lalaine Elfe der Nacht

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.09.2006 Beiträge: 237 Wohnort: Respect my privaty!
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Verfasst am: 05.10.2006, 21:25 Titel: For the first Time ...von Just_Take_Me |
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LEUTE DIE IST AB 18!Und ebenfalls vom TH-Fanfiction Center....^^
ALSO DIE IST ECHT SEHR HARDCORE,ABER SAU GEIL!!! Auf den Arm nehmen
Kapitel 1
Jetzt war ich erst seit drei Monaten in Hamburg, und fühlte mich trotzdem so zuhause wie nur was. Und ich hatte mir auch schon Rituale angewöhnt, so als würde ich schon ewig hier leben.
Jeden Samstag schaute ich mich auf dem Flohmarkt an der Trabrennbahn um, auf der suche nach hübschen Kleinigkeiten für meine Wohnung. Und einmal im Monat gönnte ich mir eine ausgiebige Tour durch die kleinen Läden im Caroviertel, so wie auch jetzt wieder.
Ich stieg in den Bus und suchte mir den bequemsten Fensterplatz in der Mitte des Busses. Es war schon dunkel draußen und ich war ganz schön erledigt. Ich lehnte meine Einkaufstüten gegen die Buswand und stellte mein Bein so auf den Vorsprung, dass sie zumindest halbwegs sicher standen. Dann kramte ich in meiner Tasche... ah, gefunden!
Das Tokio Hotel Album! Ich hatte die Jungs im letzten Sommer ja konsequent ignoriert, dümmlichst gehypte Teenieband! Wer hört denn so was? Kleine hysterische Kreischekinder… aber ich doch nicht! Und dann lief letzte Woche das Video zu „Der letzte Tag“ das erste Mal im TV, ich bin beim rumzappen bei VIVA hängen geblieben (sonst natürlich dümmlichst gehypter Sender für kleine hysterische Kreischekinder, aber sicher nicht für mich!) – und habe mir heute das Album besorgt.
Mir wird beim lesen im Bus immer schlecht, daher lasse ich Bücher grundsätzlich zuhause - aber trotzdem wollte ich mir beim hören zumindest ganz kurz mal das Booklet angucken – so ein bisschen angucken gilt ja nicht als lesen, dachte ich mir. Zuhause müsste ich mir von meiner gleichaltrigen Mitbewohnerin ja doch dumme Kommentare anhören, dass ich mir so was anhöre, „…also bitte! Das ist doch was für kleine hysterische…“ Also dann schon lieber hier im Bus und schön sicher über Kopfhörer. Außerdem würde ich eine geschlagene halbe Stunde hier im Bus verbringen, dann hätte ich wenigstens meine Ruhe und konnte mir die Texte mal genauer anhören.
Tja - oder auch nicht. Ich hatte zwar mitbekommen, dass sich jemand direkt hinter mich gesetzt hatte, das war ja auch okay, aber jetzt lehnte sich dieser Jemand näher an meine Rückenlehne, als ob derjenige versuchen wollte, mir über die Schulter zu schielen um rauszukriegen welche CD da gerade in meinem Discman lief. DAS war nervig. Warum setzt der oder die sich überhaupt direkt hinter mich, der halbe Bus ist noch leer! Ich drückte genervt auf „Pause“, um den Jemand zu bitten das Über-die-Schulter-Linsen gefälligst bleiben zu lassen. Doch kaum hatte ich die Kopfhörer abgenommen, hörte ich auf einmal eine tiefe, aber jugendliche Stimme nah an meinem Ohr - ZU nah.
- "Du hörst Tokio Hotel? Wow! Bist du dafür nicht zu alt?"
Der Junge klang nett genug und außerdem zu jung für einen Stalker, also grinste ich in mich rein. Ich drehte mich nicht um, wahrscheinlich würden unsere Köpfe zusammenknallen, so weit wie der sich vorgebeugt hatte, aber ich antwortete.
- "Nein, find ich nicht. Das hat doch nichts mit dem Alter zu tun, was für Musik man hört."
- "Aha, richtige Einstellung! Welches von den Alben hast du denn da?
Ich zeigte ihm das Cover und konnte fast fühlen, wie er nickte.
- „Ach so, die erste „Schrei“ Fassung... das ist okay. Aber die Live Version ist besser. Da hat Bill auch ne viel tiefere Stimme, das klingt echt besser. Bei den ersten Aufnahmen war der ja echt noch voll klein.“
Ich grinste.
