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Liebe mich für eine Nacht!

 
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Just_Take_Me
Hello Kitty


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Anmeldungsdatum: 02.10.2006
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BeitragVerfasst am: 05.10.2006, 20:59    Titel: Liebe mich für eine Nacht! Antworten mit Zitat

hier auch ne coole FF,ist ab 16 ^^merkt man auch wenn man sie liest Mit den Augen rollen
quelle:http://fanfiction.cwsurf.de/sites/fanfictions/p16

Kann etwas, das vorhersehbar ist, wehtun?



Mit vorhersehbar meine ich nicht den Tod nach einer langen Krankheit, die man nicht aufhalten konnte.



Auch nicht das Ende einer langjährigen Beziehung, die zum Alltag geworden war.



Nein, ich meine damit eine einzige Nacht. Eine Nacht, deren Ende von Anfang an feststand. Ein Ausgang, der so vorhersehbar war wie der Sonnenuntergang und der anbrechende Tag am Ende einer sternenklaren Nacht.



Eine Nacht, so berechenbar, so endlich und zerstörerisch.



Und dennoch habe ich mich darauf eingelassen. Auf das Spiel mit dem Feuer, den Tanz mit dem Teufel, das schmerzliche Ende.



Ich alleine habe die Wahl gehabt. Hatte die Zügel in der Hand. Zumindest zu Beginn.



Aber ich handelte nicht schnell genug. Zögerte und lief schließlich mit offenen Augen in mein Verderben.



Die Zügel entglitten mir ebenso wie mein Wille verschwand.



Ich war zu schwach um zu gehen.



Zu anziehend blickte mir die Sünde in die Augen. Zu attraktiv lächelte mir mein Schicksal entgegen und zog mich in seinen Bann.





„Kannst du mir mal verraten, warum wir ausgerechnet in diesem Hotel eingecheckt haben?“ motze ich meine Freundin genervt an, als ich auf dem Balkon unseres Hotelzimmers stehe, von dem aus man direkt auf den Eingang schauen kann.



„Ich weiß es doch auch nicht. Weil es billig war, dafür dass es vier Sterne hat“, antwortet mir meine Freundin nicht weniger genervt und verschwindet im Bad.



„Boah, der absolute Kindergarten da unten“, kommentiere ich das Treiben vor dem Hotel und schnappe mir meine Handtasche. „Bebi, beeil dich bitte. Ich hab Hunger.“



„Ja, Moment. Ich wollte auch nicht wie die letzte Vogelscheuche hier rumlaufen. Wenn schon das ganze Hotel voll von Stars ist. Oder solchen, die es noch werden wollen.“



„Na ja. Berühmt sind die Jungs ja schon“ muss ich neidlos feststellen und schaue zu meiner Freundin ins Bad.



„Ja, berühmt und dummerweise von hunderten hysterischen Fans verfolgt. Am besten wir verschwinden durch die Tiefgarage. Dann müssen wir uns nicht durch die Weibsen kämpfen.“



„Hör mal, ich geh schon vor. Ich will mir in der Lobby noch ein paar Zigaretten ziehen.“



„Okay. Dann sehen wir uns in fünf Minuten unten.“



Ich greife noch schnell nach dem Zimmerschlüssel und mache mich auf den Weg zum Fahrstuhl.



Ich sehe, wie sich schon die Türen schließen, beeile mich und drücke noch rechtzeitig den Knopf, so dass sich die Türen noch einmal geräuschvoll öffnen und ich einsteigen kann.



Vor mir stehen zwei Männer. Na ja, ein Mann und ein sagen wir mal junger Mann.



Von dem Älteren der Beiden ernte ich sofort einen äußerst bösen Blick. Wahrscheinlich ist er genervt, weil sich wegen mir die Fahrt nach unten um ein paar Sekunden verzögert hat.



Der Jüngere von Beiden hat eine dicke Sonnenbrille auf und Klamotten an, die ihm eindeutig diverse Nummern zu groß sind, aber es steht ihm. Ebenso wie seine Dreads, die ich eigentlich nicht mag und normalerweise nicht als Frisur bezeichnen würde.



Ich kann nicht genau erkennen, ob auch er mich durch seine dunklen Gläser mustert, aber so wie er mir gegenübersteht, würde ich sagen, er tut es.



Plötzlich ruckelt der Aufzug verdächtig und keine Sekunde später erfüllt sich meine Befürchtung: Wir stecken fest.



„So ne Scheiße“, bricht es aus mir heraus und ich schlage einmal fest gegen die Fahrstuhltür.



„Hey, ganz ruhig bleiben“, wendet sich der ältere Mann mir zu. „Das bringt doch so nix.“



Ich weiche also einen Schritt zurück - soweit das in diesem Aufzug überhaupt möglich ist – und hoffe, dass einer der Anderen einen Plan hat, wie wir so schnell wie möglich aus diesem erdrückenden Raum wieder rauskommen.



Und tatsächlich: Der ältere Mann drückt den roten Notknopf und hat auch sofort Jemanden von der Rezeption am Lautsprecher.



„Hallo?“



„Ja?“



„Wir stecken fest.“



„Ja, das haben wir bereits bemerkt. Wir kümmern uns drum.“



„Was heißt das: Wir kümmern uns drum?“ werfe ich genervt ein.



