Segeljolle-Atlanta-Koralle alles rund um die Atlanta Koralle

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Kleine Koralle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2018 Beiträge: 20
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Verfasst am: 25.11.2018, 19:20 Titel: Mit 44 Jahren einen neuen Liebhaber gefunden |
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Nachdem wir seit Anfang 2018 still im Forum gelesen und viele Information zur Koralle gesammelt haben, möchten wir die Koralle-Fan-Gemeinde nun auch an den Bildern unserer Koralle Baujahr 1974 teilhaben lassen.
Alles begann im Dezember 2017, als die Koralle zum ersten Mal in unserer Garage stand:
Der Lack war abgeblättert…
…der Rumpf hatte, außer Beschädigungen im Lack, auch Risse…
… das Holz unter dem Lack war in Mitleidenschaft genommen…
…und zum Teil hatte sich das Furnier gelöst.
Zudem gab es eine tiefe Beschädigung an der Backbordseite, die gefüllt werden musste.
Das alles hat uns jedoch nicht abgeschreckt und wir haben das Projekt Restaurierung in Angriff genommen.
Zuletzt bearbeitet von Kleine Koralle am 27.11.2018, 15:47, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am: 25.11.2018, 19:20 Titel: Anzeige |
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Kleine Koralle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2018 Beiträge: 20
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Verfasst am: 25.11.2018, 22:03 Titel: |
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Begonnen haben wir mit der Restaurierung am 29.12.2017.
Zuerst haben wir das Furnier mit Holzleim geklebt und über den Jahreswechsel trocknen lassen.
02.01.2018
Der Lack am Rumpf wurde abgeschabt. Das ging zügig mit einem handelsüblichen Ceranfeldschaber, ohne dabei den Rumpf zu beschädigen…
04.01.2018
Leider hatte ein Voreigner den Rumpf mal zu tief abgeschliffen - bis zum Innenfurnier.
Also mussten wir umdenken. Nur Streichen würde wohl nicht ausreichen.
10.01.2018
Aber erstmal wurden die Risse aufgebohrt und mit einem Gemisch aus Epoxidharz und Microfiber gefüllt. Auf dem Bild sieht man gut wie viel Material der Voreigner versehentlich weggeschliffen hat.
13.01.2018
Der gesamte Rumpf wurde mit einer Schicht Epoxidharz überzogen.
20.01.2018
Der Rumpf wurde geschliffen und nachdem sich der Staub gesetzt hatte, mit mehreren Lagen Glasfasergewebe und Epoxidharz laminiert.
02.02.2018
Nach dem Trocknen und Schleifen sah es dann so aus:
04.02.2018
Mit einem Heißluftfön und einem Spachtel wurde der alte Lack vom Holz abgeschabt.
10.02.2018
Ohne Lack…
12.02.2018
Die Bugrundung der Scheuerleiste wurde aus einem Holzbrett ausgesägt und zusammen mit Halbprofil-Kiefernholzleisten angeklebt und festgeschraubt.
18.02.2018
Nach dem Schleifen:
21.02.2018
Mit einem Gemisch aus Mahagonieschleifstaub und Epoxidharz wurden die tiefen Löcher im Holz gefüllt:
03.03.2018
Auch die Schwerter mussten ausgebessert werden.
07.03.2018
Aus einer Siebdruckplatte wurde eine neue Mastspur ausgesägt, weil sich die Originale komplett delaminiert hatte
14.03.2018 – 26.03.2018
Nachdem drei Schichten 2K Lack aufgetragen wurden:
Zwischendurch wurden sämtliche Beschläge aufgearbeitet. Hier ein Heckgriff:
29.03.2018 – 13.04.2018
Das Holz wurde mit mehreren Schichten 2K Bootsklarlack gestrichen.
Auch die Schwerter, Ruder und Pinne wurden jedes Mal mitlackiert.
14.04.2018
Sämtliche Beschläge wurden wieder montiert.
Laufendes und stehendes Gut, sowie die Seitennetze wurde erneuert und neue Ausreitgurte genäht.
(Das Bug hatte ein Voreigner mit Luken versehen. Die original Mittelstrebe befindet sich zwar noch dahinter, ist jedoch nicht mehr intakt.)
Nach der Schiffstaufe am 06.05.2018

