Bruno Wanderer
Was betrübt, was beglückt in Worten ausgedrückt


 

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BANAUSIE (Bernhard)



 
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brunowanderer
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 357
Wohnort: Wien / Oberzeiring

BeitragVerfasst am: 16.11.2013, 21:25    Titel: BANAUSIE (Bernhard) Antworten mit Zitat

KUNST/INHALT A°U°T°O°R°E°N

ZITATE-Online


Aktion Antenoria B°E°R°N°H°A°R°D[/b] Bildergalerie Darwin Grogger Kunst Litera Mayer Meller Ödstein Schefberger Skiptorium Trojani Vergil Wahl Zeitung
B°E°R°N°H°A°R°D
http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Bernhard http://www.facebook.com/pages/thomas-bernhard/10152262947 https://twitter.com/thbernhard
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• Am 2004-02-12 war Bernhards 25. Todestag.

=>Text 1†Wahrheit&Zitate 2Auslöschung&Preise 3Italien 4Ursache

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-- Vieles wurde und wird nun über Bernhard geschrieben, auch neue Bilder sind aufgetaucht, jedoch Sekundärliteratur und Nachdichtungen wird es bei Weltliteratur immer geben. Germanisten Historiker und Scheinberufene alle wollen sich dadurch in Szene setzen, jedoch der Originale kann weder nachgemacht noch interpretiert werden.
-- Vor allem und immer wieder fasziniert mich Bernhard mit seinem, fast möchte ich sagen, sprachlichen Gesang. Sein Wörterspiel ist mit dem Liedern Schubert zu vergleichen, viele Wiederholungen doch keine Gleichheiten. Sowie Schubert nicht für jeden Musikanten und Sänger zugänglich ist, liegt es bei Bernhard nicht allen Lesern ist er verständlich – über ihn naturgemäß zu schreiben ist wenigen vorbehalten.

• Am 2004-02-14
Thomas Bernhards Grabtafel gestohlen
-- Am 12. Februar jährt sich der Todestag des Schriftstellers Thomas Bernhard zum 25. Mal. Sein Grab befindet sich auf dem Grinzinger Friedhof. Schon einmal beschädigt, präsentiert sich das Grab derzeit wieder lädiert. Die Grabtafel wurde gestohlen.
-- Auf der Grabtafel waren die Namen von Bernhard, seinem „Lebensmenschen“ Hedwig Stavianicek und von deren 1944 verstorbenen Ehemann Franz zu lesen. Derzeit stehen die Namen auf einem einfachen Blatt Papier, das mit Klebeband auf dem Grabkreuz befestigt ist. Außerdem befindet sich darauf der Hinweis, dass die Originaltafel entwendet wurde.
-- An Ersatz wird nicht gedacht. Der Diebstahl liegt laut Peter Fabjan, dem Halbbruder des Autors, schon länger zurück. Er wurde bei der zuständigen Polizeiinspektion angezeigt. Es sei nicht daran gedacht, eine neue Tafel zu montieren. „Der Ersatz würde nur neuerlichem Entwenden an die Hand gehen. Schließlich hat das Grab schon einmal brutalen Vandalismus mit aufwendigem Wiederherstellen des schönen Barockkreuzes erlebt“, so Fabjan. http://wien.orf.at/news/stories/2628525/ http://diepresse.com/home/kultur/literatur/1556377/Grabtafel-von-Thomas-Bernhards-Grab-gestohlen
Grabschänder ausgeforscht 19. Oktober 2004 11:43; Akt.: 26. August 2011 04:43;
Im Fall der Anfang September erfolgten Beschädigungen der Gräber von Gustav Mahler und Thomas Bernhard auf dem Grinzinger Friedhof in Wien ist nun der mutmaßliche Urheber ausgeforscht worden.
-- Nach Angaben der Polizei vom Dienstag handelt es sich um einen 35 Jahre alten Mann, der unter einer Psychose leidet und sich seit Mitte September in stationärer psychiatrischer Behandlung befindet.
-- Eingetretene Laterne bei Mahlers Grab Beim Grab Gustav Mahlers war eine Laterne eingetreten worden, bei jenem von Thomas Bernhard waren ein schmiedeeisernes Kreuz verbogen und eine Christus-Figur abmontiert und beschädigt worden. Die beiden Grabstätten befinden sich etwa 50 Meter voneinander entfernt. Der Sachschaden wurde mit 700 Euro angegeben.
-- Die Ausforschung des mutmaßlichen Täters erfolgte durch eine Meldung seiner Ex-Frau. Sie hatte zu einem Zeitpunkt, zu dem die Öffentlichkeit über die Grabschändungen noch nicht informiert war, ein SMS von dem 35-Jährigen bekommen, in dem er ihr mitteilte, die beiden Gräber beschädigt zu haben. Die Frau maß der Information zunächst keine Bedeutung bei, zumal ihr Ex-Mann sie mit bis zu 30 SMS pro Tag zu bombardieren pflegte, wie der Leiter des Kriminalkommissariats West, Mag. Josef Koppensteiner, berichtete. Erst später wurde die Frau darauf aufmerksam, dass der Inhalt des SMS offenbar der Wahrheit entsprach, worauf sie sich an die Polizei wandte. Mahler und Bernhard “so etwas wie Idole
http://www.vienna.at/grabschaender-ausgeforscht/vienna-news-boberrauter-20041019-113620