Der Mann schaut kurz zu mir, bevor er sich wieder dem Lautsprecher zuwendet.



„Wie lange kann das in etwa dauern?“



„Das kann ich ihnen leider nicht sagen. Zwischen fünf Minuten und etwa einer Stunde.“



„Eine Stunde?“ rufen der Mann und ich gleichzeitig aus.



Eine Stunde halte ich das hier nicht aus.



„Wir müssen dringend zur Arena. Wir haben keine Stunde mehr Zeit.“



„Und wenn ich nicht gleich eine Zigarette bekomme, laufe ich Amok“, flüstere ich vor mich hin.



„Es tut mir leid. Mehr kann ich im Augenblick nicht für sie tun. Bitte bleiben sie ruhig.“



‚Bleiben sie ruhig’…na die haben gut reden.



„Ich raste aus“, sage ich jetzt schon etwas lauter und blicke nervös auf die Fahrstuhlwände.



„Also ne Zigarette kann ich dir geben. Wenn’s dir dann besser geht“, spricht jetzt auch zum ersten Mal der jüngere Kerl und kramt in seiner Hosentasche, die sich irgendwo an seiner Kniekehle befindet, nach einer Schachtel Zigaretten.



Als er sie gefunden hat, hält er mir eine hin und ich nehme sie dankend an.



„Tom, dir ist schon klar, dass hier nicht geraucht wird, oder?!“



„Ja, ist schon klar“, antwortet Tom und steckt seine Schachtel zurück in die Hosentasche.



Also ich hätte mir jetzt ja völlig schmerzfrei eine angesteckt, so hysterisch bin ich langsam, aber der ältere Mann hat ja schon Recht.



Der ältere Mann kramt sein Handy hervor und wählt eine Nummer.



„David? Hier ist Saki. Hör mal, wir stecken hier im Aufzug fest. Fahrt schon mal ohne uns los. Ich komm mit Tom nach…Ja, keine Ahnung, wie lange das dauert. Ich hoffe mal nicht lange. Wenn wir in ner halben Stunde nicht da sind melde ich mich aber noch mal. Dann müssen wir uns was überlegen.“



Mit diesen Worten legt er auf.



Ich merke, wie auch er von Minute zu Minute nervöser wird. Anscheinend haben die Beiden es wirklich extrem eilig.



„Saki, entspann dich mal. Wie haben noch ewig Zeit.“



„Ja, noch. Aber nicht, wenn wir hier noch ne Stunde festsitzen. Und wenn sich das rum spricht, dass du hier im feststeckst, kommen wir hier gleich nicht mehr raus.“



Ich schaue zu dem Jungen mit der Kappe, sehe sein Lippenpiercing, mein Blick fällt erneut auf seine weiten Klamotten und mir wird schlagartig klar, mit wem ich hier gerade im Fahrstuhl festhänge: Tom von Tokio Hotel. Und einer seiner Bodyguards.



Na prima. Jeder einzelne hysterische Fan vor der Tür würde sich jetzt sicher ein Loch in den Bauch freuen und sich über die Nähe zu seinem Star freuen, aber ich will jetzt wirklich nur noch hier raus. Ich habe das Gefühl, dass die Luft immer dünner wird und mir wird auch definitiv immer heißer.



Ich lasse mich mit einem lauten Seufzen gegen die Fahrstuhlwand fallen und schließe die Augen.



„Keine Angst. Die holen uns hier sicher jeden Moment raus“, höre ich Tom sagen.



Ich öffne die Augen und mein Blick fällt sofort auf sein unglaubliches Lächeln.



In diesem Moment setzt sich der Aufzug wieder in Bewegung und ich kann nicht anders, als zurückzulächeln.



„Siehst du. Ich hab’s doch gesagt“, sagt er cool und verlässt zügig mit dem älteren Mann den Aufzug.





„Sag mal, wo warst du bitte so lange?“ keift mich meine Freundin an, als ich endlich in der Lobby eintreffe.



„Ich hab in dem verdammten Aufzug festgesteckt“, verdrehe ich genervt die Augen.



„Ich warte hier schon eine Ewigkeit und hab mir schon Sorgen gemacht, dass dich irgendwelche hysterischen Fans eingekeilt haben.“



„Nee. Das nicht. Dafür hab ich mit dem einen von Tokio Hotel im Aufzug festgesteckt.“



„Quatsch! Ehrlich?!“



„Ja.“



„Und? Wir war’s?“



„Wie soll’s schon gewesen sein? Eng.“



„Aha. Na dann. Lass mal endlich essen gehen.“



„Ich brauch immer noch Kippen.“



„Boah, dann gib Gas.“





Ein paar Stunden später liegen wir im Bett. Von draußen dringt ein leises „Ich muss durch den Monsun“ in unser Zimmer. Die Fans sind nicht nur hartnäckig, aufdringlich und hysterisch. Sie können auch kein bisschen singen.



Plötzlich schrecke ich auf. Meine Freundin ist gerade mit einem Satz aus dem Bett gesprungen, stürmt zum Balkon, reißt die Tür auf und brüllt raus:



„Ihr müsst alle mal in die Klapse. Und wenn ihr nicht augenblicklich die Fresse haltet, ruf ich die Polizei.“



Mit diesen Worten schlägt sie die Tür wieder zu und legt sich zurück ins Bett.



