Segeljolle-Atlanta-Koralle
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Der liebe Lack ist rissig.



 
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rotma




Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 11.02.2007
Beiträge: 6
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 00:02    Titel: Der liebe Lack ist rissig. Antworten mit Zitat

Hallöchen.

Also der Lack auf dem Deck meiner Koralle ist mittlerweile im Bereich der Funierverleimungen in Längsrichtung rissig. Ich habe bereits begonnen diesen anzuschleifen, musste dabei jedoch feststellen, das er dicker ist, als gedacht.

Daher meine Frage, ob einer von Euch schonmal das Deck seiner Koralle mit einem neuen Anstrich versehen hat?

Ich habe die Befürchtung, dass die Risse auch später noch sichtbar sind, wenn ich den alten lack nicht ganz abschleife. davor scheue ich mich ein wenig, da es a) viel arbeitbedeutet und ich b) Angst habe, das Funier zu beschädigen.

Was sind Eure Erfahrungen?

Gruß

der Mario
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BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 00:02    Titel: Anzeige

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seewolf





Anmeldungsdatum: 30.01.2007
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 02:30    Titel: Lackrisse Antworten mit Zitat

Hallo Mario,

die beschriebene Ausgangssituation, zusammen mit Lackaufbrüchen entlang der Säumung mit den dekorativen Kupfer(?)- oder Messing(?)stiften (bei Baujahr 1965) hat mich seinerzeit veranlasst, das ganze(!) Deck abzuschleifen. Riesenaufwand, wenn man vorsichtig zu Werke gehen will, weil der (originale) Mehrschicht-DD-Lack sauhart ist.

Siehe übernächstes Thema in dieser Rubrik: "Holz-Lackierung".

Alternative: Reparatur versuchen und nur vorsichtig die Reparaturstellen möglichst flach längs der Maserung ausschleifen und mehrschichtig lackieren. Wenn die Verwitterung nicht zu tief ist ins Furnier reicht, müsste das gehen. Sonst weiträumiger ausschleifen, ohne dass sichtbare Wellen oder Buckel entstehen. Wichtig dabei ist, dass im Übergangsbereich Holz-Altlack der alte Lack - trotz der bei den Arbeiten auftretenden mechanischen Beanspruchung - noch gut mit gesundem Holz verbunden geblieben ist. Sonst gibt's dort später einen "Blindsaum", als ob dort der verwitterte Streifen wäre . Finish dann mit komplettem Deckanstrich über gesamte vorher fein angeschliffene Fläche.
Auf diese Weise habe ich später noch kleinere Reparaturen vorgenommen auf den Seitendecks. Ergebnis: naja, nicht concours-verdächtig, aber ordentlich.
Aus einem perfektem Guss wirkt es wohl nur, wenn man die komplette Fläche gleichmäßig bearbeitet, sowohl beim Abschleifen, als auch beim Lackieren.
Nur Mut: Vorsichtig experimentieren, das bleibt kaum jemandem erspart. Geduld und Ausdauer lohnen allemal.
Viel Erfolg und viel Spaß wünscht der
seewolf
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knilli
Administrator



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 22.12.2006
Beiträge: 211
Wohnort: Wentorf b. HH // Ratzeburger See

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 21:07    Titel: lack Antworten mit Zitat

also bei meiner habe ich das ganze oberschiff neu gemacht. ja, es ist eine schweine arbeit - aber es lohnt sich!!!

hatte 4 wochen kalkuliert. aber es wurden dann doch 12 wochen inkl. 2 wochen urlaub... aber ehrlicherweise ich haben nicht jeden tag daran geschafft. es geht auch viel zeit mit zwischenschleifen und trocknung abwarten usw. drauf. in den 10 wochen sin auch noch der rumpf von aussen enthalten, aber der war das wenigste...

also ich habe jedefalls nicht geschliffen, sondern unter einem heißluftfön den lack erwärmt und dann mit einem stumpfen spachtel den lack in kleinen streifen abgezogen. das hat ziemlich gedauert und war auch irgendwie anstrengend... dann erst habe ich geschliffen um alles um eine etwa einheitliche farbe zu bekommen.

also ich finde das ergebnis gut. ist eben auch selbst gemacht. ein bootsbauer würde vielleicht anders urteilen Winken

man braucht aber auf jeden fall einen ordentlichen arbeitspatz, das ist super wichtig!!!

knilli
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Petit Chaos




Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 789
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 23:03    Titel: Decküberarbeitung Antworten mit Zitat

Hallo rotma,

bin gerade beim zwischenschleifen vom vierten Anstrich.

