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Huschigs Gedankenmüll


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Huschig
Gast







BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 18:26    Titel: mörderische Gedanken... Antworten mit Zitat

Angeregt durch Rumpelnöffs "Tagespensum" habe ich mir gerade überlegt, ob es den inneren Schweinehund vielleicht abschrecken würde, wenn man sich Schweinehunderezepte aufschreibt und an den Kühhlschrank magnetet.

Schweinehundbraten mit Rotkohl und Klößen
Schweinehund -Spareribs
Schweinehundhaxen mit Sauerkraut und Pü
Schweinehundwürstchen mit Senf
Schweinehundschnitzel paniert und in Schweinehundschmalz gebraten
Schweinehundschinken mit Spargel

oder gleich "Wehret den Anfängen":

SPANFERKELHUND am Spieß!

Wenn ich mir meinen inneren Schweinehund so ansehe, dann habe ich ihn doch gut gemästet, er hatte es immer schön ruhig und bequem... der ist bestimmt zart und saftig.

im Hintergrund hört man es jaulen, die Balkontür wird von außen zugeworfen und man hört, wie Balkonmöbel und Kübelpflanzen davorgezerrt werden
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BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 18:26    Titel: Anzeige

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Rumpelnöff
Moderator



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.07.2007
Beiträge: 7054
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

lachen lachen lachen

klasse!!

Zwar war mit der Sau etwas anderes gemeint,
aber so isses noch viel besser!

Was mach ich armer Vegetarier nur?! Mit den Augen rollen
_________________
LG,
Rumpelnöff
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Huschig
Gast







BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 00:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, Schweinehunde haben ja bekanntlich ein ziemlich dickes Fell... und jetzt wo der Winter kommt, könnte man das Vieh ja mal scheren und sich einem Pullover und Socken stricken.
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Rumpelnöff
Moderator



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.07.2007
Beiträge: 7054
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 08:00    Titel: Antworten mit Zitat

Oh ja, ich werde ihm gehörig das Fell über die Ohren ziehen!!!
_________________
LG,
Rumpelnöff
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Huschig
Gast







BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Aberglaube:

in meinem Tagespensum erwähnte ich, dass es hier in der Gegend nicht "erlaubt" ist, zwischen Weihnachten und Neujahr Wäsche zu waschen. Also nicht gesetzlich verboten, sondern als Aberglaube kolportiert.

Ich vermute mal, dass sich die hausfrauen in noch gar nicht so lange zurückliegenden zeiten einfach ersparen wollten, neben dem ganzen Festtagsgedöns auch noch eine Wäscheschicht einzulegen, weil dasja vor der Erfindung der Waschvollautomaten eine Heidenarbeit (<-- juhu, Wortspiel!) war.

Und ebenso, wie meine Schwiegermutter in spe es gar nichts schätzt, wenn gegen diesen Aberglauben verstoßen wird, schenkt sie uns jedes Jahr zu Weihnachten unter anderem eine Dose Sauerkraut.
Weil man "zwischen den Jahren" Sauerkraut im Hause haben muss, weil man sonst im neuen Jahr kein Geld hat.
Das fand ich so irritierend, dass ich mal nachgeforscht habe und die Erklärung war überaus einleuchtend:
Im Winter gab es kein Gemüse zu ernten, man konnte Rüben und Kartoffeln einmieten, aber auch die wurden irgendwann schlecht und das, was irgendwann vor der neuen Futtersaison noch übrigblieb, war das obligatorische Fasssauerkraut, das JEDE Familie auf dem Lande hatte.
Und wenn dieses Fass schon zum Ende des Jahres leer war, war die Familie entweder wirklich bettelarm oder es herrschte eine grottenschlechte Haushaltsführung. Also hatte man entweder per se kein Geld oder musste sich zu astronomischen Preisen Essen von Leuten zukaufen, die etwas besser haushalten konnten und war dementspreched zum Frühlingsanfang ganz schön pleite.

ganzjähriger Aberglaube: nicht unter aufgestellten Leitern durchlaufen.
Finde ich sehr sinnig... entweder steht da gerade einer daruf und arbeitet was oder oben wartet irgendwas Halbfertiges darauf, dass sein herr und meister seine Frühstückspause beendet. In jedem fall ist die Chance, dass einem der Himmel in Form von Dachziegeln, Holzleisten, Farbkübeln. Werkzeugen oder Handwerkern auf den Kopf fällt, ungleich höher, als wenn man diese Leiter in weitem Bogen umkurvt.
Und DIESER Aberglaube hat auch so lange etwas für sich, bis das Antigravitationsfeld erfunden wird.

