Deutschsprachiges ISLAM Forum
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PostPosted: 14.05.2009, 13:00    Post subject: Reply with quote

Muslimische Studierendengemeinschaft Erlangen (MSG)

Schulungsseminar I.)

Alte und neue Rassismen- Antisemitismus, Islamophobie und
Islamfeindlichkeit


Dozent: Dipl. Päd. Moussa al-Hassan
Samstag, 23. Mai 2009
14:00 – 19:30 Uhr


<<Islamophobie drückt sich in einer generellen
ablehnenden Einstellung gegenüber muslimischen
Personen und allen Glaubensrichtungen,
Symbolen und religiösen Praktiken des Islams
aus.>>

Einschlägige nationale, wie auch internationale Studien belegen und warnen seit geraumer Zeit vor
dem Anstieg feindlicher Einstellungen gegenüber dem Islam und Muslimen. Im Jahre 2004 teilten 75
Prozent einer repräsentativen Gruppe von Befragten, die Aussage, der Islam sei von Fanatismus
geprägt. Im Jahre 2006 stieg die Zahl auf 83 Prozent2, um nur einige alarmierende Daten anzuführen.

In allen gesellschaftlichen Bereichen begegnet man zunehmend einer teils institutionalisierten, doch
radikalen und undifferenzierten Polemik gegen den Islam.
Obwohl hochrangige Politiker wie der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Islamfeindlichkeit als eine
Art neuen Rassismus bezeichnen, werden nicht nur im Mainstream, sondern in hohen
Regierungskreisen die Gefahren des Phänomens Islamophobie immer noch unterschätzt oder sogar
unter den Tisch gekehrt. Wie kommt das?

Vor diesem Hintergrund scheint es als geboten, den Ursprung und die Entwicklung dieses modernen
Feindbildes eingehend zu untersuchen:

Wie verhalten sich biologistische Rassismen und dieser kulturalistische Neo-Rassismus zueinander?

Sind Parallelen auszumachen? Welche Akteure mit welchen Ideologien schüren die Rassismen?

Welche Wechselwirklungen werden freigesetzt? Wie werden diese Ideen umgesetzt? Wie wirken die
externe Einflüsse auf die negative Wahrnehmung des Islam in unserer Gesellschaft und welche
Möglichkeiten existieren dem entgegen zu wirken? Welche Konsequenzen ergeben sich durch das
Aufdecken der Mechanismen und Strukturen für die angestrebte Rechtfertigung von Diskriminierung
und Krieg?

Das Seminar sensibilisiert und qualifiziert die TeilnehmerInnen zu diesen Fragen ausgiebig.
Darüberhinaus werden sozialwissenschaftliche Fähigkeiten vermittelt und Material mitgegeben, um
zum eigenständigen Weiterforschen anzuregen.
Ziel des Seminares ist es, den Begriffen Islamophobie und Islamfeindlichkeit fundiert und
differenziert begegnen zu können.

Einführende Literatur:
Bunzl, Matthias: Anti-Semitism and Islamophobia: Hatreds Old and New in Europe. Chicago, 2007.
Schiffer, Sabine: Die Darstellung des Islams in der Presse. Sprache, Bilder, Suggestionen. Eine Auswahl von
Techniken und Beispielen. Dissertation Erlangen-Nürnberg, 2004.
Zerger, Johannes: Was ist Rassismus. Eine Einführung. Göttingen, 1997.
1 Prof. Dr. Heitmeyer, Wilhelm: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF). Institut für interdisziplinäre
Konflikt- und Gewaltforschung. Universität Bielefeld. Online: http://www.unibielefeld.
de/ikg/Feindseligkeit/Islamphobie.html.
2 Dr. Noelle, Elisabeth; Dr. Petersen, Thomas: Allensbach-Analyse.
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PostPosted: 14.05.2009, 13:00    Post subject: Advertisment

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PostPosted: 15.05.2009, 09:50    Post subject: Reply with quote

Jochen Müller, damals MEMRI, heute UFUQ.DE

IV. Zukunftsforum Islam

15. bis 17. Mai 2009 Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Willy-Brandt-Str. 1, 50321 Brühl

Samstag, 16. Mai


09.00 Uhr Themenblock I

Lebenswelten muslimischer Jugendlicher

Moderation: Merfin Demir

Dr. Jochen Müller, Ufuq e.V., Berlin : Einführung zum Thema

Medienwelten muslimischer Jugendlicher (...)

Info zu MEMRI

_________

Dokumente des Hasses
von Armin Köhli
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PostPosted: 11.06.2009, 14:17    Post subject: Reply with quote

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen ihrer Vortragsreihe an der Universität Hamburg lädt Sie die Schura – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V. herzlich zu der 2. Veranstaltung mit dem Thema

„Wertedebatte: Meine Werte – Deine Werte = Unsere Werte?“
mit Professor Dr. Werner Schiffauer von der Europa-Universität Viadrina ein. Wir würden uns sehr freuen, Sie als Gast begrüßen zu dürfen!