- "Na, da kennt sich aber einer aus, was?“
- "Ja, na sicher.“
- "Die haben ja auch so ´ne DVD rausgebracht, ob´s die wohl auszuleihen gibt irgendwo? Würd ich mir ja gern mal angucken, aber direkt kaufen… also so ein Riesenfan bin ich ja nun auch nicht.“
- "Da kann ich dir gern aushelfen, wenn du willst. Also mit der DVD.“
Ich konnte gar nicht aufhören zu grinsen, das war einfach zu witzig. Ich quatsch hier mit irgendeinem Jungen im Bus rum – über Tokio Hotel! Hören also wohl doch nicht nur kleine hysterische Kreischekinder, sondern auch ältere Mädels – und Jungs?! Ich wusste ja noch nicht mal, wie der Junge aussah. Ich schielte ins Fenster und konnte kurz sein Spiegelbild sehen. Er sah nett aus, aber ich wollte nicht so hinstarren, weil er gerade mein Spiegelbild betrachtete.
Der Junge räusperte sich.
- "Ähm..und du findest die Musik jetzt echt gut?“
- "Ja, also zumindest das was ich bisher hören konnte. Außerdem sind die Texte klasse. Auch wenn ich schon älter bin als die … na sagen wir mal „Zielgruppe“, da kann ich mich trotzdem mit identifizieren. Und dafür, dass die alle noch so jung sind, kommt das doch schon ziemlich professionell rüber. Und ihre Instrumente beherrschen die ja scheinbar auch gut.“
- "Öh… joa danke auch, kann man so sagen, denk ich.“
Das war irgendwie ja 'ne seltsame Antwort, als ob er erleichtert war, das zu hören. Wieso interessiert den meine Meinung so?
- "Hättest du ... ", er zögerte. "Hättest du Lust, mit mir bei der Popkomm Backstage zu gehen? Das ist nächste Woche Freitag, allerdings in Berlin."
- "Äh.. Berlin? Ist ja quasi um die Ecke. Und was soll das sein, ein Date? Meinst du nicht, ich bin ein bisschen alt für dich? Oder brauchst du ´nen Fahrer?"
- "Nein! Du bist doch nicht alt... außerdem ist das ja kein Date. Und wie ich hinkomm, weiß ich auch schon. Ich dachte nur, vielleicht hättest du Lust, da mit mir hin zu gehen...?"
Zur Popkomm? Backstage? Ich schaute noch mal in die Fensterscheibe and diesmal starrte ich ihn richtig an. Scheiße! Das kann ja wohl nicht war sein...
Kapitel 2
Ich drehte mich um und sah den Jungen zum ersten Mal direkt an. Er war so nah dran, dass ich sein Gesicht gar nicht richtig sehen konnte, also lehnte ich mich etwas zurück....
und tatsächlich, da gab's keinen Zweifel. Der Junge, mit dem ich die letzten zehn Minuten geredet hatte, war Tom Kaulitz. Argh!!!!
Ich muss wahrscheinlich ziemlich überrascht ausgesehen haben, denn er runzelte die Stirn.
- "Oh... ich dachte du weißt wer ich bin..."
- "Nein, ich ... ich hab überlegt, aber..."
- "Ich dachte, du hättest vorhin mein Spiegelbild gesehen..."
- "Ja, aber ich hab dich nicht erkannt!"
- "Oh... also, ich bin Tom!"
- "Okay, hallo Tom! Ich bin Corinna. Ähm.. du könntest nicht zufällig meine CD unterschreiben dann?"
- "Klar, hast du'n Stift?"
- "Moment...."
Ich kramte in meiner Tasche nach einem Edding, reichte ihn zusammen mit der CD rüber zu Tom und er unterschrieb auf der Hülle des Albums.
Dann gab er mir erst die CD, dann den Stift zurück, eins nach dem anderen... und hielt meine Finger jedes Mal länger als notwendig. Na Tom, das ist jetzt aber ein kleines bisschen offensichtlich... der flirtet doch wohl jetzt nicht mit mir??
Er lächelte.
- "Okay... also was ist denn nun mit dem Date? Also nein, ich meinte, das ist ja nicht wirklich ein Date, aber du würdest halt einfach mitkommen... weißt du wie ich das meine? Komm schon, Johnny Depp hat zu irgendeiner Premiere mal Marilyn Manson mitgebracht!"
- "Also gut!"
Obwohl ich nicht wirklich so sicher bin, dass mir der Vergleich mit Marilyn Manson gefällt!
- "Was?"
- "Ja. Solange das kein richtiges Date ist!"
Hallo?! Wie oft wird man denn bitte Backstage eingeladen? Da sagt man doch nicht nein, selbst wenn man von 'nem 17-Jährigen eingeladen wird!
- "Aber... was zieht man denn da an?"
- "Ach, irgendwas, das passt schon... ist ja auch jetzt nichts Großartiges irgendwie."
- "Naja, das ist natürlich klasse, aber ich meinte eigentlich ob das einfach so geht, dass du MICH mitbringst?"
