Bruno Wanderer
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DENKMAL/KUNST (Oberzeiring)



 
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brunowanderer
Administrator



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Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 357
Wohnort: Wien / Oberzeiring

BeitragVerfasst am: 16.11.2012, 17:28    Titel: DENKMAL/KUNST (Oberzeiring) Antworten mit Zitat

Bauwerk/Oberzeiring/Inhalt

ZITATE-Online - O°B°E°R°Z°E°I°R°I°N°G


Aktion Antenoria BERGWERK Bernhard Bildergalerie Darwin Grogger Kunst Litera Mayer Meller O°B°E°R°Z°E°I°R°I°N°G - UMGEBUNG Ödstein Schefberger Skiptorium Trojani Vergil Wahl Zeitung
OBERZEIRING
W I K I Category:OBERZEIRING http://de.wikipedia.org/wiki/Oberzeiring | http://www.facebook.com/pages/Oberzeiring/136494784534 | http://www.kleinezeitung.at/steiermark/judenburg/oberzeiring/index.do
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Post.A Post.B

• 2015-09-16 http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/murtal/peak_murtal/4803230/Johanna-Pichlmair_Interview-mit-Geigerin-Johanna-Pichlmair

(Ausstellung 2005)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OBERZEIRING#5694293490049076818
(EdelschrottdrioHandwerkshof)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/BRAUCHTUM#5791137434635487938
(ElisabethkircheFresken--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OBERZEIRING#5437872032824257842
(KaiserFranzJosef Obelisk)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OBERZEIRING#5693140438514828226
(Maibaummusical)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OBERZEIRING#5893529853037304738
(Mayerhaus Schilda1v14)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OBERZEIRING#5691137482107620594
(Musik)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OBERZEIRING#5487990159703983826
(Römerbrücke)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OberzeiringUmgebung#5693157387776832050
(SchalensteinHabring)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OBERZEIRING?noredirect=1#5325618750340405970
(SkulpturÖlzant)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OBERZEIRING#5697543621986299634
(UnvollendeteWahl)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/WahlAlexander?noredirect=1#5280156841568739202
Wischenbart)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OBERZEIRING#5534122210844676194
THEO TEATER SPIELPLAN—>