22.06.2009 um 20:00 Uhr in der Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8, Erziehungswissenschaften-Hörsaal

Bitte leiten Sie diese Einladung an Ihren Verteiler weiter. Es würde uns zudem freuen, wenn Sie das Plakat im Anhang ausdrucken und an Ihre Pinnwand bzw. Schwarzes Brett anbringen könnten. Auf Wunsch schicken wir Ihnen natürlich ein Original-Plakat zu. Vielen Dank!
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PostPosted: 06.07.2009, 14:55    Post subject: Reply with quote

13. Forum Religionen in der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Deutsch- Israelischen Gesellschaft e.V. AG Bonn

"Israel in der Sicht de radikalen Islam- drei Perspektiven"

öffentlicher Vortrag mit anschließender Diskussion.
Prof. Dr. Joseph Kostiner

The Moshe Dayan Center fot the Middle Eastern an African Studies, Universität Tel Aviv

Dienstag, 7. Juli 2009
19.30- 21.00h, Festsaal
Hauptgebäude der Universität Bonn


Kostiner wird auf dem Fleyer folgendermaßen präsentiert:

Prof. Kostiner, Nahost Experte und Director of Research des Moshe- Dayan- Zentrums für Nahost- und Afrika- Studien an der

Universität Tel Aviv, wird eine Analyse der Wahrnehmung israelischer Politik durch die islamische Welt präsentieren. Dabei wird es nicht zuletzt darum gehen, die Chancen für eine Verständigung zwischen Israel und den arabischen Staaten mit Blick auf eine Regalung des Palestina- Konflikts auszuloten. In zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten hat sich Prof. Kostiner als herausragender Kenner des Islams gezeigt, er tritt verhement für eine Kooperation im Nahen Osten ein.


Moderation:
Prof. Dr. Tilman Mayer

Geschäftsführender Direktor des Instituts für Politische Wissenschaft und Soziologie an der Universität Bonn, ZERG Mitglied
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M.M.Hanel
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PostPosted: 26.08.2009, 10:02    Post subject: Reply with quote

Am Schrein des roten Sufi -
mit Jürgen Wasim und Stefan Weidner, 8.9.09, 19:30, Berlin-Mitte
Dr. Sonja Hegasy, Zentrum Moderner Orient (ZMO)
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V. (GWZ)

25.08.2009 14:20


Im Kernland der islamischen Mystik, der Provinz Sindh in Pakistan,wird alljährlich ein dionysisches Fest gefeiert: ein einwöchiger Exzess rauschhafter Spiritualität zu Ehren des roten Sufi, des mythenumrankten Wunderheiligen Lal Schahbas Qalandar (gest. 1274).

Der Islamwissenschaftler und Ethnologe Jürgen Wasim Frembgen macht sich von Lahore aus auf den Weg, das Spektakel an den heiligen Stätten in Sehwan Scharif mitzuerleben.

Veranstaltungsort:
Institut für Sozialmedizin, Charite
Seminarraum 1/2
Luisenstr. 57
10117 Berlin
Sein Erzählbericht zeigt ein hierzulande wenig beachtetes, freudvolles Gesicht des Islam, geprägt von Toleranz, Gemeinschaftsgefühl, Rausch
und Hingabe. Spannend und farbig schildert der Forscher seine Begegnungen mit heiligen Männern, Trancetänzerinnen und Hidschra-Transvestiten. Er berichtet von seinem strapaziösen Aufenthalt im Zelt der Wanderderwische, von Orten der Huldigung und Orten abseits der Pilgerströme und schließlich vom eigenen
Hineingezogenwerden in den musikalischen, archaischen,spirituellen Sog der gemeinschaftlichen Ekstase.

PD Jürgen Wasim Frembgen ist Leiter der Orient-Abteilung am Staatlichen Museum für Völkerkunde München und Privatdozent für Islamwissenschaft an der Universität München (LMU).
Studium der Ethnologie, Vergleichenden Religionswissenschaft und Orientalischen Kunstgeschichte in Bonn und Heidelberg. Gastprofessuren in Islamabad, Lahore und Columbus, Ohio. Seit 1981 jährliche Forschungsaufenthalte in Pakistan. Zahlreiche Ausstellungen und Buchveröffentlichungen über Kulturen der muslimischen Welt, vor allem zwischen Iran und Indien.Einige Publikationen: Alltagsverhalten in Pakistan (1987); Kleidung und Ausrüstung islamischer Gottsucher (1999), Reise zu Gott. Sufis und Derwische im Islam (2000); Nahrung für die Seele - Welten des Islam (2003).

Prof. Stefan Weidner ist im WS 2009/10 August-Wilhelm-von-Schlegel- Gastprofessor für Poetik der Übersetzung an der FU Berlin, sowie Autor, Publizist und Übersetzer

Rezension in der Süddeutschen Zeitung:
"[...] einer der großartigsten Erfahrungsberichte, die die deutsche Völkerkunde in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. [...] Frembgen, mit der pakistanischen Sufi-Tradition seit fast dreißig Jahren vertraut, ist ein sensibler, teilnehmender Beobachter."
(Stefan Weidner, 25. April 2009)

Weitere Informationen:
http://www.zmo.de Zentrum Moderner Orient, Berlin

URL dieser Pressemitteilung: http://www.idw-online.de/pages/de/news330509

Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Musik / Theater, Politik, Religion
überregional
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As Salaamu alaikum - MMH
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch
www.biogas-esu.com
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M.M.H.
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PostPosted: 19.09.2009, 11:20    Post subject: Reply with quote

Islam? Islamismus?

