Bruno Wanderer
Was betrübt, was beglückt in Worten ausgedrückt


 

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FLORA/GEO/GIPFELBUCH (Grimming)



 
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brunowanderer
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Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 357
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BeitragVerfasst am: 30.04.2013, 09:42    Titel: FLORA/GEO/GIPFELBUCH (Grimming) Antworten mit Zitat

Natur/Inhalt
°° / WÖRTERBUCH/LEXIKA°°

ZITATE-Online - DIENER des STAATES
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Post.A Post.B

(Kaiser-Lenau†Krippelberg)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/Grimmingbuch?noredirect=1#5695637547445711170
(GindlhornGrimmingNachbar)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/Grimmingbuch?noredirect=1#5757646690571319602
(GrimmingAdam)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/Grimmingbuch?noredirect=1#5695710526073693490
(GrimmingÖAV-Kreuz)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/Grimmingbuch?noredirect=1#5700403427496165442
(LärchkogelWandsteigbuch)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OSLINGERKLGRIMMING?noredirect=1#5699666712511165506
(SchartenspitzeFinger)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/KleinerGrimming?noredirect=1#5700966671860919698
(SchartenspitzeKreuz)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/Grimmingbuch?noredirect=1#5700421643414440210
(SchartenspitzeNordwandfuhren)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/Grimmingbuch?noredirect=1#5695616413862177714
(Tressenstein)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/KleinerGrimming?noredirect=1#5700568134488528498
(Zwölfer)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/KleinerGrimming?noredirect=1#5589159494683584482

