brunowanderer Administrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.09.2006 Beiträge: 357 Wohnort: Wien / Oberzeiring
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Verfasst am: 16.11.2013, 21:10 Titel: FÜSSEL (Autoren) |
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KUNST/INHALT BERNHARD KUNST

ZITATE-Online

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20170316
Liebe Freunde, Kollegen und Wegbegleiter,
im Rahmen meines Langzeitprojekts, Videolesungen aus all meinen Büchern ins Netz zu stellen, war nun mein satirischer Roman ‚Diesseits von Eden‘ an der Reihe.
Meine Rolle in diesem Video war die mit Abstand feuchteste meiner bisherigen Laufbahn. Wer sich von der Richtigkeit dieser Behauptung überzeugen möchte, muss freilich bis zum Schluss dranbleiben!
Viel Spaß beim Anschauen! (Einfach auf das Bild oder den Link darunter klicken!)
https://youtu.be/DUW0kiItIQY
Weitere Informationen über meinen Roman gibt es unter https://www.dietmarfuessel.com/buecher/ auf meiner Homepage.
Liebe Grüße
Dietmar Füssel
www.dietmarfuessel.com
20161123
Liebe Freunde, Kollegen und Wegbegleiter,
am 17. Oktober - also heute - erschien im Sisyphus Verlag mein historischer Roman ‚Wiederholte Geburten‘, den ich als mein Lebenswerk betrachte, weil ich - nach intensiven Recherchen an den Originalschauplätzen - mehr als elf Jahre lang daran gearbeitet habe.
Das Alte Ägypten im dreizehnten vorchristlichen Jahrhundert:
Der erfolgreiche Frauenarzt Merirê ist wegen einer vorschriftswidrigen Behandlung am Königshof in Ungnade gefallen. Eines Tages aber befiehlt Ramses II. ihn überraschend zu sich und erteilt ihm den Auftrag, gemeinsam mit dem Amun-Priester Rahotep in die Hauptstadt des verfeindeten Hethiterreichs zu reisen, um der sechzigjährigen Schwester des Großkönigs noch einmal zu einer Schwangerschaft zu verhelfen - der Vorwand für eine heikle diplomatische Mission. Dort lernt Merirê die schöne und kluge Hofdame Lavinia kennen, eine enge Vertraute der Königin, die zur großen Liebe seines Lebens wird. Doch seine Ehe mit einer Hethiterin steht in unvereinbarem Widerspruch zu den geheimen Plänen des Pharaos...
Hintergründe
Seinen Titel ‚Wiederholte Geburten‘ verdankt mein Roman einem Zitat aus dem Totenbuch:
„Ich bin das Gestern. Ich bin das Heute. Ich bin das Morgen. Meine wiederholten Geburten durchschreitend bleibe ich kraftvoll und jung.“
Damit ist der Sonnengott Rê gemeint, der an jedem Morgen wieder neu geboren wird. Und es ist auch kein Zufall, dass die Zahl der Kapitel meines Romans exakt der Zahl der Buchstaben eben jenes Zitats entspricht, sondern mein Tribut an die damals allgegenwärtige Zahlenmagie.
Historischer Hintergrund sind die geheimen Friedensverhandlungen zwischen Ägypten und den Hethitern nach der Schlacht von Kadesch, bei der beide Seiten den Sieg für sich beanspruchten.
Eines der arbeitsintensivsten - und zugleich historisch interessantesten - Kapitel meines Romans enthält daher die Beschreibung eben jener Schlacht aus der Sicht des hethitischen Großkönigs Hattusili III., dessen Schreibstil ich mir eigens dafür durch gründliches Studium der von ihm erhaltenen Schriften angeeignet habe.
Noch wichtiger als der historische Hintergrund war mir freilich der mythologische, der sogar in der Namensgebung der handelnden Personen seinen Ausdruck findet:
Beispielsweise bedeutet der Name Rahotep ‚Rê ist zufrieden‘, und Merirê lässt sich mit ‚Der, den Rê liebt‘ übersetzen. Die Mutter von Merirês hethitischer Frau Lavinia heißt Amat-Sin (‚Magd des Mondgottes Sin‘) und ihr leiblicher Vater trägt den Namen des hattischen Mondgottes Kashku.
Somit sind die ägyptischen Hauptpersonen schon durch ihre Namen als Vertreter der Sonnenmythologie erkennbar, in der Tatkraft und Stärke dominieren, während Lavinia - als Tochter zweier Mondgottheiten - im wahrsten Sinne des Wortes die altorientalische Mondmythologie verkörpert, die für Weisheit und Überleben steht.