20.10.2004 Mahler-Verehrer schändete Grab des Komponisten. "Wie von Sinnen" hat ein Grabschänder die letzten Ruhestätten des Komponisten Gustav Mahler und des Dichters Thomas Bernhard auf dem Grinzinger Friedhof verwüstet. Er demolierte eine Laterne, verbog ein Metallkreuz und riss eine Christus-Statue aus ihrer Verankerung. Jetzt geht die Polizei davon aus, den Täter zu kennen. Es handelt sich um den 35-jährigen Wiener Peter W., der angeblich sowohl Mahler als auch Bernhard verehrt hat. Dass der Grabschänder "wie von Sinnen" gewütet hat, stimmt übrigens: Der mutmaßliche Täter ist seit September in der Psychiatrie.
-- Auf die Spur des mutmaßlichen Täters war man über dessen Ex-Frau gekommen. "In einer Handy-Botschaft an sie prahlte der offensichtlich Verwirrte damit, dass er die Gräber Anfang September zerstört habe"; erzählt Hofrat Mag. Josef Koppensteiner, Leiter des Kriminalkommissariats West. Zum Zeitpunkt der Nachricht konnte aber nur der Täter von den Vandalenakten gewußt haben - sie wurden erst später publik.
-- SMS-Terror. Nach der Trennung von seiner Frau und der Mutter seiner beiden Kinder, dürfte der 35-jährige "Künstler" Peter W. den Verstand verloren haben. Er bombardierte seine Ex mit bis zu 30 wahnwitzigen SMS am Tag. Die Frau schenkte daher dem SMS-Geständnis keine Beachtung. Erst als sie von den Grabschändungen erfuhr, ging sie damit zur Polizei. "Mein Ex-Mann hatte die beiden immer als seine großen Idole und Vorbilder bezeichnet", erzählt die Frau.
-- Der Verdächtige Peter W. befindet sich seit einem Monat in der Psychiatrie und konnte daher von der Polizei noch nicht gefragt werden, was ihn zur Gräberschändung bewogen hat. http://www.wien-heute.at/p-4025.php?subakt=newcom

© bruno.imageshack

ARTIKEL Stuttgarter-Zeitung
Wie ist das nun? Hat Thomas Bernhard Recht behalten mit seiner Verifizierung des Österreichischen als radikaler Ausformung menschlicher Schlechtigkeit? Etwa mit seiner Sichtweise der österreichischen Berufssozialisten, die er als "die Totengräber dieses Staates" definiert und die er zudem als "feiste und fette Pseudosozialisten" bezeichnet? Ein einziger flüchtiger Blick auf den aktuellen österreichischen Bundeskanzler genügt, um eine Antwort zu geben.

