habe keinen Partner und ich habe nur wenige Freunde (wobei das meiste auch noch ziemlich oberflächliche Beziehungen sind). Ich glaube, was mir Angst macht ist, dass ich später in einer aufgeräumten Wohnung sitze und mich noch einsamer fühle als es jetzt der Fall ist.
Bisher spukten bei mir immer Gedanken rum wie "Zu mir kann ja keiner kommen, weil meine Wohnung so aussieht", "Wenn ich Leute einladen könnte, wäre ich nicht so einsam, aber das geht ja nicht" etc.
Was nun aber, wenn ich eine aufgeräumte Wohnung habe, keine Ausreden mehr habe, Leute einlade - und keiner kommt??? Ich glaube, das ist meine große Angst - dass ich dann zwar alles in Ordnung gebracht habe, aber mich meine Einsamkeit erdrückt...
Ich habe schon oft gedacht "wenn ich Freunde / einen Partner hätte, wäre alles viel besser / leichter, dann hätte ich auch einen Grund um meine Wohnung sauber zu halten, aber da ja nur ich hier bin kann es mir egal sein, wie es hier aussieht".
Andererseits: so lange hier so ein Chaos herrscht bin ich auch gedanklich nicht frei für Beziehungen zu anderen Menschen, oder? Denn ich müsste dann ja ständig denken "Oh Mist! Irgendwann wollen die dann ja auch mal meine Wohnung sehen, und dann???"
Hm, soweit mal für heute - man merkt wahrscheinlich, dass ich grad heute nen Tag hab, wo's mir nicht gut geht. Hängt auch ein wenig hier mit dem Forum zusammen - seit ich hier Mitglied bin ist es für mich einfach viel mehr im Bewusstsein, dass ich ein großes Problem vor mir hab, das ich irgendwie bewältigen muss - und das demotiviert mich grad ein wenig. Hoffentlich kann ich morgen trotzdem meinen Schweinehund (dieses Mistvieh!!!) überwinden und anfangen.
Viele Grüße! |
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Verfasst am: 30.08.2009, 13:28 Titel: Anzeige |
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Trockenfisch
Anmeldungsdatum: 23.04.2008 Beiträge: 4999
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Verfasst am: 01.09.2009, 11:44 Titel: |
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SadOne - immer wenn man in sich geht, wie du das getan hast, wühlt das auf..und muss sich erstmal "setzen".
Über manches nachzudenken, sich manches einzugestehen, kann Schwerstarbeit sein - und hinterher ist einem nicht gerade fröhlich zu Mut..
Kann es sein, dass du Sachen miteinander verbindest, die NICHT zusammengehören (oder nicht zusammengehören sollten)? Eine aufgeräumte Wohnung verbunden mit der Befürchtung, dann würde vielleicht trotzdem keiner kommen...
Ich finde, das sind verschiedene Paar Schuhe - und du solltest eine Wohnung haben, in der DU dich wohlfühlst. Es lohnt sich also für DICH weiterzumachen, weil DU das wert bist. Was dann kommt, wird man sehen. Ich glaube aber, dass ein Umfeld, in dem du gerne bist, auf jeden Fall dazu beiträgt, dass es dir besser gehen wird - die Basis stimmt dann. Und DANN kannst du aufbauen und bist ganz anders positioniert.
Solange du denkst, für dich alleine lohnt es sich irgendwie nicht - solange
bestrafst du dich selber.
Ich würde sagen - sei erstmal gut zu dir selber - und dazu gehört eine Wohlfühlumgebung für DICH und dann könntest du feststellen, dass sich ein ganz anderes Lebensgefühl entwickelt...und du die Kraft hast, dann auch andere Probleme anzugehen...das wünsche ich dir!!
Liebe Grüße vom
Trockenfisch |
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Cowgirl Gast
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Verfasst am: 01.09.2009, 21:14 Titel: |
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Lieber Trockenfisch!
Danke für Deine netten Zeilen! Ja, vermutlich hast Du Recht, dass ich da Dinge in einen Topf schmeiße, die eigentlich getrennt werden müssten...
Und Du hast absolut Recht, dass ich es mir wert sein sollte, in einer sauberen Umgebung zu leben, wo ich mich wohlfühle!