- "Natürlich! Ich kann mitnehmen, wen ich will. Also, wenn ich im Bus ein Mädel kennenlerne, dann geht das!"
Mädel? Naja... Ich zog 'ne Schnute, aber versteckte das schnell hinter einem Lächeln.
- "Tom? Ich weiß nicht, ob du das schon gemerkt hast, aber ich bin schon 'ne ganze Ecke älter als du."
- "Ja, ich weiß. Aber ich bin siebzehn, also ... naja, so ganz viel jünger ja auch nicht..?"
- "Tom... ich bin 24."
Oh Gott, der arme Junge!
Der sah völlig perplex aus, aber immerhin tat er sein Bestes, um sich das nicht anmerken zu lassen. Ich grinste schon wieder.
- "Echt?! Ich dachte, du bist vielleicht 19 oder so!"
- "Ja, das hör ich oft. Also sag nicht, ich seh jünger aus als ich bin, dann fühl ich mich noch älter."
- "Aber... 24 ist ja nicht alt..."
- "Nein, finde ich auch nicht. Aber selbst wenn ich 19 wäre, dann wär ich immer noch zu alt für dich. Oder?"
- "Jaa... aber du kommst schon noch mit, oder?"
- "Oh, ja doch!"
- "Na also!"
Kapitel 3
Eine Woche später schaute ich mich kritisch im Spiegel an. Der Friseur hatte meine langen Locken in eine ziemlich lässige Hochsteckfrisur gedreht und ich hatte zusammen mit meiner Freundin Silja ein garantiert idiotensicheres Outfit ausgesucht. Das Sommerkleid lag zwar ziemlich eng an, aber sah gleichzeitig hübsch und lässig aus...
Das Beste waren allerdings die Schuhe. Relativ flach, so dass ich nicht größer war als Tom, aber so konnte ich immerhin elegant laufen und meine Füße würden morgen auch nicht weh tun. Die Schuhe passend zum blassen Lila meines Kleids schlicht und schwarz, zwei dünne Bänder mit Glitzersteinchen schlangen sich um meine Knöchel.
Silja gab mir Bescheid, es war soweit. Ich sagte noch ungefähr tausendmal "Danke für´s Helfen!" und lief die Treppe runter, um Tom zu treffen. Er trug komplett schwarz, lockere Baggys, einen riesigen Kapuzenpulli und die passende Cap.
Heiß - für einen pubertären 17-Jährigen, verdammt noch mal!
Aber ich musste einfach strahlen, als ich ihm in die Augen sah. Und er strahlte zurück.
- “Hi! Du siehst toll aus!”, sagte er.
- “Danke! Du aber auch!”
Ich hätte ihn beinahe, wie üblich, mit Küsschen auf jede Wange begrüßt aber riss mich im allerletzten Moment noch zusammen. Dann gab’s eine ziemlich unangenehme Pause, weil keiner von uns beide so richtig wusste, wie wir uns begrüßen sollten. Tom löste das Problem, indem er schlichtweg meine Hand griff und mich mit zog.
- “Komm! Die anderen warten im Auto!”
Die anderen? Draußen vor der Tür stand eine lange schwarze Limousine. Ich wollte gerade nach der Tür greifen, um sie für uns zu öffnen, als auf einmal der Fahrer ausstieg um dasselbe zu tun. Ich machte einen Schritt zurück und ließ ihn durch. Dann bedankte ich mich, aber das schien falsch zu sein. Der Fahrer nickte nur ziemlich ablehnend, das war wohl selbstverständlich.
Bill, Gustav, Georg und ein Mann wie ein Schrank schauten mich extrem neugierig an als ich einstieg und mich ihnen gegenüber hinsetzte. Tom setzte sich neben mich und stellte uns einander vor. Die Begrüßung war diesmal einfacher, Händeschütteln für alle vier. Saki hieß der zusätzliche Mann und stellte sich als Bodyguard der Band vor. Der Fahrer fuhr langsam an, dann Richtung Autobahn. Georg grinste und sagte schließlich:
- “Du bist also das geheimnisvolle Mädel aus dem Bus! Endlich lernen wir dich mal kennen! Wir haben schon soo viel von dir gehört und… aua!”
Bill hatte ihn mit einem Tritt an den Knöchel unterbrochen.
- ”Hallo? Pass mal auf wo du hintrittst!”, gab Georg schnippisch zurück.
Dann bemerkte er die verzweifelten Blicke, die Tom und Bill ihm zuwarfen. Der Ausdruck auf ihren Gesichtern und die ganze Situation war so witzig, ich konnte mich einfach nicht mehr zurückhalten und prustete los. Gustav und Saki fingen ebenfalls an zu kichern, Bill überspielte es mit einem Hustenanfall und schließlich musste sogar Tom lächeln.