Merirês Konflikt mit seinem Todfeind Ib-Seth verweist auf den berühmten Osiris-Mythos, wobei Merirês ‚Sarg‘ das eigene Haus ist, seine Vision vom allwissenden Tiermenschen enthält Zitate aus dem Gilgamesch-Epos, die Jugenderinnerungen seines Lehrmeisters entsprechen formal den ‚Sprüchen der großen Herzensfreude‘ und Lavinias persönliches Schicksal ist eine Spiegelung des sumerischen Mythos vom Gang der Himmelsgöttin Inanna in die Unterwelt.
„Geschichten können Fenster sein, wie Bilder. Aber Geschichten können auch Spiegel sein.“
Mein erklärtes Ziel war es, einen spannenden, berührenden Roman zu schreiben, dessen Handlung auch ganz ohne historische und mythologische Vorkenntnisse problemlos verstanden werden kann, und ich denke, dass mir das auch gelungen ist.
Für all jene aber, die sich darauf einlassen wollen, sich mit mir gemeinsam auf eine mythologische Zeitreise zu begeben, habe ich meinen Roman mit einem umfangreichen Anhang versehen, der genau dies ermöglicht.
„Packend, leidenschaftlich und mit großer Sachkenntnis erzählt Dietmar Füssel von Autokratie, politischer Ränke, verlogener Staatsräson, Korruption, Heuchelei und Gewalt, aber auch von wirklicher Freundschaft und wahrer Liebe im Alten Ägypten.“ (Ingrid Führer, Büchercoach)
„Wir dürfen uns freuen, Liebster, aber wir dürfen auch traurig sein. Weil jede Geburt das Ende eines Beginnens und der Beginn eines Endens ist.“
Erhältlich ist mein Roman ‚Wiederholte Geburten‘ zum Preis von 20,80 € in jeder Buchhandlung und bei allen großen Online-Anbietern, aber man kann ihn selbstverständlich auch direkt bei mir bestellen, entweder per Email oder über meinen Shop http://www.dietmarfuessel.com/shop/ , auf Wunsch gerne auch signiert oder mit Widmung.
Liebe Grüße
Dietmar Füssel
http://www.dietmarfuessel.com/
20160925
http://www.dietmarfuessel.com/politik/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Recycling
https://www.youtube.com/channel/UCBV5oOW-v7hysLRC-SOCDAA
0202
Liebe Freunde, Kollegen, Interessenten und Wegbegleiter, im Rahmen meines Langzeitprojekts ‚Videolesungen aus all meinen Büchern‘ war diesmal mein Kriminalroman ‚Der Strohmann‘ an der Reihe. Und natürlich habe ich mich auch diesmal nicht damit begnügt, einfach einen Ausschnitt daraus herunterzulesen, sondern den Text mit zahlreichen dazu passenden Bildern illustriert, sodass eine regelrechte Fotostory daraus geworden ist: https://youtu.be/mdWxQYOBD7A Dauert nur vier Minuten und ist ausgesprochen vergnüglich anzusehen. Versprochen! Liebe Grüße Dietmar Füssel www.dietmarfuessel.com
20151219
Liebe Freunde, Kollegen, Interessenten und Wegbegleiter,
nun, gegen Ende eines für mich sehr schönen und erfolgreichen Jahres, habe ich doch noch Zeit gefunden, mein Langzeitprojekt fortzusetzen, nämlich von all meinen bisher erschienenen Büchern Textproben in Videoform ins Netz zu stellen. Diesmal ist mein aktueller Lyrikband ‚Träume und Wolken oder Die Sehnsucht nach Leben‘ an der Reihe.
Und weil es auf die Dauer ziemlich langweilig wäre, immer wieder nur mich selbst beim Vorlesen zu zeigen, hat meine Mony diesmal meine Lesung mit Naturfotografien kombiniert, die teils von ihr selbst, größtenteils aber von Ursula Dietl stammen, der im Vorjahr verstorbenen Illustratorin meines Buches. Schön anzuhören und noch schöner anzusehen!
https://youtu.be/DwW1hbxoYA0
Ich liebe Herausforderungen, weil sie dafür sorgen, dass mein Leben abwechslungsreich und spannend bleibt. Daher habe ich bei der Präsentation meines Lyrikbandes ‚Träume und Wolken‘ am 17. November in Ried nicht nur Gedichte vorgelesen, sondern eines davon sogar gesungen.
Natürlich ist mein Gitarrespiel furchtbar, weil ich leider wegen meiner patscherten Finger absolut kein Talent für dieses Instrument habe, aber trotz - oder vielleicht sogar wegen? - meines unverkennbaren Mangels an Professionalität hatte mein Auftritt als Sänger doch unbestreitbar einen gewissen Charme.