F R E Y T H A L FRIDOLIN Jakob Simbürger 1832-1903 War ein Heimatdichter der Niederen Tauern
Das Pusterwaldthal hat eine gemüthvollen und naturgesinnten Schilderer in seinem Sohne Jakob Simbürger gefunden.
S. wurde am 12.Juli 1832 auf dem schönsten Fleck des Pusterwaldthales in Mitterspiel auf dem vulgo Kirchschlagergute, das in alten Kaufbriefen vor mehr als 200 Jahren der „Friedl“ oder „Friedlhof“ genannt worden ist, geboren. Schon in seiner gar sonnig verlaufenden lauschte er gerne den Volksweisen und lustigen „Tanzeln“ wie sie die Burschen zur Maultrommel, Harmonika oder Zitherklängen sangen und den aufjubelnden Jodler (Wolitzen), dessen Echo weit in den Bergeswänden widerhallte oder erlauschte den sagenreichen Erzählungen vom fröhlichem Almleben, von Jägern und Wildschützen, oder von alten Bergbauten und ihren Schicksalen. Nahmen schon die Erzählungen die aufgeweckte Phantasie des Knaben gefangen, so waren die Eindrücke von der Majestät der Alpen in ihrer überwältigten Größe bei dem wiederholten Besuch der umliegenden Gebirgswelt mit ihren schönen Almböden umso mächtiger, und diese Eindrücke vertieften sich in den empfänglichen Herzen des Jünglings so sehr, dass sie ihn später zur unerschöpflichen Quelle seiner schriftstellerischen Thätigkeit wurden und noch an der Schwelle des Greisenalters das Leben des Priesters verschönern, der heute noch tiefbewegt ausruft: „O wie ist meine Kindheit schön gewesen!“ Dazu kam, dass auch der Volksschullehrer, Josef Heinisser war sein Name, ein großer Alpenfreund war, der auf den Alpenhöhen gar wunderschöne Sänge ertönen ließ und dem Waldhorn gar zauberisch traute Klänge zu entlocken wusste, die weit ins Tal herabtönten.
Im J. 1845 kam S. an das Gymnasium in Graz und absolvierte dasselbe am 31.Juli 1853 (Matura), in den Zeugnissen der letzten Jahre wird durchwegs die ungewöhnlich klare Auffassung und die Fähigkeit behandelte Stoffe schriftlich vorzüglich darzustellen, gelobt und wies insbesonders auch der Professor für deutsche Sprache, Dr. Josef Karner, schon 1851, von einer scharfen Beobachtungsgabe Zeugnis gebend, auf die produktive Anlage S.’ hin.
Einen inneren Trieb folgend, kleidete S. in dieser Zeit vielfach seine Lieblingsgedanken in poetische Form und es entstanden zahlreiche Gedichte auf die Alpen, die waldgrüne Heimat, auf Deutschland und seine Helden u. s. f., die jedoch S. sich nur selten aufbewahrte, wie überhaupt die Natur S. sich mehr nach innen vertiefte.
Vom Herbst 1853 bis Sommer 1857 absolvierte S. die theologischen Studien im Priesterhause zu Graz, um am 27.Juli 1856 zum Priester geweiht zu werden.
Mit Decret vom 26.Juli 1857 wurde S. nach Ober-Zeiring als Kaplan berufen, woselbst er 5 Jahre verblieb, um sodann in gleicher Eigenschaft nach Lassing bei Liezen zu kommen; es folgten die Stationen Irdning, Wörschach, Donnersbachau und Liezen, um endlich am 1.März 1866 zuerst als Provisor, dann als Localcurat nach dem herrlich gelegenen Walfahrtsort Kummitz im steirischen Salzkammergut zu kommen.
Hier mitten in der großartigen Natur des Salzkammergutes, verbrachte S. die glücklichste und schaffensfreudigste Zeit seines Lebens unter den freundlichsten Verhältnissen. In Kummitz weilte S. bis 38.September 1877, um sodann als Dechant und Pfarrer nach Schöder berufen zu werden, woselbst er am 21.Juli 1879 zum Fürstbischöflichen Geistlichen Rathe ernannt wurde.
Seit 23.Jänner 1889 ist S. auch Mitglied des historischen Vereines von Steiermark. Ein glückliches Selbstgenügen bewog S. lange Zeit seine schriftstellerischen Arbeiten im Schreibpulte zu bewahren und es bedurfte erst vielfachen Zuspruches von befreundeter Seite, um S. zur Überlassung seiner Arbeiten zur Publication zu bewegen, wobei S. abermals unter dem Einflüsse Anderer als Pseudonym, mit Bezug auf sein heimatliches Tal, den Namen „Fridolin von Freithal“ annahm.
1865 „Katharina von Erlenbrunn, oder Freud und Leid in den Alpen“, Novelle; Vereinsausgabe des katholischen Pressvereines, welche 1892 im „Sonntagsboten“ wieder zum Abdrucke gelangte.
1866 „Das Hochgericht in Birkachwald“, 1881 abermals im „Sonntagsboten“ abgedruckt.
1877 „Vater Martins Heimgang“, im „Sonntagsboten“.
1878 „die Kohlröserl am Ödensee“, in welchen die Sitten des steirischen Salzkammergutes beschildert werden, im gleichen Blatt.
1883 „Das Vermächtnis des Einlegers“, im steirischen Volks-(Josefs) Kalender.
1893 „Der Werker Rocherl“, eine Dienstbotengeschichte aus dem steirischen Oberlande.
1894 „Bader Heinrich“ (Heinrich Lobenstock), ein Lebensbild voll interessanter Charakterzüge bietet dieses Buch.
Nebst diesen selbständigen fanden wir größeren Arbeiten fanden wir von S. zahlreiche Feuilleton – Arbeiten, Correspondenzen etc., die von local Interesse sind.
S. Erzählungen, immer auf den heimatlichen Boden des steirischen Hochlandes fußend, zeichnen sich durch eine feine sinnige Naturbetrachtung und gemüthstiefes Erfassen des Seelenlebens der Älpler in ihren schlimmen und guten Regungen aus und in dem S. zahlreiche Erinnerungen und die Schilderung alter Sitten und Bräuche, Volksweisen und Volksspiele verwebt, werden dieselben stets auch eine wichtige Fundgrube für den culturhistorischen Forscher. Schlicht und prunklos wie das Leben der Älpler dahinzieht, führt auch S. das Volksleben, meist mit moralisierender Tendenz, vor den Augen des Lesers aus. Schließlich geben wir der Hoffnung Raum, dass die interessanten größeren Arbeiten S. ihren wohlverdienten Platz in der Literatur finden.
„Die Eherne Mark“ Eine Wanderung durch das steirische Oberland S.: 434-435 Auszug: „Das Pusterwaldthal“ Leykam Graz 1892-97