Ich wusste nicht, ob Tom wirklich “soo viel” über mich erzählt hatte oder ob Georg ihn nur ein bisschen aufziehen wollte, aber immerhin hatte das die Atmosphäre ein wenig aufgelockert. Bill stellte mir so viele Fragen über mein Leben, dass es sich anfühlte, als wär es ein Interview – warum ich drei Jahre lang in England gelebt hatte (hatte ich das erzählt?) Nein hasst du nicht! J, was mein Beruf war, was mein Hauptfach an der Uni war, wie meine Familie so war, ob ich einen Freund hatte usw. Die Zeit verging wie im Flug, und ich erschrak mich richtig, als ich kurz vor Berlin an einer Raststätte bei einer kurzen Toilettenpause auf die Uhr sah. Saki hatte mir schon erklärt, dass die Jungs normalerweise morgens losfuhren bei irgendwelchen Anlässen am Abend, oder schon am Tag zuvor im Hotel vor Ort eincheckten. Aber im Moment waren die Aufnahmen für´s zweite Album in Hamburg in vollem Gange, und außerdem stand noch ein Auftritt mit reichlich Promodrumherum in Paris an – ganz schön viel zu tun, daher sollte der Trip nach Berlin einfach so kurz und knapp wie möglich stattfinden. Direkt zur Messe, und da möglichst schnell durch, dann Essen im Backstagebereich. Während ich mir mit den Jungs da den Bauch voll schlug, würde Saki für uns alle in einem anderen Hotel (der Fans wegen) einchecken und uns die Schlüssel für die Zimmer dann später bei der After-Show-Party in einem der Hotels auf dem Messegelände geben. Wie, jetzt sollte ich da Backstage auch noch Babysitter spielen für eine Horde feierwütiger Teenager? Na, so war das aber eigentlich nicht gedacht…
Ich hatte mir eigentlich auch ein paar Fragen an die Jungs überlegt, aber bevor ich die stellen konnte, fuhren wir schon auf das Messegelände selbst und hielten dann an. Wir waren da. Ich bekam beinahe eine Panikattacke, als ich diese Riesenmenge von Leuten hinter den Absperrungen sag, die Fernsehkameras, die Journalisten und die Fotografen und vor allem eine Horde kreischender Fans – was zum Teufel machte ich eigentlich hier??
Kapitel 4
Der Fahrer öffnete die Tür und Georg und Gustav bereiteten sich vor, um als erste auszusteigen.
Gustav drehte sich zu mir um und flüsterte: „Lächeln!!“ bevor er endgültig aus der Limo kletterte. Die Fotoapparate blitzten, die Fans kreischten. Georg war der nächste und wurde sofort von einer neuen Welle Gekreische begrüßt. Aber das alles war nichts gegen den unglaublichen Lärm, als Tom und Bill ausstiegen. Sie lächelten und winkten, genauso wie die anderen es getan hatten. Dann griff Saki nach meiner Hand und half mir dabei, so elegant wie möglich aus dem Auto zu klettern.
Das Gekreische wurde weniger als die Fans mich sahen. Ich konnte sehen, wie sich die Mädels die Köpfe verdrehten und sich fragten: „Wer ist das denn? Wieso ist die da mit in dem Auto?“ Und wenn Blicke töten könnten…
Fast um diesen Mangel an Lärm auszugleichen, fingen die Fotografen auf einmal an, völlig durchzudrehen. Ich konnte kaum noch was sehen, so sehr blendeten mich die Blitzlichter; die Kameras klickten wie verrückt und ich lächelte ziemlich unsicher und ziemlich gequält, während ich versuchte, meine Zähne nicht zu sehr zu zeigen. Vielleicht war diese ganze Aktion doch keine so gute Idee? So wirklich schlaugemacht hatte ich mich nicht, was die Fanhysterie um die Band anging… vielleicht hatte ich das hier unterschätzt…
Ich schielte zu Tom rüber und er lächelte mich an, um mich zu beruhigen. Das war wirklich süß, aber irgendwie auch witzig, dass der Junge, der sieben Jahre jünger ist als ich, versucht, mir die Angst zu nehmen. Das vorsichtige Lächeln auf meinem Gesicht verzog sich zu einem breiten Grinsen als Tom im Vorbeigehen beschützend meine Hand drückte. Dann fiel mir wieder ein, dass ich eigentlich selber wie ein Star aussah und fand mein Selbstbewusstsein wieder. Ich musste mir schließlich noch nicht mal Sorgen machen über’s Stolpern – dank dieser wirklich ausgesprochen bequemen Schuhe!