Aber urteilt doch bitte selbst!
https://youtu.be/rNTZLf17SpY
Abschließend möchte ich mich bei Euch noch inniglich für Eure Treue, Eure Geduld und Eure Toleranz bedanken, die ich heuer, wie ich offen zugebe, manchmal ganz ordentlich strapaziert habe. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, weil ich nun einmal meine Aufgabe als Künstler darin sehe, diese Welt gegen den Strich zu bürsten.
Liebe Grüße und ein glückliches, erfolgreiches Neues Jahr Dietmar Füssel
1104
Barack Obama begann seine Präsidentschaft als Hoffnungsträger einer ganzen Welt und beendet sie - desillusioniert und vom Leben gezeichnet - in den Fußstapfen seines Vorgängers.
Spätestens nach der - keineswegs versehentlichen - Bombardierung des Krankenhauses von Kundus hat er auch noch den letzten Rest seiner moralischen Glaubwürdigkeit eingebüßt.
Aus ‚Yes we can‘ ist wiederum ‚Yes we kill‘ geworden.
Ich habe versucht, mithilfe einer Bild- und Soundmontage Barack Obamas Wandlung vom Könner zum Killer zu veranschaulichen, und zwar unter dem Link
https://youtu.be/fyFtmb_ESQU .
Liebe Grüße
Dietmar Füssel
0901
http://www.dietmarfuessel.com/politik/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=%22Frauen+sind+Menschen+wie+wir%22+%28Frank+Stronach%29&newsletter=%22Frauen+sind+Menschen+wie+wir%22+%28Frank+Stronach%29
20141127 http://youtu.be/jBqAeyhWYhw(Papa)
11
https://www.facebook.com/213857405298521/photos/a.213890898628505.66047.213857405298521/1002044199813167/?type=1&theater
DIETMAR FÜSSEL PROUDLY PRESENTS PANTHOKANARISCHE PLOTTENSPRÜNGE ODER DIE VERGEBLICHE SUCHE NACH DER VERGEBLICHKEIT 2014, Arovell Verlag, ISBN 9783902808752 Preis: 14,90 € plus Versandkosten (3,00 € Inland, 5,00 € Ausland)
Vor wenigen Tagen erschien im Arovell Verlag mein neues Buch 'Panthokanarische Plottensprünge oder die vergebliche Suche nach der Vergeblichkeit'.
Mir ist natürlich bewusst, dass kein Mensch sich unter diesem ungewöhnlichen Titel etwas vorstellen kann. Darüber hinaus habe ich ein Autorenfoto gewählt, auf dem ich nicht zu erkennen bin und einen Klappentext geschrieben, der absolut nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat.
Immerhin sei an dieser Stelle verraten, dass 'Plottensprünge' im Grunde genommen nur ein anderes Wort für 'Kurzgeschichtensammlung' ist. Über die Entstehungsgeschichte dieses Wortes werde ich in meinem nächsten Rundmail Auskunft geben.
Was ein Panthokanarier ist, weiß ich allerdings selbst nicht genau. Alles, was ich darüber mit Sicherheit weiß, ist, dass ich selbst einer bin.
Meine Mony hat die 'Panthokanarischen Plottensprünge' als sehr harmonisches Buch bezeichnet, und das ist es in der Tat, weil ich mein Vorhaben, ein wirklich ungewöhnliches Buch herauszubringen, realisieren konnte, ohne auf Wunsch oder Befehl des Verlags irgendwelche Kompromisse schließen zu müssen.
Daher möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei meinem Verleger Paul Jaeg dafür bedanken, dass er mir die Umsetzung meines Konzepts ermöglicht hat, ohne auch nur ein einziges Mal zu widersprechen.
Was zum Teufel sind Panthokanarier?
Das weiß ich leider selbst nicht so genau.
Möglicherweise handelt es sich bei den Panthokanariern um eine Religionsgemeinschaft, deren Hauptverbreitungsgebiet zwischen Ghana und China liegt, möglicherweise aber auch um einen in der tadschikischen Provinz Panthokan beheimateten arischen Volksstamm.
Ein mir namentlich nicht bekannter Kryptozoologe behauptete sogar, Panthokanarier wären von außerirdischen Erdbesuchern durch Genmanipulation erzeugte Mischwesen aus Panthern und Kanarienvögeln, aber das ist natürlich blanker Unsinn.
Das einzige, was ich mit absoluter Sicherheit über Panthokanarier weiß, ist, dass ich selbst einer bin - so wie John F. Kennedy ein Berliner war.