Nach den Ereignissen des 11. September 2001 haben sich immer mehr Stereotype gegenüber „dem Islam“ im Bewusstsein der Öffentlichkeit verfestigt.
Die Sicht auf den Islam wirkt sich auch auf das Miteinander von Muslimen und Nichtmuslimen bei uns in Deutschland und Nordrhein-Westfalen aus.

Die Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung und des Innenministeriums des Landes Nordrhein-
Westfalen will die Grundlagen des Islam näher beleuchten, über den Islamismus aufklären und über Strategien im Umgang mit gefährdeten Jugendlichen informieren.

Wann?
3. Dezember 2009, 14:00 bis 18:30 Uhr

Wo?
Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn
Godesberger Allee 149
53175 Bonn



Partner der Veranstaltung
Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

weitere Informationen unter:
http://www.politische-bildung.nrw.de/veranstaltungen/00340/index.html
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Hanel
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PostPosted: 02.10.2009, 12:52    Post subject: Reply with quote

REISE durch die RELIGIONEN

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir planen mit unseren befreundeten Religionsgemeinden zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses und des Austausches

am Sonntag, 25. Oktober 2009 ab 10.00 Uhr
eine Rundreise durch die Religionen.
Abfahrtsort ist die DITIB-Moschee in der Mauserstr. 19, 70469 Feuerbach.

Nach einer kurzen Einführung wollen wir folgende Gemeinden besuchen:
• Bahai-Zentrum in Zuffenhausen
• DITIB-Moschee in Feuerbach (mit anschließendem Mittagessen)
• Synagoge in Stuttgart-Stadtmitte
• Evangelische Kirche im Stuttgarter Norden
Geplante Rückkehr gegen 16.00 Uhr.

Im Unkostenbeitrag von 10,- Euro pro Person ist der Bustransfer und das Mittagessen beinhaltet. Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis 18. Oktober über die jeweiligen Kontaktpersonen und freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Tag.


DITIB-Moschee CIG Stuttgart Bahai IRGW
Ilyas Gürbüz
Tel:0174/2134216
E-Mail: ilyasgurbuz55@arcor.de Benjamin Boy
Tel:0178/2179360
E-Mail: Benjamin.Boy@hotmail.com Gisbert Schaal
Tel:0711/7949317
E-Mail: Gisbert.Schaal@gmx.de Tel. 0711/22836-0
www.irgw.de
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M.Hanel
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PostPosted: 15.10.2009, 09:28    Post subject: Reply with quote

Europäische Perspektiven auf den Koran
Vortrag von Prof. Dr. Angelika Neuwirth Frankfurter Goethe-Haus


(14.10.09) Der Koran ist nicht nur ein islamischer, sondern auch ein „europäischer Text“. Die von Prof. Dr. Angelika Neuwirth unternommene Relokalisierung des Koran in die Spätantike, seine "europäische Lektüre", ist kulturkritisch für die europäische wie für die nahöstliche Seite relevant: Sie trifft sich mit der Geschichtsdeutung avantgardistischer arabischer Intellektueller, die sich gegen die Konstruktion einer Epochengrenze zwischen Spätantike und Islam wehren, nach welcher – muslimisch gesehen – mit dem Koran und Islam etwas absolut Neues, oder, europäisch gesehen, etwas substantiell „anderes“, beginnt.

Der Koran ist zwar Gründungstext der islamischen Religion, er ist aber – historisch gesehen und gegenläufig gelesen – ein noch-nicht-muslimischer Text. Mit der Reintegration des Koran und des frühen Islam in den traditionell von Europa monopolisierten spätantiken Nahen Osten wird der bisher ausgeblendete Beitrag des Koran zu der faktisch gemeinsamen Theologie- und Kultur-Geschichte sichtbar gemacht – eine Voraussetzung für die überfällige Korrektur unseres in der Antike verankerten exklusivistischen Begriffs eines nur-jüdisch-christlichen Europa.

Darüber wird Prof. Dr. Angelika Neuwirth am Dienstag, 20. Oktober 2009, um 19.00 Uhr im Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift referieren.

Angelika Neuwirth hat seit 1991 einen Lehrstuhl für Arabistik an der Freien Universität Berlin inne, von 1994–99 war sie Direktorin des Orient Instituts der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft Beirut und Istanbul. An der Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften leitet sie seit 2007 das Forschungsprojekt Corpus Coranicum, am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) das DFG-Projekt Figurationen des Märtyrers in nahöstlicher und europäischer Literatur. Seit Januar 2008 ist Neuwirth assoziierte Ko-Direktorin des ZfL.

Freies Deutsches Hochstift - Frankfurter Goethe-Museum, 60311 Frankfurt am Main, Großer Hirschgraben 23 – 25; Tel: (069)138800; Fax: (069)13880222; eMail: info@goethehaus-frankfurt.de
Weitere Informationen unter: www.goethehaus-frankfurt.de (hbh)
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M.Hanel
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PostPosted: 03.11.2009, 11:15    Post subject: Reply with quote

Die Liebe im Islam
Kulturtag am Goetheanum

Im Rahmen des Festivals Culturescapes Aserbaidschan

Fr 04.12. 18.30 Uhr – Sa 05.12.