Habe lange mich mit dem Thema Deckanstrich auseinandergesetzt, Bootbauer und Tischlermeister befragt, im Internet gesurft viel telefoniert und und das ist mein Tipp:

Alte Deckfarbe mit der Ziehklinge (www.wikipedia.org/wiki/Ziehklinge) abziehen, die Gefahr liegt halt als Laie darin das man Wellen und Beulen einzieht. Schleifen mit Exenter 220 Körnung oder höher ist besser für ungeübte. Nehm das weiße Papier setzt sich nicht so schnell zu. Exenterschleifer mit geringer Umdrehung laufen lassen damit die alte Farbe nicht verbrennt und somit das Schleifpapier verklebt. Auf gar keinen Fall Abbeizer verwenden wenn Du mit Epifanes den Deckanstrich aufbauen solltest. Abbeizer zieht ins Holz ein und beschädigt es. Epihanes ist ein Lack der mit Terpentin verdünnt wird und zieht somit ins Holz und schützt dieses. Wenn das Holz mit genug Farbe versiegelt ist kannst Du vom trockenschlief in den Naßschlief übergehen. Wichtigt ist leider das Du genug Raumtemperatur hast. Die Witterungsrisse habe ich ausgeschliffen und mit Epoxidharz ausgespachtelt. Mußt beim schleifen aufpassen das du die erste Lage nicht durchschleifst, Sperrholzfunier ist mehrlagig und die Lagen sind relativ dünn Bin mit meiner Arbeit sehr zufrieden dafür das ich mit Holz nicht`s am Hut habe. Zeit Seit mitte Dez. ca. lässt sich schwer Schätzen aber über 100 bestimmt. Es zieht sich in die Länge

Wenn Du willst schick mir ne mail und ich sende Dir ein paar Bilder zur Aufmunterung. Wenn Du Beim Farbaufbau bist ist alle Arbeit vergessen und man sieht ein Ende. Wobei bei uns im Verein die Boote am 31.03. zu Wasser gelassen werden, das heißt die Segelzeit ist nicht mehr fern.

Die Erfahrung geht weiter:

Beim 4 Anstrich haben sich blasen gebildet, sieht aus wie Staub oder Pocken beim abschleifen sieht mann deutlich Vertiefungen im Lack Stecknadelkopf groß massenweise. Mache die Erfahrung wie einige andere Mitglieder im Forum. Es hilft kein Anschleifen/abtragen/entfetten/Pinsel tauschen usw. Bin gespannt wie es weitergeht und ich Herr der Lage werde.

Vielleicht hat ja jemand doch noch einen richtigen Tipp vielleicht Chemie der Farbe beimengen oder so Idee

Ansonsten viel Spass


Zuletzt bearbeitet von Petit Chaos am 03.03.2007, 18:28, insgesamt 3-mal bearbeitet
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felixina




Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.02.2007
Beiträge: 162
Wohnort: bremen

BeitragVerfasst am: 02.03.2007, 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

moin moin!

ich als weiblicher neuzugang dieses forums hätte auch mal eine frage zum thema Lachen
ich habe letzten herbst mein korrallchen, bj. ca. 75, gekauft. der lack sieht eigentlich noch ganz prima aus. um die püttinge herum ist er allerdings ab.
da für mich die segelgeschichte mit eigener jolle vorläufig noch ein experiment ist (bin vorher nur "mitgesegelt"), schiebe ich die restaurierung vor mir her. ich frage mich, ob es dem bötchen sehr schaden würde, wenn ich meine erste saison als eigner erst mal, hoffentlich erfolgreich, absolviere und dann im nächsten winterlager alles schön mache...
natürlich siehts besser aus, wenn man das komplette deck macht, aber...ausbessern rund um die püttinge wäre praktisch auch möglich? Mit den Augen rollen
_________________
alles wird gut!

felixina
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seewolf





Anmeldungsdatum: 30.01.2007
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 02.03.2007, 23:05    Titel: gegen tiefgehende Verwitterung vorbeugen Antworten mit Zitat

Hallo felixina,

besser jetzt sanft und ohne großflächigen Aufwand ausbessern, als später mit zu tiefen Verwitterungsspuren konfrontiert zu sein.
Dieser Bereich unterm Püttig-Führungsblech und drumherum ist übrigens typisch anfällig, zumindest bei herkömmlicher DD-Lackierung.
Gutes Gelingen bei geringstmöglichem Deckfurnier-Abtrag (siehe auch Erfahrungsberichte von Petit Chaos u. a.) wünscht der
seewolf.[/img]
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salzbuckel




Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 23.02.2007
Beiträge: 43
Wohnort: LK Kassel

BeitragVerfasst am: 03.03.2007, 20:44    Titel: mein lieblings-holzlack Antworten mit Zitat

hallo,

ich weiss ja nicht wie es euch geht, aber je mehr ich zum thema lack und farbe lese und forsche, umso mehr habe ich das gefühl, nix mehr zu verstehen. dann schwirren nur noch DD, polyurethan, 1k, 2k, verdünner nummer soundso, uv, beize blablabla in meinem schädel herum.
hey, ich will ein boot restaurieren und kein chemiker werden.

das ist so unglaublich kompliziert und am ende denke ich dann einfach, jetzt ist gut, ich vertraue mal meinem bauch und probier es einfach mal, wird schon schiefgehen (abziehen/-schleifen kann man ja immer noch Winken)

und so habe ich meinen holzmast (zustand 4, bis auf das holz herunter geschliffen, ca. 15 stunden schleifaufwand) und das cockpit (zustand 3, nur angeschliffen, ebenfalls ca. 15 stunden schleifen, durch die rumpfrundung aber recht zeitraubend) mit schooner von international behandelt.

