brunowanderer Administrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.09.2006 Beiträge: 357 Wohnort: Wien / Oberzeiring
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Verfasst am: 07.04.2013, 19:16 Titel: TOTENBUCH (Zitate) |
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KUNST/INHALT Zitate-Mayer T°O°T°E°N°B°U°C°H
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ZITATE-Online
Glaube Kapellen Marterl T°O°D Wallfahrt
Prozession
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Post.A Post.B
| Zitat: | 2012-02-27 Inveni portum. Spes et Fortuna valete! Sat mihi lusistis, ludite nunc alios!
Alter römischer Grabspruch, in der Antike ins Griechische übertragen. Im MA weit verbreitet, z. T. modifiziert (Christus, der Hafen). Deutsch: Ich habe den [sicheren] Hafen gefunden. Lebet wohl, Hoffnung und Glück! Lange genug habt ihr mich getäuscht. Treibt jetzt euer [böses] Spiel mit anderen. Noch im späten MA wurde der Spruch (in Latein) sogar auf Gräber von Bischöfen gestanzt, z. T. wegen des heidnischen Gehalts nachchristianisiert (Christus, der Hafen). Eine wunderbar schillernde Sentenz. Die Täuschung wird durch den Tod aufgehoben. Grandiose Selbstironie. Selbstparodie. Wohl unfreiwillig. http://www.keinverlag.de/texte.php?text=249269 |
A
~ ANTWORT Ein Friedhofbesucher fällt in ein Grab. Ein anderer fragt: "Sind sie hinuntergefallen?" "Nein! Man hat mir den Sarg gestohlen." War die Antwort.
B
~ Hier liegt der Huber BENI, gschaffn hat er weni hinterlassen hat er nix ausser a schwangres Mensch und a Kruzifix. Marterl
In den besten Jahren bin ich auf hohe BERGE gefahren, nun muss ich mich bemühen mich mit einem Erdenhügel zu begnügen. 20091031
F
~ Was nützt es wenn man der reichste Mann am FRIEDHOF ist? Besser reich gelebt als reich gestorben.
~ „Was der Sinn des Lebens ist, weiss keiner genau. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem FRIEDHIF zu sein.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Ustinov
~ „Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer FRIEDHOFMAUER. Die, die drinnen sind, können sowieso nicht hinaus, und die, die draußen sind, wollen nicht hinein.“ http://www.zitate-online.de/autor/twain-mark/
G
~ Hier Wanderer ruhen meine GEBEINE, ich wünsche es wären deine. Marterl
~ Ist es nicht schon genug, dass man GEBOREN wurde - muss man den auch selber sterben?
~ Hier ruht leider mein GEMAHL, er war Schneider unten im Tal. An seiner Stell' setz ich dort mit dem Gsell die Arbeit fort. Marterl
~ Und so ist mein GLAUBE, dass am Ende alles gut ist, und alle Trauer nur der Weg zur wahren Freude ist." Friedrich Hölderlin
~ GRABAUFSCHRIFTEN
~~ Er war Mathematiker, sie war unberechenbar.
~~ Er war Zahnarzt, hier füllte er sein letztes Loch.
~~ Zuerst strebte er ohne Rücksicht auf die Gesundheit nach Reichtum,
~~ Dann strebte er mit seinem ganzen Reichtum vergebens wieder nach seiner Gesundheit,
~~ Er ruht in ewigen weiter vererbten Unfrieden. Grabaufschrift für einen Geldgeier. Gipfelbuch
H
~ Ich sah einen neuen HIMMEL und eine neue Erde. Offb. 21,1 - Anton Fritsch†
~ HISTORIKER können die Vergangenheit ändern - Gott kann dies nicht. 20091031
J
~ Hier ruhet der ehrsame JOHANN Missegger. Auf der Hirschjagd durch einen unvorsichtigen Schuss erschossen, aus aufrichtiger Freundschaft von seinem Schwager Anton Steger. Marterl
~ Allhier liegt begraben eine äusserst tugendsame JUNGFRAU Viktoria Schreiner war ihr Name. Sie trieb im Pfarrhaus die Kocherei doch sonst war sie von Lastern frei. Wandrer beug dein weltliches Knie und lebe Rein und Keusch wie sie! Marterl
~ Hier liegt unser geliebter JUNKER als er tot war stunk er! Marterl
K
~ Hier liegt der Messner KRUG, der Kinder, Weib und Orgel schlug. Marterl
L
~ Er starb, zum grössten LEIDWESEN seiner Gemeinde, eines seligen Todes. Marterl
~ Alle Veränderungen, sogar die meistersehnten, haben ihre Melancholie. Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst. Wir müssen einem Leben LEBEWOHL sagen, bevor wir in ein anderes eintreten können. August Strasser† - Anatole France
~ Auf der Krone der LIEBE da ruht meine Ruh.
~ Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von LIEBE, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. Albert Schweizer
M
~ Hier liegt Simon MAAS, im Leben ein faules Âs, das gleiche er im Tode ist. Gelobt sei Jesus Christ! Marterl
~ Der MENSCH muss sterben. Homini necesse est mori. [Cicero, de fato 9]
P
~ POLITIKER Nachruf: Sein Leben lang war er aus ganzen Herzen rot, er starb sogar an roten Warzen, zu Grabe getragen haben ihn aber die Schwarzen. http://www.angelfire.com/d20/wanderer0/glossararchiv.html#Politiker_Nachruf
R
~ Requiescat in pace http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhe_in_Frieden
~ Hier ruht in süsser RUH erdrückt von einer Kuh der Xander Meier, der Herr schenke ihm die ewge Ruh. Marterl
S
~ Weil unsre Seele, einsam, schon geruht vorauszugehen.... Rilke http://www.nie-nie-sagen-verlag.de/inspirationen.html http://mitrilkedurchdasjahr.blogspot.co.at/2011/11/rainer-maria-rilke-indem-das-leben.html
~ Allzufrüh des SEINIGEN, mähte der Herr den Lebensstengel dieses Mannes ab. Marterl
~ Ich wuchs ganz allgemein heran in meiner SÜNDENBLÜHTE da kam ein Stier an mir vorbei und stiess mich in die Mitte. Zur Himmelfreud zur ew'gen Ruh kam ich durch dich du Rindvieh du! Marterl
~ Süßer SCHLAF! Du kommst wie reines Glück ungebeten, unerfleht am willigsten. Du lösest die Knoten der strengen Gedanken, vermischest alle Bilder der Freude und des Schmerzes, ungehindert fließt der Kreis innerer Harmonien, und eingehüllt in gefälligen Wahnsinn versinken wir und hören auf zu sein. Johann Wolfgang von Goethe Egmont
~ STUFEN Unser Wissen blüht in den Himmel und öffnet sich fÜr neue Frucht. Wie jede Blühte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jedes Leben, blüht jede Weisheit und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz in jeder Lebensstufe bereit zum Abschied und Neubeginn sein, um sich mit Tapferkeit und ohne trauern in andre neue Bindungen zu geben. Um jedem Anfang wohnt ein Zauber inne der uns beschützt und der uns hilft zu leben. Wir sollen heiter Raum und Zeit durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will Stufe fuer Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch in einer Lebensweise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, nur wer bereit ist zu Aufbruch und Reise, mag laehmende Gewöhnung sich entraffen, es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegen senden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden....... Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde! Aus Hermann Hesse ; Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne Suhrkamp, Frankfurt 1986
T
~ „Der TOD geht mich eigentlich nichts an. Denn wenn er ist, bin ich nicht mehr, und solange ich bin, ist er nicht.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Epikur
~ Es ist alles lächerlich, wenn man an den TOD denkt. Thomas Bernhard - Lächerlich- war wie man T.B. in seiner Lebenszeit in Österreich behandelt hatte, -auch wie man nach seinem Tod um sein Erbe buhlte und es dann auf österreichische Art - erschlichen hat.
~ Da kann nur die TODESAUSSICHT trösten. Thomas Bernhard - 20091005
~ Ob dick oder dünn, ob arm oder reich ob, ob schlau oder dumm – der TOD bringt um, macht alle gleich. 20100413 Im Sarg lag ein Fremder
~ Es ist die höchste Philosophie und Weisheit, sich den TOD vor Augen zu halten. Optima philosophia et sapientia est meditatio mortis.
~ Über die TOTEN nur Gutes! De mortuis nihil nisi bene! [nach Diogenes Laertius 1, 3]
~ Eure TRAURIGKEIT soll in Freude verwandelt werden. Joh. 16,20 - Anton Fritsch†
~ Ist die TRENNUNG doch recht bitter und kann kein Mensch denn Schmerz verstehen. Ein Stern leuchtet am Himmel, es gibt ein Wiedersehen.
U
~ UNEHRLICHKEIT am Sarg hat niemand verdient.
W
~ WAS wir sind, werdet auch ihr. Friedhofaufschrift Schöder.
~ Der WEG in die Ewigkeit ist nicht weit. Um Zehn fuhr er fort, um halb Elf war er dort. Marterl
~ Hier liegt begraben mein WEIB, Gott sei Dank, immer gab es mit ihr Zank. Drum lieber Wanderer geh weg von hier, sonst steht sie auf und zankt mit Dir. Marterl
~ Hier liegt der Johann WEINDL, gefressen hat er wie ein Schweindl gesoffen wie ne Kuh, jetzt hat er im Himmel Ruh. Marterl
Z
~ Die ZEIT gleitet dahin, wir altern unmerklich in den Jahren und die Tage entfliehen, da kein Zügel sie zurückhält. Tempora labuntur tacitisque senescimus annis et fugiunt freno non remorante dies. August Strasser† - Ovid
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