Die Verständigung der Religionen ist neben dem Hunger und dem Klimawandel vermutlich wichtigste Aufgabe des 21. Jahrhunderts. Dabei lässt sich immer wieder beobachten, dass die fünf Weltreligionen sich nicht an ihren Rändern nahe kommen, wo sie sich an ihren Formen und Konventionen stossen, sondern sie begegnen sich substantiell mit ihrer Innenseite, ihrem esoterischen Kern. Zu ihm gehört die Liebe, und gerade sie ist es, die aus christlicher Perspektive im Islam schwer auszuloten ist. Dabei heisst es im Koran, Sure 3, Vers 31: «Sag: Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir, damit auch Gott euch liebt und euch eure Schuld vergibt!» Im christlichen Neuen Testament bei Johannes und Paulus liebt Gott ohne Bedingung und Einschränkung den Menschen. Im Islam scheint Gott zuweilen Erwartungen voranzustellen. Eine vergleichbare göttliche Strenge entfaltet die Apokalypse des Johannes – ist hier eine Brücke?

Im Koran erscheint Gott aus christlicher Perspektive fern zu sein, und dennoch erwartet er Zuneigung. Sure 5, Vers 59 jedoch sagt: «Er liebt sie, und sie lieben Ihn». Den Islam verstehen zu lernen, bedeutet auch, den Stellenwert der Liebe im Islam zu begreifen, durch äussere und innere Verzerrungen hindurch auf das menschliche Wärmefeld dieser Religion zu schauen. Einen Blick darauf verspricht eine der berührendsten Dichtungen aus Aserbaidschan, die Geschichte der Liebenden Leyla und Madjnun, in einer Fassung als Pantomime-Oper.

Aufführung: Leyla und Madjnun, eine Pantomime-Oper über die Liebe, Inszenierung des Pantomimetheaters Baku.

Vorträge:
Janos Darvas:
– «…und hätte die Liebe nicht» – Die Liebe in den Religionen
– Vom Dialog der Religionen
NN: Kann man Liebe verstehen? Plato, Rumi, Goethe
Christine Gruwez: Der Islam und die Liebe
Peter Hüseyn Cunz: Die Mächtigkeit und Schönheit der Liebe im Ausdruck des islamischen Mystikers Celaleddin Rumi

Uraufführung der Komposition «Dance of the Reed» (nach Rumi) für Flötenquintett von Helena Winkelman, Basel





http://www.goetheanum.org/2798.html
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M.Hanel
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PostPosted: 04.11.2009, 09:14    Post subject: Reply with quote

Manual für den Kampf der Kulturen. Warum der Islam eine Herausforderung ist.
Stefan Weidner (FU Berlin) im Gespräch mit Sonja Hegasy (ZMO)

Als Samuel Huntington Mitte der 1990er Jahre seine These vom Kampf der Kulturen vorlegte, stieß er auf breite Ablehnung. Mittlerweile hat sich der vermeintliche Konflikt mit dem Islam als Dauerbrenner in den Medien etabliert. Die Auseinandersetzung erschüttert unser Selbstverständnis nicht weniger als das der Muslime, denn sie legt die Relativität der eigenen Position im Spiegel des anderen schonungslos offen.


Ort: Zentrum für Literatur- & Kulturwissenschaften, GWZ
3. Etage, Raum 308
Schützenstraße 18
10117 Berlin
Zeit: 12.11.2009, 20 Uhr
Stefan Weidners Essay unternimmt es, nach den Gründen zu fragen, weshalb ausgerechnet der Islam diese Rolle für uns spielt und warum Muslime ebenso oft die Grenzen des für uns Hinnehmbaren überschreiten wie wir die des für sie Akzeptablen.
Dabei interessiert nicht die Frage, wer jeweils Recht hat, sondern nach welchen Gesetzen die Auseinandersetzung abläuft, wo auf beiden Seiten die blinden Flecken zu suchen wären und wie wir
uns in diesem Konflikt allmählich verändern. Stefan Weidner reflektiert das für uns Reizvolle und das
Schwierige in der Begegnung mit dem Islam geistesgeschichtlich und politisch, originell und provokant.

Stefan Weidner, geboren 1967, lebt als Autor, Übersetzer und Chefredakteur der Kulturzeitschrift 'fikrun wa fann' (Kunst & Gedanke) in Köln. Im WS 2009/10 ist er August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessor für Poetik der Übersetzung an der FU Berlin. Für seine Übersetzungen arabischer Gedichte erhielt er 2007 den Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Als Suhrkamp Taschenbuch liegt von ihm Mohammedanische Versuchungen vor.