Und was sind Plottensprünge?
Zumindest darauf kann ich eine klare Antwort geben:
Ein Plot ist, etwas vereinfacht ausgedrückt, die Handlung eines erzählenden oder literarischen Textes. Wenn aber ein Buch, so wie dieses, nicht weniger als 49 verschiedene Texte enthält, die inhaltlich nicht das Geringste miteinander zu tun haben, so springt der Leser bei der Lektüre gewissermaßen von Plot zu Plot zu Plot zu Plot.
Nun kann man freilich einwenden, dass die korrekte Bezeichnung für die sprunghaften Plotwechsel meines Buches eigentlich ‚Plotsprünge‘ wäre, aber erstens klingt ‚Plottensprünge‘ phonetisch bedeutend besser, und zweitens habe ich von Karl Valentin gelernt, dass das Wichtigste an zusammengesetzten Worten das ‚n‘ in der Mitte ist, wie zum Beispiel in ‚Semmelnknödeln‘.
Meine ‚Plottensprünge‘ folgen somit den gleichen grammatikalischen Regeln wie Karl Valentins ‚Semmelnknödeln‘, nur, dass ich anstelle eines ‚n‘ gleich ein ‚ten‘ eingefügt habe, was auf Deutsch ‚zehn‘ heißt und eine Anspielung auf eines der größten Geheimnisse der Menschheitsgeschichte beinhaltet.
Aber das wäre schon wieder ein anderer Plot, daher kann und will ich hier nicht näher darauf eingehen.
Und was ist mit der vergeblichen Suche nach der Vergeblichkeit?
Dabei handelt es sich natürlich um eine Absurdität, so wie beispielsweise auch die Suche nach dem Nichts eine wäre:
Würde jemand nach dem Nichts suchen und nichts finden, so empfände er das als Misserfolg, obwohl er genau genommen sein Ziel erreicht hätte.
Würde er hingegen etwas finden, so würde sich das eben erst entdeckte ‚Nichts‘ durch seine Entdeckung augenblicklich in ein ‚Etwas‘ verwandeln und er stände wiederum mit leeren Händen da.
Und ebenso verhält es sich mit der Vergeblichkeit - wobei an dieser Stelle freilich angemerkt werden muss, dass nur ein kompletter Vollidiot auf die Idee kommen könnte, nach der Vergeblichkeit zu suchen - oder ein Philosoph.
Der Unterschied zwischen Philosophen und Idioten besteht nämlich nicht in den Fragen, die sie stellen - es sind die gleichen - sondern in den Antworten, die sie darauf finden.
Aber auch das wäre schon wieder ein anderer Plot.
Fassen wir also noch einmal kurz zusammen:
Im Grunde genommen ist das Wort ‚Plottensprünge‘ nichts anderes als ein Synonym für ‚Kurzgeschichtensammlung‘, und eine vergebliche Suche nach der Vergeblichkeit wäre natürlich eine Absurdität.
Folglich hätte ich mein Buch genauso gut auch ‚Absurde panthokanarische Kurzgeschichten‘ nennen können. Aber das wäre ein ziemlich phantasieloser, stinklangweiliger Titel gewesen, und wenn meine Bücher eines ganz bestimmt nicht sind, dann phantasielos und langweilig!
http://www.dietmarfuessel.com Bücher
Ein Mann namens Kana reiste nach Zentralasien, um in der tadschikischen Provinz Panthokan nach einem verschollenen arischen Volksstamm zu suchen, doch er fand weder den Volksstamm noch die Provinz. Daher beschloss er, einer zwischen Ghana und China weit verbreiteten Religionsgemeinschaft beizutreten, um zu Gott zu finden, doch er fand weder die Religionsgemeinschaft noch Gott, bis er schließlich im Alter von 72 Jahren von einem Panther zerrissen wurde.
Über Kanas abenteuerliches Leben könnte man Romane schreiben. Weil aber dieses Buch hier kein Roman ist, sondern eine Kurzprosasammlung, wird man darin vergeblich nach ihm suchen.
TEXTPROBE PROBLEMLÖSUNG
Ewald hatte Probleme.
Eines Tages aber beschloss er, in Zukunft nichts unversucht zu lassen, um seine Probleme zu lösen oder sie zumindest zu verkleinern.
Also öffnete er eine große Dose Hundefutter, hielt sie sich über den Kopf, und während die stinkenden Fleischstückchen auf ihn herabregneten und teilweise auch an ihm kleben blieben, sang er laut und fröhlich:
„I’m singing in the rain.“
Zufällig kam gerade ein Passant vorbei.
