Segeljolle-Atlanta-Koralle alles rund um die Atlanta Koralle

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jensschumi

Anmeldungsdatum: 21.08.2015 Beiträge: 66
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Verfasst am: 02.05.2017, 23:28 Titel: |
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Also,
ich muß mal was loswerden...
Bin ja auch an dieser Koralle (damals für €350) drangewesen und die Beschreibung verhieß beste Substanz *ohne* Notwendigkeit für eine Restauration.
Wenn ich mich mit dem Hänger auf den Weg (einfache Strecke 700km) gemacht hätte, wäre ich wohl *extrem* angepisst gewesen.
Bin letztendlich froh, daß der Kelch an mir vorbei gegangen ist, bestell deinem Kumpel bitte meine *innigsten* Grüße von mir...
Jens
PS:
Eine 'Betonschleifscheibe' ist wirklich das letzte Mittel, was ich probieren würde. Zwischen Schwingschleifer und dem o.a. Teil gibt's noch ein paar Eskalationsstufen... _________________ _________________________________________
Koralle S6R Bj.1977
Überarbeitung / Bilder auf:
http://jensschumi.000webhostapp.com/Koralle/Koralle.php |
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Verfasst am: 02.05.2017, 23:28 Titel: Anzeige |
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Ki
Anmeldungsdatum: 17.01.2017 Beiträge: 70 Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 03.05.2017, 00:00 Titel: |
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Ja, das glaube ich Dir, mich hat sie ja "nur" eine Kupplung gekostet …
Aber mit dem Betonschleifer bin ich sehr zufrieden, bekomme damit eine gute Schäftung hin und die Arbeit geht auch fix. _________________ Koralle S5 – Knickspanter von 1964 |
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Ki
Anmeldungsdatum: 17.01.2017 Beiträge: 70 Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 03.05.2017, 21:17 Titel: |
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So, jetzt noch mal wegen dem Mastfuß. Ich mache mir ja die ganze Zeit gedanken darüber, wie ich den Mast am besten stabilisiere.
Epoxyd hat das Problem, dass es Schimmelbildung fördert.
Die Metallschellen sind unschön, ein Verletzungsrisiko wegen der scharfen Kanten und außerdem rostbedingt nicht so lange haltbar.
Dann kam mir die Idee, eine Stahlmanschette/Beschlag zu nehmen, aber das ist sehr teuer und schwierig in der richtigen Größe zu finden.
Dann fiel mir ein, dass ich einmal auf einer Bundeswehrfregatte (bin aber trotzdem Anti-Militarist!) auf der Kieler Woche ein Takling, mit dem man normalerweise ein Tampen gegen ausfransen schützt, gesehen hatte, der um ein Metall-Geländer gewickelt wurde, um die Griffigkeit zu erhöhen.
Solch ein Takling sollte doch stabiler sein, als die Metallschellen und außerdem seemännischer sein und zudem noch ohne das Verletzungsrisiko einer Metallschelle.
Der Takling den ich meinte, ist der Geknüpfte Takling:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Takling#Gekn.C3.BCpfter_Takling
Im Englischen heißt er French Whippling oder French Hitching und hier gibt es ein schönes Anleitungsvideo, in dem sogar erläutert wird, dass dieser Takling auch gerne zum Reparieren gesplitterter Hölzer verwendet wird – Bingo!
https://www.youtube.com/watch?v=igtVituucuE _________________ Koralle S5 – Knickspanter von 1964 |
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jensschumi