Pressestimme:
"Ein polemischer und leidenschaftlicher Langessay darüber, wie der Westen und der Islam übereinander denken, fühlen und sprechen - und wie sie es anders tun könnten. ... Hiebe und Schläge austeilend und mit stupender Detailkenntnis des Islam arbeitet sich Weidner durch die Konflikte der letzten 40 Jahre, durch Multikulturalismus, Asyl, Immigration und Orientalismus. Seine Pointe ist, dass sich westliche "Islambildproduzenten" und islamische Fundamentalisten einig seien in ihrer Sicht auf den Islam: Beide bräuchten ein schlüssiges Islambild. Weidner möchte den Islam vor den Hardlinern hüben wie drüben retten."
Jörg Plath, Die Tageszeitung

Interviewanfragen bitte an: sonja.hegasy@rz.hu-berlin.de

Weitere Informationen:
http://www.zmo.de Zentrum Moderner Orient
http://www.zmo.de/veranstaltungen/2009/Einladung_Weidner.pdf Einladung
http://www.goethe.de/ges/phi/prj/ffs/deindex.htm Kulturzeitschrift 'Kunst & Gedanke'

URL dieser Pressemitteilung: http://www.idw-online.de/pages/de/news342128

Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik, Religion
überregional

Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse deutsch
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M.Hanel
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PostPosted: 06.11.2009, 17:41    Post subject: Reply with quote


Feindbild Jude â Feindbild Muslim (WDR5) - Antisemitische und antimuslimische Denkfiguren

Manuskript unter:

http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Lebenszeichen/Manuskripte/091004ms-Cantzen-Feindbild.pdf

Zum anhören: http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Lebenszeichen/Audios/Lebenszeichen_091004_Cantzen_Feindbild.mp3

Also, ehrlich gesagt, der Video-Mitschnitt ist etwas langatmig - aber wenn sich jemand die Mühe machen will, die Behauptungen von PI und deren Selbstwahrnehmung mit der Realität zu vergleichen, dann ist das ein geeignetes Lehrstück (s.u.) - darum hier nochmal der Link auf den Bericht von Michael Stürzenberger aus München, der als freier Journalist für PI unter dem Nick byzanz arbeitet: http://www.pi-news.net/2009/10/in-der-hoehle-des-loewen/ - kann man schön beim Abspielen des Vortrags mitlesen, netterweise hat der fleißige Filmer auch die Diskussion zum Abgleich mit hochgeladen - vielen Dank!



Sabine Schiffer (1/13) Vortrag Islamwoche Stuttgart

http://www.youtube.com/watch?v=Hn_yXK-Jpw8

Sabine Schiffer (2/13) Vortrag Islamwoche Stuttgart
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M.Hanel
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PostPosted: 11.11.2009, 13:02    Post subject: Reply with quote

" Das faszinierende Leben des Propheten Muhammed"

Werte Damen,
werte Herren,

für einige ist er eine umstrittene Person, und für Millionen von Menschen ein Herzensliebes Geschenk Gottes an die Menschheit. Es handelt sich um den Propheten Muhammed. Wer war Muhammed? Und was macht ihn bis heute noch zu einer der bekanntesten Personen der Welt, sie u.a. die Welt auch geprägt haben? Fragen über Fragen die im Hörbuch " Das faszinierende Leben des Propheten Muhammed" ausführlich behandelt werden.

Darum ist uns eine Freude, Sie am 14.11.2009 um 16 Uhr einladen zu dürfen. Dieses Event wird eine Live Lesung aus den Manuskripten des bekannten Komponisten und Buchautors Yan d´albert, des ersten deutsprachigen Hörbuches über "Das faszinierende Leben des Propheten Muhammed" beinhalten, und einmalig sein wie sonst nicht bekannt.

Stattfinden wird diese Live Lesung im rat der Muslime Bonn, Adenauerallee 13 in 53111 Bonn. Auf ein zahlreiches Erscheinen und Begegnen freuen wir uns sehr.


Mit den freundlichesten Grüßen


Saloua Mohammed
Sprecherin der Frauenstimmen im Hörbuch " Das faszinierende Leben des Propheten Muhammed "
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M.Hanel
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PostPosted: 17.11.2009, 00:19    Post subject: Reply with quote

Deutschtürkische Lebenswelten
Zur Lage der türkischen Minderheit in Deutschland


22. - 24. Januar 2010

Evangelische Akademie Hofgeismar
In Zusammenarbeit mit dem Islambeauftragten der EKKW, Pfarrer Konrad Hahn

Es tragen vor:
Hilal Sezgin, Autorin & Journalistin, Lüneburg
Dr. Ines Michalowski, Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)
Nevfel Cumart, Islamwissenschaftler & Autor, Bamberg
Ercan Tunalioglu, Polizeibeamter, Kassel
Ayse Gülec, Sozialpädagogin, Kassel
Berthold Bodo Flaig, SINUS Institut, Heidelberg
Yunus Ulusoy, Zentrum für Türkeistudien, Essen

Kulturabend am Samstag "Das Leben ist eine Karawanserei"
Nevfel Cumart präsentiert deutschtürkische Literatur in Deutschland

******* Das detaillierte Programm dieser Tagung finden Sie im Anhang. *******

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns die Lage der türkischen Minderheit in Deutschland zu erkunden. Wir suchen neue Perspektiven auf den Multikulturalismus, fragen nach sogenannter "Leitkultur" und dem Umgang mit Verschiedenheit und diskutieren, was gelingende Integration von Minderheit und Mehrheit verlangt.

