klaraputzich Hilfe zur Selbsthilfe in Putz- und Ordnungsfragen

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Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
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Verfasst am: 11.02.2015, 17:23 Titel: |
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@ Pearl
Ja merkwürdig, aber den Gedanken, dass jemand anderes mit meinem äußeren Chaos und meinem finanziellen Desaster fertig werden muss, falls ich mal einen tödlichen Unfall habe treibt mich auch an. Traurig aber wahr.
@ Ostermaus
Ich glaube diese Ängste haben ganz, ganz viele ... Du bist nicht allein.  _________________ „Eine freundliche Atmosphäre in Deinem Haus ist die beste Grundlage für Dein ganzes Leben!“
Dalai Lama  |
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Verfasst am: 11.02.2015, 17:23 Titel: Anzeige |
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Waldtroll
Anmeldungsdatum: 13.05.2013 Beiträge: 227
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Verfasst am: 11.02.2015, 18:15 Titel: |
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Ich finde das überhaupt nicht traurig, Mademoiselle, sondern gut und wichtig. Aus allen Abhängigkeiten, Zwängen und destruktruktiven Situationen kommt man doch letztlich nur durch eine gehörige Portion Leidensdruck.
Klar, wärs besser, ein Raucher würde nicht erst seine verräucherte Lunge auf dem Röntgenbild (womöglich noch mit süßem Karzinom verziert) sehen oder nach drei Treppenstufen krächzen und keuchen.... um die Qualmerei doch mal sein zu lassen.
Klar, wärs besser, du würdest einfach beschließen, ab heute kehren Ordnung und Struktur in deine Wohnung und deine Finanzen, weil heute gerade die Sonne scheint und so einer schöner Tag ist. Das ganz am besten schon vor fünf Jahren.
So funktionierts aber nicht....
ich bin heute froh und glücklich über die Störungen von außen, die mir gehörig Druck machten, eigenen und sozialen. Ohne sie wäre ich vermutlich heute noch mittendrin...
Mir sind Unfälle und solcher Mist tatsächlich passiert und das ganze Chaos flog auf. Mehrmals. Das war gut so. Wenn auch bis an mein Lebensende peinlich und schlimm. Aber nur rückblickend und ich habe auch keine traumatischen flashbacks mehr. Keine Ahnung, ob das sowas war, jedenfalls sehe ich es heute mit Distanz und fühl mich nicht mehr mittendrin. |
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Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
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Verfasst am: 11.02.2015, 18:35 Titel: |
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Ja gut, ich glaube da unterscheiden wir uns einfach ganz grundsätzlich.
Angst kann eine Tiebfeder sein, ich halte sie aber nicht für die beste oder gar die stärkste.
Am weitesten bin ich (auch wenn das verkitscht klingt) in diesem Leben noch immer durch Liebe, Hoffnung und Hilfe von anderen. Und ich denke weil ich in meinem Leben immer schon und auch jetzt wieder einen so großen Mangel an Liebe hatte, stecke ich auch (wieder) in diesem Schlamassel.
Natürlich gibt es Menschen die an einen Punkt kommen, an denen alle Liebe der Welt ihnen nicht mehr helfen kann. Ich denke da z.B. an Alkoholiker in den absoluten Tiefen ihrer Sucht. Da mag es sinnvoll sein, denjenigen aus Liebe zu verlassen und alleine zu lassen, damit er ganz unten ankommen und umkehren kann. Leider auch mit dem Risiko, dass er ganz unten ankommt und eben nicht umkehren kann.
Das sind aber für mein Empfinden Extremfälle, die sich auf mein Leben und meine Situation nicht übertragen lassen.
Angst treibt mich meist einfach nur in die Lähmung und die Handlungsunfähigkeit. _________________ „Eine freundliche Atmosphäre in Deinem Haus ist die beste Grundlage für Dein ganzes Leben!“
Dalai Lama  |
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Waldtroll
Anmeldungsdatum: 13.05.2013 Beiträge: 227
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Verfasst am: 16.02.2015, 20:50 Titel: |
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Angst, Lähmung und Handlungsunfähigkeit können für sich selbst auch einen ungeheuren Leidensdruck aufbauen....
so schaffte ich den Einstieg in den Alkohol, was natürlich ganz absurd ist. Eines Tages war ich so unter Druck, Vermieter in Reihenhaus stinkig auf mich, ich am Totstellen und riesige Angst, die könnten irgendwie in meine Wohnung gelangen....
also eine halbe Flasche Wodka geleert (langsam über den Tag verteilt) und wieder handlungsfähig geworden. Und "gelernt", dass Alkohol ein prima Problemauflöser ist
Sogar ein echter, im Gegensatz zu den Fällen, die meinen, im Rausch lustiger, geselliger usw zu sein. Ich kriegte meine Messieschwierigkeiten und dazu noch einige andere vorübergehend wirklich wieder in den Griff und löste nebenbei noch andere Probleme.