Anmeldungsdatum: 21.08.2015 Beiträge: 66
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Verfasst am: 04.05.2017, 00:07 Titel: |
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Puhh,
Bilder sind ja schön, aber manchmal ist weniger auch mehr
Wo in etwa liegt der Riß?
Davon hängt die mechanische Belastung gravierend ab und somit auch die 'Heilmittel'.
Ev. wäre es auch eine Maßnahme, sich einen anderen Mast aus ebay zu ziehen - die tauchen gar nicht sooo selten auf.
Gruß
Jens
PS:
Habe nochmal in Ruhe drübergeschaut:
Der Riß ist wohl im Bereich des Mastfuß.
Wie liegt der?
Eigentlich sind da unten keine nennenswerten Querlasten zu erwarten - Reparatur damit unkritisch. _________________ _________________________________________
Koralle S6R Bj.1977
Überarbeitung / Bilder auf:
http://jensschumi.000webhostapp.com/Koralle/Koralle.php |
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Ki
Anmeldungsdatum: 17.01.2017 Beiträge: 70 Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 04.05.2017, 07:39 Titel: |
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Der Riß liegt so, dass der Mastfuß durch eine achterliche Böe gespalten wurde.
Ich denke auch, dass es mit dem Takeling reichen sollte. Man könnte bei besonders hoher Beanspruchung auch 4 mm Dyneema nehmen, dass ist ca. 15x zugfester als Stahl in selber Dicke, wäre hier aber wahrscheinlich über's Ziel hinausgeschossen …
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dyneema _________________ Koralle S5 – Knickspanter von 1964 |
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Ki
Anmeldungsdatum: 17.01.2017 Beiträge: 70 Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 09.05.2017, 20:34 Titel: |
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Ich bin ein gutes Stück voran gekommen.
Zunächst habe ich die Planken am Kiel auf den Stringer genagelt:
Dann habe ich den Spalt mit flüssigem Epoxydharz aufgefüllt. Das Harz versickert im Spalt und verklebt so den Stringer innen mit der Beplankung:
Auf der unten liegenden Innenseite sieht man, wie das Epoxyd unter dem Kiel-Spant hervorquilt:
Dann Glasfaserschnipsel dem Epoxidharz hinzufügen und nochmal oben auf den Spalt geben, so läuft es nicht weiter durch:
Abschließend eine Matte Roving auflaminiert:
Löcher wurden mit Glasfaserschnipseln aufgefüllt:
 _________________ Koralle S5 – Knickspanter von 1964 |
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Gunter

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.01.2007 Beiträge: 161 Wohnort: Nähe Ammersee
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Verfasst am: 10.05.2017, 09:13 Titel: |
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Hallo KI,
gute Arbeit.
Allerdings muss ich feststellen, das meine Koralle anscheinend doch in einem bedeutend besseren Ursprungszustand war.
Viel Erfolg, bin gespannt wie es weitergeht, das Ergebnis zählt!
Grüße Gunter |
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Ki
Anmeldungsdatum: 17.01.2017 Beiträge: 70 Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 16.05.2017, 14:02 Titel: |
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Hi Gunter,
ja, da ist deutlich mehr Arbeit zu machen, als gedacht.
Gestern konnte ich etwas weiterarbeiten.
Nach dem Trocknen des GFK hatte sich stellenweise ein weißer Belag gebildet, ich nehme an, der kam daher, dass es ein paar Stunden nach dem Auftragen des Epoxids angefangen hat zu nieseln. Ich konnte den gut mit Entfetter beseitigen:
Dann sah der Rumof so aus, man sieht, ich habe mit dem Epoxid ganz schön rumgesaut:
Ich habe mir JensSchumis Empfehlung zu Herzen genommen und mit einer Fächerscheibe an der Flex geschliffen, zumindest die groben Stellen – denn das geht damit auch verdammt fix. Danach dann weiter mit Schwingschleifer und 40er Papier:
Sieht zwar schon besser aus, aber ist vor allem am Kiel immernoch eine ganzschöne Huppelpiste. Da muss noch mehr geschliffen werden und auch noch gespachtelt werden. Heute regnet's allerdings wieder … _________________ Koralle S5 – Knickspanter von 1964
Zuletzt bearbeitet von Ki am 17.05.2017, 13:28, insgesamt einmal bearbeitet |
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Gunter

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.01.2007 Beiträge: 161 Wohnort: Nähe Ammersee
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Verfasst am: 17.05.2017, 12:14 Titel: |
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Hallo Kristian,
das wird schon.
Ich habe die Matten speziell ab dem ersten Drittel der Bootslänge nach hinten breiter laminiert al Du, ab der Mitte ca. 40-50 cm, damit ist der Rumpf erheblich stabiler und nur geringfügig schwerer geworden.
Ausser der vorderen Bootskante habe ich nichts gespachtelt, sondern die Übergänge nur sauber flächig verschliffen.
Es ist nirgens, auch am Bug nicht, kein Übergang zu sehen, da alles unterhalb der Wasserlinie liegt.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Ausdauer.
Grüße Gunter |
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Gunter

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.01.2007 Beiträge: 161 Wohnort: Nähe Ammersee
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Verfasst am: 17.05.2017, 12:20 Titel: |
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Schlecht zu sehen, aber kein Übergang vorhanden, ohne Spachtel. |
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Gunter

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.01.2007 Beiträge: 161 Wohnort: Nähe Ammersee
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Verfasst am: 17.05.2017, 12:21 Titel: |
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Größer

Zuletzt bearbeitet von Gunter am 17.05.2017, 12:25, insgesamt einmal bearbeitet |
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Gunter

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.01.2007 Beiträge: 161 Wohnort: Nähe Ammersee
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Verfasst am: 17.05.2017, 12:24 Titel: |
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Gunter