Und ein zerbrochener Spiel bringt sieben Jahre Pech... und das geht wieder von den ganz kleinen Leuten aus. Früher waren Glas und erst Recht Spiegel (weil das Glas mit Silber bedampft war) unglaublich teuer. Wer einen echten Glasspiegel hatte, hatte damit einen echten Schatz.
Geschirr war für die armen Leute aus Ton, für nicht ganz Armen gab es Zinnkrüge und -becher, bei denen man sich schon wirklich anstrengen musste, um sie kaputtzuwerfen. und Tongeschirr... ach herrje, selbst wer zehn linke Daumen hatte und Steinzeug nicht selbst herstellen konnte, konnte es sich für fast kein Geld beim Krämer kaufen... nicht schlimm.
Aber ein Spiegel? Ob das mit den sieben Jahren Pech nun eine ungefähre Schätzung ist, wie lange man für so ein Teil arbeiten musste oder ob der Trampel, der ihn zerdeppert hat, sowieso in jedes Fettnäpfchen stolpert, das sich bietet, weiß ich nicht.

Fallen Euch noch ein paar Beispiele ein?
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Trümmerjette
Gast







BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Gibts Tausende von.

Aber sie lassen sich in mindestens 3 Kategorien einteilen:
- die mit religiösem Hintergrund
- die mit Vermeidungseffekt, geboren aus Erfahrung
- die Mischfälle aus beiden

Die Wäscheleinengeschichte ist aus dem heidnischen Glauben. Wobei ich nicht weiss, wo es zuerst aufkam. Sofern es in einer Ecke der Welt geschah, wo genau diese Nächte die kältesten waren, wäre es auch ein Mischfall. Bei Tieffrost und Wind dürften sonst viele Textilien zerbrochen sein.

Das "unter ner Leiter durchgehen" hatte einen religiösen Hintergrund. Eine angelehnte Leiter bildet mit Boden und der Wand (oder wogegen sie grad lehnt) ein Dreieck. Das Dreieck ist ein christliches Symbol (gewesen). Es stand/steht für die Dreifaltigkeit. Und niemand durfte/sollte so vermessen sein, sich in diese einzureihen.
Die rationale Erklärung man könne was auf den Kopf bekommen oder gar die Leiter umstossen, wird es aber auch schon vorher gegeben haben. Leitern sind älter als das neue Testament zwinkern

Rein aus Erfahrungswerten resultierend würde ich etwas wie "aufs Holz klopfen" ansehen.
Soweit ich weiss, haben sich Bergleute und Seefahrer durch das Abklopfen des Holzes (Stollenabstützung, Schiffsmast) vergewissert, dass es Qualitativ in Ordnung ist und hatten somit die Möglichkeit sich Gefahren zu entziehen.
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Huschig
Gast







BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Bei Seemännern fällt mir noch was ein: "Nie die Zigarette an der Kerze anzünden, sonst stirbt ein Seemann"
Irgendwo habe ich mal gehört/gesehen/gelesen, dass dieser "Glaube" daher stammt, dass die Fischer in der fischarmen Saison ihre Familien damit über Wasser gehalten haben, dass sie Zündhölzer hergestellt haben... also hat es einen sozialen hintergrund, das man zum Entzünden von etwas ein frisches Zündholz verbraucht und nicht eine schon existierende Flamme "weiterträgt" und somit den Seemann um sein täglich Brot bringt.
Weiß der Geier, ob das stimmt.
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Raubtigger
Gast







BeitragVerfasst am: 04.01.2010, 00:57    Titel: Antworten mit Zitat

@ Jette
Was für eine Wäscheleinengeschichte meinst Du denn jetzt?

@ Huschig
Das mit den Seemännern ist eine einleuchtende Erklärung. Ich finde sie gut.