Dieser Ansatz hat mich jedoch auf die Idee gebracht, dass die Ursache für dieses Chaos darin liegen könnte, dass ich lange Zeit nicht das Gefühl hatte irgendwo "zu Hause" zu sein. Weder bei meinen Eltern, noch in einer meiner bisher 3 Wohnungen hab ich mich jemals wirklich so gefühlt, dass ich gesagt hätte: "Das ist mein Zuhause."
Vermutlich mache ich meinen Wert und die Aussage "Hier bin ich zu Hause, hier fühle ich mich wohl" zu sehr von anderen Leuten abhängig. Denn warum sollte ich mich nur dann zu Hause fühlen, wenn ich einen Partner habe, oder viele gute Freunde!?!??? Das ist doch Quatsch!
Und noch ein Denkansatz in punkto Ursachenforschung:
meine Mama ist wohl auch ein Messie, wenn auch nur 1/4 oder so. Von ihr hab ich z.B. den Spleen Zeitungen, Zeitschriften etc. nochmal durchblättern zu müssen bevor ich sie wegwerfe. Es könnte ja was wichtiges dazwischen liegen (ein Brief oder eine wichtige Notiz oder so).
Bei mir ist es aber noch ein wenig krasser: ich muss z.B. auch alle Bücher durchgucken, bevor ich sie ins Regal stelle. Nur wenn ich sicher bin, dass keine Zettel oder ähnliches drin liegen, räume ich es auf. Bei Büchern die ich grad lese mach ich das natürlich nicht, aber die kommen auch nicht ins Regal, sondern auf die Fensterbank (was der Ersatz für einen Nachttisch ist).
Solche Aktionen kosten natürlich irre viel Zeit und die Gefahr, dass was liegen bleibt ist natürlich enorm groß.
WICHTIGE ERKENNTNIS!!!  |
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Cowgirl Gast
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Verfasst am: 02.09.2009, 00:32 Titel: |
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Und nochmal eine
WICHTIGE ERKENNTNIS!!!
Wenn ich so drüber nachdenke, dann bin ich ein Mensch, der sehr gerne Sachen sortiert.
Ich hab als Kind z.B. öfter mal alle Kartenspiele durcheinander gebracht, nur um sie dann auseinander zu sortieren und jedes Spiel für sich noch nach Farbe und Wert zu sortieren. Und das konnte ich auch mal ne Stunde oder zwei machen...
Bzgl. meiner Noten ist mir das nochmal aufgefallen: ich hab die schon öfter aus den Ordnern raus, weil ich sie neu sortieren wollte (nach nem anderen System). Statt dass ich das aber Stück für Stück gemacht hätte, hab ich alle Blätter in Kartons geschmissen - und da liegen sie immer noch.
Hm, heute (bzw. in Anbetracht der Uhrzeit "gestern") war wohl ein Tag der Erkenntnisse.
Ich lerne...  |
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Jinx Gast
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Verfasst am: 02.09.2009, 12:46 Titel: |
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Hihi, mir geht es auch so - ich sortiere eigentlich für mein Leben gerne
Auch die von Kollegen gehaßte Ablage hat mir nie was ausgemacht - solange ich wußte, welchen Platz jedes Papier erhält...
So richtig daheim habe ich mich auch noch nie gefühlt, vielleicht gebe ich deshalb Dingen gerne eine Heimat, die andere achtlos wegwerfen würden?
Weil man mich im Leben auch öfters "weggeworfen" hat???  |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 09.09.2009, 12:16 Titel: |
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Das ist ja ein Ding!
Ich habe auch als Kind immer die Kartenspiele sortiert!
Ich fand das immer sehr beruhigend, schließlich haben die Karten durch Farben und Werte eine eindeutige Ordnung, die leicht herzustellen ist.
Ich stimme den anderen zu: Du bist es wert, dass Du eine schöne Wohnung hast, in der Du Dich wohl fühlst. Und wenn sich diese Einstellung in Dir gefestigt hat, wirst Du sie auch nach außen hin ausstrahlen und andere Menschen werden Dich auch als wertvoll wahrnehmen.
Zu den Büchern/Zeitschriften: Warum legst Du denn wichtige Papiere hinein??? Lass das in Zukunft, dann musst Du sie auch nicht wieder heraussuchen.
Und mal ganz neugierig gefragt: Was für Zeitschriften liest Du denn?