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.01.2007 Beiträge: 161 Wohnort: Nähe Ammersee
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Verfasst am: 17.05.2017, 12:27 Titel: |
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Heck und Pflicht. |
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Ki
Anmeldungsdatum: 17.01.2017 Beiträge: 70 Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 17.05.2017, 12:58 Titel: |
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Hallo Gunter,
schönes Boot
Ich kam inzwischen wieder dazu zu schleifen. Die Übergänge habe ich schön glatt bekommen mit dem Schwingschleifer und 40er Papier.
Die Huppelpiste wollte ich aber vor allem wegen der Segeleigenschaften zumindest einigermaßen begradigen. Zum Glück konnte ich mir einen Bandschleifer leihen, mit dem ging das innerhalb von 20 Minuten schön glatt zu schleifen.
Es sind jetzt noch ein paar kleine Vertiefungen drin, da ich aber eh noch ein, zwei Löcher zuspachteln muss und auch schon Thixotropierpulver zum Verdicken hier habe, werde ich diese dann damit glatt spachteln.
Allgemein muss man ja sagen, dass man wirklich nicht viel Epoxidharz zum Restaurieren benötigt, ich habe vielleicht 750 ml verbraucht, bisher, gekauft hatte ich mir ein 3 kg Paket, es ist also noch genug da …
Das Deck werde ich wahrscheinlich erst im Herbst angehen, jetzt muss erstmal der Rumpf lackiert werden und alle Beschläge wieder montiert / abgebrochene Schrauben entfernt werden, damit man endlich mal auf's Wasser kann. Außerdem geht die Geduld der Gattin langsam flöten, das Badezimmer müsste mal wieder geputzt werden …
Liebe Grüße und vielen Dank für die Motivations-Schübe!
P.S.:
Ich hatte auch noch überlegt, mit glasfilament noch ein Streifen drüber zu laminieren, damit die grobe Struktur des Roving-Gewebes nicht durch kommt und das Ganze noch stabiler wird.
Der Bandschleifer hat das aber schön glatt gemacht und die Stabilität sollte durch den ca. 20 bis 30 cm breiten Streifen mehr als gegeben sein. Ich werde ja innen auch noch Epoxid unter den Kiel-Stringer spritzen.
Die Faustregel beim Bootsbau ist ja, dass das Epoxid zehn mal so breit sein soll, wie der behandelte Riss. Der Riss ist bei mir ja nicht mal 1 cm breit.
Und wenn man sich die Boote anschaut, die nach Stitch and Glue gebaut werden, sieht man, dass mit noch dünneren Epoxid-Streifen genügend Stabilität erreicht wird:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stitch_and_Glue
Ach so, und Du hattest ja mit Polyester laminiert, dass ist natürlich nicht so stabil wie Epoxid, daher ist da eine breitere Lage natürlich sinnvoll. _________________ Koralle S5 – Knickspanter von 1964 |
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Ki
Anmeldungsdatum: 17.01.2017 Beiträge: 70 Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 21.05.2017, 03:28 Titel: |
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Inzwischen habe ich auch noch etwas gespachtelt, das Wetter macht mir aber immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Entweder es regnet oder es knallt die Sonne.
Jetzt ist mir die angemischte Spachtelmasse innerhalb von 20 min. durch die Sonne so fest geworden, dass sie nicht weiter verarbeitet werden konnte. Die wichtigsten Stellen habe ich aber glatt bekommen:
Ich habe das Epoxid mit Schleifstaub von vorherigen Schleiforgien und Thixotropierpulver zu einer dicken Spachtelmasse gemacht:
Zum Abwiegen habe ich meine digitale Feinwaage in eine Plastiktüte gesteckt, dann kann man sie danach noch weiter verwenden
Jetzt sind noch ein zwei Huppel, die ich aber jetzt so lasse.
Ich denke, ein Regatta-Boot wird aus der Koralle so schnell eh nicht, und das kann ich auch noch nächsten Winter ausbessern.
Ich habe hier auch noch zwei gebrauchte Selbstlenzer, die ich eigentlich gleich mit einbauen wollte, aber das mach ich auch erst im Herbst, jetzt will ich endlich mal auf's Wasser kommen.
Nächster Schritt wird also sein, den Rumpf final anzuschleifen und zu streichen.
Danach wird noch mal der Kiel von innen verklebt und dann is fertig, erstmal.
Es müssen ja auch noch die ganzen Beschläge von abgebrochenen Schrauben befreit werden und neue Schrauben besorgt werden …
Diese (Ruder) habe ich komplett ausgebohrt und dann mit zweikomponentigem Knetkleber gefüllt – wollte nicht extra noch mal Spachtelmasse ansetzen:
 _________________ Koralle S5 – Knickspanter von 1964 |
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