Die Messe gefiel mir wirklich. Ich hatte mir das Ganze zwar anders vorgestellt, aber insbesondere backstage war´s wirklich lustig. Und das riesige Buffett ließ von Pizzahäppchen bis Kaviar wirklich keine Wünsche offen, also setzten wir uns alle fünf mit überbordend beladenen Tellern an einen der aufgestellten Tische. Und Häppchen haben mir noch nie so gut geschmeckt, stellte ich dabei fest. Das mag daran gelegen haben, dass Tom direkt neben mir saß – und meine Hand hielt. Er hatte mich seit dem hinsetzen noch nicht ein einziges Mal losgelassen und ich hatte nicht den Mut, meine Hand wegzuziehen.
Ja, und zwar weil es dir gefällt, dass er deine Hand hält, du Kinderschänderin! Ich versuchte, die Stimme in meinem Kopf zu ignorieren und mich auf den Film zu konzentrieren.
Die After-Show-Party fand in einem dieser typischen Kongresshotels auf dem Gelände statt. Ich war immer noch so begeistert von all den Stars, die da völlig frei durch die Gegend liefen, dass ich mich mit Tom unterhielt, ohne irgendwelche meiner guten Vorsätze zu beachten. Ich hatte total vergessen, mich erwachsen und reserviert zu verhalten, so wie ich das geplant hatte. Stattdessen redete ich mit Tom, als wäre er einer aus meiner Clique.
Ich sah in unzählige mir nur aus dem Fernsehen bekannte Gesichter, während Tom mich durch die Menge schob. Es dauerte bestimmt eine halbe Stunde, um uns den Weg durch die Halle zu bahnen, weil wir ständig anhielten, um hier und da „Hallo!“ zu sagen. Ich dachte, Tom wäre auf der Suche nach den Toiletten, aber dann ging er einfach an den entsprechenden Türen vorbei bis zum Ende des Flurs. Dort erreichten wir eine schmale Treppe und gingen nach oben, dann auch diesen Flur entlang und um eine Ecke.
Ich dachte mittlerweile, Tom wäre auf der Suche nach einer Art VIP-Raum oder so was, aber es wunderte mich schon, dass er so still war.
Ich wollte ihn gerade fragen, wohin wir eigentlich unterwegs waren, da hielt er völlig überraschend an und drückte mich gegen die Wand. Keine Sekunde später waren seine Lippen auf meine gepresst, sanft aber bestimmt. Und das war offensichtlich nicht das erste Mal, dass er ein Mädchen küsste. Toms Hand stützte meinen Nacken und sein anderer Arm war eng um meine Taille geschlungen.
Zuerst war ich so überrascht, dass ich überhaupt nicht reagierte. Ich ließ es einfach geschehen. Ich legte sogar meine Hände auf Toms Schultern, um ihn enger an mich zu ziehen. Während ich das tat, fühlte ich auf einmal so ein Brennen in mir, es war einfach unglaublich. Bevor ich richtig mitbekam was da gerade passierte, hob ich die Hand und versetzte Tom eine leichte Ohrfeige. Er trat einen Schritt zurück, eine Hand auf seiner Wange, und schaute mich mit großen Augen an:
- „Warum hast du das gemacht?“
- „Warum hast du mich geküsst?!“
- „Weil ich das wollte…“
Ich schaute ihm direkt in die Augen, um rauszufinden ob er einfach nur frech war, aber er meinte es Ernst. Bevor ich über eine Antwort nachdenken konnte, trat Tom wieder näher an mich und versperrte mir den Weg, indem er mich erneut gegen die Wand presste.
Ich drehte meinen Kopf zur Seite und sagte leise:
- „Lass das..“
- “Dann sag das so, dass ich dir glaube, dass du’s wirklich so meinst!”
- „Ich mein das Ernst – lass das!“
Aber Tom ließ mich nicht los. Er kam sogar noch ein bisschen näher und flüsterte in mein Ohr…
- „Wenn ich aufhören soll, dann okay – hau mir ruhig noch mal eine runter!!“
Kapitel 5
Ich war sprachlos. Dieses unverschämte Blag! Jetzt war er definitiv einfach nur dreist! Ich verstand nicht warum, aber irgendwie funktionierte es. Ich war sauer auf mich selbst, aber Toms Art machte mich an. Ich versuchte verzweifelt, mit irgendeiner schlauen Antwort zu kontern, als Tom mich erneut küsste. Sanft und fordernd, mit einem kleinen bisschen Zunge, und dann hörte er auf und diesmal war ich es, die mehr wollte.
- “Na?”, fragte er.
- “Was?”, fragte ich zurück, etwas außer Atem.
- „Werd ich jetzt noch mal verhauen oder was?!“
Ich atmete tief durch und nahm all meine Willenskraft zusammen. Dann schaute ich Tom an und sagte, so ernst wie ich konnte:
- „Okay, pass auf: das geht so nicht!“
- „Wieso nicht?“
- „Also, erstmal… es ist einfach nicht in Ordnung, okay? Du bist zu jung!!“
- „Ich bin 17!“
- „Trotzdem! Es ist einfach nicht richtig! Ich bin 24, hallo? Weißt du das eigentlich noch?”