Eine Idee habe ich noch zur Noten-Aufbewahrung: Hängeregister! Da kannst Du die Blätter alphabetisch nach Komponisten einsortieren und hast immer den schnellen Zugriff. |
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Cowgirl Gast
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Verfasst am: 20.09.2009, 22:13 Titel: |
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Sorry, dass ich jetzt erst wieder hier ne Antwort reinstelle! Aber nun endlich:
@Jinx:
ja, ich kam mir auch schon öfter "weggeworfen" oder "abgestellt" vor. Wie ein Spielzeug, dass man - wenn es neu ist - super gerne hat und super interessant findet. Und dann mag man es irgendwann nicht mehr und wirft es in ne Ecke. Wenn man Glück hat, wird man dann auch mal wieder aus der Ecke rausgeholt, aber meist bleibt man dort liegen, bis zum Weg in die Mülltonne, oder Flohmarkt oder was auch immer.
@Raubtigger:
mich haben nicht nur Farben und Werte fasziniert. Ich hab auch immer geguckt, wie schnell ich das hinkriegen kann! Und hab nach und nach auch noch mehr und mehr verschiedene Kartenspiele dazugenommen!
Wichtige Papiere oder Notizen lege ich eigentlich nie in Zeitschriften und Bücher! Aber es könnte doch sein, dass ein Zettel vom Schreibtisch runter fällt, über den Boden zum Zeitschriften-Stapel gelangt und sich dann dort zwischen den Seiten versteckt...
An Zeitschriften lese ich mittlerweile nur noch christliche Magazine und Musikerzeitungen (also nur ein paar, nicht alle die es gibt - sind glaub ich jeweils 3 oder so). Hatte ne zeitlang noch Focus abonniert (aber nie gelesen) oder auch mal so ne Wohnzeitschrift, weil ich die Deko-Ideen so toll fand. Momentan bekomme ich ca. 25 neue Zeitschriften im Jahr (also komplett und insgesamt!) - ich finde, das ist ok.
Die Idee mit den Hängeregistern hatte ich auch schon mal, aber die nehmen mir zu viel Platz weg, ich hab kein Geld für die Schränke etc. Also nehme ich doch die guten alten Aktenordner.
Alphabetisch nach Komponisten sortieren bringt übrigens gar nix! Auf vielen Stücken steht keine Angabe dazu, so dass ich das erst recherchieren müsste, auf anderen Stücken steht noch nicht mal der Name des Stücks oder ne andere Angabe. Ich werd die Sachen wohl eher nach Genre ordnen und dann am PC zusätzliche Register anlegen, jeweils nach Komponist und in welchem Ordner, nach Name des Stücks und in welchem Ordner, jeden Ordner für sich alphabetisch, usw. Auch mit Querverweisen, falls es 2-3 Möglichkeiten gibt, das Stück einzuordnen (damit ich dann genau sehe: "ach, das hab ich ja in den und den Ordner eingeheftet"). Jetzt muss ich nur noch anfangen damit...  |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 21.09.2009, 21:02 Titel: |
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Das klingt ja ganz schön kompliziert.
Warum nummerierst Du die Stücke nicht einfach durch, heftest sie nach Nummern sortiert ab und legst eine Liste im Computer an? Die musst Du übrigens nicht mehrmals sortieren.
Schreibe einfach:
1. Mozart - Die Zauberflöte - Wiener Klassik
2. Michael Jackson - Bad - Pop
3. Queen - We will rock you - Rock
4. Ännchen von Tharau - unbek. Verfasser - Volkslied
...
Und wenn Du etwas suchst, dann benutzt Du die Suchfunktion des Programms. Also, wenn Du Mozart suchst, machst Du strg + f bei Windows oder Apfel + f beim Mac und suchst nach "Mozart".
Auf die Ordnerrücken schreibst Du nur die Nummern, also z.B. "1 bis 15". Du kannst dann auch die Liste von 1 bis 15 ausdrucken und vorn in den Ordner heften, dann kannst Du Dir schnell einen Überblick verschaffen, was darin ist. |
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Cowgirl Gast
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Verfasst am: 22.09.2009, 23:40 Titel: |
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Hallo Raubtigger!
Ganz ehrlich: das Nummernsystem mag ich gar nicht. Das hat einer meiner Chöre auch, aber für mich zum Arbeiten ist das blöd.