„Sagen Sie, was machen Sie denn da?“, fragte der Passant verwundert.
„Aber das sehen Sie doch: Ich dusche mit Hundefutter“, antwortete Ewald.
„Ja, das sehe ich“, sagte der Passant. „Aber warum machen Sie das denn?“
„Ich versuche, dadurch meine Probleme zu lösen.“
„Ach so“, sagte der Passant. „Und glauben Sie wirklich, dass das funktioniert?“
„Ich weiß es nicht“, antwortete Ewald aufrichtig. „Aber ich weiß, dass ich es mir nie verzeihen würde, es nicht wenigstens versucht zu haben.“
Und hier ist auch schon die erste Rezension meines neuen Buches. Ich habe sie dem Blog ‚Literaturgefluester‘ meiner GAV-Kollegin Eva Jancak entnommen, bei der ich mich ganz herzlich für die Erlaubnis bedanke, sie hier auf meiner Homepage wiedergeben zu dürfen. 2014-11-03
Panthokanarische Plottensprünge
Es sind wahrscheinlich die skurrilen Einfälle, die am 1958 in Wels geborenen Autor Dietmar Füssel, der sich auch politisch betätigt, kleine You Tube-Filmchen dreht und auf seiner Homepage über seine Arbeiten Auskunft gibt und einmal pro Monat bei einem Gewinnspiel, einen seiner Texte vergibt, so daß ich auf diese Art und Weise zu den meisten seiner Bücher komme, auffallen und ihn auszeichnen.
So auch bei seinem neuesten Werk, der bei “Arovell” erschienenen Kurzprosa “Pathokanarische Plottensprünge” und wer jetzt wissen möchte, was das bedeutet, sollte auf seine Homepage gehen, wo uns der Bibliothekar und Sportler verrät, daß er selber eigentlich gar nicht weiß, “Was ein Panthokanarier ist, er aber mit Sicherheit einem solchen zuzuordnen sei”.
Wie er zu dem Titel gekommen ist, wird zwar erst im nächsten Rundmail verraten, auf dem Bild am Cover ist er aber kaum zu erkennen und schaut mit geschminkten Augen und geherzten Lippen im gelben Turban durch die Gegend, während er am Buchrücken mit vorgehaltenen Bart zu sehen ist und der Beschreibungstext hat auch nicht viel mit dem Buch zu tun…
Zufrieden oder verwirrt? Ich meine, das gehört zu Füssels schriftstellerischen Markenzeichen und, daß “Panthokanarische Plottensprünge” Kurzgeschichtensammlung bedeutet, verrät er uns immerhin.
Phantastisches Fabulieren, würde ich hinzufügen und so liest es sich auch vergnüglich und außergewöhnlich durch die bizrarren Einfälle des unermüdliche schreibenden Autors, dessen Bücher man auf seiner Homepage nachzählen kann, gerät vom Hundersten ins Tausenste und hat, wenn auch in maßloser Übertreibung und manchmal auch sehr böser Ironie, wenn man fertig ist, doch ein Stück von dieser Welt erfahrren, die ein Realist wahrscheinlich farbloser beschreibt.
Und so geht es schon los mit dem ersten Text, wo sich einer, um seine Probleme zu lösen, unter die “Hundefutterdusche” begibt, spätestens jetzt hat man wahrscheinlich die Skurrilität verstanden, die ich schon von “Rindfleisch” “Diesseits von Eden” oder “Sohn einer Hure” etc kenne.
Weiter geht es mit dem “Flaschenöffner”, da reist einer nach Griechenland, kauft sich als ewiges Souvenier, das ihm beim Biertrinken an die Reise erinnern soll, einen Flaschenöffner, erkennt das “Made in China” schon beim ersten Öffnen und Futsch ist alles Schöne, denn die Reise nach China, die er einmal machte, war furchtbar und jetzt muß er jedesmal an die zahlreichen Unglücke denken, die ihm dort passierten.
Und das Ganze ist Wahrscheinlich eine Satire auf den Kleinbetrug, daß die Souveniers die man sich kauft, nicht im Lande, sondern im Ausland erzeugt wurden.
Weiter geht es mit den “Mißverständnissen”, die entstehen, wenn man harmlos im Dorfwirtshaus sitzt und einer kommt und “Darf ich?” fragt. Bloß nicht nicken ist ein guter Rat, denn sonst kann es passieren, daß man in den Ruf ein Doppelmörder zu sein, kommt und Dorf und Haus verlassen muß.