Zuletzt bearbeitet von Kleine Koralle am 27.11.2018, 16:08, insgesamt einmal bearbeitet |
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Kleine Koralle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2018 Beiträge: 20
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Verfasst am: 25.11.2018, 22:12 Titel: |
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Unter Segeln auf dem Ijsselmeer

Zuletzt bearbeitet von Kleine Koralle am 27.11.2018, 16:10, insgesamt einmal bearbeitet |
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scallywag
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2018 Beiträge: 1
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Verfasst am: 25.11.2018, 23:05 Titel: |
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Hallo Kleine Koralle,
sehr schönes Projekt, die ist euch ja mal richtig gelungen! Schön zu sehen, dass sich noch aktive Korallisten hier einfinden.
Was deinen Vorstagsbeschlag betrifft, würde ich mir einmal Gedanken machen, die schwarzen Stellen deuten auf Feuchtigkeit hin. Wenn die dort verbleibt, wird das Holz weich und bei Belastung kann der Beschlag dann ausreißen, da die Gewinde im Holz nachgeben. Was das beim Segeln bedeuten würde, möchte ich mir nicht vorstellen. _________________ MfG Johann |
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Petit Chaos

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2007 Beiträge: 789 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 26.11.2018, 13:20 Titel: |
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Danke für deinen schönen Beitrag, ist Dir super gelungen.
Gruß _________________ In der Ruhe liegt die Kraft
Franko alias
"Petit Chaos" |
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jensschumi

Anmeldungsdatum: 21.08.2015 Beiträge: 66
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Meister Eder
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.11.2018 Beiträge: 7
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Verfasst am: 30.11.2018, 18:15 Titel: |
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Moin.
Ich kann mich da nur anschließen.
Super Arbeit - super Beitrag - super Bilder - super Boot.
Die Abtrennung des Vorschiffs ist zwar nicht original und bedeutet zusätzliches Gewicht (wobei das der Koralle vorne eher nützlich ist, da ich sie als hecklastig empfinde), doch das Gesamtbild wirkt stimmig.
Und es gibt nur noch wenig wirklich unverbaute Korallen. Was ich nicht schlimm finde, denn das macht jede einzigartig. _________________ _______________
Franz |
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Petit Chaos

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2007 Beiträge: 789 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 30.11.2018, 18:44 Titel: |
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Man kann auf den zusätzlichen Stauraum vorne positives aber auch negatives ergänzen. Bleibt aber Toparbeit an der Sache
Gruß _________________ In der Ruhe liegt die Kraft
Franko alias
"Petit Chaos" |
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Kleine Koralle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2018 Beiträge: 20
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Verfasst am: 01.12.2018, 12:40 Titel: |
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Vielen Dank für eurer Feedback.
@ scallywag: Damit der Bugbeschlag nicht ausreißen kann, wurde der Bugbereich von unten bereits mit Kiefernholz verstärkt, damit die Schrauben in gesundes Holz packen.
@ Petit Chaos: Zusätzlicher Stauraum ist durch die Luken nicht entstanden. Dahinter füllt nämlich der dreieckige Bugauftriebskörper den gesamen Raum aus. Man sieht ihn halt nur nicht...
Keine Ahnung warum einer der Voreigner diesen aufwändigen Umbau vorgenommen hat.
Zuletzt bearbeitet von Kleine Koralle am 01.12.2018, 14:03, insgesamt einmal bearbeitet |
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Petit Chaos