Wenn ich z.B. Stücke für 4stimmigen Chor suche, aber nicht genau weiß, welches ich mit einem meiner Chöre in Angriff nehmen soll, dann möchte ich mir einfach 1 Ordner mit den 4stimmigen Chorsätzen schnappen und den durchblättern können. So kann ich gleich erkennen, was in Frage kommt und was nicht. Beim Nummernsystem müsste ich evtl. in jeden Ordner reingucken um alle Stücke in Augenschein zu nehmen.
Und wenn ich aber halt mal was suche zu nem bestimmten Komponisten (kommt nicht ganz so oft vor wie der Fall den ich eben beschrieben habe), dann muss ich nur nen Blick in die Liste auf dem PC werfen.
Dass ich die Listen nicht mehrfach schreiben muss ist auch klar. Wenn ich das in Excel tippe kann man ja eingeben, welche der Spalten z.B. alphabetisch sortiert werden soll. Man muss nur alles markieren, damit die Reihen an sich so bleiben wie sie sind (nicht, dass dann Spalte C sortiert ist, aber die restlichen Angaben nicht mehr stimmen). Und dann kann ich ja die verschiedenen Versionen abspeichern. Die Schreibarbeit fällt also wirklich nur einmal an und ich muss noch nicht mal warten bis ich alles einsortiert habe, weil ich ja immer ergänzen kann und dann lasse ich das Programm die Ergänzungen an der richtigen Stelle einsortieren.
Trotzdem danke für Deine Tipps!  |
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Cowgirl Gast
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Verfasst am: 22.09.2009, 23:52 Titel: |
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Ansonsten muss ich leider sagen fühl ich mich heute mal wieder schrecklich. Vor allem seit dem späten Nachmittag.
Irgendwie hab ich heute mal wieder meine "fühl mich verdammt allein und ungebliebt"-Phase. Trockenfisch hatte ja ganz am Anfang geschrieben, dass ich es wert bin für mich eine saubere Wohnung zu haben.
Leider habe ich in meinem Leben bisher kaum Liebe erfahren und fühle mich deswegen auch nicht liebenswert und somit auch nicht wert, mir was Gutes zu tun. Ich frag mich immer: hab ich das verdient? Warum verdiene ich nur das und nix anderes? Habe ich es nicht verdient glücklich zu sein?
Wisst Ihr, im Grunde bin ich ja auch nur eine junge Frau, die davon träumt, den Mann für's Leben zu finden und glücklich und zufrieden zu leben bis ans Ende ihrer Tage (wie im Märchen halt). Und irgendwie denke ich dann immer an die missglückten Versuche dazu und werde traurig und frage mich "Warum konnte mich keiner dieser Männer lieben?" "Hab ich es nicht verdient?" "Bin ich nicht gut genug?" (gut kann auch ersetzt werden durch schön, intelligent, attraktiv, nett, liebenswert, etc.)
Ich träume manchmal davon, wie es wäre... und am Ende sitze ich immer heulend in meinem Zimmer und spüre die Einsamkeit umso mehr.
Das raubt mir soviel Kraft...
Sorry, musste das grade mal loswerden - wollte es aber nicht an die Antwort für Raubtigger dranhängen. |
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Trockenfisch
Anmeldungsdatum: 23.04.2008 Beiträge: 4999
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Verfasst am: 23.09.2009, 14:00 Titel: |
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Liebe SadOne - du hattest mal geschrieben, du fühlst dich manchmal wie ein Spielzeug..mal interessant, dann wieder in die Ecke geworfen.
Ich finde - ob du dich wie ein Spielzeug fühlst, wie ein Kaktus oder eine Rose oder ein Häuflein Elend - versuch doch mal, gut mit dir selber umzugehen. So, wie man Pflichten anderen gegenüber hat, hat man doch auch eine Pflicht sich selbst gegenüber - warum bloss gehen wir manchmal schlechter mit uns selber um, als wir es mit anderen je tun würden...
Da du meinem Eindruck nach christlich bist, könnte ich das auch anders sagen: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Am Sich selber lieben scheitert es ja leider oft bei uns...und das überträgt sich.
Wenn man selber gut drauf ist, reagieren Menschen darauf.
Wenn man mies drauf ist, genauso...