„Das ist ja wohl das reinste Irrenhaus hier. Ich werd mich morgen auf jeden Fall beschweren.“



„Mach das“, stimme ich ihr zu und schließe die Augen.



Als ich gerade am wegdösen bin, werden wir erneut gestört.



Das Telefon klingelt.



„Rufen sie jetzt in jedem Zimmer an, in der Hoffnung, einen von den Idioten dran zu bekommen?“



„Nee. Meinst du echt?“



„Keine Ahnung. Zutrauen würde ich es denen.“



„Na geh doch einfach mal dran. Vielleicht ist es ja auch was Wichtiges.“



„Nee. Keinen Bock. Wer soll das schon Wichtiges sein?“



„Boah, echt, ey. Du nervst auch“, motze ich und schwinge mich selbst aus dem Bett und zum Telefon.



„Hallo?“



„Hi. Hier ist Tom.“



„Tom?“



Der Tom?



„Ja.“



„Aha.“



Wie unglaublich redegewandt ich doch wieder bin…



„Wir waren zusammen im Aufzug. Glaube ich.“



„Kann schon sein.“



„Wir sind stecken geblieben.“



„Ja, richtig.“



Was zum Teufel will der denn um diese Uhrzeit?



„Sag mal, hast du Kippen?“



„Was?“



„Ob du Kippen hast?“



„Ja, hab ich. Wieso?“



„Du schuldest mir noch eine.“



„Sag mal, so ganz klar bist du aber auch nicht im Kopf, oder?!“



„Ja, sorry. Das muss jetzt ziemlich dämlich klingen, aber ich hab keine mehr, mein Bruder pennt schon und ich kann leider auch nicht einfach so in die Lobby fahren und mir welche ziehen.“



„Wieso nicht?“ frage ich und merke sofort, in Anbetracht dessen, was sich in und außerhalb des Hotels abspielt, dass die Frage komplett überflüssig war.



In diesem Moment stimmen die Weibsen auch schon „Schrei“ an, meine Freundin stimmt mit ein und Tom sagt nur:



„Genau deswegen.“



„Ja, verstehe.“



„Also bringst du mir ne Kippe vorbei?“



„Eigentlich wollte ich gerade schlafen. Ich müsste mich noch mal anziehen.“



„Also wegen mir kannst du auch im Schlafoutfit kommen. Hauptsache, du hast Kippen dabei.“



„Wo bist du denn überhaupt?“



„Zimmer 731.“



„Okay. 731. Und ich kann da einfach so hinkommen?“



„Ja, kein Problem. Klopf einfach dreimal. Dann weiß ich, dass du es bist.“



„Gut. Aber ein paar Minuten brauch ich noch.“



„Alles klar. Bis gleich dann.“



„Ja, bis gleich.“





„Kannst du mir mal erklären, wer das war?“ fragt mich meine Freundin, als ich das Licht anmache und mich anziehe.



„Tom.“



„Tom wer?“



„Der Eine von Tokio Hotel.“



„Was? Sag mal, ist hier eigentlich jeder von allen guten Geistern verlassen?“



Sie setzt sich auf und scheint erst jetzt zu bemerken, dass ich mich anziehe.



„Was zum Teufel machst du da?“



„Ich zieh mich an.“



„Und wofür, wenn ich fragen darf?“



„Ich geh kurz zu Tom.“



„Was?“



„Er hat keine Kippen mehr und kann sich auch keine holen und deshalb bringe ich ihm eine.“



„Das muss ich jetzt nicht verstehen, oder?!“



„Nein“, antworte ich und verschwinde im Bad, um mich wenigstens ein bisschen zu recht zu machen.



Als ich meine Tasche mit den Kippen packe und mir meinen Schlüssel schnappe, bringt meine Freundin nur noch ein schwaches „Viel Spaß!“ hervor, bevor sie sich die Decke über den Kopf zieht, um irgendwie das Gegröle der Fans zu dämpfen.



Ich ziehe die Tür hinter mir zu und laufe dann tatsächlich in Richtung Zimmer 731. So ganz zurechnungsfähig bin ich wohl auch nicht mehr, dass ich mitten in der Nacht über einen Hotelflur schleiche, um einem Kerl eine Zigarette zu bringen.



Aber Tom hatte mir schließlich auch eine von sich gegeben. Ich bin es ihm also irgendwie schuldig.



Tatsächlich habe ich freie Bahn und klopfe keine Minute später dreimal – wie abgemacht – an die Tür von Toms Zimmer.



Ich höre Schritte, merke, wie mein Herz einen kleinen Satz macht und dann öffnet er auch schon.



„Hey“, sagt er und lächelt mich an. „Komm rein.“



Er macht mir Platz, so dass ich eintreten kann und schließt dann hinter uns die Tür.



Sein Zimmer ist genauso groß wie unseres. Das wundert mich ehrlich gesagt. Ich hätte gedacht, dass die Stars etwas exklusiver residieren würden als Ottonormalverbraucher.



„Willst du was trinken?“ fragt er mich, aber ich schüttelte den Kopf.



