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Petra
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2008 Beiträge: 16 Wohnort: RLPF
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Verfasst am: 28.10.2008, 18:42 Titel: Behandlungsfehler |
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Oft erhalte ich E-Mails von Spondy-Patienten die über einen Schraubenbruch - oder Verschiebung der Schrauben berichten.
Aus Erfahrung weiß ich, mit wie vielen Schmerzen ein Bruch oder eine Verschiebung der Schrauben verbunden ist.
Meines Erachtens sollte diese Kliniken nicht weiter empfohlen werden, im Gegenteil, wenn ein Behandlungsfehler vorliegt und beweisbar ist sollte man dagegen vorgehen.
Auch ich bin diesen Schritt nach meiner 2. Operation gegangen, den ich in Kürze hier darlege.
Ich wurde in einer Klinik in Saarbrücken operiert. 5 Wochen nach meiner WS-OP von L3-S1 brachen mir in der Reha die untersten 2 Schrauben von S 1. Meine messerstichartigen Schmerzen führten die Ärzte in der Reha darauf zurück, dass es sich hierbei n u r noch um die Operationsschmerzen handelt, was ganz natürlich sei. 6 Monate nach meiner Operation stellte ich mich zur 2. Nachuntersuchung in der Klinik von Saabrücken vor, da ich mittlerweile bei jedem Schritt messerstichartige Schmerzen hatte. Es war die Hölle. Mein Neurochirurg meinte, aufgrund der Schilderung meiner Schmerzen mit unverschämten Worten:
“Fr. G. sie wissen doch, es gibt 2 Arten von Krankheiten, die eine (geistige) können wir bei ihnen ausschließen und mit der anderen müssen sie eben leben. Aufwiedersehen“
Ca. 4 Wochen später wurde von dem Orthopäden Dr. Krapf aus Trier, ein neues Röntgenbild erstellt. Hierauf wurden 2 Schraubenbrüche von S 1 deutlich erkennbar. Die gebrochenen Schraubenenden trafen bei jeder Bewegung den Nerv. Der Arzt erkannte sofort die Gefahr und vereinbarte gleich einen Untersuchungstermin bei einem fachlich kompetenten Neurochirurgen in Saarlouis. Kurze Zeit später wurde von Dr. Johann, damals noch in der Elisabeth-Klinik Saarlouis die Implantate durch neue ersetzt, ein weiteres Segment L 2 versteift und mittig mit einer Titan-Querstange versehen, so dass. insges. 5 Segmente versteift wurden (von L 2 bis S 1). Zur Stabilisierung wurden vom Bauch aus zusätzlich Titankörbchen eingesetzt. Dies alles hätte schon bei der 1. Operation erfolgen müssen. Das war auch ein Grund der Schraubenbrüche. Die Operationen verliefen alle richtig aber nicht alle Operationsfehler, die die Klinik in Saarbrücken machte, konnten korrigiert .werden. Selbst heute noch leide ich unter starken Schmerzen, die mir nur durch die tägl. Einnahmen der Morphine das Leben erträglich machen. Meinem 2. Operateur, Herrn Dr. Johann bin ich heut noch sehr dankbar, .durch ihn kann ich wieder gehen.
Erst nach 2 Jahren war ich in der Lage gegen die Klinik, die den Behandlungsfehler verursachte anzugehen.
Die Krankenkassen haben eine Abteilung, die auch solche Behandlungsfehler kostenlos überprüfen und gegebenenfalls gegen solche Kliniken klagen.
Noch besser wäre es, im Rechtsschutz zu sein. Es ist kein einfacher Weg und sollte genau durchdacht und beweisfähig sein.
Für die Gegenseite wird immer ein schriftliches Gutachten erstellt.
Mein Gutachter, ein Professor aus Heidelberg, schrieb u. a. darin "kein seriöser Wirbelsäulenchirurg würde in der heutigen Zeit eine solche OP durchführen." Ich denke, damit ist alles gesagt.
Einige Zeit später erhielt ich den 1. Gerichtstermin zur mündlichen Verhandlung. Diesen Termin konnte der Professor nicht einhalten und bat um einen 2. Termin. Bei dem vom Gericht festgelegten zweiten Termin warteten wir alle im Gerichtsgebäude auf Hr. Professor. Dieser rief mit ca. 10 Min. Verspätung an, dass er den Termin nicht wahrnehmen könnte mit der Begründung, dass er eine starke Erkältung hätte. Bei dem 3. Termin erschien er und widersprach sein schriftliches Gutachtachten mit der Begründung, dass er sich doch wohl vertan hätte und diese alles etwas zu hoch schriftlich einschätzte (Kommentar überflüssig). Ich konnte eine Abfindung erhalten, oder weiter klagen. Sehr gerne hätte ich die Klage aufrechterhalten - aber ich konnte es nicht, nervlich war ich am Ende. Es ging einfach nicht mehr. Heute habe ich Verständnis für Betroffene, die ihre Klage nicht mehr weiterführen können und abbrechen müssen. Trotzdem empfehle ich jedem Betroffenen zu versuchen gegen einen Behandlungsfehler vorzugehen.