Da es aber keinen Schalter gibt, den man umlegen kann, so nach dem Motto: Ab heute seh ich mich selber positiv, könnte man vielleicht auch da den Weg der kleinen Schritte gehen....
Der erste kleine Schritt könnte doch sein - was kann ich heute mal für mich selber tun? Für andere machen wir doch auch dauernd was..
Ist doch egal, was es ist - Wannenbad mit Kerzen oder einen Film gucken, der einen interessiert...auch wenn man eigentlich nicht die Zeit dafür hat...oder in einer Grübelphase raus an die Luft...
Glaube, der Satz "Das Sein bestimmt das Bewusstsein" hat viel Wahres...vielleicht könntest du anfangen, für dich Gutes zu tun, selbst wenn du im stillen denkst, du bist es nicht wert...Gut zu sich selbst sein, könnte der Anfang sein, das zu durchbrechen...und das wird dann auch austrahlen.
Es gibt ein Buch, in dem ich immer wieder mal lese:
"Kraft zum Loslassen" von Melody Beattie (Tägliche Meditationen für die innere Heilung)
Dort steht z.B.: "Lieben Sie sich, um Gesundheit und ein gutes Leben zu erlangen. Lieben Sie sich, um Beziehungen einzugehen, die gut für Sie sind. (-) Wie erreichen wir Selbstliebe? Indem wir uns zunächst dazu zwingen. Indem wir sie nötigenfalls vortäuschen. In dem wir "handeln als ob". Indem wir genauso ernsthaft daran arbeiten, uns zu lieben und gern zu haben, wie wir daran gearbeitet haben, uns abzulehnen. (-)
Gönnen Sie sich das, was Sie wollen, NUR WEIL SIE ES WOLLEN. (-)
Eines Tages werden wir aufwachen, in den Spiegel schauen und feststellen, dass uns die Selbstliebe zur Gewohnheit geworden ist."
Lieben Gruß und
Trockenfisch
PS Mir fällt noch ein - da ich richtig finde, nötigensfalls erstmal so zu tun, als ob...könntest du nicht deinen Nick ändern?? TheSadOne ist - auch wenn es zur Zeit zutrifft - so'n bißchen ne Festlegung...Nicht auf bessere Zeiten warten..  |
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Raubtigger Gast
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Verfasst am: 23.09.2009, 22:28 Titel: |
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Liebe SadOne,
ich schließe mich Fischi an.
Mach es Dir zur Gewohnheit, Dir selbst Gutes zu tun.
Stell es nicht infrage.
Deine Zähne putzt Du doch auch jeden Tag, ohne zu grübeln, ob sie es verdient haben.
Darüber hinaus kann ich nur sagen, dass es heutzutage schon echt schwer ist, einen "brauchbaren" Mann zu finden. Noch vor 150 Jahren ging es nur darum, einen "Ernährer" zu finden. Heute muss es auch noch die große Liebe sein. Er soll treu, zuverlässig, gutaussehend und gebildet sein, möglichst auch Humor und Geld haben...
Und wenn man mal so einen Prachtkerl findet, ist er entweder vergeben oder schwul. Oder er ist zu haben, aber leider nicht treu. Oder bindungsunfähig.
Und dann hat auch noch jede Medaille zwei Seiten.
Wenn man einen bodenständigen, zuverlässigen Mann gefunden hat, fehlt einem bald die Leidenschaft, die Spontaneität, das Kribbeln. Oder umgekehrt.
Eine Beziehung zwischen zwei Menschen ist immer ein Kompromiss.
Warum schreibe ich das alles?
Zum einen möchte ich Dich ermutigen, die Hoffnung und die Suche nach einem Partner nicht aufzugeben. Vielleicht hast Du bisher ja nur an den falschen Orten gesucht? Überlege Dir doch einmal, was Dir bei einem Mann wirklich wichtig ist! Ich selbst war z.B. lange unglücklich, weil ich immer auf arrogante Angeber hereingefallen bin, weil sie so cool waren.
Zum anderen sollte Dir aber auch klar sein, dass Du nicht automatisch glücklich sein wirst, wenn Du einen gefunden hast. Es kann einen Mann auch sehr unter Druck setzen, wenn es seine Aufgabe ist, Dich permanent glücklich zu machen. Und es verleiht ihm zu viel Macht über Dich. Du musst vor allem zu Dir selbst eine gute Beziehung haben. Damit sind wir wieder beim Thema.