Tom seufzte und lehnte seine Stirn gegen meine.
- „Aber ich will dich… und ich weiß, dass du mich willst…“
- „Nein! Was ist denn, wenn jetzt auf einmal einer dieser Fotografen hier auftaucht? Was meinst du, was dann los wäre?“
- „Dann lass uns einen besseren Platz finden… und dann werden wir ja sehen, ob du mir immer noch widerstehen kannst!“
Tom keuchte diese Worte fast in mein Ohr und obwohl ich es versuchte, konnte ich diesmal ein tiefes Seufzen nicht unterdrücken. Ich konnte beinahe fühlen, wie meine Pupillen sich weiteten, als ich ihm jetzt in die Augen sah. Dieser… Junge machte mich wahnsinnig und ich hatte endgültig die Kontrolle verloren.
Ich griff Toms Kopf und zog ihn in einen intensiven Kuss. Ich ließ nicht mehr nur zu, dass er mich küsste, ich verbiss mich fast in seinen Lippen und kümmerte mich nicht mehr um meinen Lippenstift, der jetzt unser beider Münder verschmierte. Dann leckte ich sanft mit meiner Zungenspitze über seinen Lippen, berührte ihn kaum, bis ich meine Zunge tief in seinen Mund schob.
Als ich den Kuss unterbrach, atmete Tom schwer. Er schloss die Augen und stöhnte beinahe. Ich lächelte ihn an.
- „Na, damit hättest du nicht gerechnet, was?“, versuchte ich zu scherzen, obwohl ich selber außer Atem war. „Und ich kann noch viel mehr als das…“
- „Oh!“ Toms Antwort war nur ein sehnsüchtiger Seufzer.
Kapitel 6
Tom hatte mich ziemlich eng an sich gepresst fest gehalten, aber jetzt bewegte er seine zitternden Hände unsicher in Richtung meiner Brüste. Er schluckte.
- „Du hast keinen BH an…“
Tom berührte meine Brüste vorsichtig, durch den Stoff des Kleides hindurch, als ob er Angst hätte, mir weh zu tun. Sein behutsames Streicheln ließ mich erzittern. Ich wusste, dass wir das hier nicht tun durften, aber das sorgte nur dafür, dass ich ihn noch mehr wollte.
Ich schob den Kapuzenpulli hoch über seine Schultern und blieb prompt an Dreads und Cap hängen. Tom griff selber zu und ließ den Pulli samt Cap hinter sich auf den Boden fallen. Dann begann er, mein Kleid langsam und vorsichtig hochzuschieben. Die ganze Zeit über schaute Tom mir in die Augen, als ob er sicher sein wollte, dass er alles richtig machte. Ich bebte vor Verlangen, ich würde ihn jetzt sicher nicht stoppen!
Mein Kleid war endlich aus dem Weg und Tom spielte mit dem elastischen Band meines weißen Spitzenstrings.
- „Darf ich dich… anfassen? Da?“, fragte er fast flüsternd.
Ich nickte. Nun mach schon!!
- „Ich… Ich hab das noch nie gemacht…“
- „Mach dir keine Sorgen…“
Tom schob seine Finger in meinen String. Als er seine Fingerspitzen weiter runter schob, schnappte er auf einmal nach Luft und mir lief ein Schauer über den Rücken.
Während Tom vorsichtig weiter auf Entdeckungsreise war, glitten seine Finger über meinen Kitzler. Ich konnte ein Aufstöhnen nicht unterdrücken und meine Knie gaben nach. Ich klammerte mich an Toms Schultern.
- „Oh! War das…?“
- “Mm-hm!”
- “Oh!! War… das… hier?”
- “Ja!!!”
Ich war durch mein Kopfkino bereits so erregt, dass ich explodierte, kaum das Toms Finger wieder über die richtige Stelle strichen. Ich warf meinen Kopf nach hinten, mein Gesicht verzogen, ich wimmerte leise und klemmte Toms Hand ein, als ich meine Oberschenkel zusammenpresste. Dann lehnte ich mich an ihn, immer noch schwer atmend.
- „Oh Gott!“, flüsterte Tom. „Bist du okay?“
Ich lächelte nur.
- “Oh ja…”
Tom küsste mich gierig während ich den Reißverschluss seine Hose öffnete, um seinen Penis zu befreien. Wenigstens dieser Teil von ihm war schon voll... ausgewachsen. Tom war schon rot gewesen, seit er mich zum ersten Mal gegen die Wand gedrückt hatte, aber jetzt brannte sein Gesicht. Ich rieb ihn sanft und er unterbrach den Kuss, um nach Luft zu schnappen.