für den erstanstrich des cockpits habe ich einen schuß interstain, das ist mahagonibeize des gleichen herstellers, beigemengt um einen etwas dunkleren teint zu erhalten.
für den erstanstrich auf dem rohen holzmast habe ich ein wenig verdünnung 333 zur haftungsverbesserung beigefügt

ich habe mich für diesen lack (holzölbasis) entschieden,
-da dies ein 1k-lack ist: die verarbeitung ist grundsätzlich einfacher als 2k
-1k kann auf 2k verarbeitet werden und nicht andersherum (und ich habe keine ahnung, was die vorbesitzer meiner koralle verwendet haben... damit war ich jedenfalls erstmal auf der sichereren seite
-die verlaufseigenschaften sollen hervorragend sein (sind sie!)... das kommt mir als laie ja gelegen

für die kommende saison steht nun auch noch der decksbereich an und ich denke, ich werde hier auch etwa 3 schichten schooner aufbringen und zuvor lediglich anschleifen.

wenn ich bläschen oder andere mutationen bekomme, gebe ich bescheid Winken

viele grüße
salzbuckel
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seewolf





Anmeldungsdatum: 30.01.2007
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 03.03.2007, 23:50    Titel: Verunsicherung Antworten mit Zitat

Hallo ihr mutigen Holz-Finisher,

wenn man die Spezialisten aus fky liest, kann einem wirklich schwindlig werden, das sehe ich auch so.
Aaaaber: vieles, was dort geschrieben wird, bezieht sich auf die Behandlung von Massivholz und das wiederum für statisch und feuchtigkeitsmäßig völlig unterschiedlich beanspruchte Bereiche.
Wir dagegen haben es bei unseren Korallen mit Ausnahme weniger Spantenrudimente, längsstringerartigen Leisten oder den Holzmasten im Wesentlichen mit auf Kunststoff geklebten dünnen Furnieren (Rumpfinnenseite Modelle S6R) oder Bootsbausperrholz zu tun.
Ölhaltige Substanzen die bei Vollholzbooten in Dauerfeuchtbereichen zur "Durchtränkung" bzw. Imprägnierung verwendet werden, würde ich in keinem Bereich für eine Koralle in Betracht ziehen, um nicht unliebsame Folgen zu riskieren, wie z. B. das Lösen von Furnier- oder Leisten-Verklebungen.
Wer weiß denn, welche Kleber-Qualität damals verwendet wurde und welche Eigenheiten und Anfälligkeiten diese damaligen Produkte im Hinblick auf die "neue" Lack- u. Farben-Chemie haben?
Von daher ist man mit einem "altmodischen" Lackprodukt wohl nicht schlecht beraten (Beispiel: 2-Komponenten-Lack oder sog Japan-bootslack, wobei ich nicht sicher bin ob letzterer direkt auf Sperrholz als Erstschicht in hoher Verdünnung verwendet werden sollte).
Also lasst euch nicht verrückt machen. Jedenfalls sollte das Produkt ausdrücklich für Sperrholz oder dünne Furniere geeignet sein (natürlich zusätzlich mit den entsprechenden Außenbereichsqualifikationen), damit die hinterm dünnen Deckfurnier liegende Klebeschicht auch bei hoher Verdünnung nicht angegriffen wird.
Ohne kleine Errors gehts manchmal nicht, also trying carefully... und viel Erfolg dabei wünscht Euch der
seewolf
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tiktoe




Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 19.04.2007
Beiträge: 37
Wohnort: Alsace/ France

BeitragVerfasst am: 28.04.2007, 08:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
habe eine Koralle ohne Deck erstanden. über die wenigen Furnierrest die ich geshen habe, muss ich sagen, dass die oberste Mahagonischicht doch deutlich über 1 mm dick ist. Heute verwendete Furniere haben nur 0,8 mm. Also schleifen ist möglich!
Ich würde auch zu einem herkömmlichen 1K Lacksystem greifen, da es einfacher zu handhaben ist. Erste Schichten, wie von einigen beschrieben, mit hoher Verdünnung, letzte Schichten pur. Für mein neues Vordeck habe ich 8 Schichten, mit Zwischenschliff (240 nass) verwendet. Danach verschwinden auch die oben erwähnten kleinen Bläschen. Wenn nicht könnt ihr mit Autopolitur nachhelfen.
Für den Plichtbereich, der noch original war, habe ich nach Anschleifen einen Epoxidkleber, rötlich eingefärbt, verwendet. Hat den Vorteil, dass er schnell austrocknet und extrem beanspruchbar ist. Mit der Einfärbung könnt ihr auch Farbunterschiede vertuschen.
Das einzige, was ich zum Holzmastlackieren sagen kann ist das der verwendete Lack extrem flexibel sein muss. Habe in einem Bootszubehörladen das richtige Produkt gefunden.
Viel Spass, ich bin sicher eure Arbeit lohnt sich
tiktoe
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