Dass Bernhard so gut wie nie eine Analyse vornimmt, so gut wie nie in die Tiefe geht, ist nicht nur formal zu begreifen, dies ergibt sich logisch. Es gibt nämlich keine Tiefe, es gibt keine Hintergründe, sondern eine pure, man möchte sagen: eine genetische Bösartigkeit. Der Österreicher braucht keine Juden, um ein Antisemit zu sein - und vielleicht unterscheidet er sich dadurch vom Deutschen, und nicht nur, wie Harry Rowohlt meint, indem er einen Hut trägt. Bernhards Verachtung der Sozialdemokraten ist sehr viel gewichtiger als etwa seine Aburteilung von Industrie und katholischer Kirche. Es ist wesentlich, dass er dabei auf eine sachliche Argumentation verzichtet (die ja ohnedies nur wie ein gerichtlicher Vergleich funktioniert), vielmehr betont er das Ekelhafte und Widerwärtige von Leuten, die sich als totale Verräter entpuppt haben. Die erst im Verrat lebendig werden. Nun mag die Korrumpierbarkeit der Mächtigen ein psychologischer und weltpolitischer Allgemeinplatz sein, aber in Österreich geschieht dies deutlicher, weil unverschämter. Die Posse als Ernstfall.

Thomas Bernhard scheint, bei aller grundsätzlichen Ablehnung des Ideologischen, eine gewisse Sympathie und Hochachtung für die Sozialisten der Zwischenkriegszeit empfunden zu haben. Zu seiner Zeit aber musste er eine ungemeine "Niedertracht" in ihren Reihen konstatieren. Der Sozialist im Nadelstreifenanzug war geboren, die leibhaftig gewordene Parodie, die bis heute schier unglaubliche Variationen hervorbringt, gleich einer völlig durchgedrehten Evolution. Unentwegt die bernhardschen "Vorurteile" bestätigend, ja, sie in eitler Schauspielkunst überzeichnend. Als stelle man die visionäre Kraft der Literatur in Frage, als kämpfe man um das Primat des Lächerlichen. Als wollten heutige Sozialdemokraten jene Äußerung des Professor Robert in dem Drama "Heldenplatz", nach welcher der sozialistische Bundeskanzler "ja nicht einmal einen Satz korrekt zu Ende führen kann", dadurch überhöhen, bereits in der Mitte oder zu Beginn eines Satzes sprachlich abzustürzen.

Man darf auch nicht vergessen, dass die Politik dieser Sozialisten den alienartigen Ausbruch eines Mannes wie Jörg Haider ermöglicht hat, auch jene groteske Überheblichkeit von Gewerkschaftsführern. Im "Heldenplatz" heißt es 1988: " . . . und sehen ihre Hauptaufgabe in skrupellosen Bankgeschäften." Ist das Übertreibung? Dies alles wurde und wird geprägt durch eine ureigene Art austriakischer Bestechlichkeit. Es existiert ein virologischer Vampirismus indigener Käuflichkeit in diesem Land. Und es wäre naiv, die Sache damit abzutun, dass es überall gute und schlechte Menschen gibt und dass in fernen Regionen viel schlimmere . . . Bloßes Blabla! Die österreichische Bestechlichkeit ist einmalig und von keiner dahergelaufenen, kulturlosen Bananenrepublik zu übertreffen. Österreich wurde von Gott erfunden, um der Welt etwas ganz Bestimmtes zu sagen. Wir sollten einmal genau hinhören.

Die Österreichbespiegelung österreichischer Schriftsteller - mit Thomas Bernhard als gleichzeitigem Ahnherrn und Höhepunkt - wird gerne als eine künstlerische Form des geradezu romantisch verbrämten kakanischen Grantler- und Nörglertums gesehen, verkörpert aber in Wirklichkeit jene humoralen Abwehrstoffe, jene Antikörper, über die der kranke österreichische Körper eben auch verfügt. Antikörper sind, wie man weiß, nicht um Ausgleich bemüht, um Mittelwege und respektvolle Distanz. Antikörper mögen grinsen, aber sie schütteln keine Hände. So darf es nicht verwundern, dass es der Österreicher Peter Handke war, der die Behaglichkeit einer Böse-Serben-in-gutem-Europa-Politik durchbrach und ohne Rücksicht auf feuilletonistische Benimmregeln und die übliche intellektuelle Relativiererei aus der verallgemeinerten Sicht der Dinge ausscherte. So sind Antikörper nun mal.