Botanik (FloraGrimming)--> http://www.meingrimming.at/wordpress/?p=109 http://meingrimming.zenfolio.com/p30062793/h92B687C#h92b687c
-- Der Grimming erhebt sich unmittelbar aus dem Talboden der Enns, fußt sozusagen am Ufer des größten Fließgewässers der Region, an dem sich Reste von Auen erhalten haben, die den Pflanzen durch wechselnde Wasserstände entsprechend völlig unberechenbare Lebensbedingungen bieten. Die meisten von ihnen sind fähig, zeitweilige Überflutungen relativ unbeschadet zu überstehen. Diese Situation wird durch günstige Lebensbedingungen wieder wettgemacht, da jede Überflutung dem Boden Nährstoffe mitbringt und so die Fruchtbarkeit erhöht.
-- Im untersten Uferbereich können sich nur raschlebige einjährige Kräuter bis zur Samenreife entwickeln. Dem Flussröhricht und den ersten Gehölzen am Uferrand schließen die Nass- und Feuchtwiesen des Ennstals an, die noch bis vor wenigen Jahrzehnten fast ausschließlich als Streuwiesen genutzt wurden. Da diese erst nach der Samenreife der Pflanzen gemäht wurden und heute noch in einigen wenigen geschützten Bereichen werden, hat sich in kleinen Bereichen eine sehr ursprüngliche Vegetation mit der Sibirischen Schwertlilie erhalten.
-- Die Pflanzen der Berg- bzw. Mischwaldstufe müssen sich meist mit der Nutzung durch den Menschen, zumeist der Waldbewirtschaftung, „arrangieren“. Im Bereich der Talterrassen und vor allem an den Abhängen des Grimmings wurzelten mit Vorliebe Buchen, Fichten und Tannen. Das stärkste Vorkommen der Buche, die die sonnigen, windgeschützten Kalklagen liebt, erstreckte sich auf Höhenlagen zwischen 800 und 1300 Metern. Fichtenbestände, die früher als dunkelgrüner Streifen die Waldgrenze über der Buchenwaldzone bildeten, haben durch gezielte Aufforstungsmaßnahmen heute überhandgenommen. In diesen Bereichen sind auch die Licht liebenden und sehr frostbeständigen Lärchen eingestreut. Darüber hinaus ist die trockene Südwestabdachung des Grimmings beim Pass Stein ein Verbreitungsgebiet der Föhre.
-- Bis zu der durch die steil einfallenden Felsen und das raue Gebirgsklima bedingten Baumgrenze (am Grimming in 1.300 bis 1.600 Meter Höhe) werden die Wälder immer lichter. Meterhoher Schnee bedeckt im Winter diesen Krummholzgürtel. Er bindet den Schnee und verhindert somit das Abgehen von Lawinen. Im Sommer hemmt er den Steinschlag, indem er springende Steine abfängt und sogar rutschende Schutthalden zum Stehen bringt. Die Latsche (Bergkiefer, Pinus mugo) vereint Genügsamkeit mit größter Lebenszähigkeit. Mit horizontal weit ausgebreiteten Wurzeln verankert sie sich fest im kargen Boden.
-- Oberhalb der Baumgrenze können sich nur mehr Zwergsträucher, krautige Pflanzen, Algen und Flechten behaupten. Verantwortlich dafür sind die kargen Böden und das raue, stürmische Klima. Die Fels- und Schuttfreien Hänge und ebenen Flächen werden von Grasheiden- und Zwergstrauchgesellschaften eingenommen. Die Pflanzen haben sich an die unwirtlichen Lebensbedingungen in dieser Höhenlage des Grimmings angepasst. Sie bleiben niedrig, um den austrocknenden Winden zu entgehen, ein erhöhter Zuckergehalt des Zellsaftes macht sie unempfindlich gegen Kälte und Frost. Blätter und Stängel besitzen dickere Außenhäute, Borsten oder filzige Haare schützen vor verstärkter Verdunstung.
-- Die gewaltigen Schmelzwassermengen des Frühjahres und die starke Sonneneinstrahlung kommen dem Wachstum der Pflanzen entgegen; sie wachsen und blühen rascher als im Tal, ihre Blütenfarben sind reiner und satter.
-- Selbst in kleinsten Ritzen von Felsen und Schutthalden können noch Pflanzen wurzeln. Auch auf den ständig rutschenden Schutthalden sind Blütenpflanzen oder Moose zu entdecken. Die Pflanzen der alpinen Stufe sind meist Stauden oder Holzgewächse, die den Winter überdauern. Nur wenige Prozent sind einjährige Pflanzen, die im kurzen Sommer ihr ganzes Leben von der Keimung bis zur Samenreife durchlaufen müssen. Licht liebende Steinbrecharten holen sich aus der tief im Schutt gespeicherten Feuchtigkeit das notwendige Wasser. Felsspalten füllen sich mit geringen Humusmengen, auf denen sich verschiedene Polsterseggen ansiedeln können. Die intensiv gelben Blüten des „Petergstammes“ wachsen hier ebenso in Kontrast zum Grau der Felswände, wie die intensiv blau gefärbten Blüten der zierlichen Glockenblume. Auf den steilen Wänden gedeihen nur noch Flechten, Pioniere, die als erste Lebewesen den nackten Fels besiedeln und denen Algen und Moose nachfolgen.
(Für eine ausführliche Darstellung siehe: Harald Matz, Wolfgang Otte, Die Pflanzenwelt am Grimming. Ein kurzer Überblick, in: Der Grimming. Monolith im Ennstal, hrsg. v. Schloss Trautenfels, Universalmuseum Joanneum, Alland 2011, S. 80 ff.) http://www.meingrimming.at/wordpress/?p=286