- „Oh Gott!“
- „Bist du sicher, dass du das hier wirklich willst?“, fragte ich, noch immer außer Atem.
- „Ja!! Aber ich hab noch nie … ich weiß nicht wie… tut mir leid, dass ich so unerfahren bin…“
- „Sch! Wenn du willst, dann zeig ich dir alles. Mach dir keine Sorgen, ich bin schon gekommen, danach kannst du eigentlich nichts mehr falsch machen!”
Ich liebte ihn dafür, dass er endlich seine dreiste Lausbub-Attitüde abgelegt hatte. Das hatte funktioniert, weil er mich zunächst überrascht hatte, aber jetzt hätte mich das überhaupt nicht mehr beeindruckt. Seine nackte Ehrlichkeit war umso erregender.
Tom nickte, also half ich ihm in mich hinein. Er drang langsam ein, während er die Luft anhielt. Als er ganz in mir war, spannte ich all meine Muskeln an, so dass er fest umschlossen wurde. Das hatte er offensichtlich nicht erwartet, er war so überrascht, dass er fast kam.
- „Oh Gott!“, keuchte er.
Tom fasste meinen Kopf mit beiden Händen und küsste mich, während er langsam begann, sich vor und zurück zu bewegen. Genau wie ich es erwartet hatte, brauchte er, einmal in mir, keine weitere Hilfe.
Aber selbst mit meinen winzigen Absätzen war der Größenunterschied ein wenig zu viel. Genau in diesem Moment fand Tom heraus, dass er noch tiefer kam, wenn er ein bisschen in die Knie ging.
- „Mmh!“
- „Ist das.. so gut?”, fragte Tom.
- “Sehr… gut…”, keuchte ich.
Dann packte er mich auf einmal fester und stieß kräftiger in mich hinein.
Er stöhnte meinen Namen als er kam, dann fiel er zusammen und lehnte sich gegen mich und die Wand, den Kopf auf meiner Schulter. Er zitterte, als ich sanft seinen Rücken streichelte.
- „Ich hätte nie gedacht, dass das so gut ist…“, stammelte er.
Ich lächelte. Ich war erschöpft, aber glücklich.
- „Das war auch für mich außerordentlich gut…”, sagte ich.
Tom zog sich zurück und wir versuchten, unsere Klamotten zurecht zu machen. Ich war so feucht, dass ich definitiv nicht würde sitzen können, ohne das Kleid zu ruinieren. Tom hob seinen Pulli auf und zog ihn an. Er hielt inne und roch an seinen Fingern. Ich bemerkte, dass er schon wieder sehr schwer atmete und musste mich zusammenreißen, um nicht auf ihn drauf zu springen. Wir hatten unverschämtes Glück gehabt, dass uns niemand entdeckt hatte, aber man muss es ja nicht unbedingt drauf ankommen lassen! Aber ich zog ihn trotzdem an mich, küsste ihn und fuhr mit den Fingern vorsichtig durch seine Dreads.
- „Wir sollten wieder runter gehen…“, sagte ich schließlich.
Tom nickte, aber bewegte sich kein Stück.
- „Können wir uns noch mal treffen? Ich meine, für ein richtiges Date…“
- „Du willst ein richtiges Date mit mir?“, fragte ich.
- „Doch… ja..“
- „Na gut, okay“, sagte ich, bevor ich Zeit hatte, richtig drüber nachzudenken. Toms Grinsen zog sich von einem Ohr zum anderen, dann nahm er meine Hände und fragte:
- „Wann?“
- „Ich weiß nicht…“
- „Morgen?“
- „Okay, morgen ist in Ordnung…”
Verdammte Scheiße! War ich denn jetzt völlig am Durchdrehen? Ich würde mir niemals erklären können, dass ich gerade Sex mit einem 17-Jährigen hatte und jetzt zugestimmt hatte, ihn noch mal zu treffen!!
Während die Realität mich langsam einholte, bemerkte ich meinen weißen String auf dem Boden. Er war komplett durchnässt und kalt und ich wollte den wirklich jetzt nicht anziehen. Ich hob ihn auf und schaute mich nach einem Mülleimer um, aber da war keiner.
Tom fiel mein Zögern auf und bot mir an, dieses ungewollte Kleidungsstück zu nehmen. Ich gab ihm den String und er steckte ihn in seine Tasche, schon wieder errötend. Ich schaute ihn noch mal an und diesmal, als meine Augen nicht mehr mit Lust vernebelt waren, fiel mir auf, dass mein Lippenstift überall auf seinem Gesicht verschmiert war. Und mit großer Wahrscheinlichkeit sah ich nicht besser aus.
- “Tom?”
- “Ja?”