F R E Y T H A L FRIDOLIN Jakob Simbürger 1832-1903 War ein Heimatdichter der Niederen Tauern
Das Pusterwaldthal hat eine gemüthvollen und naturgesinnten Schilderer in seinem Sohne Jakob Simbürger gefunden.
S. wurde am 12.Juli 1832 auf dem schönsten Fleck des Pusterwaldthales in Mitterspiel auf dem vulgo Kirchschlagergute, das in alten Kaufbriefen vor mehr als 200 Jahren der „Friedl“ oder „Friedlhof“ genannt worden ist, geboren. Schon in seiner gar sonnig verlaufenden lauschte er gerne den Volksweisen und lustigen „Tanzeln“ wie sie die Burschen zur Maultrommel, Harmonika oder Zitherklängen sangen und den aufjubelnden Jodler (Wolitzen), dessen Echo weit in den Bergeswänden widerhallte oder erlauschte den sagenreichen Erzählungen vom fröhlichem Almleben, von Jägern und Wildschützen, oder von alten Bergbauten und ihren Schicksalen. Nahmen schon die Erzählungen die aufgeweckte Phantasie des Knaben gefangen, so waren die Eindrücke von der Majestät der Alpen in ihrer überwältigten Größe bei dem wiederholten Besuch der umliegenden Gebirgswelt mit ihren schönen Almböden umso mächtiger, und diese Eindrücke vertieften sich in den empfänglichen Herzen des Jünglings so sehr, dass sie ihn später zur unerschöpflichen Quelle seiner schriftstellerischen Thätigkeit wurden und noch an der Schwelle des Greisenalters das Leben des Priesters verschönern, der heute noch tiefbewegt ausruft: „O wie ist meine Kindheit schön gewesen!“ Dazu kam, dass auch der Volksschullehrer, Josef Heinisser war sein Name, ein großer Alpenfreund war, der auf den Alpenhöhen gar wunderschöne Sänge ertönen ließ und dem Waldhorn gar zauberisch traute Klänge zu entlocken wusste, die weit ins Tal herabtönten.
Im J. 1845 kam S. an das Gymnasium in Graz und absolvierte dasselbe am 31.Juli 1853 (Matura), in den Zeugnissen der letzten Jahre wird durchwegs die ungewöhnlich klare Auffassung und die Fähigkeit behandelte Stoffe schriftlich vorzüglich darzustellen, gelobt und wies insbesonders auch der Professor für deutsche Sprache, Dr. Josef Karner, schon 1851, von einer scharfen Beobachtungsgabe Zeugnis gebend, auf die produktive Anlage S.’ hin.
Einen inneren Trieb folgend, kleidete S. in dieser Zeit vielfach seine Lieblingsgedanken in poetische Form und es entstanden zahlreiche Gedichte auf die Alpen, die waldgrüne Heimat, auf Deutschland und seine Helden u. s. f., die jedoch S. sich nur selten aufbewahrte, wie überhaupt die Natur S. sich mehr nach innen vertiefte.
Vom Herbst 1853 bis Sommer 1857 absolvierte S. die theologischen Studien im Priesterhause zu Graz, um am 27.Juli 1856 zum Priester geweiht zu werden.