Ich habe hier nur die wichtigsten Punkte aufgezählt, aber vielleicht hilft es einem Betroffenen, dem ich hiermit Mut geben möchte. Mut auch über seinen Behandlungsfehler zu sprechen.
Auch auf der Spondy-Adresse “Petra.Goettges@spondy-gruppe.de“ bin ich zu erreichen und versuche auch hier Hilfestellung zu leisten.
Petra |
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Verfasst am: 28.10.2008, 18:42 Titel: Anzeige |
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sabine e.
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.09.2010 Beiträge: 2 Wohnort: stuttgart
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Verfasst am: 30.09.2010, 15:08 Titel: Schraubenbruch |
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Meine Odysee hat im Nov. 09 begonnen.
Schmerzen im re. Fuß, komisches Gangbild.
5x Injekt.unter CT an den Nerv---> keine Wirkung
Dez.09, 1 Woche stionär zur Schmerztherapie---> noch mehr Schmerzen
jetzt Fentanylpflaster und 10 x KG
neeeeeeeee, nä. Arzt, sagt muss operiert werden, da Wirbelgleiten L3/L4 und L5/S1 dtl. sichtbar mit Nerven kompression. Zur weiteren Abklärung noch stationär ein Lecker Myelo und Discographie.
Also gut, Op! Wird von der Versicherung abgelehnt, da Privatklinik und total überteuert.
Wohin jetzt? Versicherung bietet u.a. die Uni Tübingen an. Ok.
Dort Op im März 10, Schmerzen im re. Fuß komplett weg, dafür im Linken.
Oje, da haben wir doch beim schrauben einen abgesprengten Knochensplitter in den Nerv versenkt, sprachs, als ich darum bat die CT-bilder nach OP nochmal zu studieren
also am nä. Tag (Samstag), Not-op zur Splittertentfernung.
nach 12 Tagen Entlassung zur ReHa, mit konstanten Schmerzen im li. Bein und Fußheberparese
Im Mai gestolpert, weil ich den Fuß nicht richtig hoch bekomme und dabei in der re. Schulter die Sehne abgerissen---> OP und 6 Wo. Armschiene!
Im Juli Rö-kontrolle LWS---> 2 Schrauben gebrochen!!!
Im Sept OP( natürlich nicht mehr in Tü.), alle 8 Schrauben durch dickere ersetzt und zw. L5 und S1 ein Cage, dazu ein Korsett, Sitzerhöhung und die Zange und... ReHa frühestens 3 Monate nach OP, wenn nach 6 Wochen bei der Kontrolle alles in Ordnung ist.
Wenn nicht, noch 2 Cages einbauen
Nun macht meine Pyche nicht mehr mit und ich lebe in ständiger Angst vor dem, was noch kommt |
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Petra
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2008 Beiträge: 16 Wohnort: RLPF
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Verfasst am: 27.10.2010, 14:08 Titel: |
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Hallo liebe Sabine,
bitte entschuldige, daß ich Dir erst heute antworte, hatte seinerzeit leider vergessen, ( war mittlerweile in 3 Krankkenhäusse u. AHB) meine Antwort ins Forum zu setzen. Sorry.
nun zu Deiner Odysee. Was Du alles erleiden musstest, das reicht wirklich. Ich finde es toll und auch super, Deinen Leidensweg hier ein-
zutragen, da ich immer wieder feststellen muß daß es auf diesem Gebiet an Aufklärung feht. Ich komme immer wieder mit einigen Patienten in Verbindung,
die der Meinung sind, mal eben eine Spondy, ist ja heute Mode, und danach geht es mir gut -----. Es ist manchmal unvorstellbar, was sich auch in Krankenhäusern abspielen kann. und wie leichtsinnig Ärzte mir ihren Patienten umgehen. (Gottseidank sind das nur wenige)
Wie gehts es Dir denn heute?? Eine Reha nach 3 Monaten ist auch noch sehr früh, nach einem 1/2 Jahr wäre schon besser so, daß eine knöchernde Durchbauung
zu erkennen ist. Ich verstehe allerdings nicht, warum evtl. noch zusätzlich 2 Cage einoperiert werden sollen.Das wäre wieder eine zusätzliche OP. Muss die
wirklich sein??? Du kannst Dich doch unverbindlich in einer weiteren Klinik, zwecks Absprache vorstellen. Dazu benötigst Du nur eine Überweisung von Deinem
Hausarzt. Gerne kann ich Dir eine sehr gute Klink empfehlen.
Daß Du mit der Psyche am Ende bist, kann ich mir gut vorstellen, das bleibt nicht aus. Wenn ich Dir helfen könnte, würde ich das gerne tun.
Jetzt erst einmal Kopf hoch, ich drücke Dir ganz fest die Däumchen, daß es Dir wieder besser geht.
Lasse mal etwas von Dir hören.
Für heute ganz liebe Grüße
Petra |
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