Segeljolle-Atlanta-Koralle alles rund um die Atlanta Koralle

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seewolf
Anmeldungsdatum: 30.01.2007 Beiträge: 43
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Verfasst am: 07.02.2007, 15:07 Titel: Holz-Lackierung |
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Liebe Bastlergemeide,
In Erinnerung an eine Renovierung der Holzoberflächen:
In damaliger Unkenntnis des verwendeten Original-Lacks, hatte ich blauäugig versucht, abzubeizen. Die Beize hat aber nicht richtig angegriffen, bzw. anscheinend nur sehr mühsam Schicht für Schicht und offensichtlich waren es viele... . Der Einstieg ins anschließende Schleifen war dadurch außerordentlich beschwerlich geworden, was mit einer relativ groben Körnung behoben werden sollte. Das war kein guter Beginn insgesamt.
Während der Arbeiten wurde ich aufgeklärt - haha, wieso nicht schon vorher? - dass "wahrscheinlich" mehrere Schichten DD-Lack die Originallackierung bilden.
Schließlich habe ich alles bis aufs blanke Holz runtergeschliffen zum Schluss mit feinster Körnung, einige grobkörnige Spuren von vorher waren aber zu tief... Sch... .
Dann kam die Lackierung: mit DD-Lack (heute gibt es sicherlich Besseres, bzw. leichter zu verarbeitende hochwertige Lacke), angefangen mit starker Verdünnung (ca 25%, also gaaanz dünn).
Nach Trocknen des ersten Auftrags, der das Holz scheinbar schön "getränkt" hatte: Feinschliff und nächste Schicht, ca 35% verdünnt. Nach Trocknen dieser Schicht: der Horror! Es hatten sich lauter kleine Bläschen gebildet, deren aufgeplatzte Reste ausgetrocknet eine sehr "giftig rauhe" Oberfläche bildeten.
Auskunft eines nun zu Rate gezogenen Malermeisters und Profi-(Auto-)Lackierers: Wir kümmern uns kaum darum, warum mal etwas nicht fuktioniert. Alles wieder runter und nochmals. Dann klappts bestimmt. Hm.... super!
Ich machte dann aber anders, als empfohlen, weiter:
Bläschen abschleifen, Feinschliff, DD 50%. nach dem Trocknen wieder dasselbe Bild, mit immerhin schon geringfügig weniger Bläschen.
Das Spielchen habe ich dann noch mit DD 75% und DD unverdünnt wiederholt und hatte immer noch jede Menge Bläschen.
Also wieder schleifen. Ja und dann?
Mit sog "Japan-Bootslack" (was immer das auch ist) habe ich dann die beiden letzten Lackschichten unverdünnt aufgetragen und zwar ohne Zwischenschliff, auf die noch bei Druck leicht klebrige erste Schicht. Der Japan-Bootslack war so elastisch, dass die Versiegelung insgesamt doppelt so lange nicht aufbrach, wie die Originallackierung, die offenkundig sehr spröde war. Das Endergebnis war zweckmäßig, kam aber an die angestrebte Klavierlackoptik bei weitem nicht heran.
Also: machts besser mit den viel besseren Informationen und Produkten, die Ihr heute zur Verfügung habt.
Für das "Warum" bezüglich der Bläschenbildung habe ich bis heute keine schlüssige Antwort gefunden.
Viel Erfolg
seewolf |
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Verfasst am: 07.02.2007, 15:07 Titel: Anzeige |
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ZK-10
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.03.2007 Beiträge: 6 Wohnort: Weferlingen
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Verfasst am: 01.04.2007, 21:37 Titel: |
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Hallo ,
ich bin auch noch bei der "Planung" des Anstrichs. Aber bezüglich der Bläßchen hab ich vieleicht eine Erklärung. Das liegt möglicherweise am Holz. Wir hatten eine Haustür bei der der Tischler (Profi) auch diese Probleme mit der Farbe hatte.
Ich habe auf einer Bootsmesse sehr günstig einen 2K-Lack speziell für Teakholz (Perfection)gekauft. Vielleicht geht der.
Irgenswo hab ich auch gelesen, dass es Probleme gib, wenn 2K Lack auf normalem Lack verwendet wird.
Gruß ZK-10 |
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felixina

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.02.2007 Beiträge: 162 Wohnort: bremen
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Verfasst am: 10.04.2007, 20:05 Titel: Lack |
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moin moin!
nach den erschreckenden beschreibungen, möchte ich mal eben über unsere erfolgreiche ausbesserung des lacks an deck berichten.
den alten lack entfernten wir mit dem excenterschleifer mit sehr feiner körnung. ging ganz gut.
dann haben wir den 2K-PU-klarlack diamond varnish von hempel genau nach anweisung der dose benutzt, incl. verdünnung mit hempel thinner 871.
das ergebnis ist sicher kein klavierlack aber sehr sehr ansehnlich!  _________________ alles wird gut!
felixina |
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Patric
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.04.2007 Beiträge: 37 Wohnort: Schweiz//Aargau
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Verfasst am: 10.04.2007, 21:45 Titel: 2K-Lack, gerissen nach einem Jahr |
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Alles wird gut :-)
Wir haben vor einem Jahr das ganze Deck abgeschliffen, mit Exzenter und feiner Körnung. Eine Stelle musste geflickt werden (Exzenter hat das Furnier weggefetzt...).
Dann 2K- Lack (Nautica, von einem Bootsbauer empfohlen) drauf. Keine Blasen, aber Kampf mit Pollen... 4 Schichten. 1 Jahr später: 95% der Oberfläche ist prima. An den kritischen Stellen (rund um den Flick, der war wohl nicht gross genug), hat das Furnier gerissen, und der (zukünftige) Schaden ist absehbar.
Zur Ergänzung: Unser Deck scheint nicht ein Original Atlanta zu sein, sondern wurde massiv angepasst, nehm ich mal an. Es ist viel weniger gewölbt, und dadurch auch nicht so stabil. Ich denke, dass das Sperrholz an einigen Stellen zu weich ist.
Trotzdem weiss ich noch nicht, was genau machen, an den Stellen, wos schon wieder aufgerissen ist. Wenn ich Zeit habe, stelle ich mal ein Bild zu diesem Artikel in den nächsten Tagen.
Lieber Gruss an alle Hobby-BastlerInnen :-) |
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