Mit Decret vom 26.Juli 1857 wurde S. nach Ober-Zeiring als Kaplan berufen, woselbst er 5 Jahre verblieb, um sodann in gleicher Eigenschaft nach Lassing bei Liezen zu kommen; es folgten die Stationen Irdning, Wörschach, Donnersbachau und Liezen, um endlich am 1.März 1866 zuerst als Provisor, dann als Localcurat nach dem herrlich gelegenen Walfahrtsort Kummitz im steirischen Salzkammergut zu kommen.
Hier mitten in der großartigen Natur des Salzkammergutes, verbrachte S. die glücklichste und schaffensfreudigste Zeit seines Lebens unter den freundlichsten Verhältnissen. In Kummitz weilte S. bis 38.September 1877, um sodann als Dechant und Pfarrer nach Schöder berufen zu werden, woselbst er am 21.Juli 1879 zum Fürstbischöflichen Geistlichen Rathe ernannt wurde.
Seit 23.Jänner 1889 ist S. auch Mitglied des historischen Vereines von Steiermark. Ein glückliches Selbstgenügen bewog S. lange Zeit seine schriftstellerischen Arbeiten im Schreibpulte zu bewahren und es bedurfte erst vielfachen Zuspruches von befreundeter Seite, um S. zur Überlassung seiner Arbeiten zur Publication zu bewegen, wobei S. abermals unter dem Einflüsse Anderer als Pseudonym, mit Bezug auf sein heimatliches Tal, den Namen „Fridolin von Freithal“ annahm.
1865 „Katharina von Erlenbrunn, oder Freud und Leid in den Alpen“, Novelle; Vereinsausgabe des katholischen Pressvereines, welche 1892 im „Sonntagsboten“ wieder zum Abdrucke gelangte.
1866 „Das Hochgericht in Birkachwald“, 1881 abermals im „Sonntagsboten“ abgedruckt.
1877 „Vater Martins Heimgang“, im „Sonntagsboten“.
1878 „die Kohlröserl am Ödensee“, in welchen die Sitten des steirischen Salzkammergutes beschildert werden, im gleichen Blatt.
1883 „Das Vermächtnis des Einlegers“, im steirischen Volks-(Josefs) Kalender.
1893 „Der Werker Rocherl“, eine Dienstbotengeschichte aus dem steirischen Oberlande.
1894 „Bader Heinrich“ (Heinrich Lobenstock), ein Lebensbild voll interessanter Charakterzüge bietet dieses Buch.
Nebst diesen selbständigen fanden wir größeren Arbeiten fanden wir von S. zahlreiche Feuilleton – Arbeiten, Correspondenzen etc., die von local Interesse sind.
S. Erzählungen, immer auf den heimatlichen Boden des steirischen Hochlandes fußend, zeichnen sich durch eine feine sinnige Naturbetrachtung und gemüthstiefes Erfassen des Seelenlebens der Älpler in ihren schlimmen und guten Regungen aus und in dem S. zahlreiche Erinnerungen und die Schilderung alter Sitten und Bräuche, Volksweisen und Volksspiele verwebt, werden dieselben stets auch eine wichtige Fundgrube für den culturhistorischen Forscher. Schlicht und prunklos wie das Leben der Älpler dahinzieht, führt auch S. das Volksleben, meist mit moralisierender Tendenz, vor den Augen des Lesers aus. Schließlich geben wir der Hoffnung Raum, dass die interessanten größeren Arbeiten S. ihren wohlverdienten Platz in der Literatur finden.
„Die Eherne Mark“ Eine Wanderung durch das steirische Oberland S.: 434-435 Auszug: „Das Pusterwaldthal“ Leykam Graz 1892-97