Im “Niemandsland” hängt einer eine Fahne auf ein Stück unverbautes Land, beginnt ein Haus zu bauen und erklärt sich zur unabhängigen Republik, was, wie man gleich erfahren wird zu erheblichen Schwierigkeiten in den angrenzenden Nachbarstaaten führen wird.
“Autogenes Training” ist auch so eine skurrile Füssel-Geschichte. Da begeht einer ganz zufällig und unschuldig vier Morde an seinen Frauen, kommt ins Hochsicherheitsgefängnis und die Frau des Direktors bietet den armen Mördern zur Entspannung autogenes Training an. Schon wird ein Fluchtplan geschmiedet, der aber genauso skurril mißlingt.
Man sieht die Füsselsche Phantasie macht weite Sprünge, scheut weder Land und Leute und siedelt die Geschichte auch jenseits der oberösterreichischen Dorfidyllen an.
Eine “Verlautbarung für Freiheit und Sicherheit gibt es auch”, die alle Bürgern, die ohne Handy im Auto angetroffen werden oder die, die noch Münztelefone oder Wertkartenhandies benützen, im Sinne der Terrorbekämfpfung unter Strafe stellt und das ist jetzt nur noch ein kleines bißchen skurril, sondern, wie man merken kann, wenn man das aktuelle Weltgeschehen verfolgt, schon fast wirklich und über die Staus, in denen Füssel bei seinen Urlaubs. oder vielleicht auch Lesungsfahrten nach Wien in die “Alte Schmiede” oder “Literaturhaus” steckte, läßt sich auch herrlich fabulieren, in dem man einen “Stauberater erfindet”, der zwar nicht wirklich hilft, aber dafür zehn Euro pro Person kassiert.
Dann gibt es die Geschichte von der blutdurstigen Vampirin, die gerade aus dem Irrenhaus kommt und den Boten des Königs mit einem als Kruzifix getarnten Messer erledigen will, den Knoblauch dazu mußt der Arme auch noch selber essen, man sieht Dietmar Füssel hat seinen “Dracula” gelesen und dreht ihn listig um, eine ebenso bizarre Freimaurer- oder besser Tischler Geschichte gibt es auch, eine von einer Penisverlängerung und einer Entjungferin, alles ein bißchen zynisch oder lustig, wenn der Entjungferer dann nach dem nächsten Wirthaus fragt und viele Morde bzw. ungewöhnliche Enden gibt es in den Plots der neunundvierzig Kurzgeschichten auch, wo die vorletzte damit endet, daß der Autor nach seiner Lesung, den Dreck von den Tomaten und den Eiern, mit denen er beworfen wurde, selber aufwischen muß.
Ist in Wirklichkeit das kann ich bezeugen, weil ich schon bei einigen Füssel-Lesungen war, nicht so schlimm und wer sich jetzt darüber wundert, daß ich die “Panthokanarischen Plottensprünge” schon jetzt bespreche, während der früher erschienene Gedichtband “Menschenfleisch” erst im nächsten Jahr an die Reihe kommt, den kann ich an meine Eigen- oder Notwendigkeit erinnern, Rezensionsexemplare früher als die Gewinne zu lesen, so habe ich noch einige “Füssels” auf meiner Leseliste, während ich die Gedichtbände “Unterwegs” und “Leidenschaft”, sowie “Götter und ihre Fans” schon gelesen habe und ich den, sowohl lyrischen als auch satirschen Autor nur empfehlen kann.
(Rezension von Eva Jancak in ihrem Blog ‚Literaturgeflüster‘)
0527
Liebe Freunde, Kollegen und Wegbegleiter, eigentlich wollte ich ursprünglich nur ein Lied über das Innviertel schreiben, doch dann wurde mir plötzlich bewusst, dass aus unerfindlichen Gründen bisher noch keiner auf die Idee gekommen ist, eine ‚Innviertler Hymne‘ zu schreiben, und dass mein Lied durchaus hymnentauglich war, wenn ich mich dabei auf drei Strophen beschränkte.
-- Genau das habe ich auch getan, und am Dienstag, den 20. Mai erlebte meine ‚Innviertler Hymne‘ im Rieder Kulturtempel KIK seine Uraufführung, grandios vorgetragen von Marina Jetzinger aus Hohenzell.
-- Seit einer guten Stunde kann man ihren Auftritt auch auf Youtube bewundern, und zwar unter http://youtu.be/iX7LaynGRnQ
-- Und ich will Euch etwas sagen, liebe Freundinnen, Kolleginnen und Wegbegleiterinnen: Selbst wenn man normalerweise nicht besonders auf Hymnen steht, ist dieses Lied dank Marinas wunderbarer Stimme ein echter Ohrwurm.