„Ich dachte, du willst ne Kippe?!“



„Ja, auf jeden! Lass mal eine auf dem Balkon rauchen.“



Tom geht an mir vorbei und öffnet die Balkontür.



Wir gehen raus und setzen uns auf zwei Stühle.



„Wie ruhig du es hier hast“, stelle ich neidisch fest.



Kein singender Fan weit und breit.



„Gott sei Dank. Wenn ich ein Zimmer zur Straße hin hätte, würd ich ausflippen. Und auf den Balkon könnte ich dann auch nicht.“



„Na danke. Wem sagst du das?“



„Ja, richtig. Ich hab’s ja eben gehört“, grinst er mich an und ich hänge sofort wieder an seinem Lächeln.



Es ist der absolute Wahnsinn.



Schnell krame ich in meiner Tasche nach meiner Kippenschachtel und halte sie ihm hin.



„Danke! Du bist echt meine Rettung.“



Ich halte ihm auch mein Feuerzeug hin und stecke ihm seine Zigarette an.



Dabei fällt mein Blick in seine Augen. Erst jetzt bemerke ich, wie wunderschön sie sind. Im Fahrstuhl trug er ja seine Sonnenbrille, die mir die Sicht auf seine braunen Mandelaugen verwehrte.



Mir fällt auf, dass sein ganzes Gesicht unglaublich schön ist. Ganz weich und zart. Ja, fast schon perfekt.



Ich werde rot, weil ich merke, wie ich ihn gerade anstarre und zünde mir schnell auch meine Zigarette an.



Ich wende mich der dunklen Nacht zu und puste den Rauch in den Himmel.



Schweigend rauchen wir, ohne uns dabei anzuschauen.



Je länger wir so sitzen und schweigen, desto mehr merke ich, wie ich nervös werde.



Ich weiß nicht, warum, aber seine Anwesenheit, seine Nähe, verschafft mir plötzlich ein komisches Kribbeln in der Magengegend.



Ich will weg, ebenso wie ich für immer hier bleiben möchte. Diese Stille, dieser Duft.



Ja, Toms Duft…er riecht so wahnsinnig gut, dass es mir einen Schauer den Rücken runterjagt.



Ich traue mich gar nicht, ihn anzuschauen, will mich seinem Bann, der mich plötzlich umgibt, entziehen, solange ich es noch kann.



„Soll ich dir die Schachtel eigentlich dalassen?“ breche ich schließlich das Schweigen und schaue ihn zögerlich an. „Ich kann mir ja noch Neue holen.“



„Willst du schon wieder gehen?“ fragt mich Tom sichtlich überrascht.



„Ähm. Ja?!“



„War das jetzt eine Frage oder eine Antwort?“



„Also ich…du hast ja jetzt deine Zigarette bekommen und wie gesagt, ich lass dir auch gerne meine Schachtel hier…“



„Aber alleine rauchen macht keinen Spaß.“



„Ist ja auch schon spät“, stelle ich fest und will aufstehen, aber ich kann nicht.



Toms Dackelblick durchbohrt mich und ich merke, wie mein Herz weich wird.



„Na gut. Eine rauchen wir noch.“



Gesagt, getan. Wir rauchen. Und diesmal merke ich seinen Blick auf mir. Er mustert mich. Scheint eine Reaktion zu erwarten.



Was will er von mir? Warum bin ich hier? Und warum macht er mich so nervös?



„Irgendwie bin ich noch gar nicht müde“, bricht diesmal Tom das Schweigen.



„Nicht? Hattet ihr nicht vorhin einen Auftritt?“



„Doch, schon. Aber danach bin ich immer so geflasht und brauch voll lange, bis ich wieder runterkomme.“



„Kann ich mir vorstellen.“



„Ja…aber weißt du was?“



Ich schaue ihn mit großen Augen an.



„Du kannst mir dabei helfen.“



Wie bitte? Was hat der vor?



„Aha…und…und wie?“ stammele ich.



„Indem du hier bleibst und mich noch ein bisschen unterhältst und mit mir rauchst.“



Wieder dieser Dackelblick, dieses Grinsen und dieser Duft, der mir in die Nase steigt.



Ich will nicht hier bleiben. Durchschaue sein Spiel nur zu genau. Durchschaue es und bin dennoch bereits ausweglos in ihm gefangen. Gefangen in seinem Spiel, das er anfing, als ich in den Fahrstuhl stieg. Und ich hatte mich bereits in dem Moment darauf eingelassen, als ich seine Zigarette nahm.



Tom scheint zu merken, dass ich nachdenke, zögere. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob er bereits weiß, wie ich mich entscheide. Obwohl eigentlich…ich bin hier. Ist das nicht bereits Entscheidung genug?



Nein! Noch kann ich gehen. Ich muss nur aufstehen, ihm eine Gute Nacht wünschen und ihn zurücklassen.



Wie lächerlich ich doch bin. Ich mache mir Gedanken um etwas, was bereits entschieden ist.



Eigentlich weiß ich doch, dass ich hier bleibe. Tom ist mir sympathisch. Und er will noch ein wenig mit mir reden. Was spricht also dagegen?



Nichts! Und deshalb bleibe ich.



Ich bleibe und wir rauchen.