Das ist aber jetzt wieder eine andere Baustelle. Wollte ich aber erwähnen, weil Leidensdruck ein ganz weites Feld ist und überall im Leben Zugriff hat, auch bei ganz normalen, gesunden Leuten.
Es ist alles, was Situationen so unerträglich macht (subjektiv gefühlt oder auch objektiv), dass der Wunsch, Drang oder auch einfach nur Flucht zur Änderung der Situation und Auflösung des Unerträglichen geweckt wird.
Handlungsunfähigkeit/Blockade gehört da auch erstmal oft dazu.
Wäre ja auch viel zu einfach, wenn jemand, der unglücklich mit seiner Arbeit, Ehe oder was auch immer ist einfach loslassen und neu anfangen könnte.
WAs mir aber noch einfällt.
Ist dir klar und bewusst, was bei dir Henne oder Ei, Ursache oder Wirkung ist?
Bei mir ist es so, dass inzwischen nicht mehr meine Messiezustände Depressionen, Instabilität und Unglücklichkeit verursachen sondern meine destruktiven Episoden Messiezustände verursachen.
Wenn ich in alte Muster rutsche, zB Essen als Trost benutze und damit ungesund lebe, das auch sofort spüre (ich vertrag größere Mengen an Zucker gar nicht mehr, krieg ich sofort Durchfall usw) dann fängt die Wohnung sofort an mit mir mitzudümpeln. Weil keine Lust mehr, was zu machen.
So begann auch meine Messiekarriere. Nicht zuerst war das Chaos da, dann die Depression, sondern bei mir definitiv umgkehrt.
Außerdem bist du gar nicht völlig handlungsunfähig und schwer depressiv. Du bist doch hier aktiv und machst dir Gedanken darüber.
Du handelst also. Wenn auch nicht gleich sofort konstruktiv und lösungsorientiert, aber du bist nicht handlungsunfähig. Das sähe anders aus.
Kämpfen gehört auch manchmal dazu. Nein, immer an diesem Punkt.
Das mag dir jetzt gar nicht gefallen.
Aber ich höre heraus, dass du in einer Phase, als du einen Partner hattest, besser dran warst, dein (Messie)problem besser im Griff hattest.
Kann es sein, dass dein Partner dann auch eine Art Rettungsanker war, wie für mich diverse Süchte?
Liebe, Hilfe, Zuwendung, Hoffnung, alles ganz wichtig.
'Aber wenn du allein darauf baust und dein Wohl und Glück davon abhängig machst, das bringt dich immer wieder in Abhängigkeit (von anderen, von Erwartungen).
Wenn du mit dir im Reinen bist und keinen anderen brauchst, um dein Leben im Griff zu haben (ganz hat man es eh nie im Griff), dann werden die Liebe, Hoffnung usw von ganz allein kommen.
so machts du doch auf (Partner?) einen sehr hilfsbedürftigen Eindruck..... und ziehst damit evtl sogenannte "Retter" an.
Keine gute Basis für Beziehungen, wenn du mich fragst. Brauchst du natürlich nicht, es gibt ja auch Beziehungen, die so funktionieren. Einer rettet, der andere möchte gerettet werden.
Welche Triebfedern hältst du für dich denn für stark? Welche würdest du dir wünschen? |
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Mademoiselle Bagatelle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.04.2013 Beiträge: 1621
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Verfasst am: 17.02.2015, 23:44 Titel: |
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Hallo Waldtroll,
also erstmal bin ich nicht hier um mich analysieren zu lassen, zum zweiten habe ich gar nicht geschrieben, dass ich momentan (schwer) depressiv und handlungsunfähig bin (meine Wohnung ist - mit auf und abs- in einem besseren Zustand als jemals in meinem Leben zuvor) - sondern dass Angst bei mir Handlungsunfähigkeit auslöst, zum dritten, denke ich dass Du anhand von ein paar Beiträgen in einem Internetforum nicht anmaßen kannst zu beurteilen ob und wie depressiv jemand ist und finde solche Aussagen ("Du bist ja gar nicht schwer depressiv, schliesslich schriebst Du hier mit."