• (Handwerkshof)--> https://picasaweb.google.com/110755859271321809326/OBERZEIRING?noredirect=1#5689089089511230674
2013-06-03
Schätze der Erde
-- Ein neuer Verein "Archäologie Pölstal" im Handwerkshof Oberzeiring - und haucht diesem neues Leben ein.
Pfeilspitzen, Trachtenschmuck, Urnen und Geschirr - die Erde des Pölstales birgt mannigfaltige Zeugen vergangenen Lebens. Im alten Handwerkshof Oberzeiring bekommt Gefundenes nun ein Gesicht. Und der Handwerkshof neues Leben: Heute eröffnet eine Dauerausstellung, sie zeigt Funde von der Jungsteinzeit bis ins Spätmittelalter. Dahinter steckt der heuer gegründete Verein "Archäologie Pölstal" und sein Obmann Gerfried Kaser. Der Oberkurzheimer, er unterrichtet an der HTL Kapfenberg Kunststofftechnik, hat auch die Lizenz zum Sondieren, etliche Schätze selbst aufgespürt. Und er ist der Mann hinter der Richtstättengrabung Birkachwald im Vorjahr (wir berichteten).
-- "Uns geht es darum, den Menschen alte Handwerkstradition näherzubringen, planen einmal jährlich ein Handwerksfest", so Kaser zu den Vorhaben. Grundsätzlich will er sich um Sicherung und wissenschaftliche Auswertung des kulturellen Erbes bemühen, es geht um die Kartierung der Güter, nicht zuletzt um das Einbeziehen der Bevölkerung.
-- Altes Zeug? Mitnichten: "Man möchte nicht glauben, wie viele junge Menschen unter 25 Jahren sich dafür interessieren", freut sich Kaser. 100 Mitglieder zählt der junge Verein bis dato, sie kommen aus Graz wie aus Hohentauern. Wissenschaftliche Beiräte begleiten ihn, regen Anteil nimmt der Grazer Historiker Ingo Mirsch. Ihm geht es auch darum, "nicht irgendwo ein Loch zu machen", sondern der Vergangenheit im Rahmen eines Vereins nachzuspüren.
Begierde
-- Objekte wissenschaftlicher Begierde sind zudem Funde, die in Privatsammlungen ihr geheimes Dasein fristen. Gerfried Kaser: "Auch diese wollen wir ausstellen, auswerten und katalogisieren." Sollten sie durch "illegales" Herumgestocher zu Tage befördert worden sein - nun, der Finder darf anonym bleiben. An der Richtstätte Birkachwald soll im Spätsommer erneut eine Grabung starten, ein Finanzierungsansuchen läuft. "Spannend, welche Kulturschätze noch verborgen sind..."
-- Verein Archäologie Pölstal. Präsentation heute im Handwerkshof Oberzeiring, 15 bis 20 Uhr. Schätze der Vergangenheit, Präsentation Richtstättengrabung, Kinderprogramm (Schatzsuche, Werkzeuge). Information: Tel. 0664-40 47 656. BETTINA OBERRAINER http://www.kleinezeitung.at/steiermark/murtal/3323966/schaetze-erde.story
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Ein Arbeitskreis engagierter Bürger aus Oberzeiring hat es sich seit 1989 zum Ziel gesetzt, alte Dokumente, Urkunden und Fotomaterial, aber auch landwirtschaftliche Geräte und Zeugnisse der einst regen Handwerkstätigkeit von Oberzeiring zu sammeln, systematisch aufzuarbeiten und teilweise auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Schausammlung ist noch im Aufbau begriffen. Derzeit kann eine teilweise rekonstruierte und funktionstüchtige Esse, eine Feldschmiede und ein Synchrongenerator aus dem Jahr 1924 besichtigt werden. Im Obergeschoß werden Kleinexponate und Fotos aus dem Bergbauwesen, den alten Handwerksberufen und dem Oberzeiringer Bürgertum gezeigt. In einem überdachten Bereich des Innenhofes sind verschiedene Ackerbaugeräte untergebracht. Das Areal des Handwerkshofes und das Handwerkshaus werden auch für Veranstaltungen (Hochzeiten, Privatfeiern..) vermietet !