Wir sitzen auf dem Balkon, rauchen, reden, Tom holt noch Getränke aus der Minibar.



Die Zeit vergeht, ohne dass wir es merken.



Wir haben einfach unglaublich viel Spaß zusammen. Tom hat wahnsinnig viel zu erzählen, aber er hört ebenso gut zu.



Ich sauge jedes seiner Worte in mir auf, schmelze bei jedem Lächeln mehr und mehr dahin.



Es dämmert bereits, als ich zum ersten Mal auf die Uhr schaue. Nicht, weil ich müde bin und endlich in mein Bett will. Nein, sondern weil ich merke, wie Angst in mir hochsteigt. Angst, dass diese Nacht enden würde, noch bevor sie überhaupt angefangen hatte.



Mein Blick fällt auf die leere Zigarettenschachtel auf dem Tisch.



„Die Kippen sind leer“, stelle ich trocken fest.



„Ich weiß. Es ist ja auch schon spät. Oder eher früh.“



„Ja, es wird bald hell.“



„Wir haben ziemlich lange gequatscht.“



„Ja, das stimmt. Aber es war schön“, gebe ich zu.



„Es IST schön“, verbessert mich Tom und ich merke, wie die Hoffnung in mir aufsteigt, dass er mich jetzt noch nicht wegschicken wird.



„Soll ich noch Kippen holen?“ höre ich mich fragen und bereue es eine Sekunde später auch schon wieder, denn Kippen holen würde bedeuten, diesen Balkon zu verlassen. Dieses Hotelzimmer zu verlassen und somit auch Tom.



Als hätte ich jetzt überhaupt noch Nerven um ans Rauchen zu denken. Tom ist alles, was mich gerade interessiert. Aber er macht mich ebenso nervös wie er mich interessiert und das bedeutet, ich muss rauchen.



„Willst du ne Kippe?“ fragt mich Tom und ich schaue ihn verwundert an.



Hatten wir nicht gerade geklärt, dass wir keine Kippen mehr haben?!



Ohne eine Antwort abzuwarten, steht er auf und verschwindet in seinem Zimmer.



Kurz darauf kommt er wieder und hat doch tatsächlich eine Schachtel Marlboro light in der Hand.



Er grinst mich abwartend an, als er mir die Schachtel hinhält.



Ich würde jetzt ja gerne sagen, dass ich überrascht bin, aber um ehrlich zu sein bin ich es nicht.



„Du bist echt ein hinterhältiger, kleiner…“



„Hey, es hat geklappt, oder?!“ grinst er und es ist endgültig um mich geschehen.



„Eigentlich müsste ich jetzt sauer sein.“



„Wieso das denn?“ fragt er cool. „Also ich würde mich geschmeichelt fühlen.“



Ich werde rot, weiß nicht, was ich darauf antworten soll.



Doch, eigentlich müsste ich jetzt wirklich sauer sein. Er hatte das alles genauestens geplant. Ich war nur ein Teil seines Plans.



Aber hatte ich nicht auch die Wahl gehabt? Ich hätte nicht hier bleiben müssen. Hätte gehen können. Dann wäre sein Plan nicht aufgegangen.



Und trotzdem fühle ich mich tatsächlich auch geschmeichelt. Immerhin hatte er sich Mühe gegeben. Er wollte, dass ICH hier bin. Ich und keine andere.



Ich stehe auf, stelle mich an das Geländer des Balkons. Mir ist schwindelig, ich suche Halt. Und ich finde ihn.



In Tom.



Denn dieser steht plötzlich hinter mir und legt seine Arme um mich.



Ich spüre seinen Atem, inhaliere seinen Geruch.



„Hast du schon mal jemanden nur für eine Nacht geliebt?“ haucht er mir ins Ohr und ich merke, wie meine Knie weich werden. Ich glaube, ich werde jeden Moment ohnmächtig.



„Ob ich schon mal einen One Night Stand hatte?“ frage ich mit zittriger Stimme zurück.



„Nein. Das meine ich nicht. Ich will wissen, ob du schon mal jemanden nur für eine Nacht richtig geliebt hast?“



„Wie meinst du das: Geliebt? Nur für eine Nacht?“



Ich weiß wirklich nicht, worauf er hinaus will.



„Ich meine geliebt. So richtig mit Gefühlen. Du triffst jemanden. Ihr verliebt euch, aber ihr wisst, dass es nur diese eine Nacht für euch beide geben wird.“



„Also doch ein One Night Stand?“



„Nein! Oder hast du einen One Night Stand schon mal wirklich geliebt? Also ich nicht.“



„Nein, ich auch nicht. Aber ich habe mich bis jetzt auch noch nicht in einer Nacht in jemanden verliebt“, erwidere ich und drehe leicht meinen Kopf in seine Richtung.



Genau jetzt bin ich an dem Punkt, an dem ich weg muss. Ich will hier raus, aber es geht nicht. Er hält mich fest, will, dass ich mich zu ihm umdrehe, aber ich kann nicht.



Wenn ich ihm jetzt in seine wundervollen Augen schaue, werde ich ihn nicht mehr vergessen können. Nie wieder.



Aber ich bin schwach. Werde immer schwächer.



Und dann drehe ich mich um, mein Gesicht ist nur noch wenige Zentimeter von seinem entfernt.