Was nun im Falle des Thomas Bernhard neben all der Erregungen ob seiner Stücke und Bücher so wesentlich erscheint (und die jungen Leser etwa in den achtziger Jahren schier umgehauen hat), ist seine vollkommen originäre Sprache. Ja, seine Angriffe erfolgen nicht in irgendeinem moralisierend-schneydernden Journalistenton, verströmen nicht den Geruch eines auf Teufel komm raus golfplatzartig angelegten "großen Romans", sondern treten als explizite kleine Kunstwerke auf, als massive Wortkonzentrationen, nicht als Gemälde, sondern als Grafiken. Man spürt die Nadel, mit der sie auf eine Platte geritzt wurden. Ein ganz wunderbares Buch ist in diesem Zusammenhang das Prosastück "Alte Meister", das 1985 erschien und in welchem die Beschimpfung als Ausdruck der Verzweiflung deutlich wird. Der verzweifelte Mensch ist notgedrungen auch der wache. Die Verzweiflung betäubt ihn nicht, sie macht ihn nüchtern. Und sie versieht ihn, zumindest im Falle der bernhardschen Protagonisten, mit einem grandiosen Humor, geradezu einer Humorgewalt. Das ist nicht jener Humor, der einem im Halse stecken bleibt. Das wäre billig, wäre Zeigefingermentalität.

Thomas Bernhard trickst nicht, er belehrt nicht, er verführt nicht. Er zeigt, dass das Dumme und Böse im Komischen schwimmen und dass es besser ist, die Sache vom Ufer aus zu betrachten, als sich gemein zu machen. Das ist ein elitärer, aber gerechter Standpunkt. Jeder hat die Freiheit, am Ufer zu stehen, anstatt sich blöderweise ins Wasser zu begeben.

Anmerkung. Er hat seinen verdienten Fixplatz in der Weltliteratur, zu seiner Lebenszeit wurde er von Haider, Kreiski, Waldheim, Zilk und vielen anderen Politischen gedemütigt.

Hr. Bacher, (ORF General) der Österreich als Dünnschiß von Europa bezeichnet hat. - Wie kann man da Thomas Bernhard keinen Vorwurf machen. (Während seiner Zeit der ORF Generalintendanz wohnte Hr. Bacher, aus Bedürftigkeitsgründen als echter Sozialschmarotzer, in einer gratis Staatswohnung im Oberen Belvedere.)

Hr. Gratz+, (Nationalratspräsident SPÖ). Soll eine Beleidigung, nur weil sie sich reimt, plötzlich keine mehr sein?

Hr. Haider, (FPÖ - Chef) Hinaus mit diesem Schuft aus Wien. Ein unrichtig ausgesprochenes Zitat von Karl Kraus." Die Burg wird unter Hawlicek zu einem Narrenturm und einer Spielwiese für Egozentriker. bruno-fackelperiodika> Forum Haiders Tod

Hr. Kreisky+, (SPÖ Bundeskanzler) Das darf man sich von Thomas Bernhard nicht gefallen lassen. Ich finde es unbegreiflich, daß bisher niemand gebührend geantwortet hat. Schau´n Sie, der Thomas Bernhard soll schreiben, was er will. Aber das darf man nicht mit nobler Verachtung zur Kenntnis nehmen. Auf einen groben Klotz gehört eben ein grober Keil. Selbst wenn unser KRONENSTABERL grunzt, Hat er nur einen Feind verhunzt. Selbst GADAFFI und ARAFATT Haben diesen Thomas Bernhards satt.

Staberl, (Kronenzeitung) Dafür ist der Psychiater zuständig.

Hr. Mock, (ÖVP Obmann) Jeder soll schreiben, was er will. Aber ich finde es unakzeptabel, diese Aufführung mit Steuergeld zu subventionieren. Die Österreicher wissen ganz genau, daß sie Fehler begangen haben - wie andere auch. Wir müssen uns deshalb aber nicht von jemandem beschimpfen lassen, der aus dem Steuergeld seinen persönlichen Gewinn erzielt. Wenn man die Österreicher fragte, ob dieses Stück aufgeführt werden sollte, wäre der überwiegende Teil dagegen."

Hr. Piffel, (ÖVP K. Minister) Preist Thomas Bernhard als Autor von Südseegeschichten, er beschimpft ihn nach der Laudatio mit Hund und geht mit den Fäusten auf ihn los.