• 2011 HÖRAUSSTELLUNG Hier spielt das Salonorchester
Knallbunt, lustig, beklemmend: Authentischer als in Oberzeiring hört man Geschichte nirgendwo. Eine Ausstellung zum Jubiläum Historisches Zeiring.
-- Hören Sie es? Da drinnen im Gasthaus Marchl spielt das Oberzeiringer Salonorchester. Klarinette, Noten, alles da hinter der nachgebauten Fassade des wichtigsten Bürgergasthauses im Ort. Nichts zu hören? Dann sind Sie wohl ein Grabler, der nix verloren hat bei den besseren Leut, den Marktlern. Der Gegensatz von bürgerlicher Schicht und Bauern prägt Oberzeiring. Und zu hören gibt es dort einen Sommer lang ziemlich viel. Knallbuntes, Spannendes, Lustiges, Beklemmendes. Aber vor allem: Authentisches.
-- "Hier passiert Geschichte von unten. Man übersieht, dass die kleinen Leute eigentlich die authentischeren Experten als die Historiker sind", sagt Stefan Benedik Karner, selbst Historiker, Kulturwissenschafter und Obmann des Vereines Historisches Zeiring. Anlässlich dessen zehnjährigen Bestehens gibt es Besonderes: "Musik, Alltag und Geschichte", die erste Hör-Ausstellung der Steiermark. Zu erleben im Pfarrhof Oberzeiring.
-- Wir sitzen in der von den Sesseln bis zur Tischdecke original nachgebauten Stube des Gasthauses "Zum Lamm", nur eine der Stationen. Kopfhörer liegen auf dem Stammtisch der Geschichten. Da drinnen steckt sie, die Vergangenheit, erzählt von 100 Steirern. Material einer von Musikpädagogin Daniela Karner geleiteten Interviewforschung. Armut, versunkene Lebenswelten, Tanz, Liebesgeflüster. "...dann treibt's den Ochsen auf Oberösterreich umi..." erzählt jemand. Aber sogleich dudelt schon wieder der Einzug der Gladiatoren von Militärkapellmeister Julius Fucik ins Hirn. Wirtshauslieder aus Musikautomaten, wie es sie seit 1880 lange vor dem Wurlitzer gegeben hat.
-- 15 Stunden müsste man hier sitzen, um alle Geschichten zu hören, schmunzelt Stefan Benedik Karner. Sein Fazit: "Geschichte ist unüberblickbar." Und sie darf an der "Hörbar" von Besuchern weitergespielt werden. Kommentare, Widerspruch, Musik, alles erlaubt und durch ein Aufnahmegerät als Erweiterung der Ausstellung zu hören.
Von wegen Idylle
-- Eine weitere Station: die Almhütte. Von wegen Idylle, dieses Sennerdasein mit Buckelkorb und Rührkübel. Und gesungen haben in die Berg auch nur die Städter. Mit Knickerbocker-Verkleidung aber ohne Ahnung, zwei Stunden lang sechs Liter Rahm zu Butter zu rühren. Kopfhörer aufsetzen und hören, ob es wirklich nichts "Schöneres geben kann als das Leben auf der Alm".
-- Gesang zum Fürchten gibt es in einem engen, mit weichem Teppich ausgelegten Schlurf. Das Fahnenlied der Hitlerjugend. Zwei Räume Nationalsozialismus thematisieren, wie es möglich ist, große Massen für Ideologien zu begeistern. Und wie Musik dazu verwendet wurde, Leuten ihr Leben zu nehmen. "Salomon der Weise sprach zu seiner Frau, Sarah du hast Läuse, schämst dich nicht du Sau." Psychoterror gegen die einzige Jüdin in Oberzeiring.
-- Die Ausstellung, eine einzige große Installation. "Man erlebt sie anders als üblich, sie vermittelt Atmosphäre", erklärt Stefan Benedik Karner und leiert den Lochplattenspieler an. 500.000 davon wurden ab 1882 in Europa produziert, 4000 Platten gibt es. Kaiserhymne einmal anders.
-- "Wir wollen zeigen, mit Geschichte passiert immer etwas. Und sie entsteht dadurch, dass man über sie spricht", sagt der junge Wissenschafter. Man könnte ihm stundenlang zuhören.
FAKTEN
-- "Hast du's gehört?" Musik, Alltag und Geschichte, die erste Hörausstellung der Steiermark im Pfarrhof Oberzeiring. Bis 7. August. Mittwoch 16 bis 19 Uhr, Samstag 13 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertag 10 bis 18 Uhr, sowie nach Voranmeldung.
-- Zur Ausstellung ist das Buch "Walzer Wallfahrt Wurlitzer. Erzählte Geschichte und Musik in Oberzeiring" erschienen. Autoren: Walter Steiner, Daniela Karner, Stefan Benedik Karner. CD inklusive.
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/judenburg/oberzeiring/2767756/hier-spielt-salonorchester.story;jsessionid=265F0C8FD99B5B53FD7C988B61E2C986.p3