) ziemlich gewagt um nicht zu sagen gefährlich.
Bei Liebe sprach ich nicht von einer Partnerschaft, sondern davon, dass ich vor wenigen Monaten einen Streit mit meiner Familie hatte und emotional jetzt sehr alleine da stehe. Klar wiegt das umso schwerer, dass ich die Trennung von meinem Freund nicht überwunden habe. Und zur Liebe gehört natürlich auch die Liebe zu sich selbst. Wenn man die nie richtig gelernt hat (so wie ich) ist es sehr schwer diese Selbstliebe in harten Zeiten aufrecht zu erhalten.
Das sind aber meines Erachtens eher Themen für eine Therapie und kein Gedanken-Müll.
Damit möchte ich sagen: ich habe Dich nicht (!) um Rat gefragt (!) sondern lediglich meine Meinung zum Thema "Angst als gute Triebfeder" geäußert. Ich habe Dich auch nicht gebeten, meine Seele küchenpsychologisch zu tranchieren.
Deshalb: lass so etwas zukünftig bei mir sein. Das möchte ich nicht.
Und Dein Beispiel: Alkohol als "echter" Problemlöser - dazu sage ich lieber nichts. Keine Ahnung was Dich da beim Schreiben geritten hat, aber an der Stelle wäre etwas mehr Ausführlichkeit durchaus angebracht gewesen, damit Leser das nicht in den falschen Hals bekommen. _________________ „Eine freundliche Atmosphäre in Deinem Haus ist die beste Grundlage für Dein ganzes Leben!“
Dalai Lama  |
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wollmaus
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.04.2012 Beiträge: 2326
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Verfasst am: 18.02.2015, 01:47 Titel: Alkohol - ein Lösungsmittel |
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Ich glaub's nicht!
| Waldtroll hat folgendes geschrieben: |
also eine halbe Flasche Wodka geleert (langsam über den Tag verteilt) und wieder handlungsfähig geworden. Und "gelernt", dass Alkohol ein prima Problemauflöser ist
Sogar ein echter, im Gegensatz zu den Fällen, die meinen, im Rausch lustiger, geselliger usw zu sein. Ich kriegte meine Messieschwierigkeiten und dazu noch einige andere vorübergehend wirklich wieder in den Griff und löste nebenbei noch andere Probleme. |
OMG! Selten habe ich solch einen verklärten Blödsinn gelesen!
Es stimmt wohl, dass Alkohol ein Lösungsmittel ist, aber ganz sicher nicht für Probleme!
Alkohol löst stattdessen Beziehungen, Arbeits- und Mietverträge und nicht zuletzt die Leber und das Gehirn.
Das behauptet zumindest ein bester Freund, der seit mehr als 30 Jahren trockener und dazu nüchterner Alkoholiker ist.
Also liebe Mitleserinnen und Mitleser, nicht nachmachen!
Und zum Rest: ><((((*> _________________ Wer viele Schätze anhäuft, hat viel zu verlieren.
[Laotse]
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LG 
Zuletzt bearbeitet von wollmaus am 18.02.2015, 22:34, insgesamt einmal bearbeitet |
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Mary

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.01.2011 Beiträge: 933
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Verfasst am: 18.02.2015, 21:41 Titel: |
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Was bedeutet der Fisch? _________________ Sieh dich so, wie du von anderen gesehen werden willst.
Ich bin auf meiner Seite. |
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wollmaus
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.04.2012 Beiträge: 2326
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Verfasst am: 18.02.2015, 22:27 Titel: Re: Alkohol - ein Lösungsmittel |
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Hallo Mary,
den Fisch findest Du hier:
| Code: | | http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Netzkultur%29 |
_________________ Wer viele Schätze anhäuft, hat viel zu verlieren.
[Laotse]
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LG  |
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Haderlump
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.08.2012 Beiträge: 2052
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Verfasst am: 18.02.2015, 23:35 Titel: |
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Danke für den Hinweis, jetzt habe ich auch kapiert, warum hier Makrelen sind.  _________________ Lumpige Grüße!
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Life is what happens to you while you're busy making other plans. (John Lennon) |
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Mary

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.01.2011 Beiträge: 933
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Verfasst am: 19.02.2015, 01:01 Titel: |
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Ach so ok, danke. _________________ Sieh dich so, wie du von anderen gesehen werden willst.
Ich bin auf meiner Seite. |
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