„Ich habe mich heute Nacht in dich verliebt“, haucht er mir entgegen und streichelt mir zärtlich mit seiner rechten Hand über meine Wange.



„Meinst du, du kannst mich auch lieben? Nur für eine Nacht?“ fragt er mich und kommt mir noch näher, was eigentlich kaum möglich ist.



Ich schaue in seine braunen Augen, sehe seine zarte Haut, spüre seine weichen Berührungen und ich nicke schwach.



Ja, ich kann ihn lieben. Ich liebe ihn für eine Nacht.



„Ich will, dass du es mir sagst“, flüstert er mir ins Ohr und küsst zärtlich meinen Hals.



„Sag mir, dass du mich heute Nacht liebst.“



Er fleht mich fast an, zittert.



Ich warte, bis er mich wieder anschaut. Dann nehme ich seine Hand, halte sie ganz fest.



„Ja, ich liebe dich. Heute Nacht liebe ich dich, Tom.“



Unsere Lippen verschmelzen miteinander.



Ich habe das Gefühl zu fallen, aber ich tue es nicht. Ich stehe hier vor Tom und wir küssen uns. Wir küssen uns und lieben uns.



Sein Piercing elektrisiert mich und als ich seine Zunge spüre, wie sie sanft gegen meine Lippen stößt, drücke ich seine Hände fest zusammen und öffne leicht meine Lippen.



Unser Kuss ist unglaublich. Ich habe noch nie solch ein Kribbeln im Bauch gehabt, noch nie eine solche Gänsehaut am ganzen Körper, wie jetzt.



Tom presst seinen Körper gegen meinen und zum ersten Mal spüre ich, wie dünn er eigentlich ist. Natürlich habe ich direkt gesehen, dass er nicht wirklich dick ist, aber seine weiten Klamotten ließen mich dennoch keine genaue Aussage über seinen Körperbau treffen.



Ich höre die ersten Vögel zwitschern. Wir müssen eine halbe Ewigkeit hier gestanden und uns geküsst haben.



Plötzlich lässt Tom von mir ab.



„Wie spät ist es?“ fragt er mich hektisch und ich schaue auf meine Uhr.



„Gleich 6. Wieso?“



Panik steigt in mir auf. Panik, dass er mich jetzt bitten könnte, zu gehen. Panik, dass genau jetzt alles vorbei sein würde. Panik, dass unsere Liebe für diese eine Nacht jetzt erlöschen würde.



„Ich muss in zwei Stunden fertig sein. Dann checken wir aus.“



Ich umklammere Tom, lege meinen Kopf auf seine Brust.



„Ich kann jetzt noch nicht gehen. Ich liebe dich doch noch“, flüstere ich und es fällt mir schwer, meine Tränen zu unterdrücken.



„Du sollst auch noch nicht gehen. Nicht jetzt“, antwortet Tom mir und streicht mir sanft über meine Haare.



Nein, ich werde jetzt nicht gehen. Ich kann es nicht. Ich bin schon viel zu weit gegangen, um es jetzt zu beenden, auch wenn ich weiß, dass es mich umbringen wird.



Ich will die Zeit, die uns noch bleibt, nutzen. Denn ich würde es bereuen, wenn ich es nicht täte. Ebenso wie ich es bereuen werde, wenn ich es tue. Ich werde es bereuen, weil ich es nicht werde vergessen können.



„Ich will dich richtig lieben“, reiße ich mich selbst schließlich aus meinen Gedanken und Ängsten und schaue Tom in die Augen.



Wir küssen uns wieder.



Langsam taumeln wir in das Hotelzimmer.



Tom zieht mir mein Shirt über den Kopf und ich tue es ihm gleich.



Tom lässt sich rückwärts auf das Bett fallen und zieht mich mit sich.



Ich setze mich auf seine Beine, küsse seinen Oberkörper, lecke an seinen Brustwarzen und puste sie mit kalter Luft an.



Tom beißt sich auf die Unterlippe.



Ich weiß, dass es ihn kitzelt und anmacht.



Ich grinse ihn an und widme mich dann wieder seiner nackten Haut.



Meine Lippen wandern runter zu seinem Bauchnabel, meine Hände streichen an den Außenseiten seines Bauches entlang.



Während ich seinen Gürtel öffne, schaue ich ihm tief in die Augen.



Ich will ihn dabei beobachten. Jeden Moment mit ihm will ich bewusst in meinem Gehirn abspeichern.



Warum? Vielleicht, um mich später mit Erinnerungen zu quälen.



Als ich den Gürtel geöffnet habe, hebt Tom leicht seinen Hintern an, so dass ich ohne Probleme seine Hose von ihm streifen kann.



Ich lege mich auf ihn und lasse dabei kurz meine Hand über seine Boxershorts gleiten.



Seine Erregung ist trotz der weiten Boxershorts deutlich zu spüren und er stöhnt leise auf, als sich mein Unterkörper dagegen presst.



Hektisch öffnet er meinen BH und wirft ihn weit von sich.



Sein Blick hängt an meinen Brüsten, er zittert.



„Du bist süß, wenn du aufgeregt bist“, flüstere ich ihm ins Ohr und knabbere kurz daran.