Johanna Pichlmair aus Oberzeiring ist ein echtes Ausnahmetalent an der Geige. Warum, konnte man etwa bei ihrem Duo-Abend überprüfen.
©
Zur Person, geboren am 18. März 1990 in Judenburg. Geigerin, Musikschule Fohnsdorf, Mozarteum Salzburg. Zahlreiche Preise, u. a. in Povoletto, Görz (I) und Neerpelt (B). Erster Griff zur Geige mit sechs, heute ein großes Versprechen für die Zukunft.
Zitat:
"Musik ist die Kurzschrift des Gefühls",
sagt Leo Tolstoi. Also müsste Johanna Pichlmair eigentlich verflixt gut in Steno sein. Wer die 18-Jährige schon an der Violine gehört hat, weiß: Da vermengen sich Talent und Passion ganz wunderbar.
-- "Bissl später"? "Geht's mit dem Interview ein bissl später?", fragt Pichlmair am Telefon. Da hüpft sie gerade von der Probe in Salzburg, wo sie seit Herbst beim slowenischen Geigenlehrer Igor Ozim studiert, in den Zug Richtung Heimat. Denn heute gib sie in Knittelfeld endlich wieder einmal ein "Heimspiel". Mit dabei ist der auch erst 19-jährige Pianist Michael Ronny, ein Kanadier, den sie bei Workshops und Konzerten in Ottawa kennen und schätzen gelernt hat - ein schönes "Übersee-Duo", das sich so alle zwei, drei Monate für gemeinsame Projekte trifft.
-- Studium am Mozarteum. "Kanadierin werde ich deswegen aber nicht gleich", lacht Pichlmair. Das Studium am Mozarteum sei derzeit der beste Weg, sich nur auf die Musik zu konzentrieren, auch wenn später einmal das Ausland lockt: Deutschland oder New York, wo Pichlmair schon konzertiert hat.
-- Heißestes Eisen. Nachdem sie mit sechs Jahren zum ersten Mal zur Geige gegriffen hatte, wurde Pichlmair bald zum heißesten Eisen der unerschöpflichen Talenteschmiede an der Musikschule Fohnsdorf und ihrer Lehrerin Alexandra Rappitsch. Ein Schüppel Preise bei "Prima la musica" und bei renommierten internationalen Wettbewerben wie jenem in Görz unterstrichen das.
-- "Solistin werden". Pichlmairs Rezept für die Zukunft klingt ganz einfach:
Zitat:
"Solistin zu werden, bleibt natürlich ein Wunschtraum, das wird sich in den nächsten fünf Jahren entscheiden. Aber ich will, auch wenn ich später im Orchester oder Kammermusik spielen oder Lehrerin werden sollte, vor allem immer mein Maximum erreichen und Spaß an der Musik haben, die mein Lebensinhalt ist und bleibt".
Schöne Saitenblicke sind also in jedem Fall garantiert.
13.01.2009 08:11 Kleine Zeitung MICHAEL TSCHIDA
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BeitragVerfasst am: 16.11.2012, 17:28    Titel: Anzeige

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