Mit den besten Grüßen aus Hofgeismar

Ihre
Dr. Horst Meier, Studienleiter & Konrad Hahn, Pfarrer

___________________________
Studienleiter Dr. Horst Meier
Evangelische Akademie Hofgeismar
Postfach 1205
34362 Hofgeismar

Telefon: 05671/881-119 Telefax: 05671/881-154

E-Mail: meier.akademie.hofgeismar@ekkw.de
Internet: www.akademie-hofgeismar.de
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M.Hanel
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PostPosted: 17.11.2009, 12:05    Post subject: Reply with quote

IMV-Termine im November

13.11. Leipzig
16-20 Uhr Islamophobie: Wer hat Angst vor Kopftuchmädchen? (Vortrag)

anschl. Diskussion mit MdB Christine Buchholz
Harkotstraße 10
Veranstalter/weitere Infos bei:
http://www.rosa-luxemburg-stiftung-sachsen.de/seiten/vea-leipzig.html

16.-23.11.09
Erlangen
Medienpädagogische Woche 2009 – Thema: Medien und Religion

Das Institut für Medienverantwortung richtet im Herbst 2009 die vierte Medienpädagogische Woche mit drei Veranstaltungsabenden in Kooperation mit der Volkshochschule Erlangen aus.

16.11.2009 19:30 – 21:00 Uhr Der Dalai Lama, die CIA und das neue Feinbild China. PR-Kampagne für einen gar nicht so friedlichen Religionsführer
(Vortrag Dr. Colin Goldner)
vhs Erlangen,
Friedrichstr. 17-19

19.11.2009 19:30 – 21:00 Uhr Fundamentalismus auf dem Vormarsch? – Medien und der Umgang mit Religion und religiösen Auswüchsen
(Diskussion mit Igal Avidan, freier Journalist u.a. Ma’ariv; Kamran Safiarian, Forum am Freitag ZDF; Annette Kick, Welanschauungsbeauftragte der evagelischen Landeskirche in Württemberg; Dr Markus Horst, Weltanschauungsbeauftragte der Diözese Bamberg)
Pacelli Haus,
Sieboldstr. 3

23.11.2009 19:30 – 21:00 Uhr Das letzte Tabu: Bibel- und Kirchenkritik in der Öffentlichkeit. Betreiben fast alle Massenmedien nur schönfarberische Religionspropaganda? – Medien und das Ehrenamt
(Kurzvortrag Dr. Klaus Uppendahl, Bund für Geistesfreiheit Erlangen; anschl. Tischgespräch mit Dr. Daniel Meier, Christliche Publizistik der Universität Erlangen-Nürnberg; Raimund Kirch, Nordbayerische Zeitung; Katharina Geiger, BR Medienrat)
vhs Erlangen,
Friedrichstr. 17-19
Veranstalter/weitere Infos bei:
vhs erlangen
Institut für Medienverantwortung
Mit freundlicher Unterstützung von: Kultur- und Freizeitamt der Stadt Erlangen, Bürgerstiftung Erlangen, Grüne Liste Erlangen, Interkultureller Rat Deutschland, Katholische Erwachsenenbildung Erlangen, Bund für Geistesfreiheit Erlangen

17.11. Erlangen
19:00 Uhr Medienerziehung und Medienverwahrlosung
Veranstalter/weitere Infos bei:
Soroptimist

21.11. Bamberg
10-13:30 Uhr Mediengewalt und ihre Folgen

Bistumshaus St. Otto
Heinrichsdamm 32
Veranstalter/weitere Infos bei:
Familienbund der Katholiken im Erzbistum Bamberg

25.11. Würzburg
13:30-17:00 Uhr Funktionen und Bilder von MuslimInnen in den Medien
Analyse der Berichterstattung

Veranstalter/weitere Infos bei:
Akademie Frankenwarte (http://www.fes.de/aktuell/documents2009/091123_DialogderKulturen.pdf)

26-27.11. Wien
zweitägiger Workshop "Media trainig practices on diversity"
geschlossene Veranstaltung
Veranstalter/weitere Infos bei:
European Union Agency for Fundamental Rights



Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sabine Schiffer
Institutsleitung

Institut für Medienverantwortung
Goethestr. 6
91054 Erlangen

Tel.: 09131 933277-8
Fax.: 09131 933277-9
www.medienverantwortung.de
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PostPosted: 29.12.2009, 15:52    Post subject: Muslimehelfen Reply with quote

ramadan kampagne fängt bald auf muslimehelfen.org an. mach auch mit
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M.Hanel
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PostPosted: 10.01.2010, 19:35    Post subject: Reply with quote

„Islamophobie- woher kommt die Angst vor „dem Islam“

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen ihrer Vortragsreihe an der Universität Hamburg lädt Sie die Schura – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V. herzlich zu der 3. Veranstaltung mit dem Thema „Islamophobie- woher kommt die Angst vor „dem Islam“? mit Dr. Sabine Schiffer, der Leiterin des Instituts für Medienverantwortung, ein. Wir würden uns sehr freuen, Sie als Gast begrüßen zu dürfen!

27.01.2010 um 18:30 Uhr in der Universität Hamburg, Von-Melle-Park 9,

DWP (Department Wirtschaft und Politik)

Hörsaal (H)



Bitte leiten Sie diese Einladung an Ihren Verteiler weiter. Es würde uns zudem freuen, wenn Sie das Plakat im Anhang ausdrucken und an Ihre Pinnwand bzw. Schwarzes Brett anbringen könnten. Auf Wunsch schicken wir Ihnen natürlich ein Original-Plakat zu. Vielen Dank!