- “Hast du ein Taschentuch?”
Er hatte keines und ich auch nicht, also versuchte ich, den Lippenstift mit meinen bloßen Händen abzureiben. Es funktionierte überhaupt nicht. Ich fing an, Panik zu bekommen – das brauchte ich jetzt wirklich nicht, dass irgendjemand uns so sah.
Tom fing an, mein Gesicht mit seinen Händen zu bearbeiten, aber anstatt kraftvoll zu reiben, waren seine Versuche sanfte Streicheleinheiten. Er hielt mein Gesicht in seinen Händen und strich mit seinen Daumen um meine Lippen herum.
Dann beugte er sich vor, um mich zu küssen. Es war der schönste und süßeste Kuss den ich je bekommen hatte. Es war schon eine Weile her, dass ich selber 17 gewesen war, aber soweit ich mich erinnern konnte, konnten Jungs in dem Alter nicht so fantastisch küssen.
- „Lass doch!“, sagte er schließlich. „Wir können uns das Zeug auch auf der Toilette abwaschen, bevor wir wieder zurückgehen…”
Wir hatten Glück und erreichten die Toiletten unten, ohne dass uns jemand sah. Leider stellte sich der Lippenstift als extrem haltbar heraus. Obwohl wir es mit Seife, warmen Wasser und heftigem Rubbeln versuchten, Spuren blieben immer zurück. Außerdem hatten wir mein komplettes Make-up ruiniert. Die Foundation um meinen Mund herum war ebenfalls verschwunden und man konnte den Unterschied deutlich sehen, besonders weil die Haut von all der Rubbelei fast wund geworden war.
Selbst Tom fing jetzt an, sich Sorgen zu machen. Er schlug vor, wir könnten jemanden vom Hotelpersonal bitten, etwas Schminke herzubringen, so dass wir den Schaden bei mir abdecken konnten und ihn irgendwie abpuderten, damit es nicht auffiel.
- „Oder… wir könnten durch die Hintertür raus, ein Taxi nehmen und zu dem Hotel fahren, wo wir übernachten. Das ist doch nicht weit, oder? Ich hab ja alles in meiner Tasche und die ist doch schon auf meinem Zimmer - und so kriegt keiner was mit!“, schlug ich stattdessen vor.
- „Das ist besser! Aber werden die sich nicht fragen, wo wir geblieben sind?“
Ich dachte kurz nach, bevor ich antwortete.
- „Ich glaube schon… aber du kannst das dann ja später erklären. Sag doch einfach, dass du mich hinbringen musstest, weil’s mir nicht gut ging oder so was. Aber wenn uns irgendwer so sieht, Make-up im Eimer, völlig zerwühlt… wir riechen ja fast nach Sex!“
Tom wurde knallrot.
- „Okay, lass es uns versuchen!“
Ein neugierig schauender Kellner führte uns zum Hinterausgang und ich winkte nach einem Taxi. Erst dann fiel mir ein, dass ich überhaupt kein Portemonnaie eingesteckt hatte.
- “Macht nichts!”, sagte Tom. “Ich hab genug Bargeld dabei.”
Nur zwanzig Minuten später schloss ich mein Hotelzimmer auf. Das hier war keine Wohnung mit Mitbewohnerin, sondern ein Hotel und ich war noch nie so froh über ein Einzelzimmer wie jetzt. Tom ließ sich auf das Sofa fallen und seufzte erleichtert.
- “Ich glaub nicht, dass uns wer gesehen hat…”
- „Naja, bis auf den Kellner…“
- „Aber dem hab ich noch mal extra Trinkgeld gegeben!“, grinste Tom.
- „Und selbst wenn der was erzählt, kannst du immer noch sagen, dass mir schlecht war und du mich nach Hause bringen musstest!”
Ich setzte mich neben Tom aufs Sofa und er zog meinen Kopf auf seinen Brustkorb.
- „Weißt du… ich könnte über Nacht hier bleiben, wenn ich Bill Bescheid sage…dann müsste ich ihn nur auch anrufen, damit der Bescheid weiß und sagt dass ich beim ihm auf´m Zimmer penne, falls Saki fragt…“
Ich unterdrückte ein Aufstöhnen. Ich brauchte bestimmt nicht noch eine Erinnerung daran, dass Tom trotz alledem noch ein Teenager war. So ein Mist! Was hatte der Junge bloß, dass ich ihm nicht widerstehen konnte?
Ich hätte Tom sagen sollen, dass er lieber auf sein Zimmer gehen sollte, aber stattdessen hörte ich mich sagen: „Ja, mach das. Und dann … brauchen wir beide erstmal ein Bad!“_________________ LIFE IS A DICK. ONCE IT GETS TO HARD, FUCK IT.
*DónT crY - fûqq mé & smílê* |
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