Hört Euch das bitte an. Es lohnt sich! Liebe Grüße Dietmar
20130320
Liebe Freunde, Verwandte, Kollegen und Wegbegleiter!
Schon in wenigen Tagen beginne ich mit der Niederschrift meines historischen Romans ‚Wiederholte Geburten‘, und eigentlich wollte ich mich erst nach seiner Fertigstellung – also ungefähr in einem halben Jahr – wieder bei Euch melden.
Weil ich aber auf mein Email über mein Jubiläumsbuch so viele positive Rückmeldungen erhalten habe, glaube ich doch, dass Euch auch das Video von meiner ersten Lesung daraus interessieren könnte.
Es wurde am 1. März im Rahmen der ‚Langen Nacht der GAV‘ in der Landesbibliothek Linz von Dorf TV aufgenommen, und hier ist der Link dazu:
http://www.dietmarfuessel.com/lesungen/
Erhältlich ist mein neuer Roman zum Preis von 14 Euro sowohl im guten Buchhandel als auch bei Amazon, aber man kann ihn selbstverständlich auch direkt bei mir bestellen, entweder per Email oder auch über den Shop meiner Homepage, auf Wunsch gerne auch signiert oder mit Widmung. Liebe Grüße Dietmar
P.S: Werbung in eigener Sache ist mir offen gestanden immer ein wenig peinlich, aber ich bin davon überzeugt, dass mir mit ‚Der Sohn einer Hure‘ ein verdammt guter Roman gelungen ist, den sich vor allem Freunde absurder Komik nicht entgehen lassen sollten!
0317
Der Sohn einer Hure
-- Am 14. Februar erschien im Sisyphus Verlag mein neuer Roman ‚Der Sohn einer Hure‘ – eine Geschichte über Literatur und Philosophie, Religion und Prostitution, perverse Politiker und nostalgische Nazis, Schnaps und Marzipan, Sex and Crime und den Sinn des Lebens.
-- Natürlich freue ich mich über jedes neue Buch, aber diesmal ist die Freude sogar noch etwas größer als sonst, weil es mein zehntes ist, und dieses Jubiläum, auf das ich immerhin seit 30 Jahren hingearbeitet habe, ist für mich als Schriftsteller schon etwas ganz Besonderes:
-- Spätestens ab dem zehnten Buch kann man nämlich durchaus schon von einem Gesamtwerk sprechen, ohne der Übertreibung bezichtigt werden zu können, und das macht mich stolz und glücklich.
-- Freilich hoffe ich, dass noch viele, viele weitere Bücher folgen werden – vor allem mein historischer Ägyptenroman ‚Wiederholte Geburten‘, an dem ich nun schon seit elf Jahren arbeite und den ich heuer endlich und endgültig fertigstellen möchte. Aber das ist eine andere Geschichte. Daher zurück zu meinem neuen Roman ‚Der Sohn einer Hure‘:
-- Johann F., Sohn einer ehemaligen Nobelprostituierten, ist einer der erfolglosesten Schriftsteller des 21. Jahrhunderts. Seine Mutter hat es nach Beendigung ihrer aktiven Laufbahn durch die Gründung der weltbekannten Quicksexkette ‚Mach schnell und geh‘ zu Reichtum und Ansehen gebracht.
-- Sein mittelloser Vater, ein nostalgischer Nazi, schwärmt für Schnaps und kleine Hitlerfiguren aus Marzipan. Seine Geliebte hingegen schwärmt vor allem für sich selbst, weil sie sich für die größte Philosophin aller Zeiten hält. Johann F. liebt es, stundenlang mit ihr über Gott und die Welt zu diskutieren. Aber er hasst es, mit ihr zu schlafen. Und das ist sein Verderben.
DAS KUHTUM DER KUH Leseprobe
-- Kennen gelernt habe ich meine Geliebte bei einer Diskussion über das Kuhtum der Kuh, die unter der Leitung des zu Recht weitgehend unbekannten indischen Gurus Mohandas Ramaprashnan, des Erneuerers des Vaisesika-Systems, im Veranstaltungsraum einer Molkerei stattfand.