Mit freundlichen Grüßen,
Bilal Gülbas
Sekretariat
Schura Hamburg e.V.
Borgfelder Str. 34
20537 Hamburg


Tel: 040/ 32 00 4664 (Sprechzeiten: Mo-Fr 10-16 Uhr)
Fax: 040/ 32 00 4691
Email: info@schurahamburg.de
Web: www.schurahamburg.de
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M.Hanel
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PostPosted: 24.01.2010, 17:27    Post subject: Reply with quote

"Feindbild Islam"

Salamu Aleykum liebe Geschwister,

die islamische Hochschulvereinigung Bonn lädt Euch herzlich ein zu einem Vortrag von Kai Sokolowsky über das "Feindbild Islam" am 27.01.10 um 18 Uhr.

Wir freuen uns auf Euren Besuch und bitten Euch weitere Infos dem Flyer zu entnehmen.

Wasalam
Eure IHV Bonn
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PostPosted: 16.02.2010, 12:24    Post subject: Reply with quote

Terror und Religion. Zur Aktualität geheiligter Gewalt in Politik und Gesellschaft
Magdalena Schaeffer, Pressestelle
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)


Seit dem 11. September 2001 haben die konkreten Formen und die vermeintlichen Ursprünge der vom neuen internationalen Terrorismus ausgeübten Gewalt die Auffassung von politischer Ordnung und Religion in den westlichen liberalen Staaten nachhaltig verändert. Die gesellschaftlichen Debatten und politischen Reaktionen sind selbst in besonderer Weise mit dem Wesen und der Funktionsweise des internationalen Terrorismus verschränkt. Über das Verhältnis von Religion und Politik diskutieren Wissenschaftler und Experten auf einer Tagung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) am 26. und 27. Februar 2010.
Ausgangspunkt der Tagung "Terror und Religion. Zur Aktualität geheiligter Gewalt in Politik und Gesellschaft" ist die Tatsache, dass die politische Gewalt des vermeintlich religiös motivierten transnationalen Terrorismus eine neue Reflexion grundlegender Konzeptionen "politischer Theologie" erfordert. Die Bezüge der liberalen politischen Ordnungen zu einer spezifisch christlichen Glaubenskultur sind noch immer offensichtlich. Die Genese der christlichen Ordnungsvorstellungen und ihre Spiegelung in den Konstruktionen der kirchlichen Strukturen finden in der islamischen Welt und ihren politischen Ordnungsvorstellungen zweifelsfrei ihr Gegenüber. Die in den modernen westlichen Staaten in Vergessenheit geratene Rolle der Religion für die Ordnung des Politischen kommt mit ungeheurer Heftigkeit zurück ins Merkfeld unserer Kultur.

Deshalb stellt die vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen veranstaltete Tagung folgende Fragen in den Mittelpunkt: Ist der islamische Terrorismus vor allem eine religiöse Gewalthandlung, die mit entsprechend religiös motivierter Gegengewalt eingedämmt wird? Welches Verhältnis gehen Religion und Politik durch diese Entwicklung ein? Und findet auch in den westlichen Ländern - gewissermaßen als Antwort auf den islamischen Fundamentalismus - eine Rückkehr der Religion in zentrale Bereiche der Politik statt?

Ausführliches Tagungsprogramm: http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-272.html

Wissenschaftliche Leitung: Alfred Hirsch (KWI Essen) und Tobias Klass (Universität Wuppertal).

ReferentInnen:
Korkut Bugday (Verfassungsschutz NRW, Düsseldorf), Hans Kippenberg (Jacobs University Bremen), Volkhard Krech (Ruhr-Universität Bochum), Albrecht Metzger (Freier Publizist, Hamburg), Aladdin Sarhan (Universität Erfurt), Ulrich Schneckener (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin), Manfred Schneider (Ruhr-Universität Bochum), Sigrid Weigel (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin), Harald Welzer (KWI Essen).

Datum: 26. Februar (13-19.15 Uhr) und 27. Februar 2010 (9-13.30 Uhr)
Ort: NOVA VITA Residenz Essen, Goethestr. 19, 45128 Essen (bitte am Eingang der Goethestr. 19 bei "Rezeption" klingeln)

Journalisten sind herzlich eingeladen, um eine Anmeldung bis zum 25. Februar 2010 wird gebeten.


Kontakt:
Magdalena Schaeffer, Pressesprecherin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Tel. 0201 7204 -152,
magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-272.html

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.

TAGUNGSPROGRAMM

Terror und Religion. Zur Aktualität geheiligter Gewalt in Politik und Gesellschaft

Eine Tagung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)
am 26. und 27. Februar 2010
in der NOVA VITA Residenz Essen, Goethestr. 19, 45128 Essen.