Seine Hände wandern zu meinem Po, umklammern ihn fest.



Plötzlich drückt Tom mich mit aller Kraft von sich, ich lande mit dem Rücken auf dem Bett und sofort hängt Tom über mir.



Erst jetzt fällt mir auf, dass er immer noch sein Cappy trägt.



Langsam nehme ich es ihm ab, ebenso sein Stirnband. Ich löse sein Haargummi und sofort fallen seine Dreads wild auseinander.



Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass er noch schöner werden könnte.



Seine Dreads kitzeln mich, als er meinen Busen küsst und eine Hand zwischen meine Beine gleiten lässt.



Ich dränge mich ihm entgegen, will ihn endlich spüren, doch ebenso will ich noch warten. Will es hinauszögern, damit es niemals endet.



Doch dann öffnet Tom auch meine Hose. Zieht sie mir aus.



Sein Blick ruht auf meinem Slip.



Er scheint nachzudenken.



Ich schaue ihn erwartungsvoll und ängstlich zugleich an. Ich schätze ihn nicht so ein, als würde er jetzt noch einen Rückzieher machen, aber diese ganze Nacht erscheint mir eh mehr und mehr surreal und auch, wenn ich ihren Ausgang kenne, habe ich Angst vor einer plötzlichen und unerwartenden Wende.



Doch Tom enttäuscht mich nicht.



Mit einem Ruck reißt er mir das dünne Stück Stoff von den Hüften und küsst mich sofort an meiner empfindlichsten Stelle.



Ich werfe meinen Kopf zur Seite, winde mich unter ihm, kralle mich im Laken fest.



Tom treibt mich schon gefährlich nah an die Klippe mit seiner Zunge, seinen Lippen, seinen Berührungen.



Doch so unglaublich erregend es auch ist, was er gerade mit mir macht, er muss damit aufhören.



Ich winde mich, versuche mich von ihm zu lösen.



Er merkt, dass etwas nicht stimmt und lässt von mir ab.



„Was ist?“ will er mit rauer Stimme von mir wissen und kommt zu mir nach oben.



„Schlaf mit mir!“ raune ich ihm entgegen und küsse ihn stürmisch.



„Was glaubst du, was ich vorhabe?“ grinst er mich frech an und legt sich mit vollem Gewicht auf mich drauf.



Ich frage mich, wie er sich anscheinend noch voll und ganz unter Kontrolle haben kann?



Ja, er ist offensichtlich auch ziemlich erregt, aber im Vergleich zu mir ist er noch relativ gelassen. Er schwitzt kaum, zittert nicht mehr, sein Gesicht ist nur leicht gerötet.



Für einen Moment zweifele ich an mir. Gefällt es ihm nicht?



Doch dann schaut er mir tief in die Augen und ich weiß, dass es ihm gefällt. Er liebt mich. Zumindest für diesen Moment. Für diese Nacht.



Ich umspiele mit meinen Fingern den Saum seiner Boxershorts. Immer und immer wieder lasse ich sie kurz darin verschwinden, berühre ihn aber nicht und ziehe ihm die Shorts auch nicht aus.



„Du quälst mich“, stöhnt er mir ins Ohr und verbeißt sich kurz darauf in meinem Hals.



Es tut weh, aber es ist ein schöner Schmerz.



Ich kralle mich an seinem Po fest, stöhne und befreie ihn schließlich vom letzten Stück Stoff, das uns noch trennt. Nicht, weil ich ihn erlösen will, sondern weil ich es nicht mehr aushalte.



Für einen Moment bleiben wir regungslos. Wir lauschen nur unseren Atem, schauen uns in die Augen.



Ich weiß nicht, woher er es plötzlich gezaubert hat, aber auf einmal hält mir Tom ein Kondom unter die Nase. Wenigstens einer, der noch klar denken kann.



Ich nehme es ihm aus der Hand und grinse ihn an.



„Leg dich hin“, befehle ich ihm und er gehorcht mir.



Ich unterbreche unseren Blickkontakt nicht, während ich die Kondompackung aufreiße.



Jetzt zittert auch Tom wieder. Er atmet schwer und sein Gesicht ist jetzt schon richtig stark gerötet.



In dem Moment, indem ich mir das Kondom zwischen die Lippen klemme, schließt er die Augen und krallt sich im Laken fest.



Jetzt ist es an ihm, dass er sich unter mir windet. Er stöhnt, drängt sich mir entgegen.



Sein Stöhnen erregt mich ungemein und ich will ihn jetzt. Ich will nicht mehr warten und Gott sei Dank sieht Tom das genauso.



„Hör auf“, fleht er mich halbherzig an.



Ja, ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Man will nicht, dass der andere aufhört, ebenso wenig wie man will, dass er weitermacht.



Ich erlöse ihn also, ebenso wie ich ihn zugleich quäle und lasse meinen Körper langsam über seinen gleiten.



Wir küssen uns, Tom streichelt mir zärtlich und doch auch hektisch durch die Haare.



Plötzlich packt er mich, bringt mich wieder in die unterlegene Position.



„Ich liege nicht so gern unten“, grinst er mich an.



„Da hast du aber was verpasst“, grinse ich zurück.