-- Laut Ramaprashnan ist kein Lebewesen, nicht einmal eine Mücke, frei von Kuhtum. Die reinste Verkörperung des Kuhtums aber fände man in der Kuh. Ich hatte mich vor geraumer Zeit aus purer Langeweile intensiv mit dieser Lehre beschäftigt und war zu dem Schluss gekommen, dass sie ausgesprochen idiotisch war. Deshalb ging ich hin, um dem Guru mal gründlich die Meinung reinzusagen. Dafür, dass es um ein dermaßen komplexes Thema ging, waren überraschend viele Besucher gekommen, nämlich drei:
-- Sie, die ich zwar schon vom Sehen her kannte, mit der ich bisher aber noch kein einziges Wort gewechselt hatte, dann noch ein total besoffener Althippie mit einem deprimierend schütteren Irokesenschnitt – und ich. Wie ich später erfuhr, war diese Diskussion eigentlich nur durch eine Eigenmächtigkeit des gerade erst neu gewählten Obmanns des veranstaltenden esoterischen Zirkels zustande gekommen, der vor vielen Jahren einige Monate in Ramaprashnans Ashram verbracht und ihn nun aus rein nostalgischen Gründen eingeladen hatte, ohne die übrigen Vorstandsmitglieder auch nur davon zu informieren, woraufhin er bei der nächsten Sitzung gleich wieder abgesetzt worden war.
-- Weil sich Ramaprashnan zu diesem Zeitpunkt aber bereits in Österreich befand und auch die Plakate schon gedruckt waren, konnte man die Veranstaltung nicht mehr einfach absagen, sodass sie tatsächlich stattfand. Freilich fielen die Begrüßungsworte der neuen Obfrau ausgesprochen frostig aus:
-- „Ich begrüße Sie herzlich zu dieser Diskussion mit Guru Ramaprashnan über das Kuhtum der Kuh“, sagte sie. „Leider kann ich selbst nicht daran teilnehmen, weil in einer halben Stunde unter meiner Leitung drüben im ‚Hexenhaus’ ein veganes Channeling mit Erzengeln stattfindet. Aber vielleicht...“ – sie wandte sich an den besoffenen Althippie, der offenbar mit dem kürzlich abgesetzten Obmann identisch war – „... vielleicht möchtest du ja etwas dazu sagen? Schließlich war die Sache ja deine Idee.“
-- „Nein. Eigentlich nicht“, lallte er. „Ich glaub, ich hab ein bisschen zu viel getrunken.“ „Ein bisschen ist gut“, bemerkte sie spöttisch. „Ach ja, eines noch, ehe ich es vergesse: Ich muss dir leider mitteilen, dass der Vorstand einstimmig beschlossen hat, dich mit sofortiger Wirkung aus dem Zirkel auszuschließen, wegen vereinsschädigendem Verhalten.“
-- „Na und?“, brummte er. „Ich wollte sowieso austreten, aus diesem Scheißverein...“
-- „Umso besser. Dann darf ich mich jetzt also verabschieden. Schönen Abend noch“, sagte sie mit dem Emotionspotential einer Wasserleiche und verließ den Raum.
-- Ramaprashnan saß auf dem Podium und lächelte auf uns herab. Mit einer einladenden Handbewegung forderte er uns auf, mit der Diskussion zu beginnen. Ich wollte natürlich sofort das Wort ergreifen, doch sie kam mir zuvor:
-- „Guru, du bist ein seniler alter Trottel und deine Theorie ist ein hirnverbrannter Blödsinn. Geh brausen“, sagte sie. Begeistert applaudierte ich ihr. Wie schön ist es, einen Menschen zu treffen, der einem aus der Seele spricht! Der Guru lächelte, doch nicht etwa deshalb, weil er so weise war, dass derartige Angriffe ihn nicht mehr berührten, sondern weil er kein Wort Deutsch verstand.
--Die einzige Sprache, die er beherrschte, war nämlich ein seit Jahrhunderten ausgestorbener Hindi-Dialekt, den ihm sein Ziehvater, ein exzentrischer Linguist, aus purer Bosheit anstelle einer lebenden Sprache beigebracht hatte, weil er den außerehelichen Sohn seiner Frau hasste.
Erhältlich ist mein neuer Roman ‚Der Sohn einer Hure‘ zum Preis von 14 Euro in jeder guten Buchhandlung, aber man kann ihn selbstverständlich auch direkt bei mir bestellen, entweder per Email oder auch über den Shop http://www.dietmarfuessel.com/shop/ meiner Homepage, auf Wunsch gerne auch signiert oder mit Widmung.
P.S: Am Dienstag, den 4. Juni, 20 Uhr, stelle ich mein neues Buch im KIK (Kunst im Keller) in Ried vor. Als kulinarische Spezialität gibt es diesmal, passend zum Thema, Tagliatelle alla Puttanesca (‚Hurennudeln‘), zubereitet natürlich wieder von Mony Hemetsberger, von der übrigens auch das originelle Coverfoto stammt. kontakt@dietmarfuessel.com www.dietmarfuessel.com _________________ FORUMADMIN HP |
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