FREITAG, 26. Februar 2010

13.00 - 13.30 Uhr
Begrüßung und Einleitung
Alfred Hirsch (KWI Essen) und Tobias Klass (Universität Wuppertal)

13.30 - 14.30 Uhr
Religion und Terror - systematische Überlegungen
Volkhard Krech (Ruhr-Universität Bochum)

14.30 - 15.30 Uhr
Terrorismus als Elitenphänomen
Harald Welzer (KWI Essen)

15.30 - 16.00 Uhr Pause

16.00 - 17.00 Uhr
Säkularer versus religiös motivierter Terrorismus: Mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede?
Ulrich Schneckener (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin)

17.00 - 18.00 Uhr
"Gewalt im prägnanten Sinne des Wortes" (Walter Benjamin). Zum Zusammenhang religiöser und politischer Legitimierungskonzepte
Sigrid Weigel (Zentrum Literatur- und Kulturforschung, TU Berlin)

18.00 - 18.15 Uhr Pause

18.15 - 19.15 Uhr
Zur Konzeption von Terrorismus: politisch und metaphysisch
Hans Kippenberg (Jacobs University Bremen)

SAMSTAG, 27. Februar 2010

09.00 - 10.00 Uhr
"Ich bin Gott". Die Religion der Schoolshooter
Manfred Schneider (Ruhr-Universität Bochum)

10.00 - 11.00 Uhr
Islamistischer Terrorismus oder islamischer Widerstand? Die Grenzen zwischen Terrorismus und militantem Widerstand im Licht islamistisch motivierter Anschläge und ihrer Rechtfertigung durch Jihadisten
Korkut Bugday (NRW Verfassungsschutz, Düsseldorf)

11.00 - 11.30 Uhr Pause

11.30 - 12.30 Uhr
Die Salafijyya-Bewegung: Ein Motor des Terrorismus?
Albrecht Metzger (Freier Publizist, Hamburg)

12.30 - 13.30 Uhr
Der Jihad - eine islamische Glaubenspflicht im Dienste des transnationalen Terrorismus
Aladdin Sarhan (Universität Erfurt)


URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news35
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M.M.Hanel
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PostPosted: 16.02.2010, 12:29    Post subject: Reply with quote

Averroes und die Kultur der Rationalität
Termin: 26.02.2010 15:00 - 19:00


Anmeldeschluss: 22.02.2010



Veranstaltungsort: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste
Karl-Arnold-Haus der Wissenschaften
Palmenstraße 16
40217 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland



Zielgruppe: Studierende, Wissenschaftler


Kontakt: awk@awk.nrw.de


Kategorie: international
Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik, Religion


Eintrag: 08.02.2010
Robert Kekez, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste


Veranstaltet durch die Averroes Latinus-Kommission und die Averroes Latinus-Arbeitsstelle am Thomas-Institut der Universität zu Köln der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
Angesichts der Spannungen gegenwärtiger Geopolitik, die regelmäßig an dem kulturellen Gegensatz zwischen der westlichen, mit einem universalistischen Anspruch auftretenden Rationalität und einem islamischen Fundamentalismus festgemacht werden, scheint es kaum vorstellbar, dass gerade die arabische Wissenschaft für die Entwicklung der westlich-abendländischen Rationalität maßgeblich Pate gestanden hat.

Dies geschieht vor allem durch diejenigen arabisch-islamischen Denker, die im 12. und 13. Jahrhundert mit ihren Kommentaren dem lateinischen Westen die Werke des Aristoteles nahebrachten, dessen Wissenschaftstheorie bis heute das Leitmodell unserer wissenschaftlich-technischen Zivilisation darstellt. Dieses Wissenschaftsmodell bot in dem genannten Zeitraum den gemeinsamen intellektuellen Boden, auf dem auch über die damaligen Kulturkreise hinweg kontroverse Themen im Spannungsfeld von Wissenschaft und Religion diskutiert werden konnten.

Zu diesem Rezeptionsprozess hat vor allen anderen Averroes, mit arabischem Namen Ibn Rushd, mit seinen Aristoteleskommentaren entscheidend beigetragen. Er, der schon seinen Zeitgenossen als der "commentator" des Aristoteles galt, ist der entscheidende Vermittler des aristotelischen Wissenschaftsmodells, das vor allem durch seine ins Lateinische übersetzten Kommentare die größte Wirkung weit über das Mittelalter hinaus bis in die Renaissance und in die frühe Neuzeit entfaltete.

PROGRAMM

Begrüßung durch den Präsidenten der Akademie
Professor Dr. Dr. Hanns Hatt

VORTRÄGE

Einführung
Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer
Arbeitsstellenleiter Averroes Latinus-Edition, Thomas-Institut der Universität zu Köln

Wie liest Averroes die naturphilosophischen Schriften des Aristoteles?
Dr. Marc Geoffroy
Centre National de la Recherche Scientifique-Laboratoire d'Etude sur les Monothéismes, Villejuif

Muss man bei Averroes zwischen den Zeilen lesen? Seine Position zur Frage, ob Gott die Individuen kennt.
Prof. Dr. Frank Griffel
Department of Religious Studies, Yale University, New Haven

Glück und Erkenntnis: Averroes' Herausforderung für die Philosophie im 13. Jahrhundert
Prof. Dr. Carlos Steel
DeWulf-Mansion Centrum, Kath. Universiteit Leuven / Koninklijke Academie voor Wetenschappen, Letteren en Schone Kunsten van België, Brüssel

Rezeption und Bedeutung des Averroes für die arabische Moderne
Prof. Dr. Anke von Kügelgen
Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie, Universität Bern

Ende der Vorträge voraussichtlich 19 Uhr
Hinweise zur Teilnahme:
Die Veranstaltung ist kostenfrei und allgemein zugänglich. Um eine vorherige Anmeldung unter awk@awk.nrw.de wird jedoch gebeten.
Weitere Informationen:
http://www.awk.nrw.de/awk/veranstaltungen/oeffentliche_veranstaltungen/vs100226....
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