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2007 Beiträge: 789 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 01.12.2018, 13:33 Titel: |
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| Kleine Koralle hat folgendes geschrieben: | @ Petit Chaos: Zusätzlicher Stauraum ist durch die Luken nicht entstanden.
Dahinter füllt nämlich der dreieckige Bugauftriebskörper den gesamen Raum aus. Man sieht ihn halt nur nicht...
Keine Ahnung warum einer der Voreigner diesen aufwändigen Umbau vorgenommen hat. |
Es gibt Einige die der Meinung sind, das Sie nicht Kentern bzw. nur Segeln, wenn man nicht kentert.
Für Touren mit der Koralle finde ich diesen Stauraum positiv und würde mich mit den
restlichen Auftriebskörpern begnügen. Aber unter der Rubrik Kentern gibt es ein Foto wie es ausgehen kann,
ohne Auftriebskörper. Es gibt ja auch Einige die mit Benzinaußenborder segeln
und wenn man dann kentert ist es bestimmt auch nicht erfreulich.
Andersrum weiß ich das sich der Rumpf sehr stark verwindet und je nachdem wie die Luke gestaltet wurde,
ist halt die Frage können Risse/Spannungen entstehen.
Bei deiner Koralle sind die Seitennetze drin bei den späteren Koralle ab ca. 1976 wurden die Netze wieder weggelassen?
Warum? Dafür haben Sie ein großes Netz im Bug eingesetzt, habe ich aber bei meiner weggelassen, hat mich persönlich gestört.
Die Seitennetze fand ich sehr schön, habe mich sehr dran gewöhnt gehabt. Hat leider meine 2 Koralle nicht gehabt.
Weiterhin viel Spaß _________________ In der Ruhe liegt die Kraft
Franko alias
"Petit Chaos" |
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Kleine Koralle

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2018 Beiträge: 20
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Verfasst am: 01.12.2018, 15:28 Titel: |
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| Petit Chaos hat folgendes geschrieben: |
Es gibt Einige die der Meinung sind, das Sie nicht Kentern bzw. nur Segeln, wenn man nicht kentert.
Für Touren mit der Koralle finde ich diesen Stauraum positiv und würde mich mit den
restlichen Auftriebskörpern begnügen. |
Klar, wenn man ab Windstärke 3 den Hafen anläuft, dann ist eine Kenterung nicht so wahrscheinlich.
Ansonsten denke ich, die Koralle ist eine Jolle und mit einer Kenterung muss/sollte man grundsätzlich rechnen, auch wenn man das natürlich nach Möglichkeit versucht zu verhindern.
Wir haben Anfang des Jahres bei einer Kenterübung getestet, wie weit sie mit den Auftriebskörpern aufschwimmt, bevor wir mit ihr auf der Ostsee und dem Ijsselmeer segelten.
Für Touren könnte es vielleicht mit den restlichen Auftriebskörpern reichen. Wobei dann bei Wellen die Gefahr bestehen könnte, dass sie unterschneidet, wenn sie vorne mit Gepäck beladen wird(?)
| Petit Chaos hat folgendes geschrieben: | Andersrum weiß ich das sich der Rumpf sehr stark verwindet und je nachdem wie die Luke gestaltet wurde,
ist halt die Frage können Risse/Spannungen entstehen. |
Da der Umbau schon lange her sein muss (die Schrauben der Griffe waren total durchgerostet und das Mahagonifurnier an manchen Stellen des Rahmens nicht mehr vorhanden), gehe ich davon aus, dass jetzt keine Risse mehr entstehen.
| Petit Chaos hat folgendes geschrieben: | Bei deiner Koralle sind die Seitennetze drin bei den späteren Koralle ab ca. 1976 wurden die Netze wieder weggelassen?
Warum? Dafür haben Sie ein großes Netz im Bug eingesetzt |
Ich habe gesehen, dass es im Zubehör der Koralle einen Spinnaker gab.
Vielleicht sollte das Netz für den eingeholte Spi sein? Dann wäre die Position im Bug besser, als an den Seiten, wo schon die Schwertaufholerleinen laufen?
Aber ich finde die Seitentaschen auch praktisch, vor allem für Proviant. _________________ Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen. |
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Gunter

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.01.2007 Beiträge: 161 Wohnort: Nähe Ammersee
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Verfasst am: 01.12.2018, 20:45 Titel: |
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Hallo,
Glückwunsch zur sehr gelungenen Restauration der Koralle.
Ja es stimmt, es gibt noch viele Korallen, aber etliche wurden eben in den vergangenen Jahrzehnten von ihren Eignern " individualisiert".
Das zeigt ja auch für die individuellen Liebhabereien der ehemaligen Eigner, wie zum Beispiel bei VW Käfer und Golf auch, hier gab und gibt es viele persönliche Veränderungen.
Ich wünsche viel Spaß mit der Koralle und das obige Bild zeigt ja auch, dass sie artgerecht eingesetzt wird. |
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