SPEEDY Mitglied


Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.02.2007 Beiträge: 30 Wohnort: Recklinghausen
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Verfasst am: 03.02.2007, 21:56 Titel: Zander |
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Der Zander (Sander lucioperca, ungültig Stizostedion lucioperca), auch Sander, Schill, Hechtbarsch oder Fogosch genannt, gehört zur Ordnung der Barsche (Perciformes). Er ist unter den Barschartigen Europas die größte im Süßwasser lebende Art. Ursprünglich aus Osteuropa stammend hat er sich vor allem durch Besatzmaßnahmen in west- und mitteleuropäischen Gewässern verbreitet.
Die Bezeichnungen Sander und Zander sind parallel seit dem 16. Jahrhundert im deutschen Sprachraum geläufig mit Bevorzugung von Sander bei lexikalischen Einträgen bis ins 20. Jahrhundert. Erst in den 1930er Jahren wurde die heute übliche Schreibweise mit Z einheitlich festgelegt. Der Name stammt vom mittelniederdeutschen sandat, das entsprechend dem osteuropäischem Ursprung des Fisches möglicherweise aus dem Slawischen entlehnt wurde (vgl. die älteren czandas in Westpreußen und obersorbisch sandak). In Österreich wird der Fisch Fogosch oder Fogasch (vom ungarischen fogas, worin das ung. Wort für "Zahn" steckt) oder, an der Donau unterhalb Wien, Schill genannt. Darüber hinaus sind weitere Regionalnamen bekannt: Amaul, Canat, Nachmaul, Sandar, Sandart, Sandbarsch, Sandel, Saumert, Schiel, Schindel, Süllö (im Plattensee), Zannat und Zant.
Beschreibung [Bearbeiten]
Zander von vorne
Zander sind gestreckt gebaute Fische mit zwei getrennten Rückenflossen, gesägtem vorderen Kiemendeckel, langen, spitzen Fangzähnen neben Bürstenzähnen und kleinen Schuppen. Der Zander wird bis etwa 1,25 m lang, in seltenen Fällen auch bis zu 1,50 m, 12 bis 19 kg schwer und 10 bis 20 Jahre alt. Er ist auf dem Rücken grünlichgrau, gegen den Bauch hin silberweiß, oberseits streifig, braun gewölkt, auch dunkel gebändert, auf den Kopfseiten braun marmoriert und auf den Flossen schwärzlich gefleckt. Er ist ein wichtiger und wertvoller Speisefisch mit besonders festem, weißem Fleisch (grätenfreie Filets) und lebt als Raubfisch in langsam fließenden Flüssen, Seen und Haffen Europas. Er findet sich bei uns im Elbe-, Oder- und Donaugebiet und inzwischen durch Besatz auch im Rhein-, Mosel- und Wesergebiet. Er lebt in tieferen Wassern, ist ungemein raubgierig, wächst sehr schnell, stirbt aber in Gefangenschaft leicht ab.
Zander laichen im Frühjahr (meist April bis Juni) an seichten, mit Wasserpflanzen bewachsenen Uferstellen und legen dabei Klumpen blassgelben Laichs auf Kiesbänken oder auch auf Wasserpflanzen ab. Angesichts der 40.000 Eier des Weibchens vermehrt er sich eher spärlich.
Inzwischen läuft der Zander dem Hecht den Rang als wichtigster Raubfisch ab, besonders da der Zander auch in den anthropogen (vom Menschen gestaltet) überprägten mitteleuropäischen Flusssystemen ablaichen kann, während der Hecht meist keine geeigneten Ablaichplätze (Überschwemmungsbereiche, Unterwasserpflanzen, Schilfkanten) vorfindet. Auch hat der Zander aufgrund seiner stärker ausgeprägten Fähigkeit in trüben Gewässern zu sehen einen leichten Vorteil gegenüber dem Hecht
Fangmethoden [Bearbeiten]
Zander
Der Zander gilt als scheuer, vorsichtiger Fisch, der nicht leicht zu überlisten ist. Besonders große Exemplare über 90 cm Länge und 7 kg Gewicht werden extrem selten gefangen. Der größte, offiziell gemessen und gewogene und in Deutschland mit der Angel gefangene Zander war 106 cm lang und 30 Pfund schwer und stammte aus der Donau. Als Köder kommen vor allem kleine Rotaugen, Rotfedern und Barsche in Frage. Weitere gute Köderfische sind Ukelei, Gründling und Kaulbarsch. Prinzipiell ist darauf zu achten, dass die Köderfische schlank sind. Hochrückige wie z.B. Brassen werden oft verschmäht. Alternativ kann man auch Fischfetzen oder Fischhälften verwenden. Als Kunstköder eignen sich Gummifische (Shads), Blinker, Wobbler und Twister. Alle Köder sollten zwischen 8 cm und 20 cm groß sein. Besonders in der Nacht fangen schwarze Köder sehr gut, da sie zum Umfeld farblich den stärksten Kontrast bilden- In Ausnahmefällen werden auch Zander auf Würmer und Maden gefangen.
Besonders erfolgversprechend sind Stellen, an denen sich viele kleine Fische aufhalten. In Seen sind dies die Scharkanten und Unterwasserberge. In Kanälen und flacheren Teichen sollte man den Zander am Ufer vor Schilf und Seerosenfeldern suchen.
Fangzeiten sind an frostfreien Tagen vor allem die Abend- und Nachtstunden und bei Frost die Mittagszeit. Die fängigsten Monate sind Mai/Juni nach der Laichzeit und September bis Dezember. Besonders die großen Exemplare werden in der kalten Jahreszeit gefangen. Die Fangmonate können variieren und sind vom Gewässer abhängig. Besonders bei Hochwasser finden sich die Zander an den ruhigen Stellen im Fluss ein, wo sich dann gezieltes Angeln auf sie lohnt. |
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