Marauder Forum Hier ist das Reich der Tunichgute

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SweetHome Moderator


Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.12.2005 Beiträge: 214 Wohnort: Somewhere over the sea
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Verfasst am: 11.06.2006, 21:23 Titel: Der Weg |
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Guten Abend meine Damen und Herren,
welch Wunder, dass Sie sich dazu entschlossen haben, einen kleinen Blick in diesen Thread zu werfen und meinen etwas wirren Gedanken in Form eines Gedichtes, ohne Reim, zu begutachten.
Gut zu verstehen wird der Text oder das Gedicht, ich bin mir nicht sicher, wie ich es nennen soll, wahrscheinlich nicht sein, denn keiner wird meinen Hintergedanken und meinen Schmerz dahinter kennen. Es hat alles seinen Ursprung vor vier Jahren. Vor vier Jahren hat es begonnen. Vor vier Jahren hat der Weg seinen Anfang gefunden und ich möchte Ihnen jetzt nicht vorenthalten, wie er weiterführt und welche Überraschungen er mir bereitet hat, im Laufe von vier langen Jahren.
Mit Stolz darf ich Ihnen nun mein Werk vorstellen:
Der Weg
Eine Abzweigung,
ein Weg,
mein Weg, den ich gehen muss.
Der Himmel,
wolkenlos blau,
von Sonnenlicht erhellt.
Mein Weg, lang und eben,
kein Stein im weg, kein Fels.
Ich trete ihn an, meinen Weg,
ich laufe der Sonne entgegen.
Er führt mich hin, mein Weg,
ohne Steine ist er, mein Weg.
Doch, bleibt er so, mein Weg?
Bleibt er so problemlos eben, mein Weg?
Ein Stein, nein, ein Fels.
Ich versuche auszuweichen,
doch ich laufe dagegen.
Der Himmel, der eben noch blau und schön,
ist jetzt grau und wolkenverhangen.
Meine erste Träne löst sich,
trifft auf den Stein und zerschellt.
Der Himmel weint mit mir,
ist er genauso traurig wie ich?
Ich rapple mich auf,
gehe tapfer weiter durch den Regen,
gehe mutig meinen Weg.
Setze ihn fort, meinen Weg,
und stolpere durchnässt und zitternd über den nächsten Stein.
Ich falle und falle.
Keiner fängt mich auf,
außer der harte und gefühlslose Boden.
Blut, mein Leben,
strömt über meine Lippen,
es verlässt mich durch meine Nase.
Es lässt mich tropfenweise im Stich,
mein Leben verlässt mich.
Meine Tränen, mein Schmerz,
verlassen mich und spülen mein Leben weg.
Sie nehmen es mit, mein Leben,
genauso wie meinen Schmerz, der mich verlässt.
Ich liege am Boden,
atme schwer und tief.
Meine Seele, sie verlässt mich mit jedem Atemzug.
Mein Körper zittert.
Ich liege am Boden und mein Leben, mein Schmerz, meine Seele verlassen mich.
Und ich sterbe, sterbe unter dem Druck des Regens.
Erneut stemme ich mein Gewicht, meinen Körper, auf.
Erneut setze ich meinen Weg tapfer fort
und erneut falle ich.
Ich sterbe weiter,
werde immer lebloser,
immer kälter, blasser,
verliere mein Leben.
‚Ein letztes Mal’, denke ich und stehe auf,
laufe weiter, die Sonne suchend,
laufe weiter, das Glück nicht findend,
laufe weiter, eine große, steinerne Wand erblickend.
Meine Beine, sie versagen den Dienst
und ein letztes Mal falle ich.
Meine Seele entwischt mit einem letzten Atemzug.
Ich sehe mich fallen,
sehe mir beim Sterben zu.
Und ich sehe meinen leblosen Körper zu Grunde gehen.
Es ist vorbei,
mein Leben, mein Schmerz, meine Seele,
sie haben mich verlassen,
es ist vorbei.
Endlich ist alles vorbei.
----------------------------------
Anmerkung:
Sollte es zu großen seelischen Belastungen kommen, was ich nicht hoffe, werde ich für den Schaden aufkommen.
Herzlichen danke für Ihre Aufmerksamkeit,
Sweety _________________
Der Frühling,
er hat uns gepackt.
Endlich erreicht
und doch die Hitze,
die er gibt,
ist nicht zu ertragen.
Gefreut haben wir uns darauf
und jetzt verfluchen wir den Frühling
trotz seiner Blumenpracht. |
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Verfasst am: 11.06.2006, 21:23 Titel: Anzeige |
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michi171717 Unsagbarer


Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.08.2006 Beiträge: 73 Wohnort: Hell was full so I came back
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Verfasst am: 24.08.2006, 18:09 Titel: |
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Anky:
So einen gefühlvollen Text hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Und irgendwie konnte ich mich in ihn etwas hineinfühlen, und ich hoffe für dich dass Gott dir Flügel schenkt die dich irgendwann auffangen werden und deinen Körper federleicht machen.
Irgedendwie wird es weitergehen, egal wie. Vielleicht schlechter als zuvor aber ich hoffe für dich dass du irgendwann auf deinem Weg auf einen Sonnsnstrahl triffst der dich bis zum Ende begleitet und dir immer wieder Zuversicht spendet .
hdl michi _________________
glg Michi/2nd Twin
xxx
*Lauf los denn deine Träume renn’, also hol sie dir
Geh auf die Jagd, jeden Tag musst du vor die Tür
Und wenn du findest du verdienst mehr als das hier –
Dann wechsel lieber dein Revier…Alles Gute auch von mir.*
Seeed - What you deserve is what you get! |
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boyvonnebenan89 Hogwartschüler


Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.10.2005 Beiträge: 17
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Verfasst am: 08.10.2006, 17:51 Titel: |
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Hallo Anky!
Ich hab mich jetzt in die Muggelecke verirrt, und "Der Weg" war einer der ersten Texte, die mir hier regelrecht ins Auge gefallen sind. Ich muss sagen du schreibst sehr bildhaft! Die ganze Zeit, als ich den Text gelesen habe ist in meinem Film ein unbeschreiblich bizarrer Film abgelaufen. Ich habe die Sonne gesehen, deinen felsenlosen Weg. Genausowenig wie du habe ich die Grauen Wolken gesehen, die weit in der Ferne heranzogen. Ich kann nicht behaupten, dass ich diesen Weg mit dir gegangen bin nein. Aber ich habe diesen Weg wie von einer DVD aus gesehen. Naja dann waren die Wolken da, und der Weg wurde schwierig, ja wie sich am Ende zeigt, fast nicht zu überwinden! Aber am Ende war dann doch wieder die Sonne, du hast es überlebt! Und ich bin froh darrüber! So viele Emotionen, so viel traurigkeit. Nein einen seelischen Schaden wird dieser Text nicht bei mir hervorrufen - nicht wenn ich weiß, dass es dir jetzt wieder gut, oder zumindest besser geht Sweet Home, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!
LG
Simon _________________ Wer seinen Gegner erkennt,
und einen Kampf gewinnt,
hat die Kampfkünste gemeistert.
Wer sich selbst erkennt,
und einen Kampf vermeidet,
hat das Leben gemeistert.
Denn wahrhaft siegt,
wer niemals kämpft.
(Chinesisches Sprichwort) |
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SweetHome Moderator


Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.12.2005 Beiträge: 214 Wohnort: Somewhere over the sea
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Verfasst am: 09.10.2006, 13:14 Titel: |
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Hallöchen ihr da draußen und vor allem die Schwarzleser
Eigentlich wollte ich mich nur kurz zu euren Bemerkungen äußern, denn ich denke, es ist nur nett, wenn ich das tue. ^^
Michi: Meine Maus, danke, für deine hoffnungsvollen Worte und nocheinmal ein herzliches Danke für deine "Antwort" in Form eines anderen Textes. Es ist wirklich lieb von dir gewesen und ich weiß selbst, dass es immer weiter geht, nur dieser Weg ist eben ein Lebensabschnitt, der eben traurig zu ende ging, dafür hat ein neuer begonnen, die Widergeburt des lyrischen Ichs sozusagen. Aus diesem Grund, keine weitere Sorge.
Ich hab dich lieb.
Simon: Ja, schönen Tag auch. ^^ Auch hier ein herzliches Danke für dein Lesen und dann auch für dein Kommentar, ich hätte nciht egdacht, dass es dich hierher verschlägt. ^^
Nur muss ich an deinem Kommentar etwas bemängeln. o.O Es ist zwar schön, dass in dir ein Film angelaufen ist, aber das Ende stimmt so nicht ganz, denn am Ende stirbt das lyrische Ich.
| SweetHome hat folgendes geschrieben: | Es ist vorbei,
mein Leben, mein Schmerz, meine Seele,
sie haben mich verlassen,
es ist vorbei.
Endlich ist alles vorbei. |
In den voherigen Strophen war das Leben mein Blut und wenn mein Blut mich ganz verlässt, verblute ich -> Tod
Mein Schmerz waren meine Tränen, auch wieder eine Körperflüssigkeit - Wasser - ohne die ich auch nicht überleben kann -> Tod
Dann noch meine Seele - mein Atem. Wenn mein Atem versiegt, bin ich im Grunde schon tot, stimmt's?
Im Endeffekt bedeutet das, dass das lyrische Ich gestorben ist und nciht weitergelebt hat. Sonst hätte ich da noch meilenweite Strophen geschrieben á la:
Ich richtete mich erneut auf,
Mein Leben will ich wieder in die Hand nehmen,
Meine Erinnerungen nutzen und diesen Weg nie wieder einschlagen,
Will den Weg zurückgehen und alles hinter mir lassen.
Oder so in der Art. ^^
Ich hoffe, das ist jetzt auch für dich klarer geworden.
VlG Sweety _________________
Der Frühling,
er hat uns gepackt.
Endlich erreicht
und doch die Hitze,
die er gibt,
ist nicht zu ertragen.
Gefreut haben wir uns darauf
und jetzt verfluchen wir den Frühling
trotz seiner Blumenpracht. |
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