Was Dein Ordnungssystem betrifft: So, wie Du es zuletzt beschrieben hast, klingt es überzeugend und simpel. Viel Erfolg bei der Umsetzung! |
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Cowgirl Gast
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Verfasst am: 08.10.2009, 00:11 Titel: |
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@Trockenfisch und Raubtigger: vielen Dank für Eure Beiträge und Gedanken! Ich hab sie natürlich gelesen und auch darüber nachgedacht - hab nur nix mehr drauf zurück geschrieben.
Was ich gestern und heute festgestellt habe:
wenn ich wütend bin, dann komme ich am besten voran mit der Arbeit! Dann tut es richtig gut, sich beim Putzen auszupowern oder sich durch Papier zerknüllen oder zerreißen abzureagieren.
Im Moment habe ich viele Unterlagen aus 2006 und 2007 in der Hand. Schon damals hab ich mir immer wieder To-Do-Listen geschrieben mit Plänen zum Putzen, Wäsche waschen, bügeln, etc. Scheinbar hab ich die Pläne nicht immer umgesetzt und irgendwann nur noch geplant und Listen geschrieben, statt was zu tun.
Was mich heute runtergezogen hat: ich hab nen kurzen Blick in den Mietvertrag gewagt. Da steht echt drin, dass man regelmäßig dafür zu sorgen hat, dass alles sauber ist, dass die Wohnung zugänglich ist, dass man die Wohnung frei von Ungeziefer halten muss etc. Da kann ich nur froh sein, dass sich mein Vermieter eigentlich nie blicken lässt (ausser ICH sag ihm, er soll kommen wegen irgendwas).
Ansonsten: ich wohn jetzt seit ziemlich genau 4 Jahren in dieser Wohnung. Als ich mir die angeschaut hab (bei meinem Vormieter) war sie total verkommen und verdreckt. Aber ich hab "gesehen", dass man aus der Wohnung ein echtes Schmuckstück machen kann! Ist sie in Prinzip auch - leider war der Zustand nur kurz "traumhaft" und hat sich dann in Richtung "albtraumhaft" verwandelt (angefangen von der Küche über den Flur bis hin zu Zimmer und Bad). Manchmal wär ich echt froh, wenn ich zaubern könnte. Einmal kurz blinzeln wie "Jeannie" (oder wie die hieß) und alles ist sauber und ordentlich. *seufz*
Naja, ich werd's auch ohne zaubern schaffen. Dauert halt länger.
Schade...
Was mir auch noch in den Sinn kam: vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn ich mich erst mal um den Papierkram kümmere. So gewinne ich wenigstens Platz zum Räumen. Habe insgesamt schon 6 Schachteln durchsortiert und ausgemistet! Die Schachteln kann ich gleich mit rausschmeißen oder aber auch zum Kram sortieren nehmen.
In der Hinsicht fällt mir noch auf: meine Mama animiert mich zum Horten! Immer wenn sie mir ein Paket schickt, sagt sie, ich soll die Schachtel aufheben oder das Füllmaterial (also Luftpolster-Folien und so), etc. Das verführt, dass man in die Schachteln was reinlegt und aufhebt... Ich hab jetzt aber beschlossen, dass das auch alles raus fliegt! Meine Mama hat genug Schachteln auf dem Dachboden stehen, um mir nochmal 5 Jahre Pakete zu schicken. Und wenn die ausgehen, dann gibts auch noch die Post - die haben so viele, dass sie die verkaufen müssen...
So, und jetzt ab ins Bett!
Gute Nacht! |
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emily.erdbeer Gast
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Verfasst am: 08.10.2009, 00:58 Titel: |
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Hier eine zauberhafte Hokus Pokus Glaskugel.
Darin zu sehen: Wie könnte meine Wohnung aussehen
Wünsch es Dir - Und es wird in Erfüllung gehen  |
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Cowgirl Gast
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Verfasst am: 22.10.2009, 23:34 Titel: |
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Ein wenig Gedankenmüll zu den Fragen "Wie kam es dazu?" und "Wo liegen meine Sammelleidenschaften?"