Worauf der Grimming steht
-- An der Basis der Südwestflanke des Grimmings findet man lokal Gesteine des Erdaltertums, die im Gebiet um St. Martin auch Magnesit führen.
-- Die eigentliche Entwicklungsgeschichte des Grimmings beginnt an der Grenze vom Erdaltertum zum Erdmittelalter, vor ca. 250 Millionen Jahren. Feine klastische Ablagerungen im Wechsel mit Salz und Gips zeugen von klimatisch bedingten hohen Verdunstungsraten in einem Küstenbereich. Sehr selten sind in diesen – als Werfener Schichten bezeichneten Sandsteinen – Fossilien zu finden.
Dachsteinkalk
-- In einer Lagune mit einem vorgelagerten Riff entstanden vor rund 210 Millionen Jahren mächtige Kalklagen am Rande des Tethys-Ozeans. In dieses Flachmeer, es befand sich in der Nähe des Äquators, wurde auch gelegentlich rotes Verwitterungsmaterial vom Festland eingeschwemmt. In der Lagune, die durch langgestreckte Korallenriffe gegen das offene Meer geschützt ist, lebten große, dickschalige Muscheln. Nur sehr selten findet man in diesen Kalken der Triaszeit Schalenreste von Kopffüßern (Ammoniten, Nautiliden oder Orthoceren).
Das Ende von Pangäa
-- Der Riesenkontinent Pangäa zerfällt endgültig und es bildeten sich tiefe, in sich gegliederte, Meeresbecken. Auch Alteuropa wird durch den neu entstehenden Penninischen Ozean gespalten. In den Kalkablagerungen der Jurazeit findet sich ein buntes Spektrum an versteinerten Resten von Meeresbewohnern. Die Vorkommen von Manganknollen dokumentieren das Absinken des Meeresbodens. Radiolarite vom Grimming zeugen von einer Entstehung in Meerstiefen um ca. 4.000 m.
Reise durch die Erdkruste
-- Die mehrere tausend Meter mächtigen Meeresablagerungen wurden während der Gebirgsbildung, die in mehreren Phasen erfolgte, zusammengestaucht, verfaltet und in Decken übereinander gestapelt. Eindrucksvoll und bedrohlich sieht man an der Nordostseite des Grimmings die ursprünglich annähernd flach abgelagerten und geschichteten Dachsteinkalke steil ins Tal abfallen. Die Plattentektonik erklärt uns diesen Prozess.
Jetzt wird es eng
-- Afrika schiebt sich weiter gegen Europa. Die dazwischen liegenden Teile der Erdkruste, teilweise schon in Decken übereinander gestapelt, ragten am Ende dieses Prozesses als bergige Inselwelt aus dem Meer. Sofort setzte Erosion ein und Flüsse transportieren den Verwitterungsschutt ab. Die Sedimente der Gosauschichten (Konglomerate, Sandsteine und Kalkablagerungen) dokumentieren bewegte Zeiten in der Oberkreide. Anschließend ging es noch einmal einige Hundert Meter in die Tiefe, bevor der Grimming in der Erdneuzeit vor ca. 30 Millionen Jahren endgültig aus dem Meer steigt.
Raus aus dem Meer
-- Die Kollision der Kontinente und die damit verbundene Verdickung der Erdkruste führten in der jüngeren Erdneuzeit zu Ausgleichsbewegungen im neu entstehenden Alpenkörper. Während sich die Zentralalpen aufwölben, verteilen Flüsse die durch Erosion entstehenden Schotter über die noch als Flachland ausgebildeten Kalkalpen. Reste dieser Gerölle („Augensteine“) findet man noch heute auf den kalkalpinen Hochflächen. Geringmächtige Kohlebildungen geben Hinweis auf lokale Sumpfgebiete entlang dieser Flüsse.
Es kracht an allen Ecken und Enden
-- Bedingt durch die enorme Einengung wurden große Krustenteile des Ostalpenkörpers nach Osten ausgequetscht. Rund 50 km wurden die Krustenteile verschoben. Zahlreiche Erdbeben entlang dieser Bewegungslinien zeugen noch heute von Bewegungen der Erdkruste.
Der letzte Schliff
-- Der mehrmalige Wechsel von Warm- und Kaltzeiten, verbunden mit gewaltigen Gletschervorstößen, modellierte die Landschaft in der Eiszeit. Während des letzten Gletscherhöchststandes in der Würmeiszeit vor ca. 20.000 Jahren ragten nur die isolierten Spitzten (Nunatakker) der höchsten Berge aus den umgebenden Eismassen. Nach dem raschen Abschmelzen der Gletscher wurde das Ennstal mit bis zu 300 m mächtigen Gesteinsschuttmassen von Schwemmkegeln und Fluss- und Seeablagerungen aufgefüllt.
(Ausstellungstafeln zur Sonderausstellung „Der grimmige Berg. Mons Styriae altissimus“; Text Ingomar Fritz) http://www.meingrimming.at/wordpress/?p=290
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BeitragVerfasst am: 30.04.2013, 09:42    Titel: Anzeige

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