Mir fällt noch das hier ein:
Schornsteinfeger bringen Glück. Der Beruf des Schornsteinfegers war früher ein sehr angesehener. Verstopfte oder schlecht ziehende Kamine bedeuteten ein kaltes Heim und einen kalten Herd, das Herzstück der damaligen Häuser. Im schlimmsten Falle konnten zu brennen beginnende Rußteilchen zu einem Haus- bzw. manchmal in der Folge sogar zu einem Dorfbrand oder ein verlegter Kamin zur lebensgefährlichen, oft todbringenden Vergiftung durch Rauchgase führen. Der Schornsteinfeger, der solcherlei häusliche Gebrechen durch das Fegen des Schornsteins beheben bzw. abwenden konnte, war sozusagen als „Retter“ zu sehen und dementsprechend hoch geachtet. Sie reinigten aber nicht nur bereits vorhandene Schornsteine, sondern berieten Bauherren und wiesen sie auf die Abstände zu brennbaren Bauteilen hin. Auch dadurch verhinderten sie Brände.
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Trümmerjette
Gast







BeitragVerfasst am: 04.01.2010, 02:14    Titel: Antworten mit Zitat

Huschig schrieb im Tagespensum, dass lt. dem Aberglauben der Schwiegermutter zwischen den Jahren keine Wäsche aufgehängt werden darf.

So beganns zwinkern
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Raubtigger
Gast







BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 00:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ach so. Danke!
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Huschig
Gast







BeitragVerfasst am: 30.04.2010, 01:00    Titel: Antworten mit Zitat

Es wird Sommer... und damit kommt das unbezwingbare Verlangen nach Kanelboller... also Zimtschnecken nach skandinavischem Rezept.
DEr durchschnittliche Mitteleuropäer bringt Zimt ja irgendwie immer mit Weihnachtne in verbindung, aber ich bin da irgendwie seit frühester Kindheit fehlgeprägt.
Wir sind früher immer mit einer anderen Familie in den Urlaub nach Dänemark gefahren und die mutter dieser anderen Familie konnte mit Strand, Sonne (bei ihr: Sonnenallergie und Sonnenbrand) so gar nichts anfangen, war aber leidenschaftliche Bäckerein.
Und weil Nusskuchen mit Schokoglasur nicht so ganz kinder- und strandtauglich war, kam sie fast jeden Tag mit einer Riesenschüssel Kanelboller an den Strand, wenn es kühler wurde.
Dann waren wir Kinder mehrfach gründlich durchgeglüht, im Meer abgeschreckt, versandet und müdegetobt und fanden uns alle unterm Sonnenschirm ein. Die Papas wanderten zum Strandkrämer und haben kalte Limonade gefangen - und dann gab es noch ofenwarme Zimtschnecken mit eisigeisigkalter Limo.
Ich glaube, die Begeisterungsparole von uns Kindern in den Jahren war: "ELEFANTASTISCH!"

Fein, das!
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Trümmerjette
Gast







BeitragVerfasst am: 30.04.2010, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Nuja, Zimt ist damit bei dir aber auch ein immer mit Zucker verbundenes Vergnügen zwinkern

Ich ess ihn leidenschaftlich gern, hat auch nette Nebenwirkungen zwinkern Aber ich nehm in überwiegend in der nichtsüssen Variante. Zimt ist recht scharf, wenn er nicht in Zucker, Milch und/oder Mehl ertränkt wird.
Da ich Pfeffer in allen Varianten nur in geringsten Mengen vertrage, ist Zimt für mich das Mittel der Wahl, wenn ich Lebensmittel scharf kochen möchte. Curry geht natürlich auch, aber nicht immer ist man auch dem Currytrip und nicht immer passt Curry zu allem, was man kocht.

Am liebsten nehm ich es für Rindfleisch- und Lammgerichte.
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Huschig
Gast







BeitragVerfasst am: 30.04.2010, 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt, zu lamm und vor allen Dinge zu Wild schmeckt Zimt extrem gut und in mein Standardcurry gehört er auch hinein.
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Rumpelnöff
Moderator



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Anmeldungsdatum: 26.07.2007
Beiträge: 7054
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 30.04.2010, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

ich mach mir Zimt in Haferflockenbrei Sehr glücklich
_________________
LG,
Rumpelnöff
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