Er küsst mich, umfasst meine Handgelenke und drückt meine Arme fest neben meinem Kopf in die Matratze.



Er macht mich wahnsinnig. Dieses unschuldige, engelsgleiche Gesicht gepaart mit dieser männlichen Stärke und Überlegenheit.



Ein letztes Mal schaut er mir in die Augen, bevor er es endlich tut. Er erlöst mich, wenn auch noch nicht ganz.



Mir ist heiß, schlecht von all den Schmetterlingen, die in meinem Bauch um die Wette flattern und ich habe das Gefühl, jeden Moment zu ersticken.



„Tom“, stöhne ich, als er sich in mir bewegt. Erst langsam, dann schneller und wieder langsam.



Er presst seine Lippen fest auf meine, unsere nassen Körper reiben sich aneinander.



Wie gerne würde ich ihm noch zeigen, wie schön es doch sein kann, unten zu liegen, aber ich kann es nicht mehr. Ich bin wie gelähmt, kann es nur noch über mich ergehen lassen, was Tom gerade mit mir macht.



Wie kann ein Kerl, den ich erst ein paar Stunden kenne, so etwas in mir auslösen? Noch nie hatte ich solch ein Gefühl bei einem One Night Stand. Aber…ja…genau…das, was wir hier gerade haben ist kein One Night Stand. Wir lieben uns. Wenn auch nur für diese eine Nacht.



Alles um mich herum scheint zu verschwinden, als Tom mich endlich erlöst. Ja, er erlöst mich, nur um mich durch diese Erlösung in die nächste Qual zu schicken, denn jetzt ist es wirklich vorbei.



Erschöpft bricht Tom über mir zusammen, legt seinen Kopf auf meine Brust.



„Ich liebe dich“, flüstere ich ihm zu und streiche ihm zärtlich durch seine Haare.



„Ich dich auch“, antwortet er mir.



Wir bleiben noch eine Weile so liegen. Wollen beide nicht, dass es endet, aber das Unausweichliche naht unaufhaltsam und unerbittlich. Die Sonne kommt raus, draußen schlägt eine Kirchenuhr genau acht Mal.



Mein Herz bleibt für eine Sekunde stehen.



„Ich müsste eigentlich schon unten sein“, sagt Tom mit sanfter Stimme.



„Ich weiß. Ich gehe jetzt.“



Tom löst sich von mir und wir stehen beide auf.



Wir ziehen uns an.



Dabei weiche ich seinem Blick aus. Ich will ihn nicht noch mal ansehen, ihn nicht mehr berühren.



Unsere Liebe ist vorbei. Ich muss jetzt gehen.



Ich gehe zur Tür, will sie gerade öffnen, als Tom mich zurückhält.



„Warte!“ schreit er schon fast, obwohl wir kaum drei Meter voneinander entfernt sind.



Ich schaue ihn nicht an.



„Tom, mach es mir bitte nicht so schwer.“



„Das habe ich nicht vor. Aber gerade weil ich weiß, dass es jetzt vorbei ist, will ich es vernünftig zu Ende bringen.“



Ich schüttele ungläubig den Kopf. Wie kann man diese Nacht vernünftig zu Ende bringen?



„Kannst du mich anschauen?“ bittet er mich und ich drehe mich tatsächlich zögerlich zu ihm um.



Ich blicke auf den Boden, doch Tom fasst mit einer Hand unter mein Kinn und zwingt mich, ihm in die Augen zu sehen.



„Ich will dir noch erklären, warum ich dich nicht nach deinem Namen gefragt habe“, fängt er an, doch ich lege meinen Zeigefinger auf seinen Mund.



„Ich weiß es“, flüstere ich ihm entgegen und schlucke einmal.



„Ich weiß es“, wiederhole ich dann.



„Ich habe dich wirklich geliebt“, reißt er mir nun endgültig mein Herz raus.



„Ich dich auch“, antworte ich ihm mit letzter Kraft.



Und dann gehe ich. Für immer.







Kann etwas, das vorhersehbar ist, wehtun?



Ja, es kann.



Denn ich habe ihn geliebt. Für eine Nacht.



~~~~~~~~~~Ende~~~~~~~~~



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BeitragVerfasst am: 05.10.2006, 20:59    Titel: Anzeige



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BeitragVerfasst am: 12.10.2006, 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaah die ist sooo geil *grins*
Gibts da noch nen zweiten Teil ???? Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich



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BeitragVerfasst am: 12.10.2006, 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

nee leider nicht.... ^^



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lalaine
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BeitragVerfasst am: 12.10.2006, 22:45    Titel: Antworten mit Zitat

Weinen Weinen Weinen Fu*k...
Die is so sexxxxxxxxxxxxxxxxxyyyyyy Lachen Lachen Lachen
....gewesen.... Winken



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BeitragVerfasst am: 13.10.2006, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

ich kann dem Auto ja mal ne mail schreiben und fragn,ob er noch ein zweiten Teil schreibt ^^
ich liebe diese Stories vor allem über Tom....Ich kenne so viele,aber die gehen teilweise echt sau lang ich brauch um die zu lesen fast 3 Tage wenn nicht länger...Ich stell mal eine rein,die ist echt der Hammer....aber sau lang...aber die darf man sich nicht entgehen lassen Winken



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