Hr. Vranitzky, (SPÖ Fi. Minister) Das Prinzip Freiheit der Kunst ist bewußt mit Risiken verbunden. Man kann es nicht nach dem Alter einer Institution oder deren Finanzierung zergliedern. Manche Leute können mich nicht beleidigen. Hier schmiert sich einer gegen gute Steuerschillinge seine Verklemmtheit vom Leibe.

Hr. Waldheim+, (Bundespräsident Österreichs) Die Freiheit der Literatur und Kunst ist eine der großen Errungenschaften der Demokratie. Wenn diese Freiheit jedoch in einer Art und Weise mißbraucht wird wie in dem Stück "Heldenplatz", dann ist das Burgtheater nicht die Bühne für eine solche Aufführung. Ich halte das Stück "Thomas Bernhards" für eine grobe Beleidigung.
(Wochenpresse), Frage an Waldheim. Sie meinen, durch Thomas Bernhard würde dem Land Schaden entstehen? Im Ausland etwa? Antwort des Bundespräsidenten Österreichs: Nicht nur im Ausland. Man soll nicht glauben, daß wir die bösen Buben sind. Waldheim wurde gestern ohne Staatsbegräbnis beigesetzt und die ORF Ente schnatterte, wieder von den sterblichen Überresten, so wie bei den von Gross ermordeten Spiegelgrundkinder und den Kaprunopfern, von dem was an Menschen sterblich war.
Bruno Wanderer ns.archiv.gross.heinrich Bruno Wanderer Waldheim

Hr. Zilk +2008, (SPÖ Bürgermeister von Wien): Die paranoische Selbstdarstellung eines Menschen.

"Weder aus dem von mir selbst bei Lebzeiten veröffentlichten noch aus dem nach meinem Tod gleich wo immer noch vorhandenen Nachlaß darf auf die Dauer des gesetzlichen Urheberrechtes innerhalb der Grenzen des österreichischen Staates, wie immer dieser Staat sich kennzeichnet, etwas in welcher Form immer von mir verfaßtes Geschriebenes aufgeführt, gedruckt oder auch nur vorgetragen werden. Nach meinem Tod darf aus meinem eventuell gleich wo noch vorhandenen literarischen Nachlaß, worunter auch Briefe und Zettel zu verstehen sind, kein Wort mehr veröffentlicht werden." ..Verfügung im Testament »Eine Gesellschaft, die zwei Minuten Finsternis nicht verträgt, kommt ohne mein Schauspiel aus«. Wo ein POLITIKER auftritt, tritt eigentlich ein Totengräber des Staates auf. Was die Künstler und Wissenschaftler aufgebaut haben, ruinieren die Politiker. Die Künstler erschaffen an jedem Tag die Welt, und die Politiker ruinieren sie. Thomas Bernhard

"In den letzten fünfzig Jahren haben die Regierenden alles zerstört und es ist nicht mehr gutzumachen, die Architekten haben alles zerstört - mit ihrem Stumpfsinn. Das Volk hat alles zerstört - mit seinem Stumpfsinn, die Parteien und die Kirche, haben alles zerstört - der immer ein niederträchtiger Stumpfsinn gewesen ist -" Aus "Heldenplatz"
Je trostloser desto lieber, wohin man schaut keine Aussicht. Das ist nicht mehr das Sein, das aus ist das Ziel, das ist der einzige tröstliche Gedanke. Aus "Der Theatermacher"

Sie sitzen mit ihren fetten Ärschen wahrlich in allen Winkeln des Staates, als Parteien Kuratoren getarnt auch im ORF und sie sind nicht nur gegen die Künstler, sie runieren auch noch dazu jede Kunst und haben nichts als die Auslöschung in Sinn. Intellektuelle Politiker sind nicht leitende Unabhängige, sondern leidende Abhängige mit offenen Konten für fremdes Geld und offenen Ohren für die eigenen Worte. Die Falschen ermutigen, die Richtigen entmutigen, zu allem fähig, für Nichts zu gebrauchen. Thomas Bernhard im Leben verachtet im Tode noch geächtet durch die postume Aberkennung seiner Testierfähigkeit das Staaterbe des Unrechtes.
Eine Anerkennung kam nur deshalb weil sein Werk nicht mehr gegeisselt werden kann. Sein Platz in der Weltliteratur hat er sich selbst geschaffen.

bruno.bernhard-HP>
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BeitragVerfasst am: 16.11.2013, 21:25    Titel: Anzeige

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