Beim Papierstapel sortieren fiel mir auf, dass ich viel mehr Müll aufgehoben habe, als ich dachte. Ich war immer der Meinung, dass in all den Schachteln und Stapeln viele Dinge sind, die wichtig sind oder die mir sonst irgendwie am Herzen liegen und dass dazwischen der ein oder andere Katalog, Werbeprospekt, TV-Zeitung oder was auch immer liegt.
Jetzt fällt mir auf, dass ich Kiloweise Altpapier aufgehoben habe (was ich an alten Tel.Büchern und Katalogen hatte...*Horror!!!*). Viele Werbeprospekte und Werbebriefe.
Hm, woher kommt das? Mittlerweile stelle ich fest, dass man ja echt regelrecht überflutet wird mit dem Kram! Auch per Mail! Und da ich ne Zeit lang zu faul war oder schlichtweg nicht die Kraft hatte, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen - deswegen flog alles in ne Schachtel oder auf nen Stapel. Böse Falle!!!
Von dem Kram, den ich zum Aufheben vorsortiert habe, sind das meiste Noten. Der sonstige Kram und die wichtigen Unterlagen sind etwa gleich viel. Und dann hab ich noch ne große Kiste mit "will ich noch lesen oder genauer angucken, bevor ich es wegschmeiße" oder auch "weiß noch nicht, ob ich es behalten will oder wo hin damit". Da fliegt im Endeffekt bestimmt auch noch mehr als die Hälfte raus! Eher 75%.
Was mich ein wenig schockiert hat: ich habe auch sehr viele ungeöffnete Briefe gefunden! Einerseits viele Werbebriefe und Infobriefe, wo ich genau wusste, dass nix Wichtiges drin sein kann. Andererseits aber auch wichtige Briefe. Zu der Zeit, wo ich die bekommen habe, wusste ich wahrscheinlich auch immer relativ genau, was drin ist. Zumindest hab ich jetzt nicht den großen Schuldenberg an der Backe, nur weil ich die Post nicht gelesen hab. Trotzdem verursacht es im Nachhinein ein wenig ungutes Gefühl bei mir, dass ich da so nachlässig war... Dabei dachte ich echt, dass ich zumindest meine wichtigen Unterlagen weitestgehend im Griff habe... Gut, das ein oder andere Mal musste ich schon mein Bonusheft vom Zahnarzt oder meinen Sozialversicherungsausweis oder was auch immer suchen. Hm, ich scheine wohl, diese kleinen Anzeichen irgendwie ignoriert zu haben...
Überhaupt scheint Ignoranz eines meiner beliebtesten Mittel in Bezug auf das Chaos zu sein. Manche der Kisten und Kartons etc. stehen schon seit meinem Umzug hierher an der gleichen Stelle, ohne, dass ich jemals dran gegangen wäre. 4 Jahre lang bilden diese Stellen schon potenzielle Chaos-Wurzeln... WAHNSINN!!!
Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass ich es endlich angehe! Und ich bin froh, dass so viel "Müll" dabei ist! Ich dachte bisher auch immer "wo soll ich den ganzen Krempel nur unterbringen?" und hatte schon überlegt, den ein oder anderen Schrank oder Regale zu kaufen. Jetzt wird mir bewusst: wenn ich den Müll rausgeschmissen hab, dann werde ich die anderen Sachen sehr wahrscheinlich in den vorhandenen Regalen und Schränken unterkriegen! Ich muss also nicht jede freie Fläche in meiner Wohnung mit Stauraum ausbauen, sondern kann im Grunde genommen eine "luftige, lockere" Einrichtung bewahren.
Gut, ein neuer Schrank für den Flur wird es wahrscheinlich schon werden, aber ok. Für 3-4 Schränke und Regale hätte ich echt kein Geld und ich wüsste auch echt nicht, wo ich die überhaupt hinstellen soll! Den einen Schrank für den Flur gönn ich mir, um auch den Rest an Kram ordentlich verstaut zu kriegen. Und wahrscheinlich gönn ich mir auch einen neuen, sehr bequemen Schreibtisch-Stuhl. Bisher steht hier einer der Esstisch-Stühle. Aber für längeres Sitzen ist mir der echt zu unbequem. Und da ich viel am PC arbeite... *Ihr wisst Bescheid*
So, und jetzt ab ins Bett! Morgen ist Papierkram-Endspurt!!! |
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